Marie NDiaye

 3,5 Sterne bei 56 Bewertungen
Autorin von Drei starke Frauen, Ein Tag zu lang und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Marie NDiaye

Französischer Flair: Marie NDiaye, geboren am 1967 in Pithiviers bei Orléans, ist eine französische Schriftstellerin. Mit 17 Jahren veröffentlichte sie ihren ersten Roman. Danach verfasste sie auch zahlreiche Theaterstücke. Für ihren Roman  „Drei starke Frauen“ wurde ihr der Prix Goncourt verliehen. Außerdem bekam sie den Internationalen Literaturpreis und den Nelly-Sachs-Preis.  Seit 2007 lebt die Autorin mit ihrer Familie in Berlin.

Neue Bücher

Cover des Buches Hilda (ISBN: 9783875362336)

Hilda

Erscheint am 01.08.2021 als Taschenbuch bei Merlin.

Alle Bücher von Marie NDiaye

Cover des Buches Drei starke Frauen (ISBN: 9783518467015)

Drei starke Frauen

 (32)
Erschienen am 11.04.2016
Cover des Buches Ein Tag zu lang (ISBN: 9783518464939)

Ein Tag zu lang

 (8)
Erschienen am 20.01.2014
Cover des Buches Ladivine (ISBN: 9783518466421)

Ladivine

 (7)
Erschienen am 06.12.2015
Cover des Buches Die Chefin (ISBN: 9783518468968)

Die Chefin

 (3)
Erschienen am 10.09.2018
Cover des Buches Mein Herz in der Enge (ISBN: 9783518224649)

Mein Herz in der Enge

 (2)
Erschienen am 17.04.2011
Cover des Buches Rosie Carpe (ISBN: 9783518462713)

Rosie Carpe

 (2)
Erschienen am 23.05.2011
Cover des Buches Selbstporträt in Grün (ISBN: 9783518463666)

Selbstporträt in Grün

 (1)
Erschienen am 16.07.2012
Cover des Buches Alle meine Freunde (ISBN: 9783518418291)

Alle meine Freunde

 (0)
Erschienen am 13.09.2006

Neue Rezensionen zu Marie NDiaye

Cover des Buches Ein Tag zu lang (ISBN: 9783518464939)dr_y_schauchs avatar

Rezension zu "Ein Tag zu lang" von Marie NDiaye

eine surreale Reise ohne Rückfahrschein
dr_y_schauchvor 9 Monaten

Was passiert eigentlich in und mit den vielen Urlaubsorten, wenn wir TouristInnen wieder weg sind? Gehören sie dann wieder den Einheimischen? Was machen sie dort, wenn wir nicht mehr da sind? Ist das Leben ein anderes als in der Hochsaison? Wäre es nicht spannend, einfach mal länger zu bleiben und zu schauen, was passiert?

Nun, wenn man der Geschichte glaubt, die Marie NDiaye in „Ein Tag zu lang“ (aus dem Französischen von Claudia Kalscheuer) erzählt, sollte man Ansinnen dieser Art tunlichst unterlassen. Der Protagonist Herman, Lehrer aus Paris, verpasst die pünktliche Abreise aus seinem Ferienort in der französischen Provinz. Anstatt sich wie üblich am 31. August auf den Rückweg zu begeben, bleibt er einen Tag zu lang – seine Frau und sein Sohn sind verschwunden, eine Heimreise ohne die beiden ist selbstverständlich undenkbar. Ein Tag zu lang – und das Wetter ändert sich schlagartig. Ein Tag zu lang – und der vertraut gewordene Ferienort ist Herman gänzlich fremd. Ein Tag zu lang – und seine Mitmenschen scheinen wie ausgewechselt. Ein Tag zu lang – und die Welt ist eine andere.

„Ein Tag zu lang“ ist eine buchstäblich fantastische Reise hinter die Kulissen und Fassaden der Ferientraumwelt: teils grotesk, teils surreal, maximal lesenswert.

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Cover des Buches Die Chefin (ISBN: 9783518468968)TheCoons avatar

Rezension zu "Die Chefin" von Marie NDiaye

Die Chefin
TheCoonvor 3 Jahren

Dieses Buch zu beschreiben ist wirklich keine leichte Aufgabe. Es ist definitiv anders als alles das ich bisher gelesen habe.

Zunächst einmal wird von der Person, die hier der Dreh- und Angelpunkt ist nur in der dritten Person geredet. Weder ihr Name noch der des Erzählers werden genannt, sie wird nur „die Chefin“ genannt. Außerdem finden keine Dialoge statt, Gespräche werden, wenn überhaupt indirekt wiedergegeben und alles wird aus der Sicht des Erzählers geschildert, der sehr distanziert beschreibt als wäre er nur ein sehr ferner Beobachter.

Das Buch ist auch nicht so sehr eine Biographie oder Lebensgeschichte, sondern eher eine Art Manifest. Denn egal was „die Chefin“ in ihrem aufregenden Leben getan hat, egal ob gut oder schlecht, es wird auf ein Podest gestellt. Es ist von der ersten bis zur letzten Seite klar, dass der Erzähler „die Chefin“ geradezu anbetet.

Der Erzählstil ist sehr ausführlich und leider auch manchmal langatmig. Denn jedes Detail das das Leben „der Chefin“ betrifft ist es wert zu erzählen, wie es scheint. Und so wird auch sehr viel hin- und hergesprungen, wenn dem Erzähler ein Detail aus einer anderen Zeit einfällt, dass auch nur im Entferntesten zur aktuellen Erzählepisode passt. Hier verliert man leicht den Faden, und so auch leider manchmal das Interesse.

Ich finde es ist alles in allem auf jeden Fall kein schlechtes Buch, es ist jedoch speziell. Es ist sicher nicht für Jedermann etwas und man sollte definitiv die Leseprobe lese, bevor man sich ganz darauf einlässt.

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Cover des Buches Ein Tag zu lang (ISBN: 9783518464939)Duffys avatar

Rezension zu "Ein Tag zu lang" von Marie NDiaye

Keine Spannungsauflösung
Duffyvor 4 Jahren


Herman bleibt mit seiner Familie immer in seinem Ferienhaus in der Provinz. Bis zum 31. August. Doch dieses Mal beschließt man, einen Tag länger zu bleiben. Mit fatalen Folgen, denn mit dem Sommer verschwinden auch schlagartig Frau und Kind. Auf der Suche nach den beiden begibt sich Herman ins nahegelegene Dorf, um die Vermissten zu melden. Doch niemand nimmt Notiz davon. Dafür ist der Ferienort an diesem einen Tag das genaue Gegenteil von dem geworden, was er im Sommer war: kalt und grau, mit scheinbar immerwährendem Regen. Die Fassade des Ferienortes fließt buchstäblich dahin und zeigt ihren wahren Charakter.
NDiaye ist eine gewandte und sehr gute Erzählerin. Auch als Beschreiberin kann sie überzeugen, kurz und auf das Wesentliche konzentriert transportiert sie eindrucksvolle Bilder. Der Stil erinnert ganz entfernt an Hartmut Lange, analytisch bisweilen, etwas penibel, aber immer hilfreich. Zudem schafft sie es, die Spannung in ihrem psychologisch eingefärbten Roman immer wieder ein wenig anzuheben. Umso enttäuschender der Schluss, der natürlich als "Open-end" immer vertretbar, aber hier total fehl am Platze ist. Die Forderung an den Leser nach Phantasie greift nicht in einem Buch, das so angelegt ist, dass ein Schluss unbedingt notwendig wäre, wie immer der auch aussehen würde. Hier ist die Autorin weit über das Ziel, Eigeninitiative beim Finden einer Schlusssequenz zu entwickeln, hinausgeschossen. Das ist nicht nur enttäuschend, sondern auch schade, denn so bringt sich NDiaye um die Früchte ihrer Arbeit, die bis dahin wirklich sehr gut ist.

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Gespräche aus der Community

Hat jemand schon Marie NDiayes "Drei starke Frauen" gelesen? Wenn ja, ist es zu empfehlen? Ist es eher ein "Frauenbuch" (mag den Begriff eigentlich nicht, aber manchmal trifft er eben zu)?
4 Beiträge
Zum Thema

Zusätzliche Informationen

Marie NDiaye wurde am 04. Juni 1967 in Pithiviers (Frankreich) geboren.

Community-Statistik

in 92 Bibliotheken

auf 14 Wunschzettel

von 19 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

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