Marina Endicott Die Zufallsfamilie

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Inhaltsangabe zu „Die Zufallsfamilie“ von Marina Endicott

EINE FRAU FINDET IHRE ERFÜLLUNG Manchmal erwächst aus Unglück Glück. Ein Autounfall beendet Clara Purdys einsames Leben mit einem Schlag. Sie fühlt sich verpflichtet, sich um die Familie Gage und vor allem um die Kinder zu kümmern, und blüht auf. Doch was soll aus ihr werden, wenn sie nicht mehr gebraucht wird? Eines weiß Clara genau: Ihr altes Leben will sie nicht mehr zurück. »›Die Zufallsfamilie‹ ist witzig und weise, unterhaltend und dramatisch zugleich, voller unerwarteter Wendungen.« Colm Tóibín

Nett und mit Niveau geschrieben, auch gut lesbar, aber so richtig warm geworden bin ich mit den Figuren dieser Story nicht.

— Jana_Stolberg
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  • Rezension zu "Die Zufallsfamilie" von Marina Endicott

    Die Zufallsfamilie
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    07. February 2012 um 14:35

    Klappentext: EINE FRAU FINDET IHRE ERFÜLLUNG Manchmal erwächst aus Unglück Glück. Ein Autounfall beendet Clara Purdys einsames Leben mit einem Schlag. Sie fühlt sich verpflichtet, sich um die Familie Gage und vor allem um die Kinder zu kümmern, und blüht auf. Doch was soll aus ihr werden, wenn sie nicht mehr gebraucht wird? Eines weiß Clara genau: Ihr altes Leben will sie nicht mehr zurück. Meine Meinung: Manchmal stellen Veränderungen das Leben von einem auf dem anderen Tag auf den Kopf. Dies kann durchaus turbulent aber positiv sein, wie Clara mit Anfang 40 feststellen muss. Sie ist alleinstehend, kinderlos, geht im Grunde genommen nur arbeiten und lässt sich auf nichts Weiteres ein. Sie lässt Nähe nicht zu und zeigt auch keine Schwächen. Als sie dann aber plötzlich einen Unfall verursacht in dem eine Familie verwickelt ist, und sich dann heraus stellt das die junge Mutter Lorraine, an Krebs erkrankt ist, nimmt Clara ihre Kinder samt Schwiegermutter bei sich auf. Dass dies ziemlich abenteuerlich wird, ist schnell klar, doch endlich entdeckt Clara wieder den Sinn des Lebens. Dieser Roman ist sehr gefühlvoll geschrieben, auch wenn er zwischendurch etwas weit hergeholt zu sein scheint. Viele der Handlungen wirken unrealistisch, was aber mich persönlich nicht gestört hat, denn eine Geschichte und deren Handlungen muss für mich nicht immer realistisch sein. Außerdem machte dies für mich der Schreibstil wieder wett. Die mitspielenden Personen, vor allem Clara, sind so eindringlich beschrieben, dass man das Gefühl hat, sie alle zu kennen, fast schon real zu erleben. All ihre Ängste, Fehler und Gedanken sind so wunderbar und intensiv dargestellt, dass ich am liebsten manche Personen einfach nur in den Arm genommen, andere wiederum in den Hintern getreten, getröstet oder angebrüllt hätte. Die Situation in der Clara steckt ist bizarr, eigentlich schon abwegig und doch so gut nachvollziehbar. Die Liebe, die sie zu den Kindern entwickelt, die neue Aufgabe die ihr die Erfüllung gibt und das Wissen, dass dieses wahrscheinlich in einer Tragödie enden wird. Clara muss lernen ihr Leben selbst zu leben und sich auch mal auf andere Menschen einzulassen. Gleichzeitig wird der Kampf gegen Krebs gegenwärtig. Die Mutter der Kinder, Lorraine, wird ebenfalls sehr intensiv dargestellt und man leidet mit ihr. Man erlebt ihre Chemotherapien, ihre Ängste, ihre Verzweiflung. Die Liebe und Sehnsucht nach ihrer Familie. Auch die Kinder erscheinen hier in einer Perspektive, ja sogar die verrückte alte Schwiegermutter Mrs. Pell, von der ich auch oft nicht, wusste, was ich halten sollte. Sie alle haben eines gemeinsam. Sie haben Angst, fühlen sich einsam und nicht verstanden. Der Leser erlebt also die Entwicklung all dieser Personen, und auch wenn ich manches Mal dachte, ich wüsste, wie die Geschichte ausgeht, durfte ich noch einige Überraschungen erleben. Wie schon erwähnt ist der Schreibstil sehr gefühlvoll, zeitweise wurden viele Emotionen beim Lesen in mir geweckt, von Wut und Trauer bis hin zum Lachen und doch fühlte ich mich meist wohl, dank der familiären Atmosphäre. Das Buch ist in 49 Kapiteln aufgeteilt und am Ende befindet sich eine Danksagung. Die 463 Seiten habe ich regelrecht verschlungen, obwohl nicht viel Spannendes passierte und doch war es genug. Fazit: Ein wunderbarer Roman, der davon erzählt, dass es auch mit Anfang 40 nicht zu spät ist, sein Leben auf den Kopf zu stellen. Ein Roman, in dem nicht viel und doch genug passiert. Eine Geschichte, die völlig unrealistisch und doch nachvollziehbar erscheint. Marina Endicott wurde 1958 geboren, arbeitete als Schauspielerin und Regisseurin, bevor sie nach London ging, um zu schreiben. Heute lebt sie mit zwei Kindern und ihrem Mann wieder in Kanada. (Quelle: Droemer Knaur) Gesamtwertung: 4/5 Sternen © Michaela Gutowsky

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  • Rezension zu "Die Zufallsfamilie" von Marina Endicott

    Die Zufallsfamilie
    Katzenpersonal_Kleeblatt

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    21. November 2011 um 10:06

    Clara ist eine alleinstehendeFrau in den vierziger Jahren. Seit dem Tod ihrer Mutter vor 2 Jahren lebt sie allein in dem geerbten Haus. Als sie eines Tages einen Verkehrsunfall verursacht, ändert sich von dem Tag an ihr Leben vollständig. Mit dem Unfall hat sie der Familie Gage nicht nur ihr Fortbewegungsmittel genommen, sondern auch ihr Zuhause, denn sie lebten in dem Auto. Nach einer ärztlichen Untersuchung zum Unfall wird bei der Mutter Lorraine Lymphdrüsenkrebs festgestellt, die diese zwingt, im Krankenhaus zu verbleiben. Kurzentschlossen nimmt Clara die Familie Gage, bestehend aus dem Vater Clayton, den Kindern Darlene und Trevor, dem 9-monatigen Baby Pearce und Mrs. Pell, der Mutter von Clayton, bei sich auf. Clayton, der mit der Krankheit seiner Frau nicht fertig wird, verschwindet mit Clare's Auto von einem Tag auf den anderen und lässt ihr seine Kinder und Mutter zurück. Clare lässt sich vorübergehend beurlauben und kümmert sich um die zurückgebliebenen Kinder und die selbstsüchtige Mutter wie auch um die kranke Lorraine. Unterstützung bekommt sie von ihrer Nachbarin, dem Pastor und auch von ihrer Cousine. Ihr gefällt es, die Kinder um sich zu haben, aber was soll sie machen, wenn Lorraine wieder gesund ist und sie ihre Kinder wieder haben will? ... Mit Clara hat Marina Endicott eine Protagonistin geschaffen, die es nicht kannte, für eine Familie zu sorgen. Sie musste sich in die Situation hineinfinden und mit ihr wachsen. Sie ist unsicher und weiß nicht, ob sie auch alles richtig macht. Sie ist naiv und lässt sich ausnutzen. Ob das umgesetzt in der Realität wirklich so machbar wäre, wage ich zu bezweifeln. Wer würde es sich denn gefallen lassen, dass man ihm z.B. das Auto stiehlt und vor sich auch noch rechtfertigt, wenn man zur Vermeidung größerer Schäden noch schnell die Versicherung dafür bezahlt? Das ist meiner Meinung nach schon sehr realitätsfremd. Der Schreibstil der Autorin war gewöhnungsbedürftig, ich brauchte ein Weilchen, bis ich mich eingelesen hatte. Das Thema des Buches finde ich persönlich sehr interessant, leider ist die Umsetzung nicht ganz so gelungen.

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  • Rezension zu "Die Zufallsfamilie" von Marina Endicott

    Die Zufallsfamilie
    Ailis

    Ailis

    31. August 2011 um 20:02

    Clara Purdy ist Anfang 40, hat einen soliden Job in der Versicherungsbranche und lebt ein ruhiges Leben. Wirklich zufrieden oder gar glücklich ist sie nicht, aber sie hat sich eingerichtet in ihrer Einsamkeit und ist wohl das, was man eine achtbare Frau nennt. Doch ihr Leben wird von einem Tag auf den anderen auf den Kopf gestellt, als sie, für kurze Zeit unachtsam, in das Auto der Familie Gage reinfährt. Nun soll nichts mehr so sein, wie es war. Sie fühlt sich schuldig und besucht die Gages im Krankenhaus. Niemand ist ernsthaft verletzt, doch es stellt sich heraus, dass das Auto mehr nur als nur ein Fortbewegungsmittel für die Familie war, es war ihr Zuhause. Aus dem Gefühl der Schuld und der Scham heraus nimmt Clara nun Clayton Gage, seine Mutter Mrs. Pell und die Kinder Darlene, Trevor und Pearce mit zu sich nach Hause. Lorraine, die Mutter der Kinder, muss für weitere Untersuchungen im Krankenhaus bleiben. Die Untersuchungen jedoch bringen Schlimmeres als ein paar Rippenprellungen ans Licht: Lorraine hat Lymphdrüsenkrebs und muss sofort behandelt werden. Und weil Clara spürt, dass sie sich von ihrem Leben mehr wünscht als ein ruhiges Heim und einen langweiligen Job, entscheidet sie sich, die Familie ganz bei sich aufzunehmen. Schnell ist sie mit Mrs. Pell, einer grantigen alten Frau, und den Kindern alleine, denn Clayton gehört nicht zu den Menschen, die mit schwierigen Situationen umgehen können. Zuverlässigkeit und Pflichtgefühle sind Fremdwörter für ihn, doch Lorraine und die Kinder kennen ihn gut genug, um nicht weiter nach ihm zu fragen. Und auf einmal sieht Clara sich in der Rolle der Ersatzmutter, die Windeln wechselt, Großeinkäufe startet, Wäschekörbe durch die Gegend wuchtet und Hausaufgaben überwacht. Und bei all dem Stress, den dieses neue Leben ihr macht, ist ein Gefühl stärker als alles andere: Clara ist glücklich. Doch was wird aus ihr, wenn Lorraine wieder gesund wird? Ich weiß nicht recht, was ich von diesem Buch halten soll. Marina Endicott gewährt tiefe Einblicke in die Gedanken und Gefühle ihres Personals und dennoch kam mir niemand wirklich nah. Clara ist mir streckenweit zu naiv und lässt sich viel zu viel gefallen von diesen Menschen, die sie doch im Grunde gar nicht kennt und denen sie auch nichts schuldet: bei dem Unfall wurde niemand verletzt und das Finanzielle klärt die Versicherung. Sicher, Clara will mehr vom Leben, aber warum sie gerade diesen Weg wählt, wird nicht klar. Und Lorraine und Clayton sind so schreiend undankbar, dass es nicht immer zu ertragen war. Ich konnte verstehen, dass Lorraine das Gefühl hat, ihre Kinder an Clara zu verlieren, aber was sie der Armen so alles an den Kopf wirft, ist einfach unerträglich. Im Großen und Ganzen habe ich die Geschichte Claras und der Gages gerne gelesen, doch während des ganzen Buches verließ mich ein Gedanke nie: es ist unrealistisch! Und genau deswegen habe ich mich an diesem Roman wohl so gerieben. Denn so sehr Marina Endicott sich auch bemüht, ihren Figuren Farben und Konturen zu geben, es ist einfach nicht möglich, sie authentisch wirken zu lassen. Schade!

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