Marilyn Van Derbur Tagkind - Nachtkind

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 3 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 2 Rezensionen
(2)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Tagkind - Nachtkind“ von Marilyn Van Derbur

Noch bei der Krönung zur Miss America glaubte sich Marilyn vom Schicksal beschenkt – eine Tochter reicher Eltern, begabt, gutaussehend, beliebt, sportlich. „Ich hätte gewettet, ich bin die glücklichste Frau, die je gelebt hat.“ Das Nachtkind, das vom 5. bis zum 18. Lebensjahr vom rücksichtslosen Vater missbraucht wurde, war vom Bewusstsein abgespalten. Erst im Alter von 53 Jahren war Marilyn in der Lage, in aller Öffentlichkeit zu sagen: „Ich habe den Inzest überlebt“. Viele Jahre plagten sie Schmerzzustände und Ängste. Schließlich ging sie mit ihrer Geschichte an die Öffentlichkeit – es wurde ein Triumphzug über die Scham. Van Derbur beschreibt in verständlichen Worten, wie sie über Jahre hinweg den Missbrauch durch ihren Vater abgespalten hatte und es ihr schließlich gelang, die schmerzvolle Erfahrung des Verrats zu überwinden. Sie selbst sagt: „Auf der Reise selbst war ich oft verzweifelt und dachte, wenn ich nur eine Frau finden könnte, die das überlebt hat, dann würde ich glauben, dass ich es schaffe.“ Dieses Buch ist eine brillante Beschreibung von Dissoziation und wurde von der International Society for the Study of Dissociation mit dem internationalen „Media Reward“ als bestes Buch über das Phänomen Dissoziation ausgezeichnet. Es erhielt außerdem auf der International Conference on Family Violence den „Award for Excellence in the Media“. Es zeigt aber vor allem auch Wege auf für die Prävention und Früherkennung sexueller Gewalt sowie für einen besseren Schutz von Kindern vor Gewalt. Es ist eine enorme Ermutigung für Betroffene, eine Inspiration für Fachleute, eine Hilfestellung für Eltern – und nicht zuletzt eine Liebesgeschichte. In Amerika 2003 veröffentlicht war „Miss America by day“ ein Bestseller. Es liegt nun endlich auf Deutsch vor.

Ein Buch das Überlebenden von sexuellem Missbrauch zeigt, dass sie mit ihrer Geschichte nicht alleine sind.Das ihnen das Gefühl geben kann verstanden zu werden.Und das Mut macht,,weiter zu kämpfen, auch wenn es manchmal schwer ist..ein sehr bewegendes Buch!

— katha_rina

Stöbern in Sachbuch

Leben lernen - ein Leben lang

Eine großartige Verbindung von Philosophie und Lebenskunst. Zeitlos und inspirierend.

Buchgespenst

Adele Spitzeder

Die Geschichte von einer bemerkenswerten Frau, die lügt und betrügt und kaum einer bemerkt es.

rewareni

Planet Planlos

Klare Leseempfehlung für jeden einzelnen!

skiaddict7

Das geflügelte Nilpferd

...ein Ratgeber, der locker ist und einem wirklich mal weiterhilft!

romi89

Heilkraft von Obst und Gemüse

Essen Sie sich gesund! Ein wunderbares Buch für alle, die sich bewusst ernähren wollen.

BookHook

Das verborgene Leben der Meisen

Ein gelungener, toll gestalteter, Meisen-Führer.

Flamingo

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Rezension zu "Tagkind - Nachtkind." von Marilyn Van Derbur

    Tagkind - Nachtkind

    schnecke

    02. December 2012 um 12:57

    Das Vergessen - das gibt's! Die vollständige Abspaltung traumatischer Erlebnisse, wenn Dinge passieren, die schmerzvoller sind als das Gehirn aufnehmen kann. Wenn weder Flucht noch Kämpfen möglich sind. Ein kleines Kind kann nicht flüchten, nicht kämpfen, wenn eine viel größere, stärkere Person etwas tut, was den Namen Missbrauch trägt. Marilyn van Derbur hatte auch "vergessen". Ihr Leben bis zum ersten "Erinnern" glich einer Glamourwelt: Sie wurde "Miss America", ihre ganze Familie war stolz auf sie, insbesondere ihr Vater... Lynn reiste durch die Staaten, wurde bald berühmt für ihre Redegewandtheit und ihr herzergreifendes öffentliches Auftreten. Marilyn war eine gefragte und viel gebuchte Frau. Und das obwohl ihr (bis zu diesem Zeitpunkt) nichts mehr Angst bereitete als das Sprechen vor tausenden Menschen. Immer und immer wieder stellte sie sich bewusst-unbewusst dieser Angst und diesem Missfallen, hielt die körperlichen Schmerzen aus, die ihr die Angst bereitete. Ihr Vater war in all den Jahren ihr wichtigster Mentor. Ihre Mutter eine Frau "unter ferner liefen", die schroff und fremdartig in ihrer eigenen Welt lebt. Marylin heiratete und liebte einen anderen. Ihr eigenes Verhalten war ihr größtes Rätsel. Bis zu jenem Tag, als ihr Vater starb. Am Grab stürzen die Erinnerungen auf die "Miss America" ein, die ein Leben zu führen schien, das einer Prinzessin glich. Den acht Jahre langen Missbrauch durche den eigenen Vater hatte Marylin abgespalten, verdrängt als ein "Tagkind-Nachtkind". Denn ohne diese Dissoziation hätte sie nie überleben können. Von diesem Tag an ging Lynn einen Jahrelangen schmerzvollen Weg durch Therapien und Erkentnisse - immer mit Larry an ihrer Seite und später Jennifer, ihre Tochter. Ich muss gestehen, dass mir Marylin in ihrem Buch und Lebenswerk mit allzu viel Glamour, "Miss America"-Getue und ihren vielen Familienfotos auf den Seiten gehörig auf die Nerven ging. Das hatte dazu geführt, dass ich bei Seite 136 einen anderen Weg eingeschlagen bin und nicht mehr von vorne nach hinten in diesem Buch las. Im zweiten Teil erzählt Marylin van Derbur von all ihren Begegnungen mit anderen "Überlebenden", die Ähnliches wie sie erfahren haben. Sie bringt eine Vielzahl Statistiken und Zahlen aus Studien und Untersuchungen ein. Was geschieht im Körper und Gehirn von Kindern und Erwachsenen, die Missbrauch erlebt haben? Es gibt es - das "Vergessen". Aber der Körper erinnert sich... Betroffene gehen meist Jahre und Jahrzehnte durch das Dunkel ihres eigenen widersprüchlichen Verhaltens, legen einen weiten Leidensweg zurück. Das ist der Grund, warum viele "erst" im mittleren Alter Ende 30 bis 40 sich "erinnern". Und Heilung ist erst möglich, wenn die eigenen Verhaltensweisen in Zusammenhang gebracht werden können mit den Erlebnissen aus der Kindheit. Posttraumatische Belastungsstörungen sind meist eine der Diagnosen, eine Folge von dem, was ein Kind nicht verarbeiten, nicht hinnehmen, nicht kompensieren kann. Die Rolle, die die Mutter in einem solchen Leben spielt, hat bei mir plötzlich viel Klarheit verschafft. "Meist ist die Wut auf die Mutter viel größer als auf den, der es getan hat, weil sie es war, die nicht da war, die alles verneint, die nicht beschützt hat und die sagt: du lügst'." Viele Wahrheiten, viele Erkenntnisse lassen sich aus Marylin van Derburs Buch erkennen. "Tagkind-Nachtkind" zu lesen, wirkt auf mehreren Ebenen - so empfand ich es. Es "befreit", es öffnet und es macht Mut, die eigene Scham und Angst zu erkennen. So viele Momente, in denen ich dachte: Ja, so ist es! Unglaublich viele Falbeispiele führt sie in diesem Buch an und erzählt aus ihrer späteren Arbeit mit "Überlebenden". Ein Buch, das erleichtert - wenn man erst einmal angefangen hat, den Weg zu gehen raus aus dem "Vergessen". "Wir werden ganz unbewusst ganz automatisch in die gleichen Situationen hineingezogen, in denen sich unsere Vergangenheit wiederholt. Wenn man die Freiheit erlangen möchte, sein Leben selbst zu gestalten, muss man sich den ungelösten Schmerzen der Vergangenheit stellen, um zu heilen". Dies ist für mich die Botschaft, die dieses Buch trägt. Natürlich kann man für ein authentisches Werk, eine Lebensgeschichte wie "Tagkind-Nachtkind" keine Beurteilung abgeben. Dieses Buch ist hilfreich - für selbst Betroffene, aber auch für Angehörige, Therapeuten und alle, die verstehen wollen, wie "Überlebende" überleben konnten und was dahinter steckt, wenn "wir" uns "merkwürdig", widersprüchlich, paradox verhalten. Es gibt jedoch Bücher zu diesem Thema, in denen ich persönlich mich mehr wiedererkannt hab und die mich mehr "abgeholt" haben. Wer es sich kauft (für den stolzen Preis von 40 Euro), hat etwas zu bearbeiten... Es ist ein wichtiges Buch - für viele. Aber vielleicht nicht gerade die Einstiegsliteratur in eine Problematik wie diese.

    Mehr
  • Rezension zu "Tagkind - Nachtkind." von Marilyn Van Derbur

    Tagkind - Nachtkind

    danny_zie

    16. September 2011 um 23:05

    Marilyn van Derbur nimmt den Leser mit auf eine Reise durch ihr Leben. Sehr offen erzählt sie von ihrem eindrucksvollem Überlebenskampf als Opfer sexueller Gewalt. Ihre Geschichte zeigt auf, wie vielfältig und schwer die Auswirkungen eines solchen Erlebens sind und wie mühsam der Weg raus aus der Scham. Aber sie macht Betroffenen durch ihr Buch auch Mut sich auf diesen Weg zu begeben und "seine Arbeit zu machen". Aber das Buch beinhaltet auch weit mehr als nur ihre Geschichte. Viele wertvolle Hinweise und Tipps zur Prävention und Hilfe runden es gelungen ab. Fazit: unbedingt lesen!

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks