Mirabellensommer

von Marie Matisek 
4,3 Sterne bei30 Bewertungen
Mirabellensommer
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SinjeBs avatar

Klug erzählt, aber trotz mangelnden Tiefgangs eher sommerschwer und nicht so charmant wie angekündigt.

Hermione27s avatar

Lockerleichte Sommerlektüre ohne Tiefgang. Nette südfranzösiche Kulisse.

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Inhaltsangabe zu "Mirabellensommer"

Ein charmanter und lebenskluger Sommer-Roman über zwei turbulente Familien in der Provence und eine zauberhafte Liebesgeschichte von der Erfolgsautorin Marie Matisek.
Zwischen Jasmin- und Rosenfeldern liegt die Domaine de Lafleur im Hinterland von Nizza. Marita ist glücklich mit Lucien Lafleur und ihren neuen Freunden, der alteingesessenen Familie Verbier und den Babajous von der Elfenbeinküste. Auch Gilbert Verbier und Aristide Babajou sind enge Freunde geworden – bis sich Gilberts Enkelin Julie in Aristides Sohn Rachid verliebt. Schnell stellt sich heraus, dass die kulturellen Gräben tiefer sind als gedacht. Marita und Lucien versuchen alles, um die Freunde miteinander zu versöhnen. Doch nach einem hässlichen Streit ist das junge Liebespaar plötzlich verschwunden …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783426517406
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:288 Seiten
Verlag:Knaur Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.06.2017
Teil 2 der Reihe "Marita"
Das aktuelle Hörbuch ist am 01.06.2017 bei Audio Media Verlag erschienen.

Rezensionen und Bewertungen

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    j125s avatar
    j125vor 2 Monaten
    Sommerlich und französisch

    Inhalt:
    Babette Babajou, Einwanderin von der Elfenbeinküste, führt ein ganz normales Leben in Nizza. Sie arbeitet als Pflegekraft, hilft ihrem Mann im eigenen Gemüseladen aus, vermisst ihre erwachsenen Kinder und macht sich Gedanken um die Zukunft der jüngeren. Als jedoch der Mann den sie zuletzt betreute stirbt, muss sie sich neu finden. Was will sie eigentlich mit ihrem Leben anfangen? Wieder als Altenpflegerin arbeiten und sich bei ihrem Mann im Laden die Füße platt stehen? Oder etwas ganz anderes? Und dann sind da noch ihre beiden jüngsten Kinder, die plötzlich eigene Wege gehen…

    Meine Meinung:
    Ich bin kein großer Frankreichfan, liebe aber Mirabellen. Außerdem heißt es im Klappentext „die kulturellen Gräben scheinen tiefer als gedacht“. Verschiedene Kulturen die aufeinanderprallen? Ich bin dabei. Leider gibt es keine Mirabellen und keine kulturellen Gräben, aber jede Menge Frankreich.

    Die Atmosphäre ist wirklich gelungen. Vor allem Personen die gern nach Frankreich reisen, insbesondere Richtung Nizza, haben sicher Freude an dem Buch. Es hat sich alles sehr sommerlich und wie Urlaub angefühlt. Ich war kurz davor, einmal nach Frankreich reisen zu wollen.

    Durch die sommerlich leichte Atmosphäre und dem dazu passenden Schreibstil, fliegt man durch die Lektüre. Die Kapitel sind angenehm kurz und man wechselt hin und wieder (aber nicht zu oft) in die Vergangenheit oder ins… Nichts. Jedenfalls zu der Perspektive des Verstorbenen. Er ist ein recht lustiger Typ, daher waren diese Kapitel nett zu lesen, aber im Allgemeinen kann ich eher weniger mit solch übernatürlichem anfangen.

    Schade finde ich, dass Klappentext und auch Titel etwas versprechen, was nicht eingehalten wird. Mirabellen sucht man im Buch leider vergeblich. Klar, das ist nicht ausschlaggebend für eine schlechte Bewertung und es gibt schlimmeres, aber wenn ein Buch schon Mirabellensommer heißt, dann erwarte ich doch mehr als ein Mirabellenrezept im Einband. Der Verlag, an dem es laut Autorin liegt, hat da meiner Ansicht nach keine gute Wahl getroffen. Auch der Klappentext ist eher unglücklich gewählt. Es hörte sich für mich an, als läge der Fokus auf Babettes Sohn, der sich in die Enkelin von Babettes Freunden verguckt. Beide passen auf den ersten Blick so gar nicht zusammen. Zwar wird das recht ausführlich thematisiert, aber für mich ist der zentrale Punkt Babettes Neuorientierung. Auch dieser große Streit zwischen den beiden Familien ist so gut wie nicht vorhanden.

    Neben diesen Kleinigkeiten hat mich ein Punkt massiv genervt und das ist die Werbung. Jeder Autor/Verlag darf gern für weitere Bücher Werbung machen. Kein Problem. Aber bitte separat am Ende des Buches, damit der Leser sie bei mangelndem Interesse überblättern kann. Hier wurde mehrmals in einer Fußnote (!) für weitere Werke der Autorin Werbung gemacht und das finde ich persönlich nervig und möchte so etwas nicht lesen. Vielleicht finden einige, ich übertreibe da und sicher ist das kein weltbewegender Kritikpunkt, aber ich lese ein Buch wegen der Geschichte und möchte nicht währenddessen Werbung bekommen.

    Fazit:
    Sommerlich leichte Lektüre, vor allem für Frankreichfans. Kleinigkeiten wie nicht zutreffender Titel, Werbung und falscher Fokus des Klappentextes, haben für mich das Lesevergnügen etwas geschmälert.

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    Hermione27s avatar
    Hermione27vor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Lockerleichte Sommerlektüre ohne Tiefgang. Nette südfranzösiche Kulisse.
    Wie Band 1: leichte Sommerlektüre ohne das besondere „Etwas“

    Nach „Sonnensegeln“ entführt uns die Autorin Marie Matisek wieder nach Grasse in Südfrankreich auf die Domaine Lafleur, wo sich die Geschichte dieses Mal um eine Enkelin der Haushälterin sowie den Sohn des Obst- und Gemüsehändlers aus Nizza dreht, die der Leserin bereits aus dem ersten Teil bekannt waren. Zwischen den beiden bahnt sich – trotz aller Unterschiede – eine Liebesgeschichte an, die jedoch aufgrund der großen kulturellen Unterschiede vor diversen Hindernissen steht.

     

    Meine Meinung:

    Ebenso wie im ersten Teil „Sonnensegeln“ begegnet man auch in „Mirabellensommer“ einer leichten Unterhaltungs- und Liebesgeschichte ohne größeren Tiefgang. Sehr schön ist wieder, dass die Kulisse Südfrankreichs, insbesondere der Provence, mit den tollen Pflanzen und Düften rund um Grasse wunderschön beschrieben wird. Wenn ich nicht schon im Urlaub gewesen wäre, als ich das Buch gelesen habe, hätte ich mich sicherlich auch sofort in eine schöne sonnige Umgebung in Südeuropa versetzt gefühlt.

    Das Buch lässt sich darüber hinaus sehr leicht lesen und hat auch die eine oder andere witzige Szene, über die ich schmunzeln musste. Die handelnden Personen bleiben leider jedoch auch hier ein wenig zu blass für meinen Geschmack, so dass man ihre Gedankengänge und ihre Entscheidungen nicht immer nachvollziehen kann. Dennoch war es auch schön, beim Lesen „alte Bekannte“ wiederzutreffen und etwas mehr über ihr Umfeld und ihre Geschichte zu erfahren.

     

    Fazit:

    Das Buch hat mir einige nette Lesestunden am Strand beschert, wobei mir insbesondere die immer wieder eingestreuten Beschreibungen der provenzalischen Umgebung gefallen haben, allerdings darf man keine Geschichte mit größerem Tiefgang erwarten.

    Ich vergebe 3,5 Sterne. 

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    Knihomols avatar
    Knihomolvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Genauso toll, wie das erste Buch :)
    Sehr gut geschrieben

    Sowie das erste Buch, toll geschrieben, man hat Lust auf mehr :) 

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    Datahavor einem Jahr
    Kurzmeinung: Mirabellensommer ist ein sehr angenehm zu lesendes Buch über Freundschaften, Familienzusammenhalt und Loslassen.
    Liebenswerter Sommerroman

    Nach Sonnensegeln ist dies ist der 2. Band der Marita-Serie von Marie Matisek. Hier geht es aber weniger um Marita selber sondern um ihre Freunde – die Familie Babajou, die vor vielen Jahren von der Elfenbeinküste nach Frankreich eingewandert ist. Sie haben einen kleinen Obst- und Gemüseladen in Nizza, in dem Marita an ihrem ersten Tag in Südfrankreich durch Zufall gelandet ist, als sie sich gnadenlos verfahren hatte. Aus dieser Begegnung ist in der Zwischenzeit eine innige Freundschaft geworden.

    Marie Matisek beschreibt hier sehr schön die Problematik des Loslassens. Eigentlich gönnt man seinen Kindern, dass sie sich möglichst selbst verwirklichen können, anderseits möchte man sie nicht allzu weit gehen lassen. So geht es auch Babette Babajou, die immer für ihre Kinder da war und sich nun mit dem Gedanken anfreunden muss, neue Wege zu gehen. Das führt dazu, dass sich Babette überlegt, welche Aufgaben sie alleine und auch mit ihrem Ehemann Aristide übernehmen kann. Ihre Freunde spielen hier eine entscheidende Rolle. Überhaupt geht es in diesem Buch viel über Freundschaft, Hilfe in der Not und kulturelle Unterschiede. Köstlich sind auch die Passagen über die Insel Amrum aus französischer Sicht.

    Das Buch ist leicht und flüssig zu lesen und die handelnden Personen sind allesamt sehr sympathisch. Obwohl es meiner Meinung nach nicht ganz an den ersten Teil herankommt hat es mir insgesamt gut gefallen.

     

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    talishas avatar
    talishavor einem Jahr
    Kurzmeinung: "Mirabellensommer" ist ne nette Lektüre für einen kurzweiligen Nachmittag auf dem Liegestuhl. Unterhaltend, kommt aber nicht an 1. Band ran.
    Die Babajous

    Da mir Sonnensegeln sehr gut gefallen hat, war ich natürlich auf den zweiten Band gespannt. In "Mirabellensommer" kommen die Babajous zum Zuge und der Leser erfährt alles über ihr ereignisreiches Leben. 

    Sohn Rachid verliebt sich in Ségolènes Enkelin Julie - Konflikte sind programmiert, denn Julie muss sich erst ihre Hörner abstossen und weiss noch nicht genau was sie vom Leben möchte. Rachid hingegen hat Pläne, aber er verfolgt sie nur halbherzig. Beim Betrachten von Rachid und Julie erinnert sich Babette an ihre Jugend und ihre erste Zeit mit Aristide. 
    Gilbert und Aristide zicken öfters wegen ihren Ziegen an, eigentlich humorvoll gemeint und zum Überdecken persönlicher Probleme, doch manchmal ereifern sie sich zu sehr, wenn Ségo oder Babette nicht rechtzeitig eingreifen. Die tiefe Freundschaft zwischen den Männern zeigt sich im Laufe der Geschichte weniger in ihren Gesprächen, aber umso mehr in ihren Handlungen.
    Lucien und Marita bleiben in diesem Band im Hintergrund, dafür lernt man Maritas Eltern kennen, die auf Besuch kommen.

    Marie Matisek schreibt flüssig und leicht, obwohl sie in die Handlung so schwere Themen wie Weltanschauungen und Rassismus und der Wege der Liebe einbringt. Die Handlung hat mich trotzdem nicht so angesprochen wie noch im ersten Band. Wahrscheinlich lag mir die sonnige und duftende Geschichte über Marita in der Domaine Lafleur viel eher, als die vielen Probleme, die in diesem zweiten Buch aufwarten. 
    Dennoch ist "Mirabellensommer" eine nette Lektüre für einen kurzweiligen Nachmittag auf dem Liegestuhl. Als sehr gelungen empfand ich die Einschübe aus George Lafleurs Sicht. 
    Fazit: Unterhaltende Lektüre, kommt aber nicht an "Sonnensegeln" heran. 4 Punkte. 

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    bine174s avatar
    bine174vor einem Jahr
    Kurzmeinung: sommerlich-leichte Familiengeschichte in einem wunderbar geschilderten Ambiente und tollem Schreibstil
    sommerlich-leichte Familiengeschichte

    Im Rahmen der Blogtour zum Buch wurde mir das Buch dankenswerterweise vom Verlag zur Verfügung gestellt, wofür ich mich herzlich bedanke.
    Ich möchte gleich zu Beginn das ganz wunderbar gestaltete Cover erwähnen, auf der Innenseite der Klappe ist auch ein Mirabellen-Chutney-Rezept abgebildet, was gleich mal Laune macht, es nachzukochen.
    Ich kannte bisher noch kein Buch der Autorin, und obwohl im Rahmen der Handlung vereinzelt auf andere Bücher der Autorin Bezug genommen wird, stört es gar nicht, dass man es nicht kennt.
    Die Autorin hat einen wunderbar flüssigen Schreibstil, sodass ich das Buch an einem Nachmittag ausgelesen habe. Sie erzählt von zwei befreundeten Familien und ihrem Leben. Im Gegensatz zum Klappentext ist die Liebe zwischen Rachid und Julie eher Nebensache, denn die Handlung wird in den meisten Teilen aus Babettes Sicht - der Mutter von Rachid - erzählt. Das stört zwar nicht unbedingt, denn gerade die Verliebtheit von Rachid und Julie löst eine Reihe von Ereignissen aus, die beide Familien betreffen und ihre Freundschaft noch enger werden lassen. Ich persönlich hätte mich jedoch sehr gefreut, wenn Rachid und Julie und ihre Liebe mehr im Mittelpunkt gestanden wären.
    So ganz nebenbei verflicht die Autorin auch verschiedene Religionen miteinander, mit ihren Diskussionen und Problemen, die damit einhergehen können, dies jedoch immer so, dass es die Handlung begleitet und nicht im Vordergrund steht.
    Mir hat sehr gut die Schilderung des Rosenpflückens für die Duftherstellung und auch die Erzählung über die Herstellung von Chutneys und Co. gefallen. Ich konnte den Duft riechen und könnte mir gut vorstellen, dass es ein wirklich tolles Erlebnis wäre, eine Rosen- und Jasminfarm zu besuchen - ich liebe diese Düfte :-) Und in Nizza führt Aristides einen Obst- und Gemüseladen, und auch die Erzählungen, wie es dort aussieht, was dort verkauft wird, haben mir sehr viel Spaß gemacht.
    Auch die eingeflochtenen Beobachtungen des verstorbenen George von oben ließen mich immer wieder mal schmunzeln, denn er kann mitunter recht sarkastisch sein ;-)
    Fazit: "Mirabellensommer" ist ein sommerlich-leichtes Buch über zwei befreundete Familien mit all ihren Problemen, aber auch Freuden. Nebenbei bringt ein verliebtes Paar ein wenig Turbulenzen in die Handlung, und es wird ganz wunderbar auch Familienzusammenhalt demonstriert. Es ist ein Buch, für das ich gerne eine Lese- und Kaufempfehlung vergebe.

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    Fanti2412s avatar
    Fanti2412vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Schöne Fortsetzung von "Sonnensegeln", warmherzig mit viel sommerlichem Flair!
    Mirabellensommer

    Zum Inhalt:
    Ein charmanter und lebenskluger Sommer-Roman über zwei turbulente Familien in der Provence und eine zauberhafte Liebesgeschichte von der Erfolgsautorin Marie Matisek ..
    Zwischen Jasmin- und Rosenfeldern liegt die Domaine de Lafleur im Hinterland von Nizza. Marita ist glücklich mit Lucien Lafleur und ihren neuen Freunden, der alteingesessenen Familie Verbier und den Babajous von der Elfenbeinküste. Auch Gilbert Verbier und Aristide Babajou sind enge Freunde geworden – bis sich Gilberts Enkelin Julie in Aristides Sohn Rachid verliebt. Schnell stellt sich heraus, dass die kulturellen Gräben tiefer sind als gedacht. Marita und Lucien versuchen alles, um die Freunde miteinander zu versöhnen. Doch nach einem hässlichen Streit ist das junge Liebespaar plötzlich verschwunden …
    (Kurzbeschreibung gem. Knaur TB

    Leseprobe


    Die Autorin:
    Die Autorin Marie Matisek lebt mit ihrer Familie, Hund und Kater im idyllischen Umland von München. Neben dem Schreiben pflegt sie ihre Leidenschaften: Kochen, spazieren gehen und gärtnern. Die gebürtige Berlinerin fühlt sich in ihrer Wahlheimat Bayern genauso zu Hause wie an der Nordsee, Südfrankreich oder Italien, seit vielen Jahren ihre bevorzugten Reiseziele. 
    (Quelle: Droemer Knaur)


    Meine Meinung:
    „Mirabellensommer“ ist der Nachfolgeroman von „Sonnensegeln“.
    Erneut befinden wir uns in der Provence in der Nähe von Grasse und Nizza auf der Domaine de Lafleur. Dorthin war Marita aus Norddeutschland als Krankenpflegerin für den Seniorchef gegangen und blieb dann dort, weil sie sich in den Juniorchef Lucien verliebt hatte.
    In dieser Fortsetzung stehen aber nun die Familien Verbier und Babajou im Mittelpunkt. Ségulène Verbier ist der gute Geist im Haus Lafleur und lebt mit ihrem Mann Gilbert in der Nähe. In diesem Sommer ist Enkelin Julie bei den beiden zu Gast.
    Die Familie Babajou kam vor vielen Jahren von der Elfenbeinküste nach Frankreich. Babette und Aristide führen ein Obst- und Gemüsegeschäft in der Stadt und sind mit ihrem Leben und ihren Kindern glücklich.
    Beide Familien, die sich durch Marita kennengelernt haben, verbindet eine gute Freundschaft. Doch die wird auf die Probe gestellt, als sie Julie, die Enkelin der Verbiers in Rachid, den Sohn der Babajous verliebt.

    Marie Matisek erzählt hier erneut eine wunderschöne sommerliche Geschichte zum Wohlfühlen. Die Provence und die Côte d’Azur im Hochsommer bilden eine tolle Kulisse genau wie im weiteren Verlauf auch die Nordseeküste. Die Beschreibungen der Örtlichkeiten sind schön und bildhaft, so dass man das Meer rauschen hört und die großen Jasmin- und Rosenfelder vor sich sieht und deren Duft in der Nase hat.
    Mit der Familie Babajou erzählt die Autorin das Leben eines jungen Paares von der Elfenbeinküste, das seine Heimat verließ und nach Frankreich ging, um dort ein besseres Leben führen zu können. Aristide und Babette haben sich mit ihrem Geschäft eine Existenz aufgebaut und sind in der Lage ihre Familien in der Heimat finanziell zu unterstützen. Aber es wird auch deutlich, dass die Familie aus einem anderen Kulturkreis kommt. Und genau dadurch entstehen die Probleme zwischen den Babajous und der alt eingesessenen Familie Verbier.
    Da spielen Unkenntnis und Vorurteile eine Rolle aber auch Glaubensfragen.
    Im Gegensatz dazu steht das junge Liebespaar, das sich völlig vorbehaltlos und unvoreingenommen ineinander verliebt hat und plötzlich „ausreißt“, um seine junge Liebe genießen zu können.
    Die Autorin hat dieses Thema in eine turbulente Geschichte verpackt, in der so allerlei geschieht. Dramatische Ereignisse für die Babajous sorgen dafür, dass die Freundschaft der Familien über den Problemen steht.
    Die Stimmung des Romans ist sommerlich und meistens auch fröhlich. Aber es gibt auch etliche Momente, die zum Nachdenken anregen und auch die Romantik kommt nicht zu kurz.
    Dieser Sommerroman hat mich mit seinem tollen Thema, Lebensweisheiten und viel Charme begeistert!


    Fazit: 5 von 5 Sternen


    © Fanti2412

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    MickyParisvor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wunderschöner sommerlicher Roman, der einen in die Provence entführt!!
    Ein wunderschöner sommerlicher Roman, der einen in die Provence entführt!!!

    Ich gebe zu, ich habe mir das Buch gekauft, weil ich es bei lovleybooks in der Kategorie mit „30 Büchern um die Welt“ gesehen habe und ich habe mich sofort in das Cover verliebt.

    Es hat mich sofort an Sommer, Sonne, Strand und Frankreich erinnert.... mein absolutes Lieblingsreiseziel.

    Ich habe förmlich den Sommer gerochen, nach Zitronen und die Meeresbrise.

    Ach einfach traumhaft!!!


    Die Story

    Die Geschichte dreht sich um Babette Babajou und ihrer Familie. Sie ist vor über 30 Jahren mit ihrem Mann Aristide Babajou von der Elfenbeinküste nach Frankreich/ Nizza ausgewandert. Als sie in Nizza angekommen sind, hatten sie nichts. Nur durch einen Onkel von Aristide hatten sie das Glück, den kleinen Obst- und Gemüseladen in der Straße zu betreiben, wo sie wohnen.

    Seit dem hat sich einiges in ihrem Leben getan. Sie haben 4 Kinder, ihre Hühnerzucht und jeder geht einer geregelten Arbeit nach. Babette arbeitet als Altenpflegerin und hilft nebenbei ihrem Mann im Laden aus, wann immer sie kann.

    So merkt Babette gar nicht, wie durch den Alltag ihr Leben an ihr vorbeizieht.

    Als sie das Angebot bekommt, sich um den alten Georges de Lafleur, dem Vater von Lucien de Lafleur, Mann von Marita (ihre Geschichte in Sonnensegeln) zu kümmern, verändert sich ihr ganzes Leben.

    Die Lafleur wohnen im Hinterland von Nizza und bauen Lavendel und Rosen an, für ihre Parfümherstellung. Hier bei den Lafleur ist alles sehr idyllisch.

    Für die Lafleur arbeitet noch Ségolene Verbies, als Haushälterin, eine Frau, die eine hervorragende Köchin und für Babette eine gute Freundin ist.

    Der alte Georges de Lafleur ist für die Gesellschaft von Babette sehr dankbar und durch ihre Hilfe lebt er sogar noch zwei Jahre länger, als gedacht.

    Nach seinem Tod zieht bei Babette der Alltag wieder ein. Doch bevor sie wieder Ganztag bei der Pflegefirma anfängt, bekommt sie das Angebot von Georges alten Freund, dass sie für ihn arbeiten soll. Sie nimmt an.

    Bald darauf kommt ihre Freundin Marita und unterbreitet ihr ein Angebot. Sie soll als Pflückerin einspringen und so drei Tage in der Woche auf der Domaine verbringen. Babette nimmt das Angebot dankend an, denn für sie fühlt es sich nicht wie Arbeit an, sondern wie Urlaub!

    Zu Hause wartet auf Babette eh keiner mehr, denn es sind Sommerferien und von ihren vier Kindern leben nur noch zwei zu Hause. Diese haben sich allerdings dazu entschlossen, in den Sommerferien etwas zu erleben. Ihr Sohn ist mit der Enkelin von Ségolene durchgebrannt und erkundet jetzt die Welt, bevor er sich für die Universität im nächsten Jahr entscheidet. Und ihre jüngste Tochter hat ein Angebot von Chanel in Paris bekommen, dort ein Ferienpraktikum zu absolvieren. Und ihr Mann arbeitet wie eh und je.

    Da kommt ihr die Abwechslung auf der Domain ganz recht. Hier lernt sie ein anderes Leben und ein anderes Lebensgefühl kennen. Sie geht Abends aus, besucht einen Tangokurs und geht mit Freunden ins Kino. Sie lernt und lässt sich mitreißen mit den sog. Mittelmeer- Feeling.

    Dabei vergisst sie die Sorgen und wünscht sich insgeheim, dass ihr Mann und sie auch mal wieder Abends unternehmungslustiger werden.

    Durch die neu gewonnene Freiheit, fällt ihr auf , was sie in ihrer sonst so glücklichen Ehe, wirklich vermisst. Freunde abends einladen, Feste feiern oder einfach mal einen abendlichen Spaziergang zu unternehmen. Und vor allem mal Urlaub machen, nur sie beide!!!

    Doch bevor Babette ihren Mann dazu überreden kann, ihr Leben zu verändern und sie noch so in Gedanken versunken ist, kommt es zur Katastrophe.

    In der kleinen Straße von Nizza bricht ein Feuer aus. Der Laden wird vollkommen zerstört und auch die Wohnung. Aber das wichtigste ist, geht es ihrem Mann gut und hat er das Feuer überlebt?

    Ist damit ihre gesamte Existenz verloren und wie geht es nun weiter....


    Meine Meinung

    Ein schöner leichter Roman, der sich gut lesen lässt und eine leichte Sommerlektüre darstellt. Ich kann auch allen die Sorgen nehmen, man muss vorher nicht „Sonnensegeln“ gelesen haben, um die Geschichte zu verstehen.

    Man kommt sehr schnell hinein in das Buch und es ist sehr gut aufgebaut. Die Sprache ist sehr verständlich und die einzelnen Kapitel sind nicht sehr lang. Überhaupt hat man die knapp 280 Seiten sehr schnell durchgelesen.

    Ich fand vor allem die einzelnen Mirabellen in den jeweils neuen Kapiteln sehr schön.

    Die Personen waren sehr gut durchdacht und man konnte sich in jede einzelne Person hineinversetzen.

    Vor allem die Ängste die Babette hat, konnte ich sehr gut nachvollziehen. Es ist manchmal so schwer einfach loszulassen und etwas neues anzufangen. Darum fand ich es toll, dass sie ihr Hobby, die selbstgemachten Saucen oder Chutney auf dem Markt verkauft und sich eine neue Existenz aufbaut.

    Auch das eigentlich alle so entspannt sind und keine Vorurteile gegen andere haben, wie Religion, Rasse oder Herkunft, finde ich sehr gut. Bei der Freundschaft unter einander ist es vollkommen egal, wo man herkommt oder wer man ist.

    Man bekommt in der Geschichte einen schönen Einblick in den Alttag bei Familien, die in einen für mich der schönsten Urlaubsziele wohnt. So haben sie halt das Gehen der Kinder aus den Haus, um auf eigenen Beinen zu stehen, Brände in der Altstadt von Nizza, die Sorgen um den Obstladen der Familie Babjou, aber auch den normalen Altagsstress kennen.

    Da ist es dann nicht verwunderlich, dass Babette nicht mehr kann und aus ihrer gewohnten Umgebung raus will, etwas neues zu erleben, wie Tanzkurse, sich mit Freunden treffen , in Kino gehen und essen mit ihren Mann.

    Fazit und Empfehlung

    Ein wunderschöner leichter sommerlicher Roman, der es geschafft hat, mich nach Frankreich zu entführen. Ich konnte mir es einfach alles bildhaft vorstellen, die kleinen engen Gassen von Nizza und den wohltuenden Duft von Zitronen, Orangen und Lavendel.

    Auf jedenfall zu empfehlen, vor allem wen man auf seinen nächsten Urlaub noch warten muss!!!  

    Kommentare: 2
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    Lisbeth76s avatar
    Lisbeth76vor einem Jahr
    Kurzmeinung: Ein wunderbarer und sehr lebhafter Ausflug in das schöne Südfrankreich. Man hat beim Lesen den Duft von Rosen und Jasmin in der Nase.
    Eine wunderschöne Geschichte über Familie und Freundschaft mit ganz viel sommerlicher Atmosphäre

    Letztes Jahr hat mich "Sonnensegeln" von Marie Matisek nach Südfrankreich entführt. Das war für mich das erste Buch der Autorin und auf Anhieb hat mir ihr Schreibstil gefallen. Ich war noch nie in der Gegend, und trotzdem hatte ich das Meer und den Blumen-Duft der Plantage in Grasse in der Nase und das bunte Treiben in den Gassen von Nizza vor Augen. Die Geschichte hat eine leichte, ganz wunderbare Atmosphäre mit vielen liebenswerten Figuren. Genau das Gleiche kann ich über die Fortsetzung sagen, während im ersten Buch Marita aus Norddeutschland und Lucien Lafleur, Juniorchef der Domain Lafleur, die Hauptrollen spielen, ist es diesmal die Familie Babajou, deren Bekanntschaft ich bereits im ersten Buch machen durfte.

    Babette und Aristide Babajou sind als junges Paar von der Elfenbeinküste nach Südfrankreich ausgewandert und haben hier vier Kinder bekommen. Aristide hat einen Gemüse- und Obstladen in den Gassen von Nizza, während Babette sich um den Haushalt kümmert und als Altenpflegerin dazu verdient. Babette ist recht lebensfroh, während Aristide zwar ebenfalls liebenswert, aber auch etwas stur wirkt. Er steckt alle Energie in sein Geschäft und seine Hühner, ein Hobby, das er mit Gilbert Verbier gemeinsam hat, Ehemann von Ségoléne, die ihrerseits Haushälterin auf der Domain Lafleur ist.

    Der jüngste Sohn der Babajous, Rachid, verliebt sich in die Enkelin der Verbiers, Julie. Beide werden von typischen Problemen junger Erwachsener geplagt. Rachid soll bald studieren, schiebt es jedoch vor sich her, sich um seine Zukunft zu kümmern, während Julie vor ihrem zerrütteten Elternhaus zu ihren Großeltern geflüchtet ist, und ihren veganen Lebensstil vehement durchsetzt. Das junge Paar ist auch optisch sehr auffällig, der große dunkelhäutige Rachid und das blonde, zierliche Mädel, welches durch ihre krass gefärbten Haare und Piercings auffällt.

    Die Wochen, in denen "Mirabellensommer" spielt, sind für die Babajous und Verbiers ereignisreich, nicht nur, dass Rachid und Julie plötzlich verschwunden sind, auch in Nizza passiert einiges. Trotzdem es zwischendurch recht dramatisch wird, verliert die Geschichte nichts von ihrer Leichtigkeit. Zwar wird es gleich zu Beginn etwas traurig, als Georges Lafleur, Vater von Lucien und Seniorchef der Domain stirbt, aber es ist amüsant, aus Sicht des Verstorbenen die Geschehnisse um Rachid und Julie zu verfolgen.

    Mich konnte dieses zweite Buch genauso überzeugen wie Sonnensegeln es bereits letztes Jahr getan hat. Es war schön die Lafleurs, Verbiers und besonders in diesem Buch die Babajous wieder zu treffen. Ich wurde an den Ort des Geschehens entführt, und hatte erneut alles sehr detailliert vor Augen und besonders den Duft von Jasmin und Rosen in der Nase. Ich empfinde die Geschichten um die Domain Lafleur als perfekte Lektüre für den Sommer, sie ist sehr leicht und voller positiver Stimmung, ohne dabei oberflächlich zu wirken.

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    schlumelines avatar
    schlumelinevor einem Jahr
    Kurzmeinung: Hier pulsiert das Leben in all seinen Variationen. Bunt, duftend und köstlich.
    Mirabellensommer

    Babette Babajou und ihr Mann Aristide leben nun seit vielen Jahren in Nizza. Von der Côte d'Ivoire / Elfenbeinküste kommend, haben sie in Frankreich ihren Lebensmittelpunkt gefunden und dort ihre Kinder zur Welt gebracht und großgezogen. Aristide führt einen kleinen Obst- und Gemüseladen und die Familie ist in der Nachbarschaft sehr beliebt.

    Im Hinterland von Nizza lebt die Familie Lafleur, die dort Jasmin und Rosen anbaut. Mit Marita und Lucien Lafleur sind die Babajous ebenso befreundet wie mit der dort lebenden Familie Verbier. Babette kümmert sich um den alten Herrn Lafleur, George, und sie genießt die Zeit, die sie draußen in der Domaine Lafleur verbringen kann. Irgendwie ist sie ein wenig unzufrieden mit ihrem Leben, nachdem die Kinder nach und nach das Haus verlassen und Aristides Lebensinhalt sich nur um seinen Laden dreht. Da ist ihr jede Abwechslung willkommen. Und so kommt es, dass Babette auch Alternativen sucht als der alte Herr Lafleur stirbt. Und davon gibt es reichlich. Wird das die Ehe der Babajous belasten oder bringt es sie wieder näher zusammen?

    „Mirabellensommer“ ist ein sommerlicher Roman, der unterhaltsam daher kommt, aber auch ernsthaft ist. Hier werden Alltagsprobleme geschildert, die Schwierigkeiten Heranwachsender und ihre Probleme beleuchtet, kulturelle Unterschiede betrachtet und vieles mehr. Es gibt Streitigkeiten und Meinungsverschiedenheiten und die dazu gehörenden Versöhnungen.

    Mich hat diese Geschichte fasziniert. Sie ist so locker und leicht und doch auch alles andere als das. Das liegt an der Mischung. Besonders der Handlungsort Nizza und die Umgebung kommen hier zum Tragen. Die schöne Gegend weckt Glücksgefühle und die Stimmung auf der Domaine Lafleur ist größtenteils positiv. Die Autorin hat hier allen Charakteren ein sehr individuelles aber auch ausdrucksstarkes Gesicht gegeben und lässt den Leser mit ihnen mitfiebern. Man fühlt sich ganz nah dran an den doch so unterschiedlichen Familien und ihren Problemen.

    „Mirabellensommer“ ist die Fortsetzung des Romans „Sonnensegeln“. Beide Romane können jedoch unproblematisch ohne den jeweils anderen gelesen werden.

    Auf geht’s mit „Mirabellensommer“ nach Nizza. Hier pulsiert das Leben in all seinen Variationen. Bunt, duftend und köstlich.

    Copyright © 2017 by Iris Gasper

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