Neuer Beitrag

glitzerfee22

vor 1 Monat

(0)

Inhalt:

Nach einem Blutfieber ist Adelina gezeichnet und in der Gesellschaft nichts mehr wert. Doch durch die Krankheit hat sie übernatürliche Kräfte bekommen. Es gibt noch mehr ihrer Art; „Die Gemeinschaft der Dolche“, um den Thron zu stürzen brauchen sie Adelinas Hilfe.

Meine Meinung:

„Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche“ von Marie Lu ist mein erstes Werk von ihr gewesen. Daher hatte ich auch nicht so hohe Erwartungen, wie viele andere. Trotzdem ließ mich die Geschichte zwiegespalten zurück. Auf der einen Seite fand die den Trilogie-Auftakt sehr gelungen, auf der anderen Seite hat mir einiges gefehlt.

Die Protagonistin Adelina ist vom Blutfieber gezeichnet und ein Malfetto. In der Gesellschaft ist sie nichts mehr Wert, dies wird ihr von ihrem Vater auch stark gezeigt. Ihre kleine Schwester bekommt Zuneigung und Adelina genau das Gegenteil. Das spiegelt sich auch in ihren Charakterzügen wider. Sie ist nicht die typische Figur, wie man sie in Büchern kennt. Adelina ist eher gefühlskalt, verbittert und voller Hass. Sie zeigt kaum Gefühle und wenn scheinen diese positiven Gedanken nur kurz durch. Die Idee mal eine Schurkin zur Hauptperson zu machen, hat mir richtig gut gefallen. Zwar harmonisieren Adelina und ich nicht aber trotzdem ist sie eine Figur, die mal anders ist.

Allgemein herrscht eher ein rauer und herber Umgang zwischen den Leuten. Dies passt in die düstere Welt, die mehr aus Hass besteht. Die Atmosphäre kam gut rüber, aber irgendwie haben mir die Details, in dieser ausgedachten Welt gefehlt um wirklich drin einzutauchen.

Die Grundidee hat mir gut gefallen aber oft fehlte mir das gewisse Etwas. Zwischendurch plätscherte die Geschichte einfach nur so vor sich hin. Es war zwar nicht langweilig, trotzdem zog es sich teilweise in die Länge. Doch durch den flüssigen Schreibstil besiegt man auch diese Seiten schnell.

Die restlichen Charaktere sind ähnlich wie Adelina. Es gibt kaum Gefühlsregungen, im Positiven sinne. Genau das wollte die Autoren wohl schaffen, dennoch blieben alles irgendwie blass und unnahbar.

Spannung und Action kommen immer mal wieder zwischendurch auf. Vor allem wenn die Dolche Angriffe durchführen. Zum Schluss hin wurde es auch nochmal richtig rasant und man flog durch die Seiten.

Was mir gut gefallen hat, sind auch die Rückblicke in Adelinas Kindheit. Dadurch versteht man sie vielleicht ein wenig besser.

Fazit:                                                                                                                                                   

Young Elites – Die Gemeinschaft der Dolche“ von Marie Lu glänzt mit einer Schurkin als Hauptperson. Doch trotzdem hat mir einiges gefehlt, um in die Geschichte so richtig abtauchen zu können. Eine Geschichte, die teilweise actionreich war, sich aber manchmal einfach in die Länge zog. Ein solider Auftakt mit sehr viel Luft nach oben.

Autor: Marie Lu
Buch: Young Elites - Die Gemeinschaft der Dolche
Neuer Beitrag