Das Weingut - In stürmischen Zeiten

von Marie Lacrosse 
4,7 Sterne bei40 Bewertungen
Das Weingut - In stürmischen Zeiten
Bestellen bei:

Neue Kurzmeinungen

Positiv (37):
Caillean79s avatar

Toller historischer Schmöker! Ich freu mich schon auf Teil 2!

Kritisch (2):
kuschelwuff2504s avatar

sehr enttäuschend

Alle 40 Bewertungen lesen

Auf der Suche nach deinem neuen Lieblingsbuch? Melde dich bei LovelyBooks an, entdecke neuen Lesestoff und aufregende Buchaktionen.

Inhaltsangabe zu "Das Weingut - In stürmischen Zeiten"

Weißenburg im Elsass im Jahr 1870: Die junge Waise Irene kommt als Dienstmädchen in das Herrenhaus des reichen Weinhändlers Wilhelm Gerban. Dessen Sohn Franz glaubt an die Ideale der französischen Revolution, wofür sein Vater wenig Verständnis hat. Als Irene auf Franz trifft, verlieben die beiden sich leidenschaftlich ineinander. Doch nicht nur Standesschranken und familiäre Intrigen stehen ihrer Beziehung im Wege. Auch am europäischen Horizont ziehen dunkle Wolken auf: Ein furchtbarer Krieg bricht aus. Gegen alle Widerstände kämpfen die beiden jungen Leute um ihr Glück. Bis das Schicksal unbarmherzig zuschlägt ...

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783442205547
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:672 Seiten
Verlag:Goldmann
Erscheinungsdatum:23.07.2018

Rezensionen und Bewertungen

Neu
4,7 Sterne
Filtern:
  • 5 Sterne32
  • 4 Sterne5
  • 3 Sterne1
  • 2 Sterne2
  • 1 Stern0
  • Sortieren:
    milkysilvermoons avatar
    milkysilvermoonvor 11 Tagen
    Kurzmeinung: Vor allem Fans historischer Literatur kommen hier voll auf ihre Kosten.
    Eine junge Liebe in der Zeit des Deutsch-Französischen Kriegs

    Weißenburg im Elsass im Jahr 1870: Die junge Irene, unehelich geboren und als Waise aufgewachsen, kommt als Dienstmädchen in das Haus des wohlhabenden Weinhändlers Wilhelm Gerban. Als sie auf seinen jungen Erben, dessen Sohn Franz, trifft, verlieben die beiden sich sofort ineinander. Gegen ihre Liebe gibt es einige Einwände. Aber nicht nur Standesschranken und Intrigen seitens der Familie sind ihrem Glück im Weg. Auch der Beginn des Deutsch-Französischen Kriegs und ein Schicksalsschlag bereiten den Liebenden große Schwierigkeiten...

    „Das Weingut – In stürmischen Zeiten“ von Marie Lacrosse ist der erste Band der zweiteiligen „Das Weingut“-Familiensaga.

    Meine Meinung:
    Der Roman besteht aus sechs Teilen und 29 Kapiteln, die eine angenehme Länge haben. Umrahmt werden diese von einem Pro- und einem Epilog. Erzählt wird aus mehreren Perspektiven: vorwiegend aus der von Irene und der von Franz. Die Haupthandlung spielt zwischen 1866 und 1871. Die Orts- und Zeitangaben sind einheitlich und genau, was eine Orientierung erleichtert hat.

    Der Schreibstil ist angenehm, anschaulich und lebhaft. Sprachlich ist der Roman an die damalige Zeit angepasst. Ich habe leicht in die Geschichte gefunden.

    Mit Irene und Franz stehen zwei Hauptprotagonisten im Fokus, die meine Sympathie gewinnen konnten. Beide Charaktere wirken authentisch und werden gut herausgearbeitet. Einige andere Figuren sind dagegen ein wenig stereotyp geraten.

    Die Handlung ist abwechslungsreich und kurzweilig, allerdings stellenweise wegen der detaillierten und schonungslosen Schilderungen im Zusammenhang mit Krieg und Leid nicht leicht zu verdauen. Spannung erhält die Geschichte nicht nur anhand einiger dramatischer Ereignisse, sondern auch wegen mehrerer Fragen, die sich ergeben und auf eine Auflösung warten. Langeweile kommt trotz der hohen Seitenzahl beim Lesen definitiv nicht auf.

    Gut gefallen hat mir, dass die Autorin mit den Geschehnissen während des Deutsch-Französischen Kriegs von 1870 und 1871 eine historische Zeit in den Vordergrund rückt, die bisher wenig Beachtung in der Unterhaltungsliteratur gefunden hat. Auf gelungene Weise verwebt sie tatsächliche Begebenheiten und Personen mit fiktionalen Elementen, was den Roman zu einer lehrreichen Lektüre macht. Ihre fundierte Recherche ist im Nachwort und im Quellenverzeichnis dokumentiert.

    Weitere Pluspunkte sind die Übersicht über die im Roman auftauchenden Personen, die Landkarten und das Glossar mit weniger bekannten Begriffen, die im 19. Jahrhundert gebräuchlich waren. Dieses Zusatzmaterial ist eine hilfreiche Ergänzung.

    Das harmonische, liebevoll gestaltete Cover trifft meinen Geschmack. Auch der Titel ist passend gewählt.

    Mein Fazit:
    Mit „Das Weingut – In stürmischen Zeiten“ ist Marie Lacrosse ein unterhaltsamer, interessanter und zugleich bewegender Roman gelungen. Vor allem Fans historischer Literatur kommen hier voll auf ihre Kosten. Auf die Fortsetzung bin ich schon gespannt.

    Kommentare: 1
    27
    Teilen
    ullikens avatar
    ullikenvor 16 Tagen
    Kurzmeinung: Ein fesselndes Werk ist diese Familiensaga von Marie Lacrosse vor der Kulisse des deutsch-französisches Krieges
    Ein Dienstmädchen und der Sohn des Weingutes, kann das gutgehen?

    Im Gebärhaus in Heidelberg wird ein Mädchen geboren und wächst in verschiedenen Waisenhäusern auf, bis es 1870 vom reichen Weinhändler Wilhelm Gebhardt in Speyer abgeholt wird, um in seinem Gutshaus in Weißenburg im Elsass als Dienstmädchen zu dienen. Er besteht darauf, dass es Irene sein muss, so habe seine Frau es einer Freundin versprochen. Den wahren Grund erfährt der werte Leser erst gegen Ende des Buches.

    Im Weingut geht es Irene gut, so gut, wie es ihr bisher nie ging. Die Hausdame Frau Burger leitet sie gut an. Die Hausherrin Pauline scheint es auch gut mit ihr zu meinen und Irene fügt sich gut ins Haus ein. Sie teilt mit einem anderen Dienstmädchen die Kammer und freundet sich mit ihr an. Einzig die Tochter des Hauses Mathilde ist der Meinung, dass alles im Haus sich um sie selbst drehen muss und so kehrt sie auch immer ihren Stand gegenüber den Dienstboten unangemessen heraus. Sie ist äußerst missgünstig, insbesondere Irene gegenüber. Zur Familie gehört noch ein Sohn, Franz, der seine eigenen Ansichten hat und aus diesem Grunde häufig mit dem Vater aneinander gerät.

    Es kommt, wie es kommen muss. Franz und Irene verlieben sich ineinander und Franz steht offen dafür ein, er will Irene heiraten. 

    Seine Mutter Pauline ist gebürtige Französin, sein Vater Wilhelm Deutscher, weshalb Franz sich beim Deutsch-Französichen Krieg 1870/71 entscheiden muss, ob und auf welcher Seite er mitkämpft. 

    Dieser Krieg ist gut recherchiert - zumindest glaube ich das, ich habe ihn ja auch nicht miterlebt -, aber besonders die Sinnlosigkeit eines jeden Krieges: Hunger, Verletzungen, Tote, Verwüstungen.

    Franz wird fernab der Heimat schwerverletzt, seine Mutter und seine Verlobte Irene ahnen nichts davon. Wilhelm und Mathilde konterkarieren fleissig gegen die beiden. Wilhelm schreckt aber auch vor gar nichts zurück. Man kann mit Irene und Pauline nur leiden, aber vor allem mit Franz. 

    Marie Lacrosse hat die Charaktere der Protagonisten wunderbar herausgearbeitet. Manchmal habe ich die Wut bekommen, doch zwischendurch doch immer wieder an das Gute im Menschen glauben können. Der Roman ist aus der Sicht von Irene und Franz, aber auch über die Hergänge im Weingut geschrieben. Er endet genau da, wo wir neugierig sind, wie die Handlung im zweiten Teil weitergeht. Gott sei Dank ist im Anhang des Buches der Prolog des zweiten Teils dieser Familiensage. Das lässt hoffen. Leider kommt dieser erst im Frühjahr 2019 heraus. 

    Das Cover zeigt ein Gutshaus, so wie ich mir ein Weingut vorstellen kann. Das Buch ist als Printausgabe, eBook und Audio-Book erhältlich, es wurde verlegt bei Goldmann-Verlag.

    Ich danke dem Bloggerportal / Randomhouse für die Zurverfügungstellung des Rezensionsexemplares.

    Kommentieren0
    1
    Teilen
    Nick_Colls avatar
    Nick_Collvor 25 Tagen
    Kurzmeinung: Emotional, spannend, aufwühlend — Marie Lacrosse versteht es hervorragend ihre Leser in den Bann zu ziehen.
    Emotional, spannend, aufwühlend

    Von den ersten Seiten an hat mich der neueste Roman von der Autorin Marie Lacrosse hellauf begeistert. Ihre Protagonisten sind sehr gut wiedergegeben, die einzelnen Charaktere sehr gut herausgearbeitet, so dass man sich mit ihnen freuen und leiden konnte. Der Schreibstil ist von Beginn an lebendig und die Autorin lässt mit Leichtigkeit Bilder vor dem geistigen Auge des Lesers entstehen: das Weingut, das Leben der Bediensteten, die Weinlese sowie der Krieg, welcher die zentrale Rolle spielt und das Leben der Leute rasch ändert.

    Die Autorin hat sich nicht gescheut, die tatsächlichen Geschehnisse des Krieges 1870-1871 der Wirklichkeit entsprechend schonungslos niederzuschreiben. Es wirkt trotzdem nicht überzogen, sondern nachvollziehbar, wenn auch schrecklich. Die Kriegsbeschreibungen sind so gut getroffen, dass man sofort versteht, wie sinnlos aus der Sicht einfacher Leute der Kampf bei Sedan oder Weißenburg war. Durch den Sohn des Weingutbesitzers erfahren wir, dass deutsche und französische Sanitäter, — einfache Leute — obwohl sie auf verschiedenen Seiten des Krieges standen, gleiche Ziele hatten, das Leben seinen Nächsten egal welcher Nationalität zu retten.

    Die geschichtliche Recherche, der medizinische Fortschritt, sowie die Kriegswirren sind super in die Geschichte eingebaut. Besonders auch die Beschreibung des Lebens am Weingut kommt so realistisch rüber, dass man als Leser gerne eine Reise dorthin machen würde. Außerdem gibt es im ersten Band ein paar ungelöste Rätsel, die, wie wir hoffen, im Folgeband ihre Auflösung finden.

    Emotional, spannend, aufwühlend — ein historisches Stück der Zeitgeschichte — Marie Lacrosse versteht es hervorragend ihre Leser in den Bann zu ziehen. Die Fans von historischen Romanen werden dieses Buch voller Begeisterung kaum bei Seite legen. Daher gibt es eine klare uneingeschränkte Empfehlung.

    Kommentare: 1
    3
    Teilen
    Eliza08s avatar
    Eliza08vor einem Monat
    Hervorragend

    Ein herausragender Roman, der hoffentlich noch viele Nachfolger haben wird. Allein schon das Cover ist eine Augenweide, stilvoll und elegant. Das Setting zwischen Herrenhaus und Weinreben ist wundervoll getroffen. Die Farbgebung ist im Gesamten sehr ansprechend, auch der Klappentext macht Lust auf mehr. Es geht um Familie, Liebe, Standesunterschiede, den deutsch-französischen Krieg und den nackten Kampf ums Überleben. Alles das, was die Zeit um 1870 ausmacht, packt Marie Lacrosse in ihren Roman und nimmt so uns Leser mit auf eine einzigartige Reise, die unter die Haut geht.

    Im Mittelpunkt des Romans stehen das Dienstmädchen Irene und der junge Erbe Franz Gerban. Aus ihrer beider Sicht wird auch der Roman abwechselnd in zwei Strängen erzählt. Irene ist ein Waisenkind, welches in einem Heim aufwächst. Franz der sowohl die deutsche, als auch die französische Staatsbürgerschaft hat, aufgrund der Herkunft seiner französischen Mutter, wächst hingegen recht behütet auf und begeistert sich leidenschaftlich für die Ideale der französischen Revolution. Dies führt zum einen zu Spannungen mit seinem Vater, aber auch mit seinen Lehrern, sodass er der Schule verwiesen wird und so lernt er zur Strafe das harte Leben der Weinbauern in den Feldern kennen.

    Irene hingegen muss sich in die Hierarchie der Dienstboten einfügen und sieht sich den Angriffen und Schikanen von Mathilde, Franz Schwester, ausgesetzt. Wilhelm Gerban, der Patriarch der Familie führt eine harte Hand gegen seinen Sohn, der seiner Meinung nach von seiner Frau Pauline zu sehr verzärtelt erzogen wurde. Pauline kann sich nicht gegen ihren Mann wehren da sie Laudanumabhägig ist und die meiste Zeit nicht im Vollbesitz ihrer Kräfte ist.

    Die verbotene Liebe, die sich zwischen Franz und Irene anbahnt, steht von Beginn an unter keinem guten Stern, denn Irenes Herkunft und Familiengeheimnisse erschweren es den beiden Liebenden zu einander zu finden.

    Der Roman ist chronologisch aufgebaut und wird mitreißend erzählt. Besonders die Szenen im Krieg gehen unter die Haut und verursachen beim Leser eine Beklemmung in der Magengegend. Die Autorin beschönigt nichts, sie zeigt uns das wahre Leben im Krieg. Insgesamt fällt wieder einmal auf, wie gut der Roman sowohl strukturiert ist, als auch die Personen in ihrem Charakter und Handeln überzeugen.

    Sehr gut gelungen finde ich, dass nicht nur die Hauptfiguren eine einwandfreie und überzeugende Darstellung seitens der Autorin bekommen haben, sondern auch, dass die „kleinen Figuren“ wie Marianne, die erst zum Ende des Romans hin eine Rolle spielt, so liebevoll und authentisch von der Autorin gezeichnet werden. Mit Marianne würde ich sehr gerne mal einen kleinen Plausch halten.

    Insgesamt wirkt keine Szene unglaubwürdig oder aufgesetzt, man hat beim Lesen das Gefühl: Ja, so könnte es gewesen sein. Auch die Sprache des Romans ist angemessen und zudem führt sie zu einem recht hohen Lesetempo, ebenso die ständigen Wechsel der Erzählstränge. Die unterschiedlichen Perspektiven haben mir keine Probleme bereitet, da Zeit- und Ortsangaben zu Kapitelbeginn und zu Beginn eines neuen Abschnitts eine sehr gute Orientierung geben.

    Ein wirklich wundervoller Roman, der eine gute gesellschaftskritische Studie in der Mitte des 19. Jahrhunderts darstellt. Karten, ein Personenverzeichnis, ein Glossar, Quellen und ein ausführliches Nachwort runden den hervorragenden Eindruck des Romans ab.

    Diesen Roman empfehle ich sehr gerne weiter, er ist ein unbedingtes Muss für die Fans von Gesellschafts- und historischen Romanen. Sowohl Männer als auch Frauen werden an diesem Roman ihren Spaß haben und gerne zu dem Buch greifen, da dieser Roman viele Identifikationspunkte mit den Protagonisten bietet.

    Ein wirklich großartiger Auftakt zu einer neuen Familiensaga, ich jedenfalls kann den zweiten Teil kaum erwarten. Eine kleine Kostprobe aus dem zweiten Teil findet sich übrigens auch im Anhang des Buches.

    Ich bedanke mich sehr bei Marie Lacrosse für diese wundervollen und einzigartigen Lesestunden, sowie beim Goldmann Verlag in der Verlagsgruppe Random House für die Bereitstellung des Rezensions- und Leseexemplars.

     

    Kommentieren0
    0
    Teilen
    brauchnixs avatar
    brauchnixvor einem Monat
    sehr empfehlenswert

    "Stürmische Zeiten" ist der erste Band der Serie " Das Weingut". Und der Sturm, der hier gemeint ist, ist nicht nur der Krieg zwischen Deutschen und Franzosen sondern auch ein Sturm der Gefühle. Er entbrennt zwischen dem Hausmädchen Irene und dem Sohn des Hauses Franz. Die Liebe der beiden hat nicht wirklich eine Chance, denn der Standesunterschied ist noch das geringste Problem der Liebenden.

    Was mir besonders gefallen hat?
    Zum einen die Art, wie Marie Lacrosse schreibt. Das ist spannend, gefühlvoll ohne Kitsch aber auch hart und direkt, gerade wenn es um die Kriegsszenen und das Elend der Verletzten geht.

    Die Hauptdarsteller Irene und Franz sind natürlich ein nettes Pärchen. Noch jung und blauäugig aber auch mutig und bereit etwas zu wagen.

    Die Dramaturgie der Story spitzt sich zum Ende hin zu und das große Rätsel um Irenes Herkunft bleibt ungelöst, was es nötig macht, dass man dem zweiten Teil entgegen fiebert.

    In der Leserunde wurde über das Cover diskutiert. Ich finde ja, es ist etwas zu weichgespült für den gehaltvollen Text, der dahinter steckt. Das könnte manchen Histo-Leser - vor allem die männliche Fraktion - etwas abschrecken. Ich fand es Klasse und kann es sehr empfehlen.

    Kommentare: 1
    3
    Teilen
    dorlis avatar
    dorlivor einem Monat
    Rezension zu "Das Weingut. In stürmischen Zeiten" von Marie Lacrosse

    Weißenburg im Elsass, 1870. Der 19-jährige Franz Gerban, Sohn eines deutschen Weinhändlers und einer französischen Mutter, kehrt nach längerer Abwesenheit auf das Anwesen seiner Eltern zurück und trifft dort das Dienstmädchen Irene. Irene und Franz verlieben sich ineinander, doch das Schicksal meint es nicht gut mit den beiden. Standesdünkel und vor allen Dingen der Ausbruch des Krieges stehen ihrem Glück im Weg…

    In ihrem historischen Roman „Das Weingut. In stürmischen Zeiten“ entführt Marie Lacrosse den Leser in die Zeit des Deutsch-Französischen Krieges und wartet mit einer spannenden Mischung aus Historie, Familiensaga und Romantik auf.

    Die Autorin hat eine Fülle wahrer Begebenheiten in ihre Geschichte eingeflochten und zeichnet damit ein vielschichtiges und sehr glaubwürdiges Bild von Zeit und Ort. Vieles, was die Elsässer im letzten Drittel des 19. Jahrhunderts tatsächlich beschäftigt und bewegt hat, findet man in der Handlung wieder, so dass man als Leser eine recht genaue Vorstellung davon bekommt, was die Menschen damals in der Region alles durchgemacht haben. Nicht nur der Krieg wird von Marie Lacrosse in all seinen grausamen Facetten dargestellt - sei es nun das Schlachtengetümmel, die miserable Versorgung der Verwundeten oder auch die Schwierigkeiten der Versehrten, nach dem Krieg wieder ein normales Leben zu führen – auch der Alltag und die Mentalität der Menschen werden lebensnah geschildert. Die Stellung der Frau ist genauso Thema wie die Ausbeutung der Dienstmädchen und die zum Teil katastrophalen Arbeitsbedingungen der einfachen Leute.

    Marie Lacrosse erzählt sehr anschaulich, jede Szene wirkt lebendig und ist fesselnd, so dass ich mir nicht nur die Handlungsorte und die vorherrschenden Gegebenheiten bestens vorstellen konnte, ich konnte auch durchweg prima mit den Akteuren mitfiebern.

    Die Autorin macht es ihrer Hauptprotagonistin nicht leicht. Irene ist im Hause Gerban ständigen Intrigen und Schikanen ausgesetzt. Besonders Franz’ boshafte Schwester Mathilde macht ihr das Leben mit immer neuen Gemeinheiten schwer. Auch Hausherr Wilhelm, der anfangs freundlich und zuvorkommend wirkt und es gut mit Irene zu meinen scheint, zeigt im Verlauf der Handlung sein wahres Gesicht. Er entwickelt sich zu einem Scheusal und hindert Franz’ gutherzige Mutter Pauline daran, ihre schützende Hand über Irene zu halten…

    „Das Weingut. In stürmischen Zeiten“ hat mir sehr gut gefallen. Eine gut ausbalancierte Mischung aus Historie und Familiengeschichte, die mit interessanten Charakteren und einer fesselnden Handlung zu überzeugen weiß.

    Kommentare: 1
    4
    Teilen
    Katzenmichas avatar
    Katzenmichavor einem Monat
    Das Weingut in guten,wie in schlechten Zeiten

    Weißenburg im Elsass im Jahr 1870: Die junge Waise Irene kommt als Dienstmädchen in das Herrenhaus des reichen Weinhändlers Wilhelm Gerban. Dessen Sohn Franz glaubt an die Ideale der französischen Revolution, wofür sein Vater wenig Verständnis hat. Als Irene auf Franz trifft, verlieben die beiden sich leidenschaftlich ineinander. Doch nicht nur Standesschranken und familiäre Intrigen stehen ihrer Beziehung im Wege. Auch am europäischen Horizont ziehen dunkle Wolken auf: Ein furchtbarer Krieg bricht aus. Gegen alle Widerstände kämpfen die beiden jungen Leute um ihr Glück. Bis das Schicksal unbarmherzig zuschlägt …

    Fazit zum Buch:

    Eine junge Frau bringt in einer Gebäranstalt für ledige Mütter ein kleines Mädchen zur Welt, sie darf  das Kind nicht sehen, noch wird ihr, trotz ihrer Schmerzen nach der Geburt, geholfen. Die Schwestern erfüllen ihr die Taufe und das das kleine Mädchen den Namen Irene bekommt.15 Jahre später wird Irene aus dem Waisenhaus in Speyer als Dienstmädchen zum reichen Weinhändler Wilhelm Gerban gebracht. Die Umstände, warum er gerade Irene ausgewählt hat, sind etwas mysteriös.Irene erwartet im Herrenhaus der Gerbans neben dem Hausherren Wilhelm, auch dessen französische Frau Pauline, sowie der ältere Sohn Franz und seine jüngere Schwester Mathilde.Während Franz sich als Franzose fühlt und seine Ideen auf dem Internat in Bayern den Internatsplatz kosten, ist Mathilde eine intregante und hinterhältige junge Frau, die das Personal schikaniert und sich Irene als Lieblingsziel ausgewählt hat.Irene ist eine sehr sympathische junge Frau, erfrischend und neugierig. Sie hat sich sehr schnell in den Haushalt eingefügt und ist bei fast allen Dienstboten sehr beliebt.Als Franz vom Internat kommt, soll er zuerst eine Zeit im Weingut seines Onkels Gregor Gerban mithelfen.Er freundet sich mit Irene an, daraus wird bald Liebe- die jedoch unter keinem guten Stern steht.Nicht nur der Standesunterschied, sondern auch die Intrigen von Mathilde und ihrem Vater, bringt den beiden Liebenden sehr viel Leid.

    Die Autorin Marie Lacrosse hat einen tollen historischen Roman geschrieben,die historischen Hintergründe sind sehr gut recheriert und man erlebt einiges vom Deutsch-Französischen Krieges von 1870/71 mit.Die Verzweiflung der Menschen, der Hunger und die sinnlose Tötungen ,das Schlachtfeld oder das Lazarett. Alles beschreibt die Autorin so das es vor dem inneren Auge wie ein Film abläuft.Der Schreibstil ist mitreisend und spannend.Ich gebe dem Buch 5 Sterne und bin gespannt auf den nächsten Teil,und weil ich gerne wissen möchte wie es weiter geht.Vielen Dank das ich das Buch lesen durfte.

    Kommentieren0
    5
    Teilen
    wusls avatar
    wuslvor einem Monat
    Das Weingut - Teil eins

    Der Deutsch-Französische Krieg im Elsass ist der Rahmen für eine Liebes- und Familiengeschichte. Der erste Band der Weingut-Reihe von Marie Lacrosse bietet also all das, was man für einen spannenden historischen Roman braucht.

    Franz und Irene sind jung und sympathisch aber durch Standesdünkel und Familiengeheimnisse haben sie es schwer ihre Liebe zu leben. Vor allem sein Vater hintertreibt die  Verbindung aus persönlichen Gründen, die aber noch im dunklen bleiben.

    Der Krieg tut sein übriges, denn Franz muss als junger gesunder Mann natürlich Stellung beziehen und obwohl er in Deutschland lebt, hat er auch französische Wurzeln und der Kampf zwischen den Nachhbarn ist blutig und grausam und fordert viele Opfer.

    Vor allem in der ersten Hälfe erfährt man einiges über die damaligen Lebensumstände, ein wenig über den Weinanbau aber vor allem über die Klassenunterschiede, die Armut der Landarbeiter, die Überheblichkeit der Adligen und der Reichen.

    Der Schreibstil ist schön und leicht lesbar. Das Cover finde ich fast zu schön für die teils sehr dramatischen Geschehnisse in dieser Geschichte. Ich bin gespannt, wie es im zweiten Band weitergeht und freue mich, dass die Fortsetzung nicht allzu lange auf sich warten lässt.

    Kommentare: 1
    1
    Teilen
    gagamauss avatar
    gagamausvor einem Monat
    spannender Histoschmöker

    1870 im Elsass.

    Franz Gerban, Sohn eines deutschen Weinhändlers und dessen französischstämmiger Mutter, verliebt sich in das Dienstmädchen Irene. Die wurde als ungewolltes Kind ins Waisenhaus gegeben und das Geheimnis, wer ihre Eltern sind, hat sie auch in den Haushalt der Gerbans geführt. Der deutsch-französische Krieg trennt die Liebenden, gerade, als Irene erkennt, dass sie vielleicht schwanger ist.

    Während in früheren Romanen der Autorin fast immer reale Frauenfiguren im Mittelpunkt standen ist es hier im Buch „Das Weingut“ eher das Schicksal der Menschen im Krieg am Beispiel einiger fiktiver Protagonisten, die Marie Lacrosse erzählt. Dabei sind Irene und Franz liebenswerte Charaktere und man kann gut mit ihnen mitfühlen. Die Kriegs-Geschehnisse entsprechen recherchierten Tatsachen und sind sehr dramatisch und für den Leser traurige und erschütternde Kapitel. Hier wird wenig geschönt und das Buch ist über weite Strecken aufwühlend und keine leichte Kost. Auch die privaten Verwicklungen sind für die jungen Leute schwer zu verkraften und man muss die Hoffnung, dass am Ende alles gut wird ein bisschen mitnehmen in den zweiten Band, den ich dringend im Frühjahr erwarte.

    Mein Fazit: Eine spannende historische Lektüre, die sich gut lesen lässt und gerne in eine zweite Runde gehen darf

    Kommentieren0
    3
    Teilen
    A
    ann-marievor einem Monat
    Kurzmeinung: Eine deutsch-französische Geschichtsstunde vom Feinsten!
    Ein deutsch-französischer Krieg mit drastischen Auswirkungen auf eine gutbürgerliche Familie

    Irene wächst als uneheliches Kind in einem Wasenhaus auf und wird als fünfzehnjährige völlig unerwartet von Wilhelm Gerban, einem deutschen Weinhändler mit Firmensitz in einer elsässischen Kleinstadt, als Dienstmagd eingestellt. Neben Pauline, der französischen Ehefrau von Wilhelm zählt noch der ebenfalls 15jährige Franz, ebenfalls französischer Staatsbürger, sowie die um einige Jahre jüngere Mathilde zur Familie Gerban. Pauline und Franz sind Irene wohl gesonnen, Mathilde lässt Irene immer wieder sehr deutlich ihre Stellung im Hause spüren und Wilhelm Gerban entpuppt sich im Laufe der Geschichte als niederträchtiger und intriganter Hausherr, unter dem alle Familienmitglieder, mit Ausnahme von Mathilde, und Irene sehr leiden müssen.
    Franz und Irene kommen sich näher, doch der deutsch-französische Krieg zerstört ihre Hoffnung auf eine gemeinsame Zukunft. Franz gelingt es durch glückliche Fügungen, den Dienst mit der Waffe aufzugeben und erlebt stattdessen als französischer Sanitäter die wirklichen Schrecken des Krieges. Allerdings bleibt auch für ihn der Krieg nicht ohne persönliche Folgen, da er ein Bein verliert. Nach der Rückkehr in sein Elternhaus muss er jedoch feststellen, dass Irene spurlos verschwunden ist und sich seine Mutter in einer psychiatrischen Einrichtung aufhält.
    Irene hat den Krieg unbeschadet überstanden, erwartet jedoch ein Kind von Franz. Dies nimmt Wilhelm Gerban zum Anlass, Irene aus seinem Haushalt zu „entfernen“ und sie zu einer Abtreibung zu zwingen. Irene gelingt jedoch die Flucht und bringt weit entfernt vom Hause Gerban einen Sohn zur Welt. Vor der Geburt des Kindes nimmt sie ihrer Freundin Minna aus der gemeinsamen Zeit im Hause Gerban das Versprechen ab, Franz niemals über die Schwangerschaft in Kenntnis zu setzen. Dieses Versprechen hält Minna gegenüber Franz ein und lässt ihn lediglich wissen, dass Irene aus Liebe zu ihm gegangen sei.
    Der Autorin gelingt es meisterhaft, die Charaktere nicht nur der Hauptpersonen sondern auch mancher Nebenakteure so detailliert darzustellen, dass man sie bildhaft vor sich sehen kann. Wesenszüge werden glaubwürdig und überzeugend beschrieben und die Intrigen, Boshaftigkeiten und Grausamkeiten von Wilhelm und Mathilde sind erschreckend.
    Aber auch die Beschreibung der Schrecken eines Krieges, sowohl im Alltag der Zivilbevölkerung als auch im Leben und Agieren der Soldaten, sowohl auf französischer wie auch auf deutscher Seite, sind nicht nur eindrucksvoll sondern auch voller Mitgefühl beschrieben, sodass sie nicht ohne Einfluss auf den Leser bleiben. Die Schilderungen bewirken, dass man die Dimension eines Krieges der heutigen Zeit nun mit anderen Augen sieht – so jedenfalls meine Erfahrung.
    Ein Roman, der sich zu lesen lohnt und den ich nicht missen möchte. Gut, dass ein Folgeband erscheint, der wieder ganz andere, umso interessantere Themen, zum Inhalt haben wird.

    Kommentare: 1
    1
    Teilen

    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Goldmann_Verlags avatar
    Ihr Lieben,

    heute möchten wir euch zu einer Leserunde einladen, die euch ins Elsass des Jahres 1870 entführt: Die junge Waise Irene kommt als Dienstmädchen in das Herrenhaus des reichen Weinhändlers Wilhelm Gerban. Dessen Sohn Franz glaubt an die Ideale der französischen Revolution, wofür sein Vater wenig Verständnis hat. Als Irene auf Franz trifft, verlieben die beiden sich leidenschaftlich ineinander. Doch nicht nur Standesschranken und familiäre Intrigen stehen ihrer Beziehung im Wege. Auch am europäischen Horizont ziehen dunkle Wolken auf: Ein furchtbarer Krieg bricht aus. Gegen alle Widerstände kämpfen die beiden jungen Leute um ihr Glück. Bis das Schicksal unbarmherzig zuschlägt.

    Der Titel des Romans, den wir gemeinsam mit euch lesen möchten ist »Das  Weingut. In stürmischen Zeiten«, geschrieben hat ihn Marie Lacrosse. Marie Lacrosse ist das Pseudonym der Autorin Marita Spang, die einigen von euch vielleicht schon durch ihre historischen Romane bekannt sein dürfte.

    Marie Lacrosse wird ab dem 1. August auch Fragen beantworten, postet also gerne alles, was ihr von der Autorin wissen wollt, schon einmal unter »Fragen an Marie Lacrosse«. Außerdem findet ihr auf unserer Verlags-Homepage Informationen zu den historischen Hintergründen: https://www.randomhouse.de/Erfahre-mehr-zu-Das-Weingut/Das-Weingut/aid80185_16662.rhd.

    Wir stellen 20 Verlosungsexemplare zur Verfügung, gewonnen haben:  mabuerele, dorli, wusl, gagamaus, engineerwife, Dreamworx, MissNorge, jackdeck, tinstamp, brauchnix, Katzenmicha, nati51, Suma2, MarySophie, milkysilvermoon, Ignacio_Mendez, ann-marie, Leseratte61, 3erMama, Nick_Coll .

    Die Autorin und wir freuen uns schon sehr auf eure Fragen und auf eure Meinung zum Roman.

    Viel Spaß beim gemeinsamen Lesen!
    Euer Team vom Goldmann Verlag
    Zur Leserunde

    Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist!

    Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach

    Hol dir mehr von LovelyBooks