Marie Pellissier

 3,9 Sterne bei 146 Bewertungen
Autorenbild von Marie Pellissier (©)

Lebenslauf

Marie Pellissier ist mein Künstlername. Meine jüngste Kindheit habe ich in Brüssel verbracht wo ich einen französischsprachigen Kindergarten besuchte. Ich liebte die großen Parks (vor allem im Herbst, wo wir durch die Blätterberge tobten) war fasziniert von Puppen - in Brüsseler Spitze gehüllt - Stilmöbeln, alten Damen und den Dackeln, die sie spazieren führten, Eclairs, Gauffres, Kroketten und bunt blinkendem Christbaumschmuck. In besonderer Erinnerung sind mir noch die Aufführungen im Kindergarten auf einer echten Bühne in einem echten Theatersaal. Kurz: Brüssel war alles, was das Leben lebenswert zu machen schien. Mit Anfang zwanzig war ich dann zum ersten Mal alleine in Paris - und fühlte mich dort sofort zu Hause. Was dem kleinen Mädchen Brüssel gewesen war, schien die junge Frau in Paris zu finden. Mit einem wichtigen beruflichen Auftrag durfte ich zwei Wochen lang in einem der hohen Bürotürme in La Défense, dem futuristischen Büroviertel arbeiten. Welch ein Abenteuer! Und ein russischer Kollege - vollendeter Kavalier - zeigte mir am Wochenende alles, was man von der Stadt gesehen haben musste, um sich mit Haut und Haar in sie zu verlieben. „Il faut profiter du Bonheur de la vie!“ Von da an musste ich jedes Jahr dort sein. Zuerst waren es Eifelturm, Trocadero, das Viertel um die Oper und die Grands Boulevards, das Musée Grevin und der Montmartre, das Quartier Latin und der Jardin du Luxembourg, die mich interessierten. Daneben Meeresfrüchte und Crème brulée. Als der Traum vom Leben in Paris endlich wahr wurde, musste ich erkennen, dass die meisten Wohnungen laut und dunkel waren. Und so machte ich mir zur Bedingung: Entweder eine Wohnung am Place des Vosges, eine mit Blick auf den Eifelturm, oder gar keine. Die Maklerin hielt mich vermutlich für überspannt und sagte, ein Lottogewinn wäre wahrscheinlicher. Doch dann, drei Tage später, konnte sie das völlig unmögliche möglich machen: eine Dachgeschosswohnung am Place des Vosges, Hausnummer 3. Hätte ich mein Herz nicht schon an die Stadt verloren gehabt, so hätte ich es noch an diese Wohnung verschenken können und an die Gardienne, die wir sozusagen mit mieteten. Sie heisst zwar nicht Lucie, ist auch keine 60 Jahre alt, keine religiöse Katholikin, aber auch sie hat ein Herz aus Gold und ist die Seele des Hauses. Wenn ich meine Lucie-Krimis schreibe, so tue ich das aus zwei tiefen Gefühlen heraus: aus Liebe zu dieser Stadt, zu diesem Gebäude und zu meiner Gardienne. Und aus tiefstem Heimweh. Verbringen wir also etwas Zeit gemeinsam in Paris? Und wenn es nur zwischen zwei Buchdeckeln ist...

Alle Bücher von Marie Pellissier

Cover des Buches Die tödliche Tugend der Madame Blandel (ISBN: 9783453357679)

Die tödliche Tugend der Madame Blandel

(93)
Erschienen am 12.05.2014
Cover des Buches Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard (ISBN: 9783453357686)

Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard

(53)
Erschienen am 09.11.2015

Neue Rezensionen zu Marie Pellissier

Cover des Buches Die tödliche Tugend der Madame Blandel (ISBN: 9783453357679)
Nadin_Mocks avatar

Rezension zu "Die tödliche Tugend der Madame Blandel" von Marie Pellissier

Nadin_Mock
Spezielle Ermittlerin, guter Krimi

Das Buch gefiel mir wieder gut. Die Vorderseite wirkt einfach. Man sieht Bluttropfen, einen angebissenen Macaron, zwei Eiffeltürme, Schnörkel und eine Lupe. Die Lupe zieht den Blick an und zeigt einen vergrößerten Teil eines Stadtplans von Paris. Das alles passt genau zur Geschichte, ohne aufdringlich zu wirken. Der Titel passt sehr gut zum Inhalt und bleibt bis zum Schluss rätselhaft. In dieser Geschichte gibt es drei Madame Blandels. Man bezieht den Titel zu lange auf die falsche Person. Dort ergibt er wenig Sinn. Am Ende des Buches erklärt sich der Titel.

Die Hauptfigur Lucie wirkte sympathisch, doch irgendwann empfand ich starkes Mitleid für sie. Sie arbeitet sehr genau, zeigt sich zuvorkommend, sorgt sich stets um das Wohlbefinden anderer, hilft bereitwillig und bereichert ihr Umfeld. Nachdem sie in diese schwierige Situation gerät, entgleitet ihr die Kontrolle. Die Furcht vor der Polizei treibt sie voran. Ihre täglichen Pflichten belasten sie während ihrer eigenen Nachforschungen stark. Sie setzt ihren guten Ruf, ihre Arbeit, ihre Ehe aufs Spiel - ihr Leben schwebt in Gefahr. Eine mutige, reifere Frau, die man mögen muss.

Die Nebenfiguren stellte die Geschichte sehr gut dar. Alle wichtigen Personen erhielten eine Vorgeschichte. Sie blieben keine bloßen Namen; jede hatte ein eigenes kleines Schicksal in der Erzählung. Man verfolgte diese Schicksale gerne parallel zur Haupthandlung.

Die Grundidee der Erzählung ist zwar nicht neu, wird jedoch sehr gut dargestellt. Der Stil des Schreibens ist angenehm und lässig, wodurch man leicht in das Buch eintauchen kann. Man fliegt förmlich durch die Seiten und kann sich immer wieder über unerwartete Wendungen freuen. Anfangs kann es jedoch für jemanden, der kein Französisch spricht, etwas herausfordernd sein, das Buch zu lesen, da häufig französische Begriffe und Ausdrücke eingeführt werden, die nicht übersetzt sind und bei mir oft für Verwirrung gesorgt haben. Trotzdem verleihen gerade diese Elemente dem Buch einen besonderen Reiz und schaffen eine noch authentischere Atmosphäre von Paris. 


Ich kann das Buch definitiv empfehlen, da es eine erfrischende Abwechslung zu den typischen Ermittlergeschichten bietet. Die alte Dame ist einfach liebenswert und hebt sich deutlich von den gewohnten Detektiven und Kommissaren in den gewöhnlichen Krimis ab. Von mir gibt es daher insgesamt

Cover des Buches Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard (ISBN: 9783453357686)
engineerwifes avatar

Rezension zu "Der tödliche Tanz des Monsieur Bernard" von Marie Pellissier

engineerwife
Save the last dance for me ...

Der Klappentext fasst die Handlung sehr gut zusammen, ohne vorab schon zu viel preiszugeben. Wie schon im Vorgängerband scheint es, als ob unsere gute Lucie der Polizei immer eine Nasenlänge voraus ist, wobei man auch sagen muss, dass sie nicht gerade die hellste Birne im Kronleuchter als Ermittler eingesetzt haben. Commissaire Legrand, vielen vielleicht schon aus Band eins bekannt, hat sich nämlich unsterblich in einer der ehemaligen Tänzerinnen an der Oper verliebt und ist deshalb nicht immer ganz bei der Sache und ganz schön voreingenommen. 

Während die Beschreibungen der Oper und der ganzen Atmosphäre rund um das Pariser Ballet einfach nur zauberhaft sind, gehen die Ermittlungen selbst etwas schleppend, ja an manchen Stellen schon fast zäh voran. Am Rande wird natürlich auch das Privatleben von Lucie etwas gestreift, indem wir ihren Mann, ihren Sohn und dessen Frau wiedertreffen, doch auch das bleibt leider etwas blass im Hintergrund. Während ich Teil eins dieser Reihe vor vier Jahren noch mit vier von fünf Sternen bewertet hatte, bleibt meine Bewertung diesmal im mittleren Segment mit nur noch drei Sternen. Einen weiteren Teil braucht die Autorin meinetwegen nicht mehr schreiben.   

Lucie ermittelt in den Abgründen der Pariser "Opera Garnier"

Dies ist der zweite Krimi-Roman der Autorin, in dem Lucie, eine ältere Hausmeisterin, eigenständige Ermittlungen unternimmt.

Der Roman führt den Leser in die Welt der Tänzer und des Balletts an der berühmten „Opera Garnier“ in Paris.

Der Ballettdirektor stürzt hier tödlich eine Treppe hinab: ein tragischer Unfall, oder hat doch jemand nachgeholfen?

Wer könnte ein Motiv haben, wer profitiert von diesem Todesfall?

Was ist zehn Jahre zuvor geschehen und hat damals die Star-Tänzerin aus Paris vertrieben?

Diese Fragen stellt sich auch Lucie, die den Sturz in der Oper miterlebt hat und in deren Haus der Ballettdirektor wohnte.

Die Kriminalpolizei in Person von Commissaire Legrand ist befangen. Legrand hat sich in eine der verdächtigen Tänzerinnen verliebt…

Lucie möchte die Gerechtigkeit siegen sehen und ermittelt in dieser Mission.

Aus diesen Zutaten webt Marie Pellissier einen unterhaltsamen Roman, in den sie einen komplexen Rätsel-Plot einarbeitet.

Schauplätze sind – natürlich – die Opera Garnier und das Haus an der Place des Vosges, für das Lucie verantwortlich ist.

Historische Gebäude, Parkanlagen und Oper werden detailreich dargestellt. Die französische Lebensart und ganz speziell das Flair der Hauptstadt Paris werden wunderbar beschrieben und sehr plastisch geschildert.

Auch der Leser, der kaum mit Paris vertraut ist, wird davon bezaubert sein.

Neben diesen Schilderungen tritt der Kriminalfall zunächst einmal in den Hintergrund und entwickelt sich in eher schleppendem Tempo. Allzu viele Personen und Verbindungen werden ausgebreitet, als Verdächtige aufgebaut, um schließlich in die Sackgasse zu führen. Die große Spannung wird erst im letzten Viertel aufgebaut und hier überrascht Marie Pellissier mit einer interessanten Lösung.

Überzeugen kann dieser Roman mit den Schilderungen der Stadt Paris und den zahlreichen unterschiedlichen Charakteren. Hier entsteht der Eindruck eines gelungenen Regional-Krimis.

Das Erzähltempo ist niedrig, die aufgebaute Spannung bleibt über längere Strecken nur mäßig. Einige Wendungen erscheinen gegen Ende sehr gewollt. Die Lösung indes war für mich gelungen konstruiert.

Empfehlen kann ich diesen Roman allen Paris-Liebhabern und Fans von ungewöhnlichen Ermittler-Figuren.

Ich vergebe 3,5 Sterne (hier aufgerundet) und weiß nach der Lektüre jede Menge über die Welt der Tänzer und des Balletts.

Gespräche aus der Community

Die charmante Pariser Haushälterin Madame Lucie ermittelt wieder!

Einige von euch haben in Marie Pellissiers ersten Krimi bereits die Bekanntschaft mit der liebenswürdigen Lucie gemacht. Nach Die tödliche Tugend der Madame Blandel legt die Heidelberger Autorin jetzt ihren zweiten Krimi mit Paris Flair vor.

Nach einer Premierenvorstellung wird der für sein exzessives Leben bekannte Ballettdirektor Guillaume Bernard tot aufgefunden. Mit ihrem untrüglichen Gespür für die Aufklärung von Verbrechen nimmt sich Gardienne Lucie der Sache wieder an. Sie kannte Guillaume schon lange, wohnt er doch im Haus am Place des Voges, wo sie seit über 40 Jahren als Hausmeisterin das Regiment führt. Lucie will unbedingt wissen, was mit dem Ballettdirektor passiert ist. Und taucht tief in die Vergangenheit der Pariser Ballettszene ein, wobei sie sich diesmal gefährlich weit in den Kreis der Verdächtigen begibt.

Wenn Du mit in die Pariser Ballettszene eintauchen möchtest, bei fallenden Außentemperaturen einfach nur Lust auf einen herzerwärmenden Krimi hast oder neugierig auf die Autorin hinter den Paris-Krimis bist, dann bewirb Dich für die Leserunde mit der Autorin über den blauen „Jetzt bewerben“-Button, indem Du bis einschließlich 9.11.2015  auf diese Frage antwortest:

Was würdest Du im Herbst in Paris unternehmen?

Hier geht es zur Leseprobe

Wir sind gespannt auf Euch und freuen uns auf das gemeinsame Lesen!

Euer Team vom Diana Verlag und Marie Pellissier

791 BeiträgeVerlosung beendet
Maritahenriettes avatar
Letzter Beitrag von  Maritahenriette
Mitten im August fischt die Pariser Crim eine Wasserleiche aus der Seine. Bevor Commissaire Legrand weiss, um wen es sich bei der Toten handelt,
hat sich Gardienne Lucie schon auf Mörderjagd begeben. Aus gutem Grund: Die alte Hausmeisterin hat in der Wohnung des Opfers wertvolle Spuren vernichtet bei dem Versuch, die Ehe der Blandels zu retten. Lucie befürchtet, nun selbst von der Polizei verdächtigt zu werden.
Während sie sich den Kommissar mit falschen Fährten vom Halse halten muss, bringen Lucies eigene Nachforschungen sie der Wahrheit immer näher - bis der Mörder ein zweites Mal zuschlägt ...

"Die tödliche Tugend der Madame Blandel" ist ein Roman für Parisliebhaber und solche, die es werden wollen.
Wenn Du in diese Atmosphäre eintauchen möchtest, Du beim Lesen gerne mit rätselst und Humor mit Tiefgang liebst, dann könnte dies ein Buch für Dich sein.

Um einen ersten Eindruck zu gewinnen, schau Dir doch den Trailer an:

                   

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Mich würde interessieren ...

- Wie wirkt der Trailer auf Dich? Was erwartest Du danach?
- Was löst das Cover in Dir aus?
- Noch ein Krimi? Was glaubst Du könnte dieses Buch von den vielen anderen unterscheiden? Oder kann man/ frau von Krimis nie genug bekommen?


Ich freue mich auf Deine Bewerbung bis zum 18.05.
Es gibt 15 Exemplare zu gewinnen. Sollte die Glücksfee Dir dieses Mal nicht hold sein, hoffe ich dennoch auf Deine Teilnahme. Als "Debütautorin" ist das alles sehr spannend für mich und jede Rückmeldung meiner Leser sehr wertvoll.

A bientôt und bis bald,

Marie Pellissier
389 BeiträgeVerlosung beendet
Letzter Beitrag von  Ein LovelyBooks-Nutzer
Ich habe zwar nicht an der Leserunde teilgenommen, möchte aber trotzdem meine Rezi hier kundtun: http://www.lovelybooks.de/autor/Marie-Pellissier/Die-t%C3%B6dliche-Tugend-der-Madame-Blandel-1093957345-w/rezension/1113670706/

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