Marie Matisek Sonnensegeln

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Inhaltsangabe zu „Sonnensegeln“ von Marie Matisek

'Private Pflegerin für schwerkranken Unternehmer nach Südfrankreich gesucht. Sprachkenntnisse von Vorteil, aber nicht Bedingung.'
Als die Krankenschwester Marita diese Annonce in der Zeitung liest, ahnt sie noch nicht, dass sich ihr Leben von Grund auf ändern wird. Schon lange hadert sie mit sich und den eingefahrenen Gleisen ihrer Existenz. Doch erst ihre achtzehnjährige Tochter bewegt Marita dazu, auf die Anzeige zu antworten. So landet sie auf dem von Blütenduft und Sonnenglut durchtränkten Gut der Lafleurs in der Nähe der Parfümstadt Grasse. Hier blühen die Rosen und der Jasmin, die die Grundlage für wunderbare Düfte und den Reichtum der Lafleurs bilden. Der schwerkranke Unternehmer entpuppt sich als schwieriger Patient, und Lucien, sein Sohn, ist offenbar auch nicht viel besser. Marita könnte verzweifeln, wären da nicht die herzensgute Haushälterin Segolène und der charmante Filou François, der Marita die zauberhafte Côte d’Azur von ihrer schönsten Seite zeigt …

Unterhaltsame Geschichte, die Lust auf Urlaub in Südfrankreich macht.

— Dataha

Ein rundum gelungener Sommerroman, der in die Provence entführt.

— sommerlese

Herzerwärmende Geschichte

— daneegold

Ein richtig schöner Sommerroman!

— Monika58097

Liest sich sonnig und duftig, wie der Titel verspricht - das Ende habe ich jedoch als unglaubwürdig empfunden.

— Ruby Summer

Urlaubsfeeling - entspannt und macht Spass!

— talisha

unterhaltsame Sommerlektüre in der traumhaften Umgebung von Südfrankreich

— Kelo24

Guter Start, aber leider ein total an den Haaren herbeigezogenes Ende. Leichte Sommerlektüre, die Fernweh nach Südfrankreich weckt

— tinstamp

Entspannende Sommerlektüre, die Lust macht auf Südfrankreich

— lieberlesen21

Schöne sommerliche Geschichte in Südfrankreich!

— Fanti2412

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  • Schöner leben in Frankreich

    Sonnensegeln

    sommerlese

    06. September 2017 um 17:03

    In ihrem Roman "Sonnensegeln" entführt Marie Matisek ihre Leser in die Provence, nach Grasse. Der Roman erschien 2016 im Knaur Verlag. Marita ist Krankenschwester und lebt mit ihrer 18jährigen Tochter in Husum. Die Arbeit im Krankenhaus wird ihr durch ihren Vorgesetzten verleidet und Marita sucht eine Veränderung, deshalb bewirbt sie sich für eine Stelle in Südfrankreich in der Nähe von Grasse. Dort wird eine private Pflegerin für einen Schlaganfallpatienten gesucht, wobei Sprachkenntnisse keine Vorraussetzung sind. Marita bekommt die Stelle bei dem älteren Herrn Georges Lafleur und reist auf das Gut. Hier blühen Rosen und Jasmin, sie sind die Grundlage für die wunderbaren Düfte der großen Parfümeurs. Auch wenn die Landschaft sie begeistert, so muss Marita sich hier erst einleben und mit den beiden Männern im Haus klar kommen. Zum Glück gibt es ja die liebenswürdige Haushälterin Ségolène und den charmanten Francois, mit ihm erlebt Marita die Schönheiten dieser Gegend aus nächster Nähe. Wer möchte nicht mal seinem Alltragstrott entfliehen und für ein paar Monate eine andere Gegend entdecken und neue Menschen kennenlernen? In "Sonnensegeln" erlebt man gemeinsam mit Marita ihre wunderbare Reise nach Grasse, die Stadt der Düfte und auch der neue Lebensabschnitt in Maritas Leben unterhält ausgezeichnet. Marita beweist Mut für eine berufliche und örtliche Veränderung und erlebt einen interessanten und abwechslungsreichen Aufenthalt auf dem Gut der Lafleurs in Südfrankreich. Wenn man die Beschreibungen der Schauplätze liest und sich die duftenden Rosen, Jasmin und Lavendelfelder vorstellt, möchte man am liebsten mit ihr tauschen. Nach einigen Anfangsschwierigkeiten durch die Launen und die verstockten Charaktere von Vater und Sohn Lafleur genießt Marita ihre neue Umgebung ungemein und findet auch liebenswerte Personen, die ihr zur Seite stehen. Sie geniesst die Zeit in Südfrankreich, findet nicht nur Freunde, sondern auch Verehrer. Dennoch überlegt sie, ob sie bleiben soll. Der leichte und flüssige Schreibstil von Marie Matisek liest sich wunderbar und der Roman sorgt für gefühlvolle und entspannende Unterhaltung. Auch wenn mir die Figur der Marita recht sympathisch ist, hat mich gewundert, dass sie als Krankenschwester eher naiv wirkt und scheinbar einige Krankheitsbilder nicht bemerkt oder hinterfragt. Ebenfalls bin ich unzufrieden wie Marita mit der Spielsucht eines Charakters umgeht und dann diese Suche sogar für eine fragwürdige Aktion ausnutzt. Grasse ist die Stadt der Düfte und daher finde ich die Einblicke in die Welt der Duftessencen und in die Duftextraktion besonders interessant. Man benötigt unglaubliche 330 kg Jasminblüten für einen halben Liter Jasminextrakt. Das Einsammeln der Blütenblätter ist sehr aufwändige und das erklärt auch die hohen Preise für die kostbaren Duftstoffe der Parfümhersteller. Es findet sich im Roman eine Parallelgeschichte über Bo Ricklefs, die in die Vergangenheit um 1770 eintaucht. Die Einschübe lesen sich kurzweilig, es geht um einen Seefahrer aus Amrum, der es als Händler im Süden Frankreichs zu Reichtum gebracht hat. Allerdings hätte es diese Geschichte nicht so beiläufig gebraucht, da die Hintergründe erst am Ende aufgeklärt werden.     Mir hat dieser sommerliche Roman gute Laune und beste Unterhaltung geschenkt und ich habe die Einblicke in die Welt der Düfte sehr genossen. Den zweiten Band dieser Reihe habe ich bereits gelesen und kann daher sagen, es wird noch besser.

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  • Ein richtig schöner Sommerroman!

    Sonnensegeln

    Monika58097

    17. June 2017 um 12:28

    Die Krankenschwester Marita, ein echtes Nordlicht, hat den Alltagstrott im Krankenhaus satt. Da entdeckt sie eine Anzeige in der Zeitung. Ein Unternehmer sucht eine private Krankenschwester für seinen schwer erkrankten Vater. Das Ganze jedoch auf einem Gut in Südfrankreich. Maritas Tochter, die selbst durch die Welt tingelt, überredet die Mutter, sich einfach mal zu bewerben. Marita schreibt eine Mail - und sie wird genommen! Auf dem Gut der Lafleurs in der Nähe von Grasse, die wertvolle Essenzen aus Rosen und Jasmin für die Parfüm-Produktion herstellen, hat Marita mehr Freizeit als gedacht. So lässt sie sich von dem charmanten Francois die Gegend zeigen, doch seine Cousine Segoléne, die auf dem Gut als Haushälterin arbeitet, warnt Marita vor diesen schönen Mann, der von allen nur "der Filou" genannt wird. Marita mag ihre Arbeit, obwohl der gelähmte Georges kein einfacher Charakter ist. Zweimal die Woche fährt sie den alten Mann nach Nizza zur Dialyse, doch irgendetwas scheint hier nicht zu stimmen. Maritas Sprachkenntnisse bessern sich von Woche zu Woche und so langsam taut auch Lucien auf, ihr Arbeitgeber. Und auf einmal steht ihr ganzes Leben Kopf. "Sonnensegeln" - ein richtig schöner Sommerroman! Die Provence, die Parfümstadt Grasse und Nizza an der Cote d'Azur, hierhin entführt Marie Matisek ihre Leser. Es ist eine bezaubernde Geschichte über eine Frau in den besten Jahren, die einen Neuanfang wagt. Die Autorin schafft es hervorragend, das südfranzösische Flair einzufangen. All die Blumen und Düfte - man hat das Gefühl, den Pflückerinnen am frühen Morgen bei der Arbeit zuzusehen und abends durch die Altstadt von Grasse zu wandeln. "Sonnensegeln" - ein Roman mit Personen, die einen augenblicklich ans Herz wachsen, auch der anfangs griesgrämige Georges. Herrlich die Szene, in der er sich mit seinen Freunden trifft. Mehr kann ich nicht darüber schreiben. Ich würde zu viel verraten. Segoléne und ihr Mann, aber auch die Familie Babajou, alles Personen, die man gerne zu seinen eigenen Freunden zählen würde. "Sonnensegeln" - ein charmantes, kurzweiliges Lesevergnügen und perfekt für laue Sommerabende auf Balkon und Terrasse. Absolut lesenswert!

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  • Private Pflege in Frankreich

    Sonnensegeln

    Engelchen07

    11. June 2017 um 15:12

    Marita ist Krankenschwester und möchte aus ihrem Alltagstrott mal raus. Ausschlaggebend ist eine Auseinandersetzung mit ihrem neuen Krankenhausleiter. Dann entdeckt sie die Anzeige, dass ein französischer Unternehmer eine Pflegerin für seinen schwerkranken Vater sucht. Marita bewirbt sich einfach und macht sich nicht allzugroße Hoffnungen, dass sie angenommen wird. Kurze Zeit später findet sie sich in Frankreich ein. Marita kommt ganz gut klar und lernt schnell Land und Leute kennen. Ein schön geschriebener Roman. Leider sehr durchschaubar und mir hat das eine oder andere "gewisse Etwas" einfach gefehlt. Eine schöne Sommerlektüre für Wenigleser.

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  • Urlaubsfeeling

    Sonnensegeln

    talisha

    06. October 2016 um 15:29

    Mal weg von allem und für ein paar Monate woanders wohnen und arbeiten - Marita macht genau das, indem sie ihre Koffer packt und nach Grasse fährt.  Dort soll sie Lucien Lafleurs Vater pflegen, der halbseitig gelähmt ist. Auf sie wartet ein grosses Anwesen, auf dem Rosen und Jasmin gezüchtet werden um Blütenessenzen herzustellen. Genau so empfindlich wie die Pflanzen ist ihr exzentrischer Patient Georges. Immerhin hält er an seinem Tagesablauf fest, so dass Marita über genügend freie Zeit verfügt. Sie freundet sich mit der Haushälterin Ségolène und deren Familie an und mit Monsieur Aristide Babajou, der ihr am ersten Tag in Nizza half den richtigen Weg zu finden. Plötzlich taucht Ségolènes Cousin François Rebus auf und macht Marita den Hof. Sie ist zwiegespalten, denn kurz vor ihrer Abreise lernte sie in Deutschland Knut kennen, mit dem sie oft telefoniert. Marita hat aber genug Ablenkung, denn für Lucien steht ein grosser Geschäftsabschluss bevor.Kaum hatte ich die ersten Seiten gelesen, wollte ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Der unaufgeregte und interessante Roman lässt einem gleich eintauchen in die französische Parfumstadt. Charaktermässig ist alles vertreten: ein zurückhaltender Chef, ein penibler Patient, liebevolles Hauspersonal, treue Freunde, exotische und listige Bekannte. Marita steht mittendrin. Obwohl sie sich nicht sicher ist, ob sie bleiben soll, bleibt sie ruhig und unaufgeregt und geniesst die verbleibende Zeit im Süden Frankreichs und packt mit an wo sie kann. Ein wenig übertrieben las sich das eine Treffen der Senioren, aber so konnte sich Marita immerhin ein bisschen aufhübschen. Einzig die Einschübe mit der Geschichte von Bo Rickleff, die um 1722 spielt, fand ich unnötig. Sie stören nicht, aber ich erwartete da mehr. Die Autorin erklärt zwar am Schluss, wieso sie diesen Schlenker einführte, doch wäre es auch ohne gegangen. Oder zumindest mit mehr Verknüpfung zur Hauptgeschichte, damit der Einbezug mehr Sinn macht. Marie Matisek hat ihren Roman wunderbar leicht und gefühlvoll geschrieben. Die Lektüre empfand ich fast wie ein Kurzurlaub, denn die Geschichte entspannt ungemein.Fazit: Ein toller Wohlfühlroman mit sympathischen Charakteren in einer schönen Gegend. Macht enorm Spass zu lesen! 4.5 Punkte.

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  • Sonnensegeln

    Sonnensegeln

    Fanti2412

    27. September 2016 um 20:01

    Zum Inhalt: »Private Pflegerin für schwerkranken Unternehmer nach Südfrankreich gesucht. Sprachkenntnisse von Vorteil, aber nicht Bedingung.«Als die Krankenschwester Marita diese Annonce in der Zeitung liest, ahnt sie noch nicht, dass sich ihr Leben von Grund auf ändern wird. Schon lange hadert sie mit sich und den eingefahrenen Gleisen ihrer Existenz. Doch erst ihre achtzehnjährige Tochter bewegt Marita dazu, auf die Anzeige zu antworten. So landet sie auf dem von Blütenduft und Sonnenglut durchtränkten Gut der Lafleurs in der Nähe der Parfümstadt Grasse. Hier blühen die Rosen und der Jasmin, die die Grundlage für wunderbare Düfte und den Reichtum der Lafleurs bilden. Der schwerkranke Unternehmer entpuppt sich als schwieriger Patient, und Lucien, sein Sohn, ist offenbar auch nicht viel besser. Marita könnte verzweifeln, wären da nicht die herzensgute Haushälterin Segolène und der charmante Filou François, der Marita die zauberhafte Côte d’Azur von ihrer schönsten Seite zeigt … (Kurzbeschreibung gem. Knaur Verlag) Leseprobe Die Autorin: Marie Matisek führt einen chaotischen Haushalt mit Mann, Kindern und Tieren im idyllischen Umland von München. Neben dem Muttersein und dem Schreiben pflegt sie ihre Hobbys: Kochen, ihren Acker umgraben und Kröten über die Straße helfen.Ihre Küstenromane waren Bestseller; mit ihrem neuen Roman entführt Marie Matisek ihre Leser in die zauberhafte Provence. (Quelle: Knaur Verlag) Marie Matisek erzählt von ihrer großen Liebe Meine Meinung: In „Sonnensegeln“ entführt uns die Autorin von Husum und der Nordsee nach Südfrankreich an die Côte d’Azur. Genauer in die Nähe der bekannten Parfümstadt Grasse und Parfümherstellung spielt auch eine Rolle in der Geschichte.Das Setting ist perfekt für einen Sommerroman und die Autorin beschreibt die Orte anschaulich und bildhaft und vermittelt so eine schöne Atmosphäre.Das Thema Parfümherstellung hat sie offenbar gründlich und ausführlich recherchiert, den alles dazu kam bei mir glaubhaft und authentisch an und ich habe auch nebenbei noch einige Informationen zu dem Thema erhalten.Und so begleiten wir die Krankenschwester Marita, die raus aus ihrem Alltagstrott im Krankenhaus möchte, bei ihrem „Abenteuer“ in Südfrankreich.Ihre Tochter, die sich auf eine längere Reise begibt, hat sie in ihrem Entschluss unterstützt. Marita kann kaum die französische Sprache und weiß auch nicht genau, was sie vor Ort erwarten wird.So reist sie unbefangen, etwas ängstlich und naiv nach Grasse, zunächst für drei Monate. Ihr Arbeitgeber ist freundlich aber recht wortkarg und ihr Patient gibt sich auch ziemlich verschlossen. Der alte Herr wirkte auf mich anfangs etwas geheimnisvoll, was sich später noch bewahrheiten sollte.Lediglich die Haushälterin Segolène nimmt sich Marita an, kümmert sich ein bisschen um sie und verbreitet auch Fröhlichkeit.Und dann ist da auch noch François, der sich Marita nicht nur als Führer beim Sightseeing anbietet.Nachdem Marita ihre Anfangsschwierigkeiten überwunden hat, plätschert die Geschichte zunächst nur so dahin. Aber die schönen Beschreibungen der Gegend und der französischen Lebensart entschädigen dafür.Ich sah mich selbst an Rosen-, Jasmin- und Lavendelfeldern entlang spazieren und konnte die schönen Düfte fast riechen.Im letzten Teil nimmt die Geschichte aber etwas Fahrt auf und es gibt auch noch ein paar kleine Überraschungen und humorvolle Situationen.Das Ende war etwas vorhersehbar, aber auch so wie ich es bei einem Roman dieser Art erhofft hatte.Zwischendurch gibt es Einschübe aus den Jahren 1762, 1772 und 1789, die von einem Seefahrer von der Insel Amrum handeln. Dieser hatte sich als junger Mann als Kaufmann in Grasse niedergelassen und war zu Wohlstand gekommen. Als Witwer und alter Mann kehrte er nach Amrum zurück.Mit diesen Einschüben konnte ich gar nichts anfangen und auch keine Verbindung zu Marita erkennen. Erst im Epilog gibt es die Auflösung dazu, die zwar nett ist, aber nicht mehr. Auf diese zweite Geschichte hätte man evtl. auch verzichten können.Insgesamt hat Marie Matisek mit ihrem lockeren, leichten Schreibstil eine schöne sommerliche Geschichte erzählt. Nette Protagonisten, das interessante Thema der Parfümherstellung und die tolle Kulisse von Südfrankreich sind die Zutaten für ein Wohlfühlbuch zum Seele baumeln lassen. Fazit: 4 von 5 Sternen© Fanti2412

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  • Guter Start, aber enttäuschendes unglaubwürdiges Ende.

    Sonnensegeln

    tinstamp

    04. September 2016 um 16:55

    Marita lebt seit sie denken kann auf der ostfriesischen Insel Amrun und hat auch nicht wirklich vor, dies zu ändern. Sie ist Ende Vierzig, geschieden, Mutter eine Teenagertochter und liebt ihren Beruf als Krankenschwester. Doch mit dem neuen Vorgesetzten, der nicht viel von liebevoller Fürsorge der krebskranken Patienten hält, kommt sie gar nicht klar. Als sie eine Annonce entdeckt, in der eine private Pflegerin für einen alten Herren in Südfrankreich gesucht wird, denkt sie das erste Mal über eine Veränderung nach. Nach einem heftigen Streit mit ihrem Boss, kündigt sie kurzentschlossen. Ihre Tochter Sophie, die kurz vor dem Abitur steht, ermutigt sie auf die Annonce zu antworten. Tatsächlich erhält Marita die Stelle und hat nun etwas Bammel vor der Veränderung. Doch nun kann sie nicht mehr zurück und macht sich auf den Weg nach Grasse in Südfrankreich. Der alte Mann, den sie pflegen soll, erweist sich allerdings als sehr starrköpfig. Gemeinsam mit seinem Sohn Lucien und den Hausangestellten, leben die Beiden inmitten von Jasmin- und Rosenfeldern, denn die Lefleurs sind alteingessessene Parfumhersteller. Hat Marita anfangs noch große Schwierigkeiten mit dem eigenwilligen Georges und seinen Zicken, schließt sie die Hausangestellte Ségolène und deren Familie sofort ins Herz. Diese hilft ihr bei ihren Französischkenntnissen, macht sie mit ihren Freunden bekannt und unterstützt sie, wenn ihr Patient wieder ausgesprochen schlechte Laune hat.   Der Beginn des Romans hat mir sehr gut gefallen. Marita, die ihren Beruf über alles liebt und bei den Patienten sehr beliebt ist, kann nicht fassen, dass ihr Boss nur an Kostenoptimierung denkt und ihr vorhält sich zu lange mit den Patienten zu beschäftigen. Ihre Wut und Enttäuschung konnte ich sehr gut nachfühlen und auch die daraus resultierenden Zweifel, ob sie sich nicht verändern soll. Als sie den Schritt wagt mit ihren eher bruchstückenhaften Französischkenntnissen nach Südfrankreich auftzubrechen, kann ich auch ihre leichte Panik gut nachvollziehen. Mit Ende Vierzig so einen Sprung ins kalte Wasser zu wagen, ist nicht einfach. Wie sie langsam das Herz von Georges Lefleur gewinnt und auch hinter sein Geheimnis kommt, fand ich herzerfrischend. Neben der Pflege des alten Mannes findet Marita noch Zeit und Gelegenheiten Grasse und Umgebung kennen zu lernen. Die Beschreibungen der wunderschönen Gegend, der Duft der Blüten und auch die Erklärungen über die Parfümherstellung, fand ich einfach gelungen. Man möchte am liebsten sofort die Koffer packen und Urlaub in Südfrankreich machen. Jedoch gab es für mich auch jede Menge Kritikpunkte. Marita, in Amrun noch eingefleischter Single, wird plötzlich von drei Männern umgarnt. Kurz vor ihrer Abreise lernt sie Knut kennen, mit dem sie stundenlang telefoniert und sich sehr gut versteht. In Grasse läuft ihr der charmante Francois über den Weg, der ihr den Hof macht und sich für sie als Fremdenführer betätigt und dann ist auch noch der verstockte Lucien, der Sohn des Patienten. Diese Anhäufung an plötzlichen Verehrern kam mir einfach zu unrealistisch vor. Ich bin selbst in dem Alter und frage mich wo ich bitte diese Herren finden kann? ;) Die Entscheidung, die Marie getroffen hat, konnte ich auch nicht wirklich nachvollziehen, blieb doch die aufkommende Liebe zwischen ihr und ihrem letztendlichen Herzblatt einfach nur blass. Auch das letzte Drittel des Romans war mir einfach zu sehr an den Haaren herbeigezogen. Hier kann ich leider nicht näher darauf eingehen, sonst würde ich spoilern, aber meiner Meinung nach, hätte man das Ende sicher auch anders lösen können. Durch diesen Abschluss verlor die Geschichte für mich leider die Authentizität und den Reiz, den sie vorher ausgeübt hatte.... Es gibt auch noch einen zweiten Handlungsstrang in der Vergangenheit, der von einem Bo Rickleffs erzählt. Dieser Mann stammt aus Amrun und kam im 18. Jahrhundert nach Südfrankreich und macht dort sein Glück. Obwohl ich im Allgemeinen eingeschobene Erzählstränge aus der Vergangenheit liebe, hätte man diesen hier auch ohne weiteres weglassen können. Er trägt nicht wirklich zur Geschichte bei, auch wenn die beiden Stränge ganz zum Schluss zusammenführen.  Schreibstil: Der Schreibstil der Autorin ist lebendig, flüssig und bildhaft. Die wunderbaren Schauplatzbeschreibungen und auch die Darstellung der Charaktere ist wirklich gelungen. Fazit : Ein locker, leichter Sommerroman, der gut beginnt und stark nachlässt. Durch die gelungene Beschreibung der Landschaft und der Düfte stellt sich sehr schnell Fernweh ein. Doch die manchmal sehr unlogische Geschichte und vorallem das total an den Haaren herbeigezogene Ende, lässt mich etwas enttäuscht zurück und so kann ich gerade noch 3 Sterne für den Roman vergeben.

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  • Sonnensegeln

    Sonnensegeln

    Kleine8310

    20. July 2016 um 22:23

    "Sonnensegeln" ist ein Roman der Autorin Marie Matisek. In diesem Buch geht es um die Protagonistin Marita. Marita liebt ihren Beruf als Krankenschwester und sie liebt den Umgang mit den Patienten. Nach einem Streit mit dem Leiter der Klinik reicht es Marita, der schon lange die Arbeitsbedingungen in der Klinik, nicht mehr zusagen, endgültig. Durch Zufall entdeckt sie ein Inserat in der Zeitung, in dem eine Krankenschwester als Pflegekraft für einen schwerkranken Unternehmer gesucht wird, in der Nähe von Grasse. Als auch ihre achtzehnjährige Tochter von der Anzeige begeistert ist, beschließt Marita sich zu bewerben und sie wird tatsächlich genommen.  Kurze Zeit später macht sich die smarte Krankenschwester also auf an die Cote d'Azur. Auf dem Gut der Lafleurs angekommen wird Marita jedoch schnell mit einer nicht ganz so sonnigen Realität konfrontiert. Ihr Patient stellt sich als sehr schwierig und eigensinnig heraus und auch der Sohn des Hauses, Lucien, scheint ganz nach seinem Vater zu kommen. Zum Glück gibt es aber auch noch Segolene, die liebenswürdige Haushälterin, die Marita treu zur Seite steht, und Francois, bei dem sich nicht nur die Cote d'Azur von ihrer besten Seite zeigt ... Der Einstieg in diese Geschichte ist mir sehr gut gelungen. Marie Matisek hat einen flüssigen und leicht zu lesenden Schreibstil. Was mir besonders gut gefallen hat waren auch ihre bildhaften Beschreibungen. Da kam ein ums andere Mal doch ein schönes, sommerliches Gefühl auf und ich wäre sehr gern direkt live an der Cote d'Azur gewesen. Die Charaktere hat die Autorin wirklich schön ausgearbeitet und auch die Nebencharaktere hatten alle ihren ganz eigenen Charme, was super zu der Geschichte gepasst hat.    Die Idee ist in manchen Passagen vielleicht nicht ganz neuartig, aber die Autorin gibt der Geschichte von Marita definitiv etwas ganz eigenes. Nicht nur durch die Protagonistin selbst, sondern auch durch das Zusammenspiel mit den anderen Charakteren. Das hat mir sehr gut gefallen. In manchen Momenten hätte ich mir etwas mehr Spannung gewünscht, um diese wirklich süße, kurzweilige Geschichte mit dem ganz besonderen Extra zu versehen. Aber auch so war sie durchaus lesenswert!    Positiv:  * ein tolles Setting mit wunderschönen, bildhaften Beschreibungen * die Charaktere sind gut ausgearbeitet und haben ein tolles Zusammenspiel * flüssiger, leicht zu lesender Schreibstil der Sommer-Feeling mitbringt   Negativ:  * kleine Überraschungen und mehr Spannung hätten der Geschichte sicherlich     gut getan, so ist sie eher kurzweilig   "Sonnensegeln" ist eine schöne, kurzweilige Geschichte, die sommerliche Atmosphäre und tolle Charaktere mitbringt und mich gut unterhalten hat!  

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  • La vie est belle!

    Sonnensegeln

    CarenL

    12. June 2016 um 13:48

    Inhalt: Marita ist Krankenschwester mit Leib und Seele. Eben deswegen ist sie mehr und mehr unzufrieden mit ihrem Job im Krankenhaus. Es bleibt einfach zu wenig Zeit für den persönlichen Umgang mit den Patienten. Nach einem Streit mit dem Klinikleiter hat die sie Nase voll und bewirbt sich - ohne allzu große Hoffnung auf Erfolg - auf eine Stellenanzeige. In der Nähe von Nizza wird eine Pflegerin für einen Schlaganfallpatienten gesucht. Da die Stelle auf drei Monate befristet ist, sieht Marita eine willkommene Chance auf eine Auszeit. Wider Erwarten bekommt sie den Job und krempelt mit 40 Jahren ihr Leben um. Mit rudimentären Französischkenntnissen macht sie sich auf den Weg von Husum nach Grasse. Ihr Patient ist ein alter, etwas eigensinniger Mann. Sein Sohn wohnt auch im selben Haus, oder besser Anwesen. Marita meistert die drei Monate mit einigen Hürden. Hilfe erfährt sie von Ségolène, der Haushälterin der Familie. Wird sie ihre Zeit dort verlängern oder zurück nach Deutschland gehen? Meine Meinung: Das Buch liest sich herrlich leicht und flüssig. Man ist sofort mitten im Geschehen und kann sich Südfrankreich bildlich vorstellen, ja, man meint sogar manchmal, Jasmin und Lavendel zu riechen. Die Personen sind wunderbar beschrieben, vor allem die diversen Verehrer von Marita. Die Handlung selber ist manchmal etwas holprig und unglaubwürdig, was dem Lesespaß aber keinen Abbruch tut. Am Ende geht es noch einmal hoch her und irgendwie geht manches auch zu schnell. Zwischendurch gibt es kurze Ausflüge in die Vergangenheit. Bo Rickleffs ist Seemann. Von Amrum aus (die Insel ist auch Maritas Heimat) kommt er eines Tages nach Grasse, bleibt dort und findet sein Glück. Das spielt dich um die Zeit der französischen Revolution ab. Die Verbindung zu der Geschichte um Marita ist mir aber etwas zu dünn. Die Einschübe sind nach meinem Geschmack überflüssig. Fazit: Ein sommerlich leichtes Lesevergnügen, das Lust auf Südfrankreich macht.

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  • Nicht ganz überzeugender Roman, der aber mit seinen wunderbaren Bildern alle Sinne anregt

    Sonnensegeln

    PMelittaM

    11. June 2016 um 15:03

     Die Krankenschwester Marita fühlt sich in ihrem Job nicht mehr richtig wohl, sie würde gerne mehr Zeit mit den Patienten der onkologischen Station, auf der sie arbeitet, verbringen, aber mittlerweile sind die „Patientenverweildauern“ streng reglementiert. Als sie in der Zeitung ein Jobangebot im südfranzösischen Grasse entdeckt, schlägt sie nach kurzer Bedenkzeit zu, zunächst für drei Monate. Der neue Job ist eine große Herausforderung für Marita, sie ist kaum der Landessprache mächtig und ihr Patient erweist sich als etwas schwierig. Doch Grasse, eine Stadt, in der seit Jahrhunderten Parfüm hergestellt wird, landschaftlich schön liegt und umgeben ist von Rosen-, Lavendel- und Jasminfeldern, hat Marita schnell für sich erobert und so muss sie sich schließlich entscheiden: zurück nach Hause oder in Grasse bleiben. Schon das Cover stimmt den Leser sommerlich ein und auch im Inneren weiß das Buch zu gefallen, die Buchdeckel sind innen farbig bedruckt, vorne mit Bildern aus Grasse, hinten mit einem Rezept, und die erste Seite eines jeden Kapitels wird von einem Zweig geschmückt. Mit dem Lesen werden weitere Sinne angeregt, die Autorin schafft es, dem Leser das Gefühl zu vermitteln, mitten in den Sonnenstrahlen der sommerlichen Provence zu stehen, man kann Rosen, Lavendel und Jasmin förmlich riechen, die beschriebenen Gerichte schmecken. Die Geschichte ist leicht und flott zu lesen, hat mich selbst aber nicht ganz so überzeugt wie die wunderbaren Beschreibungen der Autorin. Marita erschien mir oft sehr naiv, ihre Kompetenz als Krankenschwester mehr als einmal zweifelhaft, Dinge, die für sie schnell offensichtlich hätten sein müssen, hat sie nicht erkannt. Ärgerlich fand ich, dass die offensichtliche Spielsucht eines Charakters heruntergespielt und gegen Ende sogar für eine recht unnötige Aktion benutzt wird.In mehreren Einschüben wird aus dem 18. Jahrhundert berichtet, von einem Amrumer Seemann, der sich als Kaufmann in Grasse niederlässt. Man fragt sich schnell, was die Verbindung zu Maritas Geschichte sein könnte, wird aber am Ende ziemlich enttäuscht sein. Im Nachhinein finde ich diese Einschübe unnötig.Ansonsten gefielen mir die verschiedenen Charaktere sehr gut, seien es Maritas Patient und sein Sohn, sei es die Haushälterin Ségolène und ihre Familie, sei es der von der Elfenbeinküste stammende Obst- und Gemüsehändler und seine Frau, sie alle sind liebevoll gezeichnet und ebenso wunderbar beschrieben wie Grasse und seine Umgebung. Gefallen hat mir auch, dass man ein paar Hintergrundinformationen über die Welt des Parfüms erhältAm Ende ließ mich der Roman ein wenig zwiegespalten zurück, wäre nur die Geschichte, hätte er mich ein bisschen enttäuscht. Aber Marie Matisek hat es geschafft, mich mitten in die Provence zu bringen und fast alle meine Sinne angesprochen, und schon alleine deswegen bin ich froh, den Roman gelesen zu haben. Ich vergebe daher knappe 4 Sterne und eine Leseempfehlung: Lasst euch in die Provence entführen.

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    • 6
  • Schöne Geschichte, dufte! ;-)

    Sonnensegeln

    Readi

    11. June 2016 um 11:50

    Alleine schon das Cover und die Gestaltung der Innenseiten machen Lust auf Sommer, Urlaub, Lesen! Und so habe ich mich an die Geschichte gemacht und war gleich drin:  im Leben der Krankenschwester Marita. In Deutschland arbeitet sie auf einer onkologischen Station und versucht, den oft betagten Patienten noch einige schöne Stunden im Leben zu bescheren. Sie nimmt sich Zeit für sie, teilt Berührungen aus und verbreitet im allgemeinen deutschen, hektischen Klinikalltag eine tolle Atmosphäre. Wen wundert es da, dass sie im Affekt dem Klinikmanagement an den Kopf wirft, was sie von den Kürzungen, Einsparungen etc. hält. Beschwingt durch ihre reisefreudige Tochter Sophie, bewirbt sie sich kurzerhand für eine vorerst befristete, 3-monatige Auszeit bei einer privaten Pflegestelle im Süden Frankreichs! Und Marita hat Glück und wird für die Stelle genommen. Fortan kümmert sie sich in Grasse um Georges, einen etwas eigenwilligen älteren Herrn. Dieser lebt zusammen mit seinem Sohn Lucien auf einem kleinen Anwesen. Marita, anfänglich skeptisch, kaum der Sprache mächtig und etwas verloren, schließt jedoch die Hausangestellte Ségolène und deren Familie sofort ins Herz und sieht darüber hinweg, dass ihre Auftraggeber etwas verschlossen sind. Sie lebt sich nach und nach in der wundervollen Provence ein. Aber wie wird sie sich nach den 3 Monaten entscheiden…?  Der Leser ist sofort drin in der Geschichte um Marita. Man kann ihre Gefühle sehr gut verstehen und nachvollziehen, warum sie sich dazu entschließt nach Frankreich zu gehen. Vor Ort sind das Leben in Frankreich, die Düfte, die beschrieben werden und die Stimmung sehr gut dargestellt und man hat das Gefühl, alles direkt mitzuerleben. Maritas anfängliche Einsamkeit vor Ort, dass sie sich hingezogen fühlt zu Francois, die herzliche Art Ségolènes .. Das alles wird recht anschaulich und glaubhaft vermittelt. Das Buch macht richtig Lust auf Urlaub in Frankreich und französisches Lebensgefühl. Da macht es auch nicht so viel aus, wenn manche Dinge im Roman nicht richtig schlüssig erscheinen bzw. einem selbst schon etwas merkwürdig vorkommen. Die Geschichte weiß trotzdem zu unterhalten. Und dass Marita die einst sehr doll zerstrittenen Männer der Domaine wieder näher zusammenrücken lässt, ist ein positiver Nebeneffekt. Mir hat die Geschichte um Marita sehr gut gefallen. Einzig der Schluss war mir etwas zu schnell bzw. das Ergebnis zu plötzlich und ich stelle mir nach wie vor die Frage, warum die Anzeige wohl in einer deutschen Zeitung erschienen ist. Ansonsten hatte ich sehr angenehme Lesestunden mit dem Roman und wünschte mir so manches mal, wie die Autorin am Ende des Buches erwähnt, dass man die beschriebenen Düfte ebenfalls hätte riechen können!

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  • Der Duft von Rosen und Jasmin

    Sonnensegeln

    buecherwurm1310

    08. June 2016 um 16:20

    Marita ist aus und mit Leidenschaft Krankenschwester. Sie hat ein Herz für die Menschen und gönnt ihnen ihre kleinen Ausflüge aus der Krankheit. So spielt sie mit den alten Herren auf ihrer Station gerne mal ein schnelles Pokerspiel, obwohl sie keine Chance hat. Der Einsatz ist hoch –eine Zigarette. Was kann es schon schaden, wenn man sterbenskrank ist. Aber im Klinikalltag bleibt eigentlich keine Zeit für derartige Patientenbetreuung, schon gar nicht seit die Klinikleitung Martin Joosten mit der Kostenoptimierung betreut hat. Als der Marita vorwirft, dass sie vierzehn Minuten im Krankenzimmer verbracht hat, reagiert sie äußerst ungehalten. Sie ahnt, dass sie sich damit Schwierigkeiten eingehandelt hat und als sie dann in der Zeitung eine Annonce sieht, in der eine Krankenschwester zur Pflege eines Unternehmers in Südfrankreich gesucht wird, bekommt sie Lust sich in unbekannte Gefilde zu wagen. So landet sie auf der Domaine der Lafleurs und würde am liebsten gleich umkehren. Der Patient will eigentlich keine Pflege und sein Sohn Lucien ist auch nicht besonders höflich. Aber sie ist nun einmal dort und beißt sich durch. Zur Haushälterin Segolène hat sie gleich ein gutes Verhältnis und als dann auch noch der charmante François auftaucht, kann sie den Aufenthalt viel mehr genießen. Die Gegend um Grasse ist so wundervoll beschrieben, dass ich den Geruch von Rosen und Jasmin gleich in der Nase hatte. Wie bei Marita kamen auch bei mir Urlaubsgefühle auf und ich wäre am liebsten gleich losgefahren, um die Gegend dort im Süden Frankreichs zu erkunden. Zwischendurch gibt es immer wieder Einschübe, in dem wir Bo Rickleffs von Amrum kennenlernen, den seine Eltern aus bitterer Not als Schiffsjungen verkauften. So ist er mit sieben von zu Hause weg, um zwanzig Jahre später in Grasse als Händler Fuß zu fassen. Leider war mir die Verknüpfung zwischen historischem Handlungsstrang und dem Strang um Marita zu knapp. Marita ist sympathisch und stürzt sich mutig in ihr Abenteuer. Sie hat fast keine Französisch-Kenntnisse und soll nun mit ihrem Patienten klar kommen. Aber sie trifft auf eine ganze Anzahl freundlicher und hilfsbereiter Menschen, die ihr Unterstützung geben. Drei Monate wollte Marita in Südfrankreich bleiben, doch die Zeit vergeht wie im Flug und schon bald muss sie sich entscheiden, ob sie zurück nach Husum will oder nicht. Dann ist da noch die Frage: Welches Herzblatt hätte sie denn gerne, Filou François, den freundlichen Knut oder den wortkargen Lucien. Das Buch liest sich locker leicht. Es ist eine unterhaltsame Sommerlektüre.

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  • Luftig-leichter Sommerroman

    Sonnensegeln

    Lesegenuss

    24. May 2016 um 10:55

    Wunderschöner Anfang - Zitat von Marcel Pagnol … über deren Rand die großen Blätter der Feigenbäume, buschige Clematisranken und hundertjährige Oliven sich zu uns herunterneigten … Genau meins - steht zwar auch auf dem Cover, aber das war ebenso mein erster Gedanke zu dem Buch "Sonnensegeln" von Marie Matisek. Buchinfo passte - und ich wollte es lesen. Von Husum an die Mittelmeerküste. Marie nimmt sich eine Auszeit von ihrem Job als Krankenschwester. Für einige Monate geht sie als Pflegerin des alten Lafleurs auf das Familiengut in der Nähe von Grasse. Die Stelle hatte in der Heimatzeitung gestanden und trotz ihrer schlechten französischen Sprachkenntnisse schickt sie ihre Bewerbung ab. Dass sie dort von dem "Schwerkranken" nicht mit offenen Armen empfangen wird, der Juniorchef so gut wie nie Zeit erübrigt, das stört Marita nicht wirklich. Nie im Leben hatte sie so eine Landschaft gesehen, gerochen, gefühlt. Und die Haushälterin Segolene schließt Marita in ihr Herz. Positiv überrascht - wurde ich durch die Rückblende in das Jahr 1762. Dort beginnt die Geschichte des 27jährigen Bo Rickless, der als Siebenjähriger von seiner Heimatinsel Amrum als Schiffsjunge verkauft worden war. Zitat S. 29Bevor der Fremde mit den Rüschen sie auf die Schaluppe führte, hatte Hark den kleinen Bo fest an beiden Schultern gefasst und ihm in die Augen geblickt. "Du kommst zurück, min Jong", hatte er gesagt, "als ein reicher Mann mit einem besseren Leben." Und dem war auch so. Mit 20 kehrte Bo zurück nach Amrum, doch dort hielt eres nur ein Jahr aus und es zog ihn wieder in die Welt. Er sehnte sich nach der brennenden Sonne. Interessant - die detaillierten Beschreibungen bzw. Informationen zur Herstellung von Parfümöl. Ebenso lebendig und bildhaft vorstellbar die Landschaften. Kritik - muss ich am Buchrückentext(Buchinfo üben. Dort steht "Als die Krankenschwester Marita diese Annonce in der Zeitung liest, ahnt sie noch nicht, dass sich ihr Leben von Grund auf ändern wird. .... Doch erst ihre achtzehnjährige Tochter bewegt Marita dazu, auf die Anzeige zu antworten." S. 23 Buch: … Immer schneller flogen Maritas Finger über die Tasten, sie las Artikel über Artikel, klickte von einem Link auf den nächsten und ehe sie sich(s)  [Druckfehler ein 's' zuviel] versah, hatte sie eine Mail geschrieben und auf Senden gedrückt. An: information@domainelafleur.fr----- Bis dahin hatte Marita nicht ein einziges Mal mit ihrer Tochter über diese Anzeige gesprochen. An den Haaren herbeigezogen oder wie man auch sagt, aber mich hat das irgendwie die ganze Zeit beim Lesen gestört. Zu pedantisch? Mag sein. Fazit - Wer immer wieder einmal Sehnsucht nach Veränderung hat, sollte diesen luftig-leichten Sommerroman lesen. Trotz aufgeführter Kritik gibt es meine Leseempfehlung.

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  • eine schöne Sommer-Wohlfühl-Lektüre

    Sonnensegeln

    ulla_leuwer

    08. May 2016 um 15:45

    Meine Meinung: Wer kennt es nicht, leider muss an allen Ecken und Kanten gespart werden und bei Marita, die als Krankenschwester arbeitet, ist es nicht anders. Ein neuer Vorgesetzter achtet genau auf die Minuten, die sie bei den Kranken verbringt. Da geht schnell die Freude an der Arbeit verloren. Die Stellenanzeige »Private Pflegerin für schwer kranken Unternehmer nach Südfrankreich gesucht. Sprachkenntnisse von Vorteil, aber nicht Bedingung.« kommt da genau richtig. Marita ist mir sehr sympathisch und ich habe sie gerne nach Frankreich begleitet und dabei beobachtet, was sie dort alles erlebt. Sie lernt äußerst interessante Leute kennen, die mir ebenfalls alle sympathisch waren, naja, sagen wir mal fast alle. Neben der Pflege von Georges Lafleur findet Marita noch Zeit und Gelegenheiten Grasse und Umgebung kennen zu lernen. Das gefällt mir, denn dadurch lerne ich auch einiges kennen und erfahre mehr über Blüten und Parfüm. Marita hat zunächst geplant drei Monate bei den Lafeurs zu bleiben und muss sich irgendwann entscheiden, ob sie zurück nach Husum will. Zeit genug zum Nachdenken hat sie ja, gleichzeitig muss sie feststellen, dass nicht alles so ist, wie es scheint. Großen Anteil an dieser Erkenntnis hat Georges, aber dazu will ich nicht mehr schreiben, um nicht zu viel zu verraten. Der Schreibstil ist schön flüssig, deshalb ist das Buch leicht zu lesen und bestens als Lektüre für zwischendurch geeignet. Für mich gab es nichts aufregendes und so empfand ich es wirklich als Wohlfühlbuch. Das Buchcover gefällt mir sehr gut, aber auch die Umschlagseiten vorne und hinten haben mich begeistert.Vorne waren wunderschöne Bilder abgebildet und eine Landkarte, so konnte ich mir noch besser vorstellen, wo Marita sich aufhält. Im hinteren Umschlag finden interessierte Leser ein Rezept und vielleicht hat die eine oder der andere Lust diese Kekse zu backen. Fazit: Wer nach einer schönen Sommerlektüre sucht und vielleicht auch noch mit Hilfe eines Buches auf die Reise gehen möchte, sollte nach diesem Buch greifen und es lesen. Ich empfand es sehr angenehm zu lesen.

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  • Sommer, Sonne, Frankreich

    Sonnensegeln

    gsimak

    06. May 2016 um 11:23

    Meine MeinungVon der ersten Seite an war mir die Krankenschwester Marita sehr sympathisch. Ihre Menschlichkeit scheint schier unerschöpflich. Sie spielt mit schwerkranken alten Männern Karten und fängt sich damit den Zorn des Klinikmanagers ein. Privat ist Marita glücklicher Single und hat eine wunderbare Tochter. Das achtzehnjährige Mädchen möchte die weite Welt erkunden. Sie gibt ihr Geld überwiegend für Fernreisen aus.Marita kann sich nicht vorstellen, die ostfriesische Insel Amrum jemals zu verlassen. Sie hat dort ihre Wohnung, Freundinnen und ihren Arbeitsplatz. Doch, wäre es nicht auch mal schön einen kompletten Neuanfang zu wagen?Sie beantwortet eine Annonce aus Frankreich. In Grasse wird eine Pflegerin für einen alten, halbseitig gelähmten Mann gesucht. Tatsächlich bekommt sie eine Zusage. Ihre Tochter überredet sie, es für drei Monate zu versuchen..Und so beginnt eine wunderschöne Reise in die französische Provence. Ich habe Marita um Mut- und Ausdauer sehr bewundert. Das Gut der Lafleurs ist wunderschön. Ein Haus der Düfte. Ihre schlechten Französisch Kenntnisse bereiten ihr eigentlich keine Schwierigkeiten. Mit dem eisigen Verhalten der Gutsherren hat Marita jedoch nicht gerechnet. Der alte Georges Lafleur zeigt mehr als deutlich, wie sinnlos er Maritas Gegenwart empfindet. Für ihn ist sie nur ein Störenfried.Dass er nur mit einem Tablet Konversation betreiben kann, macht das Ganze nicht leichter.  Sein Sohn Lucien redet nur das Nötigste mit Marita. Ganz ehrlich, ich wäre sofort wieder heimgefahren. Marita hat tapfer durchgehalten. Somit hat sie das wunderschöne Nizza und Grasse kennengelernt. Mit der Haushälterin hat sich Marita angefreundet. Durch die  warmherzige Ségoline verbringt sie wunderschöne Stunden auf dem Gut. Ségoline ist eine begnadete Köchin. Davon kann sich Marita jeden Tag überzeugen.Sie lernt den attraktiven Charmeur Francois kennen und somit die herrlichsten Plätze in Nizza und Grasse. Verborgene Gassen, wunderbares Essen und das beste Eis von Frankreich, versetzen Marita und mich in Urlaubsstimmung. Die lässige Art von Francois   und sein Talent als Fremdenführer, lassen Maritas Herz höher schlagen.FazitDas Cover passt hervorragend zur Geschichte. Beim lesen hatte ich stets den Duft von Lavendel und Jasmin in der Nase. Die Spaziergänge, am Meer und Umgebung, konnte ich mir bildlich vorstellen. Gerne hätte ich an den Mahlzeiten teilgenommen. Mir die Sonne Nizzas ins Gesicht scheinen lassen. Ich war sehr gespannt, ob Marita die drei Monate aushält. Warum ihr Patient so unleidlich  und dessen Sohn unglaublich wortkarg war, habe ich erfahren, nachdem ich ziemlich weit in die Geschichte eintauchte. Die Menschen die in Maritas Leben eingetreten sind, haben mit ihren Freunden in Amrum nur wenig gemein. Gastfreundlichkeit und Hilfsbereitschaft werden bei den Einheimischen und Zugereisten großgeschrieben. Natürlich war auch Liebe mit ihm Spiel. Aber, an wen Marita ihr Herz verlieren würde, kam für mich nicht überraschend. In diesem wunderschönen Frankreichurlaub ist vieles nicht so, wie es scheint. Diese Unstimmigkeiten verpassen der Geschichte eine kriminalistische Note. Viel Herz, Humor, gutes Essen, Mentalität und die Sonne, die einem beim Lesen mitten ins Herz scheint, haben mich durch die Seiten fliegen lassen. Ich darf die Liebe nicht vergessen. Die gibt es ja in der Geschichte auch noch!Ja, und Überraschungen mit George Lafleur. Ihr werdet staunen ....Ich vergebe jetzt erstmal 5 Sterne und dann packe ich meine Koffer aus. Ich war in Südfrankreich. Habe mir Nizza und Grasse angesehen. Und das alles 300 Seiten lang ....Danke Marie Matisek.

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  • Träumt euch mit nach Südfrankreich

    Sonnensegeln

    PinkBookLady

    18. April 2016 um 15:33

    Ich habe das Buch mit einem lachendem und mit einem weinendem Auge geschlossen, denn nach der Schließung des Buches musste man wohl oder übel wieder einige liebe Charaktere & Südfrankreich verlassen. Aber irgendwann geht auch leider die schönste Reise zu Ende und dies ist nun der Fall nach 304 Seiten. Auch das Cover ist sehr schön gestaltet und lädt ein zum träumen. Es macht Lust auf Sommer & mehr. Der Schreibstil der Autorin ist sehr locker, leicht und flüssig und die Beschreibungen in dem Roman sind so authentisch, das man sich automatisch mit dabei fühlt. Ich habe immer noch das Gefühl, ich rieche die Rosen und den Jasmin. Marie Matisek hat hier wunderbare und unterschiedlichste aber doch sehr authentische Charaktere erschaffen, die alle sehr gut zur Geltung kommen und über die man einiges in der Geschichte erfährt. Marita habe ich gleich in mein Leserherz geschlossen und habe sie für ihren großen Mut bewundert. Immerhin ist sie in ein ihr unbekanntes Land gegangen, dessen Sprache sie nicht spricht um dort arbeiten zu können. aber sie hat sich ganz herforragend durchgeschlagen und sich gut eingliedern können. Selbstverständlich war dies auch nur durch die tollen Menschen vor Ort möglich, die Marita so herzlich in ihrer Mitte aufgenommen haben wie Segolène die Haushälterin und der charmante Filou François. Auch dieses Buch von der zauberhaften Marie Matisek MUSS man einfach gelesen haben, wer die Côte d’Azur liebt und kennt wird dieses Buch auch lieben. Wer Südfrankreich eben noch nicht kennt, der möchte nach diesem Buch mit Sicherheit gleich hinfahren so wie ich jetzt. Ich freue mich auf jeden Fall schon auf viele weitere wunderbare Inselromane der Autorin, welche auf jeden Fall von mir wieder verschlungen werden, so viel steht fest =) Fazit: Wer sich ein klein wenig Sommerfeeling und die Côte d’Azur  nach Hause holen möchte, sollte sich diesen wunderbaren Roman nicht entgehen lassen. Lasst euch von der Autorin und der Protagonistin Marita nach Frankreich entführen und genießt literarisch die schöne Gegend. Ganz klare Leseempfehlung.

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