Marina Barth

 4 Sterne bei 7 Bewertungen

Lebenslauf

Jahrgang 1960, verheiratet, zwei erwachsene Söhne, eine Schwiegertochter. Kabarettistin, seit 2001 Theaterchefin, Autorin, Regisseurin, Moderatorin, Stadtführerin. Sie führt Kölns „kultigste Kabarettbühne“ (KSTA) im Zentrum der Stadt (www.kluengelpuetz.de), das älteste Theater Kölns im Keller eines denkmalgeschützten Gebäudes. Sie schrieb Theaterstücke, mal fürs städtische Puppentheater zum historischen Hintergrund des jüdischen Museums“ (2014), mal in Zusammenarbeit mit dem römisch-germanischen Museum in Köln zum 2000sten Geburtstag der römischen Stadtgründerin Agrippina zum Thema Macht und Politik (2015), mal ein Jugendstück zum Thema Rechtsradikalismus (20217) mit Unterstützung des NSDOK und vieles andere mehr. Sechs Bücher sind bislang erschienen, zwei schmale Bändchen als Begleitbändchen zu Bühnenprogrammen 2006 und 2009 („Ich war Hirte“ und „Use me“). Der Kurzgeschich-tenband, „Lästerday“ erschien 2011 bei Ullstein. Der Krimi „Blutspur unter fetten Hennen“ erschien 2013 bei Knaus. 2017 erschien im Emons-Verlag „Lumpenball“, ein historischer Roman über die jüdische Puppenspielerin Fanny Meyer und 2024, ebenfalls Emons: „Am Kronleuchter hängen wir nicht immer“, ein Roman über die Volksschauspielerin Trude Herr.

Quelle: Verlag / vlb

Neue Bücher

Cover des Buches Geisterbahn zu seltenen Herden (ISBN: 9783910775589)

Geisterbahn zu seltenen Herden

Erscheint am 20.04.2026 als Taschenbuch bei SATYR Verlag.

Alle Bücher von Marina Barth

Cover des Buches Lumpenball (ISBN: 9783740801625)

Lumpenball

(3)
Erschienen am 27.07.2017
Cover des Buches Blutspur unter fetten Hennen (ISBN: 9783813505924)

Blutspur unter fetten Hennen

(1)
Erschienen am 24.03.2014
Cover des Buches Geisterbahn zu seltenen Herden (ISBN: 9783910775589)

Geisterbahn zu seltenen Herden

(0)
Erscheint am 20.04.2026

Neue Rezensionen zu Marina Barth

Ich will keine Schokolade

Trude Herr (1927-1991) war eine kölsche Ikone, die zeit ihres Lebens um die Anerkennung gekämpft hat, die sie ihrer Meinung nach verdient hat. Trotz zahlreichen Versuchen auf den angesagten Bühnen Kölns Fuß zu fassen, gelingt ihr dies nicht. Der Durchbruch gelingt ihr erst später, als sie die Rolle der ersten weiblichen Büttenrednerin der Stadt Köln übernimmt. Dass sie damit den Stempel „Ulknudel“ verpasst bekommt, empfindet sie allerdings als Kränkung, die ihren wahren Talenten nicht gerecht wird. Aber alle Versuche sich davon zu distanzieren scheitern. Trotzdem gibt sie den Kampf nicht auf und erfindet sich mit entschlossenem Ideenreichtum, ein ums andere Mal neu. Doch ein Tiefschlag folgt auf den anderen. Darunter leidet naturgegeben auch ihr Privatleben und so bleibt sie auch hier ihr ganzes Leben auf der Suche.

FAZIT
Eine emphatische Annäherung an ein Künstlerleben, in dem Trude Herr endlich die lang ersehnte Hauptrolle spielen darf.

Aus dem Leben einer Kölner Ikone

Klappentext:
Die Geschichte der Kölner Ikone Trude Herr, die so viel mehr war als eine Ulknudel. Ein biografisch historischer Roman, detailgenau und mit vielen Originalzitaten. Geboren in einem Kölner Arbeiterviertel, träumt die junge Trude Herr von der ganz großen Bühne. Aber das Träumen reicht ihr nicht, und so sucht sie sich mit ihrem außergewöhnlichen Unterhaltungstalent einen Weg von der schäl Sick mitten hinein in die pulsierende Künstlerszene der fünfziger Jahre. Sie schließt sich einer Wanderbühne an, arbeitet als Statistin und als Bardame, bis ihr als weibliche Büttenrednerin endlich der Durchbruch gelingt: Trude Herr wird zur Ikone ihrer Zeit. Doch mit ihrem unvergleichlich entwaffnenden Humor schafft sie sich auch ein Korsett, aus dem es kein Entrinnen mehr gibt.

„Am Kronleuchter hängen wir nicht immer“ von Marina Barth erzählt aus dem Leben der Kölner Ikone Trude Herr.

Trude Herr war weit über die Grenzen Kölns bekannt. Ich kann mich noch gut an sie erinnern.
In diesem Buch ihren Werdegang, die ersten Schritte auf der Bühne zu lesen hat mich sehr gefreut.
Wie viele im Kölner Raum ist sie durch die Fastnacht und ihre Büttenreden bekannt geworden. Trude Herr hat aber auch zu dieser zeit schon Theater gespielt. Einige ihrer Wegbegleiter, darunter Willy Millowitsch, der mit auch noch sehr gut in Erinnerung ist finden Erwähnung in diesem Buch.
Viele original Zitate von Trude Herr haben es genauso in das Buch geschafft. Ihr Geist ist also in der Geschichte zu spüren.

Marina Barth findet schöne Worte und bringt das Leben von Trude Herr den Leser*innen näher.
Es gibt einiges zum Schmunzeln, den so richtig ernst war Trude Herr nicht. Aber natürlich gab es auch andere Seiten in ihrem Leben, besonders zu Beginn ihrer Kariere.
Die Leser*innen begleiten Trude Herr von den Anfängen ihrer Kariere bis hin zu ihrer Krankheit und den vielen Operationen. Die vielen Worte in Kölner Dialekt machen die Geschichte authentisch. Im Anhang gibt es ein Glossar, wo man die Bedeutung der Worte noch einmal nachschlagen kann.

„Am Kronleuchter hängen wir nicht immer“ hat mich an eine Frau erinnert, die ich in meiner Jugend bewundert habe.

Cover des Buches Lumpenball (ISBN: 9783740801625)
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Rezension zu "Lumpenball" von Marina Barth

Gelinde
Lumpenball

Lumpenball, ein historischer Roman von Marina Barth.

Cover:
Passend zur Geschichte, die Silhouette von Köln.

Inhalt:

Köln 1933-1942.
Die junge Fanny, Puppenspielerin am, Hänneschen-Theater, will nur leben so wie Köln sich gibt. Das Nachtleben sprüht vor Kreativität, Frauen entdecken sich selbst, die quirlige Künstlerszene quillt über.
Doch die Welt veränder sich und mit ihr auch diese Szene.

Meine Meinung:
Der Schreibstil ist sehr flüssig und gut zu lesen. Die Handlungen, Personen und Charaktere werden sehr gut geschildert.

Die Dialoge und Gedanken sind sehr zynisch bzw. sarkastisch

Es ist einfach erschreckend.
Obwohl ich schon vieles über diese Zeit gelesen habe, bin ich immer wieder erschüttert. Wie konnte alles soweit kommen?
Hier sehen wir ansatzweise: es geht so „zwangsläufig“, ein Rädchen greift ins andere und es gibt keine „Institution“ die eingreift.
Der Einzelne ist so machtlos, weil die Mehrheit so verblendet und manipuliert wurde.

Mit der jungen Fanny(ich fühle mich mit ihr mitten im Geschehen) gehe ich immer entsetzter durch diese Zeit und frage mich warum alles so komme muss.

Autorin:
Marina Barth ist Kabarettistin und leitet das Kölner Klüngelpütz-Theater.

Mein Fazit:
Da die Zeitzeugen immer mehr verschwinden, ein gutes Buch um ansatzweise zu verstehen wie es soweit kommen konnte.
Von mir 5 Sterne.

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