Marie NDiaye

 3,5 Sterne bei 62 Bewertungen
Autorin von Drei starke Frauen, Ein Tag zu lang und weiteren Büchern.

Lebenslauf

Französischer Flair: Marie NDiaye, geboren am 1967 in Pithiviers bei Orléans, ist eine französische Schriftstellerin. Mit 17 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Roman. Danach verfasste sie auch zahlreiche Theaterstücke. Für ihren Roman  „Drei starke Frauen“ wurde ihr der Prix Goncourt verliehen. Außerdem bekam sie den Internationalen Literaturpreis und den Nelly-Sachs-Preis.  Seit 2007 lebt die Autorin mit ihrer Familie in Berlin.

Alle Bücher von Marie NDiaye

Cover des Buches Drei starke Frauen (ISBN: 9783518467015)

Drei starke Frauen

(34)
Erschienen am 11.04.2016
Cover des Buches Ein Tag zu lang (ISBN: 9783518464939)

Ein Tag zu lang

(9)
Erschienen am 20.01.2014
Cover des Buches Ladivine (ISBN: 9783518466421)

Ladivine

(7)
Erschienen am 06.12.2015
Cover des Buches Die Chefin (ISBN: 9783518468968)

Die Chefin

(5)
Erschienen am 10.09.2018
Cover des Buches Mein Herz in der Enge (ISBN: 9783518224649)

Mein Herz in der Enge

(3)
Erschienen am 17.04.2011
Cover des Buches Rosie Carpe (ISBN: 9783518462713)

Rosie Carpe

(2)
Erschienen am 23.05.2011
Cover des Buches Selbstporträt in Grün (ISBN: 9783518463666)

Selbstporträt in Grün

(1)
Erschienen am 16.07.2012
Cover des Buches Die lieben Verwandten (ISBN: 9783446164130)

Die lieben Verwandten

(0)
Erschienen am 01.01.1993

Neue Rezensionen zu Marie NDiaye

Cover des Buches Drei starke Frauen (ISBN: 9783518467015)
Woertergartens avatar

Rezension zu "Drei starke Frauen" von Marie NDiaye

Woertergarten
Drei Protagonisten mit Verbindung zu Afrika

Der Prix Goncourt ist meisten wie eine Wundertüte… Entweder gefällt mir das prämierte Buch sehr oder oder gar nicht. „Drei starke Frauen“ von Marie NDiaye, der Preisträger 2009 gehört für mich eindeutig zur zweiten Kategorie. 

Die Autorin hat in diesem Buch drei Novellen mit einer Verbindung zu Afrika veröffentlicht.   Die erste und dritte Geschichten, die auch die kürzesten sind, finden in Afrika statt. In der Weise, wie sie ihr Leben leben, strahlen die Protagonistinnen Norah und Khady eine gewisse Stärke aus. 

In der zweiten Geschichte, die mir am wenigsten gefallen hat, finden nur einige Szenen aus Erinnerungen des Protagonisten in Afrika statt. Fanta, die Frau, um die es geht, ist so wie nicht präsent und wird eigentlich von ihrem Ehemann vertreten.

Afrika gehört selten zu den Zielen, die ich in meinen Lektüren ansteuere. Umso mehr hatte ich mich auf diesem Buch gefreut, weil ich mich eine Entdeckungsreise in der afrikanischen Kultur erhofft hatte. Fehlanzeige. Auch die literarische Qualität dieses Buches konnte mich nicht überzeugen. Besonders in der zweiten Geschichte fehlen Dynamik und Ereignisse, die der Leser in einer Novelle erwartet. Der teilweise gekünstelte Schreibstil der Autorin trägt auch nicht zu angenehmen Lesestunden. 

Fazit: Mal wieder ein Prix Goncourt, den ich nicht verliehen hätte.

Cover des Buches Mein Herz in der Enge (ISBN: 9783518224649)
Sandra1975s avatar

Rezension zu "Mein Herz in der Enge" von Marie NDiaye

Sandra1975
Ästhetik der Einsamkeit

In diesem Buch werden Ausgrenzung und Einsamkeit der Protagonisten literarisch erfahrbar gemacht. Es handelt sich dabei um ein Lehrerehepaar. Der Mann, Ange, liegt mit einer riesigen Wunde in der Wohnung, währenddem die Ehefrau versucht, in der Apotheke Kompressen für ihn zu besorgen. Sie empfindet das Lächeln der Apothekerin als "Grinsen", fühlt, wie sich im Pausenhof der Kreis ihrer Kollegen schliesst, wenn sie auftaucht. Sie fragt sich warum - ist sich keiner Schuld bewusst und kann sich auf die plötzliche Abwendung von Kollegen und Nachbarn keinen Reim machen. All das kann man als LeserIn ebenfalls nachempfinden. Ein beklemmendes Buch, das die Beklemmung im Text erfahrbar und spürbar werden lässt. Grossartige Literatur.

Cover des Buches Ein Tag zu lang (ISBN: 9783518464939)
dr_y_schauchs avatar

Rezension zu "Ein Tag zu lang" von Marie NDiaye

dr_y_schauch
eine surreale Reise ohne Rückfahrschein

Was passiert eigentlich in und mit den vielen Urlaubsorten, wenn wir TouristInnen wieder weg sind? Gehören sie dann wieder den Einheimischen? Was machen sie dort, wenn wir nicht mehr da sind? Ist das Leben ein anderes als in der Hochsaison? Wäre es nicht spannend, einfach mal länger zu bleiben und zu schauen, was passiert?

Nun, wenn man der Geschichte glaubt, die Marie NDiaye in „Ein Tag zu lang“ (aus dem Französischen von Claudia Kalscheuer) erzählt, sollte man Ansinnen dieser Art tunlichst unterlassen. Der Protagonist Herman, Lehrer aus Paris, verpasst die pünktliche Abreise aus seinem Ferienort in der französischen Provinz. Anstatt sich wie üblich am 31. August auf den Rückweg zu begeben, bleibt er einen Tag zu lang – seine Frau und sein Sohn sind verschwunden, eine Heimreise ohne die beiden ist selbstverständlich undenkbar. Ein Tag zu lang – und das Wetter ändert sich schlagartig. Ein Tag zu lang – und der vertraut gewordene Ferienort ist Herman gänzlich fremd. Ein Tag zu lang – und seine Mitmenschen scheinen wie ausgewechselt. Ein Tag zu lang – und die Welt ist eine andere.

„Ein Tag zu lang“ ist eine buchstäblich fantastische Reise hinter die Kulissen und Fassaden der Ferientraumwelt: teils grotesk, teils surreal, maximal lesenswert.

Gespräche aus der Community

Hat jemand schon Marie NDiayes "Drei starke Frauen" gelesen? Wenn ja, ist es zu empfehlen? Ist es eher ein "Frauenbuch" (mag den Begriff eigentlich nicht, aber manchmal trifft er eben zu)?
Zum Thema
3 Beiträge
Wolkenatlass avatar
Letzter Beitrag von  Wolkenatlas
Hi, Marie Ndiayes Prosa ist nicht so vertrackt, wie die von Brigitte Kronauer z.B., die ich auch ganz gern hab, die mir aber am Ende dann oft zu kopflastig vorkommt... Karen Duves "Taxi" wollte ich auch schon lesen, interessant, wie Du das Buch findest! lG, Roland

Zusätzliche Informationen

Marie NDiaye wurde am 04. Juni 1967 in Pithiviers (Frankreich) geboren.

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