Marie Langenau

 4.5 Sterne bei 2 Bewertungen
Autor von Nordische Sehnsuchtsküche, Süßer Zauber und weiteren Büchern.

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Rezension zu "Nordische Sehnsuchtsküche" von Marie Langenau

Abwechslungsreiche Rezeptideen
Sikalvor 3 Monaten


 

Was mir spontan zur nordischen Küche einfiel, war sehr wenig: Kötbullar, Fisch oder Zimtschnecken … Mehr hätte ich aus dem Stegreif nicht gewusst (und vermutlich geht es anderen ähnlich).

 

Die Autorin Marie Langenau verbrachte viele Sommer bei ihren Großeltern an der Südwestküste Schwedens und wollte für ihre Töchter die schönsten Rezepte festhalten. Herausgekommen ist dieses Buch, erschienen im Christian-Verlag – und ich finde, es ist sehr gut gelungen.

 

Sicherlich finden sich nicht nur Rezepte, die jedermann gleich in Versuchung führen, doch es ist bestimmt für jeden etwas dabei. Die Gerichte sind nach Jahreszeiten geordnet, die Zutaten wechseln nach dem jeweiligen Angebot der Saison.

 

Im Frühling findet sich zum Beispiel eine Ruccolasuppe mit Kresse und Radieschen oder ein Spargelrisotto. Sehr verlockend finde ich auch Kohlrabi mit Lachs und Ricotta gefüllt. Der Sommer hat natürlich auch Salate und kleinere Snacks anzubieten, doch man findet auch Rezepte, die vielleicht nicht so geläufig sind – Krumelurer sind zum Beispiel kleine Teigzöpfe, die mit Marzipan gefüllt werden. Bei den Herbstrezepten findet man nicht nur eine Hagebuttensuppe oder Pfifferlinge (Eierschwammerl für die Österreicher) mit Kartoffeln und gefüllte Paprika oder ein deftiges Rindergulasch mit Rotwein, sondern auch ein Hagebuttenmus sowie einen Saft aus Holunderbeeren. Im Winter finden sich leckere Gerichte für Festmenüs, wie ein Lachtatar auf Avocado oder Belugalinsen mit Granatapfel. Nicht zu vergessen natürlich süße Köstlichkeiten, die zur Weihnachtszeit nicht fehlen dürfen.

 

Zutaten und Zeitangaben werden in einem separaten Kästchen aufgelistet (jede Jahreszeit hat hier eine eigene Farbe), die Zubereitung ist klar und übersichtlich angegeben. Ebenso wird jedes Rezept mit mehreren Bildern ergänzt.

 

Das Buch kann ich für alle, die vom Norden fasziniert sind, empfehlen. Ich konnte meinen kulinarischen Horizont ziemlich erweitern (Übrigens: eine Köttbullar-Variante findet man auch).

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Rezension zu "Süßer Zauber" von Marie Langenau

Süßer Zauber durch und durch!
Sommerregenvor einem Jahr

"Backen bedeutet für mich, gut für meine Liebsten zu sorgen, es sich im Alltag schön zu machen und den "süßen Müßiggang" zu pflegen. Backen entschleunigt außerdem: Ein Hefeteig lässt sich nicht hetzen, er nimmt sich die Zeit die er braucht." (S.7)
Marie Langenau backt leidenschaftlich gerne: Mit bestimmten Leckereien verbindet sie besondere Erinnerungen wie die an die Picknicke am Meer, einer Waldlichtung oder auf einer Wiese bei den Großeltern in Schweden. Daher haben besonders Familienrezepte ihrer schwedischen Großmutter und Rezepte von Freunden den Weg in dieses Backbuch gefunden.
Die meisten Rezepte sind waschechte Klassiker, die aber deswegen nicht weniger ansprechend sind. Einige andere Rezepte sind Klassiker in einem neuen Mantel und einige wenige gänzlich neue Kreationen, sodass man in diesem Buch eine wunderbare Mischung aus bewährt und neu vorfindet.
Unterteilt werden die Rezepte in die Kapitel "Frisch und fruchtig", "Süße Klassiker", "Köstlichkeiten mit Schokolade", "Klein & fein" sowie "Erfrischende Durstlöscher". Zu Beginn des Buches werden diese Abschnitte aufgelistet und ihr Inhalt beschrieben, damit man direkt weiß, was einen wo erwartet und das Schmökern losgehen kann. Am Anfang eines jeden Kapitels wiederum befindet sich erneut eine kurze Einführung mit ein paar persönlichen Worten der Autorin.
Die Rezeptseiten selbst sind äußerst ansprechend gestaltet: Jedem Kapitel wurde eine Farbe zugeordnet, auf die die restliche (farbliche) Gestaltung jeweils angepasst wurde - so entsteht ein sehr stimmiges Gesamtbild. Die Anleitungen sind angenehm übersichtlich geordnet, sodass man auf einen Blick wichtige Informationen entnehmen kann und Fragen dank der guten Beschreibungen gar nicht erst aufkommen. Tipps findet der Backbegeisterte bei vielen Rezepten auch, wobei sich diese meist darauf beziehen, ob man Eis dazu essen, etwas am Vortag vorbereiten oder Leckereien durch Einfrieren oder Ähnliches besser haltbar machen kann.
Ein süßer Zauber sind bereits die Fotografien - jene von Sonnenuntergängen, Kindern beim Picknick oder Erwachsenen beim Apfelpflücken tragen zwar zum Wohlfühlcharakter des Buches bei, konnten mich jedoch nicht annähernd so überzeugen wie die Abbildungen zu dem Gebackenen. So wecken sie bereits auf den ersten Blick die Lust zum Nachbacken und lassen einem das Wasser im Mund zusammenlaufen.
Bisher am meisten begeistern konnte mich die Buchweizentorte mit Preiselbeeren - ein Klassiker den ich zuvor noch nie gebacken oder gegessen hatte, jedoch schon länger auszuprobieren vorhatte.



Aber auch die Tarte mit Johannisbeeren (S.28) konnte mich kinderleicht überzeugen. Ich freue mich schon sehr darauf, noch zahlreiche weitere Rezepte auszuprobieren - die 75 Leckereien sind allesamt äußerst ansprechend.

Alles in allem finden sich hier vielleicht nicht die neuartigsten Kreationen gewiefter Sternekochtüftler, dafür aber solide und dank der guten Anleitungen gelingsichere und ausgesprochen leckere Köstlichkeiten für die unterschiedlichsten Anlässe und Geschmäcker. Für jeden Backliebhaber ein sehr empfehlenswertes Buch!

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