Marina Bohlmann-Modersohn Clara Rilke-Westhoff

(3)

Lovelybooks Bewertung

  • 4 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 3 Rezensionen
(2)
(1)
(0)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Clara Rilke-Westhoff“ von Marina Bohlmann-Modersohn

Eine ungewöhnliche Frau kämpft um ihren Platz in der Kunst.

Clara Rilke-Westhoff (1878-1954), Tochter aus Bremer Kaufmannsfamilie, war eine der Vorreiterinnen der Frauen in der Kunst. Wie ihre Weggefährtin Paula Modersohn-Becker brach sie mit den Konventionen ihrer Zeit und wählte eine Domäne, die bis dahin vor allem Männern vorbehalten war: die Bildhauerei. Sie geht nach München - um 1900 neben Paris die führende Kunststadt Europas - dann in die Künstlerkolonie Worpswede, arbeitet bei Max Klinger und wird Schülerin Auguste Rodins. Zurück in Worpswede begegnet sie Rainer Maria Rilke. 1901 heiraten die beiden. Zeitlebens leidet die Künstlerin unter dem Spannungsverhältnis ihrer Rolle als Ehefrau und Mutter und ihrem künstlerischen Schaffen. Heute stehen ihre Skulpturen Seite an Seite mit den Werken Rodins im Pariser Musée d‘Orsay.

Durch diese Biographie kommt man Clara Westhoff sehr nahe. Nicht nur für Kunstinteressierte

— JulesBarrois

Stöbern in Biografie

100 Länder, 100 Frauen, 100 Räusche

Interessanter Reisebericht. Hier geht es vorrangig um die Drogen und Frauengeschichten, trotzdem sehr spannend zu lesen.

anflix

9 Tage wach

Drogenkarriere und der Weg zurück spannend geschildert

Synapse11

Hass gelernt, Liebe erfahren

Yassirs Geschichte ist nicht nur bewegend und beeindruckend, sondern klingt noch lange in einem nach.

TrustInTheLord

Farbenblind

Unerwartet.. Mir ging das Buch total unter die Haut und ich kann es nur empfehlen!

Nepomurks

Ich liebte Pablo und hasste Escobar

Pablos Geliebte Virginia Vallejo erzählt Pablos Geschichte aus neuer spannender Perspektive.

blaues-herzblatt

Willkommen bei den Friedlaenders!

Die Autorin räumt in ihrem Buch "Willkommen bei den Friedlaenders!" mit Vorurteilen auf.

Osilla

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leben und Werk einer interessanten Persönlichkeit

    Clara Rilke-Westhoff

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    12. August 2017 um 12:16

    Clara Henriette Sophie Westhoff ist 17 Jahre jung und möchte unbedingt nach München. Um 1900 gilt München neben Paris als führende Kunststadt Europas. Aber weiß Clara, welche Widerstände ihr begegnen werden? Auch wenn die Eltern ihre Liebe zur Malerei gefördert haben, Malerinnen sind in der Unterzahl. Noch dazu solche, die ihr Geld damit verdienen können. Das können die Herren der Schöpfung nicht zulassen.Doch solche Fragen stellt sich die 17-Jährige noch nicht. Und so packt sie im Oktober 1895 ihre Koffer. München lockt nicht nur Maler. Auch Musiker, Meister der Lebenskunst und Schriftsteller lassen sich hier nieder. Der junge Thomas Mann arbeitet für Albert Langen als Lektor und schreibt an seinem "Buddenbrooks". Clara besucht hier die private Malschule von Friedrich Fehr und Ludwig Schmid-Reutte in der Theresienstr. 71. In Briefen nach Hause äußert sie sich abschätzig über Frauen, die nur für den Hausgebrauch malen wollen. Und sie erkennt schnell diejenigen, die eine künstlerische Karriere beabsichtigen. Nach mehr als zwei Jahren kann sie dem Vater, der ihr Studium finanziert, noch nichts vorweisen. Nichts scheint ihr gut genug, um es ihm zu zeigen. Aber es zieht sie nun von München nach Worpswede. Hier wird die mittlerweile 20-jährige Clara im Frühjahr 1898 Schülerin von Fritz Mackensen. Und ihr Berufswunsch malt sich hier ab: Bildhauer möchte sie werden.Die beiden Frauen haben früh den Aufbruch gewagt, haben studiert und wollen sich gegen alle Vorurteile und Widerstände in der Kunstwelt behaupten, wollen die Kunst zu ihrem Beruf machen. Aus Briefausschnitten, die die Autorin für das Buch verwendet hat, erfahren wir, wie sehr die Frauen damals kreativ sein wollten, lernen wollten, etwas schaffen wollten. Sie gingen auf Reisen, zu Ausstellungen. Im Reisegepäck das Tagebuch der Marie Bashkirtseff, eine russische Malerin, deren Gemälde in Frankreich entstanden sind. Sie versuchten, nebenher Geld zu verdienen, um sich weiterzubilden. Auch wenn das bedeutete, Auftragsarbeiten zu erledigen. 1900 kommt Rilke nach Worpswede. Er ist unglücklich, da ihn seine Liebe Lou Andreas-Salomé verlassen hat. Hier lernt er Paula Becker und Clara Westhoff kennen. Er besucht Ausstellungen, die Hamburger Kunsthalle. "Mir ist, ich lerne jetzt erst Bilder schauen", schreibt er in sein Tagebuch. Und er beschließt, in Worpswede zu bleiben. Die Biografie ist sehr interessant geschrieben. Besonders aufgewertet wird sie durch die vielen Briefzitate. Die geben einen ganz privaten Einblick in das Leben der Künstler, die hier auftauchen. Ob es nun die Freundschaft zwischen Clara Westhoff und Paula Becker betrifft oder die jeweiligen Ehen der Frauen mit ihren Männern, die so ganz unterschiedlich verlaufen. Paula ist finanziell abgesichert durch ihren Mann, kann sich also ganz ihrer Kunst hingeben. Die Freundschaft zu Clara bekommt einen Riss, als diese Rainer Maria Rilke heiratete und Mutter wurde. Von Rilke erfahren wir, wie schwer er es mit seiner Familie hat. Weder er noch Clara haben Arbeit. Er möchte aber, dass sie beide in ihrer jeweiligen Kunst tätig sein können. Wird es ihnen gelingen? Oder bleibt es für sie zu Lebzeiten eine brotlose Kunst?

    Mehr
  • Die Frau im Schatten

    Clara Rilke-Westhoff

    JulesBarrois

    20. May 2016 um 09:30

    Clara Rilke-Westhoff: Eine Biografie Marina Bohlmann-Modersohn (Autorin), 384 Seiten, btb Verlag (19. Oktober 2015), 21,99 €, ISBN-13: 978-3442754328 „Wer ist sie, in was drückt sie sich aus, an welchen Freuden, Wünschen, Hoffnungen erkennt sie sich?“, fragte Rilke, um seine Ehefrau Clara Henriette Sophie Rilke, geb. Westhoff zu verstehen. Gelungen ist es ihm nicht. Clara Rilke-Westhoff, geboren am 21. November 1878 in Bremen und gestorben am 9. März 1954 in Fischerhude) war eine deutsche Bildhauerin und Malerin. Sie wurde zu einer der Vorreiterinnen der Frauen in der Kunst. Wie ihre enge Freundin und Weggefährtin Paula Modersohn-Becker brach sie mit den Konventionen ihrer Zeit und wählte eine Domäne, die bis dahin vor allem Männern vorbehalten war: die Bildhauerei, dieses schwere Handwerk mit hartem Marmor, Kalk- oder Sandstein, festem Lehm, flüssiger Bronze. Jetzt nähert sich Marina Bohlmann-Modersohn (verheiratet mit dem Enkel des Malers Otto Modersohn) in einer ebenso spannenden wie aufschlussreichen Biographie dieser faszinierenden Persönlichkeit aus einer ebenso faszinierenden Zeit mit all ihren Prägungen. „Sehen Sie, Fräulein, es gibt zwei Arten von Malerinnen: die einen möchten heiraten und die anderen haben auch kein Talent.“ (Seite 9) So zeichnet die Autorin nicht nur den Lebensweg der Künstlerin nach, sondern bringt uns tiefe Einblicke in das Leben der damaligen Künstler wie Rainer Maria Rilke, Paula Becker-Modersohn, Otto Modersohn, Rodin und viele andere. Und sie zeigt uns die Denk- und Arbeitsweise wie auch die Lebensumstände dieser Menschen und ihrer damaligen Zeit. Sie beleuchtet alle Lebensstationen: Die ertrotzte Ausbildung unter anderem in München, Leipzig und Paris, die Freundschaft mit Paula Modersohn-Becker, die Ehe mit Rainer Maria Rilke, die Trennung sowie die künstlerischen und menschlichen Krisen. Es ist der Kampf einer ehrgeizigen Künstlerin, die mit großen Zielen gestartet ist, aber schlussendlich doch an den Umständen scheiterte. Entstanden ist ein stilles Porträt, ohne Klischees, sensibel und diskret. Vor allem gefällt mir, dass Marina Bohlmann-Modersohn nicht urteilt, sondern durch ihr sehr gut recherchiertes Material den Leser sich sein eigenes Bild machen lässt. Sie zitiert aus den verschiedenen Briefwechseln von Clara Westhoff: mit den Eltern, mit Paula Modersohn-Becker, Briefe des Ehepaars Rilke untereinander und auch die Briefe Rilkes an seine Mutter. Dadurch kommt man Clara Westhoff sehr nahe und erkennt unter welchen Bedingungen sich die künstlerische Entwicklung von Clara Westhoff-Rilke vollzog und welche Schwierigkeiten sie dabei als Frau, Ehefrau und Künstlerin zu bewältigen hatte. Diese Biographie ist nicht nur für Kunstinteressierte interessant. Ich kann diese ungemein kenntnisreiche, hoch spannende und sehr differenzierte Biografie jedem empfehlen, der diese Zeit und ihr Leben besser kennen lernen möchte. Hier geht es direkt zum Buch auf der Seite des btb Verlages http://www.randomhouse.de/Buch/Clara-Rilke-Westhoff/Marina-Bohlmann-Modersohn/btb-Hardcover/e421853.rhd Fragen Sie in Ihrer örtlichen Buchhandlung nach diesem Buch. Wenn Sie in meiner Gegend „Landkreis Merzig-Wadern“ leben, dann wenden Sie sich an die Rote Zora: http://www.rotezora.de

    Mehr
  • Die Schülerin Rodins

    Clara Rilke-Westhoff

    YukBook

    23. January 2016 um 12:06

    Der Name Rainer Maria Rilke ist sicher jedem ein Begriff, doch welch bemerkenswerte Persönlichkeit an seiner Seite lebte, erfuhr ich erst in der Biografie „Clara Rilke-Westhoff“ von Marina Bohlmann-Modersohn. Ihre Lebensgeschichte ist beneidenswert und tragisch zugleich. Beneidenswert deshalb, weil sie gezielt ihren Weg als angehende Bildhauerin beschreitet und sich von ihrer Heimatstadt Bremen aus zu zahlreichen europäischen Städten begibt, um sich inspirieren zu lassen. Sie holt sich Anregungen in der Alten Pinakothek in München, im Pariser Louvre, nimmt Kurse an der Académie Julian, wird Schülerin Rodins, verbringt eine arbeitsreiche Zeit in Rom und reist sogar nach Kairo, um eine Büste für eine Baronin zu fertigen. Ein bedeutender Ort, wo Clara auch ihren künftigen Ehemann und Dichter Rainer Maria Rilke kennenlernt, ist Worpswede. Heinrich Vogeler hat dort einen Bauernhof in ein Atelier umgebaut, wo sich die Künstlerkolonie regelmäßig trifft. Die Beziehung zwischen Clara und Rainer ist höchst ungewöhnlich: Während andere sich zusammentun, um der Einsamkeit zu entfliehen, bezwecken die beiden genau das Gegenteil: Die Gemeinsamkeit soll die nötige Stille und Ungestörtheit schaffen, um sich vollkommen ihrem jeweiligen künstlerischen Schaffen zu widmen. Trotz immenser Anstrengungen gelingt es dem Paar jedoch nicht, von ihrer Kunst zu leben und eine stabile Existenz aufzubauen. Die Autorin setzt sich auf sensible Weise mit der Entwicklung und dem Leidensweg der Künstlerin auseinander. Durch zahlreiche Briefe und Tagebucheinträge von Rainer Maria Rilke und Paula Becker vermittelt sie ein lebendiges Bild von Clara und ihren Zeitgenossen und vom Auf und Ab zwischen Hoffnung und Verzweiflung. Ein gründlich recherchierter, hervorragender Lesestoff nicht nur für Kunstinteressierte. Die Skulpturen von Clara Rilke-Westhoff kann man heute übrigens im Pariser Musée d’Orsay bewundern. Sie stehen gleich neben denen ihres Lehrers Rodin.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks