"Was nützt der Frau aller Fortschritt, wenn sie dann doch in die patriarchalischen Methoden der Lebensgemeinschaft hineingestoßen wird [...]" (Zitat S. 128)
Fleißers Roman entstand zur Zeit der Weimarer Republik und zählt zur Literatur der Neuen Sachlichkeit. Erzählt wird die Liebesbeziehung zwischen der selbstständigen, selbstbewussten Frieda Geier und dem konservativen Provinzsportler Gustl Gillich. Aufgrund ihrer unterschiedlichen Einstellungen und der Enge der Kleinstadt in der sie leben, scheitert ihre Beziehung. Mit diesem Scheitern stürzt Gustl in eine Krise und die vermeintlich schuldige Frieda wird geächtet.
Das Buch lässt sich (trotz gelegentlicher Langatmigkeit) gut lesen und wird durch satirische Elemente aufgelockert. Einige Themen des Romans sind: die Machtstruktur zwischen Frieda und Gustl bzw. der Bruch mit der klassischen Rollenverteilung; die wirtschaftliche und soziale Situation in den letzten Jahren der Weimarer Republik; das Leben in einer Provinz und der Sport.








