Marina Heib Parasiten

(34)

Lovelybooks Bewertung

  • 51 Bibliotheken
  • 0 Follower
  • 0 Leser
  • 8 Rezensionen
(5)
(13)
(12)
(2)
(2)

Inhaltsangabe zu „Parasiten“ von Marina Heib

Der erste Tote stammt aus den besten Kreisen. Der zweite kommt aus der Szene und ist den Sonderermittlern um Kommissar Christian Beyer nur allzu bekannt. Beide bieten einen abscheulichen Anblick: denn die Leichen sind von Parasiten – Würmern, Maden und sogar Spinnen – geradezu übersät. Wurden sie vom Mörder ausgesetzt? Welche Botschaft steckt dann dahinter? Und was verbindet die beiden Opfer? Ritualmorde oder organisiertes Verbrechen? Was Beyer und Co schließlich zu Tage fördern, raubt selbst den hartgesottenen Ermittlern den Atem …

Schade, eigentlich war das ja eher kein Fall für die Soko Bund, wie man sie von den Büchern davor so kennt. Von anfänglichen Serienmorden keine Spur, weshalb der sofortige Einsatz der Soko Bund nicht unbedingt ersichtlich war, auch wenn später massenweise Leute sterben...

— Kuelwalda

Fazit: Gut gezeichnete Charaktere und einer ziemlich verzwickten Story, die jedoch gerade im Mittelteil Längen hat und sich ganz anders entwickelt als anfangs gedacht.

— Bellexr

Stöbern in Krimi & Thriller

Dafür musst du sterben

Auch der 5. Teil kommt nicht mehr an die ersten 3 Bände heran. Leider erst ab der Mitte spannend und für mich teilweise verwirrend.

Buchwurm05

Crimson Lake

Nach der Eden-Trilogie ist "Crimson Lake" der Auftakt zu einer neuen Reihe, die hoffentlich schnell weitergeht!

RubyKairo

Angstmörder

Tolles Duo, mit einem spannenden Fall inkl. unvorhersehbarer Wendungen ...

MissNorge

Im Traum kannst du nicht lügen

Absolut empfehlenswert! Mein persönliches Krimihighlight 2017!

marielilith

Origin

Mein erster Dan Brown: unglaublich interessant und spannend!

marielilith

Geheimnis in Rot

Ein Krimi wie ein weihnachtliches Familientreffen: mit Licht- und Schattenseiten.

hesi

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Verstörender Krimi, der traurig stimmt

    Parasiten

    Felice

    07. March 2014 um 21:31

    Der Klappentext beschreibt nur den einen Aspekt, sozusagen die Rahmenhandlung. Mehr im Vordergrund stehen organisiertes Verbrechen im Balkan, Frauenhandel und Zwangsprostitution und das wird sehr authentisch beschrieben. Es ist der fünfte Fall der Hamburger Sondereinheit BUND, die eigentlich für Serienmorde zuständig ist und so bekommen die Ermittler auch immmer ihre Grenzen gewiesen. Dennoch bleiben Christian Beyer und sein Team am Ball, nach einer Weile gibt es mehr Tote und zum großen Finale hin erlebt der Leser noch manche Überraschung. Die Kapitel sind mit Datum und Ort überschriftet, was dem Leser erleichtert, die häufig wechselnden Personen und Handlungsorte zuzuordnen. Marina Heib schreibt solide Krimis, gut recherchiert und ihr gelingt es, dass man mit (fast) allen handelnden Personen Empathie empfindet, selbst mit dem "schwarzen Schaf". Dass am Ende nicht alles "gut" wird, erwartet man eigentlich nicht und das wäre auch nicht realistisch. Dennoch gibt es das eine oder andere(kleine) Happy End, mit dem man nicht gerechnet hätte. MAn kann dieses Buch auf jeden Fall gut lesen, ohne die Vorgänger zu kennen, da das Privatleben der Ermittler sehr im Hintergrund bleibt, lediglich Christian und seine Partnerin Anna, die Psychologin, bekommen ein wenig Raum und so kann man als Leser zwischendrin mal durchatmen...

    Mehr
  • Rezension zu "Parasiten" von Marina Heib

    Parasiten

    Jetztkochtsie

    02. June 2012 um 18:13

    Vorab muß ich sagen, daß ich die Vorgängerbücher nicht kenne, trotzdem kommt man rasch in die Geschichte rein und hat einen guten Überblick über die handelnden Personen. Die Zusammenhänge und das Zwischenmenschliche der Ermittlungstruppe, deren Bestehen ich als ziemlich ähm... sinnfrei, empfinde nehmen jedoch ohnehin nur wenig Raum ein. Viel zu viel Platz wird hier der Gesellschaftskritik gegeben, das raubt dem Buch jegliche zumindest am Beginn doch vorhandene Spannung, man wird erdrückt mit gutmenschlichen Ansichten und Ideen. Frauen und Mädchenhandel im Ostblock, Lobbyismus und Sexparties im Westen, eigentlich eine brisante Thematik, die dem Buch doch Schwung verleihen müßte. Passiert aber leider nicht, die Ermittler stolpern sinn- und hirnlos durch ihren Fall, erkennen Zusammenhänge nicht, die der Leser längst durchschaut hat. Überhaupt die Polizeiarbeit wird so laienhaft und banal geschildert, mit der wirklichen Welt hat das nur am Rande zu tun. Da wird mit nicht existenten Straftaten und Anklagen gedroht, statt einen Durchsuchungsbeschluß einzuholen, der ohne Probleme zu bekommen gewesen wäre, holt man sich die Genehmigung des in Moldawien wohnenden Vaters zur Durchsuchung der Wohnung einer jungen Frau, die zeigt man dann dem Hausmeister, damit der keine rechtlichen Bedenken hat. Ähm... ja genau so läuft das, sicherlich... Verdächtige werden einfach so mal wieder aus der Haft entlassen, damit andere ihre Rache an ihnen verüben dürfen und der Oberstaatsanwalt entscheidet, wer welche Räumlichkeiten im Polizeipräsidium nutzen darf. Die Geschichte mit den Parasiten scheint auch nicht so wirklich passend, sondern nur eingeflochten, damit es noch mal so richtig eklig wird. Ab der Hälfte des Buches mußte ich mich zum Weiterlesen zwingen, was dann auch noch lange dauerte, weil ich häufig widerwillig den Kopf schütteln oder entsetzt den Mund aufsperren und "Nein, das tut er jetzt nicht wirklich?" sagen mußte. Leider aus meiner Sicht ein totaler Griff ins Klo, weder spannend noch gut recherchiert, geschweige denn, daß die Charaktere einen in irgendeiner Form interessieren oder fesseln würden. Schade....

    Mehr
  • Rezension zu "Parasiten" von Marina Heib

    Parasiten

    World_of_tears91

    24. April 2012 um 15:21

    Das Wichtigste gleich vorweg: wer einen forensischen Thriller ala Simon Beckett erwartet, der wird richtig herbe enttäuscht sein, so wie ich! Es sind nämlich vielleicht 10 Seiten, die überhaupt mit den kleinen Krabbelviechern zutun haben, der Rest dreht sich ausschließlich um organisiertes Verbrechen, hauptsächlich Mädchenhandel. Leider kann ich keine sinnvolle Inhaltsbeschreibung mit eigenen Worten abgeben, da es elendig lange gedauert hat, bis ich dahinter gestiegen bin, dass die Sache mit den Leichen und den Parasiten zeitlich später angesiedelt ist, wie der Rest des Buches. Die Ereignisse gehen dann so langsam ineinander über bis es zu einem weniger spektakulären Showdown kommt. Überhaupt ist das Buch für meinen Geschmack weniger spannend. Ich bin eher der Typ für brutale Psychothriller und kann leider mit organisiertem Verbrechen nichts anfangen. Nicht, dass es mich kalt lässt, es ist wirklich furchtbar, was Marina Heib sich da (wahrscheinlich leider nicht) ausgedacht hat und noch schlimmer ist es, dass es sehr nahe an der Realität liegt. Aber mir hat der kleine Funke, das gewisse Etwas, das den Leser ans Buch fesselt, gefehlt. Etwas Hoffnung habe ich mir immer dann gemacht, wenn der scheinbar geistesgestörte Mörder immer mal zwischendurch von seinen Parasiten berichtet, aber wie gesagt, der erwartete Forensik-Thriller ist es leider bis zur letzten Seite nicht geworden. Vielleicht hätte ich eine bessere Wertung abgeben können, wenn ich nicht mit so einer Erwartung ans Lesen herangegangen wäre. Inhaltlich ist das Ganze nämlich verworren, hat aber trotzdem ein gewisses Potential und deshalb möchte ich das Buch auch niemandem schlecht reden, der sich für diese Art Thriller bzw. Krimi interessiert. Was ich auch erst später rausgefunden habe ist, dass "Parasiten" der nunmehr fünfte Teil einer ganzen Reihe an Büchern rund um Christian Beyer ist. Das hat natürlich zur Folge, dass kaum oder nur ganz wenig über die Protagonisten geschrieben wird, sie bleiben blass und für den Einsteiger völlig unnahbar. Auch das, was bereits vorgefallen ist, wird nicht näher erklärt, deshalb würde ich fast sagen, dass man lieber der Reihe nach lesen sollte, bevor man sich hier ran wagt. Insgesamt hat mich das Buch leider nicht überzeugen können, ich habe dank dem Titel etwas völlig anderes erwartet und bin deshalb doch sehr enttäuscht. Wer sich jedoch für diese Art von Thriller bzw. Krimi interessiert und bestenfalls auch die Vorgänger kennt, der dürfte hier durchaus ein paar spannende Stunden erleben.

    Mehr
  • Rezension zu "Parasiten" von Marina Heib

    Parasiten

    Katzenpersonal_Kleeblatt

    26. March 2012 um 07:41

    In Hamburg werden 2 Leichen gefunden. Beide sind keine Unbekannten und in beiden wurden Käfer, Maden, Spinnen und anderes Getier im Körper gefunden. Nur sind diese Parasiten keine, die normalerweise in Leichen gefunden werden. Die beiden Toten haben scheinbar keinen Bezug zueinander. Die Soko Bund wird mit dem Fall betreut. Ein weiterer Mord geschieht. Sofia und Danylo stammen beide aus Rumänien und sind seit ihrer frühesten Kindheit miteinander befreundet. Sofia spielt Geige und Danylo Klavier, beide sind bekannte Künstler und treten auch zusammen auf. Durch Danylos Schuld geraten Sofia und ihre Schwester in die Hände von Mädchenhändlern und eine Odyssee durch die Oststaaten mit unsagbarem Leiden beginnt. Kommissar Christian Beyer ermittelt in beiden Fällen, obwohl er Weisung hat, die Ermittlungen zu den Morden abzuschließen, da der Täter gefunden wurde und die Entführung der Mädchen nicht in sein Aufgabengebiet fallen. Dieser Roman ist bereits der 5. Fall des Kommissars Christian Beyer, aber auch wenn man die Vorbände nicht gelesen hat, kommt man gut in die Geschichte rein. Bedauert habe ich, dass von den Ermittlern nicht viel privates zu erfahren war. Marina Heib hat sich mit diesem Roman des Mädchenhandels und der Zwangsprostitution angenommen. Schonungslos lässt sie den Leser die unsagbaren Qualen und Leiden der Mädchen mitverfolgen. Da wird von einer Brutalität und Grausamkeit geschrieben, die ohnegleichen ist. Das Schlimme ist, man weiß, dass es das gibt, aber das es so schlimm ist, möchte man sich gar nicht vorstellen. Das Ermittlerteam um Kommissar Christian Beyer ist ein eingespieltes Team. Jeder hat sein Aufgabengebiet und sie ergänzen sich hervorragend. Die Recherchearbeiten der einzelnen Bearbeiter lassen sich gut nachvollziehen. Der Schreibstil der Autorin ist flüssig, wenn auch an einigen wenigen Stellen etwas langatmig. Die Thematik des Mädchenhandels und der Zwangsprostitution zeigen eine fantastische Recherchearbeit der Autorin auf, die absolut glaubwürdig ist. Der Leser hat Einblicke in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele und es ist kaum fassbar, was der Mensch nur für Geld bereit ist zu tun. Die Ware Mensch oder hier speziell Frau / Mädchen ist absolut nichts wert. Was mich persönlich erschreckt hat, ist die Tätergruppe, die Marina Heib wählte, die sich diese Mädchen zugute führen. Ein wenig irritiert war ich durch den Titel des Buches, der mir etwas anderes suggeriert hat. Was es mit den Parasiten auf sich hat, kommt aber gegen Ende des Buches auch noch zur Sprache, so dass der Titel letztendlich doch Sinn machte. Ob es ein Thriller ist, mag ich jetzt dahingestellt lassen, ich würde es jedoch in die Rubrik Krimi packen.

    Mehr
  • Rezension zu "Parasiten" von Marina Heib

    Parasiten

    Bellexr

    04. March 2012 um 18:41

    Der 5. Fall für Sonderermittler Beyer und sein Team . Binnen zwei Tagen werden zwei Leichen in Hamburg gefunden, beide reich, aber aus unterschiedlichen Kreisen. Beide bieten einen abscheulichen Anblick. Über ihre Körper krabbeln die unterschiedlichsten Insekten, ganz offensichtlich bewusst vom Mörder auf den Toten hinterlassen. Was verbindet die beiden Opfer? Kommissar Beyer ermittelt, bald schon gibt es einen weiteren Toten, der jedoch nichts mit dem anderen Fall zu tun hat, oder doch? . Auch wenn es sich um den mittlerweile 5. Fall von Kommissar Beyer und sein Team handelt, kann man diesen problemlos ohne Vorkenntnis der anderen vier Romane lesen. Zwar geht Marina Heib gelegentlich auf das Privatleben von Christian Beyer und seiner Freundin, der Psychologin Anna ein, doch hierfür benötigt man kein Vorwissen. . Der Fall entwickelt sich ziemlich verzwickt und die beiden Morde mit den hinterlassenen Insekten rücken erst einmal sehr in den Hintergrund, obwohl diese der rote Faden der Geschichte sind. Nach dem ersten Mord nimmt die Story eine ganz andere Wendung an und befasst sich ausführlich mit der Zwangsprostitution osteuropäischer junger Frauen und Mädchen. Auf dieses Thema geht die Autorin gefühlvoll und sehr eindringlich ein und schildert detailliert, wie junge Frauen aus Moldawien in ihrer Heimat von der Straße weg entführt, in die Zwangsprostitution gezwungen und nach Deutschland, Holland oder Norwegen verschleppt werden. . Die anfängliche Spannung lässt zwischenzeitlich etwas nach, wenn Marina Heib im Mittelteil des Krimis ausführlich auf dieses Thema eingeht und auch die Ermittlungen mehr oder weniger auf der Stelle treten. Erst zum Ende hin nimmt die Story wieder Fahrt auf und langsam wird einem auch verständlich, in welchem Zusammenhang die kurzen, aber sehr unappetitlichen Einschübe zu Parasiten damit in Verbindung stehen. . Ihre Charaktere sind sehr gut beschrieben. Ohne Probleme nimmt die Figur von Christian Beyer Gestalt an, wie auch die unterschiedlichen, teilweise etwas eigenwilligen Teammitglieder der Soko. Christian ist sympathisch, stur, fährt mit dem Fahrrad zur Arbeit und seinen Vorgesetzten gegenüber ist er manchmal etwas respektlos. Der Sonderermittler kann leicht aufbrausend sein, beruhigt sich aber schnell auch wieder, sein Team ist hieran gewöhnt und ignoriert dies zumeist mit stoischer Ruhe. Mit seiner Freundin Anna verbindet ihn eine innige Liebe voller Vertrauen und auch Verständnis für seinen Beruf, er bespricht die Fälle mit ihr und bindet sie auch in den aktuellen Fall aktiv mit ein. . Fazit: Gut gezeichnete Charaktere und einer ziemlich verzwickten Story, die jedoch gerade im Mittelteil Längen hat und sich ganz anders entwickelt als anfangs gedacht.

    Mehr
  • Rezension zu "Parasiten" von Marina Heib

    Parasiten

    Today

    21. February 2012 um 18:54

    Ein Mord an einem Volontär von der Hamburger Morgenpost wirft Fragen auf. Wusste dieser etwas, dass er nicht wissen sollte? Und welche Rolle spielt sein homosexueller Freund, der wie vom Erdboden verschwunden ist? Diese und andere Fragen führen den Kommissar Christian Beyer nach Moldawien und wieder zurück. Und es tun sich Abgründe auf, die selbst den hartgesottenen Ermittlern den Atem nehmen… Meiner Meinung nach ist der Klappentext nicht ganz so gelungen. Aus diesem Grund habe ich die Zusammenfassung etwas anders gestaltet, als die anderen es vermutlich getan haben. Am Anfang werden mehrere Morde beschrieben von Personen, die über den (fast) gesamten Roman noch am Leben sind. Das mag ich irgendwie nicht so. Vielleicht ist es in diesem Buch jedoch auch einfach nicht gelungen. Das Cover ist okay, spricht mich aber auch nicht ganz so an. Die Handlung an sich lässt eine mittelmäßige Spannung aufkommen. Irgendwie wollte ich doch immer wissen, wie es weitergeht. Aus meiner Sicht ist der Handlungsverlauf manches Mal etwas unrealistisch und die Szenen finde ich oftmals etwas oberflächlich beschrieben. Ich hätte sie mir detailreicher gewünscht. Dennoch hab ich das Buch in einem Rutsch durchgelesen. Die Themen, die angesprochen werden, wie z.B. der Mädchenhandel und der Zwang zur Prostitution, halte ich für sehr wichtige Themen. Aus diesem Grund und der Tatsache, dass mich das Buch doch irgendwie nicht losließ, gibt es von mir trotz der negativen Kritik drei Sterne.

    Mehr
  • Rezension zu "Parasiten" von Marina Heib

    Parasiten

    Claudias-Buecherregal

    02. January 2012 um 19:57

    Die Sonderermittler um Kommissar Christian Beyer haben es mit zwei Leichen zu tun, die auf den ersten Blick nicht viel gemeinsam habe. Sie kommen aus zwei Schichten, die unterschiedlicher nicht sein könnten, und dennoch muss es eine Verbindung zwischen ihnen geben, denn beide Opfer haben zahlreiche Verletzungen am Körper, in denen es vor Parasiten nur so wimmelt. Beyer ist sich sicher, dass diese gezielt vom Täter in die Verletzungen hineingesetzt wurden, aber warum und wer ist für diese Taten verantwortlich...? Als ich von diesem Roman erfahren habe, dachte ich erst, es sei evtl. das Erstlingswerk der Autorin, da mir diese bisher unbekannt war. Meine Recherchen haben dann allerdings ergeben, dass ich mich dabei komplett geirrt habe, denn "Parasiten" ist bereits der fünfte Thriller aus Heibs "Christian-Beyer"-Serie. Nach den Romanen Weißes Licht (2006), Eisblut (2007), Tödliches Ritual (2009) und Puppenspiele (2010) gibt es nun den aktuellsten Band Parasiten (2011) zu lesen. "Aber er weiß, dass diese Tiere auf ihm herumkrabbeln und sich in seine Wunden bohren. Er weiß es, und es macht ihn schier wahnsinnig." (Seite 10) Da Thriller immer noch mein Lieblingsgenre ist, habe ich entsprechend hohe Erwartungen an diese Romane. Dabei fließen verschiedene Faktoren ein, wie das Setting, die Charaktere, der Plot, aber am wichtigsten ist für mich immer noch das Spannungspotential und dieses ist bei dem Roman "Parasiten" leider nicht vorhanden. Die ersten Seiten beginnen viel versprechend. Die anfangs beschriebenen Opfer mit ihren von Parasiten übersäten Verletzungen tauchen auf und es gibt einen kurzen Einblick in die Gedankenwelt des Täters. Anschließend verliert sich der Roman jedoch nahezu in eine Dokumentation. Die Thematik um organisiertes Verbrechen, Menschenhandel und Zwangsprostitution ist in Thrillern nicht neu, daher ist auch bereits bekannt, dass es durchaus funktionieren kann und dass Autoren aus dieser Thematik einen spannenden Thriller erschaffen können. Marina Heib ist das meiner Meinung nach nicht gut gelungen. Bis auf die ersten Seiten am Anfang ist bei mir keinerlei Spannung aufgekommen. Die Thematik scheint sehr gut recherchiert zu sein, bietet sogar Zahlenmaterial und führt die Ermittler in viele ost-europäische Länder. Trotzdem erschien mir das ganze meistens nur wie ein Bericht über die elende Situation der betroffenen Frauen. Das Thema ist durchaus wichtig und sollte in der Öffentlichkeit mit mehr Brisanz diskutiert werden, allerdings wirkte es in diesem Thriller einfach deplaziert, da es der Autorin nicht gelingt die schrecklichen Schicksale als Thriller zu verkaufen und das wäre hier ihr Job gewesen, Mir hat der Schreibstil gut gefallen. Jedoch handelt der Roman von sehr vielen Schauplätzen, was es manchmal etwas schwierig machte, dem Ganzen zu folgen. Nach einer Weile hat man sich jedoch hinein gelesen und ich könnte den Roman, bis auf die ganzen osteuropäischen Namen, fließend lesen. Da die früheren Romane von Marina Heib so gute Kritiken erhalten haben, werde ich vielleicht einfach noch mal einen anderen Roman testen. Bei diesem fand ich einfach die Thematik schlecht umgesetzt, um aus dem Buch einen Thriller zu formen. Fazit: Wer sich für organisierte Kriminalität und Menschenhandel interessiert und dabei nicht das Spannungsgefühl sucht, welches ein Thriller normalerweise auslösen sollte, der ist mit dem Buch sicherlich gut beraten. Wer jedoch einen Page-Turner lesen möchte, der einen fesselt, wird bei diesem Buch sicherlich enttäuscht werden. Taschenbuch: 336 Seiten Verlag: Piper Taschenbuch (Dezember 2011) Sprache: Deutsch ISBN-10: 3492273009 ISBN-13: 978-3492273008

    Mehr
  • Rezension zu "Parasiten" von Marina Heib

    Parasiten

    Winterzauber

    28. December 2011 um 21:30

    Der von mir langersehnte 5. Teil der Serie um Christian Beyer hat mir sehr gut gefallen. Der Anfang war ziemlich eckelig, der Baltenkönig Puri wird mit Schierling bewegungslos gemacht und dann werden seiner Haut kleine Schnitte zugefügt, worauf Kleingetier verteilt wird, Würmer, Fliegen, Heuschrecken etc. schließlich wird er noch erdrosselt. Auf die gleiche Weise wird auch ein Mitglied der Hamburger Society getötet. Dann kommt ein Rückblick, Sofia ist Geigerin und muss mal wieder ihren Freund von Kindheitstagen an, betrunken aus einer Bar abholen. Anschließend verschwindet der homosexuelle Danylo spurlos, seine neue Liebe ein Journalist wurde von einem Profikiller umgebracht und Christan Beyer und sein Team ermitteln. Schnell wird klar, dass der Journalist über brisantes Material verfügt haben muss, wovon allerdings niemand etwas weiss. Die Macht von Puri reicht bis Moldavien, wo Sofias Schwester entführt wird von einer Schlepperbande wie sich später rausstellt. Sofia und auch ihr Cousin Vadim versuchen im Drogen/Prostitutionssumpf Sofias kleine Schwester zu finden und sind dem nicht gewachsen, Sofia wird auch durch eine Schlepperbande ins Ausland gebracht. Beyer braucht einige Zeit um die Zusammenhänge der vielen involvierten Personen zu erkennen. Mehr möchte ich nun nicht verraten. Diese Geschichte hat alles was einen guten Krimi ausmacht und ist flüssig zu lesen, erschreckend die Daten über jährlich verschleppte Frauen, allerdings auch sehr realistisch. Ich bleibe Fan der Serie.

    Mehr
  • Was ist LovelyBooks?

    Über Bücher redet man gerne, empfiehlt sie seinen Freunden und Bekannten oder kritisiert sie, wenn sie einem nicht gefallen haben. LovelyBooks ist der Ort im Internet, an dem all das möglich ist - die Heimat für Buchliebhaber und Lesebegeisterte. Schön, dass du hier bist! Mehr Infos

    Buchliebe für dein Mailpostfach!

    Hol dir mehr von LovelyBooks