Marie NDiaye Selbstporträt in Grün

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Inhaltsangabe zu „Selbstporträt in Grün“ von Marie NDiaye

Am Ufer der Garonne lebt eine Pariserin mit ihrem Mann und den Kindern. Der Fluß droht über die Ufer zu treten, man wartet auf das Hochwasser. Unterschwellige Strömungen bestimmen auch das Bewußtsein der Ich-Erzählerin. Geheimnisvolle Frauengestalten drängen sich in ihr Leben: eine grüngekleidete Frau, die außer ihr niemand sehen kann, die ehemals beste Freundin, die plötzlich zu ihrer Stiefmutter geworden ist, die eigene Mutter und der Fluß Garonne, zweifellos »vom Wesen her weiblich«. Anhand dieser vieldeutigen Gestalten, die reale Menschen und Hirngespinste zugleich sind, entfaltet Marie NDiaye ihr »Selbstporträt in Grün«.

Ein Roman von brillanter Kühnheit, der unsere Wahrnehmung der Welt auf poetische Weise in Frage stellt: Was man sieht, ohne es zu sehen, was man weiß, ohne es zu wissen, und wie man sich täuscht – diesen Unwägbarkeiten und Unzuverlässigkeiten des Bewußtseins verleiht Marie NDiaye auf einzigartige Weise Ausdruck.

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  • Rezension zu "Selbstporträt in Grün" von Marie NDiaye

    Selbstporträt in Grün

    Gospelsinger

    04. July 2011 um 18:25

    Neben der Bananenstaude steht eine Frau in Grün, jeden Morgen und jeden Nachmittag. Wirklich? Die Kinder der Autorin sehen sie jedenfalls nicht. Die Farbe Grün zieht sich als roter Faden durch das Buch. Immer, wenn etwas Grünes in Sicht ist, passiert etwas mit oder in der Hauptperson. Aber was eigentlich? So ganz klar ist es mir nicht geworden, worum es eigentlich geht. Zwischendurch blitzt immer mal wieder so etwas wie eine Handlung auf, zum Beispiel, wenn eine Frau überlegt, wie ihr Leben verlaufen wäre, wenn sie sich in ihrer Jugend für einen bestimmten Mann entschieden hätte, der ihr jetzt wiederbegegnet ist, jedoch verheiratet und mit Kindern. Das ist eine spannende Frage, und diese Geschichte wird wunderbar erzählt, jedoch nicht weiterverfolgt. Insgesamt besteht dieses Buch aus einer Reihe blitzlichtartiger Szenen. Das ist ganz hervorragend geschrieben, aber für mich zu zusammenhanglos.

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