Marie Velden Lilienrupfer

(45)

Lovelybooks Bewertung

  • 41 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 2 Leser
  • 17 Rezensionen
(18)
(12)
(7)
(7)
(1)

Inhaltsangabe zu „Lilienrupfer“ von Marie Velden

Undine Busch ist eine patente junge Frau, doch mit der Liebe will es nicht so recht klappen. Bis eines Tages Christian auftaucht. Da ist Undine sofort klar: Das ist der Mann ihres Lebens! Doch nach der ersten gemeinsamen Nacht verschwindet Christian unter fadenscheinigen Begründungen wieder aus ihrem Leben. Voller Wut und Verzweiflung schreibt sich Undine in einer E-Mail an eine selbst erfundene Adresse von Superstar Robbie Williams den Frust von der Seele und schickt ihn in den weiten, unbekannten Raum des Internets. Eines Tages erhält sie tatsächlich eine Antwort - von R. Williams. Undines Leben nimmt eine ungeahnte Wendung, und sie traut ihren Augen nicht, als plötzlich auch Christian wieder vor ihr steht. Bekommt ihre Liebe noch eine Chance?

eine Homage an die Liebe

— wirbelwind2010
wirbelwind2010

nur zu empfehlen!!! :)))

— jessy85
jessy85

Stöbern in Liebesromane

Vermählung

Nicht für jeden Austenfan etwas!

xine48

Alles, was du suchst

Was ne Schmonzette, wunderbar ...

alkitabbi

Wer weiß schon, wie man Liebe schreibt

Ich liebte es, Bea und Tim auf ihrer Reise zu begleiten und werde ganz sicher mehr von Kristina Günak lesen.

misery3103

Wie das Feuer zwischen uns

Einfach ... WOW- die Bücher Brittainy C. Cherry gehören zu meinen absoluten Highlights

Kellenbay

Rock my Dreams

Das beste Buch der Reihe.

lena90

So klingt dein Herz

Laura "Lyrebird" zeigt den Menschen auf herzerwärmende Weise die Welt, die sich verlernt haben wahrzunehmen.

Schugga

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Lilienrupfer

    Lilienrupfer
    peggy

    peggy

    13. January 2016 um 14:49

    Undine Mitte dreißig, hat Pech mit Männern, sie beginnt E- Mails an eine von ihr ausgedachte Mail - Adresse zu schreiben. Darin erzählt sich von Dingen aus ihren Leben und von ihrer großen Liebe Christian, der sie verlässt. Der Schreibstil ist leicht wenn auch von einem sehr intelligenten Sprachgebrauch, die Bezüge auf literarische Werke fand ich ausnehmend gut.  Den Anfang der Geschichte war Interessant aber nicht außergewöhnlich, nach und nach kam mehr Bewegung in diese und auch in mich, sie berührte mich und gewann deutlich an Tiefe. Das Ende machte mich sprachlos, die Handlung hat zwei Seiten eine fiktive und die reale, die reale verstörte mich, die fiktive berührte mich, beide Seiten ließen mich nachdenklich zurück. Das Buch hängt einem noch lange nach nach..

    Mehr
  • So lala, bis auf's Ende

    Lilienrupfer
    literaturELLE

    literaturELLE

    22. October 2013 um 10:09

    Undine Busch, Christian, Robin Williams. Undine arbeitet beim Theater, verliebt sich in Christian und weint sich per Mail bei Robin Williams aus. Soweit so gut. Interessante Mischung, sollte man meinen. Mein Fazit vorweg: Mir hat der Roman leider nicht gefallen. Zwei ** dennoch für das wirklich überraschende Ende der Geschichte. Jedoch besteht eine gute Story nicht nur aus einem guten Abschluss. Der Weg ist bekanntermaßen das Ziel. Und dieser Weg war nicht spannend. Klar möchte der Leser wissen – kriegen sie sich oder kriegen sie sich nicht. Aber ist das Spannung? Reicht das? Mir leider nicht. Auf mich wirkte das meiste zu aufgesetzt – Undine's Arbeit am Theater, der exzentrische Regiesseur, die Therapeutin, die zur Freundin wird. Ständig wird irgendwo zum Essen / Kaffeetrinken gegangen – all das vor der großartigen bayowarischen Kulisse. Für mich bleiben die Protagonisten zu farblos, zu oberflächlich skizziert. Es wollen einfach keine Bilder vor meinem geistigen Auge entstehen. Das habe ich sehr vermisst. Die Sprache ist gewählt und rund, dennoch irgendwie mühsam. Schade. Nett war’s, mehr nicht. www.cat4net.de

    Mehr
  • Rezension zu "Lilienrupfer" von Marie Velden

    Lilienrupfer
    Klusi

    Klusi

    Auch nach längerem Überlegen bin ich mir nicht so ganz schlüssig, was ich von diesem Roman halten soll. Er ist so ganz anders als erwartet. Es war auf jeden Fall eindeutig das wunderschön gestaltete Cover, das mich bewogen hat, dieses Buch lesen zu wollen, denn optisch gesehen ist es wirklich eine Verlockung. Aber ich gestehe, der Einstieg in die Geschichte ist mir nicht leicht gefallen. Ein Grund dafür, dass ich nicht recht mit der Story warm geworden bin, ist sicher der imaginäre Email-Empfänger, denn Robbie Williams wäre für mich ganz sicher keine Anlaufstelle, um mein Herz zu erleichtern. Ziemlich unglaubwürdig fan ich auch, dass die Emails wirklich angekommen sind. Sendet man Mails an eine erfundene oder fehlerhafte Adresse, bekommt man ja normalerweise höchstens Antwort von einem gewissen „Mailer Daemon“ ;-) Kommt nichts zurück, kann man davon ausgehen, dass eine Mail auch ihr Ziel gefunden hat. Was Undine unter diesen Voraussetzungen alles dem Worldwide Web anvertraut, ist unglaublich und auch ziemlich naiv. Allgemein war es leider so, dass ich kaum einen Draht zu den Charakteren finden konnte. Weder Undine noch Christian waren mir sonderlich sympathisch, und ich konnte mich aus diesem Grund auch nur schwer in ihre Lage hinein versetzen. An der sprachlichen Gestaltung des Romans lag es nicht, denn der Schreibstil ist wortreich und phantasievoll. Aber die Ich-Erzählerin konnte mich so gar nicht von sich überzeugen. Besonders am Anfang kokettiert sie mit ihrer kulturellen Bildung und macht auf mich einen etwas arroganten Eindruck. Mit Klischees wird nicht gespart. Um nur ein Beispiel zu nennen: Der Inhaber einer Firma für Metzgereibedarf kann anscheinend zwangsläufig nur gutmütig und ein wenig schlicht von Gemüt sein. Seine Gattin, die sich vegetarisch ernährt, ist natürlich völlig überspannt und humorlos, wenn auch sehr kulturbeflissen. Sie wird von Undine mit einem trockenen, bröckelnden Keks verglichen. Ab der Hälfte des Buches kommt dann ein wenig Spannung auf, die aber schnell wieder verpufft. Was ich von Christian halten soll und welchen Details aus seinem Leben ich Glauben schenken kann, hat sich mir nicht so ganz erschlossen, denn um die Verwirrung komplett zu machen, gibt es ja auch noch die Geschichte in der Geschichte. Unglaubwürdig waren für mich auch der Zufall, dass Undine plötzlich Antwort auf ihre Mails erhalten hat und die Umstände, unter denen sie Christian wieder begegnet. Für mich war das alles leider ziemlich an den Haaren herbei gezogen und ziemlich konfus. Da das Buch jedoch sprachlich einiges zu bieten hat, bewerte ich es noch mit guten drei Sternen.

    Mehr
    • 4
  • Rezension zu "Lilienrupfer" von Marie Velden

    Lilienrupfer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    27. January 2012 um 21:38

    Apfelchili & Lilienrupfer Haben Sie „Gut gegen Nordwind/Alle sieben Wellen“ gelesen, gehört, verschlungen und suchen seither verzweifelt nach einer Geschichte, die auch nur annähernd an Leos und Emmis heranreichen kann? Da haben wir gute Nachrichten, solch ein Buch gibt es! „Lilienrupfer“ heißt es und machen Sie es sich gemütlich, schalten Telefon und Klingel aus und lassen sich mitreissen... „Lieber Robbie, weißt Du eigentlich, weshalb ich irgendwann angefangen habe, Dir diese spleenigen E-Mails zu schreiben, die in Wahrheit weiß Gott wo landen? MIR fiel es vor ein paar Minuten wieder ein. Mein Abfalleimer solltest du sein oder vielmehr ein Spiegel jener Männer, mit denen ich schon viel zu viel Zeit in meinem Leben verplempert habe. Schimpfen wollte ich und Antworten von Dir kriegen, warum man sich so mies verhalten kann. Ich hoffte, ich könnte sie im Kopf hören, wen ich Dir schriebe. Und wirklich: Manchmal hat es funktioniert. Und jetzt? Von wegen Abfalleimer! Einen Freund habe ich aus Dir gemacht und aus dem Schimpfen wurde ein Schwärmen. Antworten DARAUF, nein, die gibt es nicht, wofür ich allerdings diesen misanthropischen Zug an Dir verantwortlich mache. Der will das nämlich nicht. Der will weiterhin und wie gewohnt kleine und große Zynismen loswerden, nur dass mein Kopf dafür augenblicklich nicht auf Empfang geschaltet ist. Also wäre es doch logisch, den ganzen E-Mail-Kram einzustellen. Aber das will ich nicht. Nicht jetzt, wo es anfängt, schön zu werden. Außerdem – und ich gebe es zu – ist da noch mein missionarischer Eifer.“ Undine Busch arbeitet als Dramaturgin an einem Theater in München, sie ist 36 Jahre alt und derzeit Single. Als ihr bester Freund ihr empfiehlt es mal mit einer Datingseite im Internet zu probieren, glaubt sie nicht, dass sie einen Mann wie „Leo Leike“ treffen würde. Und so erweisen sich ihre Kandidaten als Traumtänzer. Wie es der Zufall so will, trifft sie ausgerechnet im Krankenhaus, wo sie nach einem Fahrradsturz liegt, einen interessanten Mann. Als sie ihn wiedersieht, nutzen die zwei ihre Chance. Sie verbringt eine wunderbare Zeit mit Christian und begeistert ihre Kollegen mit ihrer neu erfrischten Kreativität und Spritzigkeit, was gerade kurz vor der Premiere gut ist. Bereits im Krankenhaus hat Undine angefangen, dem Popstar Robbie Williams zu schreiben, sie nutzt diese (einseitige) Korrespondenz um ihre Gedanken, Träume und Ängste zu formulieren – immer mit der Gewissheit, dass niemand ihre Mails jemals lesen wird. Eines Tages jedoch erhält sie Antwort und alles ist plötzlich ganz anders... Marie Velden ist mit „Lilienrupfer“ ein ganz besonderer Coup gelungen, in einer faszinierend-poetischen Sprache schrieb sie eine Liebeserklärung an Theater, Musik und die Literatur und bastelt rund um diese Liebeserklärung eine Liebesgeschichte. Man merkt, dass sie eine Geschichte à la „Gut gegen Nordwind“ schreiben wollte, hier und da bezieht sie sich auch diese Geschichte, doch ist „Lilienrupfer“ alles andere als ein billiger Abklatsch des Glattauer'schen Bestsellers. Es ist allerdings ratsam, Emmis und Leos Geschichte zu kennen, damit man Veldens Buch voll und ganz versteht. Velden bringt ihre ganz eigenen Ideen zum Einsatz und fasziniert mit ihrer wortgewaltigen Sprache. Zum Schluss bietet sie dem Leser noch einen Knalleffekt, mit dem so wohl niemand gerechnet haben dürfte – es bleibt also spannend bis zum letzten Punkt. Und so bleibt das Buch auch nach der Lektüre noch im Gedächtnis, man grübelt, was ist Realität, was war Fiktion? Die Autorin spielt hier gekonnt mit dem Leser und man wünscht sich mehr solcher Bücher. Ob es ein Happy-End gibt? Nun, das liegt ganz im Auge des Betrachters... Ganz nebenbei bemerkt: Besonders dankbar dürften Marie Velden auch Menschen sein, die eine Autoimmunerkrankung haben, denn die Autorin bringt diese Thematik kurz im Buch unter, bezieht sich hier auf das Guillaume-Barré-Syndrom und macht so aufmerksam auf diese noch so unbekannten und wenig verbreiteten Krankheiten. Liebe Marie Velden, bitte schreiben Sie schon ganz bald ein neues, so wunderschönes, wortgewaltiges Buch!

    Mehr
  • Rezension zu "Lilienrupfer" von Marie Velden

    Lilienrupfer
    StellaCometa

    StellaCometa

    „Lieber Robbie Williams …“ Undine Busch berichtet regelmäßig in ihren E-Mails dem Superstar von ihren Sorgen und Ängsten, ebenso von den schönen Dingen, die ihr widerfahren, so z. B. von Christian, dem Mann ihres Lebens. Immer in der Gewissheit, dass die verfasstem Zeilen im Nirgendwo landen, schließlich hat Undine Robbies Email-Adresse nur erfunden. Eines Tages jedoch geschieht das Unglaubliche: Sie erhält eine Antwort … In ihrem Debüt verbeugt sich Marie Velden vor Literatur und Musik, nebenbei trifft sie mit Undines Geschichte den Leser mitten ins Herz. Dabei wirkt „Lilienrupfer“ anfangs noch wie ein netter Frauenroman, eben einer von vielen … Undine erzählt von ihren Sorgen und Ängsten, Gedanken und Empfindungen. Teilweise geschieht dies in Form von E-Mails, teilweise über innere Monologe. Solche können manchmal den Leser nerven – nicht aber hier! Die Autorin bedient sich nicht irgendwelcher Klischees, sie versucht auch nicht (gezwungen) witzig zu sein. Ihre Zeilen sind eher bedacht, sanft und klug. Sogar poetisch. Selten erschien mir die Protagonistin in einem Buch so real und nahe. Undine Busch könnte ebenso gut eine Frau sein, die mir zufälligerweise auf der Straße begegnet. Nebenhandlungen sind geschickt mit in die Geschichte eingeflossen, die Charaktere sind allesamt überzeugend dargestellt, insbesondere – wie schon erwähnt – Undine, aber auch Julia, Franz, Christian und all die anderen. Marie Velden hat einen ganz wunderbaren Roman geschrieben, deren Verlauf mich mehr als überrascht hat! Die Geschichte selbst ist in 3 Teilen gegliedert (1. und 2. Teil sowie Epilog). Diese Unterteilung ist sehr wichtig, dies erfährt der Leser aber erst ganz zum Schluss. Sprachlich und inhaltlich setzt sich diese traurig-schöne Geschichte von anderen Büchern ab. Das Ende hat mich getroffen! Es hat mich sogar mit Tränen in den Augen zurückgelassen. Positiv ist noch zu erwähnen, dass Inhalt, Titel und Cover perfekt aufeinander abgestimmt sind. Dafür ein großes Lob an den Verlag! Fazit: „Lilienrupfer“ ist romantisch, verträumt, sehnsüchtig. Ganz einfach eine traurig-schöne Geschichte, die nachwirkt … Es lohnt sich!

    Mehr
    • 2
  • Rezension zu "Lilienrupfer" von Marie Velden

    Lilienrupfer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    01. March 2011 um 14:43

    Ein schöner Titel, ein ansprechendes Cover und ein Zitat von Thommie Bayer auf dem Cover „Manche Bücher können glücklich machen, manche traurig. Dieses Buch kann beides.“ Diesem Zitat kann ich nur zustimmen. Das Buch hat mich völlig in seinen Bann gezogen und mich letzten Samstag beschäftig. Auf 240 Seiten erzählt die Autorin eine herzbewegende Geschichte. Mal lustig, mal traurig mal „zum aus der Haut fahren“ Ein bisschen erinnert mich das Buch an Daniel Glattauers „Gut gegen Nordwind“ und „Alle sieben Wellen“, aber nur ein bisschen. Marie Velden hat mit ihrem Debütroman ein kleines Juwel geschaffen. Nichts um es mal eben so zwischendurch zu lesen. Dieses Buch wirkt irgendwie nach. Ich konnte nicht direkt zum nächsten greifen und auch jetzt bin ich noch ganz fasziniert und begeistert.

    Mehr
  • Rezension zu "Lilienrupfer" von Marie Velden

    Lilienrupfer
    tedesca

    tedesca

    Ein weiterer EMail-Roman, den der Leser oder in diesem Fall die Leserin nicht braucht. Die Autorin geizt nicht mit Titel-Dropping: ob Buchtitel, ob Filmtitel - sie werden aneinandergereiht als gäbe es kein Morgen. "Lilienrupfer" liest sich wie ein Auszug aus einem Bücher- und Film-Katalog. Weniger wäre in diesem Fall tatsächlich einmal mehr gewesen. Der Leser gewinnt den Eindruck, er befände sich auf einer in Buchstaben gepressten Butterfahrt. Der Plot wirkt reichlich unausgegoren und stellenweise konfus. Die Protagonisten, allen voran die unsägliche Undine Busch, blieben bis zum Ende blass und gewannen keine Konturen. Das Schicksal der Figuren verstand es nicht den Leser zu fesseln. Schade. Den einen Stern, den ich dennoch für dieses Buch vergebe, den hat sich eindeutig der Wellensittich namens Mr. Briggs verdient. Der kurze Abschnitt des Buches, in dem Mr. Briggs seinen flatterhaften Auftritt hatte, war nett. Ansonsten mein Urteil: nicht lesenswert.

    Mehr
    • 7
  • Rezension zu "Lilienrupfer" von Marie Velden

    Lilienrupfer
    JessSoul

    JessSoul

    26. December 2010 um 23:10

    Ein herzergreifender Roman mit überraschender Wendung, die es seit vielen Büchern endlich geschafft hat, mir die Tränen in die Augen zu treiben. Wer Robbie Williams anhimmelt und zu verstehen versucht, ist hier richtig, auch wenn er nur nebenbei vorkommt. Ansonsten bleibt nur zu sagen, dass dieser Roman eine Liebeserklärung an die schönen Künste Musik, Literatur und Theater ist. Und an das Leben selbst. 5 Sterne dafür.

    Mehr
  • Rezension zu "Lilienrupfer" von Marie Velden

    Lilienrupfer
    Leserrezension2010

    Leserrezension2010

    16. August 2010 um 16:04

    A20 Marie Velden - Lilienrupfer
 Kategorie: Allgemein Verlag: dtv
 240 Seiten, Taschenbuch
 ISBN-10: 3423212209 
ISBN-13: 978-3423212205 01. Juni 2010 "Lilienrupfer" ist eine Hommage an die schönen Künste. Die Hauptprotagonistin Undine arbeitet am Theater, die Autorin hat als ihren fiktiven E-Mailpartner einen berühmten Sänger gewählt und darüberhinaus findet man im Roman viele Zitate und Verweise auf Werke der Literatur, manchmal offensichtlich, von Zeit zu Zeit versteckt oder nur für Insider als solche erkennbar. So denkt Undine beispielsweise "Allerdings hatte mir niemand versprochen, ich würde auf einen Leo Leike treffen", nachdem sie auf Anraten ihres Freundes Till im WWW auf Männersuche geht. Der tiefere Sinn dieses Gedanken geht einem nur auf, wenn man Daniel Glattauers E-Mailromane "Gut gegen Nordwind" und "Alle sieben Wellen" gelesen hat, in denen die Protagonistin Emmi E-Mails von eben diesem Leo Leike erhält und sich im Laufe ihres andauernden Schriftverkehrs in ihn verliebt.
 Nicht nur durch dieses Zitat werden beim Lesen von "Lilienrupfer" Erinnerungen an die beiden erfolgreichen E-Mailromane von Glattauer wach. Auch die E-Mailkorrespondenz von Undine an Robbie Williams lässt zunächst an diese beiden Bücher denken, doch dann entwickelt sich "Lilienrupfer" plötzlich in eine ganz andere Richtung weiter. 
"Lilienrupfer" ist untergliedert in zwei Teile und einen Epilog. Der erste Teil besteht aus der einseitigen E-Mailkorrespondenz von Undine, der zweite Teil ist nur hie und da von einer E-Mail gespickt. Was sich anfangs noch wie ein Frauenroman nach bewährtem Schema liest, in dem eine Mittdreißigerin ihre Gedanken und Sorgen dem WWW statt einem Tagebuch anvertraut, entwickelt schon nach kürzester Zeit einen unwiderstehlichen Sog, so dass ich dieses Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand gelegt hätte. Es wird zu einer Spielerei mit Fiktion und Realität, nicht nur der zweite Teil, sondern gerade der Epilog hält eine außergewöhnliche Überraschung für den Leser bereit und ich beneide jeden, der die Lektüre dieses außergewöhnlichen Romans noch vor sich hat!
 Besonders in Undine und ihre Gedankengänge und Handlungsweisen konnte ich mich sehr gut hineinversetzen, da durch ihre E-Mailkorrespondenz im Prinzip ihr Innerstes nach außen getragen wird. Wohingegen mir Christian etwas fremd und unnahbar blieb, zuerst durch seinen unbegreiflichen Rückzug und anschließend durch den Kunstgriff, den die Autorin im weiteren Verlauf ihrer Geschichte vollbringt.
 Bevor ich dieses Buch zerrede, weil ich ihm mit meiner Rezension sowieso nicht im Mindesten gerecht werden kann, schließe ich mit einem Zitat von Maugham, welches dem zweiten Teil der Geschichte vorangestellt ist und eigentlich all das sagt, was gesagt werden muss: Nichts in der Welt hat Bestand, 
und wir sind Toren, wenn wir verlangen, 
dass etwas dauern solle,
 aber noch törichter sind wir, 
wenn wir es nicht genießen,
 solange es dauert. 

William Somerset Maugham
 "Auf Messers Schneide" Aufmachung des Buches:
 Ein wunderschönes verspieltes blumiges Design, welches in hervorragender Weise Grundidee und Titel des Buches aufgreift und interpretiert. Die Covergestaltung spielt eine wichtige Rolle innerhalb der Geschichte, genauso wie die Herkunft des Titels. 
Das Zusammenspiel von Inhalt, Titel und Cover, und damit die Übertragung des Bildes einer gerupften Lilie auf Undines Zeit mit Christian, ist der Autorin auf verblüffende und grandiose Weise gelungen. 

Fazit: 
Dieser Roman lädt zunächst zum Träumen ein, um den Leser anschließend umso härter auf den Boden der Tatsachen fallen zu lassen.
Das kreative Ende der Geschichte lässt Raum für Fantasie und eigene Interpretationen. Sprachlich und inhaltlich ein literarisches Kleinod!

    Mehr
  • Rezension zu "Lilienrupfer" von Marie Velden

    Lilienrupfer
    Buechereule

    Buechereule

    03. August 2010 um 20:55

    Klappentext: Lieber Robbie Williams… So beginnen die E-Mails von Undine Busch, Mitte dreißig, an eine erfundene Mailadresse des Superstars. Darin erzählt sie ihm von den kleinen und großen Dingen ihres Lebens, von ihren Träumen und von Christian, ihrer großen Liebe. Als dieser sie über Nacht verlässt, verkriecht sich Undine tief getroffen vor der Welt. Da erhält sie plötzlich eine Antwort auf ihre Mails… Eine bitter-süße Sommerliebe. Eine charmante Verbeugung vor Literatur und Musik. Inhalt: Undine ist 37 Jahre alt, arbeitet in einem Theater in München und ist Single. Nach einem Fahrradunfall liegt sie im Krankenhaus und schreibt Emails an eine erfundene Mailadresse von Robbie Williams. Da schreibt sie ihre Gedanken, Sehnsüchte und Ereignisse wieder, die sie bewegen. Undine freundet sich im Krankenhaus mit ihrer Physiotherapeutin an und bei einem gemeinsamen Cafébesuch, nach dem Undine aus dem Krankenhaus entlassen wurde, lernt sie Christian kennen. Undine verliebt sich in ihn und erlebt zu Beginn eine schöne Zeit, aber es kommt immer öfter zu Ungereimtheiten zwischen ihr und Christian. Meinung: Marie Velden hat mit Lilienrupfer einen wunderschönen poetischen Roman geschaffen. Er ist in zwei Teile und einen Epilog aufgeteilt und der Leser wird immer wieder überrascht. Der erste Teil erzählt von den E-Mails an Robbie Williams und die Beziehung zu Christian sowie Undines Arbeit am Theater und ihr Privatleben. Der zweite Teil bringt dann einiges unvorhergesehenes und auch der abschließende Epilog hat es noch einmal in sich. Gerade die E-Mails geben einen sehr guten Einblick in das Leben von Undine und ihre Gefühle, Gedanken, Träume und Eigenheiten. Sie kommt dadurch dem Leser sehr nahe und man fühlt sich mit ihr verbunden. Diese Verbundenheit hatte ich bei Christian einfach nicht, mag vielleicht auch daran liegen, dass er dem Leser zu distanziert bleibt und man ihn nicht so nah kommt, wie bei Undine. Neben dieser tollen Charakterdarstellung haben mir die vielen Anspielungen auf literarische Werke, sei es „Gut gegen Nordwind“ von Daniel Glattauer oder „Theater“ von William Maughan Sommerset, sowie die verschiedenen Musikstücke die Marie Velden in dem Buch verarbeitet hat, sehr gut gefallen. Und es sind nicht nur Robbie Williams Songs, sondern auch von Billy Joel und Rebekka Bakken. Ich habe mir dann im Internet, die verschiedenen Musikstücke angehört und sie haben jeweils sehr gut zu den Situation gepasst. Lilienrupfer ist nicht einfach ein E-Mail-Roman und nicht einfach ein Frauenbuch, das man schnell weg gelesen hat, sondern es berührt einen und durch die ganzen Wendungen, die die Handlung nimmt, kommt man sich vor wie bei einer Achterbahnfahrt. Ein tolles Buch für viele vergnügliche Stunden mit einem wunderbaren Cover!

    Mehr
  • Rezension zu "Lilienrupfer" von Marie Velden

    Lilienrupfer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    23. July 2010 um 09:53

    dieses buch verdient 5 sternchen! es haut einen erst mal um, ich habe die 2. hälfte in einem rutsch durchgelesen, brauchte aber ein paar tage, um jetzt eine rezension zu schreiben. das besonder ist schon der einband, wunderschön, schön anzufassen, der titel macht schon so lust aufs lesen. es fängt an wie ein xbeliebiger frauen-schmacht-liebesroman, mit einer sympathischen hauptperson, undine, in die man sich gut reinversetzen kann. viele schöne details. die geschichte nimmt ihren lauf, wie im wahren leben scheint es tragisch, aber es geht auch wieder bergauf, ein unglaubliches mitfiebern beginnt und man muss unbedingt wissen wie es ausgeht. bis man ein paar seiten vor schluss ziemlich heftig aus den rosa wolken gerissen wird. sehr realistisch, so geht es halt im leben. toll geschrieben, jede seite macht spaß zu lesen!

    Mehr
  • Rezension zu "Lilienrupfer" von Marie Velden

    Lilienrupfer
    Babab

    Babab

    11. July 2010 um 22:09

    Auf dem Cover steht das Zitat von Thommie Bayer „Manche Bücher können glücklich machen, manche traurig. Dieses Buch kann beides.“ und diesem kann ich nur zustimmen. Ich muss gestehen das es mich nicht von der ersten Seite an gepackt hat ,aber dann............ Zum Inhalt wurde schon alles geschrieben ... Ein absolut abwechlungsreiches Buch mit allen Höhen und Tiefen . Und seit diesem Buch besitze ich nun auch ein kleine Einschreibbüchlein in dem ich schöne Sätze und Zitate schreibe !!!

    Mehr
  • Rezension zu "Lilienrupfer" von Marie Velden

    Lilienrupfer
    anette1809

    anette1809

    09. July 2010 um 12:30

    "Lilienrupfer" ist eine Hommage an die schönen Künste. Die Hauptprotagonistin Undine arbeitet am Theater, die Autorin hat als ihren fiktiven E-Mailpartner einen berühmten Sänger gewählt und darüberhinaus findet man im Roman viele Zitate und Verweise auf Werke der Literatur, manchmal offensichtlich, von Zeit zu Zeit versteckt oder nur für Insider als solche erkennbar. So denkt Undine beispielsweise "Allerdings hatte mir niemand versprochen, ich würde auf einen Leo Leike treffen", nachdem sie auf Anraten ihres Freundes Till im WWW auf Männersuche geht. Der tiefere Sinn dieses Gedanken geht einem nur auf, wenn man Daniel Glattauers E-Mailromane "Gut gegen Nordwind" und "Alle sieben Wellen" gelesen hat, in denen die Protagonistin Emmi E-Mails von eben diesem Leo Leike erhält und sich im Laufe ihres andauernden Schriftverkehrs in ihn verliebt. Nicht nur durch dieses Zitat werden beim Lesen von "Lilienrupfer" Erinnerungen an die beiden erfolgreichen E-Mailromane von Glattauer wach. Auch die E-Mailkorrespondenz von Undine an Robbie Williams lässt zunächst an diese beiden Bücher denken, doch dann entwickelt sich "Lilienrupfer" plötzlich in eine ganz andere Richtung weiter. "Lilienrupfer" ist untergliedert in zwei Teile und einen Epilog. Der erste Teil besteht aus der einseitigen E-Mailkorrespondenz von Undine, der zweite Teil ist nur hie und da von einer E-Mail gespickt. Was sich anfangs noch wie ein Frauenroman nach bewährtem Schema liest, in dem eine Mittdreißigerin ihre Gedanken und Sorgen dem WWW statt einem Tagebuch anvertraut, entwickelt schon nach kürzester Zeit einen unwiderstehlichen Sog, so dass ich dieses Buch am liebsten nicht mehr aus der Hand gelegt hätte. Es wird zu einer Spielerei mit Fiktion und Realität, nicht nur der zweite Teil, sondern gerade der Epilog hält eine außergewöhnliche Überraschung für den Leser bereit und ich beneide jeden, der die Lektüre dieses außergewöhnlichen Romans noch vor sich hat! Besonders in Undine und ihre Gedankengänge und Handlungsweisen konnte ich mich sehr gut hineinversetzen, da durch ihre E-Mailkorrespondenz im Prinzip ihr Innerstes nach außen getragen wird. Wohingegen mir Christian etwas fremd und unnahbar blieb, zuerst durch seinen unbegreiflichen Rückzug und anschließend durch den Kunstgriff, den die Autorin im weiteren Verlauf ihrer Geschichte vollbringt. Bevor ich dieses Buch zerrede, weil ich ihm mit meiner Rezension sowieso nicht im Mindesten gerecht werden kann, schließe ich mit einem Zitat von Maugham, welches dem zweiten Teil der Geschichte vorangestellt ist und eigentlich all das sagt, was gesagt werden muss: Nichts in der Welt hat Bestand, und wir sind Toren, wenn wir verlangen, dass etwas dauern solle, aber noch törichter sind wir, wenn wir es nicht genießen, solange es dauert. William Somerset Maugham "Auf Messers Schneide" Aufmachung des Buches: Ein wunderschönes verspieltes blumiges Design, welches in hervorragender Weise Grundidee und Titel des Buches aufgreift und interpretiert. Die Covergestaltung spielt eine wichtige Rolle innerhalb der Geschichte, genauso wie die Herkunft des Titels. Das Zusammenspiel von Inhalt, Titel und Cover, und damit die Übertragung des Bildes einer gerupften Lilie auf Undines Zeit mit Christian, ist der Autorin auf verblüffende und grandiose Weise gelungen. Fazit: Dieser Roman lädt zunächst zum Träumen ein, um den Leser anschließend umso härter auf den Boden der Tatsachen fallen zu lassen. Das kreative Ende der Geschichte lässt Raum für Fantasie und eigene Interpretationen. Sprachlich und inhaltlich ein literarisches Kleinod!

    Mehr
  • Rezension zu "Lilienrupfer" von Marie Velden

    Lilienrupfer
    Tine76

    Tine76

    18. June 2010 um 20:43

    Ein Roman der bewegt. Eigentlich fängt alles recht harmlos mit ein paar Emails an die erfundene Adresse von Robbie Williams an. Undine (alleine dieser Name ist schon sehr außergewöhnlich) erzählt ihren Fantasy Robbie Williams über Email sämtliche ihre Geschehnisse des Tages. Auch als sie dann Christian begegnet und auf Wolke sieben schwebt schreibt sie weiterhin. Doch wir sind hier in keinem normalen Liebesroman. Denn es gibt noch einen zweiten Teil, der Teil der erstmal wieder hart auf den Boden aufschlägt, bevor es wieder aufwärts geht. Und ein Ende, welches sehr ungewöhnlich ist. Marie Velden erzählt in ihren Debütroman eine wunderbar realistisch und doch zauberhafte Geschichte. Eine Geschichte wie sie tatsächlich passiert sein könnte. Ja dieser Eindruck entsteht wirklich. Den es ist so eindrucksvoll und ausdrucksstark geschrieben. Er erzählt von guten Freunden, Ex-Freuden und frischer Liebe, Beruf, Freizeit und die Liebe zu Lilien und Somerset Maugham. Mich hat es beeindruckt. Vor allem das Ende ist ungewöhnlich und doch passt es. Es wird noch nachhaltig bei mir im Gedächtnis bleiben, so einen starken Nachklang hat es bei mir hinterlassen. Charaktere und Umgebung waren passend gewählt und eingefügt. Ein Roman zum lachen und weinen. Für sonnige Tage im Garten, genauso wie bei Regen vor einer dampfenden Tasse Tee. Wunderbar geschrieben und mit sehr viel Gefühl für Undine. Durch die Ich-Perspektive erleben wir alles hautnah mit. Lilienrupfer garantiert ein paar nachdenkliche Momente, aber auch viele Kracher zum Lachen. Auf dem Cover steht das Zitat von Thommie Bayer „Manche Bücher können glücklich machen, manche traurig. Dieses Buch kann beides.“ und diesem kann ich uneingeschränkt zustimmen. Das im übrigen dieses Cover im Buch ganz genau beschrieben wurde finde ich bemerkenswert und sehr schön, das es umgesetzt wurde.

    Mehr
  • Rezension zu "Lilienrupfer" von Marie Velden

    Lilienrupfer
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    11. June 2010 um 10:43

    Kurzbeschreibung: "Lieber Robbie Williams...", schreibt Undine, und es kommt ihr ganz natürlich vor. Seit geraumer Zeit führt sie ein E-Mail-Tagebuch, das sie dem Superstar über eine ausgedachte Mailadresse anvertraut. Sie erzählt darin von ihrer Arbeit an einem kleinen Theater, von den Menschen, die ihr nahe stehen, und von Christian, ihrer großen Liebe. Mit Mitte dreißig glaubt Undine, in ihm jenen besonderen Einen gefunden zu haben. Doch sie täuscht sich. Ohne Erklärung verlässt Christian sie über Nacht. Tief getroffen verkriecht sich Undine vor der Welt, als das Leben sie erneut verblüfft: Auf ihre E-Mails an Robbie Williams erhält sie plötzlich eine Antwort, die alles verändert. Im Chaos der Ereignisse steht sie auch Christian wieder gegenüber, der seine eigene Geschichte hat... Zur Autorin: Marie Velden wuchs in einem kleinen Ort in der bayerischen Rhön auf. Sie volontierte bei einer Tageszeitung und ging danach nach Paris, wo sie als Kindermädchen jobbte, Briefe für eine Werbeagentur tippte, in einer kleinen Galerie arbeitete und überhaupt eine tolle Zeit verbrachte. Später arbeitete sie an einem Münchner Theater und schrieb für Zeitschriften und Tageszeitungen. "Lilienrupfer" ist ihr Debütroman. Marie Velden lebt mit ihrer kleinen Familie in München. Das kleine Mädchen, das sich Prinzen und Wunder wünscht, bleibt ein Leben lang Teil einer weiblichen Seele. Selbst bei denen, die das nicht von sich glauben. (Seite 183) Rezension: Eigentlich zählt ein Buch wie "Lilienrupfer" nicht zu meinen gängigen Lese-Genres. Aber als ich auf der Verlagsseite von dtv las, dass es unter anderem um E-Mails geht, die die Protagonistin Undine Busch an eine fiktive Adresse schreibt, war es um mich geschehen. Da ich die beiden Bücher von Daniel Glattauer, "Gut gegen Nordwind" und "Alle sieben Wellen", sehr gelungen fand, musste ich "Lilienrupfer" einfach lesen und ich bin nicht enttäuscht worden. Marie Velden gelingt mit ihrem Debütroman eine Mischung aus Melancholie und Trauer aber auch Spritzigkeit und Wortwitz, die mich ab der ersten Seite an in ihren Bann zog. Durch die Ich-Perspektive, in der Undine ihre Geschichte erzählt, und die E-Mails, die sie schreibt, erhält man einen sehr dichten Bezug zu ihr. Der Leser freut sich mit ihr, leidet mit ihr und am Ende bleibt man verblüfft zurück. Zuerst war ich etwas enttäuscht über die Wendung, die "Lilienrupfer" am Ende hin nimmt, doch im Nachhinein könnte es nicht passender sein. Marie Velden hat mich sehr positiv mit diesem Roman überrascht und dafür gesorgt, dass ich mich in Zukunft mehr in diesem Genre umschauen werde. Zur Gestaltung des Buchs: Das Cover ist ein echter Hingucker! Eine Lilie in Spotlack-Optik, der Titel des Romans und der Autorin sind in einem dunklen Rosa bzw. hellen Blau geprägt und filigrane Blumen- und Schmetterling-Zeichnungen runden das tolle Gesamtbild ab. Fazit: Ich empfehle "Lilienrupfer" all denen, die schon von Daniel Glattauers Romanen um Emmi Rothner und Leo Leike (der sogar einmal im Buch erwähnt wird) begeistert waren. Absolut lesenswert! Wertung: 5 von 5 Punkten

    Mehr
  • weitere