Marilyn Monroe Marilyn Monroe

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Inhaltsangabe zu „Marilyn Monroe“ von Marilyn Monroe

Through a series of never-before-published letters and diaries, as well as some rare photographs, Fragments explores the life and mind of an icon, Marilyn Monroe. A unique look into the private thoughts and reflections of one of Hollywood's brightest and most tragic stars.

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  • Rezension zu "Marilyn Monroe" von Marilyn Monroe

    Marilyn Monroe

    SinjeB

    03. September 2011 um 19:24

    Sehr persönliche Aufzeichnungssammlung zum gemächlichen Blättern, Schmökern, Nachdenken. Perfekt für den Nachttisch nicht nur von Monroe-Fans. Inhalt und Meinung: Als Marilyn Monroe 1962 starb, ging ihre persönliche Habe als Nachlass an ihren Schauspiellehrer Lee Strasberg über. Dieser starb wiederum zwanzig Jahre später und hinterließ seiner Witwe Anna Strasberg unter anderem auch eben diese umfangreiche, nicht katalogisierte Sammlung von persönlichen Dingen Marilyn Monroes, mit Kleidung, Kosmetika, Bücher, Bilder, Belege usw. Beim Sortieren des Nachlasses fielen Strasbergs Witwe zwei Kisten mit handschriftlichen und anderen Unterlagen Marilyns in die Hände, und sie wandte sich ratsuchend an Stanley Buchthal, einen Freund der Familie und Filmproduzenten. Bald wurde das Material gesichtet und, soweit möglich, chronologisch geordnet und es entstand die bislang einzige Zusammenstellung von sämtlichen aktuell auffindbaren, zur Verfügung stehenden persönlichen Texten Marilyn Monroes. Nicht aufgenommen wurden hingegen "technische" Notizen über die Schauspielerei, die für die breite Leserschaft vermutlich weniger von Interesse sind. Die Herausgeber Buchthal und Comment räumen zwar ein, dass diese beiden Kisten mit Monroe-Aufzeichnungen, die Anna Strasberg im Nachlass ihres Mannes auffand, nicht zwangsläufig die einzigen Dokumente sein müssen und man nie wissen kann, welches Zeitdokument noch das Tageslicht erblickt, dürfen sich aber auf die Fahnen schreiben, dass es ihnen gelungen ist, ein persönliches Bild der Legende zu zeichnen, und zwar ohne den Anspruch, sie selbstzerfleischend zu offenbaren, sondern sie einfach zu zeigen, wie sie war, ohne sie in Grund und Boden zu analysieren. Auch wenn ich großen Respekt vor Literaturübersetzern habe und ungesehen und ungelesen den Hut vor der Übersetzung dieses Buches ziehe, musste ich "Fragments", das bereits im letzten Oktober mit einigermaßen Wirbel auf Deutsch unter dem Titel Tapfer lieben: Ihre persönlichen Aufzeichnungen, Gedichte und Briefe erschien, im englischen Original haben. Ganz gleich, wie eingerostet mein Schulenglisch auch sein mag, als Fan möchte ich nicht auf Marilyn Monroes eigene Worte in ihrer Muttersprache verzichten. Der englische Titel "Fragments" ist in der Tat sehr treffend, denn die persönlichen Zeilen Marilyn Monroes wirken zum Teil genau als solche, Fragmente ihres kurzen Lebens eben. "Oh damn I wish that I were dead - absolutely nonexistent - gone away from here - from everywhere but how would I do it ..." (Seite 19) Der Vorbereitungsaufwand für dieses Buch muss nicht zu verachten gewesen sein. Im Buch sind nur wenige Angaben dazu zu finden, aber ich könnte mir denken, dass sich solch eine Sammlung nicht über Nacht zusammenstellt. Zunächst einmal wurde versucht, alle Notizen, Briefe, Gedichte usw. chronologisch zu ordnen, was nicht ganz einfach gewesen sein dürfte, da sie nicht durchweg datiert sind, sodass vermutlich einiges Hintergrundwissen ausgegraben werden musste. Gedichte wurden undatiert zusammengefasst. Außerdem handelt es sich neben ein paar maschinegeschriebenen Texten mehrheitlich um handschriftliche Notizen, die mehr oder weniger gut lesbar sind. Diese wurden nun nicht einfach in einer Art Bildband zusammengeheftet, sondern werden auf Doppelseiten auf hochwertigem, festem Fotopapier präsentiert: links ist eine Reproduktion des Originaldokuments zu sehen, rechts eine Transkription, in die Streichungen und Korrekturen gleichermaßen übernommen wurden. (Hin und wieder findet sich auch einmal der Hinweis [unleserlich].) "Stones on the walk every coulour there is I stare down at you like these the a horizon - ..." (Seite 21) Zu jedem Dokument, das einen Lebensausschnitt repräsentiert, wie beispielsweise dicke Notizbücher, die teilweise nur spärlich genutzt wurden, wird eine kleine Einleitung gegeben, um den Entstehungszeitraum kurz zu beleuchten. Dabei gehen die Herausgeber aber recht subtil vor, bringen Fußnoten an, wenn Erläuterungen notwendig erscheinen, psychoanalytischer Interpretationen enthalten sie sich aber. So bleiben Gedanken und Ängste der Reflexion des Lesers/Betrachters überlassen. Die Transkription verzichtet auf verwirrende, schwungvolle oder gar handschriftnachahmende Schriftarten, sondern beschränkt sich auf eine nüchterne Wiedergabe des handschriftlichen Texts. "What do I believe in What is truth I believe in myself even my most delicate intangible feelings in the end everything is intangible ..." (Seite 35) Untermalt wird das Gesamtbild von nur wenigen Fotos (vorwiegend s/w) zu einem großen Teil aus dem Fundus von André de Dienes und Privatsammlungen. Zum Teil bekannte, zum Teil weniger bekannte Fotos. Fotos, die Marilyn Monroe nachdenklich, beim Lesen oder bei Begegnungen mit Autoren usw. zeigen. "Fragments" ist bewusst kein Bildband. "Fragments" ist auch keine typische Biografie, die man in einem Rutsch weglesen könnte, sondern eine Lektüre, die man sich gern auf den Nachttisch legt, um immer mal wieder einen Blick hineinzuwerfen und zu sinnieren. Auch wenn "Fragments" kein Seelenstriptease sein soll, ist der Stich, den das Gefühl von Unverstandensein, Ängsten und Zweifeln versetzt, häufig unvermeidbar. "The grass, shabby evergreen bushes -- though the trees give me a little hope -- the desolate bare branches promising maybe there will be spring and maybe they promise hope." (Seite 208 - Brief aus der psychiatrischen Klinik. 2. März 1961) Deshalb habe ich auch recht lange gebraucht, bis ich die 239 überschaubar bedruckten Seiten durch hatte. So manches Mal fragt man sich allerdings, ob dies alles nicht Teil eines genialen Generalplans der unterschätzten Schauspielerin war und sie genau wusste/plante, dass wir eines Tages einen kleinen Teil ihres wahren Ichs kennenlernen würden. Die Einschätzung von Non-Fiction fällt mir immer ungleich schwerer, weil die Rezeption schlichtweg eine andere ist. Doch "Fragments" hat mich über lange Wochen, fast ein Vierteljahr sogar, begleitet, für sich eingenommen, mich nachdenklich gemacht und mir einen neuen Blick ermöglicht. So erlaube ich mir, zu sagen, dass mich dieses Buch fernab der Fiktion begeistern konnte. Fazit: Marilyn Monroe authentisch gedankenverloren, versucht poetisch, ängstlich offen, doch auch humorvoll und weit- und tiefblickend - so gänzlich anders, als uns das Zelluloid vorgaukeln möchte. Empfehlenswert nicht nur für Fans. 5 von 5 Punkten

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