Marijn Backer Das Jahr der Lügen

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Inhaltsangabe zu „Das Jahr der Lügen“ von Marijn Backer

Seitdem ihr Vater die Familie verlassen hat, lebt die 14-jährige Antonia mit ihren älteren Geschwistern Iris und Max und der Mutter allein. Allescheinen einen Weg zu finden, mit der Situation umzugehen, nur Toni kommt nicht damit zurecht. Als ihr Vater seine Kinder einlädt, ihn auf Kreta zu besuchen, fahren nur Antonia und Iris hin. Für die ältere Schwester wird der Besuch zu einem endgültigen Abschied. Antonia dagegen gerät vollkommen aus dem Gleichgewicht, flieht immer häufiger in Traumwelten und verstrickt sich zunehmend in ein Konstrukt aus Lügen. Zu Hause versucht ihr Onkel, die Balance in der Familie wieder herzustellen. Aber ihr Bruder will keinen zweiten Mann im Haus – und scheut kein Mittel, ihn loszuwerden …

Das Buch konnte mich leider überhaupt nicht beeindrucken. Weder Schreibstil noch Charaktere haben mich angesprochen. Wirklich schade.

— tuesdayblind
tuesdayblind

Habe das Buch nicht ganz verstanden.

— Sophiiie
Sophiiie

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    Das Jahr der Lügen
    abuelita

    abuelita

    30. May 2017 um 14:36

    Seitdem ihr Vater die Familie verlassen hat, lebt die 14-jährige Antonia mit ihren älteren Geschwistern Iris und Max und der Mutter allein. Das alles ist sehr schlimm für die sensible Jugendliche, zumal ihre Geschwister und auch die Mutter mit der Zeit mit der Situation gut zurecht zu kommen.Als ihr Vater seine Kinder einlädt, ihn auf Kreta zu besuchen, fahren nur Antonia und Iris hin. Das löst etwas in Antonia aus, die zunehmend schlechter zurechtkommt, nicht mehr in die Schule geht, sich in Traumwelten verliert und immer mehr und mehr lügt. Bzw. sich in einem Gespinst verstrickt, aus dem sie nicht mehr herauskommt, als Bruder Max sie auch noch für seine Zwecke einspannt…Ein sehr gefühlvolles Jugendbuch, und die Szenen sind auch gut vorstellbar. Auch und gerade die, in denen Antonia nur in ihren Traumwelten lebt, weil sie wohl nur noch so "leben" kann. 

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  • Nicht mein Fall...

    Das Jahr der Lügen
    Chimiko

    Chimiko

    08. November 2015 um 17:05

    Ich muss sagen, dass ich mich anfangs (und eigentlich das gesamte Buch über) mit dem Stil ziemlich schwer getan habe. Er ist sehr rau, ruppig und für mich gab es irgendwie keinen richtigen Lesefluss. Allgemein fand ich diese kurzen, abrupten Sätze nicht als besonderen Stil, sondern als störend. Mir ist bewusst, dass dadurch Antonias inneres Wesen, ihre Gefühle, betont werden soll, doch für mich wird, zumindest im Deutschen, dies nicht erreicht. Diese Umsetzung hat mir nicht gefallen. Ansonsten wird eigentlich sehr schön diese Achterbahnfahrt der Gefühle, die Antonia hier durchfährt, dargestellt. Und ihr noch sehr junges Leben hat doch schon viele Höhen und noch mehr Tiefen, die durchlebt werden. Einiges erschien mir etwas zu übertrieben dargestellt: Ein Beispiel hier wäre die Sache mit Antonias Onkel. Ihr Bruder Max redet ihr etwas auf, was eigentlich gar nicht geschehen ist und sie lässt es geschehen, fängt mit der Zeit sogar fast an, es selbst zu glauben. Es werden sogar immer mehr Lügen, in die sie sich verstrickt. Ab da wird es mir etwas zu sehr Drama, Drama, Drama, Baby! Dann kommt auch noch ein imaginärer Freund und eine seltsame Welt hinzu und eine eigentlich schöne Geschichte über ein Mädchen, das sich mit der Trennung der Eltern auseinandersetzen muss, gleitet ins Seltsame ab. Die Charaktere sind auch... eher mittelprächtig für mich: Die Geschwister lügen gerne, besonders Max, Antonia ist zwar erst 14, aber manchmal doch etwas sehr unreif (ich sage nur imaginärer Freund), Iris konnte mich auch nicht für sich überzeugen und Vater und Mutter benehmen sich teilweise auch nicht viel reifer als Toni. Zwar mochte ich Toni eben doch, zumindest anfangs, als ich ihre Handlungen und Gefühle noch nachvollziehen konnte, doch ehrlich... die Charakterentwicklung ist dann doch nicht das, was ich mir bei dem Buch und dem Thema erhofft habe. Fazit Die Grundidee gefällt mir ziemlich gut, doch die Richtung, in die sich die Geschichte entwickelt, konnte mich nicht überzeugen. Auch wenn der Titel ja schon aussagt, dass es einige Lügen gibt, wird mir das Gebilde zu komplex und übertrieben. Das Buch konnte mich absolut nicht packen.

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  • Leider überhaupt nicht überzeugend.

    Das Jahr der Lügen
    tuesdayblind

    tuesdayblind

    10. November 2014 um 19:29

    » Was passiert Seitdem ihr Vater Paul die Familie verlassen hast, lebt die 14-jährige Antonia alleine mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern Iris und Max in Utrecht. Am Anfang war es für alle schwer, mit der Trennung umzugehen, doch ganz langsam normalisiert sich die Situation, wenn auch Toni immer noch sehr damit zu kämpfen hat. Nach einem Jahr Funkstille meldet sich der Vater nun wieder und lädt seine Kinder nach Kreta ein, wo er mittlerweile mit seiner neuen Frau lebt. Max verabscheut Paul inzwischen abgrundtief, weshalb seine Schwestern alleine nach Griechenland fliegen. Während dieses Urlaubs schließt auch Iris endgültig mit ihrem Vater ab, was Toni nicht schafft. Wieder zurück in der Heimat verliert sie den Boden unter den Füßen und gerät in eine Depression. Was für den Bruder eine gute Gelegenheit ist, ihren Zustand zu nutzen, um gegen seinen Onkel (Bruder der Mutter) vorzugehen, der seit dem Verschwinden des Vaters öfter zu Besuch ist und immer mehr die Rolle des Vaters einzunehmen scheint. » Was ich denke Ich weiß gar nicht so recht, wo ich anfangen soll, denn leider habe ich auch nicht sonderlich viel Positives zu diesem Buch zu sagen. Ich habe mich auf dieses Buch bei “Blogg dein Buch” beworben, weil ich fand, dass die Inhaltsgabe des Verlages wirklich gut klang. Ich dachte an ein richtig schönes Jugenddrama mit Spannung (wie versucht der Bruder, den Onkel loszuwerden, wenn er keine Mittel scheut?) und interessanten Plots (Lügen, Traumwelten, klingt doch super!)… tja, leider wurde davon nichts erfüllt. Aber fangen wir am Anfang an: dem Schreibstil. Alleine der hat mich nämlich schon sehr abgeschreckt. Die Sätze sind allesamt sehr kurz gehalten, man stolpert förmlich von Satz zu Satz und fällt dabei auch gerne einmal hin. Ich schätze mal, dass der Autor damit die wirren Gedanken bzw. die generelle Verwirrung von Toni rüber bringen möchte, aber mir persönlich ist es einfach alles zu abgehackt und unflüssig. Auch finde ich, dass die Art, wie er schreibt, irgendwie ‘kunstvoll’ wirkt, alleine bei den Dialogen der Figuren dachte ich eigentlich durchgehend: so redet kein Mensch! Das machte das Lesen doch etwas anstrengend. Aber darüber kann man ja zumindest teilweise hinweg sehen, wenn wenigstens die Story gut wäre! Was sie aber nicht ist. Okay, so kann man das vielleicht auch nicht sagen, aber auf jeden Fall entspricht sie in keinem Fall dem, was man nach der Beschreibung erwartet. Tatsächlich gibt es eine Traumwelt, in die Toni sich gerne flüchtet – Nangijala. Schon als Kinder haben sie und ihre Schwester Iris sich Geschichten darüber erzählt und so träumt Toni heute noch von dem Land und vor allem von Karl, einem jungen Mann, der sie liebt und versteht. Allerdings empfand ich ihre Träumereien nicht wirklich Realitätsflucht, viel mehr als Ablenkung vom Leben. Und das erwähnte “Konstrukt der Lügen” taucht in meinen Augen auch nicht auf. Genau genommen ist es nur eine einzige Lüge und die setzt sie nicht selber in die Welt, sondern Max. Toni macht sich (nur) schuldig, in dem sie nicht sofort aufklärt, aber in diesem Moment ist sie dermaßen von der Zuneigung ihrer Geschwister, die ihr daraufhin entgegen gebracht wird, geflasht, dass sie es einfach nicht anders kann. Und so muss sie mit ihr leben und als sie sich dazu entschließt, alles aufzuklären, glaubt ihr niemand. Schlussendlich findet sie dann aber doch ihren Weg, löst das große Drama auf und fühlt sich wie neu. Natürlich. Immerhin ist es ein Jugendbuch und am Ende muss alles ein Happy End haben. So verträgt sie sich nicht nur mit ihrer Familie, nein, auf einmal taucht auch noch ein Typ auf, der angeblich schon total lange auf sie steht und – badabumm – hat sie auch einen Freund. Ich finde, dass die letzten Seiten irgendwie zu gewollt klingen… schnell alles ins Lot bringen und dem Mädchen, das sich selbst hässlich findet, einen Jungen an die Hand geben. Tada! Alle glücklich, alle froh. So spannend die Idee des Buches auch klingen mag, ich konnte leider weder der Story noch dem Schreibstil etwas abgewinnen. Das Buch ist jetzt nicht so grottenschlecht, dass ich mich komplett durchkämpfen musste, auch wenn ich zwischendurch daran gedacht habe, es einfach abzubrechen, aber ich war doch froh, als ich endlich die letzte Seite gelesen hatte. Ich kann Das Jahr der Lügen leider nicht weiter empfehlen, schade!

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  • einfühlsam aber nicht immer leicht lesbar

    Das Jahr der Lügen
    Manja82

    Manja82

    10. April 2014 um 16:06

    Kurzbeschreibung: Seitdem ihr Vater die Familie verlassen hat, lebt die 14-jährige Antonia mit ihren älteren Geschwistern Iris und Max und der Mutter allein. Alle scheinen einen Weg zu finden, mit der Situation umzugehen, nur Toni kommt nicht damit zurecht. Als ihr Vater seine Kinder einlädt, ihn auf Kreta zu besuchen, fahren nur Antonia und Iris hin. Für die ältere Schwester wird der Besuch zu einem endgültigen Abschied. Antonia dagegen gerät vollkommen aus dem Gleichgewicht, flieht immer häufiger in Traumwelten und verstrickt sich zunehmend in ein Konstrukt aus Lügen. Zu Hause versucht ihr Onkel, die Balance in der Familie wieder herzustellen. Aber ihr Bruder will keinen zweiten Mann im Haus – und scheut kein Mittel, ihn loszuwerden … (Quelle: Urachhaus) Meine Meinung: In Antonias Leben läuft seit einiger Zeit irgendwie alles komplett verkehrt. Ihr Vater hat die Familie wegen einer anderen Frau verlassen, es gibt nur noch Antonia, ihre Geschwister Iris und Max und ihre Mutter, die jedoch gar nicht gut auf den Vater zu sprechen ist. Nach einem Urlaub beim Vater kehrt Antonia total in sich gekehrt zurück. Sie verkriecht sich, lässt keinen mehr an sich heran. In der Schule hat sie auch Probleme und Freunde sind ebenfalls Mangelware. Ihr Bruder Max nötigt Antonia eines Tages zu einer Lüge und obwohl Antonia dies nicht gut findet sagt sie nichts. Im Gegenteil das Lügenkonstrukt wird immer größer und größer. Bis zu dem Punkt als Antonia nicht mehr kann und aufhören möchte. Doch geht das so einfach? Und lösen sich ihre Probleme dann auch einfach in Luft auf? Der Jugendroman „Das Jahr der Lügen“ stammt vom Autor Marijn Backer und ist das Debüt des Autors. Die Charaktere sind Marijn Backer eigentlich ganz gut gelungen. Antonia, die von allen nur Toni genannt wird, ist 14 Jahre alt und ein soweit sympathisches junges Mädchen. Sie ist liebenswert und wirkt offen, hat aber auch eine sehr sensible Seite an sich. In ihrem bisherigen Leben hat Toni bereits einiges durchgemacht. Ihr Vater hat die Familie wegen einer anderen Frau verlassen. Das hat Toni ganz schön aus der Bahn geworfen, sie fühlt sich einsam, alleingelassen und ist enttäuscht von ihrem Vater. Ihren Geschwister Iris und Max geht es ähnlich, obwohl sie bereits älter sind als Toni. Vor allem Max hat arge Probleme und möchte nichts mehr mit dem Vater zu tun haben. Tonis Onkel Walter schaut in der Familie immer mehr nach dem Rechten. Allerdings gibt es dadurch Spannungen, vor allem Max ist es, der sich von Walter nicht sagen lassen will. In seinen Augen spielt Walter sich als „Ersatzvater“ auf. Der Schreibstil des Autors ist ziemlich ungewöhnlich. Ich hatte zu Beginn arge Probleme, musste mich erst an den doch knappen Stil gewöhnen. Dann aber kam ich ganz gut durch die Seiten. Geschildert wird das Geschehen aus Sicht von Toni in der Ich-Perspektive. Ab und an spricht sie den Leser auch ganz direkt an, man wird so quasi ein Teil der Geschichte. Die Handlung an sich ist nachvollziehbar aufgebaut und wirkt logisch. Tonis Gefühle sind gut beschrieben, man kann sich recht gut einfühlen und versteht sie. Sie gleichen nahezu einer Achterbahnfahrt. Das Hauptaugenmerk des Autors liegt hier ganz klar auf Toni, sie ist Mittelpunkt, um sie und ihr Leben geht es. Dennoch auch die anderen Charaktere haben die Möglichkeit sich weiterzuentwickeln, sie sind ebenso präsent und Teil der Geschichte. Die Hintergrundidee hat mir ebenso gefallen. Das Thema Scheidungskinder ist recht schwierig aber der Autor schafft es hier dieses gut dem Leser näherzubringen. Fazit: „Das Jahr der Lügen“ von Marijn Backer ist ein einfühlsames Debüt des Autors. Die interessante Hintergrundidee und eine sympathische Protagonistin machen diesen Jugendroman, trotz einem doch recht gewöhnungsbedürftigen Schreibstil, zu einem Buch, das zum Nachdenken anregt. Durchaus lesenswert!

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  • Antonia und Karl.

    Das Jahr der Lügen
    erdbeerliebe.

    erdbeerliebe.

    01. April 2014 um 21:18

    Antonia, genannt Toni, hat in diesem Jahr ziemlich viel Pech: Nicht nur verlässt ihr Vater ihre Familie, nein, er lebt auch noch auf Kreta am Strand in einer Höhle! Dann luchst ihr ihre Schwester die 1000 Euro ab, um ihrem Bruder ein Projekt zu finanzieren, dass Toni viel zu skuril vorkommt, um wirklich erfolgreich sein zu können. Zur Schule geht sie dann auch nicht mehr, viel lieber döst sie auf dem Bett vor sich hin... da kommt ihr eine kleine Lüge, die ihr ihr Bruder Max in den Mund legt, ganz recht. Doch als diese große Kreise zieht, bemerkt sie Auswirkungen, mit denen sie so gar nicht gerechnet hatte. Der Anfang von "Das Jahr der Lügen" ist sehr schön. Gefühlvoll wird das Leben der 14 Jährigen beschrieben und ihre eigene, kleine Welt. Ihre Schwester ist gute Freundin und zugleich größte Konkurrentin - das Zusammenleben mit ihr ist fein nuanciert und kann auch von mir, einem totalen Einzelkind, gut nachempfunden werden. Der Schreibstil Marijn Backers ist dabei feinfühlig und teilweise sehr schön zu lesen. Teilweise umgangssprachlich, teilweise poetisch zeichnet er das alltägliche Leben Tonis in einer ganz normalen Kleinstadt. Auch die Traumwelt Tonis ist meiner Meinung nach auf Augenhöhe eines Teenagers dieses Alters und angemessen dargestellt.  Doch leider hält die doch sehr einfache, und dennoch interessante Thematik nicht, was sie verspricht: Ungefähr nach der Hälfte des Romans konnte ich nicht mehr ganz verstehen, wieso Toni diese Lüge, die sichtlich jedem schadet, weiter aufrecht erhält - ihr Hintergrund wird schwammig und ihre angeblichen Motive nicht mehr nachvollziehbar. Das Ende des Buches wirkt mehr wie dahingeklatscht und ist, meiner Meinung nach, überspitzt glücklich und sonnenscheinig. (Ohne zu spoilern ist die Welt von Antonia wieder perfekt - das ist nicht nur traumwandlerisch sondern auch irgendwie albern.) Fazit: Ein schöner Jugendroman der gegen Ende leider ziemlich nachlässt. Trotzdem kein schlechtes Buch!

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  • Tolle Idee, aber....

    Das Jahr der Lügen
    Rebel_Heart

    Rebel_Heart

    15. March 2014 um 20:41

    In erster Linie gilt mein Dank für dieses Buch natürlich Blogg dein Buch und dem Urachhaus - Verlag für die Zusendung und Bereitstellung dieses Rezensionsexemplares. Ich fand den Klappentext eigentlich gar nicht so schlecht und habe mich deshalb auf dieses Buch beworben. Aber hat es mir auch gefallen? Hat es meinen Erwartungen entsprochen? Lest selbst. Antonia ist 14 und lebt mit ihrer Mutter und ihren Geschwistern allein. Der Vater hat die Familie vor nicht allzu langer Zeit verlassen und gerade ihre Schwester Iris will von ihrem Vater nichts mehr wissen. Als ihr Vater die beiden zu sich nach Kreta einlädt, ist nichts mehr wie es war und Toni kommt mit der Situation noch weniger klar, als eh schon.  Sie zieht sich vollkommen zurück und versinkt ihr ihrer eigenen Welt, in einer Traumwelt, in welcher sie mit Karl - einem imaginären Freund - fast schon glücklich ist.  Als ihr Onkel versucht die Balance in der Familie wiederherzustellen, gerät ihr Leben vollends aus den Fugen, denn als ihr eigener Bruder  will keinen zweiten Mann im Haus und schreckt auch nicht davor zurück, Toni für seine Zwecke einzuspannen. Noch ehe sie alles richtig realisieren kann, verstrickt sie sich aus einem Meer aus Lügen, aus welchem sie alleine nicht wieder rauszukommen scheint. Ich muss ehrlich sagen, dass ich mehrere Tage gebraucht habe, um diese Rezension in Worte zu fassen, um in Worte zu fassen, was nach diesem Buch in mir vorgeht. Dadurch, dass ich selbst - in doppelter Hinsicht - ebenso ein Scheidungskind bin, konnte ich nachvollziehen, was in Toni vorgehen könnte, aber ihre Handlungen selbst.. die waren mir manchmal echt ein Rätsel. Oftmals fand ich sie für ihre 14 Jahre einfach total unreif und die Tatsache, dass sie nicht die einzige ist, die in ihrer Familie eine Lüge nach der anderen verbreitet, hat es nicht unbedingt besser gemacht.  Max, welcher nicht davor zurückschreckt, seine eigene Schwester für seine Zwecke einzuspannen, um den ungeliebten Onkel loszuwerden, war mir wirklich am unsympatischten. Für sein Alter fand ich sein Verhalten echt angemessen und dass er die Worte seiner Schwester, welche das allerdings auch nicht wirklich richtig stellt, zu seinen Zwecken nutzt, fand ich ehrlich gesagt etwas schwach. Der Schreibstil an sich war auf das entsprechende Alter, welches auch Toni wiederspiegelt, durchaus angemessen und ich bin gut durchgekommen. Einige der Gedankengänge Tonis konnte ich durchaus nachvollziehen und auch ihre typischen Streitereien mit ihrer Schwester Iris.  Im Großen und Ganzen fand ich, dass in dem Buch viel Potenzial verschwendet wurde und man durchaus etwas anderes daraus hätte manchen können. Auch die Stellen, die die Eltern der Kinder betreffen, gerade was den Vater anging, fand ich schon ein bisschen.. an den Haaren herbeigezogen und auch unrealistisch. Leider konnte mich das Buch -  trotz dass ich es recht schnell durch hatte und aufgrund der Scheidungskindsache - einfach nicht überzeugen und so schwer es mir auch fällt, kann ich nur 2 von 5 Schneeflöckchenbäume für dieses Werk von Marjin Backer vergeben.

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  • Ein sehr einfühlsames Buch!

    Das Jahr der Lügen
    merlin78

    merlin78

    Seit einem Jahr läuft bei der 14-jährigen Antonia, die von ihren Freunden und ihrer Familie einfach Toni genannt wird, alles verkehrt. Ihr Vater hat die Familie verlassen und zurückgeblieben sind sie, ihre beiden Geschwister Max und Iris und ihre Mutter, die von ihrem Vater nichts mehr wissen will. Denn dieser ist seiner früheren Liebe nach Kreta nachgereist. Nach einem Urlaub bei ihrem Vater ist Toni einsam und verkriecht sich in ihrem Zimmer. Am liebsten träumt sie sich in ihre eigene Welt und vergisst darüber hinaus alles, was wichtig zu sein scheint. Das Schuljahr wird sie nicht schaffen und ihre Freunde sind auch rar geworden. Als dann ihr Bruder Max sie zu einer Lüge nötigt, sagt Toni nichts dazu, doch die Tragweite der Unwahrheit wird immer größer. Irgendwann kommt sie an den Punkt, an dem sie nicht mehr weitermachen will und lieber die Flucht antritt. Doch wird das all ihre Probleme lösen? Ein einfühlsames Buch, das glaubwürdig die Gefühlswelt einer Jugendlichen beschreibt und verdeutlicht, welche Konsequenzen Lügen mit sich bringen können. Antonia ist ein wenig durcheinander. Seit ihr Vater sie verlassen hat, scheint sie mit ihrem Leben nicht mehr zufrieden zu sein. Denn sie fühlt sich im Stich gelassen. Noch nicht einmal an ihrem Geburtstag denkt er an sie. Es ist spürbar, wie feinfühlig das  Mädchen ist und wie schrecklich ihre Welt aus den Fugen geraten ist. Ihre Familie, vertreten durch die beiden älteren Geschwister Iris und Max bringen Leben ins Haus und Chaos in Antonias Leben. Denn beide lassen kein gutes Haar an ihrem Vater und wollen mit diesem auch nicht viel zu tun haben. Als dann Onkel Walter die väterliche Rolle im Haus übernehmen will, ist die Spannung innerhalb der vier Wände deutlich zu merken. Besonders Max kann Walter nicht leiden und protestiert gegen seinen Aufenthalt. Aber wie weit werden sie dafür gehen und wer muss mit dem Handeln leben? Eine interessante Geschichte über die emotionale Achterbahnfahrt einer Jugendlichen, die im Moment nicht so recht weiß, in welche Richtung sie sich wenden will und was von ihr verlangt wird. Mit einer Lüge bewältigt sich das Leben manchmal leichter, doch wie lange hält das an? Denn schnell wird aus einer Notlüge eine weitere und schon verstrickt sich die junge Hauptprotagonistin in einem ganzen Strudel aus Unwahrheiten. Die Handlung ist logisch und nachvollziehbar aufgebaut. Antonias Beweggründe werden dabei lebendig und sehr facettenreich beschrieben. Dabei ist das Hauptaugenmerk ganz klar auf das Mädchen gerichtet. Aber auch die anderen Charaktere kommen nicht zu kurz und erhalten genügend Raum, sich zu entwickeln. Fazit: "Das Jahr der Lügen" aus der Feder von Autor Marijn Backer ist ein ideenreicher und fantasievoller Jugendroman, der zum Nachdenken animiert. Es ist ein gutes Werk, das sich leicht liest und für genügend Stoff zum Diskutieren sorgt. Eine tolle Protagonistin und eine farbenfrohe und detaillierte Gesamtkulisse lassen das Buch realistisch und lebendig erscheinen.  Von mir gibt es 4 von 5 Sternen.

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    • 4
    parden

    parden

    06. March 2014 um 14:40