Marie Lamballe

 4 Sterne bei 374 Bewertungen

Lebenslauf

Sanfte Gemüter: Marie Lambelle studierte Französisch und Russisch auf Lehramt, wurde dann aber durch absoluten Einstellungsstopp vor einer Karriere als Gymnasiallehrerin bewahrt. Stattdessen widmete sie sich ihrem Mann und den beiden Kindern und begann zu schreiben. Zuerst ganz vorsichtig für die Schublade, später kleine Geschichten für Literaturzeitschriften, und schließlich gelangten die ersten Bücher zur Veröffentlichung. Inzwischen ist das Schreiben ihr Beruf geworden, der zwar viel Zeit und Selbstmanagement verlangt, aber auch hin und wieder einen ungewöhnlichen Arbeitsplatz zulässt: Ihre Ideen kann Marie Lamballe am besten in ihrem Lieblingscafé entwickeln. Sie lebt in einem kleinen Ort in der Nähe von Frankfurt.

Alle Bücher von Marie Lamballe

Cover des Buches Café Engel: Eine neue Zeit (ISBN: 9783404177486)

Café Engel: Eine neue Zeit

(89)
Erschienen am 28.02.2019
Cover des Buches Café Engel: Schicksalhafte Jahre (ISBN: 9783404178339)

Café Engel: Schicksalhafte Jahre

(44)
Erschienen am 28.06.2019
Cover des Buches Das tiefe Blau des Meeres (ISBN: 9783404180882)

Das tiefe Blau des Meeres

(43)
Erschienen am 29.06.2020
Cover des Buches Atelier Rosen (ISBN: 9783404183999)

Atelier Rosen

(40)
Erschienen am 30.09.2021
Cover des Buches Café Engel: Töchter der Hoffnung (ISBN: 9783404179176)

Café Engel: Töchter der Hoffnung

(35)
Erschienen am 31.01.2020
Cover des Buches Der Hortensiengarten (ISBN: 9783404175420)

Der Hortensiengarten

(24)
Erschienen am 28.06.2017
Cover des Buches Café Engel: Ein frischer Wind (ISBN: 9783404189489)

Café Engel: Ein frischer Wind

(18)
Erschienen am 30.06.2023
Cover des Buches Mode-Atelier Rosen (ISBN: 9783404187966)

Mode-Atelier Rosen

(24)
Erschienen am 30.09.2022

Neue Rezensionen zu Marie Lamballe

Cover des Buches Café Engel (ISBN: 9783404194490)
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Rezension zu "Café Engel" von Marie Lamballe

Hopeandlive
Das Fest muss gefeiert werden

Wir befinden uns im Jahr 1968 in Wiesbaden und dürfen wieder am Leben der Familie Koch, die sich über die Jahre erheblich erweitert hat, teilnehmen. Ein Einbruch ins Cafe Engel bei Nacht bringt reichlich Unruhe in die Familie, besonders das was beim Aufräumen gefunden wird. Ein Foto aus der Gründerzeit macht der Familie klar, dass ihr geliebtes Cafe Engel 100jährigen Geburtstag feiert. Das muss natürlich ein Fest werden. Doch wie wir die Familie kennen, gehen da die Meinungen der Familienmitglieder doch sehr auseinander und es sind mal wieder temperamentvolle Diskussionen zu erwarten. Während Opa Heinz unbedingt eine Chronik schreiben will und einem alten Familiengeheimnis auf die Spur kommt, von dem Oma Else so gar nichts wissen will und zudem so ein Fest auch viel zu viel Geld kostet, möchte Hilde es schön, groß und modern feiern. Doch bis es soweit ist, haben alle Mitglieder der Familie wieder einiges zu bewältigen....

Hilde kämpft mit erheblichen gesundheitlichen Problemen, für die sie eigentlich gar keine Zeit hat und um die sie sich dennoch kümmern muss. Dabei ist ihr die Familie nicht immer eine Hilfe, denn ihr geliebter Jean-Jaques hat zwar sein Weingut aufgegeben, trägt sich jedoch mit dem Gedanken an einen Weinhandel mit Verkostung selbstverständlich. Da Hilde und Jean-Jaques es ja nicht so sehr mit deeskalierenden Gesprächen haben, gibt es einiges auszuhalten. 

Auch ihre Söhne Andi und Frank sind zu jungen Männern herangewachsen und sehr unterschiedlich. So arbeitet Frank als Kfz-Mechaniker und amüsiert sich am Wochenende, während Andi in Frankfurt studiert und in die Wirren der 68er-Studentenbewegung hineingerät. Auch amouröse Verwicklungen dürfen erwartet werden, denn Andis nervige Verlobte Margit hat sich im Cafe eingenistet und versteht ihn überhaupt nicht, dafür ist sie mit Oma Else eine geheime Koalition eingegangen, welche Hilde so gar nicht gefällt. Und dann wäre da auch noch Claudia, die Andi einfach nicht aus dem Kopf geht....

Die Brüder Wilhelm und August haben auch mit ihren ihre Herausforderungen. Wilhelm hat sein Engagement im Schauspielhaus verloren, während seine Frau Karin Karriere macht. Da kommt die Idee einer Schauspielschule auf, die sich dann doch etwas anders gestaltet als gedacht. August ist nach wie vor als Anwalt tätig, auch ehrenamtlich für die Familie, was diese immer gerne und ungefragt in Anspruch nimmt und Swetlana kocht und backt, kocht und backt, wobei ihr Schokoladenkuchenrezept im Klappentext ein Gedicht ist und sofort in meine Rezeptesammlung übernommen wurde, und betutelt ihr Tochter Sina...

Sina ist ein ganz besonderes Mädchen, hochbegabt und hochsensibel, was in der damaligen Zeit völlig unbekannt war, lebt sie wie auf einem einsamen Stern. Der einzige, mit dem sie sich ansatzweise austauschen kann, ist ihr Cousin Andi. Doch alle anderen der Familie, besonders ihre Mutter empfindet sie als ultraanstrengend. Zudem kommen auch noch pubertäre Gefühle für einen "Langhaarigen Gammler" ins Spiel und Sina überlegt sich etwas sehr Außergewöhnliches, um im Leben anzukommen. Doch trotz aller guter Vorbereitung und gedanklichem Abwägen ist es für ein so junges Mädchen sehr gefährlich.....

Dann haben wir da noch Luisa, die eine enorme Entwicklung gemacht hat und nun ein elegante Modefiliale von Julia in Wiesbaden leitet und sich auch mehr und mehr als Modedesignerin sieht im Gegensatz zu ihrem Mann, der das Klischee der Mutter und Hausfrau der 50er von ihr erwartet. Auch ihre Töchter Marion und Petra sind in der Pubertät angekommen, völlig unterschiedlich und bringen gehörig Unruhe in die Familie.

Marie Lamballe ist es mal wieder sehr gut gelungen, die Atmosphäre dieser Zeit einzufangen, die Unzufriedenheit der Jugend, das Unverständnis der Eltern und der Großeltern und die Unfähigkeit der Generationen in ein gutes Gespräch zu kommen. Es empfiehlt sich diesen Band mit einer guten Tasse Kaffee und Swetlanas Schokoladenkuchen zu genießen:)

Cover des Buches Café Engel: Töchter der Hoffnung (ISBN: 9783404179176)
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Rezension zu "Café Engel: Töchter der Hoffnung" von Marie Lamballe

Hopeandlive
Ein Kaffeehaus im Aufschwung

Wir befinden uns im Jahr 1959 in Wiesbaden und genießen einen Königskuchen, von Cousine Luisa gebacken, und eine gute und starke Tasse Kaffee ganz nach Oma Elses Geschmack. Das Traditionskaffeehaus Engel, gegenüber vom Staatstheater Wiesbaden und nach wie vor bei den Künstlern beliebt, befindet sich im Wandel. Hilde führt nun resolut und engagiert das Familienunternehmen und möchte einige Neuerungen einführen. Ihre Pläne jedoch kollidieren immer öfter mit den Ansichten von Else und Heinz, die alles so weiterführen wollen wie bisher und sich gegen jede Modernisierung wehren. So darf der Leser mal wieder an temperamentvollen Auseinandersetzungen teilhaben. Doch Hilde setzt sich durch und stellt einen neuen Konditor an, der die Gäste mit seinen einfallsreichen Kreationen überrascht, denn Hildes Backversuche waren so naja.... Doch sein Erscheinen löst bei Jean-Jaques ein wenig Eifersucht aus was Hilde überhaupt nicht nachvollziehen kann, denn schließlich verbringt doch Jean-Jaques die meiste Zeit auf seinem Weingut, auf dem ihm seine hübsche junge Schwägerin Simone hilft und nun ziehen mehr als dunkle Wolken am Ehehimmel  auf.

Doch bei Luisa und Fritz sieht es gerade nicht rosig aus, denn Fritz scheint vor Luisa ein Geheimnis zu verbergen. Wilhelm sehnt sich weiterhin nach seiner für ihn unerreichbaren großen Liebe und Julia muss endgültig Abschied von ihrem allerbesten Freund nehmen. Mit ihm geht eine Ära zu Ende. Bei August und Swetlana sieht es zwar materiell gut aus, doch Swetlana tut sich schwer ihren heranwachsenden Sohn Mischa loszulassen, der so ziemlich alle Teenagerallüren auslebt, die damals möglich waren und der sich nach seinem leiblichen Vater sehnt. Ein Brief scheint Licht in das Dunkel zu bringen, doch unvermittelt ziehen die Wolken der Dritten Reichs wieder auf....

Auch in diesem dritten Teil war es wieder herrlich am Leben der Familie Koch im Cafe Engel teilzuhaben und mit ihnen die Höhen und Tiefen der Aufbaujahre mitzuerleben. Marie Lamballe gelingt es sehr gut, die aufstrebende Nachkriegszeit lebendig werden zu lassen, das Aufbauen und nach vorne schauen, ja nicht zurück und schon gar nicht darüber reden. Ein Trauma, unter dem noch heute die Nachkriegskinder leiden. Ich bin sehr gespannt, wie es weitergeht und freue mich schon auf den nächsten Band....

Cover des Buches Café Engel: Schicksalhafte Jahre (ISBN: 9783404178339)
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Rezension zu "Café Engel: Schicksalhafte Jahre" von Marie Lamballe

Hopeandlive
Der Krieg ist vorbei, aber...

Wir befinden uns in Wiesbaden im Jahr 1951. Das Cafe Engel hat den Krieg überlebt und Familie Koch macht sich wie ganz Deutschland nach dem Krieg an den Wiederaufbau. Dabei ist es der Autorin wieder sehr gut gelungen, die damalige Atmosphäre dieser harten Nachkriegszeit einzufangen. Die resolute Hilde möchte unbedingt das Kaffeehaus mordernisieren, denn das traditionsreiche Künstlercafe hat einen starken Konkurrenten bekommen, der sich nicht gerade zimperlich verhält. Dabei stößt sie immer mal wieder mit ihren Eltern zusammen, die alles so lassen wollen wie es vor dem Krieg war, aber es ist nichts mehr wie es war. Die Menschen wollen nicht zurückschauen, sondern nach vorne und es wird nicht über die kürzlich erfahrenen Schrecken mehr geredet. Hildes Mann Jean-Jaques kann sich nicht damit abfinden, nur im Cafe für seine Hilde zu arbeiten, er hat Sehnsucht nach dem elterlichen Weingut und der Arbeit als Winzer. Da kann sich der Leser gut vorstellen wie lebhaft sich die Kommunikation zwischen dem Ehepaar gestaltet....

Wir lernen auch zwei neue Protagonisten kennen, denn Hildes Brüder Wilhelm und August sind aus dem Krieg zurückgekehrt. Wilhelm war bei dem Amerikanern und August bei den Russen in Gefangenschaft. Jeder der Brüder geht anders mit dem Erlebten um. Während Wilhelm darauf brennt wieder als Schauspieler im Theater in Wiesbaden zu arbeiten und das Leben wieder zu beginnt zu genießen, indem er sich eine flüchtige Affäre nach der nächsten leistet, sein Herz jedoch nur an einer ganz bestimmten Frau hängt, verbringt August traumatisiert seine Tage und Nächte in seinem abgedunkelten Zimmer, alleine mit sich und seinen Erinnerungen und fühlt sich unfähig wieder auf das Leben in der Gegenwart einzulassen. Bis er bei einem Spaziergang im Kurpark eine Begegnung hat, die sein Leben für immer verändern wird und seine Familie alles andere als begeistert...

Während August in Russland in Gefangenschaft war, begegnen wir auch Swetlana, eine junge Russin, die währende des Krieges als Zwangsarbeiterin nach Deutschland verschleppt wurde und ein Kind von einem deutschen Offizier hat. Ihre Sehnsucht ist ihr Heimatort in Russland, das hält sie am Leben, doch sie merkt schnell, dass sie keine Zukunft mehr in Russland hat. Die großflächige Zerstörung, die der Krieg in den Familien angerichtet hat, zerstört auch ihre Hoffnung eine Zukunft in ihrer Heimat zu haben und so macht sie sich wieder auf den Weg zurück nach Deutschland. Dabei macht sie die Erfahrung, dass es böse Menschen in allen Nationalitäten gibt und es nicht auf eine Nation, die "bösen Deutschen" oder die "bösen Russen" begrenzt ist. Doch das begreifen ja leider auch die Menschen nicht, besonders nicht in gewissen Kreisen der Regierung.

Marie Lamballe ist es wieder auf ihre einmalige Art und Weise die Nachkriegszeit in Deutschland wieder auferstehen zu lassen. Dabei zeigt sie ganz deutlich auf, wie hart die Menschen damals zu arbeiten hatten, wie wenig sie besaßen weil alles so nachhaltig im Krieg zerstört worden ist. Diese bildhaften Beschreibungen haben mir sehr gut gefallen, denn der Krieg und der Wiederaufbau danach wurde auf dem Rücken der einfachen Menschen ausgetragen. Gut, sich daran immer wieder zu erinnern. Ein schönes Detail dieser Romanreihe ist, dass es im Klappentext immer ein Kuchenrezept der jeweiligen Zeit gibt. Diesmal sind es Rumkugeln, hervorragend geeignet um Kuchenreste zu verarbeiten, denn damals lies man nichts verkommen, aus allem wurde noch irgendetwas gemacht. Also Rumkugeln bereitstellen und einen guten Kaffee und dann lesen.....

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