Marin Trenk Döner Hawaii

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Inhaltsangabe zu „Döner Hawaii“ von Marin Trenk

Marin Trenk zeigt, wie sich in den vergangenen 500 Jahren bis heute nicht nur fremde Lebensmittel und einzelne Speisen, sondern komplette Küchen erfolgreich ausgebreitet haben. Dabei erfährt man, wie heute in anderen Kulturen gekocht wird. Das Buch öffnet uns die Augen für die mitunter sonderbar anmutenden Tabus, mit denen wir manche Speisen belegen. Und es macht Lust, die vielen kleinen kulinarischen Inseln zu entdecken, an denen der Geschmack der Welt bisher vorübergezogen ist. Nicht zuletzt wirft der Autor einen Blick in die Zukunft kulinarischer Entwicklungen.

Essen im globalen Wandel - Marin Trenk erzählt informativ und unterhaltsam.

— steijner12

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    Döner Hawaii

    steijner12

    24. May 2015 um 11:32

    Döner Hawaii - unser globalisiertes Essen Marin Trenk zeigt, wie sich in den vergangenen 500 Jahren bis heute nicht nur fremde Lebensmittel und einzelne Speisen, sondern komplette Küchen erfolgreich ausgebreitet haben. Dabei erfährt man, wie heute in anderen Kulturen gekocht wird. Das Buch öffnet uns die Augen für die mitunter sonderbar anmutenden Tabus, mit denen wir manche Speisen belegen. Und es macht Lust, die vielen kleinen kulinarischen Inseln zu entdecken, an denen der Geschmack der Welt bisher vorübergezogen ist. Nicht zuletzt wirft der Autor einen Blick in die Zukunft kulinarischer Entwicklungen. "Marin Trenk räumt auf mit lieb gewordenen Vorurteilen über das globalisierte Essen." Jutta Hoffritz, Die Zeit, 23.4.2015 "Trenk weiß, warum sich der Maggi-Brühwürfel selbst in Westafrika durchsetzte (Faszination des weißen Lebensstils) und wieso ein Chicken Tikka Masala, ein Hühnchen in Tomatensoße, den Sieg Großbritanniens über die einstige indische Kolonie symbolisiert (ein Brite bestand auf viel Soße)." Katja Thimm, Der Spiegel, 14.3.2015 Nahe meiner Wohnung hat im beschaulichen Städtchen, in dem ich wohne, gerade die internationale Küche Zuwachs bekommen. Ein portugiesisches Restaurant hat seine Pforten geöffnet. Nebendran ist ein Italiener, wiederum daneben ist gerade ein Tapas-Restaurant im Entstehen, wiederum daneben gibt es im Bistro Steak und Burger, keine hundert Meter entfernt ein Serbe und zum McDonalds kann man den Blick von dessen Dachterrasse ebenfalls schweifen lassen - man isst, auch im beschaulichen Niederbayern, international.Nur ein Running-Sushi fehlt uns noch und der Mexikaner ist eingegangen. Mediterran statt Eisbein Mitte der 60er-Jahre waren Eisbein und Schweinshaxe noch die Leib- und Magenspeise der meisten Deutschen. Heute schütteln sich viele seiner Studenten, wenn sie nur davon hören, sagt Autor Marin Trenk, Ethnologieprofessor an der Uni Frankfurt. Mediterran zu essen, sei dagegen in. Und als Imbiss ist der Döner nicht zu schlagen.Deutsches Essen mit Migrationshintergrund! Selbst in die Tiefkühlregale ist Exotik eingezogen oder zumindest das, was exotisch klingt, wie zum Beispiel: die "Mexiko-Pfanne" - die man so im Land der Maya nie finden werde, sagt Trenk. Ebenso wie die Karibik-Pfanne - ein Hauch von Kokos verleiht Exotik -  in der Karibik. "Döner Hawaii"  ist  in drei Kapitel aufgeteilt: Das erste Kapitel stellt drei wesentliche Wellen der kulinarischen Globalisierung vor (Kolumbus, den Kolonialismus, und die Ethnofood-Welle). Im zweiten Kapitel wird Ethnofood eingehender betrachtet. Trenk wnadert dabei durch die südeuropäischen Küchen (italienisch, jugoslawisch, türkisch etc.), hält sich in Asien auf (chinesisch, thailändisch, japanisch) und schweift dabei auch durch den Rest der Welt (nord-, mittel- und südamerikanisch, afrikanisch etc.).  Kochshows sehen?  JA! Selbst am Herd stehen? NEIN! Das ist essenziell für seine drittes Kapitel - ich nenne es, die Abrechnung, die Vision oder Alltagsschau - Trenk nutzt seinen selbst kreierten Begriff „Gastro-Anomie“ und beschreibt die die unübersichtliche, gegenwärtige Kulinariksituation. Kritik bleibt da natürlich nicht außen vor: Seit Jahren werfen zwar unzählige Starköche und solche, die es gerne wären, ebenso viele Kochbücher auf den Markt und ergehen sich in  Kochshows, aber es werde gleichzeitig immer weniger oder gar nicht mehr an den heimischen Herden gekocht. Und falls mal doch, dann meist überkandidelt, in teuren Küchen und nur mit hochwertigstem Equipment, schwer erhältlichen Zutaten und ausgefallenen Rezepten und Zubereitungsmethoden. Immer neuere kulinarische Trends lösen sich immer schneller gegenseitig ab, Standort und Saison spielen kaum noch eine Rolle, alle möglichen Zutaten sind fast überall und oftmals in guter bis bester Qualität erhältlich, regionale Zubereitungstraditionen werden von globalisierten in den Hintergrund gedrängt und geraten zunehmend in Vergessenheit, schimpft Trenk.  Neue Speisekonventionen (Allergien, Intoleranzen, Veggie, Vegan, keine Innereien, nur mageres Fleisch, kurze Zubereitungszeiten, zuckerarm, saisonal, regional, bio etc.) erzeugen höchst individuelle Menü-Pläne in deutschen Städten und Dörfern. Auf der anderen Seite ist Convenience- und Fastfood bei den deutschen Möchtegern-Gourmets allgegenwärtig - und weiterhin auf dem Vormarsch. Anekdoten, die manchem zu viel werden Trenk würzt seine Beobachtungen mit zahlreichen Anekdoten - spricht etwa von Kakao als Aphrodisiakum oder einem Fauxpas von Hemut Kohl in China - und weiß den Leser vor allem in den ersten beiden Kapiteln zu überzeugen. Das sagt zumindest Jakob Strobel y Serra von der FAZ: "Der historische Teil über die Globalisierung des Essens nach der Entdeckung Amerikas ist spannend und schwungvoll geschrieben. Doch der Rest des Buches stochert mitunter ziellos im großen kulinarischen Globalisierungtopf herum und wird mit jeder Seite anekdotischer, sprunghafter, fahriger. Und wenn der Ethnologe erst zum Völkerpsychologen wird, um uns unsere Esssitten zu erklären, wird das Eis ganz schnell ganz dünn."Dem muss ich teilweise entgegentreten: Es kommt auch darauf an, wie man dem Trenkschen Werk entgegentritt. Wer eine wissenschaftliche Abhandlung erwartet oder gar voraussetzt, der wird enttäuscht werden. Wer Information verpackt in launige Unterhaltung sucht, der bekommt genau das.  Marin Trenk: "Döner Hawaii - unser globalisiertes Essen; Klett-Cotta, 297 Seiten, 17.95 Euro  Lesen Sie mehr in Bennis Wühlkiste

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