Marina Fiorato Die Heilerin von San Marco

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Inhaltsangabe zu „Die Heilerin von San Marco“ von Marina Fiorato

Hinter einer venezianischen Maske verbirgt sich der Tod – oder die Liebe1576. In Venedig bricht die Pest aus. Der amtierende Doge glaubt, dass die Krankheit Gottes Strafe für das dekadente Leben der Venezianer ist und sieht nur einen Ausweg: Er lässt eine Kirche bauen, die größte, die es je gegeben hat. Aber in Venedig ahnt noch niemand, dass der Schwarze Tod an Bord eines Schiffes aus Konstantinopel in die Stadt kam – und dass die junge Heilerin Feyra die Einzige ist, die die Lagunenstadt noch retten kann. Aber alleine kann sie es nicht schaffen — sie benötigt die Hilfe von Annibale Carson, dem berüchtigten Pestarzt. Doch hinter seiner furchteinflößenden Maske verbirgt sich ein Mann, der Feyra vor die größte Herausforderung ihres Lebens stellt ...

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    Die Heilerin von San Marco
    Schneeflocke2013

    Schneeflocke2013

    06. December 2016 um 07:47

    Inhalt:Venedig 1576: Feyra kommt aus Konstantinopel nach Venedig. Sie weiß, dass die Pest in der Stadt ausbrechen soll und versucht es zu verhindern. Als das nicht gelingt dauert es etwas bis sie auf den Pestarzt Annibale Carson stößt. Gemeinsam versuchen sie auf einer Insel zu helfen und nicht den Mut zu verlieren. Außer ihren eigenen Auseinandersetzungen steht auch für die Stadt selbst einiges auf dem Spiel. Meine Meinung:Die Geschichte an sich hat mir richtig gut gefallen. Doch zu Beginn hat sich das Buch für mich als sehr störrig gezeigt. Der Prolog war wirklich sehr anstrengend. Ich bin ständig beim Lesen ins Stolpern geraten. In der Stadt Venedig gibt es ein paar sehr wichtige Posten. Mit der wichtigste ist der Doge. Diese Person hat Macht und Prestige. Ähnlich wie ein Bürgermeister. Zu der Zeit war das ein Staatsoberhaupt.Der Begriff wurde erwähnt und erklärt. Das fand ich klasse, denn wenn man selbst das Wort noch nie gehört hat ist der Umgang danach viel einfacher. Es ist klar was gemeint ist und die Vorstellungskraft kann weiter arbeiten. Wenn der Begriff dann aber 32-mal auftaucht frage ich mich was die Autorin damit aussagen möchte. Jedes Mal blieb ich an den Wort hängen und nach dem 10-mal auf vier Seiten hab ich mich veräppelt gefühlt. Ich habe mich gefragt ob es nicht ein anderes Wort für Doge gab was sie nehmen konnte. Nach einer kleinen Pause habe ich weiter gelesen und kaum angefangen ging es ohne Probleme in einem Rutsch. Wir befinden uns in Konstantinopel und in Venedig. Beide Städte werden wunderbar und sehr detailliert beschrieben. Aussehen der Straßen, Gebäude, Menschen und Gerüche. Ich habe es bildlich vor mir gesehen und freute mich über das Eintauchen in zwei so unterschiedliche Kulturen.Durch Feyra, der weiblichen Protagonistin, bekommen wir aber auch die Ähnlichkeiten mit. Die junge Frau ist sehr klug, gebildet, freundlich, vorsichtig und einfühlsam. Allerdings hat sie genauso ein feuriges Temperament mit dem sie ihre Umgebung in Schach hält. Angst bestimme ihren Aufenthalt in Venedig, denn die Muselmana – ein Schimpfwort – wurden verabscheut. Wenn die Bevölkerung nicht gehindert wurde sogar getötet. Um dieser Sache zu umgehen muss Feyra einige Kompromisse eingehen. Denn sie möchte ihre Aufgabe erfüllen: den Dogen vor der Pest und dem was noch folgt warnen. Doch so schnell schafft sie das nicht. Um nicht aufzufallen nimmt Feyra einen christlichen Namen an: Cecilia Zabatini.Ihre wahre Identität bleibt fürs erste genau so geheim wie die Tatsache, dass sie in Konstantinopel eine praktizierende Ärztin war.Bei dem jungen Pestarzt handelt es sich um Annibale Carson. Klug, gebildet, erfinderisch, fortschrittlich und gutaussehend. Er freut sich darauf seinem schwersten Feind die Stirn zu bieten: der Pest.Er will ihr Einhalt gebieten und doch gibt es Opfer. Menschen sterben was ihn vollkommen kalt lässt. Was sowohl Segen als auch Fluch sein kann. Die Kälte meine ich.Annibale hat die Vision eines Krankenhauses und setzt sie auf einer Insel in die Tat um. Durch einen seiner Patienten lernt er Feyra kennen und nimmt sie mit auf die Insel wo er das Krankenhaus hat. Ab da arbeiten sie Hand in Hand, auch wenn eine Frau offiziell niemals als Ärztin arbeiten würde. Das Christentum untersagt es Frauen – was sich zum Glück ja geändert hat. Ich fand es klasse wie gut die zwei zusammen gearbeitet haben.Außer neuen Informationen zum Thema Medizin gab es für mich unheimlich interessantes über die Inhalte und Behandlungsmethoden des anderen Glaubens.Gerade da sind die Unterschiede aber auch Ähnlichkeiten am besten zu sehen. Der Perspektivenwechsel zwischen den jungen Leuten von Kapitel zu Kapitel hat es für mich noch besser gemacht. Beide wollte ich immer wieder mal nehmen und schütteln wenn sie etwas Dummes angestellt haben.Fasziniert hat mich auch Sebastiano Venier. Ganz am Anfang wirkt er nicht nur wie ein Fels in der Brandung, sondern auch stur und kaltblütig. Im Verlauf des Buches kamen interessante Eigenschaften zu ihm heraus. Er überraschte mich sehr positiv.Der Schluss selbst hat mich nicht nur für sich eingenommen sondern auch zum Lächeln gebracht.Weshalb? Lest es selbst. Marina Fiorato hat eine schöne Geschichte in zwei interessante Städte und eine gefährliche Zeit gebracht. Mich hat es trotz der anfänglichen Schwierigkeiten eingenommen. Deshalb werde ich mir auch die anderen Bücher von ihr ansehen.4 volle Flocken. Und noch mal vielen Dank an das Bloggerportal und den blanvalet Verlag für das Rezensionsexemplar!

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  • Die Muselmanin und der Vogelmann

    Die Heilerin von San Marco
    Sirene

    Sirene

    23. October 2016 um 11:35

    Nach langer Zeit habe ich wieder einen historischen Roman beendet von der wunderbaren Marina Fiorato und bin begeistert von ihrem wunderbaren Schreibstil, der einen zum Träumen über Venedig einlädt.Erster Satz des Buches: "Sebastiano Venier, der Doge von Venedig, blickte mit Augen, die so aufgewühlt waren wie das Meer, aus seinem steinernen Vierpassfenster."Klappentext: 1576. In Venedig bricht die Pest aus. Der amtierende Doge glaubt, dass die Krankheit Gottes Strafe für das dekadente Leben der Venezianer ist und sieht nur einen Ausweg: Er lässt eine Kirche bauen, die größte, die es je gegeben hat. Aber in Venedig ahnt noch niemand, dass der Schwarze Tod an Bord eines Schiffes aus Konstantinopel in die Stadt kam – und dass die junge Heilerin Feyra die Einzige ist, die die Lagunenstadt noch retten kann. Aber alleine kann sie es nicht schaffen ― sie benötigt die Hilfe von Annibale Carson, dem berüchtigten Pestarzt. Doch hinter seiner furchteinflößenden Maske verbirgt sich ein Mann, der Feyra vor die größte Herausforderung ihres Lebens stellt.Die Autorin entführt uns in ein lang vergangenes Venedig und ihr Schreibstil ist nicht nur detailgetreu, sondern auch malerisch und sie zaubert wunderbare Szenenbilder, die man gerne zwei mal ließt. Ihr Roman ist gut recherchiert und man erfährt viele interessante Dinge über die damalige Zeit und verschiedenen Kulturen. Besonders interessant empfand ich das Thema "Pest", welches ausführlich erklärt wird, verschiedenen Heilmethoden, Aberglaube und die Auswirkungen. Nebenbei baut sie eine spannende Handlung auf, die langsam steigt.Was mich ebenfalls gepackt hat, waren die authentischen Charaktere, die wir antreffen.Da haben wir einmal die Protagonistin Freya, die schöne und selbstbewusste Muselmanin, die durch einige Wirrungen in Venedig landet, wo gerade die Pest ausbricht. Am Anfang lernen wir sie, ihre Geschichte und ihre Welt kennen, bevor es auf Reisen geht. Sie ist eine starke Frau, eine Ärztin und steht im Mittelpunkt der Handlung.Neben ihr steht der Vogelmann, Pestarzt, Annibale Carson. Ein harter und sehr gutaussehender mit dem sie schnell aneinander gerät, weil ihre Methoden und Kenntnisse über die Körpersäfte des Menschen verschieden sind. Er ist der jungen Frau schnell verfallen und auch sie ihm, aber eine Muselmanin, eine andere Religion, wie kann er so eine Frau heiraten?Außerdem treffen wir Personen an, die es in Wirklichkeit auch gab und zu denen ich schon früher viel gelesen habe. Meiner Meinung nach hat sie die gut recherchiert, besonders Andrea Palladio und als Liebhaber seiner Baukunst war es eine Freude gewesen ihn in einem Roman zu treffen!Der Roman wurde sehr gut recherchiert und die Autorin verwebt alle Details wunderbar mit ihren Charakteren, sodass man sich nicht erschlagen fühlt von all den historischen Fakten. Man verliert sich schnell in Venedig und Konstatinopel und wir erleben noch eine zarte Liebesgeschichte zwischen den Protagonisten. 

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  • Ein Histo-Roman … besser als jeder Thriller …

    Die Heilerin von San Marco
    Sevotharte

    Sevotharte

    Ich muss gestehen, ich bin eigentlich kein großer Leser von historischen Romanen, aber da mir der Limes Verlag in letzter Zeit sehr zusagt und ich mich einfach in das wunderschöne Cover verliebt habe, musste ich dieses Buch einfach haben und selbstverständlich dann auch lesen. Und was soll ich sagen? Dieses Buch hat mich wirklich überrascht! Marina Fiorato hat einen wunderschönen Schreibstil. Sie weiß gekonnt Orte detailgetreu und dabei auch magisch zu beschreiben. Gerade da ich dieses Jahr zum ersten Mal in Venedig war, hatte ich beim Lesen dieser Geschichte oft ein Déjà-vu Gefühl. Sehr oft fühlte ich mich in diese besondere Stadt zurückversetzt, was für mich dieses Buch noch besonderer macht. Was mir aber am Meisten das Lesen erleichterte waren die tollen und lebensechten Figuren. Gerade die Protagonistin Feyra und der Doctore (Vogelmann) Annibale haben es mir sehr angetan und sie konnten mich regelrecht mit ihren Entscheidungen an jede einzelne Seiten fesseln. Allgemein muss ich sagen, dass ich nie erwartet hätte, dass ein historischer Roman so spannend sein kann. Ein Thriller ist oftmals ein Dreck dagegen und zeitgleich erhält man so viel Hintergrundwissen über die Stadt Venedig und Konstantinopel, sowie das Leben und die Kultur in dieser Zeit. Auch was Krankheiten und deren „Heilmethoden“ betrifft. Ich kann nur sagen, mich hat dieser historische Roman wirklich gefesselt und irgendwie flogen die über 400 Seiten nur so dahin. Eine absolute Kaufempfehlung von mir. Vor allem für Histofans und Venedigliebhaber ein Must-Read!

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  • Die "Serenissima" und der Schwarze Tod

    Die Heilerin von San Marco
    Havers

    Havers

    16. March 2014 um 13:20

    Marina Fiorato ist in Venedig geboren (lebt aber mittlerweile in London) und hat Geschichte, Kunst und Literatur studiert. Beste Voraussetzungen also, wenn eine Autorin historischer Romane schreibt, deren Handlungsorte fast ausschließlich in Italien zu finden sind. Wir schreiben das Jahr 1576, als sich das Leben der jungen Feyra für immer ändern soll. Diese ist in Konstantinopel im Sultanspalast Topkapi als Heilerin tätig, als sie von einer Sterbenden mit einer schwierigen Aufgabe betraut wird. Sie soll nämlich an Bord eines Schiffes gehen, das nach Venedig segelt, um die Pläne des machthungrigen Sultans Murad zu vereiteln. Dieser streckt bereits die Hände begehrlich nach der Lagunenstadt aus und bringt deshalb den „Schwarzen Tod“ nach Venedig, um die Verteidigungslinien zu schwächen. Die Seuche breitet sich rasant schnell aus und der Doge gibt deshalb den Bau einer monumentalen Kirche in Auftrag, da er die Pest als Strafe Gottes ansieht und diesen gnädig stimmen möchte. Feyra ist da wesentlich realitätsorientierter und sucht den Kontakt zu dem Mediziner Annibale Carson, dem sie auf der Pestinsel bei der Betreuung der Erkrankten hilft. Während der gemeinsamen Arbeit kommen die beiden sich näher, aber nicht nur Feyra, sondern auch Annibale hat Geheimnisse. Marina Fiorato schreibt vornehmlich für die weibliche Leserschaft, weshalb in ihren Romanen immer eine außergewöhnliche Frauenfigur im Mittelpunkt der Handlung steht und eine Romanze natürlich auch nicht fehlen darf. Aber, und da kommt die Historikerin durch, als Ausgangspunkt für ihre Geschichten nimmt sie reale Ereignisse, wie die Pestepidemie in „Die Heilerin von San Marco“, und zusätzlich auch noch historische Persönlichkeiten, in diesem Fall Andrea Palladio, den bekannten Baumeister. Des Weiteren fügt sie viele Details aus dem Alltag und dem Leben der damaligen Zeit ein, sodass sich während der Lektüre Bilder der von dem „Schwarzen Tod“ gebeutelten „Serenissima“ im Kopf des Lesers festsetzen und man einen Eindruck nicht nur von den Lebens- sondern auch von den Sterbensumstände in diesen Wochen bekommt. Die Autorin erzählt faktenreich und spannend mit großem emotionalen Engagement und dem Gespür für das richtige Timing – wem der Sinn nach einem schönen Schmöker steht, kann hier beruhigt zugreifen und wird nicht enttäuscht werden!

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  • Liebe und Tod in Venedig

    Die Heilerin von San Marco
    Karin_Kehrer

    Karin_Kehrer

    10. January 2014 um 08:22

    Venedig 1576: Ein Schiff aus Konstantinopel bringt verheerende Fracht - die Pest! An Bord dieses Schiffes ist auch Feyra. Die junge Heilerin musste nach dem Tod ihrer Gönnerin, der Sultanmutter, fliehen und sie weiß um die tödliche Bedrohung, die der Sultan aus Rache über die Lagunenstadt bringen will.  Der Doge beauftragt den Architekten Palladio mit dem Bau einer Kirche, um Gott zu versöhnen und die Pest abzuwenden.  Feyra setzt ihr Wissen ein, um den Bewohnern zu helfen - genau wie der junge Pestarzt Annibale Cason, der sein Gesicht ständig hinter einer Maske verbirgt. Bald verbindet sie mehr als die gemeinsame Aufgabe ... Ein buntes, detailliertes Porträt der Lagunenstadt Venedig und ihrer Bewohner erwartet den Leser. Der sehr sinnliche Schreibstil vermittelt einen guten Eindruck von der damaligen Zeit und dem Leben, ebenso die gut recherchierten medizinischen Details über abstruse Abwendungs- und Heilversuche der tödlichen Seuche.  Auch die geschichtlichen Eckdaten fügen sich gut in die Handlung ein (Stichwort Architekt Palladio, der tatsächlich existiert hat). Die Charaktere sind facettenreich. Der geheimnisvolle Annibale, der sein Gesicht nicht nur wegen der tödlichen Krankheitskeime hinter einer Maske verbirgt, die schöne Muselmanin, die sich der ihr fremden Kultur anpassen muss u.a.  Die Widrigkeiten, denen Annibale und Feyra ausgesetzt sind, werden spannend geschildert. Einziger Kritikpunkt: Ein wenig zu oft wird die Schönheit der Hauptcharaktere erwähnt und die Liebe kommt, entgegen der Erwähnung des Klappentextes, fast ein wenig zu kurz!  Fazit: Unterhaltsame, spannende Lektüre mit gut recherchiertem Hintergrund. 

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