Marietta Slomka Mein afrikanisches Tagebuch

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Inhaltsangabe zu „Mein afrikanisches Tagebuch“ von Marietta Slomka

Von der Grimme-Preisträgerin und Moderatorin des „heute-journals“ Zukunftsvisionen, Powerfrauen, sanfte Meeresriesen, fruchtbare Äcker, Traumstrände und schwarzes Gold: Afrika hat viele Reichtümer. Afrika ist nicht nur Hunger, Gewalt, und Perspektivlosigkeit. Sondern auch Zuversicht, Aufbruch und Erfolgswillen. Und längst ist um die Schätze des Kontinents ein Wettlauf internationaler Investoren entbrannt. Wochenlang hat Marietta Slomka Afrika bereist und in ihren Tagebüchern ihre Reiseeindrücke festgehalten – ihr ganz persönlicher Einblick in eine uns weitgehend unbekannte Welt.

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  • Rundreise durch Afrika

    Mein afrikanisches Tagebuch
    cvcoconut

    cvcoconut

    25. May 2015 um 17:54

    Die ZDF Reporterin Marietta nimmt die Leser mit auf eine Reise nach Afrika. Allerdings zeigt sie nicht die Wege der Touristen, sondern lässt einen auch mal hinter die Kulissen schauen. Mit Einheimischen macht sie sich auf den Weg die Länder zu erkunden. Es stimmt, dass man von vielen ein vorgeprägtes Bild hat, umso schöner ist es mit diesem Buch auch mal eine andere Seite zu sehen. Teilweise ist es mir zu politisch geschrieben, die Ausführungen über Natur und Umwelt haben mir allerdings echt gut gefallen. Ich wünschte nur, mehr Menschen würden sich für den Erhalt einsetzen. Die Orte sind so schön beschrieben, dass es eigentlich Lust macht, auch mal dorthin zu reisen.

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  • 'Die Luft flimmert vor Abgasen und Staub, es ist laut, es ist stickig, es ist chaotisch [...]'

    Mein afrikanisches Tagebuch
    sabatayn76

    sabatayn76

    13. May 2013 um 19:22

    'Die Luft flimmert vor Abgasen und Staub, es ist laut, es ist stickig, es ist chaotisch, es ist bunt, kurzum: Es ist herrlich!' Inhalt und mein Eindruck: Marietta Slomka hat den afrikanischen Kontinent bereist und möchte den Blick des Lesers auf Afrika weiten. Dies ist ihr meiner Meinung nach sehr gut gelungen. Ich habe schon sehr viel über Afrika gelesen und bin hier trotzdem immer wieder auf Neues gestoßen. Slomka schafft ein komplexes Bild Afrikas, zeigt bekannte und weniger bekannte Seiten der einzelnen Länder, Positives wie Negatives, betrachtet Dinge aus einem anderen Blickwinkel. Sie berichtet von einem Ruanda zwischen Genozid und dem Traum vom Singapur Zentralafrikas, von einem Äthiopien zwischen bitterer Armut und Wirtschaftswachstum, von einem Kenia zwischen Massensafaris und Luxuslodges, von einem Angola zwischen Slums und Rohstoffreichtum sowie von einem Mosambik zwischen Taucherparadies und Landminen. Dabei schreibt sie sehr lebendig und unterhaltsam, so dass sich das Buch im Nu liest. Die Autorin selbst ist sehr sympathisch, beobachtet gut, urteilt nicht übereilt, wechselt die Perspektive, versetzt sich in andere hinein, so dass sie keine Pauschalaussagen trifft, sondern tatsächlich zum Verständnis der Komplexität Afrikas beiträgt. Sehr gut gefallen haben mir auch die eingestreuten Anekdoten sowie die Farbfotos, die das Gelesene sehr gut veranschaulichen. Mein Resümee: Sehr empfehlenswert für alle, die sich für den afrikanischen Kontinent interessieren und die Pauschalaussagen aus dem Weg gehen möchten.

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  • Rezension zu "Mein afrikanisches Tagebuch" von Marietta Slomka

    Mein afrikanisches Tagebuch
    Gospelsinger

    Gospelsinger

    09. August 2011 um 02:28

    Afrikanische Länder sind arm. Das sehen wir immer wieder in den Nachrichten. Afrikanische Länder sind reich. Reich an Rohstoffen und an touristischen Paradiesen. Das weiß zumindest ein Teil der Deutschen. Afrikanische Länder haben eine Mittelschicht. Das weiß hierzulande fast niemand. Ebenso wenig bekannt ist, warum ein Kontinent, der so reich an begehrten Rohstoffen ist, gleichzeitig so arm bleiben kann. Marietta Slomka hat für die ZDF-Dokumentation „Afrikas Schätze“ einige afrikanische Länder bereist und ist dabei dieser Frage auf die Spur gegangen. Jeweils an einem Land zeigt sie exemplarisch einen der Gründe für die nicht stattfindende Entwicklung auf, und beschreibt Land und Leute fernab der üblichen Klischees. So erfahren wir, dass ausgerechnet Ruanda heute eines der sichersten afrikanischen Länder ist. Die Menschen versuchen, nach vorne zu sehen, etwas anderes bleibt ihnen auch gar nicht übrig. Eine alles beherrschende Aufbruchsstimmung prägt das Land. Die Auswirkungen des Tourismus auf ein afrikanisches Land lassen sich am besten am Beispiel Kenia zeigen. Die Einheimischen verlieren ihren Lebensraum zugunsten des Tourismus, an dem sie aber nichts verdienen. Organisiert und durchgeführt werden die Urlaube und Safaris von ausländischen Firmen. Das ausländische Geld fließt nicht nach Kenia, sondern zurück ins Ausland. Für die Einheimischen fallen bestenfalls ein paar schlechtbezahlte Aushilfsjobs ab. Das gleiche Bild zeigt sich in Mosambik, auch hier hat die einheimische Bevölkerung nichts von immer zahlreicher werdenden Tourismus. Die Gratwanderung zwischen Tourismus und Naturschutz ist gerade für diese Länder sehr schwierig und wird durch ausländische Investoren nicht gerade einfacher. Auch an der Entwicklung des Agrarsektors in Äthiopien verdient das Ausland. Riesige Flächen werden mit Hilfe importierter Maschinen bearbeitet; die Erzeugnisse werden exportiert. Jobs für die Einheimischen entstehen so nicht. Auch die versprochenen Entschädigungen für die genutzten Flächen kommen nicht bei den Bauern an. Vollends absurd ist, dass die Agrarerzeugnisse ins Ausland gehen, während das Ausland Nahrungsmittelhilfe leistet. Angola könnte ein reiches Land sein, wenn es die Gewinne aus seinen Ölvorkommen selbst abschöpfen könnte. Aber es zeigt sich das gleiche Bild wie im Tourismus- und Agrarsektor: Die Gewinne werden im Ausland erzielt. Die einträgliche Weiterverarbeitung des Öls findet nicht in Angola statt, sondern kommt nur den internationalen Ölfirmen zugute. Die sich übrigens über die „stabile Lage“ des Landes freuen, sprich über die 30jährige Diktatur. Dass diese zu einem Bürgerkrieg geführt hat, stört nicht, solange nur die Geschäfte ungehindert weiterlaufen. Eine ähnliche Lage findet sich in Sierra Leone, wo die „Blutdiamanten“ abgebaut werden. Marietta Slomka spricht in diesem Zusammenhang von einem „Ressourcenfluch“, der eine Demokratisierung der rohstoffreichen Länder und den Aufbau einer Mittelschicht verhindert. Marietta Slomka hat einen sehr flüssigen Schreibstil. Sie berichtet kompetent und nimmt kein Blatt vor den Mund. Ihre scharfsichtigen Analysen werden durch ihre selbstironischen Kommentare aufgelockert. Mir hat dieses Buch sehr gut gefallen, weil es abseits von Romantisierungen und Katastrophenklischees ein realistisches Bild von afrikanischen Ländern und Menschen zeichnet und dabei auch die Ursachen der anhaltenden Misere dieses wunderbaren Kontinents aufzeigt.

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  • Rezension zu "Mein afrikanisches Tagebuch" von Marietta Slomka

    Mein afrikanisches Tagebuch
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    20. February 2011 um 12:13

    Das Buch zur Dokumentation Ruanda, Äthiopien, Kenia, Angola und Mosambik sind jene Länder, die Marietta Slomka in verschiedenen Reisen aufsuchte und mit ihrer Fähigkeit zum investigativen Journalismus auch hinter den Kulissen beleuchtet. Ausgehend von der Leitfrage, die die bekannte Nachrichtenmoderatorin im Vorwort benennt, ist dabei eines ihrer zentralen Anliegen die Frage, warum in Afrika so viele arme Menschen auf so ungeheuer reichen Böden leben. Die althergebrachte, chauvinistische Erläuterung der Faulheit der Afrikaner kann hier von vorneherein als unzureichende Unterstellung zur Seite gelegt werden. Viel eher, auch dies zeichnet sich als Bild aus den gesammelten Beiträgen des Buches, ist Afrika gerade ob seiner vielfachen wertvollen Ressourcen immer auch ein Spielball mächtiger Nationen gewesen, deren Interesse überhaupt nicht darin bestand, eine Emanzipation der Völkel und des Kontinents zuzulassen. Eine Haltung, die bis heute durchaus noch anzutreffen ist. Die vielfachen Rivalitäten zwischen einzelnen Volksgruppen von Ruanda bis Zimbabwe tun ihr übriges dazu, um gemeinsam mit korrupten Regierungen und Diktatoren den Kontinent auszubeuten, wie es seit Jahrhunderten der Fall ist. Durch Kolonialismus, durch ehemalige Versklavung, durch die oft rücksichtslose Politik mancher Konzerne. Dennoch findet sich hinter den Bildern von Vorurteilen und exotischer Faszination eine tiefe Vielschichtigkeit in den verschiedenen geographischen Bereichen, Volksgruppen und Traditionen des Kontinents. Vielschichtigkeiten, die Marietta Slomka mit geschultem Blick und inneren Interesse durchaus zu benennen und in den Vordergrund zu rücken versteht. So gelingt es ihr unter anderem im Blick auf Kenia, sicher eines der bekanntesten und touristisch breit erschlossenen Länder Afrikas, auch ganz andere Seiten noch in den Blick zu rücken als die „Rushhour“ auf den Safaris des Landes mit regelrechten Staus von Minibussen an den exaltierten Stellen zur Tierbeobachtung. Dieser hektischen Eile das „afrikanische Tempo“ gegenüber zu stellen und unterschwellig durchaus die Frage im Leser zu verankern, ob dieses eher ruhige Tempo nicht viel mehr fürs Leben austragen kann als die hektischen „Fotografierarbeiten“, das gelingt Slomka ohne weiteres. Dabei muss sie gar nicht explizit erwähnen, wie peinlich halbnackte, leicht angeheiterte, „Ballermann orientierte“ Touristen in Kenia zur Wirkung kommen, solches Verhalten spricht für sich und ist genau jene Ursache, aufgrund derer die eigentlichen Schätze und die vorhandene kulturelle Tiefe des Landes von touristischen Besuchern nicht wahrgenommen wird. Eine Tiefe, die Marietta Slomka durchaus zu Gehör bringt und die sie in den tieferen Verflechtungen zwischen Mensch, Tier und Natur gut zu beschreiben versteht. Was Kenia die Tiere und Safaris sind, sind für Angola die reichhaltigen Bodenschätze, Fluch und Segen zugleich. Völlig unpassend zumindest wirkt der brandneue Flatscreen Fernseher im angolanischen Dorf ohne Elektrizitätsanbindung. Auch das ist Afrika mit seinen diffusen und oft unglaublich einfältigen, aber auch desinteressiert am Volk handelnden Regierungen. Luanda, als „reiche Stadt“ oft dargestellt, gut, dass Marietta Slomka den Blick neben die paar Straßen mit Villen schweifen lässt, wo auch dort umgehend Armut und Elend zu Hause sind. Aber es tut sich was. Nicht umsonst nennt der Untertitel des Buches Afrika den „Kontinent im Aufbruch“.Spuren von neuen Ansätzen, von Bewohnern, die andere Haltungen und Ziele entwickeln, auch von staatlichen Programmen hier und da, die auf lange Sicht hin bessere Lebensumstände und einen anderen Umgang mit den Schätzen des Kontinentes ermöglichen können, stehen im Raum. Marietta Slomkas Buch ist ein weiterer Beitrag zum tieferen Kennenlernen Afrikas hinter all den Vorurteilen und folkloristischen Bildern, die im Westen immer noch im Blick auf den schwarzen Kontinent herrschen. Ein Kennenlernen, das die Bereitschaft braucht, tiefer zu blicken und genauer hinzusehen als nur durch die Linse eine Fotoapparats auf irgendeiner Safari. Einen Bereitschaft allerdings, die sich lohnt, die aber auch immense Ungerechtigkeiten und bedrückende Verhältnisse ertragen muss, um die Chancen dahinter wahrnehmen zu können. Marietta Slomka hat genau hingesehen und versteht es, den Leser mit hinein zu nehmen, nicht zuletzt durch den Bildteil in der Mitte des Buches, der die Texte zu illustrieren versteht.

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