Marilynne Robinson

 3.7 Sterne bei 37 Bewertungen
Autor von Lila, Gilead und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Marilynne Robinson

Marilynne Robinson, geboren im November 1943 in Idaho, schreibt erfolgreich Romane und Essays. Einige ihrer Werke wurden mit wichtigen Preisen, wie z.B. mit dem Pulitzer Prize for Fiction für "Gilead", ausgezeichnet. Auch ihr aktueller Roman "Lila", erschienen im August 2015 bei Fischer, landete in den USA auf den Bestsellerlisten und erhielt den National Book Critics Circle Award 2015.

Neue Bücher

Gilead
 (7)
Erscheint am 24.10.2018 als Taschenbuch bei FISCHER Taschenbuch.
Zuhause
Erscheint am 24.10.2018 als Hardcover bei S. FISCHER.

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Marilynne RobinsonLila
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Lila
Lila
 (18)
Erschienen am 22.06.2017
Marilynne RobinsonHaus ohne Halt
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Haus ohne Halt
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Erschienen am 28.08.2012
Marilynne RobinsonGilead
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Gilead
Gilead
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Erschienen am 24.10.2018
Marilynne RobinsonZuhause
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Erschienen am 24.10.2018
Marilynne RobinsonDas Auge des Sees
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Das Auge des Sees
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Erschienen am 01.01.1995
Marilynne RobinsonGilead
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Gilead
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Erschienen am 22.09.2016
Marilynne RobinsonHousekeeping
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Housekeeping
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Erschienen am 26.06.2009
Marilynne RobinsonGilead, Engl. ed.
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Gilead, Engl. ed.

Neue Rezensionen zu Marilynne Robinson

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Fornikas avatar

Rezension zu "Lila" von Marilynne Robinson

Lila Dahl
Fornikavor einem Jahr

Lila wird als kleines Kind von der Landstreicherin Doll „gerettet“. Man könnte auch sagen gekidnappt. Mit kleinen Gelegenheitsjobs schlägt sich Doll für beide durch, jahrelang tingeln sie durchs Land. Auch als Erwachsene hat Lila den Drang zum Weiterziehen, Sesshaftwerden ist nichts für sie. Und dann passiert genau das.

 „Lila“ bildet den dritten Band einer Trilogie rund um das Dörfchen Gilead. Ich kenne die Vorgänger nicht, kam aber auch ohne Vorwissen gut mit der Handlung zurecht. Lilas Lebensgeschichte ist außergewöhnlich, ihr Charakter schwierig. Verschlossen, misstrauisch, vorsichtig. Sicher etwas, was durch ihre Kindheit auf der Straße bedingt ist, trotzdem macht es das dem Leser schwer sich für sie zu erwärmen. Es fiel mir nicht leicht ihre Gedanken nachzuvollziehen, auch ihre Handlungen sind nicht immer verständlich. Einerseits sehnt sie sich nach Halt und Geborgenheit, andererseits kann sie von ihrem alten Ich nicht lassen. Dies wird auch dadurch zum Ausdruck gebracht, dass die Autorin zwischen zwei Zeitebenen hin und herspringt: der alten Landstreicherin Lila wird ebenso viel Erzählzeit zugestanden wie der ehrbaren Frau des Priesters. Nicht immer ist sofort klar, welche Lila gerade spricht, ich fand es nicht ganz ideal gelöst. Der Erzählstil hat mir auch nicht ganz zugesagt, doch eher sperrig und recht emotionslos führt die Autorin durch die Handlung. Ich fand „Lila“ interessant zu lesen, konnte mich für die Protagonisten jedoch nicht so begeistern, dass ich zwingend auch die anderen Teile der Trilogie lesen müsste.

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Buchstabenliebhaberins avatar

Rezension zu "Lila" von Marilynne Robinson

Vertrauen und Vergangenheit
Buchstabenliebhaberinvor 2 Jahren

"Ich kann dich nicht so lieben, wie ich dich liebe. Ich kann nicht so glücklich sein, wie ich´s bin." (S.280)


"Es gibt so viel vergangenes Leben."(S.280)


Das Buch hat mich gepackt und lässt mich nicht mehr los. Lila wird kurz vor dem Verhungern gerettet. Von einer Landstreicherin, die sie von der Veranda weg stiehlt und die sie bedingungslos liebt und die zu ihrer einzigen Bezugs- und Vertrauensperson wird. Sie schließen sich immer wieder einer Gruppe Tagelöhner an, die obdachlos über die Lande ziehen. Doch sie können nirgends lange bleiben, das unstete Leben ist hart und entbehrungsreich. Lila lernt das Nötigste. Als ihre Ersatzmutter eines Tages verhaftet wird, ist Lila auf sich alleine gestellt, es geht abwärts, sie schlägt sich durch, mehr schlecht als recht.


Dann strandet sie in Gilhead, lernt den alten Pater John kennen. Beide knüpfen zarte Bande, beide wissen um die Zerbrechlichkeit des Ganzen. Beide können nicht glauben, dass ihre Beziehung Bestand haben könnte. Doch beide gehen ehrlich mit einander um, mit ihren Sorgen und Nöten. Beide haben so viel vergangenes Leben, so viel Ballast, darin sind sie sich ähnlich. John erkennt, dass Lila trotz katastrophaler Bildung sehr intelligent ist und sich mit den großen Fragen des Lebens, dem Sinn des Lebens, der eigenen Existenz, beschäftigt. Beide lernen voneinander, bedrängen sich nicht.


Marilynne Robinsons Sprache ist besonders. Einerseits die derbe Gossensprache der Straße, die Härte, das Misstrauen, die Einsamkeit, andererseits die Zerbrechlichkeit der Gedanken, die sich Lila macht, Johns Fürsorge, beider Angst, der Trost, den beide sich geben. 


Es ist so besonders, wie Marilynne Robinson Lilas Gefühlswelt beschreibt. Ihre gewaltigen Zweifel. Wie soll ein Mensch, der nie ein gutes Leben kennengelernt hat, dies genießen? Immer rechnet Lila damit, dass es morgen vorbei ist, dass die Vergangenheit sie einholt. Einerseits wünscht sie sich dies, andererseits fängt sie ganz vorsichtig an, ihr neues Leben zu genießen. 


Es sind Sätze, wie jene oben genannten, die tief gehen. Die nachwirken. Für die ich dankbar bin. Wer kennt das nicht, aber das muss man so erst mal in Worte fassen können ...

Kommentare: 3
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W

Rezension zu "Gilead" von Marilynne Robinson

Robinsons Romane haben über ihre hohe literarische Qualität hinaus eine große visionäre Kraft
WinfriedStanzickvor 2 Jahren



Im vergangenen Jahr veröffentlichte S. Fischer den Roman „Lila“ der in den USA hochgelobten Schriftstellerin Marilynne Robinson, der auch in Deutschland von den Kritikern höchstes Lob erfuhr. So nannte Elke Heidenreich „Lila“ „ein erschütternd schönes Buch“ und die Autorin Zsusza Bank schrieb:
„Etwas zutiefst Tröstliches liegt in dem Wissen, das zwei sich nicht nur finden können – sondern auch schützen und halten. Diese Annäherung wird so zurückgenommen, so tastend behutsam erzählt, dass man sich ein wenig schämt, wenn man Lila und John weiter beobachtet, während sie reden, sich öffnen und bekennen.“

Es erzählte als dritter Teil einer Trilogie davon, wie die junge Frau Lila nach Gilead kam und dort die Frau des Pfarrers John Ames wurde.  

Nun hat S. Fischer den ersten Band der Trilogie veröffentlicht, „Gilead“. In den USA schon 2004 erschienen, erzählt hier der Pfarrer John Ames sein Leben.
Er weiß, dass er bald sterben muss, deshalb schreibt er seinem siebenjährigen Sohn einen Brief. Dieses Kind, das ihm Lila schenkte als er schon fast siebzig Jahre alt war, ist für ihn ein Geschenk Gottes.
Und deshalb will er ihm möglichst viel erzählen, vom harten und entbehrungsreichen Leben seiner Vorfahren, von seinem Glauben, den er ein ganzes Leben lang mit seinem Freund Boughton diskutierte, warum er nach dem Tod seiner ersten Frau fast fünfzig Jahre allein lebte, bis ihm der Herr Lila schickte und seinen Traum erfüllte, Vater zu werden.

Vieles von dem war er da über die amerikanische Geschichte schreibt, interessiert ein Kind wenig. Doch er geht davon aus, dass seine Mutter irgendwann seinem dann erwachsenen Sohn den Brief zu lesen gibt und der daraus lernt.
„Gilead“, dessen zweiter Teil „Home“ vermutlich nächstes Jahr erscheinen wird, ist, so wie die gesamte Trilogie, in den USA ein literarischer Klassiker. Völlig unverständlich, dass es über ein Jahrzehnt gedauert hat, bis diese Trilogie einen deutschen Verlag fand. Ich vermute, es hängt damit zusammen, dass hier viel von Theologie und Glauben die Rede ist und ihrer Bedeutung dabei, die Ungeheuerlichkeit des Lebens zu begreifen, was immer nur in der Rückschau funktioniert.
Zwar hat der Prediger John Ames, so wie seine Schöpferin Marilynne Robinson auch Zweifel, doch das Buch atmet eine tiefe Glaubensgewissheit, die tröstet.

Robinsons Romane haben über ihre hohe literarische Qualität hinaus wie nur wenige Bücher eine große visionäre Kraft. Und das hängt mit der Zeitlosigkeit oder Ewigkeit des Glaubens an einen Schöpfer zusammen, aus dem der Ich-Erzähler John Ames sein ganzes Leben seine Kraft und seinen Trost gezogen hat und von dem auch die Autorin tief durchdrungen scheint.

Mir hat dieser erste Teil noch viel besser gefallen als der dritte Teil und er ist mir als 62-jähriger Vater eines 13- jährigen Sohns tief unter die Haut gegangen. Ich freue mich sehr auf den zweiten Band der Trilogie.

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Gespräche aus der Community

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Gruenentes avatar
Dies ist eine Leserunde der Gruppe SuB-Aufbau mit Niveau die wiederum aus der Roman Challenge von Aba entstanden ist. Es wird kein Buch verlost, nur gemeinsam gelesen und zwar das Buch Lila von Marilynne Robinson.
Die Seiten in den Leseabschnitten beziehen sich auf die deutsche Taschenbuchausgabe.
Jeder kann mitmachen!
Zur Leserunde

Zusätzliche Informationen

Marilynne Robinson wurde am 26. November 1943 in Idaho (Vereinigte Staaten von Amerika) geboren.

Community-Statistik

in 98 Bibliotheken

auf 24 Wunschlisten

von 2 Lesern aktuell gelesen

von 1 Lesern gefolgt

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