Marie Lamballe Das tiefe Blau des Meeres

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Inhaltsangabe zu „Das tiefe Blau des Meeres“ von Marie Lamballe

Romantisch-verwunschene Bretagne! Als Katharina auf dem Dachboden ihres Elternhauses eine Mappe mit Aquarellen findet, ist sie sogleich fasziniert. Vor allem das verwunschene Landschlösschen, das immer wieder abgebildet ist, hat es ihr angetan. Wo befindet sich dieser magische Ort? Und wie kommen die Bilder in den Besitz ihrer Familie? Ihre Suche führt sie in die Bretagne, zu einem stark verwitterten Anwesen an der Côte d'Eméraude. Gemeinsam mit dem charismatischen Schlossherrn taucht sie ein in die Vergangenheit des Ortes, die ungeahnte Enthüllungen ans Licht bringt.

Große Sprachgewalt beim Greifbarmachen der Landschaft. Ich muss unbedingt in die Bretagne.

— Ulenflucht

hat mir nicht so gut gefallen!

— Goldammer

Habe schon bessere Familiengeheimnis-Bücher gelesen. Aber mir gefiel der geschichtliche Hintergrund sehr. Katharina dagegen so gar nicht.

— Phini

Anfangs etwas langatmig. Spannung wurde erst in der zweiten Hälfte des Buchs aufgebaut.

— Margrith

Ein guter, gefühlvoller Familienroman, der auf zwei Zeitebenen spielt und einen nicht unberührt lassen kann.

— Marys_Welt

Ein ganz, ganz tolles Buch! Klare Leseempfehlung von mir!

— DarkReader

Ein wirklicher Lesegenuss für Leseliebhaber von Familiengeheimnissen, deutscher Geschichte und der Bretagne - sehr lesenswert!

— SigiLovesBooks

Die Geschichtseinlage macht es zu etwas Besonderem!

— MyriamErich

Eine berührende und stimmungsvolle Geschichte - nicht nur für Liebhaber von "Die Brücken am Fluss"!

— talisha

leichte Lektüre für Zwischendurch...

— nicigirl85

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  • Auf den Spuren einer Familiengeschichte. Star: Bretagne

    Das tiefe Blau des Meeres

    Ulenflucht

    25. September 2017 um 13:17

    „Wo dunkle Geheimnisse schlummern“, steht hinten auf dem Deckel und verspricht außerdem „große Gefühle vor der atemberaubenden Kulisse der Bretagne.“ Große Gefühle gibt es und der Star des Buches ist sowieso der Schauplatz, aber beim besten Willen: Es gibt kein dunkles Geheimnis. Katharina ist Lehrerin und findet nach dem Tod ihres Vaters nicht nur unbekannte Aquarelle auf dem Dachboden, sondern auch noch eine rätselhafte Fotografie in den Händen des Toten. Also macht sie sich auf, die Hintergründe zu erkunden und landet kurzerhand in der schönen Bretagne. Da dauert es nicht lange, bis sie auch in den Armen des Schlossbesitzers Ewan landen möchte, ebenso wie ihre ihr noch unbekannte Oma Margot. Erzählt wird somit die Geschichte zweier Frauen, die das Leben oder die Sehnsucht oder beides nach Frankreich verschlagen hat. Es gibt allerhand Verwicklungen und Überraschungen, die den Roman immer wieder kurzweilig machen. Aber es gibt auch Phasen, in denen die Geschichte in die Länge gezogen wird und dieser Raum nur bedingt aufgefüllt wird mit Stärken in Persönlichkeitsentwicklung oder Entfaltung des Schauplatzes. Einige Kapitel sind deutlich zu lang angelegt und ermöglichen wenig sinnvolle Lesepausen, sodass der Lesefluss ins Stocken gerät. Auch sind nicht alle Charaktere durchgängig unterscheidbar und nicht halb so liebevoll gestaltet wie das Setting. Dennoch macht die Langsamkeit der Erzählung das Buch zu einem reizvollen Begleiter für mehr als nur ein paar Lesestunden. Man kann ganze Wochen damit verbringen und immer wieder eintauchen in diese magische Welt der Bretagne. Familiengeheimnisse gibt es also eher wenige, aber eine schöne und abwechslungsreiche Familiengeschichte, die mit Liebe zum Detail erzählt wird. Kleine Schwächen hat das Buch bei den Charakteren, so manchen kitschigen Liebesgeständnissen und am Ende bei der Zusammenführung der Fäden. Was der Leser längst weiß, ist für die Protagonistin Katharina neu, ihre Überraschung so aber nicht mehr nachfühlbar. Das Lesevergnügen ist so zwar nicht perfekt, aber auch nur bedingt getrübt.

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  • Das tiefe Blau des Meeres

    Das tiefe Blau des Meeres

    Marys_Welt

    24. August 2016 um 18:14

    Inhalt: Nach dem Tod ihres Vaters entdeckt Katharina auf dem Dachboden ihres Elternhauses eine Mappe mit Aquarellen. Und ist sofort von ihnen fasziniert. Wieso hatte sie nie etwas von ihnen gesehen und was taten diese wunderschönen Bilder, auf denen hauptsächlich ein Landschlösschen abgebildet ist, auf dem Dachboden ihrer Eltern? Neugierig forscht sie der Sache auf den Grund. Ist die geheimnisvolle Malerin eventuell die Frau auf dem Foto, welches ihr Vater in seinen letzten Stunden in Händen hielt?  Meinung: Das Buch zu bewerten fällt mir unheimlich schwer. Es schwankt zwischen 3,5 bis 4 Sternen, auch weiß ich nicht ganz, was ich von dem Buch halten soll, meine Stimmungen waren während des Lesens sehr gemischt und ein wenig unschlüssig. Mag ich es nun oder nicht? Fangen wir lieber zuerst mit dem Wesentlichen an: Das Buch ist ein Familien- bzw. Generationsroman. Es spielt durchgehend in zwei Zeitebenen, die sich mit jedem neuen Kapitel abwechseln. Die Geschichte wird einmal von Katharina von Staden, im Jahre 2010, also der Gegenwart, erzählt, die eine deutsche Lehrerin ist und mit ihrem Leben und Freund recht unzufrieden ist, da ihr Leben weitestgehend unspektakulär und langweilig ist. Bis sie auf einmal die besagte Mappe mit Aquarellen auf dem Dachboden ihres Elternhauses findet und sofort ahnt, dass ihre Familie einige Geheimnisse birgt, über die jedoch niemand spricht und je gesprochen hat. Ihre demenzkranke Mutter kann sie hierbei nicht fragen. Also stellt sie von selbst Nachforschungen an und landet schließlich irgendwann in der Bretagne, in die alle Wege immer wieder zu führen scheinen. Der zweite und etwas längere bzw. ausführlichere Handlungsstrang wird in der Vergangenheit erzählt, angefangen 1939, von Margot Löwenstein, einer Deutschen, die auf einem Boot nach England gebracht werden sollte, jedoch durch einen Zwischenfall in der Bretagne landet. Dieser Umstand soll ihr ganzes Leben prägen und für immer verändern. Die Geschichte handelt teilweise vom zweiten Weltkrieg und hätte ich das gewusst, hätte ich nicht zu dem Buch gegriffen, da ich solche Bücher nicht mag. Es ist natürlich auch ein schwieriges Thema, welches sehr viel um Verluste, Ängste und Hoffnungen geht. Man erfährt geschichtlich so einiges von der damaligen Zeit, was man vielleicht noch nicht wusste. Jedenfalls habe ich einen sehr authentischen Eindruck von dieser schwierigen und gefährlichen Zeit bekommen und das hat mir eine Gänsehaut eingejagt. Das Buch barg für mich viel an Emotionen ... es war beklemmend, traurig, entsetzlich, schockierend, hoffnungsvoll,schrecklich, verwirrend ... alles mit einer guten Portion Wut und Entrüstung/Empörung gemischt. Es war ein Gefühlscocktail, allerdings nur stellenweise.Den Schreibstil fand ich sehr gut und verständlich, das Buch an sich war okay und hat mir eigentlich ganz gut gefallen. Ich mochte die Offenbarungen im Laufe des Buches, die Spannung war mal da, mal nicht. Es ist eher ein ruhiger, detaillierter Schreibstil, mit vielen schönen Beschreibungen. Die Charaktere waren leider nicht ganz mein Fall. Ich konnte mich zwar in sie hineinversetzen, aber keine gefühlsmäßige Verbindung zu ihnen aufbauen. Es hat mich ein wenig .. kaltgelassen? Ich hab das eher distanziert alles zur Kenntnis genommen, auch Katharinas Freund Patrik konnte ich überhaupt nicht ausstehen. Margot mochte ich dagegen sehr und ihr Schicksal/ihr Leben hat mich sehr mitgenommen und teilweise sogar sehr entsetzt und schockiert. Da hab ich sogar mal ein Tränchen vergossen. Sie tat mir furchtbar leid. Obwohl ich den Aspekt des zweiten Weltkrieges nicht mag, mochte ich ihren Handlungsstrang am liebsten und bei ihr war auch die Spannung da, wie ich finde. Alles rund um Margot mochte ich ganz gerne. Es ist recht schwer, etwas über ein Buch zu schreiben, bei dem man zwiespältige Gefühle hat. Ich denke, es ist ein gutes, gefühlvolles Buch, das ich jedem weiterempfehlen würde, der Familienromane, die auf zwei Zeitebenen spielen, mag. Der wird garantiert auf seine Kosten kommen. 

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  • Das tiefe blau des Meeres

    Das tiefe Blau des Meeres

    anne_fox

    24. June 2016 um 11:34

    Katharina begibt sich nach einem Dachbodenfund von Aquarellen die Meer Strand und ein altes Haus darstellen auf die Spurensuche nach dieser Gegend. Es führt sie in die Bretange wo sie einem Familiengeheimnis auf die Spur kommt, und dann auch noch ihr Glück findet. Eine romantische Geschichte die auch spannend herüberkommt.

  • Sehr zu empfehlen, ich bin begeistert!

    Das tiefe Blau des Meeres

    DarkReader

    01. February 2016 um 23:53

    Zunächst einmal habe ich das Buch sofort auf meine Liste der Lieblingsbücher gesetzt. Und ich will gern erklären, warum. Aufmerksam wurde ich auf das Buch durch das wirklich schöne, gelungene Cover. Nachdem ich die Inhaltsangabe gelesen hatte, wünschte ich es mir zu Weihnachten und bekam es. Ich liebe Bücher, die in Frankreich und/oder den britischen Inseln spielen. Trotzdem hatte ich bei diesem hier ein paar Probleme mit der Vergangenheitsgeschichte, die im 2.Weltkrieg spielt. Ich hasse das braune Pack, das damals in unserem Land sein Unwesen trieb und das es heute leider wieder - oder immer noch - gibt. Die Story der jungen Jüdin Margot, deren Geschichte der geneigte Leser hier erfährt - die Vergangenheitsgeschichte - wird so eindringlich und bildhaft erzählt, dass ich beim Lesen nicht nur einmal feuchte Augen hatte. Die Autorin hat hier eine Lebensgeschichte erdacht, die über mehrere Generationen reicht, von der unseligen Nazi-Vergangenheit bis in die Gegenwart. Der Schreibstil ist bildgewaltig, Kopfkino vom Feinsten, die Protagonisten sind fein erdacht und beschrieben, sie erfasst den Geist der damaligen, schrecklichen Zeit in all seiner Scheußlichkeit und ließ mich als Leser schaudern. Doch sie schafft es genau so gut, dass ich mich mit ihren Protas freuen kann, denn auch solche kurzen Momente gibt es. Das ganze Buch - auch die Gegenwartsgeschichte um die junge Katharina - ist so gefühlvoll geschrieben, dass ich es kaum weglegen konnte. Ich möchte mehr von der Autorin lesen und kann dieses Buch nur wärmstens empfehlen.

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  • Eher so für zwischendurch...

    Das tiefe Blau des Meeres

    MyriamErich

    17. November 2015 um 15:50

    Als Katharina von Staden nach der Beerdigung ihres Vaters auf eine Kiste geheimnisvoller Gemälde stößt, ist ihre Neugierde geweckt. Wer hat diese Bilder gemalt? Wo steht das Haus, das überall aus den verschiedensten Blickwinkeln abgezeichnet ist? Und wem gehört es? Fragen über Fragen, die die Protagonistin schließlich dazu veranlassen, auf die Suche nach ihren Wurzeln zu gehen. Die Spuren führen sie schließlich direkt an die Küste der Bretagne ... Stimmungsvolle Bilder mit einem Hauch von Kitsch. Sprachlich ist die Geschichte leicht zu lesen, nicht zu hochgestochen, eher einfach gestrickt. Passend zum Abschalten für zwischendurch, ohne jeglichen Anspruch. Die Hauptgeschichte an sich erscheint auf den ersten Blick nicht besonders. Die Protagonistin plagt sich mit dem Nachlass ihrer Eltern, ihrer, an Demenz erkrankten Mutter, ihren habgierigen Verwandten und ihrem Lebensgefährten, der nichts anderes im Sinn hat, als in der Wohnung herumzulungern und Computerspiel zu spielen. Hinzu kommt der Stress in der Schule, denn als Grundschullehrerin in einem sozialen Brennpunkt muss sie mehr als einmal Schlägereien verhindern und sich von wütenden Eltern Beschwerden anhören. Besonders anstrengend wird es, als sie den widerspenstigen Bretonen kennenlernt, in den sie sich auf Anhieb verliebt. Die Protagonisten erscheinen nerv tötend und die Geschichte verliert durch Redundanzen ihren Reiz. Tiefgang ist nicht garantiert. Ganz anders erscheint hier die Parallelgeschichte während das zweiten Weltkrieges. Die Autorin spinnt eine wunderschöne, liebevolle Liebesgeschichte, die schließlich durch die Wirren des Krieges zerstört wird. Allerdings ist diese sehr realistisch und detailgetreu gestaltet und bietet ein tolles Kontrastprogramm. Sie vermag es den Leser in ihren Bann zu ziehen und ihn alle Emotionen fühlen zu lassen, die von den Protagonisten ausgehen. Das Ende ist zwar vorhersehbar, doch die Geschichte Margots entschuldigt für alle Fehltritte. Fazit: Ein nettes Buch für zwischendurch mit einer wunderschönen Liebesgeschichte, wie das Buch zum Pageturner macht.

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  • Unterhaltsame Lektüre

    Das tiefe Blau des Meeres

    Eliza08

    01. November 2015 um 11:01

    Über das Buch: Als Katharina auf dem Dachboden ihres Elternhauses eine Mappe mit Aquarellen findet, ist sie sogleich fasziniert. Die Bilder zeigen malerische Landschaften, tiefblaues Meer und immer wieder einen nostalgisch anmutenden Landsitz inmitten eines verwunschenen Gartens. Doch wo befindet sich dieser magische Ort? Und wie gelangten die Bilder in den Besitz ihrer Familie? Ihre Suche führt Katharina in die Bretagne, zu einem stark verwitterten Landschlösschen an der Côte d’Eméraude. Das Anwesen gehört Ewan, einem attraktiven, jedoch etwas ungehobelten Bretonen, der Katharinas Neugier zunächst mit Skepsis begegnet. Doch die Bilder lassen auch ihn nicht los, und so tauchen die beiden gemeinsam ein in die Geschichte des Landschlösschens und seiner Vorbesitzer. Dabei kommen sie einem dunklen Geheimnis auf die Spur …   Über die Autorin: Marie Lamballe  studierte Französisch und Russisch auf Lehramt, wurde dann aber durch absoluten Einstellungsstopp vor einer Karriere als Gymnasiallehrerin bewahrt. Stattdessen widmete sie sich ihrem Mann und den beiden Kindern und begann zu schreiben. Zuerst ganz vorsichtig für die Schublade, später kleine Geschichten für Literaturzeitschriften, und schließlich gelangten die ersten Bücher zur Veröffentlichung. Inzwischen ist das Schreiben ihr Beruf geworden, der zwar viel Zeit und Selbstmanagement verlangt, aber auch hin und wieder einen ungewöhnlichen Arbeitsplatz zulässt: Ihre Ideen kann Marie Lamballe am besten in ihrem Lieblingscafé entwickeln. Sie lebt in einem kleinen Ort in der Nähe von Frankfurt.   Meine Meinung: Mir hat der Roman von Marie Lamballe sehr gut gefallen, grundsätzlich mag ich Familiensagas die auf zwei Zeitebenen spielen, dieser ist dazu auch noch gut geschrieben und konstruiert, sodass die Spannung bis zum Schluss bewahrt blieb. Es geht hierbei um mehr, als nur um ein Familiengeheimnis, es geht um den zweiten Weltkrieg aus Sicht der Franzosen und der Deutschen. Es geht ums Malen und um die Liebe zu einem ganz bestimmten Stück Land, es geht um Heimat und um die große und einzige wahre Liebe. Was mir besonders gut gefallen hat war, dass dieser Roman nicht nur eine „Gefühlsduselei“ ist sondern, dass auch sehr viel Gehalt in ihm steckt, wenn man zwischen den Zeilen liest und vielleicht den einen oder anderen Lexikonbeitrag nachliest. Beide Erzählstränge wurden im Laufe des Romans immer mehr verwoben und so entstand langsam aber sicher ein Gesamtbild, dass dann aber doch noch die eine oder andere Überraschung bereithielt. Ich muss gestehen, dass mich der Erzählstrang im 19. Jhd. ein klein wenig mehr gefesselt hat, als der Heutige. Wobei mich die Protagonisten beider Zeitebenen überzeugt haben. Die Autorin hat ihre Figuren nicht nur in „Schwarz“ und „Weiß“ eingeteilt, sondern ihnen eine Persönlichkeit gegeben, sodass sie authentisch und überzeugend agiert haben. Manchen Figuren kann man lieben, andere wiederum darf man auch mal nicht mögen, sodass der Roman mit seinen Figuren ebenfalls überzeugt. Der Schreibstil der Autorin ist sehr flüssig und angenehm zu lesen, die Spannungsbögen werden gut gesetzt und es entsteht keine Langeweile beim Lesen. Da ich das eBook gelesen habe, hat mir ein klein wenig eine Karte mit den geographischen Orten gefehlt, leider kann ich auch nichts dazu sagen, ob eine Karte im TB enthalten ist. Das Cover des Romans finde ich sehr passend, denn zum einem hat es etwas Geheimnisvolles und zum anderen bekommt man eine Idee, worum es in diesem Buch geht.

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  • Tolles Début - dessen Cover und Titel für mich jedoch nicht so recht passen -

    Das tiefe Blau des Meeres

    SigiLovesBooks

    "Als Katharina auf dem Dachboden ihres Elternhauses eine Mappe mit Aquarellen findet, ist sie sogleich fasziniert. Die Bilder zeigen malerische Landschaften, tiefblaues Meer und immer wieder einen nostalgisch anmutenden Landsitz inmitten eines verwunschenen Gartens. Doch wo befindet sich dieser magische Ort? Und wie gelangten die Bilder in den Besitz ihrer Familie? Ihre Suche führt Katharina in die Bretagne, zu einem stark verwitterten Landschlösschen an der Cote d'Eméraude. Das Anwesen gehört Ewan, einem attraktiven Bretonen, der Katharinas Neugier zunächst mit Skepsis begegnet. Doch die Bilder lassen auch ihn nicht los, und so tauchen die beiden gemeinsam ein in die Geschichte des Landschlösschens (Kerbourgh) und seiner Vorbesitzer. Dabei kommen sie einem dunklen Geheimnis auf die Spur...."(Quelle: Buchrückentext) Meine Meinung/Leseeindrücke: Ich bin mit nicht allzu hoher Erwartung an diesen Roman herangegangen und muss sagen, dass ich positiv überrascht bin und "Das tiefe Blau des Meeres" sehr schön geschrieben und stimmig finde: Es gibt zwei Handlungsstänge; wir lernen Katharina kennen, deren Vater ein Geheimnis mit ins Grab nahm und über das niemals in der Familie gesprochen werden durfte; ein kleines Foto und die Aquarelle auf dem Dachboden, die sein Vermächtnis sind, führen Katharina auf den Weg zu der Malerin, die einst wunderschöne Eindrücke der bretonischen Landschaft und Kerbourgh, wie das Landschloss heißt, an der bretonischen Küste malte..Die Handlung führt im zweiten Erzählstrang zurück in die Vergangenheit: Margot Löwenstein muss mit ihrer jüdischen Familie nach Frankreich emigrieren (1939) und versucht, sich nach England durchzuschlagen - wobei sie (mit aktuellem Bezug - Schlepper, die es damals auch gab) niemals dort ankommt, sondern an der bretonischen Küste strandet und von Alan de Morand, dem sympathischen Sohn der Familie, die Kerbourgh bewohnt, in letzter Minute und durch Zufall gefunden wird...Die Geschichte nimmt ihren Lauf und die beiden verlieben sich ineinander: Margot versucht, zu ihren Eltern zu kommen, die aus unerfindlichen Gründen nach Kriegsbeginn Ende 1939 von Paris aus nochmals nach Frankfurt fuhren - und nie wiederkamen. Margot wird als ein sensibles, schönes, kluges und auch mutiges junges Mädchen gezeichnet, das sich in sehr schwierigen Situationen zu behaupten weiß - und dadurch ihr Leben retten kann. Einmal entgeht sie knapp den SS-Schergen und kann nur mithilfe eines Offiziers, der sie als Tochter des Kunstprofessors an der Frankfurter Universität, bei dem er einst Seminare belegte, identifiziert und erkennt via Belgien zurück nach Frankreich gelangen....Jede Figur dieses wirklich eindrucksvollen Débuts ist sehr gut ausgeleuchtet, jede Situation stimmig und m.E. nicht schwülstig oder überladen - wobei tiefe Gefühle eine große Rolle spielen, aber wohldosiert und authentisch sowie nachvollziehbar angelegt sind.In der Gegenwart sind es Katharina, die Lehrerin an einer Frankfurter Schule, die sich ausrechnet, wieviele Jahre sie noch ihre Schulpflicht ausüben muss, um ein "gesichertes" Leben als Beamtin zu haben, "versorgt" zu sein - wozu sie erzogen wurde und ihr Freund Patrick, der von seinem BWL-Studium allem Anschein nach weniger hält als von WoW und seinen "Spielkonsolen-Kumpanen", mit denen er sich tagtäglich beschäftigt... Nach dem Tode des Vaters kriselt die langjährige Beziehung und - Katharina muss sich entscheiden, wie ihr weiterer Lebensweg weiterhin verlaufen soll..Das Foto in der Hand ihres Vaters bringt sie auf die Spur von Margot de Morand, Margot Löwenstein und - Margot von Staden... - hier beweist Marie Lamballe sehr viel Gespür für Familientragödien und -geheimnisse, die erst nach vielen "Ausgrabungsversuchen" ans Licht kommen... Fazit: Dieser Roman hat mich positiv überrascht, er ist facettenreich, stilistisch klar und flüssig zu lesen, und spannt einen Bogen zur deutschen Geschichte, die so oder ganz ähnlich in jeder deutschen und auch jüdischen Familie anno 1939 hätte stattfinden können: Der Roman ist dabei nicht trivial, sondern trotz seiner Gefühlstiefe immer sehr gut "ausgelotet", die Handlungen stimmig. Trotz einiger kleiner "Schnitzer" in der Rechtschreibung und einem inhaltlichen "faux pas" , als Margot im Juli am Meer sitzt und malt (die winterliche Landschaft...), ist "Das tiefe Blau des Meeres" überaus gelungen. Wer Familiengeheimnisse liebt, die mit dem Holocaust und unrühmlicher deutscher NS-Vergangenheit in Verbindung stehen, zudem starke und authentische Charaktere liebt, Frankreich mag und sich für das Leben in den 40er Jahren vor Ort interessiert (Résistance) sowie ein Bretagne-Fan ist, dem kann ich dieses Buch nur wärmstens empfehlen: Es lohnt sich! (und ich fand es trotz über 600 Seiten nicht zu langatmig: Die Spannung war bis zum Schluss da!) Ich vergebe sehr verdiente 4,5 Sterne/ 94° und hoffe, noch mehr von dieser Autorin lesen zu können!

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    • 3

    SigiLovesBooks

    02. September 2015 um 22:38
  • Berührend und stimmungsvoll

    Das tiefe Blau des Meeres

    talisha

    26. June 2015 um 11:53

    Das hübsche Cover und der Klappentext verraten nicht, dass den Leser hier eine sehr spannende und berührende Geschichte erwartet.  Als Katharinas Vater stirbt, räumt sie das Elternhaus aus und verkauft es. Beim Aufräumen findet sie einige Aquarelle, deren Herkunft sie nicht kennt. Als sie zudem erfährt, dass ihr Vater in seinen letzten Stunden ein Foto in der Hand hielt und dies wohl von einer ihrer Tanten gestohlen wurde, ist ihre Neugier erwacht. Wer war diese Frau auf dem Foto? Und wieso besass ihr Vater Bilder aus Frankreich? Schnell findet sie heraus, dass diese Bilder in der Bretagne gemalt wurden und schon ist sie auf dem Weg dorthin. Dort findet Katharina heraus, dass die Bilder um das Jahr 1940 herum gemalt wurden. Doch von wem?  "Das tiefe Blau des Meeres" ist eine Zeitebenenengeschichte. Die Gegenwart spielt in der Nähe von Frankfurt, mit der Lehrerin Katharina als Hauptprotagonistin. Ihr Beruf macht sie nicht mehr glücklich, und gerade im Kontext mit den gefundenen Bildern merkt sie, dass sie halt schon lieber eine Kunstausbildung genossen hätte. Auch mit ihrem Partner, Nichtsnutz Patrik, läuft es nicht gut. Katharina ist naiv, lässt sich von ihm viel zu viel gefallen. Sie überlegt zwar wie sie ihm den Laufpass geben kann, weiss aber nicht wie...  Hallo? Schmeiss ihn einfach raus und gut ist... Dann schlägt Katharina sich noch mit ihren Tanten herum, den beiden Schwestern ihres Vaters, die nicht über das Foto reden, sondern nur erben wollen. Ihre Mutter liegt mit Alzheimer in einer Klinik und kann ihr auch nicht weiterhelfen, obwohl Katharina sicher ist, dass auch ihre Mutter etwas weiss.  Katharinas Geschichte in Deutschland fand ich nicht sehr prickelnd. Katharina nervt mich sehr. Kam dazu, dass auch ein Konflikt in Katharinas Schule nicht wirklich zum Roman passt. Der wird vorderhand aufgebauscht, hat aber so keinen Einfluss auf das weitere Geschehen, dass man den auch gut auslassen hätte können.  Doch die Geschichte von Margot war derart spannend, dass ich das Buch nicht mehr weglegen wollte. Margot wollte während dem Krieg nach England flüchten, doch sie strandete in der Bretagne. Der Gwunder, wie Margots Geschichte ausgehen mag, war zum Glück stärker als mein Ärger. Denn nur selten hat mich ein Buch bisher in so viele Stimmungen versetzt wie "Das tiefe Blau des Meeres". Ich war wütend, traurig, erstaunt, bedrückt, überrascht, entsetzt, begeistert. Einmal ertappte ich mich sogar dabei wie ich den Atem anhielt, so spannend war die Szene. Der fast schon idyllische Schluss versöhnte mich schlussendlich mit meinem aufgebauten Ärger.  Dem aufmerksamen Leser wird nicht entgehen, wie das Buch zu seinem Titel kam: "Sie leuchteten wie das tiefe Meer, wenn die Sonne darauf lag." (Seite 234) Was mit "Sie" gemeint ist, erfährt ihr beim Lesen dieser einprägsamen Geschichte, die sich zur Zeit des zweiten Weltkrieges abspielte.  Fazit:  Unbedingt lesenswert! Vor allem, aber nicht nur, für Liebhaber von "Die Brücken am Fluss"/"Bridges of Madison County" :-)  Dieser berührenden, stimmungsvollen Geschichte gebe ich gerne 4 Punkte - hätte mich Katharina in ihrer Naivität nicht so genervt, hätte ich sicherlich mehr gegeben. 

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  • Die Flucht als Neuanfang...

    Das tiefe Blau des Meeres

    nicigirl85

    01. May 2015 um 14:47

    Da ich noch nie in der Bretagne war, habe ich einfach mal eine Reise dorthin mittels dieses interessanten Frauenromans unternommen. Von der Autorin ist es mein erstes Buch gewesen. Katharina von Staden hat die traurige Aufgabe das Haus ihrer Eltern leer zu räumen. Dabei findet sie auf dem Dachboden wundervolle Landschaftsaquarelle, aber was nur zeigen die Bilder? Das dargestellte, verwunschene Anwesen möchte sie unbedingt finden. Doch auf dem Weg ihrer Erkundungstour findet sie so viel mehr... Im Roman gibt es zwei Handlungsstränge, die sich kapitelweise abwechseln. Der Eine spielt ab 1939, in dem sich alles um die flüchtende Deutsche Margot dreht. Im anderen Teil schreiben wir das Jahr 2010 und begleiten Katharina, um das Geheimnis der Aquarelle zu lüften. Beide Handlungsstränge werden uns über einen auktorialen Erzähler näher gebracht, so dass wir über alle handelnden Personen etwas erfahren. Die Handlung um Margot hat mir sehr gut gefallen, denn ich finde die Zeit der Geschichte ungemein interessant. Der Gegenwartsstrang konnte mich zwar auch gut unterhalten, hatte aber lange nicht so eine fesselnde Wirkung. Der Schreibstil der Autorin besticht vor allem durch recht kurze, prägnante Sätze. Ansonsten gelingt es ihr sehr schöne sprachliche Bilder zu zaubern, so dass man die Landschaft der Bretagne bildlich vor Augen hat und sich die Umgebung gut vorstellen kann. Mit Katharina von Staden tat ich mich anfänglich etwas schwer, was vielleicht an ihrem Lehrerberuf liegt. Ich fand einfach keinen Zugang zu ihr mit ihrer recht strengen, gesitteten Art. Aber mit der Zeit gewöhnt man sich an sie und reist voller Spannung mit ihr in die Bretagne. Fazit: Ein Roman, der mich gut unterhalten und in die Bretagne entführt hat. Die ideal leichte Lektüre für Zwischendurch. Mehr etwas für Frauen...

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  • Bretonische Geheimnisse

    Das tiefe Blau des Meeres

    SABO

    27. April 2015 um 17:25

    Marie Lamballe - "Das tiefe Blau des Meeres" - Bastei Lübbe 1939/2010 Seit Margot erfahren hat, das es "zweierlei" Deutsche gibt, will sie nicht mehr dort leben und will nach England zu ihrer Tante fliehen, ein Boot aus der Bretagne ermöglicht ihr die Überfahrt, doch dann zieht ein Sturm auf. Die Hand fest an der Reling schaut Margot in die schäumende Gischt, der Sturm zerrt an ihren Haaren und sie geht über Bord, der Strand fängt sie auf und Alan de Morand rettet ihr das Leben und bringt sie auf das Schloss seines Vaters. Der bretonischen Gastfreundschaft hat sie es zu verdanken, das sie sich an einem sicheren Ort auskurieren darf, bis sie wieder zu Kräften kommt.. -- Den Tag der Beerdigung möchte Katharina von Staden am liebsten vergessen, noch keine 24 h begraben, zerpfücken Onkel und Tanten des Vaters Haus, das Meiste gibt sie gerne her, doch als es ein Gerangel um die Küchengeräte gibt, schmeisst Katharina die pietätlose Verwandtschaft aus dem Haus. Patrik, ihr Freund wird den Nachlass regeln und verwalten, aber auch sein Konto schwillt dadurch an.. Als Katharina ein letztes Mal den Dachboden betritt, entdeckt sie einen alten Koffer, darin eine große Mappe mit kunstvoll angefertigten Aquarellen, immer wieder das Meer und ein altes Schloss..Katharina ist es ein unbegründetes Anliegen herauszufinden, wer diese Bilder gemalt hat und was sie auf des Vaters Dachboden zu suchen haben, hat es etwas mit der Fotografie der fremden Frau zu tun, die ihr Vater in seiner letzten Stunde in den Händen hielt? Mit ihren Freunden findet sie heraus, das es nur die Küste der Bretagne sein kann, auch das mittlerweile stark verfallene Schloss wird ausfindig gemacht, Patrik und Internet sei dank! Die beiden befolgen Gittis Rat, dort ihren Urlaub zu machen, fast, wie frisch verliebt fühlt es sich an, durch beschauliche Dörfer zu fahren und am Strand dem Atlantik zuzuschauen, wie er die bunten Segelboote wiegt und schaukelt, ein verführerisches Licht umgibt die "Côte de Granit Rose" und die Smaragdküste macht ihren Namen alle Ehre. Im Alleingang sucht Katharina das Schloss auf und trifft dort auf den rauhbeinigen Besitzer des Schlosses, Ewan Goadec, ein Bretone und Zyniker mit blauen Augen und dunklem Haar, wie er im Buche steht. Sie gibt vor, das Schloss kaufen zu wollen, um es sich ansehen zu dürfen. Wieder zurück im Hotel verfolgen sie wilde Fieberträume und sie fängt wieder an zu malen, sie spielt mit dem Gedanken, das Schloss wirklich zu kaufen.. -- Geheimnisvoller Familienroman, der 70 Jahre umreisst, unterhaltsam, dramatisch und romantisch, alles was ein guter Urlaubsroman so braucht..Vielleicht sogar in der Bretagne?

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