Der Prix Goncourt ist meisten wie eine Wundertüte… Entweder gefällt mir das prämierte Buch sehr oder oder gar nicht. „Drei starke Frauen“ von Marie NDiaye, der Preisträger 2009 gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie.
Die Autorin hat in diesem Buch drei Novellen mit einer Verbindung zu Afrika veröffentlicht. Die erste und dritte Geschichten, die auch die kürzesten sind, finden in Afrika statt. In der Weise, wie sie ihr Leben leben, strahlen die Protagonistinnen Norah und Khady eine gewisse Stärke aus.
In der zweiten Geschichte, die mir am wenigsten gefallen hat, finden nur einige Szenen aus Erinnerungen des Protagonisten in Afrika statt. Fanta, die Frau, um die es geht, ist so wie nicht präsent und wird eigentlich von ihrem Ehemann vertreten.
Afrika gehört selten zu den Zielen, die ich in meinen Lektüren ansteuere. Umso mehr hatte ich mich auf diesem Buch gefreut, weil ich mich eine Entdeckungsreise in der afrikanischen Kultur erhofft hatte. Fehlanzeige. Auch die literarische Qualität dieses Buches konnte mich nicht überzeugen. Besonders in der zweiten Geschichte fehlen Dynamik und Ereignisse, die der Leser in einer Novelle erwartet. Der teilweise gekünstelte Schreibstil der Autorin trägt auch nicht zu angenehmen Lesestunden.
Fazit: Mal wieder ein Prix Goncourt, den ich nicht verliehen hätte.



















