fischer baumler

Marina Keegan Fischer Taschenbibliothek / Das Gegenteil von Einsamkeit

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Inhaltsangabe zu „Fischer Taschenbibliothek / Das Gegenteil von Einsamkeit“ von Marina Keegan

Wenige Tage nach ihrem Yale-Abschluss starb Marina Keegan bei einem Autounfall. Sie war ein Ausnahmetalent, das der Welt brillante Texte voller Lebenslust hinterließ. Ihre Stories und Essays vereinen schwerelosen, sensiblen und mitreißenden Optimismus mit ungeheurer literarischer Reife: hoffnungsvoll, wild und melancholisch. Man liest sich atemlos, lachend und mit Tränen in den Augen durch das ganze fulminante Buch.

Leseempfehlung!

— Milagro

Hat mir sehr gut gefallen, obwohl ich kein Fan von Kurzgeschichten bin. Unglaubliche Charaktertiefe!

— eulenmatz

Hab mehr erwartet... die Geschichten regen schon zum nachdenken an, aber Kurzgeschichten sind nix für mich... musste ich feststellen

— Simba99

musste ich leider nach 110 Seiten abbrechen.

— _Unspoken_

Die Essays waren echt gut, aber die Kurzgeschichten am Anfang fand ich nicht soo spannend.

— Melodycookie

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  • das Gegenteil von Einsamkeit...

    Fischer Taschenbibliothek / Das Gegenteil von Einsamkeit

    Shadow2709

    23. April 2018 um 12:46

    Marina Keegan, 5 Tage nach ihrem Abschluss tragisch ums Leben gekommen, hinterlässt der Welt eine Sammlung von Geschichten, die so lebensbejahend sind und solch lebendige Charaktere beinhalten das es ein bittersüssen Beigeschmack hat dieses Buch zu lesen. Selten findet man solch lebendige Charaktere auf so wenigen Seiten, da es hier Hauptsächlich Kurzgeschichten und Essays sind. Mir haben die Geschichten gut gefallen und ich habe das Buch wie bereits erwähnt mit einem Bittersüssen Gefühl zugeschlagen, denn ich hätte gerne mehr von dieser Begabten Autorin gelesen.

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  • Talent

    Fischer Taschenbibliothek / Das Gegenteil von Einsamkeit

    Milagro

    17. April 2018 um 16:39

    Was  für ein Talent!  Ich weiß nicht, wann ich auf die Autorin aufmerksam geworden wäre, ohne diesen tragischen Unfall, den Tod dieser so jungen Frau. Vielleicht hätte ich auch nie etwas von ihr gelesen oder erst in einigen Jahren. Der Gedanke scheint aber weit hergeholt, denn Keegan selbst hatte ihr Ziel fest im Auge, sie wollte Schriftstellerin werden. Und dass das geklappt hätte und für mich als Leserin ganz wunderbar hätte werden können, ja, hätte. Nach ihrem Tod sind einige Erzählungen und Essays veröffentlicht worden, ausgewählte Artikel, vielleicht hätte sie die gern noch einmal überarbeitet, wie sie es immerzu getan haben soll, perfektionistisch  um jedes Wort ringend. Hier liegt deshalb nur eine kleine, aber sehr lesenswerte Sammlung vor, Texte, die überraschen, die mitnehmen in die unterschiedlichsten Situationen. Von ein, zwei Geschichten abgesehen war ich durchweg begeistert, musste nach jedem dieser kurzen Einblicke innehalten, damit nichts überlesen wurde, damit jeder Text genossen werden konnte. Ich habe bewusst mehrere Tage an dem kleinen Band gelesen, voller Vorfreude auf  den nächsten Abschnitt. Keegan hat es auf den Punkt gebracht. Konzentriert, genau, mit Liebe zu den Figuren, doch, ich hätte schon noch gerne deutlich mehr von ihr gelesen.

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    • 3
  • Überraschungs Highlight

    Fischer Taschenbibliothek / Das Gegenteil von Einsamkeit

    eulenmatz

    28. March 2018 um 13:13

    Ich hatte das Buch schon lange auf dem SuB und habe es einfach nicht geschafft endlich mal dazu zu greifen. Grundsätzlich bin ich auch kein großer Fan von Kurzgeschichten. Dennoch wird Marina Keegan ja als großes Talent gehandelt und ich muss sagen, dass es wirklich tragisch ist, dass sie schon verstorben ist.Ihre Kurzgeschichten und Essays sind sehr vielfältig und häufig aus der Ich-Perpektive geschrieben, wobei sicher auch einige Dinge autobiographisch waren. Inhaltlich ist in diese Geschichten noch gar nicht mal so viel passiert, aber die Zeichnung der Charaktere gelingt Marina Keegan großartig. Sie hat hier einen ungeheuren Blicke for Details und Zwischentöne. Es sind häufig Geschichte aus dem Alltag. Ich hatte den Eindrucke jede Geschichte hat so ein großes Thema, was behandelt wurde. Die Charaktere sind sehr unterschiedlich und auch besonders, keine Durchschnittsmenschen. Einige Stories regen auch richtig zum Nachdenken an und lassen sogar politische Motive erahnen. Bei Kurzgeschichten bleiben bei mir immer nur einige hängen, aber das lädt dazu ein das Buch nochmals zu lesen und das werde ich sicher tun. :-)

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  • Geschichten und Essays

    Fischer Taschenbibliothek / Das Gegenteil von Einsamkeit

    Krimifee86

    14. July 2017 um 21:14

    Inhalt: Das Buch „Das Gegenteil von Einsamkeit“ ist eine Sammlung von Kurzgeschichten und hat entsprechend keinen Inhalt an sich. Daher sage ich ein paar Worte zur Autorin: Marina Keegan war eine junge Yale-Absolventin, die kurz nach ihrem Abschluss starb. Sie studierte, wenn ich es richtig in Erinnerung habe, Literatur und schrieb entsprechend während ihres Studiums eine Reihe von Essays und Geschichten. Eine ihrer ehemaligen Professorinen beschloss, diese nach dem Tod der jungen Frau zu veröffentlichen. Daraus ist „Das Gegenteil von Einsamkeit“ entstanden, wobei der Titel selbst, der Abschlussrede entstammt, welche Marina Keegan bei ihrem Yale-Abschluss hielt.Charaktere: Bei einer Reihe von Kurzgeschichten gibt es naturgemäß auch eine Reihe an Charakteren. Insofern kann man dazu nicht viel sagen. Aber: Eine Reihe der Geschichten sind aus Marinas Sicht geschrieben (jedenfalls glaube ich das, da der Charakter dann „Marina“ genannt wird.). Und ich muss ehrlich sagen: Bei einem Teil der Geschichten fand ich sie nicht allzu sympathisch. Das tut mir leid, weil man nicht schlecht über Tote reden soll, aber ich möchte auch ehrlich sein. Insbesondere bei der Geschichte rund um das Thema Gluten-Intoleranz fand ich sie stellenweise eher gemein. Ich möchte an dieser Stelle nicht zu viel verraten, aber ich konnte ihre Reaktionen zwar zum Teil verstehen, aber auf der anderen Seite schienen sie mir auch recht übertrieben.Das hat mir gut gefallen: Mir haben zwei Geschichten sehr gut gefallen: Das erste war „Das Gegenteil von Einsamkeit“ selbst. Keine Geschichte, sondern eher eine Rede, aber in meinen Augen wirklich das Beste an diesem Buch. Diese Rede ist wirklich genial gewesen und ich hätte mir so eine schöne, emotionale Rede ebenfalls gewünscht bei meinem Uni-Abschluss. Sie hat alles ausgedrückt, was auch ich damals gefühlt habe und die Worte waren perfekt gewohnt.Die zweite Geschichte, die mir richtig gut gefallen hat, war die U-Boot-Geschichte. Diese fand ich auch echt kreativ und überraschend. Auch die Emotionen der Charaktere konnten mich in dieser Geschichte sehr überzeugen. Sie waren sehr glaubhaft und nachvollziehbar.Das hat mir nicht so gut gefallen: Mir hat die Schreibperspektive einige der Geschichten nicht so gut gefallen. So war ein großer Teil der Geschichten in der „Ich-Form“ geschrieben. Dabei war „ich“ dann teilweise Marina selbst und in anderen Geschichten jemand ganz anderes. Das fand ich ziemlich irritierend, zumal häufig erst sehr spät klar wurde, dass „Ich“ gerade nicht Marina ist. Ich muss auch ehrlich sagen, dass ich in den Geschichten nicht das „Ausnahmetalent“ erkannt habe, das so propagiert wurde. Die Geschichten waren okay. Aber sie waren keineswegs absolut überragend, kreativ, besonders gut recherchiert oder irgendwas in der Art. Fazit: Ich war wahnsinnig neugierig auf die Geschichten dieser „Ausnahmeautorin“. Am Ende war ich wahrscheinlich auch deshalb so enttäuscht, weil ich nach den ganzen Lobpreisungen einfach mehr erwartet hätte. Einige der Geschichten haben mir gut gefallen, andere wiederum nicht so gut. Einzig die Yale-Abschlussrede „Das Gegenteil von Einsamkeit“ konnte mich wirklich überzeugen. Für diese tolle Rede ziehe ich wirklich meinen Hut vor dieser jungen Frau. Für die Gesamtheit der Geschichten kann ich nichtsdestotrotz nur drei Punkte geben.

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  • Das Leben aus Sicht einer jungen Frau

    Fischer Taschenbibliothek / Das Gegenteil von Einsamkeit

    Lucciola

    20. March 2017 um 16:25

    Der Hype um Marina Keegans postum veröffentlichte Kurzgeschichten- und Essaysammlung ist schon etwas her, doch irgendwie habe ich es immer wieder aufgeschoben, es zu lesen. Jetzt habe ich mich aber endlich dazu aufraffen können. Es ist sicherlich kein Buch, welches man in einem Rutsch lesen kann. Da die vielen Kurzgeschichten und Essays unabhängig voneinander sind, wäre ich sonst sehr durcheinander gekommen. Die Geschichten sind so unterschiedlich wie Tag und Nacht. Manche experimentierfreudig, vielfältig, manche alltäglich, andere außergewöhnlich. „Wir haben kein Wort für das Gegenteil von Einsamkeit, aber wenn es eins gäbe, könnte ich sagen, genau das will ich im Leben."S. 27Die Kurzgeschichten sollen zum Nachdenken anregen. Manche schaffen das sehr gut, andere überhaupt nicht. Bei manchen hätte ich gerne gewusst, wie es weitergeht, andere habe ich sofort wieder vergessen oder verdrängt, weil mir die Geschichte zu langweilig oder nichtssagend war oder mir einfach nicht gefallen hat. „Und ich weine, weil alles so schön ist, und so kurz."Der Schreibstil von Marina Keegan ist angenehm zu lesen, sie schreibt sehr klar und eindrücklich. Am Besten gefallen hat mir ihre Abschlussrede, die wirklich Eindruck hinterlassen hat. Bei den meisten anderen Essays, Kurzgeschichten oder Gedichten fehlt mir jedoch das gewisse Etwas. Der letzte Schliff. Schade, dass sie nie die Gelegenheit haben wird, ihr Talent zu erweitern. FazitEine schöne Essay-Sammlung, die sehr gute, aber auch schlechtere Werke enthält. Mir fehlt bei manchen Sachen der Tiefgang, manchmal war mir die Schriftstellerin auch sehr unsympathisch. Andere Werke sind sehr interessant. Ein Werk mit Schwächen, die Marina Keegan im Laufe ihres Lebens sicherlich in den Griff bekommen hätte, wenn ihr die Zeit vergönnt gewesen wäre. http://lucciola-test.blogspot.de/2016/09/books-marina-keegan-das-gegenteil-von.html

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  • Sehr lesenswert

    Fischer Taschenbibliothek / Das Gegenteil von Einsamkeit

    CocuriRuby

    04. March 2017 um 21:22

    Ich fand das Vorwort oder die Vorbemerkung schon sehr gut. Sie hat meine Vorfreude auf die folgenden Geschichten sehr gesteigert und einen kurzen aber prägnanten Eindruck von der Person der Autorin vermittelt. Besonders an der Autorin ist natürlich, dass sie sehr jung war – gerade mit ihr Studium in Yale beendet, als sie bei einem Autounfall starb.   Ich bin ziemlich begeistern von dem Schreibstil der Autorin. Ich würde ihn als klar, aufrichtig, intelligent und gleichzeitig jung und lebendig beschreiben. Er hat eine einnehmende Art an sich, vor allem hat die Autorin ein Talent Situationen, Stimmungen und Momente zu beschreiben. Ich mochte auch die Worte, die die Autorin gewählt hat. Es ist intelligent, aber auch frech geschrieben. Das mochte ich sehr. Wobei ich natürlich die deutsche Übersetzung gelesen habe. Aber in diesem Fall würde es mich wirklich interessieren, wie die Originalworte geklungen haben bzw. welche gewählt wurden. Wie gesagt, fand ich die Übersetzung aber sehr überzeugend. Gerade ein paar der Essays fand ich sehr gut und diese bieten viele Denkanstöße. Ein paar fand ich aber auch nicht gut und unansprechend. Gleiches gilt für die Stories: Natürlich haben mir manche Geschichten besser gefallen als andere, aber jede hatte etwas Besonderes an sich. Bei den Stories geht es im Prinzip immer um (Liebes-)Beziehungen. Aber diese sind klug, fein/subtil und irgendwie anders. In erster Linie sind das nie wünschenswerte oder gesunde Beziehungen – aber vielleicht macht genau das ihr Potential zum darüber Nachdenken aus. Ich möchte euch keinen falschen Eindruck von dem Buch vermitteln – glaubt also bitte nicht, dass das hier eine Kurzgeschichtensammlung von Liebesgeschichten ist, denn das ist es nicht. Die meisten der Geschichten sind auch irgendwie dunkler – es gibt viele Verlust- und auch Todesfälle.  Es ist nicht schwermütig, aber schon dunkler angehaucht. Andere hingegen zeugen von einem gewissen Tatendrang und Optimismus. Bei manchen bin ich mir ihrer Aussage aber nicht ganz sicher oder habe sie möglicherweise auch nicht ganz verstanden. Allerdings sorgte das auch dafür, dass ich nach jeder Geschichte inne gehalten habe und wirklich darüber sinniert habe. Dieses Buch bietet sehr viel Raum für Interpretation.   Fazit Natürlich gab es Texte, die ich besser fand als andere – das ist bei so einer Sammlung von Texten normal. Aber insgesamt war ich wirklich begeistert – vor allem von dem Schreibstil (auch wenn ein wenig mehr Schliff möglich gewesen wäre). Es ist wirklich tragisch, hier ist der literarischen Welt eine vielversprechende Autorin verloren gegangen.

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  • Anders als erwartet, große Schreibkunst, aber etwas hat gefehlt

    Fischer Taschenbibliothek / Das Gegenteil von Einsamkeit

    AnnaBerlin

    21. February 2017 um 07:32

    Inhalt: Marina Keegan starb wenige Tage nach ihrem College-Abschluss bei einem Autounfall. Und doch hinterlässt das Ausnahmetalent brillante Texte voller Lebenslust. Selbstbewusst und authentisch schrieb sie über jene Themen, die viele junge Erwachsene beschäftigt: Liebe, Lust, Eifersucht, Selbstzweifel, Geborgenheit, Ablehnung, Familie und Zukunft. In dem Buch finden sich verschiedene Stories und Essay.     Meinung und Gedanken zum Buch Erster Satz: „Am 10. November 2010 sah ich Marina Keegan zum ersten Mal.“ Der Titel „Das Gegenteil von Einsamkeit“ hat in mir hohe Erwartungen geschürt, da er einfach großartig klang. Hinzu kam der tragische Tod der Autorin, da sie noch so jung war. Diese Mischung waren der Grund für den Wunsch, dieses Buch zu lesen. Und ich kann nicht abstreiten, dass die Autorin Schreiben konnte. Sie hat mit ihren Essays und Geschichten gewiss einen Nerv getroffen und doch hatte ich mehr Bezug zum Titel erwartet. Das Buch war schlicht anders und während der Geschichten wurde ich das Gefühl nicht los, das etwas gefehlt hat. Das Buch wirkte nicht vollständig, nicht rund. Das kann natürlich damit zu tun haben, dass es nur zusammengestellt wurde und es nicht in seiner Gesamtheit das Werk der Autorin war oder aber weil es schlicht noch nicht fertig war. Die Geschichten sind sehr unterschiedlich, einige konnten mich wirklich fesseln, andere haben mich eher verwirrt oder gelangweilt. Die Einblicke in das Leben der Autorin haben zudem dafür gesorgt, dass ich leider das Gefühl hatte, dass diese mir eher unsympathisch ist. Sie ist sehr auf Äußerlichkeiten bedacht und wirkte auf ihre ganz eigene Art sehr unsicher. Nach dem Auslesen des Buches war ich mir schlicht unsicher, was ich eigentlich davon halten soll und wie es mir gefallen hat. Das Können der Autorin ist da und hat mich teilweise stark beeindruckt, keine Frage. Dennoch fehlte mir ein roter Faden und ein Bezug zum Titel, der das ganze rund macht.   Auf den Lesestapel? Ja, das Buch ist auf jeden Fall lesenswert. Bei mir ist es an zu hohen Erwartungen gescheitert, die ich an dem Buch gestellt habe. Ich sehe das Potenzial der Autorin und dennoch hat mir irgendwas gefehlt und mich etwas ratlos zurück gelassen. Ich vergebe 3 Sterne für ein Buch, das gelesen werden kann, das an den euphorischen Klappentext in meinen Augen aber nicht heran reicht.

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    • 6
  • ​Kurzrezension | „Das Gegenteil von Einsamkeit“ von Marina Keegan

    Fischer Taschenbibliothek / Das Gegenteil von Einsamkeit

    JayLaFleur

    12. January 2017 um 22:02

    Inhalt Marina Keegan ist gerade einmal 22 Jahre alt, als sie bei einem Autounfall ums Leben kam. Ihrer Nachwelt hat die junge Studentin aber Kurzgeschichten und Essays hinterlassen. In dem Buch bekommt der Leser insgesamt 22 Werke des Schreibtalents zu lesen. Sie erzählt von Tod, Familie, allgemeine Dinge aus dem täglichen Leben. MeinungSchon alleine das Vorwort von der Professorin, Mentorin und Freundin Anne Fadimann ist sehr ergreifend. „Ergreifend“ ist auch das richtige Wort, um die Werke der Autorin zu beschreiben. Marina Keegan ist in meinen Augen ein außergewöhnliches Talent gewesen. Ihre Short Stories und Essays sind alles, aber nicht langweilig. Fast jede der Geschichten habe ich in mich aufgesogen und sehr genossen. Es gab ein, zwei Ausnahmen, die mir leider nicht so sehr zugesagt haben, da ich einfach nichts mit dem behandelten Thema anfangen konnte. Insgesamt betrachtet sind die Kurzgeschichten und Essays sehr beeindruckend, sehr emotional, sehr tiefgründig und auch sehr lebensbejahend. Marina Keegan hat einen wundervollen Schreibstil mit einer wirklich großartigen Sprache vermengt. FazitSehr berührende Texte über das Leben! Ich vergebe vier von fünf Sternen an „Das Gegenteil von Einsamkeit“. Weitere InformationenOriginaltitel: The Opposite of LonelinessVerlag: FISCHER Taschenbuch (http://www.fischerverlage.de/verlage/fischer_taschenbuch) Seiten: 288Erscheinungsdatum: April 2016Preis: 9,99€TaschenbuchISBN: 978-3-596-03242-6

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  • Hallo Weltall, hier ist meine Visitenkarte

    Fischer Taschenbibliothek / Das Gegenteil von Einsamkeit

    MissSnorkfraeulein

    04. December 2016 um 15:33

    „Ich träume von der Vergangenheit, davon was hätte passieren können oder passieren sollen oder nie passiert ist. Sie träumen von der Zukunft. Sie sind jung, Sam. Im Augenblick ist Ihnen das nicht klar, aber Sie sind sehr jung.“ (S. 96) Wenige Tage nach ihrem Yale-Abschluss starb Marina Keegan mit nur 22 Jahren bei einem Autounfall. Sie war ein Ausnahmetalent, das der Welt brillante Texte voller Lebenslust hinterließ. Selbstbewusst und authentisch schrieb sie über Themen, die sie wie auch viele andere junge Erwachsene beschäftigten: Liebe, Lust, Eifersucht, Selbstzweifel, Geborgenheit, Ablenkung, Familie und Zukunft. Marina Keegans Stories und Essays feiern den Moment, begeistern durch ihre Hoffnung, sind rhythmisch und klangvoll, melancholisch und geistreich. Dieses Buch ist ein buntes Sammelsurium an Stories und Essays, die sich in ihrer Thematik voneinander unterscheiden, aber auch eine Gemeinsamkeit haben: sie bringen einen zum nachdenken und genau das ist es, worauf Marina Keegans Texte abzielen. Sie lassen uns innehalten, unruhig werden, Fragen stellen und inspirieren uns vielleicht sogar dazu die Welt nicht nur oberflächlich zu betrachten, sondern als einen Ort, wo Menschen lieben, zerbrechen und Träume haben. Und am Ende? Läuft das Leben anders, als wie in unserer Vorstellung ausgemalt. Wichtig dabei ist, dass wir uns vergegenwärtigen, dass es nie zu spät ist etwas zu ändern. „[…] wenn wir aufgeben und ausgehen, schleicht sich so ein Gefühl in unser kollektives Bewusstsein, dass es irgendwie zu spät ist. Dass uns andere irgendwie voraus sind. Vollkommener, spezialisierter sind. Mehr auf dem Weg, irgendwie die Welt zu retten, etwas zu schaffen, zu erfinden oder zu verbessern. Dass es schon zu spät ist, noch mal ganz von vorne anzufangen […]. Wir dürfen nicht vergessen, dass uns immer noch alles offensteht. Wir können es uns anders überlegen.“ (S. 29 f.) Das paradoxe daran: mir ging genau dieser Gedanke durch den Kopf, als ich die ersten Seiten dieses Buches gelesen habe. Marina Keegan erschien mir als wäre sie mir voraus, sie die Vollkommene, die auf dem Weg ist die Welt alleine mit ihren Worten zu verbessern. Und ja, sie hat recht. Wir sehen andere Personen (ob in den Medien oder in unserem unmittelbaren Umfeld) und fragen uns, warum schaffen sie es so AKTIV zu sein? Am Ende ist es doch ein ewiger, nie endender Kreislauf. Denn auch diese Personen haben jenen Gedankengang. Wir sollten unsere Zeit nicht damit vergeuden darüber nachzudenken „wie es sein könnte“ oder „was andere haben“. Wir sollten uns Ziele setzten und unseren Vorbildern folgen – etwas zu tun. Und nicht stehenbleiben und andere dabei beobachten, wie sie laufen und laufen und laufen, sondern selbst dort vorne sein. Und haben wir dass getan, dann können wir später auf unser Leben blicken und Stolz sein, als trübselig über unsere vergeudete Zeit zu trauern. Aber kommen wir von der Grundessenz zum Aufbau des Buches. Es besteht aus drei Teilen… Zu Anfang gibt es eine bündige Einleitung von Anne Fadiman, die einst Marina Keegans Dozentin in Yale war. Sie gewährt uns eine Einblick in ihre Erinnerungen an Marina, wie sie war, was sie wollte und was sie antrieb. Man darf Marina und ihren Charakter durch die Augen einer anderen Person kennenlernen und bekommt dadurch vielleicht auch einen andere Blick auf die nachstehenden Texte. Es folgt ihre Abschlussrede von Yale, die den Titel „Das Gegenteil von Einsamkeit“ trägt und im Titel des Buches aufgegriffen wurde. Sie erinnert den ein oder anderen sicherlich an manch einen amerikanischen Film, wenn am Ende die obligatorische Rede gehalten wird und die Absolventenkappen durch die Luft fliegen… „Bewegen wir etwas in der Welt.“ (S. 31) Umso trauriger liest sich natürlich dieser Text, mit dem Blick auf das Schicksal der Rednerin, die kaum Zeit hatte, etwas in der Welt zu bewegen. Aber mit diesem Buch hat sie (wie von ihr gewünscht) ihre Fußabdrücke hinterlassen. Es folgen insgesamt 9 Stories mit unterschiedlichen Themen: Kalte Idylle. Diese Kurzgeschichte hat mir am Besten gefallen. Sie handelt von einer jungen Studentin, die über den Tod ihres Kommilitonen trauert. Sie haben sich gemocht, doch dass was zwischen ihnen war, wagten sie noch nicht zu bezeichnen. Hier geht es um Schmerz, Trauer, Wut und ein Tagebuch, welches die Wahrheit offenbart. Man leidet mit Claire und wird von dem eindringlichen melodischen Schreibstil vereinnahmt. Hier wird nichts romantisiert oder beschönigt. Winterferien. Eine Studentin ist frisch und glücklich verliebt. Sie genießt die gemeinsame Zeit mit ihrem Freund, doch sieht gleichzeitig auch den Verfall ihrer Familie beobachtet, verdrängt und sieht dennoch in welches Unglück sich Liebe verrennen kann. Vorlesen. Diese Stories hat mich kurzzeitig an „Der Vorleser“ von Bernhard Schlink erinnert. Eine ältere Frau, die in ihrer Ehe unglücklich ist, liest einem blinden jungen Mann vor und entdeckt dabei ihre Lust und Leidenschaft wieder. Diese Kurzgeschichte hat mir weniger gut gefallen, vielleicht weil sie in einem starken Kontrast zu den zwei vorherigen Stories steht. Die Naive. Ein Paar, welche sich aufgrund der Ferne auseinandergelebt hat. Stoisch, frustriertes Verhalten führt zu einer Abneigung und ein Spiel offenbart eine Lüge und den wahren Charakter der Person, die man dachte zu kennen. Auch diese Geschichte hat mir gut gefallen, auch wenn das Ende bei mir Fragen aufgeworfen hat. Des Weiteren gibt es eine Kurzgeschichte, die allein aus E-Mails aufgebaut ist und ein aktuelles Thema aufgreift. Auch eine weihnachtliche Kurzgeschichte ist vorhanden. Marina Keegan schafft es die Gefühle ihrer Charaktere auf den Leser zu übertragen und das ist wirklich eine Kunst. Schließlich sind die Geschichten immer nur wenige Seiten lang. Ich war beim lesen traurig, müde, frustriert, verwirrt und berührt. Zwar hat mich nicht jede der Stories zu 100% überzeugen können, aber ich wurde gut unterhalten und wenn man die Einleitung im Hinterkopf behält, weiß man, dass die Autorin selbst sicherlich noch den ein oder anderen Satz verändert hätte… Zuletzt folgen 8 Essays, die von … der Liebe zum ersten Auto (super unterhaltsam und amüsant zu lesen!), gestrandete Wale und unsere Empfindungen dabei, Glutenunverträglichkeit und daraus resultierenden Einschränkungen, unserer Erde, Planeten und der Raumfahrt, einem Kammerjäger den die Gesellschaft braucht, aber meidet, die vermehrten Anwerbung von Studenten in den Consulting- und Finanzsektor, dem Fremdsein in der Ferne, der Sehnsucht danach, seine Fußspuren zu hinterlassen … handeln. Man kann dieses Buch häppchenweise genießen oder (wie ich) an nur einem Tag verschlingen. Mir hat diese Sammlung von unterschiedlichen Texten gut gefallen und ich habe mich machmal in meinen „Kreatives Schreiben“-Kurs an der Uni zurückversetzt gefühlt. Natürlich kann nicht jede Store überzeugen, denn die Autorin war noch jung, stand am Anfang ihrer literarischen Karriere. Doch ihre eindringliche Erzählerstimme und die dadurch entstehenden Bilder haben mich von Anfang an erreicht und das gesamte Buch hat mich auch zum nachdenken gebracht.

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    • 2
  • Das Gegenteil von Einsamkeit

    Fischer Taschenbibliothek / Das Gegenteil von Einsamkeit

    elodie_k

    28. November 2016 um 09:51

    "Wir haben kein Wort für das Gegenteil für Einsamkeit, aber wenn es eins gäbe, könnte ich sagen, genau das will ich im Leben." Mit diesem Satz beginnt die erste Kurzgeschichte von Marina Keegan in dem Werk "Das Gegenteil der Einsamkeit". Lauter Storys und Essays, bei denen man bemerkt, wie wahr sie sind, mit wieviel Gefühl und Gedanken sie geschrieben wurden! Von einer jungen wahnsinnig talentierten Frau, die der uns Tod viel zu früh genommen hat! Die Werke die uns die faszinierend selbstkritisch und zielstrebige Marina hinterliess, sind jedoch lesenswert, für jeden in jeder Situation!Es gibt keine Story, von der ich sagen könnte, die hat mir am besten gefallen. Sie sind alle unglaublich ausgefeilt und die Wortwahl ist überlegt und bewusst zusammengewürfelt. In jeder Geschichte konnte ich einen Vergleich mit einer Lebenssituation von mir anstellen und dadurch fühlte ich mich verstanden. Marina Keegan war eine Studentin, die nicht nur Talent hatte sondern auch Ehrgeiz und Disziplin!

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    • 2
  • Ein brillantes Buch: Man muss sich Zeit nehmen, um es verstehen zu können.

    Fischer Taschenbibliothek / Das Gegenteil von Einsamkeit

    Miriam-Anna

    18. October 2016 um 16:56

    So, bei diesem Buch muss ich das wohl mal ganz anders machen als sonst… Meine „Bewertungskategorien“ wie Titel, Story usw. lasse ich diesmal ganz weg. Ich denke, jeder, der Das Gegenteil von Einsamkeit bereits gelesen hat, kann meine Überlegung nachvollziehen. Trotzdem versuche ich nun, meine Eindrücke ein bisschen als Bewertung zu beschreiben. Als ich die Titelstory (Das Gegenteil von Einsamkeit ist ein Aufsatz, den Marina Keegan für ihren Abschluss schrieb) das erste Mal las, dachte ich: Ok. Ganz nett, aber den Hype kann ich nicht verstehen. Da ich mir dann aber sagte, dass so viele Menschen nicht falsch liegen können mit der Ansicht, dass Marina eine brillante Schriftstellerin war, las ich den Aufsatz ein zweites Mal. Diesmal versuchte ich, dem Sinn auf die Schliche zu kommen, der hinter ihm stand. Es gelang mir, denke ich. So ähnlich hat es sich teilweise auch bei den anderen Storys und Essays verhalten. Manche berührten mich bereits beim ersten Lesen, andere fand ich erstmal ganz unterhaltsam. Ich denke, man muss sich für jeden einzelnen Abschnitt Zeit nehmen, um über das Geschriebene nachdenken zu können. Und dann gibt auch alles einen Sinn. Ich habe mir immer wieder beim Lesen gewünscht, so mit Worten umgehen zu können, wie Marina es konnte. Und in allem einen Sinn zu sehen wie sie. Was ich allerdings sehr, sehr schade finde, ist, dass Marinas Tod teilweise so in den Vordergrund gedrängt wird. Auch ich persönlich hätte von dem Buch wahrscheinlich keine Notiz genommen, vielleicht wäre es auch gar nie veröffentlicht worden ohne ihren Tod. Keine Frage, Marina war ein wahres Talent, aber ich bezweifle, dass ich, würde sie noch leben, jemals etwas von ihr gehört geschweige denn gelesen hätte. Eine willkommene Werbung, scheint mir… Ok, ohne meinen kleinen Kritikpunkt zu beachten, Das Gegenteil von Einsamkeit ist ein wahres Meisterwerk und ich empfehle es wirklich jedem weiter! Aber wie gesagt: Man muss sich Zeit nehmen, um dieses Buch verstehen zu können.

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  • Unweigerlich aufkommende Melancholie

    Fischer Taschenbibliothek / Das Gegenteil von Einsamkeit

    MariePoulain

    16. October 2016 um 17:11

    Marina Keegan vermag mit ihren Worten etwas, das andere junge Autorinnen nicht vermögen: zu berühren. Ihre Auswahl an Themen, ihre Ausdrucksweise und der sich immer wieder ändernde Blickwinkel, macht dieses Buch zu einer wahren Achterbahnfahrt. Durchaus handelt es sich hier um Geschichten und Essays, die Potential in vielerlei Hinsicht aufweisen, die anregen und verstimmen, die man belächelt oder beweint. Dennoch denke ich, dass Keegan (und so wird es sowohl im Vor- als auch Nachwort immer wieder angedeutet) nicht mit dem Gesamteindruck zufrieden wäre. Ich verglich das Lesen des Buches mit einer Achterbahnfahrt und denke, dass die ein oder andere Geschichte hätte ausgelassen werden können (ich denke da vor allem an die U-Boot Geschichte). Die Farbenvielfalt der Ausdrucksweise, gepaart mit der unweigerlich aufkommenden Melancholie über den frühen Tod einer unbekannten Schriftstellerin jedoch, hat ein schönes Buch geschaffen. 

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    • 2
  • Inspirationsquelle (vor allem) für junge Menschen

    Fischer Taschenbibliothek / Das Gegenteil von Einsamkeit

    Weltensucher

    03. October 2016 um 19:49

    „Wir haben kein Wort für das Gegenteil von Einsamkeit, aber wenn es eins gäbe, könnte ich sagen, genau das will ich im Leben." „Das Gegenteil von Einsamkeit“ ist eine Sammlung von Stories und Essays von Marina Keegan. Der frühe Tod der jungen Autorin bewegte die hinterbliebenen Eltern in Zusammenarbeit mit ihrer ehemaligen Professorin zur Publikation einiger ausgewählter Werke. Marina Keegan war Autorin und Journalistin, Schauspielerin und frische Absolventin des Yale–Colleges, als sie nur fünf Tage nach der Abschlussfeier zusammen mit ihrem Freund auf dem Heimweg zu ihren Eltern in einen Autounfall mit tödlichem Ausgang verwickelt war – im Alter von nur 21 Jahren. Zeit ihres Lebens begeistert vom Schreiben, hinterließ sie ein umfangreiches Werk an schriftstellerischer Leistung, von der in diesem Buch neun Stories, acht Essays und ihre berühmte Abschlussrede „Das Gegenteil von Einsamkeit“ vorliegen. Aufgrund der besonderen Umstände und Hintergründe, die hinter diesem Buch liegen, würde ich hier gerne zunächst auf die Bewertung des reinen Inhalt des Buches und im Folgenden auf die eher subjektivere und sehr persönliche, vom tragischen Tod der Autorin beeinflusste Meinung eingehen. Den Stories und Essays vorangestellt ist die titelgebende Abschlussrede – aus meiner Sicht das stärkste Stück des Buches, was für einen noch höheren Effekt eigentlich an das Ende gehören sollte. Es geht um die Gemeinschaft der jungen Generation, um den einigende Willen, etwas in der Welt zu bewegen, um den Appell, dies auch zu tun. In der Rede steckt viel Aussagekraft, und besonders mich, als Siebzehnjährige, hat sie sehr berührt und auch zum Nachdenken gebracht. Dabei steckt sowohl Humor als auch Ernst, aber vor allem viel Persönlichkeit und Leidenschaft hinter ihren Worten, ihre eigene Meinung wird sehr deutlich und selbstbewusst zum Ausdruck gebracht und auch rebelliert sie gerne gegen gesellschaftliche Normen und Erwartungen. Ein Beispiel: „Wir dürfen nicht vergessen, dass uns immer noch alles offensteht. Wir können es uns anders überlegen. Von vorn anfangen. […] Die Vorstellung, dass es für etwas zu spät ist, erscheint mir komisch. Zum Totlachen.“ Vor allem aber zeigt sich in Marina Keegans Rede ihre Liebe und Begeisterung zum Leben und zu der Gemeinschaft, das Gegenteil von Einsamkeit eben. „Verliebt, beeindruckt, demütig, ängstlich.“ Auf die darauffolgenden Stories, also Kurzgeschichten, möchte ich hier nicht einzeln eingehen – im Gesamten sind sie für mich der schwächste Teil des Buches, da mir oft mehr Aussagekraft, Pointen und Handfestigkeit fehlte. Vielleicht ist mir aber auch nur der Sinn dahinter entgangen. Sie handeln oft vom Studentenleben und Liebesbeziehungen, aber auch vom Tod und Altern. Vor allem die junge Perspektive Keegans ist erkenbar und somit umso ehrlicher. Die Essays, also realitätsnahe und persönliche Erzählungen, haben mir hingegen wieder besser gefallen. Die Aussage war mir dabei nämlich immer klar, die Gedanken von Marina Keegan waren sehr ehrlich und die kleinen Einblicke in ihr Leben sehr interessant, manchmal witzig, manchmal nachdenklich stimmend. Meine sehr persönliche Meinung von dem Buch ist natürlich vom Tod der Autorin beeinflusst. Dieses Buch baut auf ihrem Schicksal auf, weshalb beispielsweise auch durch die Einleitung der Professorin von Marina Keegan oder auch durch den Dank der Eltern viel mehr über die Autorin als Person preisgegeben wird als sonst üblich. In ihren Charakterbeschreibungen konnte ich Marina ein wenig kennenlernen (auch über Youtube, in weiterer Recherche) und ihre Persönlichkeit somit mit dem Buchinhalt stärker verbinden. Ich bin siebzehn und versuche mich selbst im Schreiben, deshalb orientiere ich mich ein wenig an Marina Keegan, nehme sie mir sogar zum Vorbild – das mag hochstilisiert sein, ist aber der Effekt, wenn man sich mit einer ähnlich jungen, tragisch gestorbenen Autorin und ihrem alles in allem nicht perfekten, aber inspirierendem Werk beschäftigt.

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  • Besondere Zeilen einer besonderen Autorin

    Fischer Taschenbibliothek / Das Gegenteil von Einsamkeit

    Leseblume13

    24. July 2016 um 16:24

    Wunderbar vielschichtig, tiefgründig und inspirierend ist dieses Buch. Zu Unrecht befürchtete die Autorin der Texte, nie etwas Bleibendes bis zu ihrem Tod zu schaffen, der leider viel zu früh kam. Und so bleiben leider viel zu wenig Zeilen von ihr. Ein besonderes Werk!

  • Für jeden was dabei!

    Fischer Taschenbibliothek / Das Gegenteil von Einsamkeit

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. July 2016 um 13:47

    Zum Buch Das Buch "Das Gegenteil von Einsamkeit" beinhaltet eine Sammlung von Werken der verstorbenen Studentin Marina Keegan und erschien 2015 im Fischer-Verlag. Auf dem Cover selbst ist die Autorin abgebildet. Durch die Farben wirkt das Cover sehr lebensfroh, was eine der Eigenschaften von Marina Keegan gewesen sein soll. Persönliche Stellungnahme Erhalten habe ich das Buch beim Lovelybooks Lesertreff auf der Leipziger Buchmesse - vielen Dank dafür! Das Vorwort des Buches liest sich sehr schön und wirkt wie ein Nachruf auf die junge Studentin, die zu früh an den Folgen eines Autounfalls starb. Man erfährt viel über ihre persönlichen Eigenschaften, ihre Ziele und Werte und was ihr wichtig war. Auch über ihr Hadern mit ihren schriftstellerischen Talenten wird berichtet. Die anschließende Sammlung an Kurzgeschichten und Essays zu bewerten, fällt mir persönlich sehr schwer, da jedes einzelne literarische Werk für sich steht. Viele Werke handeln von der Liebe, dennoch denke ich, dass für jeden Leser ein Thema dabei ist. Die Autorin schreibt dabei stets verständlich und flüssig und beendet ihre Kurzgeschichten mit einem Cliffhanger. Nicht nur wegen des Inhalts, sondern auch wegen der äußeren Umstände ist das Buch etwas Besonderes. Marinas Professorin, Freunde und Eltern haben alles dafür getan, dass ihre Geschichten nach ihrem Tod veröffentlicht werden. Es ist eine Geste, die berührt, da Marina so nicht nur ihren Nächsten in Erinnerung bleibt, sondern auch die Herzen vieler Leser berührt - was ihr sicher gefallen hätte. Fazit Schönes Buch mit besonderen äußeren Umständen, in dem für jeden was dabei ist!

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