Homali Sagina

von Marie Wigand 
4,3 Sterne bei8 Bewertungen
Homali Sagina
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Ein Thema, das zum Nachdenken anregt

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Es ist nicht schön mit der Wahrheit konfrontiert zu werden - manchmal aber nötig!

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Inhaltsangabe zu "Homali Sagina"

»Was ist los?«, fragte Monika besorgt
Caspar schluckte. Dann rang er sich zu einer abgehackten Antwort durch: »Sie wollen kastrieren. Sofort.«

Immer mehr Personen verschwinden spurlos aus Lindas Umfeld. Als schließlich sogar ihre geliebte Mutter wie vom Erdboden verschluckt ist, macht sie sich auf die Suche nach ihr. Eine Suche, die jedoch schnell in einem nicht enden wollenden Albtraum endet.
Auf dem Planeten Homali Sagina werden Menschen von Außerirdischen wie Tiere in enge, stinkende Käfige gesperrt und zur Gewinnung von Fleisch, Milch und Kleidung missbraucht. Menschen die gequält, ausgebeutet und geschlachtet werden, um die Gier einer überlegenen Spezies zu befriedigen.

Diese Geschichte spielt auf dem Planeten Homali Sagina, unendlich viele Lichtjahre von unserer Erde entfernt. Es handelt sich um ein etwas anderes Gedankenspiel für nervenstarke Erwachsene, die Mut und Lust auf eine neue Perspektive haben. Der grausame Alltag der Nutztiere wird auf den Menschen übertragen. Auf fast unerträgliche Weise wird einem bewusst was unsere Mitgeschöpfe jeden Tag durchleiden müssen. Dieser packende Psychothriller entführt in die tiefsten Abgründe der Menschheit!

»Die ganze Geschichte ist spannend und absolut packend geschrieben. Von der ersten Zeile an, hat mich dieses Buch und seine Thematik gefesselt.«
»Die Idee, ein Buch mit dieser Thematik zu schreiben, finde ich genial. Ich habe bisher nichts Vergleichbares gelesen.«
»Die Autorin hat mit diesem Buch eindrucksvoll bewiesen, dass wir jeden Tag dankbar sein muessen, nicht als Tiere auf die Welt gekommen zu sein.« (Leserstimmen)

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783741276200
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:376 Seiten
Verlag:Books on Demand
Erscheinungsdatum:01.02.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    lunau-fantasys avatar
    lunau-fantasyvor 5 Monaten
    Kurzmeinung: Ein Thema, das zum Nachdenken anregt
    Mir kam das Kotzen - und das ist gut so!

    Das Cover finde ich bereits gruselig genug, um es auch wirklich als den Thriller zu sehen, als welcher es beschrieben wird. Die in schmutzigen Kleidern sitzende Frau, deren Gesicht grün und blau geschlagen ist, spiegelt ein grauenvolles Szenario wieder, welches man in dem Buch erwartet. Tatsächlich aber sieht es eher aus wie ein Buch über Gewalt an Frauen, was aber (wie ich nach dem Lesen dann mit absoluter Sicherheit wusste) gar nicht ist. 


    Womit wir auch gleich zum Inhalt der Geschichte kommen, denn der Thriller wartet einmal mit einem anderen Thema auf. Eben kein klassisches: "ein Psychopath vergreift sich an einer unschuldigen Person etc., sondern Aliens, die sich gleich die ganze Gesellschaft schnappen. Und das nicht zu knapp. Denn fast täglich verschwinden mehrere tausend Menschen spurlos. Erst als die Protagonistin Linda selbst Opfer des Verbrechens wird, weiß sie, was passiert. Denn die Alien behandeln die gefangenen Menschen, so wie wir leider oftmals Nutztiere behandeln. Für mich als Flexiganerin ein durchaus interessantes Buch. Wir könnten dieses Thema jetzt ausweiten und diskutieren, warum denn flexigan und nicht einfach vegan, aber das geht hier zu weit und soll auch nicht Thema dieser Rezension sein. Was ich damit sagen will ist eher: Ich hasse es, wie wir Menschen mit den Tieren umgehen und eine Geschichte, in denen uns eben diese Behandlung selbst widerfährt übte auf mich deshalb einen Reiz aus, weil sie anderen Menschen eben genau das näher bringen könnte, was sich viele einfach nicht bewusst machen wollen: Wir behandeln die Tiere grausam. Und da sich nicht jeder in so ein armes Schwein (wortwörtlich) hineinversetzen kann, in andere Menschen aber oftmals schon, machte mich das Buch neugierig.
    Nachdem also Linda gefangen genommen wurde, geht es auch schon los. Leben in Käfigen, zwischen Dreck und Scheiße, zusammengepfercht mit hunderten anderen Menschen auf engstem Raum. Ausgerissene Haare, abgezogene Haut und Kastrationen am laufenden Band, oftmals ohne richtige Betäubung. Gebärende Mütter, denen die Kinder entrissen werden und sie selbst ihre Muttermilch an Schläuche abgeben müssen - kommt euch irgendwie bekannt vor? 
    Doch fangen wir vorne an. Denn die Geschichte beginnt eigentlich ganz harmlos mit Linda, die als Krankenschwester arbeitet und, obwohl sie den Beruf liebt, sich täglich zur Arbeit quält. Linda ist die Protagonistin des Buches und obwohl man ihr in diesem Lebensabschnitt folgt, ist sie für mich doch nicht so plastisch, wie es andere Romanfiguren oftmals sind. In Bezug auf die Buchthematik bin ich mir noch nicht sicher, ob das gut oder schlecht ist. Zwischendurch springt der Bericht von Linda auf andere Figuren über, was aber nicht durch Namen gekennzeichnet ist, sondern sich eher aus dem Text erschließt. Das fand ich manchmal etwas unnötig und nervend, weil ich aus einer Situation gerissen wurde und die plötzlich erwähnte Person für mich keinen Belang hatte. 
    Dennoch schreibt Marie Wigand hier flüssig und detailliert. Zwar fehlte auch hier für mich manchmal die räumliche Plastizität, dennoch kam ich gut mit. Den Figuren fehlte mich manchmal ein wenig die Authentizität, denn für meinen Geschmack gingen Linda und ihre "Mitspieler" mir zu locker mit dem Ganzen um. Vielleicht liegt hier das Problem, was ich hatte. Ich konnte mich mit den Figuren einfach nicht identifizieren. Auch ist der Begriff Thriller für mich hier etwas schwierig. Er passt zwar, da ich nicht wüsste, wie man es anders beschreiben kann, dennoch habe ich bei dem Genre immer etwas anderes vor Augen. Denn die Geschichte an sich war für mich nicht so belastend, wie es Thriller normalerweise sind. Stattdessen waren es Momente, wie das mehrfache Ausbluten lassen einzelner Menschen, was mich fertig machte. Mir das bildlich vorzustellen ließ mich hin und wieder innerlich würgen und ich musste zwischendurch einige Minuten Pause machen und mich sammeln, ehe ich wieder weiter lesen konnte. Mir war fast durchgehend schlecht. Ich hatte also keinen Angstschweiß oder konnte nicht schlafen, wie es Thriller sonst bei mir bewirken, sondern mir war einfach nur übel. Und das ist in dieser Hinsicht positiv gemeint, denn ich glaube darauf will die Autorin auch hinaus. Wir können uns mit Menschen oftmals einfach besser identifizieren. Und es weckte in mir den Wunsch es Menschen einfach zu zeigen und zu sagen: Das Schwein da auf deinem Teller - stell dir vor es würde dir passieren. Ich weiß, niemand ist Fehlerfrei und ich will den Menschen auf nicht vorschreiben, was und wie sie zu essen haben. Aber sich das Ganze einfach bewusst zu machen, wo ihre Bärchenwurst eigentlich wirklich herkommt, und dass man mit ein wenig Nachdenken genau da entgegen wirken kann, das ist mir wichtig. Denn wenn jeder Mensch nicht jeden Tag mehrere Portionen Fleisch zu sich nehmen würde, dann könnten ziemlich viele Tiere ein wesentlich glücklicheres und artgerechteres Leben führen, als es jetzt ist.
    In dieser Hinsicht hat mich das Buch zwar nicht so gefesselt, wie vielleicht manch anderer Roman, die Thematik mich aber durchaus überzeugt. Ein Buch welches ich sicherlich der ein oder anderen Person noch nahelegen werde.


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    PollyMaundrells avatar
    PollyMaundrellvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Es ist nicht schön mit der Wahrheit konfrontiert zu werden - manchmal aber nötig!
    Hast du dir mal überlegt, was dein Essen alles mitmachen muss?

    Buchinfo
    »Was ist los?«, fragte Monika besorgt
    Caspar schluckte. Dann rang er sich zu einer abgehackten Antwort durch: »Sie wollen kastrieren. Sofort.«
     


    Immer mehr Personen verschwinden spurlos aus Lindas Umfeld. Als schließlich sogar ihre geliebte Mutter wie vom Erdboden verschluckt ist, macht sie sich auf die Suche nach ihr. Eine Suche, die jedoch schnell in einem nicht enden wollenden Albtraum endet.
    Auf dem Planeten Homali Sagina werden Menschen von Außerirdischen wie Tiere in enge, stinkende Käfige gesperrt und zur Gewinnung von Fleisch, Milch und Kleidung missbraucht. Menschen die gequält, ausgebeutet und geschlachtet werden, um die Gier einer überlegenen Spezies zu befriedigen.

    Diese Geschichte spielt auf dem Planeten Homali Sagina, unendlich viele Lichtjahre von unserer Erde entfernt. Es handelt sich um ein etwas anderes Gedankenspiel für nervenstarke Erwachsene, die Mut und Lust auf eine neue Perspektive haben. Der grausame Alltag der Nutztiere wird auf den Menschen übertragen. Auf fast unerträgliche Weise wird einem bewusst was unsere Mitgeschöpfe jeden Tag durchleiden müssen. Dieser packende Psychothriller entführt in die tiefsten Abgründe der Menschheit! (Amazon)

    Erster Satz
    Michael schlenderte an der Mauer des Grundstücks vom alten Herr Petersilie entlang.

    Meine Meinung
    Hast du dir schon einmal überlegt wo genau dein Schnitzel herkommt oder wie sich die Kuh gefühlt hat, deren Milch du morgens über dein Müsli schüttest? Marie Weigand hat sich sehr genaue Gedanken darüber gemacht und den Spieß mal umgedreht.

    Wie fühlen sich Menschen, wenn sie zusammen eingepfercht werden? Was halten sie wohl von Zwangsbefruchtungen und daraus resultierenden Schwangerschaften? Wie ergeht es einer Mutter, nach einer Woche von ihrem Baby getrennt zu werden und täglich Milch abgezapft zu bekommen? Wie fühlt es sich wohl an, wenn einem bei vollem Bewusstsein Harre ausgerissen und man "gerupft" wird?

    Das Buch beginnt recht ruhig. Man lernt die ein oder andere Person kennen und erfährt einiges an Hintergrundgeschichte. Es startet so richtig, als erst Lindas Mutter und dann auch sie selbst entführt werden. Dann geht es allerdings auch Knall auf Fall.

    Menschen werden in Massen in eigentlich viel zu enge Käfige gesperrt. Diese haben keinen Boden, sondern lediglich Gitter, unter denen alle Ausscheidungen durchfließen. Es gibt keine Toiletten, keine Betten, nicht einmal Kleidung. Gegessen und getrunken wird zu festen Zeiten - wer in der Zeit nicht genug bekommt hat eben Pech gehabt. Aufsässige Gefangene werden vor allen Augen aufgehängt und ausgeblutet. Lange Haare werden ausgerissen und eine Frau sogar halb skalpiert. Immer wieder werden Zwangsbefruchtungen durchgeführt, Kinder ihren Müttern entrissen und Frauen an Milchpumpen angeschlossen. Mancher Mann wird bei vollem Bewusstsein kastriert und wieder andere fett gemästet, bis sie schließlich geschlachtet werden. Wer gesund ist, muss in einem Steinbruch arbeiten.

    Damit habe ich einiges vom Inhalt erzählt und doch eigentlich fast gar nichts verraten. Es ist kaum zu glauben, was auf diesen nichtmal 400 Seiten passiert. Ich musste zwischendurch immer mal eine Pause machen, durchatmen und die ganzen Eindrücke auf mich wirken lassen.
     
    Die Autorin schreibt äußerst plastisch. Jedes noch so kleine Detail konnte ich mir vor meinem inneren Auge vorstellen - auch wenn ich es gar nicht immer gewollt hätte.

    Auch die einzelnen Personen werden alle wunderbar beschrieben. Unabhängig davon, ob man sie nun mag oder nicht. Außerdem werden alle Handlungen und Wandlungen schlüssig und verständlich erklärt. So begleitet man Linda beispielsweise durch einige emotionale Phasen. Das reicht dann von wütend aber hoffnungsvoll bis hin zu abgestumpft und fast schon resigniert.

    Da es sich um ein mehr oder weniger offenes Ende handelt, war ich neugierig, ob ein zweiter Teil in Planung oder vielleicht sogar schon in der Mache ist.  Momentan hat Marie erstmal genug von Grausamkeiten und schreibt an einem Fantasy-Roman. Allerdings ist eine Fortsetzung geplant. Der Erscheinungs- und Entstehungstermin steht allerdings noch in den Sternen.

    Fazit
    Marie Wigand provoziert mit ihrem Buch ganz bewusst. Sie missioniert nicht, aber hält jedem Leser den Spiegel vor. Als würde sie sagen wollen: "Ich verurteile dich nicht dafür, dass du tierische Produkte konsumierst, aber geh mal in dich und mach dir bewusst, was das bedeutet und welche Konsequenzen dein Handeln hat."

    Wer dieses Buch zur Hand nimmt, darf nicht zart besaitet sein. Ein fester Magen und eine hohe Ekelgrenze sind hier absolut von Vorteil.
    Außerdem darf man sich nicht persönlich angegriffen fühlen.

    Eine Verfilmung dieses Buches würde ich mir unglaublich gerne mal ansehen - wobei das dann vielleicht doch zu viel des Guten wäre ;-)

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    Sulevias avatar
    Suleviavor 2 Jahren
    Nichts für schwache Nerven

    Meinung zum Cover: Schon beim Cover merkt man, das Buch ist nicht unbedingt etwas für schwache Nerven. Es passt gut zum Inhalt.

    Meinung zum Inhalt: Die Geschichte beginnt recht leicht und langsam. Man lernt Linda und ihr Leben etwas näher kennen. Dann wird ihre Mutter entführt und schließlich auch sie selber. Ab dem Moment geht die Geschichte richtig los.
    Linda ist die Protagonistin, mir war sie die meiste Zeit sehr sympathisch. Ich finde, sie geht mit ihrer Situation gesamt gesehen sehr gut um. Die Freunde und Feinde von ihr sind toll beschrieben, ich konnte mir alle gut vorstellen.
    Die Umgebung wird klar beschrieben, nichts wird ausgelassen. So hatte ich immer ein Bild vor Augen, wobei ich mir manchmal gewünscht hätte, es wäre anders. Die Beschreibungen des Ortes wo sie festgehalten werden und die Dinge, die passieren, werden sehr detailgetreu beschrieben. Es ist brutal, eklig, schockierend – und faszinierend. Mich hat es sehr gepackt und ich wollte immer weiterlesen. Zumindest anfangs. Linda und die Gefangenen stumpfen ab was die Grausamkeiten, die ihnen angetan werden, betrifft und so ging es mir auch. Anfangs dachte ich noch jedes Mal wenn etwas Neues passiert ist „Schlimmer geht es doch nicht mehr“. Doch es ging. Mit der Zeit war es dann eher ein Gedanke wie „Und es geht doch, war ja klar.“ Es war dann zwar immer noch grausam aber nicht mehr ganz so spannend, denn man wusste, die Autorin setzt bald noch eins drauf. Darum war ich froh, als endlich etwas anderes passierte und man nicht mehr nur vom Planeten Homali Sagina gelesen hat.
    Das Ende fand ich, bis auf einen Punkt, recht vorhersehbar. Trotzdem war es spannend zu lesen. Allerdings war mir das Buch gesamt gesehen etwas zu lang, denn egal wie spannend es auch meistens war, oft hat es sich einfach sehr gezogen.
    Die Autorin will mit der Geschichte verdeutlichen wie mit den Tieren auf der Erde umgegangen wird und das bekommt sie auch gut hin. Trotz der „Vergleiche“ fühlt man sich beim Lesen aber nicht, als würde sie einem eine Meinung aufzwängen wollen. 

    Fazit: Ein sehr spannendes und grausames Buch. Ich habe es fasziniert gelesen. Jedem, der gute Nerven hat und an so einem Thema interessiert ist, kann ich es nur empfehlen. 

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    dia78vor 2 Jahren
    Was du nicht willst, dass man dir tut....

    Das Buch "Homali Sagina: Wie die Viecher" wurde von Marie Wingand geschrieben. Es wurde 2016 beim BoD - Books on Demand verlegt.


    Linda arbeitet in einem Krankenhaus als Stationsschwester der Orthopädie. Dort hat sie ihre Probleme mit ihren Kollegen und dem Arzt Dr. Tristan Schönbeck. Gekündigt hat sie noch nicht, weil sie heimlich in Dr. Michael Knopp verliebt ist. Doch eines Tages verschwinden einige Menschen, sind spurlos verschwunden, auch Lindas Mutter und Dr. Tristan Schönbeck sind auch einmal unter den entführten. Linda will nach ihrer Mutter Christine suchen und wacht wenig später in einem Albtraum auf.


    Die Autorin erörtert das Problem Viehhaltung anhand verkehrter Bilder, denn dieses Mal sind nicht Tiere die Leidtragenden, sondern die Menschen selbst, welche als Nahrungsmittel und Nahrstofflieferant eingesetzt werden. Am eigenen Körper erleben die Menschen, wie es ist, wenn Haare geerntet werden, wie bei Gänse die Daunen, oder wie grausam Massentierhaltung sein kann. Unbarmherzig hält uns die Autorin einen Spiegel vor und schickt ihre Hauptprotagonisten in grausamste Szenarien.
    Linda, die kleine selbstbewusste Stationsschwester, welche auch egal, wie hart das Schicksal auch sein mag, immer selbstbewusst den Situationen begegnet.
    Tristan ist für mich im ganzen Buch der unsympathischste Charakter, denn er denkt immer nur an das eine und will unbedingt Linda. Denn je mehr er die Angst von ihr spürt, desto mehr will er sie.
    Michael ist immer der besonnene, überlegt handelnde, doch selbst er erreicht auf Homali Sagina seine Grenzen.
    Die ganze Geschichte ist spannend und absolut packend geschrieben. Von der ersten Zeile an, hat mich dieses Buch und seine Thematik an das Buch gefesselt.
    Man konnte mit den Hauptprotagonisten mitleiden, mitfühlen und auch lachen und weinen.
    Obwohl das Buch eigentlich abgeschlossen ist, ist trotz allem ein offenes Ende. Man kann sich vielleicht doch noch auf ein weiteres Abenteuer auf Homali Sagina freuen.


    Wenn Sie gerne brisante Themen, wie z.B. Tierhaltung einmal von einer anderen Seite her beleuchten wollen, ist dies genau das richtige Buch um dies zu bewerkstelligen. Reisen Sie auch nach Homali Sagina und begleiten Sie Linda und Michael auf ihrem Abenteuer in fernen Welten.

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    Buchfeelings avatar
    Buchfeelingvor 2 Jahren
    brutal, schonungslos und nichts für schwache Nerven

    Anfangs plätscherte die Story ein wenig dahin und man weiß nicht recht, worauf es hinaus läuft. Linda ist eine sehr zurückhaltende Frau, die von allen ausgenutzt und auf der Arbeit gemobbt wird. Auch mit ihrem Freund läuft es nicht so, wie sie es sich wünscht. Und dann wird auch noch ihre Mutter entführt! Sie ist am Boden zerstört, glaubt, schlimmer kann es nicht kommen… bis..

    Dann nimmt die Story fahrt auf. Linda erwacht in einem Käfig in einer fremden Umgebung. Nach und nach stellt sich heraus, dass sie auf einem fremden Planeten ist und dass Menschen hier, so wie Tiere auf der Erde, zu bestimmten Zwecken „gehalten“ werden. Zur Gewinnung von Rohstoffen wie Haaren und Haut, zur Zucht und als Nahrung.

    Das Grauen nimmt immer mehr zu, der Leser erlebt mit Linda die schrecklichsten Taten, die die Cerausier den Menschen antun… genauso, wie die Menschen es auf der Erde mit den Tieren tun. Und so wie Linda gegenüber dem Grauen immer mehr abstumpft, so stumpft man als Leser diesen Schilderungen gegenüber ab. (Jedenfalls ging es mir so.)

    Stellt euch all das vor, was wir in Tierfarmen, Mastställen, Käfighaltungen und Laboren den Tieren antun und übertragt es eins zu eins auf den Menschen… unmenschlich? Nun, wenn der Mensch nicht mehr ganz oben auf der Pyramide steht, dann ist es wohl gleichgültig, von menschlich oder unmenschlich zu reden, dann ist der Mensch auch nur ein Stück Fleisch wie ein Tier… und genau zu diesen Gedanken will das Buch anregen…

    Es ist sicher nicht für jeden Geschmack geeignet. Es überreizt die Gefühle des Lesers, provoziert, haut immer wieder unter die Gürtellinie.

    Ob es zum Nachdenken anregt? Ganz sicher… ob es zu einem bewußteren Handeln anregt? Keine Ahnung… es schockiert, vielleicht trifft es auch auf genau die falsche Zielgruppe… es ist auf jeden Fall anders…

    Der Leser sollte wirklich hart im Nehmen sein, hier werden grausame Szenen sehr detailliert und ungeschönt beschrieben, Dreck, Schmerz, Erniedrigung und Tötungen sind an der Tagesordnung.

    Ich habe auch lange überlegt, wie viele Sterne ich dem Buch geben sollte…


    Aber ich denke, drei Sterne sind meine ehrliche Meinung,  denn irgendwann stumpft man ab und dann ist der Effekt dahin. Dann habe ich als Leser auch nicht mehr den Bezug zur Tierquälerei auf der Erde herstellen können…

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    kleinechaotins avatar
    kleinechaotinvor 2 Jahren
    "Homali Sagina" - gestrandet auf einem fremden Planeten


    Das Buch "Homali Sagina - wie die Vieher" von Marie Wigand erzählt die Geschichte der Protagonistin Linda. Sie arbeitet im Krankenhaus, wobei sie die Arbeit hasst. Die Kollegen mobben sie, ihr Vorgesetzte Dr. Tristan Schönbeck macht laufend eindeutige sexuelle Avancen - der einzige Lichtblick ist der Orthopäde Dr. Michael Knopp. 

    Eines Tages verschwindet ihre Mutter spurlos - ihr Verschwinden reiht sich in eine Flut von Vermisstenmeldungen ein. Immer mehr Leute scheinen spurlos zu verschwinden und niemand hat eine Idee, wo sie landen. Linda bekommt aus ihrem Freundeskreis den Tipp, sich einem Suchtrupp anzuschließen, vielleicht findet sie so etwas über den Verbleib ihrer Mutter heraus. Am Treffpunkt angelangt wird ihr schwindlig und sie merkt, wie sie nach vorne kippt.. 

    Sie landet in einer unbekannten Umgebung in einem merkwürdigen Käfig - zuerst alleine, aber es folgten immer mehr Menschen - zum Schluss war sie mit etwa 50 weiteren Menschen eingepfercht. Linda erfährt, dass sie nicht mehr auf der Erde, sondern auf dem Planeten Homali Sagina ist. Dort, wo Menschen wie Tiere behandelt werden, so wie die Tiere von den Menschen auf der Erde behandelt werden.

    Wird sie es überleben? Wird sie ihre Mutter finden? Und wird sie wieder zurück zur Erde kommen? 
    Für mich war es etwas befremdlich, dass der Thriller einen derartigen Science-Fiction Einschlag hat. Aus der Buchbeschreibung ging für mich nicht hervor, dass es sich bei Homali Sagina um einen fremden Planeten handelt - auch der Buchtrailer enthielt für mich keinen Hinweis, dass der Planet verlassen wird. Homali Sagina hätte in meinen Augen auch eine fremde/unbekannte Insel sein können und der Hinweis, dass eine unbekannte Spezies Menschenfleisch will, hätte für Kannibalismus stehen können. 

    Das Cover empfinde ich als mäßig ansprechend - es wirkt so, als würde man jeden Millimeter Platz ausnützen wollen, die Schrift ist phasenweise schwer lesbar. Allerdings stört es mich bei eBooks weniger als bei Printausgaben. 


    Die Protagonistin hat für mich leider im Verlauf etwas an Glaubwürdigkeit verloren - sie musste Furchtbares erleben und hat es auch glücklicherweise überlebt. Bei der Rückkehr in ihr altes Leben, beginnt sie umzudenken - sie ist geprägt von den Erlebnissen. Nach 4 Wochen sind diese wieder in Vergessenheit geraten?

    Was mich noch gestört hat, war die Tatsache, dass die Gründe des Verräters mir etwas zu schwammig sind- ich finde nicht, dass diese nicht ausreichend für das Verbrechen sind und für alles, was der Protagonistin widerfahren ist.

    Komisch finde ich auch, dass die Autorin selbst eine Kurzmeinung zu dem Buch abgegeben hat - ich empfinde das als befremdlich. Das Buch "Homali Sagina - wie die Vieher" von Marie Wigand regt den Leser in jedem Fall zum Nachdenken und zu einem bewussteren Konsum an. Es wirkt auf jeden Fall nach.. 


    Zur Bewertung - das Buch bekommt von mir 3 von 5 Sternen (bei einer anderen Skala wären es 7 von 10) und ich werde es Personen, die sich für diese Thematik interessieren weiterempfehlen. 

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    elodie_ks avatar
    elodie_kvor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Kritik am Menschen; unglaublich ehrlich und schockierend
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    Neytiri888s avatar
    Neytiri888vor 2 Jahren
    Kurzmeinung: Spannend, erschreckend, grausam und erleuchtend! Menschen statt Tieren hinter Gittern...
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    Gespräche aus der Community zum Buch

    Neu
    Neytiri888s avatar
    Lesrerunde zu "Homali Sagina" mit Verlosung von 15 E-Books

    Ab dem 06.01.2017 startet eine Leserunde zu "Homali Sagina - Wie die Viecher". Dazu gibt es im Vorfeld 15 E-Books zu gewinnen. Schreibt einfach warum ihr euch für das Buch interessiert und ihr wandert in den Lostopf. Am 06.01.2017 endet die Berwerbungsphase.
    Alle anderen Besitzer des Buches, sowie die Gewinner aus der Buchverlosung für die drei Taschenbücher von "Homali Sagina" sind natürlich ebenso herzlich eingeladen an der Leserunde teilzunehmen. Ich freue mich schon sehr auf die Leserunde und bin gespannt auf eure Meinungen, Lob, Anregungen und Kritik!

    Über das Buch:

    Es passiert jeden Tag. Mütter werden ihrer Babys beraubt. Ohne Betäubung werden sie kastriert und gerupft. Sie leben in ihrem eigenen Dreck. Dicht an dicht. Ohne jede Privatsphäre. Sie werden bei vollem Bewusstsein gehäutet, geschlachtet und ausgenommen. Ich rede von den Tieren auf der Erde? Ja... aber dieses Mal rede ich auch von den Menschen auf Homali Sagina.

    Nachdem immer mehr Menschen aus Lindas Umfeld vermisst gemeldet werden, ist auch eines Tages ihre Mutter spurlos verschwunden. Linda macht sich auf die Suche nach ihr und verliert plötzlich das Bewusstsein. Als sie wieder aufwacht, befindet sie sich in einem stinkenden Käfig. Ausgerechnet zusammen mit ihrem widerlichen Vorgesetzten Dr. Tristan Schönbeck. Nur Zufall, oder steckt da mehr dahinter?

    Ein packender Thriller entführt in die tiefsten Abgründe der Menschheit

    Hier der Buchtrailer:

    ###YOUTUBE-ID=tH6xQij_vYU###

    Mehr Informationen unter:

    www.mariewigand.de

    Leseprobe:

    https://www.mariewigand.de/homali-sagina/leseprobe/



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    Neytiri888s avatar
    Es passiert jeden Tag. Mütter werden ihrer Babys beraubt. Ohne Betäubung werden sie kastriert und gerupft. Sie leben in ihrem eigenen Dreck. Dicht an dicht. Ohne jede Privatsphäre. Sie werden bei vollem Bewusstsein gehäutet, geschlachtet und ausgenommen. Ich rede von den Tieren auf der Erde? Ja... aber dieses Mal rede ich auch von den Menschen auf Homali Sagina.

    Nachdem immer mehr Menschen aus Lindas Umfeld vermisst gemeldet werden, ist auch eines Tages ihre Mutter spurlos verschwunden. Linda macht sich auf die Suche nach ihr und verliert plötzlich das Bewusstsein. Als sie wieder aufwacht, befindet sie sich in einem stinkenden Käfig. Ausgerechnet zusammen mit ihrem widerlichen Vorgesetzten Dr. Tristan Schönbeck. Nur Zufall, oder steckt da mehr dahinter?

    Ein packender Thriller entführt in die tiefsten Abgründe der Menschheit

    ###YOUTUBE-ID=tH6xQij_vYU###

    Mehr Informationen unter: www.mariewigand.de
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