Das Herz der Kriegerin

von Marina Fiorato 
4,4 Sterne bei17 Bewertungen
Das Herz der Kriegerin
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Nette Geschichte, die sich zu sehr vom historischen Hintergrund entfernt.

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Trotz einiger Längen ein toller historischer Roman mit wahrem Hintergrund

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Inhaltsangabe zu "Das Herz der Kriegerin"

Nach einer wahren Geschichte – romantisch, genau recherchiert und mitreißend erzählt!
Dublin 1702. Die schöne Kit Kavanagh mit den feuerroten Haaren ist frisch verheiratet und glücklich. Doch dann wird ihr Mann Richard von Soldaten verschleppt, und Kit ist entschlossen, ihn zurückzuholen – koste es, was es wolle. So zieht sie ihm nach und schließt sich, als Soldat verkleidet, dem Regiment des charismatischen Captain Ross an. Kit spürt, dass sie mehr für Captain Ross empfindet als nur Gehorsam und Freundschaft. Doch sie muss nicht nur ihre wahre Identität, sondern auch die gefährliche Anziehungskraft um jeden Preis geheim halten. Als sie fast enttarnt wird und sich zu ihrer Sicherheit der gegnerischen Seite anschließen muss, begegnet sie Captain Ross erneut – diesmal in ihrer wahren Gestalt …

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783734104183
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:576 Seiten
Verlag:Blanvalet
Erscheinungsdatum:19.02.2018

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Rezensionen und Bewertungen

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    majosBooksvor 2 Monaten
    Rezension zu "Das Herz der Kriegerin" von Marina Fiorato

    Autorin: Marina Fiorato
    Verlag: blanvalet
    Genre: Historischer Roman
    Seitenanzahl: 571
    Preis: 9,99€
    ISBN: 978-3-7341-0418-3

    Inhalt

    Eine mutige Frau, die gegen alle Widerstände das Abenteuer sucht – und die Liebe findet …

    Dublin 1702. Die schöne Kit Kavanagh mit den feuerroten Haaren ist frisch verheiratet und glücklich. Doch dann wird ihr Mann Richard von Soldaten verschleppt, und Kit ist entschlossen, ihn zurückzuholen – koste es, was es wolle. So zieht sie ihm nach und schließt sich, als Soldat verkleidet, dem Regiment des charismatischen Ross an. Kit spürt, dass sie mehr für ihn empfindet als nur Gehorsam und Freundschaft.

    Doch sie muss nicht nur ihre wahre Identität, sondern auch die gefährliche Anziehungskraft um jeden Preis geheim halten. Als sie fast enttarnt wird und sich zu ihrer Sicherheit der gegnerischen Seite anschließen muss, begegnet sie Captain Ross erneut – diesmal in ihrer wahren Gestalt …
    (Klappentext „Das Herz der Kriegerin“)

    Meine Meinung

    Normalerweise lese ich nicht unbedingt historische Romane, da ich sie ziemlich gezogen und fade finde. Aber „Das Herz der Kriegerin“ konnte mich nach ein/zwei Kapiteln überraschenderweise doch ganz und gar für sich gewinnen.

    Kit Kavanagh lebt zusammen mit ihrem frisch angetrautem Ehemann Richard Walsh in Dublin und betreibt eine Aleschänke, als sich eines Abends Soldaten in eben dieser Schänke niederlassen und sie später zusammen mit dem zwangsrekrutiertem Richard wieder verlassen. Um ihren Ehemann wieder zurückzuholen, setzt Kit alle Hebel in Bewegung und findet sich schließlich als Mann verkleidet ebenfalls unter Soldaten wieder.

    Mit allem hat sie gerechnet, als sie sich auf ihre Mission begab, nur nicht mit dem befehlshabenden Offizier der Scots Grey-Dragoner, Captain Ross. Dieser sieht nicht nur verboten gut aus, er lehrt Kit auch viel über das Leben und die Welt, in der sie leben.

    Während ihrer Zeit als Soldat und ihrer Suche nach ihrem Ehemann, stehen Ross und Kit vieles gemeinsam durch und Kits Gefühlswelt wird einmal gehörig auf den Kopf gestellt.

    Die Beziehung zwischen Kit und Captain Ross entwickelt sich langsam und stetig. Mir als Leser hat das unglaublich gut gefallen, da Beziehungen in den meisten Büchern ja mittlerweile viel zu überstürzt angegangen werden und dadurch immer dieses ganze Hin und Her entsteht, welches einem richtig auf die Nerven gehen kann.

    Ross als Person finde ich mehr als sympathisch. Die Art und Weise wie er mit seinen Kameraden, seinen Freunden, seiner Familie..umgeht, wie er sich selbst immer wieder mit ihnen gleichsetzt, macht ihn in meinen Augen zu so einem liebenswürdigem Charakter.

    Kit ist auch eine ziemlich starke Persönlichkeit. Wenn man bedenkt, dass die Geschichte um 1700 spielt, kann man vor ihr eigentlich nur respektvoll das Haupt verneigen. In dieser Zeit den Mut aufzubringen sich gegen die Gesetze zu stellen „nur“ um den eigenen Ehemann wiederzubekommen, grenzt schon an leichten Irrsinn. Von Anfang an war sie mir super sympathisch und ich konnte mich ziemlich gut in sie hineinversetzen, mit ihr mitfühlen und mitfiebern.

    Um ihren Mann wiederfinden zu können, ist es ein Muss für sie sich den Soldaten anzuschließen – somit also auch sich als Mann zu verkleiden. Diese Wandlung von Frau zu Mann (und später auch wieder von Mann zu Frau) fand ich sehr interessant mitzuverfolgen. Wie die Kleidung, die Sprache und das allgemeine Verhalten sich verändern, zeigt sich schon sehr deutlich. Diese Verwandlung geschieht zwar eher langsam, aber immerhin geschieht sie – und das auch sehr wirkungsvoll.

    Dass ich nicht unbedingt ein großer Fan von historischen Romanen bin, habe ich ja schon oben erwähnt. Das liegt zum Großteil auch mit daran, dass ich die Sprache beziehungsweise auch manchmal den Schreibstil einfach nicht lesen kann. Mir ist es immer viel zu anstrengend mir erst einmal Gedanken darüber machen zu müssen, was das und das Wort vielleicht bedeuten könnte. Auch finde ich, dass sich die Geschichten immer ziemlich in die Länge ziehen und ich habe dann das Gefühl, dass eigentlich gar nichts passiert.

    Daher bin ich an dieses Buch auch eher skeptisch herangegangen, auch wenn mich der Klappentext allein schon sehr neugierig gemacht hat.

    Der Schreibstil hier ist sehr flüssig und auch einfach zu lesen. Ich hatte das Gefühl, dass es sich zu Beginn des Buches etwas gezogen hat, aber das lag vielleicht auch nur an mir. Nach ein bis zwei Kapiteln war ich dann jedenfalls ganz in die Geschichte vertieft und habe mich auf Kits Abenteuer gefreut.

    Fazit

    Mal wieder ein Buch, welches mir richtig gut gefallen hat und an dem ich eigentlich kaum etwas auszusetzen habe! Das Leben von Kit Kavanagh war wirklich sehr interessant, aufregend und auch voller Überraschungen. Meiner Meinung nach ist es der Autorin sehr gut gelungen Kit's Wesen einzufangen und wider zu geben.

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    Rodrik-Andersens avatar
    Rodrik-Andersenvor 2 Monaten
    Kurzmeinung: Nette Geschichte, die sich zu sehr vom historischen Hintergrund entfernt.
    Nette Geschichte, die sich zu sehr vom historischen Hintergrund entfernt

    Die junge Irin Kit Kavanagh führt mit ihrem Ehemann Richard eine Ale-Schänke in Dublin. Als Richard von den Briten zwangsrekrutiert wird, folgt sie ihm in den Krieg und gibt sich als männlicher Soldat aus. Dabei lernt sie den Hauptmann Ross kennen und kämpft an der Seite der Scots Grey-Dragoner gegen Frankreich und Spanien.

    Beim Stöbern bin ich auf dieses Buch aufmerksam geworden, dessen Handlung mich entfernt an „Mulan“ erinnerte: Eine Frau sieht sich – aus welchen Gründen auch immer – dazu gezwungen, ihre Weiblichkeit zu verbergen und ihren Mann zu stehen. Auf die hiermit verbundenen Probleme und Komplikationen wird glaubhaft eingegangen, weil Kit jederzeit damit rechnen muss, enttarnt und für ihr Vergehen bestraft zu werden. Überhaupt ist der Auftakt des Buches sehr gelungen, der diese Verwandlung beschreibt und die Reise schildert, die Kit antritt. Ebenfalls sind die Auseinandersetzungen mit ihrem Erz-Rivalen Taylor spannend geschrieben.

    Ab der Mitte des Romans weicht aber die Autorin plötzlich von ihrer chronologischen Erzählweise ab. Es kommt zu massiven Zeitsprüngen und sich überschlagender Ereignisse, die auf mich überaus holprig wirkten. Auch die hinzukommenden Charaktere werden dann immer diffuser. Das letzte Drittel des Buches liest sich zwar dann wieder etwas besser. Trotzdem machte der Bruch deutlich, dass wir uns nun endgültig in Gefilden bewegen, die sich die Autorin selbst ausgedacht hat.

    Fazit: Gerade am Anfang habe ich die Protagonisten Kit Kavanagh gerne auf ihrem Abenteuer begleitet, weil in der ersten Hälfte des Romans eine stimmige Geschichte erzählt wird, die sich auf wahre Begebenheiten stützt. Leider baut der Plot dann spürbar ab, je mehr sich die Autorin von den historischen Hintergründen entfernt, die mehr als genug Stoff für ein großartiges Buch geboten hätten. Das unausweichliche Ende kam mir ebenfalls künstlich in die Länge gezogen vor. So bleibt am Ende ein Roman, der vor allem sehr viel Potenzial verschenkt hat.

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    Klusivor 3 Monaten
    Kurzmeinung: Trotz einiger Längen ein toller historischer Roman mit wahrem Hintergrund
    Das Herz der Kriegerin

    Die Basis für diesen Roman lieferte ein ungewöhnliches Frauenschicksal, denn Kit Kavanagh hat es wirklich gegeben. Leben und Taten der mutigen Irin dienten schon Daniel Defoe für seinen Roman „Mother Ross“ als Vorlage, und nun hat auch Marina Fiorato eine fiktive Geschichte um die historischen Fakten aufgebaut. Die Autorin hat ausführlich recherchiert, das merkt man, wenn man Kit Kavanaghs wahre Spuren verfolgt. Vieles, was so unwahrscheinlich klingt, ist wirklich wahr. Kit Kavanagh hat sich, auf der Suche nach ihrem Mann, wirklich bei der Armee verpflichtet und lebte und kämpfte mit den anderen Soldaten, ohne als Frau erkannt zu werden. Wie ihr das gelungen ist, wird zum Teil recht gut geschildert, wobei es doch viele Ereignisse gab, wo meine Vorstellungskraft streikte.
    Ein Roman lebt durch seine Personen und eine fesselnde Handlung. Der erste Aspekt wurde sehr gut umgesetzt, denn die Charaktere sind alle fein ausgearbeitet und lebendig dargestellt. Die Handlung entwickelte sich anfangs etwas schwerfällig, so war zumindest mein Eindruck, mit dem ich jedoch nicht allein stehe, wie sich zeigte. Gleich nach mir hat mein Mann den Roman gelesen, und auch er hat es so empfunden und mich im ersten Drittel des Buches häufig gefragt, ob es sich denn lohnen würde, weiter zu lesen. Dies wiederum konnte ich bejahen, denn auch wenn sich die Spannung anfangs nur sehr langsam aufbaut und die Handlung einige Längen aufweist, die den Lesefluss für mein Empfinden häufig bremsten, so ändert sich das spätestens ab der Mitte des Buches. Dann geht es wirklich Schlag auf Schlag, und man verfolgt atemlos, was Kit so alles widerfährt. Die Handlung nimmt zwischendurch eine starke Wendung bzw. die Kulisse ändert sich und führt Kit quasi vom Schlachtfeld in den Ballsaal. Über die Gründe und Zusammenhänge werde ich mich hier nicht äußern, denn sonst würde ich zu viel verraten.
    Trotz meiner Kritikpunkte hat mir der Roman letztendlich im Gesamten gut gefallen, auch weil die sprachliche Ausführung meiner Meinung nach sehr schön ist. 

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    Amarylies avatar
    Amarylievor 4 Monaten
    Eine starke Protagonistin in einer wahren Geschichte.

    Meinung:
    Das Herz der Kriegerin
    gehört zu eines der wenigen historischen Romane, die mich, seit dem ich lesen kann, angesprochen hat. Der Klappentext erinnert mich an eine Mischung aus Jeanne d’Arc und Jeanne Baret. Ich liebe einfach starke Protagonisten, die sich gegen alle Widrigkeiten stellen, gegen vermeintliche Gesetze verstoßen und sich für ihr eigenes Recht und ihren Glauben kämpfen.

    In diesem Fall war es das Recht auf ein glückliches Leben mit dem Ehemann, den die rothaarige Kit liebt. In ärmlichen Verhältnissen aufgewachsen mit einer Mutter, die nach dem Tod ihres Ehemannes ihrer eigenen Tochter keine Mutterliebe mehr gibt, flüchtet sie zu ihrer Tante. Wo sie die Liebe wieder umfängt.
    Dort arbeitet sie in einer Schänke, welche ihrer Tante gehört und später an sie vererbt werden soll. Durch die Arbeit lernt sie ihren Ehemann kennen und ist somit vollkommen zufrieden mit der Welt. Bis der Tag der Rekrutierung kommt. Es war nur ein Augenblick der Ablenkung, doch in diesem einen Augenblick veränderte sich ihr Leben um 180 Grad. Ihr Ehemann ist nämlich von einer Sekunde auf die andere verschwunden, ohne ein Wort. Nach dem Tag beschließt sie sich ihren Ehemann zurück zu holen. Da ihr Vater eins Soldat war, hat sie genug Wissen über das Soldaten-dasein. Verkleidet als Mann tritt sie dem Dienst an und lernt dabei einen anderen Mann kennen…

    Kit ist für mich eines der wunderbarsten Protagonisten in einem historischen Roman. Sie ist voller Abenteuerlust, aber auch voller Leidenschaft, Liebe und Stärke. Dazu kam noch ihre Authentizität. Durch ihre Reise lernt sie Dinge, die sie nie zu hoffen vermocht hat. Durch die Begegnung mit Captain Ross kommt sie an einen Punkt, der sie ins wanken bringt. Denn zu ihm fühlt sie sich hingezogen, doch hat sie auch einen Ehemann. Dazu kommt noch das Problem mit der Verkleidung. Wie soll sie nur mit solch einer Situation umgehen? Denn wenn sie erwischt wird …

    Der Schreistil ist typisch historisch. Recht distanziert und sachlich gehalten, voller Fakten von Kriegen und Schlachten. Da dies ein historischer Roman ist, spielt die Geschichte von Dublin um die 1700 eine große Rolle, weniger die Liebesgeschichte. Hier merkt man sehr gut, dass die Autorin sich viele Gedanken über die damalige Zeit gemacht und recherchiert hat, um den Lesern die Situationen näher zu bringen. Um so schöner fand ich die Nachrede von ihr, in der sie einen Aufklärt, dass es die dargestellte Protagonistin tatsächlich gab und dass die Gegebenheiten bis auf einige Ausschmückungen wirklich so zugetragen haben. Auch erzählt sie die Geschichte von Kit nochmal mit einigen Stichpunkten, wie das Leben ohne Ausschmückungen wirklich verlief. Genau solche Nachreden mag ich. Mich hat das wahre Leben von Kit wirklich berührt. Sie hat meine volle Achtung, wenn man bedenkt, was sie in der damaligen Zeit alles durchleben musste, gegen welche Widrigkeiten und was für Rechte ihr als Frau eigentlich zustanden.

    Da ich selten historische Romane lese, kam ich zu Anfang schlecht in die Geschichte hinein. Es fiel mir schwer, mich in Kit hinein zu versetzen und durch den damaligen Wortschatz musste ich mich ebenfalls durchkämpfen. Nach einigen hundert Seiten gelang es mir aber ganz gut in die Geschichte hinein zu kommen. Danach las sich das Buch wirklich flüssig. Bis auf einige unnötige Passagen, die zu Detailreich waren, hat mir das Buch wirklich gefallen.

    Fazit:
    Ein historischer Roman aus wahrer Begebenheit mit einer starken und mutigen Frau, die weiß, was sie will. Sie stellt sich gegen alle Widrigkeiten und Gesetze, um an ihr Ziel zu gelangen. Die Liebe stellt sie auf eine harte Probe und doch findet sie eine Lösung. Dazu kommt noch die authentische Erzählung der damaligen Kriege und Schlachten.

    Mehr braucht ein historischer Roman nicht. Mir hat das Buch gefallen und mich mitgerissen, bis auf einige Punkte bin ich sehr zufrieden mit dem Roman und kann es euch nur ans Herz legen. Für alle, die historische Romane lieben oder aber eine echte, starke Frau aus der ehemaligen Zeit mögen.

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    PollyMaundrellvor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine mutige Frau geht ihren Weg und wir dürfen sie dabei begleiten - und müssen eine Fülle an Emotionen durchmachen ;-)
    Eine mutige Frau geht ihren Weg und wir dürfen sie dabei begleiten

    Buchinfo
    Nach einer wahren Geschichte – romantisch, genau recherchiert und mitreißend erzählt!

    Dublin 1702. Die schöne Kit Kavanagh mit den feuerroten Haaren ist frisch verheiratet und glücklich. Doch dann wird ihr Mann Richard von Soldaten verschleppt, und Kit ist entschlossen, ihn zurückzuholen – koste es, was es wolle. So zieht sie ihm nach und schließt sich, als Soldat verkleidet, dem Regiment des charismatischen Captain Ross an. Kit spürt, dass sie mehr für Captain Ross empfindet als nur Gehorsam und Freundschaft. Doch sie muss nicht nur ihre wahre Identität, sondern auch die gefährliche Anziehungskraft um jeden Preis geheim halten. Als sie fast enttarnt wird und sich zu ihrer Sicherheit der gegnerischen Seite anschließen muss, begegnet sie Captain Ross erneut – diesmal in ihrer wahren Gestalt … (Verlag)

    Anfang
    Die Rothaarige war am mutigsten.
    Sie stieg höher auf den grünen Hügel als alle ihre Kamerad innen und stürz te sich dann Hals über Kopf verwegen und furchtlos wieder hinunter. Ein halbes Dutzend Mädchen mochte vielleicht bei ihr sein, aber die anderen fielen überhaupt nicht auf. Nur sie zog die Blicke auf sich wie ein Komet.

    Meine Meinung
    Kit Kavanagh könnte eigentlich glücklicher nicht sein. Sie ist jung, frisch verheiratet und Erbin einer Schenke. Was also könnte ihrem Glück im Wege stehen? Zum einen sie sich selbst, da sie sich Gedanken darüber macht, wie ihr Leben nun weitergehen wird. Alles wird in geordneten Bahnen verlaufen und ist schon besiegelt. Aber will sie das wirklich? Und der zweite Grund für das fehlende Glück ist, dass ihr Mann kurzerhand zwangsrekrutiert und verschleppt wird. Das will Kit so aber nicht hinnehmen und schwört sich, ihren Gatten zurück zu holen. Doch wie soll sie das anstellen? Ganz einfach: Sie verkleidet sich als Mann und meldet sich freiwillig zum Kriegsdienst. Doch soll es wirklich so einfach sein?

    Dieser historische Roman behandelt eine wahre Begebenheit. Die Autorin schreibt am Ende, dass sie die ein oder andere Geschichte mit etwas Phantasie ausgeschmückt hat, die grundlegende Geschichte aber wahr ist und auf Recherchen beruht. Genau diese Recherchen bemerkt man, im positiven Sinne, während des Lesens. Da wurde im Vorfeld wirklich gründliche Arbeit geleistet.

    Auch wenn die Geschichte mit einer Liebesgeschichte startet, ist dieses Buch kein Liebesroman, sondern ein historischer Roman mit Fakten, Krieg und Schlachten. Romantische Gefühle finden zwar ihren Platz, übernehmen aber nicht den Löwenanteil. Das erwähne ich an dieser Stelle nur, damit niemand mit falschen Erwartungen oder Vorstellungen an dieses Buch herangeht.

    Führt man sich vor Augen in welcher Zeit sich diese Geschichte zugetragen hat, kann man vor einer Frau wie Kit nur den Hut ziehen. Dass sie den Mut hatte so selbstbestimmt zu leben und immer die Angst im Nacken sitzen hatte als Frau enttarnt zu werden – das wäre kein Leben für mich gewesen. Dafür bin ich vermutlich nicht risikofreudig genug und ein zu großer Hasenfuß, wenn es um mein Leben geht.

    Was mir nicht ganz so gut gefallen hat, sind die ausschweifenden Beschreibungen bis ins kleinste Detail. Manchmal gibt es Momente, an denen solch weitreichende Ergüsse richtig und wichtig sind, aber ich muss nicht fast eine ganze Seite lesen wie ein Wasserlauf beschrieben wird. Das ist mir persönlich einfach zu viel des Guten und schafft unnötige Längen, weswegen ich leider einen Stern abziehen muss.

    Fazit
    Eine mutige Frau geht ihren Weg und wir dürfen sie dabei begleiten!
    Auch wenn durch sehr weitreichende Beschreibungen die ein oder andere Länge vorhanden ist, ist es ein ganz großartiges Buch, das den Leser auf eine Reise durch alle Emotionen mitnimmt.

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    TanjaWinchestervor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Atemberaubende Geschichte, mit viel Tiefgang und Intensität. Ich liebe das Buch!
    Kit & Captain Ross ♥

     "Denn eine Klinge, die dich einmal geschnitten hat, kann dich nie wieder verletzen." (S. 28)



    Meine Meinung:

    Katherine, Kit, Kavanagh ist zu Anfang der Geschichte eine glückliche und trotzdem unabhängige Frau. Sie ist selbst eine Tochter eines Soldaten, verheiratet und verdient ihr eigenes Einkommen in einer Schänke. Doch durch ein einziges Ereignis scheint sich ihr Leben komplett umzukremplen. Doch sie wäre nicht Kit, wenn sie ihr altes Leben zurückholen wollen würde, ihr Glück zurück holen, denn sie fängt an, langsam zu sterben ohne ihren Mann. Und doch hat sie auf ihrer Reise nicht mit  Captain Ross gerechnet, der nicht nur sehr charmant und gutaussehend ist, er fasziniert Kit in allem, was er tut. Er zeigt ihr Dinge auf, die sie in ihrem Leben weit bringen und ihr den Sinn des Lebens geben, ohne dass Ross überhaupt genau weiß, wer sie wirklich ist. Und wenn jemand tatsächlich Kit's Identität herausfindet, könnte sie so gut wie alles verlieren. Aber wie sagt man einem Mann, dass man ihn liebt, wenn dieser denkt, man sei ein Mann?

    Die  Beziehung zwischen den Beiden ist unglaublich beeindruckend für mich. Ich habe selten ein Buch gelesen, in dessen die Beziehung der Protagonisten so viel an Tiefgang und Intensität bereit hält wie in dem Roman von Marina Fiorato. Ich habe die gemeinsamen Erlebnisse von Kit und Captain Ross unglaublich genossen und hatte das Gefühl, ich wäre tatsächlich ein Teil von ihnen. Ich war in jedem Kapitel unglaublich neugierig darauf, wie sich ihre Beziehung entwickelt und habe mit vielem gerechnet, jedoch selten mit dem, was tatsächlich im Buch vorkam. Dies ist eine Entwicklung eines Paares, das ich mir in vielen Büchern wirklich wünsche.

    Ich muss sagen, in die  Geschichte kam ich zu Anfang jedoch schwer. Was mehr daran lag, dass ich die Zeitepoche nicht wirklich kannte und viele Wörter zu Anfang recherchieren musste, ich war nie ein großer Fan von Geschichte und habe vieles aus der Schulzeit verdrängt. Sobald ich jedoch die Einzelheiten intensiviert habe, konnte ich gar nicht aufhören zu lesen. Viele unglaublich spannende Dinge geschehen, ich habe Kit's Erlebnisse aufgesaugt, als wäre ich selbst dabei gewesen, was auch an dem Schreibstil liegt. Ich habe mitgetrauert und mitgefiebert, war erschüttert und glücklich. Es war tatsächlich eine Achterbahn der Gefühle. 

    Trotz, dass dies ein historischer Roman ist, muss ich sagen, dass der  Schreibstil sehr einfach gehalten war, auch wenn viele Fremdwörter vorkamen. Viele Wörter und deren Übersetzung ist aus dem Kontext heraus zu entnehmen, dennoch ist es lesbar und angenehm. Ich hatte mich zu Anfang wirklich gefürchtet, jedoch ist es in einer sehr modernen Sprache gehalten und doch sehr souverän und anspruchsvoll. Es wird aus der Sicht von Kit berichtet in der Erzähler-Perspektive, was jedoch überhaupt kein Problem ist, da die Autorin ein Talent dafür hat, selbst in dieser Perspektive den Leser mitzunehmen und alles verständlich zu machen. Die Kapitel sind wie für einen historischen Roman sehr lang, jedoch total in Ordnung, da ich sehr vertieft in der Geschichte war und kaum mitbekommen habe, wie viele Seiten ich gelesen habe. Wirklich schöner Schreibstil! 


    Fazit:

    Das Buch konnte mich total vom Hocker reißen, ich bin sehr begeistert. Die Geschichte von der echten Kit Kavanagh ist unglaublich interessant, sie ist für mich wirklich zu einem großen Idol geworden, dank der Autorin!

    Es bekommt dementsprechend 5 von 5 Krönchen!  

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    Sarah_Knorrs avatar
    Sarah_Knorrvor 5 Monaten
    Ein absoluter Pageturner!

    Klappentext:

    Nach einer wahren Geschichte – romantisch, genau recherchiert und mitreißend erzählt! 
    Dublin 1702. Die schöne Kit Kavanagh mit den feuerroten Haaren ist frisch verheiratet und glücklich. Doch dann wird ihr Mann Richard von Soldaten verschleppt, und Kit ist entschlossen, ihn zurückzuholen – koste es, was es wolle. So zieht sie ihm nach und schließt sich, als Soldat verkleidet, dem Regiment des charismatischen Captain Ross an. Kit spürt, dass sie mehr für Captain Ross empfindet als nur Gehorsam und Freundschaft. Doch sie muss nicht nur ihre wahre Identität, sondern auch die gefährliche Anziehungskraft um jeden Preis geheim halten. Als sie fast enttarnt wird und sich zu ihrer Sicherheit der gegnerischen Seite anschließen muss, begegnet sie Captain Ross erneut – diesmal in ihrer wahren Gestalt …


    Meine Bewertung: 

    Zum Cover: Das Cover ist der Handlung angepasst und gefällt mir sehr. Man erkennt im Hintergrund eine Frau mit langem, feuerrotem Haar und einem weißem Hemd - jedes Mal wenn ich solch ein Hemd sehe, verbinde ich es einfach mit dem Mittelalter. Die Person, die abgebildet worden ist, ist die Protagonistin Kit Kavanagh. Dennoch wirkt das Cover durch die feuerroten Haare, aber vor allem durch das halbe Gesicht von Kit geheimnisvoll. Im Vordergrund erkennt man eine Karte Dublins.

    Zum Inhalt: Dieses Buch beruht auf einer wahren Begebenheit. Wir Leser lernen Kit Kavanagh und ihre Abenteuer im 18. Jahrhundert kennen und werden Teil von ihr. Die Handlung beginnt als Liebesgeschichte, doch im weiteren Verlauf ist diese Liebesgeschichte keine tragende Säule, aber das Thema Liebe schon. Kit hat vor kurzem Richard geheiratet, doch kurz nach der Heirat verschwindet er. Nachdem Kit herausfindet, dass ihr Ehemann als Soldat verpflichtet wurde, folgt sie ihm kurzentschlossen. Doch nicht als eine Frau. Um nicht aufzufallen, trennt sie sich von ihren auffallenden Haaren und verkleidet sich als Mann damit sie ebenfalls als Soldat verpflichtet wird. Einen Großteil der Handlung nimmt ihr Aufenthalt als Mann beim Regiment ein. Sie befindet sich im Krieg, begibt sich an unterschiedliche Orte und dient verschiedenen Herren. Doch die Angst sitzt ihr ständig im Nacken. Die Angst ihre wahre Identität preiszugeben. Obwohl Kit eine treue Ehefrau war, konnte sie es nicht verhindern sich in Captain Ross zu verlieben, dem Captian unter dessen Regiment sie in den Krieg zog. Themen wie Selbstbestimmung und Feminismus sind Teil dieser Geschichte. 

    Zum Schreibstil: Die Handlung wird aus der Sicht Kits erzählt. Wir Leser sehen zusätzlich auch viele ihrer Gedanken. Der Schreibstil ist flüssig und leicht. Die Autorin verwendet zahlreiche stilistische Mittel wie Metaphern, Vergleiche oder Hyperbeln. Die ganzen Umgebungen der Handlung von den Städten, der Schlachtfelder, der Kämpfe und auch die Kriegshandlungen sind sehr gut beschrieben worden und konnte ich mir bildlich gut vor Augen führen. Sicherlich waren manche Beschreibungen etwas langatmig. Diese Handlung beruht auf einer wahren Begebenheit: die Person Kit Kavanagh hat wirklich existiert, sie war unter vielen Namen bekannt. Die Autorin gibt am Ende des Buches zwar breitwillig zu, dass manches in ihrer Geschichte ausgeschmückt wurde, aber der sonstige Rest beruht tatsächlich auf Recherche und wahren Tatsachen. Beim Lesen merkt man sofort, dass es sehr gut nach den historischen Gegebenheiten und den Personen recherchiert wurde. Das Buch ist aufgeteilt in: Prolog, 45. Kapiteln, Epilog, einer Danksagung sowie den historischen Hintergrund. Was mir besonders an der Gestaltung der einzelnen Kapiteln gefällt ist, dass jedes mit einem Vers eines Volksliedes von Arthur McBride beginnt.

    Mein Fazit:

    Die Autorin Marina Fiorato hat mit "Das Herz der Kriegerin" ein absolut mitreißendes Werk erschaffen. Dieser Roman überzeugt mit einer ungewöhnlichen und spannenden Handlung und einem tollen Schreibstil, die den Leser in seinen Bann zieht und den Roman zum absoluten Pageturner werden lässt!
    Ich kann diesen historischen Roman absolut jedem empfehlen!! Dementsprechend gebe ich diesem auf Tatsachen beruhenden historischem Roman 5 von 5 Sterne.

    Danke an das Bloggerportal und dem blanvalet - Verlag für die Bereitstellung des Rezensionexemplares!

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    eulenauges avatar
    eulenaugevor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Einfach atemberaubend <3 Eine unglaubliche Nacherzählung des Lebens einer mutigen und abenteuerlustigen Frau, die wirklich so existiert hat
    Selbstbestimmung. Mut. Freiheit.

    Meine Meinung

    Vorerst einmal vielen Dank an den Verlag, der mir das Exemplar kostenlos zur Verfügung gestellt hat. Das hat allerdings keinen Einfluss auf meine Meinung. Die Gründe, warum mir dieses Buch so gefallen hat, werde ich ausschweifend erklären.

    Von Vorne: In dem Buch lernen wir Kit Kavanagh und ihre Abenteuer im 18. Jahrhundert kennen. Und obwohl es bei Amazon der erste Satz ist, war mir bis zur Hälfte des Buches nicht bewusst, dass es sich hier um eine wahre Geschichte handelt. Die Autorin selbst erwähnt ganz hinten im Buch auch, dass manche ihrer Abenteuer ausgeschmückt wurden, aber der sonstige Rest auf Tatsachen und Recherchen beruht. Das merkt man auch. Es wurde sehr gut nach den historischen Gegebenheiten und den Personen recherchiert. Man fühlt sich in diese Zeit hinein katapultiert und kann sich alles lebhaft vorstellen.

    Dahingehend komme ich zu dem nächsten Punkt: Die Autorin verwendet zahlreich stilistische Mittel und dank der vielen Metaphern, Vergleichen und Hyperbeln, kann man sich jede Stadt, jeden Ballsaal, jedes Schlachtfeld so gut vorstellen. Sicherlich waren manche Beschreibungen etwas langatmig, aber mir gefällt diese Art. Der Schreibstil wirkt sehr blumig, es wird mit vielen Adjektiven gearbeitet und so kann es auch dazu kommen, dass einem Fluss mit seinem glasklaren Wasser eine halbe Seite gewidmet wird. Jede Szene wirkt dadurch sehr realitätsnah.

    Die Nebencharaktere waren sehr unterschiedlich. Dennoch wirkten alle sehr plastisch. Auch wenn man anfangs eine Person und ihre Handlungen nicht verstehen konnte, löste sich dies im Laufe des Buches auf und man bekam ein Gefühl für die Denkweise.

    Jetzt kommen wir aber zu meinen persönlich liebsten Punkten: die Thematik LGBT+, die sehr häufig angesprochen wurde, und der Protagonistin selbst, Kit Kavanagh.

    Die Liebesgeschichte selbst ist keine tragende Säule der Geschichte, aber das Thema Liebe selbst schon. Wir erleben die Geschichte nur aus Kits Sicht und sehen viel ihrer Gedanken. Gegen der Meinung, es gäbe Homo-, Bi-, Pansexualität erst, seitdem wir in einer "modernen" Gesellschaft leben, wird hier gezeigt, es gibt seit Anbeginn der Menschheit Schwule, Lesben etc. Ich selbst bin bisexuell und freue mich so sehr, in einem Buch versammelt so viele kluge Gedanken zu lesen, und noch dazu in einem historischen Roman. Man muss sich nämlich vor Augen halten, dass zu dieser Zeit niemand von den Begriffen der LGBTQIA+ Community gehört hat und diese Dinge eher verpönt waren. Kit stellt sich immer wieder den Fragen "Ist Liebe unabhängig vom Geschlecht?"; "Ist der Charakter unabhängig vom Geschlecht?" und "Machen uns die typischen Geschlechterrollen vielleicht alle unglücklich?". Sie findet nur teilweise Antworten, manchmal muss der Leser sein eigenes Köpfchen anstrengen. Dazu hab ich ein sehr schönes Zitat aus dem Buch, dass ich euch zeigen möchte:

     "[...]der Charakter eines Menschen [hat] nichts mit seinem Gechlecht zu tun. Das innere Selbst war rein und weiß wie das Innere eines Apfels, und es erzählte nicht, ob die Schale rot oder grün war. [...] Sie fragte sich, ob die Liebe gleichfalls keine Frage des Geschlechts war, sondern mit der Person zusammenhing." (S. 237)

    Wahre Worte, die mich in meinem Herzen getroffen haben.

    Nun aber zu Kit selbst. Ich habe noch nie von einer so sarken Frau in einem Buch gelesen. In Anbetracht der Tatsache, in welcher Zeit wir uns hier befinden, kann ich ihr nur meinen vollsten Respekt entgegenbringen. Sie zeigt, dass Frauen genauso stark, genauso klug, genauso lernfähig, genauso leistungsfähig sein können wie Männer. Auch wenn das heute nicht ganz so schlimm ausgeprägt ist, herrschen diese Vorurteile immer noch. Wenn ich jemanden sage, ich will (als Mädchen) Mathe studieren, weil mir Mathe Spaß macht und ich es verstehe, schauen mich die meisten an wie "Du! Als Mädchen? Nein, Mädchen können doch gar kein Mathe..." -_- Aha, dankeschön. Aber Kit gibt mir Mut, dass wenn sie es geschafft hat, ein selbstbestimmtes und unabhängiges Leben zu führen, dann schaffe ich das auch. Ich kann alles werden, was ich will.
    Die Themen Selbstbestimmung und Feminismus wurden hier sehr gut ausgearbeitet und präsentiert.

    Fazit

    Ich kann diesen historischen Roman absolut jedem empfehlen, ohne jegliche Einschränkung. Es gibt Liebe, historische Fakten, philosophische Denkansätze, Spannung und Abenteuer.

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    Alinescotvor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Die spannende und wahre Geschichte einer Frau, die unglaubliches leistete um ihre Liebe zu retten.
    Die Wahrheit verlässt sich auf ihre eigenen Waffen...

    Kit Kavanagh müsste eigentlich überglücklich sein. Sie ist jung, Erbin des "Kavanagh's" - das ist die Schänke ihrer Tante Maura - und gerade erst mit ihrem Richard verheiratet. Doch, glücklich ist sie schon. Nur irgendwie scheint ihr Leben jetzt schon fertig geschrieben zu sein. Was wird sie an Richards Seite erwarten? Arbeiten, Kinder kriegen, Richard umsorgen und dann noch mehr Arbeit. Und gerade als Kit versucht sich an diesen Gedanken zu gewöhnen, macht eine Kompanie von Dragonern bei ihr in der Schänke Halt. Einmal nicht hingesehen, schon ist Richard verschwunden. Er wurde zwangsrekrutiert und Kit beschließt ihn zurück zuholen.
    Als Christian Walsh verkleidet, lässt sie sich anwerben und schon am nächsten Tag befindet sie sich auf einem Schiff mit unbekanntem Ziel.

    Kit Kavanagh hat wirklich existiert, sie war unter vielen Namen bekannt. Die Autorin gibt zwar bereitwillig zu, dass sie Kits Geschichte ein wenig ausgeschmückt hat, aber auch ohne diese Ausschmückungen ist Kits Leben mehr als nur filmreif gewesen.

    Gut an diesem Roman fand ich, das Kits Geschichte die ganze Zeit über unvorhersehbar bleibt. Da sie sich immer im Krieg befindet, bleibt sie auch nie lange am gleichen Ort. Ständig gibt es neue Irrungen und Wendungen. Die Angst, dass ihre wahre Identität entdeckt wird, sitzt ihr ständig im Nacken.
    Kit muss öfter in eine andere Rolle schlüpfen, dient dann verschiedenen Herrn. Dabei vergisst sie aber nie ihre Prinzipien und bleibt sich selbst immer treu.
    Sie ist wahnsinnig erfindungsreich, kann sich aus schwierigen Situationen retten und weiß auch ganz genau wann es besser ist, die Klappe zu halten.
    Die Figur Kit Kavanagh ist einfach nur faszinierend. Für eine Frau aus ihrer Zeit hat sie wahnsinnig viel erreicht, sie ist mutig, loyal und unbestechlich.

    Der einzige Minuspunkt war für mich die etwas längere Einleitung. Es geht zwar relativ schnell los mit Kits Abenteuer, als Frau erlebt der Leser sie nicht sehr lange, aber Kits Eingewöhnung als Junge zieht sich was in die Länge. Um ihre Rolle perfekt zu machen interagiert sie anfangs überhaupt nicht mit ihren Leuten. Es wird seitenlang nur beobachtet wie Männer sich verhalten wenn keine Dame anwesend ist. Dabei werden ihre Gefühle und Gedanken beschrieben, manchmal bis ins kleinste Detail. Sie lernt dabei zu fluchen und zu spucken wie ein Kesselflicker. Und fast ein ganzes Kapitel wird der Beschaffung eines speziellen Teils gewidmet der zur natürlich Ausstattung eines Mannes gehört. Kit überlässt da nichts dem Zufall, aber soo genau wollte ich das eigentlich auch nicht wissen.
    Wenn aber diese Seiten, die ja doch irgendwie dazu gehören, geschafft sind, ist das Buch nur noch ein wahrer Pageturner. Innerhalb weniger Tage war ich durch mit dem Buch, denn ich wollte es einfach nicht mehr aus der Hand legen.

    Schön fand ich ebenfalls wie anschaulich das Soldatenleben beschrieben wurde. Ständig muss man als Leser Angst um Kits Leben haben. Kit wird eine Menge Feinde haben. Und auch in ihren eigenen Reihen meint es nicht jeder gut mit ihr. Alle anderen Figuren sind ebenfalls fein herausgearbeitet und so wie ich es bereits von Marina Fiorato kenne, sind ihre Charaktere niemals nur gut oder nur böse. Nicht immer weiß man also gleich, ob Freund oder Feind.

    Für mich war dieser neue Roman von Marina Fiorato mal wieder ein volles Vergnügen.

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    ClaudiaSos avatar
    ClaudiaSovor 6 Monaten
    Kurzmeinung: Sehr mitreißend, toll geschrieben. Das Buch hat mir lust auf mehr Historische Romane gemacht.
    Einfach hervorragend

    Kit Kavanagh die 1702 in Dublin lebte, war eine schöne rothaarige Frau, die jeden Mann haben konnte. Sie entschied sich zum Leidwesen ihrer Tante für Richard, einem Schenker. Aber sie waren glücklich, bis Richard von einem Soldatentrupp zwangsrekrutiert wurde. Kits Tante konnte nicht sehen, wie sie litt und bot an die Schenke alleine zu führen. So begab Kit sich auf die Suche nach Richard. Sie verkleidete sich als Mann und ließ sich rekrutieren. Mit der neuen Soldatentruppe gelang sie auf den Seeweg nach Genua. Die Überfahrt stellte sich mit so vielen Männern als schwierig heraus. Kit fürchtete ständig, entdeckt zu werden. Auf dem Schiff gab es wenigstens einen abschließbaren Abtritt, aber auf dem Fußmarsch, über den Landweg blieb nur die Wiese.
    Unter dem Regiment Captain Ross zogen sie in den Krieg. Obwohl Kit eine treue Ehefrau war, konnte sie es nicht verhindern sich in den Captain zu verlieben. Als Mann verkleidet, war es unmöglich ihm ihre Gefühle zu offenbaren.


    Meine Meinung: Ich finde es fantastisch, wie Kit ihre wahre Identität als Frau geheim hielt. Alleine der Fußmarsch über Land, wie sie ihre Notdurft verrichtet hat, war brillant. Ständig habe ich mit Kit mitgefiebert und gefürchtet, dass sie entdeckt wird. Am liebsten würde ich so viel schreiben und mich darüber auslassen, was Kit auf dem Weg zu ihrem Richard erlebt hat, aber ohne zu Spoilern unmöglich. Ich finde jede Einzelheit sollte der Leser selbst entdecken.
    Auch den zweiten Abschnitt, wie Kit zu einem späteren Zeitpunk Ross als Frau begegnet war, fand ich gut gelungen und spannend. Obwohl das Buch 576 Seiten hat, war die Geschichte viel zu schnell zu Ende.
    Das Buch ist mir nur durch das tolle Cover aufgefallen. Die roten Haare und das halbe Gesicht sahen geheimnisvoll aus. Zuerst dachte ich, es wäre eine Fantasy-Geschichte, da ich nur Fantasy lese. Nach dem Durchlesen des Klappentext wurde mir schnell klar, dass es sich um einen Historischen Roman handelte. Aber da hatte mich die Geschichte schon gepackt und ich musste unbedingt das Buch lesen und habe es nicht bereut.

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