Der Leuchtturm auf den Klippen

von Marie Lamballe 
4,1 Sterne bei12 Bewertungen
Der Leuchtturm auf den Klippen
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Neue Kurzmeinungen

Kelo24s avatar

Die bretonische Landschaft pimpt die etwas laue Handlung dann doch noch auf

Lilofees avatar

ganz nette unterhaltung

Alle 12 Bewertungen lesen

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Inhaltsangabe zu "Der Leuchtturm auf den Klippen"

Nach einem Autounfall hat Susanne vorübergehend ihr Gedächtnis verloren. In ihrer Manteltasche findet sie eine Einladung in die Bretagne, adressiert an eine Anne-Marie LeBars. In der Annahme, sie sei jene Anne-Marie, reist Susanne in die Bretagne. Ihr Ziel ist ein malerischer Ort oberhalb steiler Felsklippen, der nur aus einigen Fischerhäuschen und einem Leuchtturm besteht. Im Haus des Leuchtturmwärters trifft Susanne auf eine warmherzige, alte Dame, die glaubt, nun endlich ihrer Enkelin Anne-Marie gegenüberzustehen.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783404173761
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:Bastei Lübbe
Erscheinungsdatum:14.07.2016

Rezensionen und Bewertungen

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    Ulenfluchts avatar
    Ulenfluchtvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Lieblings-Bretagne-Roman
    Atmosphärischer Wohlfühlroman

    Finistère. Windumtostes Land, raue Landschaft, verschrobene Menschen. So stellt man sich diesen Teil der Bretagne vor und so erwarte ich auch eine unterhaltende Geschichte, die dort spielt. Marie Lamballes Roman enttäuscht einen nicht, sondern übererfüllt die Erwartungen.

    Susanne Meyer-Schildt ist Kind reicher Eltern und studiert in Paris, bevor sie - nach Willen ihrer Familie - irgendwo ins obere Management einsteigt. Sie gerät aber an den zwielichtigen Paul und wird in einen Verkehrsunfall verwickelt. Danach erinnert sie sich an nichts und trampt in die Bretagne. In dem Glauben, sie sei Anne-Marie LeBars, die Adressatin eines Briefs, den sie in ihrer Manteltasche gefunden hatte. An der windigen Küste nördlich von Brest findet sie dann das, was sie nie hatte: Bodenständigkeit, Geborgenheit, das Gefühl, so gemocht zu werden wie man ist. Aber das Geheimnis ihrer wahren Identität droht immer am Horizont und es ist klar, dass das die Idylle ducheinanderwirbeln wird.

    Marie Lamballe kreiert einen atmosphärisch dichten Unterhaltungsroman, der die Sehnsucht nach der Bretagne atmet und exzellent herübergebracht wird. Nicht erwartet hätte ich so manche sprachliche Feinheiten, hervorragende Dialoge mit Herz, die von genauer Beobachtungsgabe zeugen, und ein gutes Händchen für runde, wiedererkennbare Charaktere. Da wären die schwerhörigen und verschrobenen Geschwister Enora und Armelle mit ihrer kleinen Lebens- und Nebengeschichte oder Malo, der so schweigsam und schüchtern und doch ein tiefes Wasser ist. Und natürlich Alan, der sich nur langsam mit Anne-Marie bzw. Susanne anfreundet. Nicht zuletzt ist auch der Hund Bri-Bri ein kleiner Star.

    Diese Liebe zu Details machen das Buch zu einem Lesevergnügen. Ohne sie könnte man die Geschichte für langatmig halten und sich gar ein wenig langweilen, denn es dauert ewig, bis sich alles entwickelt und auflöst. Marie Lamballe zähmt dadurch die Neugierde und macht ihren Roman von einem Glas Wasser zu einem Glas Wein: Langsam trinken, langsam lesen und genießen. Keine große Literatur, aber ein Muss für Bretagne-Fans.

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    ConnyKathsBookss avatar
    ConnyKathsBooksvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Unterhaltsame Geschichte vor bezaubernder Bretagne-Kulisse
    Unterhaltsame Geschichte vor zauberhafter Bretagne-Kulisse

    "Alles, was sie war, ihr Name, ihre Erinnerungen, ihr ganzes Leben - es war hinter dieser Mauer. Sie war ausgeschlossen, hinausgeworfen aus dem eigenen Leben." (S. 45)

    Nach einem Autounfall kann sich die 25jährige Studentin Susanne aus Paris an nichts mehr erinnern, weder an ihren Namen, noch an ihr bisheriges Leben. Einziger Anhaltspunkt ist ein Brief in ihrem Mantel, adressiert an Anne-Marie Dupin, der sie zu einer Beerdigung ihres Großvaters in ein kleines bretonisches Dorf an der Atlantikküste einlädt. Dort wird die junge Frau von ihrer Großmutter und den anderen Bewohnern sofort herzlich aufgenommen. Doch als ihre Erinnerungen zurückkehren, steht Susanne vor einer schwierigen Entscheidung und schon bald überschlagen sich die Ereignisse.

    "Der Leuchtturm auf den Klippen" stammt aus der Feder von Marie Lamballe. Bezaubernde Schauplätze, eine spannende Geschichte, liebenswerte Charaktere und eine zarte Romanze - der Roman lässt das Frauen-Leserherz auf jeden Fall höherschlagen.

    Durch den Gedächtnisverlust brechen für Protagonistin Susanne turbulente Zeiten an, die ihr Leben bald unwiderruflich verändern. Ich fand sie auf Anhieb sympathisch und habe mit ihr mitgefühlt. Susannes Zögern, endlich ihre wahre Identität zu gestehen, konnte ich gut nachvollziehen. Denn wer möchte sich nicht geborgen und geliebt fühlen? Zudem wachsen ihr die Dorfbewohner immer mehr ans Herz, allen voran Alan Hervé, der vor einigen Jahren auf tragische Weise Frau und Kinder verlor. Beide kommen sich langsam näher, doch die Vergangenheit holt Susanne schneller ein, als ihr lieb ist.

    Die raue Schönheit der Bretagne hat die deutsche Autorin hier wirklich wunderbar eingefangen. Durch ihren malerischen und bildhaften Schreibstil spürte ich den Wind, roch die salzige Meeresluft und sah die Nebelschwaden über die wilde See treiben. Auch der titelgebende Leuchtturm mit dem danebenstehenden Haus von "Susannes" Großmutter erstand direkt vor meinen Augen. Eine einzigartige und fast schon verwunschene Landschaft.

    Das Ganze liest sich angenehm, wobei die Autorin recht detailliert schreibt und daher ab und zu ein paar Längen zu überwinden sind, zum Beispiel, wenn Susanne immer wieder von Meeresungeheuern träumt. Zudem gab es zwischenzeitlich für mich einen kleinen Bruch in der Geschichte, als sich herausstellt, dass mehr hinter dem anfänglichen Autounfall steckt. Einige Ereignisse in diesem Zusammenhang fand ich doch etwas heftig für solch eine leichte Lektüre.

    Nach den üblichen Verwicklungen, etwas Kitsch und einem unglaubwürdigen Zufall löst sich dann alles wie erwartet in einem Happy End auf. Ein netter Abschluss, doch eine Sache wird leider nicht mehr geklärt.

    Insgesamt kann ich "Der Leuchtturm auf den Klippen" trotz der kleinen Kritikpunkte empfehlen, denn der Roman bescherte mir einige unterhaltsame Lesestunden und ließ mich schon von der Bretagne als nächsten Urlaubsort träumen. 4 Sterne von mir.

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    tigerbeas avatar
    tigerbeavor 2 Jahren
    Wunderschön

    Susanne sitzt allein an einer Autobahn. Sie hatte einen Unfall und kann sich an nichts erinnern. Da findet sie in ihrer Manteltasche eine Einladung zur Beerdigung des Leuchtturmwärters vom Pointe du Lapin. Diese ist an Anne-Marie Dupin adressiert. In ihrer Verzweiflung fährt Susanne dorthin.  Gerne möchte sie glauben, daß sie Anne-Marie ist, zumal sie in dem kleinen Dorf herzlich aufgenommen wird. Besonders die Witwe des Leuchtturmwärters kümmert sich um Susanne,  denn sie glaubt, daß sie ihre Enkelin Anne-Marie endlich wieder bei sich hat. Als sie sich dann auch noch in den einsamen Alan verliebt, scheint alles perfekt. Mit der Zeit kommen allerdings die Erinnerungen zurück, aber Susanne schiebt die Wahrheit immer wieder in den Hintergrund. Als sie sich endlich entschließt ihre neuen Freunde über ihre wahre Identität aufzuklären, ist es zu spät. Sie kann nur auf eine zweite Chance hoffen.


    Die Geschichte fängt ziemlich banal an. Man denkt irgendwie: Habe ich schon so oft gelesen. Aber ich kann nur jedem raten, die paar Seiten durchzuhalten. Danach wird es richtig gut. Die einzelnen Personen in dem kleinen Dorf sind so liebevoll beschrieben, daß wohl jedem Leser die Macken der Menschen bekannt vorkommen und ihn an irgendjemanden aus seinem Umfeld erinnern.  So hat man direkt ein Bild vor Augen. Die Beschreibung der Küste ist ebenso lebhaft. Es entsteht der Wunsch sich die Landschaft einmal anzusehen. Wenn man das Buch liest, erlebt man dabei gleichzeitig eine tolle Reise an die Küste der Bretagne.

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    DarkReaders avatar
    DarkReadervor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Ein sehr schönes Buch für gemütliche Lesestunden
    Ein empfehlenswertes Buch,lesen und genießen.

    Ich bekam dieses Buch zu Weihnachten und habe mich zu Recht über dieses Geschenk gefreut, denn es war ein großes Lesevergnügen.
    Ich las bereits "Das tiefe Blau des Meeres" von ihr und war begeistert und auch hier erging es mir so.
    Die Protagonistin Susanne/Anne-Marie ist sympathisch, ich mochte sie. Ihr Geschick hat mich berührt und ich konnte mitleiden und mitfiebern.
    Schöne Beschreibungen der Örtlichkeiten brachten mein Kopfkino in Gang und ich konnte mir - dank des flüssigen Schreibstils der Autorin - alles vor meinem geistigen Auge sehr gut vorstellen.
    Auch die Nebenfiguren mochte ich sehr, besonders die bretonische Großmutter, ein Original und absolut wunderbar beschrieben.
    Ich spreche sehr gern eine Leseempfehlung für dieses Buch aus und wünsche viel Spaß beim Lesen und Genießen des selben.

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    Gelindes avatar
    Gelindevor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Eine mitreißende Geschichte über die Kraft der Liebe und Freundschaft, die in einer romantischen Landschaft, vor der Naturgewalt des Meeres,
    Der Leuchtturm auf den Klippen

    Der Leuchtturm auf den Klippen, von Marie Lamballe

    Cover:
    Ein sehr schönes Cover, das die Atmosphäre gut einfängt.

    Inhalt:
    Die verwöhnte Studentin Susanne, hat nach einem Autounfall eine kurzzeitige Amnesie. Sie weiß nicht mehr wer sie ist oder wie sie auf den Parkplatz gekommen ist. Ein Briefumschlag mit einer Adresse darauf führt sie in ein abgelegenes Dorf in der Bretagne in das Haus der Witwe des Leuchtturmwärters, diese hält Susanne für ihre Enkelin Anne-Marie.
    Die beiden Frauen verstehen sich auf Anhieb, und schon bald fühlt sich Susanne wie angekommen. Auch der zurückhaltende Alan berührt etwas in ihr.
    Und während bei Susanne so nach und nach die Erinnerungen zurückkehren, überschlagen sich die Ereignisse und ihr neues Leben und Lebensglück scheint mehr als gefährdet zu sein.

    Meine Meinung:
    Der Einstieg war sehr schöne und ich bin gut in die Geschichte reingekommen. Ich konnte mich gut in Susanne hineinversetzten.
    Doch bei den nächsten 50-70 Seiten war dann irgendwie die Luft raus, es wurde zäh und es hat etwas gefehlt.
    Aber dann……….
    Das Buch wurde für mich zum echten Page-Turner, ich konnte es nicht mehr aus der Hand legen. Es wurde sooo spannend, ich fieberte auf jeder Seite darauf, wie es wohl weitergeht, welche Probleme sich noch in den Weg stellen, welches Geheimnis sich nun wieder auftut, wie reagieren die anderen, wie lösen sich die Missverständnisse auf, welchen Grund haben die diversen Andeutungen und, und, und……….

    Ich habe jede der restlichen Seiten aufgesogen.

    Die Geschichte wird unglaublich intensiv erzählt und vor allem als wir Susannes Familie kennenlernen und die Kälte dort spüren, die mir eine regelrechte Gänsehaut beschert, wird die Wärme und Liebe in der „Bretagne“ so richtig deutlich.

    Eine bemerkenswert bewegende und warmherzige Geschichte. Wunderbar romantisch und phantastisch facettenreich, dabei warmherzig und emotional.

    Autorin:
    Marie Lamballe wurde in Hannover geboren. Ihre Liebe zu Frankreich entdecke sie bereits früh; sie studierte Französisch und begann schon kurz nach dem Studium mit dem Schreiben. Inzwischen lebt die Mutter zweier erwachsener Kinder in der Nähe von Frankfurt.

    Mein Fazit:
    Nach einem minimalen Durchhänger nach dem tollen Einstieg, ist dies wirklich eine mitreißende Geschichte über die Kraft der Liebe und Freundschaft, die in einer romantischen Landschaft, vor der Naturgewalt des Meeres, nicht besser hätte erzählt werden können.
    Von mir eine klare Leseempfehlung und verdiente 5 Sterne.

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    Kelo24s avatar
    Kelo24vor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Die bretonische Landschaft pimpt die etwas laue Handlung dann doch noch auf
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    Lilofees avatar
    Lilofeevor einem Jahr
    Kurzmeinung: ganz nette unterhaltung
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    Tanies avatar
    Tanievor 7 Monaten
    N
    Nika488vor einem Jahr
    monikaburmeisters avatar
    monikaburmeistervor 2 Jahren

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