Marie Luise Kaschnitz

 4,2 Sterne bei 65 Bewertungen
Autor*in von Der alte Garten, Gedichte und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Marie Luise Kaschnitz wurde am 31. Januar 1901 in Karlsruhe geboren und wuchs in Potsdam und Berlin auf. Nach einer Ausbildung zur Buchhändlerin arbeitete sie beim O.C. Recht Verlag in München und in einem Antiquariat in Rom. Nachdem sie den Archäologen Guido Kaschnitz von Weinberg geheiratet hatte, begleitete sie ihn auf mehrere seiner Forschungsreisen und wohnte u.a. in Rom, Marburg und Königsberg, nach 1941 vor allem in Frankfurt am Main. Nach der Geburt ihrer Tochter 1928 begann sie zu schreiben – Romane, Erzählungen, Essays und Gedichte. Ihr erster Roman Liebe beginnt erschien 1933. Ab 1950 widmete sie sich zudem zunehmend dem Hörspiel. Sie wurde mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und war Mitglied u.a. des P.E.N.-Zentrums der Bundesrepublik Deutschland, der Deutschen Akademie für Sprache und Dichtung und der Bayerischen Akademie der Schönen Künste. Sie starb am 10. Oktober 1974 in Rom.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Gott und die Welt (ISBN: 9783949671234)

Gott und die Welt

(1)
Neu erschienen am 26.01.2026 als Gebundenes Buch bei Edition W GmbH.

Alle Bücher von Marie Luise Kaschnitz

Cover des Buches Der alte Garten (ISBN: 9783458340942)

Der alte Garten

(8)
Erschienen am 31.10.2006
Cover des Buches Gedichte (ISBN: 9783458345039)

Gedichte

(5)
Erschienen am 17.12.2009
Cover des Buches Steht noch dahin (ISBN: 9783458334293)

Steht noch dahin

(5)
Erschienen am 30.05.1995
Cover des Buches Lange Schatten (ISBN: 9783546000390)

Lange Schatten

(5)
Erschienen am 01.07.1993
Cover des Buches Griechische Mythen (ISBN: 9783458170716)

Griechische Mythen

(3)
Erschienen am 21.03.2001
Cover des Buches Eisbären (ISBN: 9783942795821)

Eisbären

(2)
Erschienen am 22.07.2019
Cover des Buches Orte (ISBN: 9783458330219)

Orte

(2)
Erschienen am 07.06.1991
Cover des Buches Beschreibung eines Dorfes (ISBN: 9783941711174)

Beschreibung eines Dorfes

(2)
Erschienen am 27.08.2009

Neue Rezensionen zu Marie Luise Kaschnitz

Cover des Buches Gott und die Welt (ISBN: 9783949671234)
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Rezension zu "Gott und die Welt" von Marie Luise Kaschnitz

buch_leselust
Interessante Gedankenspiele

Diese Zusammenstellung den Texten von Kaschnitz wurde eigensinnig für die Veranstaltungsreihe Frankfurt liest ein Buch ausgewählt und neu veröffentlicht. Die Passagen sind also aus verschiedenen Büchern und Tagebüchern von ihr neu sortiert und auf Frankfurt bezogen. 


Es gab sehr gute Passagen und Gedankenspiele, die mich auch zum Nachdenken angeregt haben. Allerdings merkt man das zusammengestellte sehr und ein Fluss beim Lesen kommt so leider nicht auf. Allerdings ist es zum Stöbern und Kennenlernen des alten Frankfurt und der Autorin sehr gut geeignet. 

Cover des Buches Lange Schatten (ISBN: 9783546000390)
Perles avatar

Rezension zu "Lange Schatten" von Marie Luise Kaschnitz

Perle
Marie Luise Kaschnitz - Lange Schatten (Erzählungen)

Klappentext: 

Marie Luise Kaschnitz entstammt elsässischen Adelsgeschlecht. Sie wurde 1901 in Karlsruhe geboren und wuchs in Potsdam und Berlin auf. Ihre Ehe mit dem Archäologen Guido von Kaschnitz.-Weinberg führte sie für mehrere Jahre nach Italien, Griechenland, Nordafrika und der Türkei. Die dauerhafte Begegnung mit der antiken Kultur, vor allem in Rom, hat ihr Werk entscheidend geprägt.

Marie Luise Kaschnitz veröffentlichte die ersten literarischen Arbeiten Ende der zwanziger Jahre. Ihre eigentliche dichterische Entwicklung begann aber erst nach dem Kriege. Ihre Lyrikbände (Totentanz und Gedichte zur Zeit, 1947; Zukunftsmusik, 1950; Neue Gedichte, 1957; Dein Schweigen - meine Stimme, 1962) gehören zu den stärksten dichterischen Aussagen dieser Zeit. Marie Luise Kaschnitz ist ferner durch Essays (Engelsbrücke, Römische Betrachtungen), Hörspiele und durch ihren ersten Band mit Erzählungen (Lange Schatten) weiterhin bekannt geworden. Sie ist Mitglied der Akademie für Sprache und Dichtung in Darmstadt. 1955 wurde sie mit dem Georg-Büchner-Preis ausgezeichnet.

Dieses Buch habe ich Anfang Juli diesen Jahres aus dem Öffentlichen Bücherschrank  (ÖB) an der Belgischen Grenze gefischt. Es zählt 175 Seiten und die 1. Auflage ist von 1964 und die 4. Auflage von März 1968 - 1960 gedruckt. Erstens entschied ich mich für dieses Buch, weil ein gewisser Roland Kaiser ein Album + Lied mit diesem Titel/Überschrift hat, und zweitens liebe ich solche Bücher sprich Erzählungen ohne wörtliche Rede, vom dtv. Die sind echt gut. Und habe es auch in der letzten Woche gelesen, bis Mittwoch früh, da hatte ich es dann beendet, ich habe Fertig! Man konnte es so fließend lesen, war zwar kleingeschrieben, und von oben bis unten, die ganze Seite voll , das ich bestimmt 3 Minuten für/pro Seite brauchte. Habe mir auch Zeit gelassen damit, aber es war sehr angenehm und schön durch die Seiten dieses Buches zu blättern. War mal was Anderes - was Außergewöhnliches - was nicht jeder hat und liest. Aber ich mag so was und steh da drauf! Nicht immer, aber mal zwischendurch oder hin und wieder ganz gerne. Nimm ich gerne an oder mit in meinen Beutel, für unterwegs im Bus oder Zug zum Lesen oder abends vor dem Schlafen noch paar Seiten lesen, bis man müde ist bzw. wird. War von Anfang in der Geschichte drin und begeistert und habe es mit Freude und einem Lächeln im Gesicht beendet.  Vergebe hierfür liebendgerne - gutgemeinte 5 Sterne. 



Cover des Buches Eisbären (ISBN: 9783942795821)
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Rezension zu "Eisbären" von Marie Luise Kaschnitz

Gwhynwhyfar
»Eisbären«, die Novelle ist Kaschnitz-Fans geläufig - schön illustrierte Ausgabe.

»Das vom Zoo, sagte der Mann. Dass du auf keinen anderen gewartet hast. Ich habe auf dich gewartet, sagte die Frau. Ich habe dich nicht gekannt, aber man kann auch auf jemanden warten, den man noch nie gesehen hat.«

Marie Luise Kaschnitz war in meiner Jugendzeit meine Lieblingsautorin und so war für mich dies illustriere Buch ein Genuss. Die Geschichte ist Kaschnitz-Fans geläufig: Eine Frau hatte schon geschlafen, wacht auf vom Geräusch des Türschlosses. Endlich kommt ihr Mann nach Hause. Doch er macht kein Licht. Ein Einbrecher? Seine Stimme bittet sie, das Licht nicht auszulassen. Sie soll die Wahrheit erzählen – damals im Zoo – auf wen habe sie gewartet?

»Ich habe Walter gern gehabt, aber ich habe ihn nicht aus Liebe geheiratet, sondern weil ich nicht allein bleiben wollte.«

Sie hatte Walter im Zoo kennengelernt und sie hatte Walter geheiratet. Den anderen, auf den sie wartete, hat sie geliebt, nie vergessen. Eine wundervolle Kurzprosa von Marie Luise Kaschnitz, bei der es um eine Lebenslüge geht. Romane, Erzählungen, Essays und Gedichte, sie war eine begnadete Autorin, eine der bekanntesten Schriftstellerinnen der Nachkriegszeit.

»Immer ist es mir vorgekommen, als wenn du auf diesen Spaziergängen jemanden suchtest. Immer hast du deinen Kopf nach rechts und links gewendet wie die Eisbären, die die Freiheit suchen, oder etwas, von dem wir nichts wissen, und ich habe dich oft meinen Eisbären genannt.«

Karen Minden hat diese Kurzgeschichte illustriert. Feine Bleistiftzeichnungen setzen sich stimmungsvoll mit der Geschichte auseinander, untermalen sie emotional. Das erste Bild ist ein schlicht schwarzes Quadrat. Das dunkle Zimmer. Auf dem zweiten Bild kommt rechts oben eine Nuance von Dunkelgrau dazu, die Wohnungstür geht auf. Am Ende der einsame Eisbär, die Stimme aus den Off eine Illusion – oder doch nicht? Kaschnitz war Meisterin der Worte: Knapp auf den Punkt bringen. Karen Minden ist virtuos mit dem Bleistift. Die Emotion der Sprache knapp ins Bild setzen. Text und Zeichnung ergänzen sich zum Ganzen. Dieses Buch ist ein schönes Geschenk für Kaschnitz-Liebhaber, aber nicht nur für die.

Karen Minden, 1989 in Berlin geboren und aufgewachsen, studierte im Bachelor Druckgrafik an der École Nationale Supérieure des Arts Décoratifs in Paris und Visuelle Kommunikation an der Weißensee Kunsthochschule Berlin. Dort entwickelte sich ihre Liebe zum Bleistift, die auch nach Abschluss ihres Masterstudiums an der Universität der Künste Berlin im Fachbereich Illustration nicht erloschen ist.


Gespräche aus der Community

Die Erzählung ist dem immer aktuelen und ewigen Thema gewidmet - der Liebe. Gegenwart und Vergangenheit, Ehrlichkeit, Vertrauen und Angst vor Enthüllung - das sind die wichstigsten Fragen in der ganzen Geschichte, die von einer Frau erzählt wird. Wo ist die Wahrheit? Hat sie ihren Mann wirklich lieb oder..?
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