Marina Lewycka Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch

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Inhaltsangabe zu „Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch“ von Marina Lewycka

Der Bestseller endlich auch in großer SchriftAls Nadias verwitweter Vater ihr mitteilt, dass er wieder heiraten will, löst er eine gewaltige Familienkrise aus. Die Angebetete ist eine üppige Blondine aus der Ukraine mit einer Vorliebe für grüne Satinunterwäsche und Fertiggerichte. Sonst nicht gerade ein Herz und eine Seele, sind sich Nadia und ihre Schwester hier sofort einig: Ihr Vater muss aus den Klauen der Glücksritterin gerettet werden! Doch auch der alte Mann arbeitet zielstrebig an der Erfüllung seiner Träume ...

Kann man lesen, muss man aber nicht.

— EFST79

Witzig. Der Alptraum jeder Tochter.

— LeBoudoir

Tolle Familiengeschichte bei der man jede Menge über die Ukraine und den Traktor lernt.

— lesefreude_book

Eine interessante Familien-Geschichte mit einigem Stoff zum Nachdenken. Skurril, melancholisch, chaotisch und doch anrührend.

— Moosbeere

Das ist bei Weitem eines der schlechtesten Bücher, das ich je gelesen habe. Eine Papier- und Zeitverschwendung.

— Psychodelia

Irgendwie ein deprimierendes Buch und so gar nicht das, was ich erwartet hatte.

— milasun

..irgendwie seltsames Buch, dass mir seinen Sinn nicht so recht darbringt..

— kiss16

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  • Kurze Geschichte des Traktors auf ukrainisch

    Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch

    lesefreude_book

    10. September 2015 um 16:21

    Zwei Jahre nach dem Tod ihrer Mutter, gibt Nadias Vater bekannt, dass er wieder heiraten will. Die junge Ukrainerin Valentina soll die glückliche Braut werden. Nadia ahnt sofort, dass es der hübschen Ukrainerin nicht um Liebe geht und sie sich ein besseres Leben an der Seite ihres Vaters erhofft. Doch die schreckliche Geschichte hat auch ihre guten Seiten. Nadia spricht das erste Mal seit dem Tod ihrer Mutter wieder mit ihrer Schwester. Gemeinsam wollen sie die Hochzeit verhindern und ihren Vater schützen. Dabei gibt es allerdings einiges aufzuarbeiten. Die Geschichte wird aus Sicht von Nadia erzählt. Neben den zu erwartenden Problemen mit Valentina ist das Buch allerdings viel mehr als ein amüsanter Roman. Geschickt wird immer wieder von der Geschichte der Ukraine erzählt und politische Themen werden in einer sehr angenehmen Form angesprochen. Abgerundet wird das ganze durch den Wunsch des Vaters ein Buch über „Die Geschichte des Traktors auf ukrainisch“ zu schreiben. Dabei bekommt der Leser immer wieder Auszüge aus dem Buch zu lesen. Anfänglich war ich etwas skeptisch. Doch es stellte sich heraus, dass die Abschnitte ungeheuer interessant und informativ waren. Letzen Endes ist mir die ganze Geschichte rund um die junge Valentina, die sich den über 80-jährigen Vater krallen möchte, doch etwas zu plakativ. Viele Dinge waren vorhersehbar. Am Ende wird dann für meinen Geschmack doch etwas zu dick aufgetragen und es kommt einfach wahnsinnig viel zusammen. Fazit: Ein wirklich sehr amüsanter Roman, bei dem man ganz unbewusst jede Menge über die ukrainische Geschichte, ihre Politik sowie die Geschichte des Traktors lernen kann. Kein Wunder also, dass das Buch bereits in 29 Sprachen übersetzt wurde.

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  • Keine Liebesgeschichte

    Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch

    ioreth

    18. June 2015 um 22:26

    Die Geschichte dieses Buches ist ein wenig verworren, denn Rückblicke und Gegenwart mischen sich und die Erzählerin Nadesha weiß als jüngste Tochter selbst bei weitem nicht alles über ihre Familiengeschichte. Zu Beginn des Buches erfährt sie mit Entsetzen von den Plänen ihres kürzlich verwitweten Vaters wieder zu heiraten und zwar eine viel jüngere Frau. Valentina stammt ebenso wie Nadeshas eigene Familie aus der Ukraine und braucht eine Aufenthaltsgenehmigung, daher die Hochzeitspläne. Der Vater hat die Vorstellung Valentina, die Altenpflegerin ist, würde sich in seinen letzten Jahren um ihn und den Haushalt kümmern, dafür würde er ihr den Aufenthalt in Großbritannien sichern. Nadesha ist misstrauisch, ihre Schwester, mit der sie seit dem Tod der Mutter wegen der Erbschaft zerstritten ist, sogar noch mehr. Und es stellt sich heraus dass sie recht haben, denn Valentina ist mehr als anspruchsvoll und droht den Vater finanziell, körperlich und geistig zu ruinieren. Neben dem Kampf gegen die ungeliebte Stiefmutter wird die Geschichte der Flucht der Familie aus der Ukraine im 2. Weltkrieg erzählt und die Geschichte des Traktors, die eine Leidenschaft des Vaters ist und deshalb von ihm niedergeschrieben wird. Bei aller Tragik gleitet das Buch nicht wirklich in Klischees ab, auch weil Nadesha eigentlich durchaus für die Aufnahme von Migranten ist und Verständnis für die schwierige Lage von Frauen wie Valentina aufbringt (nur nicht wenn sie ihren Vater ausnehmen). Der Erzählstil ist angenehm und immer wieder tauchen durchaus humorvolle Stellen auf die die düstere Geschichte ein wenig auflockern. Nur der Vater selbst bleibt leider ein wenig zweidimensional als leicht verwirrter Alter. Insgesamt ein durchaus lesenswertes Buch.

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  • Ukrainer in England

    Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch

    Duffy

    16. November 2014 um 10:38

    Nadias Vater ist verliebt. Nicht schlimm, doch er ist über 80 und sie etwa 45 Jahre jünger. Aus der Ukraine, und da liegt ja der Verdacht nahe, dass da jemand Geld will, bzw. einen Pass. Und wenn man dann noch mit "Atombrüsten" bewaffnet ist, die einen älteren Herren glatt um den Verstand bringen, dann ist sogar noch eine Hochzeit drin. Genau das passiert, sehr zum Leidwesen der beiden Töchter, die sich über dieses Ereignis nicht nur aufregen, denn Papas Neue ist ein "Flittchen" und zudem noch "Schlampe" und lügt, das sich die Balken biegen, sondern sie selbst kommen sich nach jahrelangem Kleinkrieg wieder näher in der Bemühung, die neue Mutti wieder loszuwerden. Mit Ihrem Debüt, das in England ein großer Erfolg wurde, legt Marina Lewycka, selbst ukrainischer Abstammung, ein zwiespältiges Buch vor. Der Titel lässt ein Migrantenbuch mit den üblichen Klamauk vermuten, doch wer hier Humoristisches erwartet, liegt falsch. Die Autorin packt eine Menge hinein: Migrantenschicksal, Klischees, Familienstreitigkeiten, ständige Rückblicke auf familiäre Schicksale während des Krieges, ganz nebenbei verarbeitet sie auch noch die Industriegeschichte am Beispiel der Traktorenentwicklung, die dem Buch den irreführenden Titel gibt. Das ist jede Menge Stoff, der zwar logisch und plausibel in die Handlung eingearbeitet wird, das Ganze aber dennoch überlädt und so manchen Spannungsbogen ärgerlich unterbricht. Lewyckas Stil ist flüssig, verständlich und leicht, sodass zumindest das Lesen eine angenehme Sache ist. Der Eindruck, dass das Werk etwas überladen ist, hält bis zum Schluss und das Ende ist irgendwie absehbar, auch wenn man für die Protagonisten froh ist, dass es so endet. Einen anderen Schluss hätte dieses Buch auch nicht vertragen.

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  • Hörrunde zu "Tage wie Salz und Zucker" von Shari Shattuck

    Tage wie Salz und Zucker (DAISY Edition)

    Jules1988

    Dieses Hörbuch ist für alle, die je das Gefühl hatten, nicht zu zählen. Shari Shattuck hat mit "Tage wie Salz und Zucker" ein gefühlvolles, mitreißendes Buch über eine Frau geschrieben, die man nicht so schnell vergisst, und eine Freundschaft, die Leben verändert. Hier könnt ihr diesen wundervollen Roman als Hörbuch für die Hörrunde gewinnen! Mehr zum Inhalt: Ellen ist für alle Welt unsichtbar, und das ist ihr ganz recht so. Sie versteckt sich hinter zu vielen Kilos, putzt nachts in einem Kaufhaus. Minutiös notiert sie, was sie vom Leben ihrer Mitmenschen beobachtet. Bis Ellen eines Tages im Bus eine junge Frau trifft: Temerity ist blind, sprüht vor Lebensfreude und hat keinerlei Berührungsängste – und als einzige kann sie Ellen »sehen«. Die folgt ihr fasziniert und rettet sie prompt vor zwei Handtaschendieben. Fortan ist für Ellen nichts mehr, wie es war. Zusammen mit Temerity fängt sie an, sich einzumischen – immer da, wo jemand sich nicht wehren kann oder wo Unrecht geschieht. Sehr schnell wirbeln die beiden neuen Freundinnen jede Menge Staub auf … Hier geht's zur Hörprobe! Mehr zur Autorin: Shari Shattuck, geboren 1960 in Atlanta, begann ihre Karriere als Model und Schauspielerin schon mit 16. Sie spielte in über 200 Filmen, Theaterstücken und Fernsehserien mit und hat mehrere Krimis geschrieben. Sie lebt mit ihrem Mann und zwei Töchtern in Kalifornien. Mit ihren Büchern will sie vermitteln, dass man Menschen nicht nach ihrem Äußeren bewerten sollte. Mehr zur Sprecherin: Muriel Baumeister steht seit ihrem 16. Lebensjahr vor der Kamera und hat sich seitdem als eine der beliebtesten Schauspielerin im deutschsprachigen Fernsehen etabliert. Sie war zum Beispiel im Kinofilm Knockin’ on Heavens’s Door zu sehen. Gemeinsam mit dem Argon Verlag vergeben wir 25 Hörbücher von "Tage wie Salz und Zucker" für eine Hörrunde. Wenn ihr Lust habt mitzuhören und ihr euch bewerben möchtet, beantwortet einfach folgende Frage*: Was macht für euch einen Menschen sichtbar und wertvoll? *Im Gewinnfall verpflichtet ihr euch zur zeitnahen Teilnahme am Austausch in allen Hörabschnitten und dem Schreiben einer abschließenden Rezension.

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    • 422
  • Etwas schräg, aber liebenswert...

    Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch

    WildRose

    22. June 2014 um 10:14

    Nach "Caravan" war "Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch" mein zweites Buch der Autorin Marina Lewycka. Von "Caravan" war ich recht angetan, und auch dieser Roman hier bescherte mir einige schöne und verngügliche Lesestunden. Lewyckas schräger Stil für Humor gefällt mir insgesamt sehr gut und verleiht ihren Büchern etwas Erfrischendes und Liebenswertes. Obwohl dieses Buch mir ganz gut gefiel und ich es für einen guten Roman für lange Sommertage halte, kann ich jedoch nur drei Sterne vergeben. Die Thematik allein ist nämlich doch ein wenig zu dürftig, um von einem Meisterwerk sprechen zu können. Der Schreibstil Lewyckas macht dies zwar auf angenehme Weise wieder wett, aber dennoch bleibt dieser kurzweilige Roman nicht allzu lange im Gedächtnis.

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  • Rezension zu "Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch"

    Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch

    littleowl

    16. June 2014 um 15:13

    Als Nadia erfährt, dass ihr Vater die junge Ukrainerin Valentina heiraten will, ist sie entsetzt. In ihrer Verzweiflung rauft sie sich mit ihrer älteren Schwester Vera zusammen, mit der sie seit 2 Jahren nicht mehr gesprochen hat. Die beiden tun alles, um ihren Vater von seinen Plänen abzubringen, doch trotz ihrer Bemühungen wird Valentina seine Ehefrau und bestätigt bald die schlimmsten Erwartungen der Schwestern. Wie viele bin ich zuerst durch den Titel auf den Roman aufmerksam geworden und hatte erwartet, eine vor allem lustige Geschichte zu bekommen. Tatsächlich musste ich beim Lesen ein paar Mal lachen, aber lange nicht so oft, wie ich gedacht hatte. Ich konnte mich zwar gut in Nadia hineinversetzen, doch mit ihrer hysterischen Art ging sie mir irgendwann ziemlich auf die Nerven. Valentina ist ein Klischee auf zwei Beinen, in jeder Hinsicht. Da die Autorin selbst ukrainische Wurzeln hat, ist das wohl Absicht. Außerdem ist es so politisch unkorrekt, dass es mir schon fast wieder gefallen hat. Erfrischend ist auch, dass uns das typische "wir haben uns alle lieb und die Stiefmutter ist doch ganz nett" - Ende erspart bleibt. Für Nadias Vater hatte ich leider fast kein Mitleid übrig, dafür war er mir einfach zu unsymphatisch. Bei so viel Unselbstständigkeit und Naivität fühle ich eher mit Nadia mit, die ihn ständig retten muss, weil er nicht alleine klarkommt. Die Familiengeschichte wird ein bisschen wirr erzählt, mit vielen Zeitsprüngen und unterschiedlichen Versionen, aber der historische Hintergrund ist interessant. Überraschenderweise sind auch die Passagen über die Geschichte des Traktors nicht langweilig, sondern eine Bereicherung. Insgesamt ein eher mittelmäßiger Roman. Wer vor allem zum Lachen gebracht werden will, wird enttäuscht sein. Aber wenn man sich für ukrainische Geschichte interessiert, dann gibt es hier viel zu lernen.

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  • Rezension zu "Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch" von Marina Lewycka

    Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch

    awogfli

    Ein gutes ukrainisch dramatisches Familienepos, in dem wirklich fast alle handelnden Personen derartig unsympatisch, gierig, kriminell, verschlagen, streitsüchtig, gewalttätig.... sind und sich auch für unseren Kulturkreis sehr "osteuopäisch" also kaum nachvollziehbar verhalten. Warum ich dennoch nur 3 Sterne gebe ist ganz leicht erklärt. Erstens werden in der Geschichte derart platt typische flache Klischees über den habgierigen Osteurpäer bedient, dass es wirklich so unrealistisch ist, bis es wehtut. Zweitens wird im Klappentext ein Feuerwerk von Humor und Satire herbeigetrommelt, das ich beim besten Willen nicht finden konnte. "Wie eine flauschige Rosa Granate schoss sie in unser Leben..... und trat unseren Familiengespenstern kräftig in den Hintern" Falsche Versprechungen hasse ich wie die Pest und es macht mich wütend, wenn der Klappentext mehr Humor enthält als der eigentliche Roman. Drittens wird beim Finale der Story, als die Klischees aufgelöst und sich die handelnden Personen mit ihren Hintergründen zu menschlicheren Wesen entwickeln, auch nicht die versprochene spritzig-ironische Geschichte geliefert. Alles in allem eine wirklich gute Familiengeschichte, die anfänglich total überzeichnet und einfach wesentlich mehr verspricht, als sie liefern kann. Wenn sie von der Ankündigung etwas bescheidener und leiser dahergekommen wäre, und nicht so viele Erwartungen bzgl. Humor geweckt hätte - vielleicht hätte ich dann sogar zu 4 Sternen tendiert, denn ich mag multikulti Familiendramen sehr. Fazit: Nicht schlecht - aber auch nicht grossartig!

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    • 4
  • Rezension zu "Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch" von Marina Lewycka

    Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch

    freudenschrei

    01. March 2013 um 10:01

    schönes Buch zum "Abschalten" - sehr lustig, manchmal etwas übertrieben, zwischendurch kann man etwas über die Technik des Traktors lernen (wen es interssiert)

  • Rezension zu "Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch" von Marina Lewycka

    Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch

    MandyMatz

    17. October 2012 um 21:11

    Ich weiß nicht so recht, was ich von dem Buch halten soll. Ich bin, glaube ich, mit den falschen Erwartungen rangegangen. Als ich es bekam, wurde mir gesagt, es sei ein lustiges Buch, aber irgendwie war es das nicht, weswegen es meine Erwartungen natürlich nicht erfüllen konnte. Die auf dem Klappentext kurz umrissene Geschichte habe ich nur als Möglichkeit wahrgenommen, sowohl etwas über die Geschichte des Traktors als auch über die Geschichte einer ukrainischen Einwandererfamilie zu erzählen. Die Geschehnisse um des Vaters Heiratspläne sind natürlich nur auf den ersten Blick oberflächlich und schmückendes Beiwerk, trotzdem vermochte mich dieser Teil weder zu überzeugen, noch zu fesseln. Einerseits konnte ich mit dem alten Mann mitfühlen, der sich sehnlichst jemanden zum Liebhaben wüsncht und einfach mal, salopp gesagt, seine Triebe ausleben will und es ist herzerweichend, wie er immer wieder "rückfällig" wird, aber das Ende ist vorhersehbar und das Gegeängel der Schwestern irgendwann nervig. Da die Entwicklung des Traktors in den historischen Kontext eingeordnet wurde und keine bloße Aufzählung technischer Details war, fand ich sie sehr interessant, genauso wie die Geschichte der Familie, wie sich die Eltern kennenlernen, was mit ihnen geschieht, wie sie nach England kommen und sich dort durchschlagen. Insgesamt also 3 Punkte für die interessanten geschichtlichen Zusammenhänge und die, soweit ich es beurteilen kann, realistischen Schilderungen über eine ukrainische Einwanderfamilie.

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  • Rezension zu "Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch" von Marina Lewycka

    Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch

    Saari

    Die Vorrezensenten bemängelten an Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch unter anderem, der Roman sei langweilig. Ich frage mich ernsthaft, ob wir das gleiche Buch gelesen haben. Langeweile kommt angesichts der skurrilen, immer wieder Wendungen bereithaltenden Geschichte wohl selten auf. Des Weiteren heißt es, der Roman sei voller Klischees und Stereotypen. Dem muss ich entgegenhalten, dass ich zum einen der Meinung bin, dass es viele Menschen und Situationen gibt, die gängige Klischees verkörpern und auch widerspiegeln - und somit quasi als Ausnahme die Regel bestätigen. Zum anderen habe ich es so empfunden, dass die Autorin auch damit spielt und kokettiert. Wie man am Namen erkennen kann, ist Marina Lewycka ukrainischer Abstammung und sie weiß damit sehr wohl, wovon sie schreibt. Die Charaktere ihres Romans sind natürlich abgedreht und überzeichnet, aber trotzdem immer liebenswürdig und mehr als menschlich, niemals einseitig und blass. Mir hat die Lektüre gut gefallen, v.a. auch, weil es der Autorin wunderbar gelingt, Humor und Wortwitz mit leisen und ernsten Tönen zu vermischen. 4 von 5 Sternen!

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    • 3
  • Rezension zu "Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch" von Marina Lewycka

    Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch

    sabatayn76

    'Vielleicht gibt es wirklich Dinge, die man besser nicht wissen sollte, weil man dieses Wissen nie wieder rückgängig machen kann.' Inhalt: Der Vater der Ich-Erzählerin Nadeshda verliebt sich zwei Jahre nach dem Tod seiner Frau in die 48 Jahre jüngere Valentina aus der Ukraine (woher er ursprünglich auch stammt). Nadeshda und ihre ältere Schwester Vera, die seit zwei Jahren keinen Kontakt mehr miteinander haben, sind sich sicher, dass sie es mit einer Betrügerin zu tun haben, die dem alten Mann das letzte Geld aus der Tasche ziehen will und sie um ihr Erbe bringen wird. Doch alle Versuche, den Vater von der bösen Gesinnung der Ukrainerin zu überzeugen, schlagen fehl, der Vater und Valentina heiraten und Valentina nimmt Haus und Hof in Beschlag. Mein Eindruck: Ich hatte vor der Lektüre ein unterhaltsames und witziges Buch erwartet, und schon auf den ersten Seiten fiel mir die bisweilen umgangssprachliche und flapsige Sprache (vorerst negativ) auf. Bald wurde jedoch klar, dass das Buch weitaus tiefsinniger ist, als ich dies angenommen hatte. Neben der (zugegebenermaßen amüsanten) Geschichte um die stereotype Ukrainerin, die völlig überzogen und karikaturistisch charakterisiert wurde, erzählt der Vater die Geschichte seines Landes, von den dramatischen Auswirkungen der Diktatur Stalins auf das Leben der Ukrainer, von den Folgen der Industrialisierung auf das Leben der Landbevölkerung, von Armut und Hunger, vom Altern und von Sehnsüchten. Die Personen sind dabei sehr plastisch beschrieben, die gesamte Geschichte ist unterhaltsam und strotzt bisweilen vor Sprachwitz und Boshaftigkeit. Mein Resümee: Wer ein ebenso amüsantes wie tiefsinniges und nachdenklich machendes Buch sucht, der ist hier richtig.

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    • 2
  • Rezension zu "Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch" von Marina Lewycka

    Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch

    DerFundraiser

    11. February 2012 um 19:19

    Schrill, locker gelesen, unterhaltsam.

  • Rezension zu "Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch" von Marina Lewycka

    Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch

    Myobi

    02. October 2011 um 21:38

    Ich verstehe nicht, was an diesem Buch so toll sein soll, dass es als Bestseller verkauft wird. Die Charaktäre sind zu einseitig und zu linear gezeichnet. Sind profillos und zum Teil auch dumm. Die Dialoge, die zwischen den zwei Schwestern stattfinden sind nervig. Die Geschichte baut auf den typischen Klischees auf, die sich dann durch das gesamte Buch ziehen. Ein alter 80 jähriger Mann, der sich nach dem Tod seiner Frau zu einer vollbusigen Ukrainerin von 35 Jahren hingezogen fühlt und diese schließlich ehelicht. Aufgrund seiner Geilheit nimmt er dabei sogar in Kauf von ihr misshandelt zu werden, hauptsache ihre üppige Oberweite ist und bleibt in seiner Nähe. Sie, Valentina, ist nur auf sein Vermögen, das der Alte gar nicht besitzt, aus. Diese Konstellation bringt die beiden Schwestern, die seitdem sie denken können verfeindet sind, auf den Plan. Diese schließen sich zusammen und versuchen die Heirat zu verhindern. Hinzu kommt noch ein Familiengeheimnis. Welch eine Dramatik, welch ein Festschmaus. Aber nichts da, die Geschichte plätschert nur so vor sich hin. Die Versuche, die die beiden Schwestern unternehmen, um die beiden auseinanderzubringen, sind von Anfang an zum Scheitern verurteilt. Hinzu kommt auch noch noch diese "Geschichte des Traktors auf Ukrainisch" an der sich der liebe notgeile, alte Vater versucht. Aus der immer wieder einige Passagen zitiert werden. Welchen Zweck erfüllt den diese Geschichte in der eigentlichen Rahmenerzählung? Vielleicht sehe ich den Zusammenhang zwischen beiden nicht. Was hat denn die Geschichte des Traktors mit der eigentlichen Romanhandlung zu tun. Es gibt natürlich eine Botschaft, die die Geschichte des Traktors verfolgt. Aber wie passt sie zu der eigentlichen Handlung. Das erschließt sich mir leider nicht. Kurz und bündig: Das Buch (auch als Taschenbuch gekauft) ist sein Geld einfach nicht wert. Verschwendete Zeit (da ich während des Lesens dieses Buches hätte ein anderes lesen können) und verschwendete Mühe.

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  • Rezension zu "Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch" von Marina Lewycka

    Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch

    Maus71

    07. August 2011 um 19:41

    Club-Ausgabe, anderes Cover

  • Rezension zu "Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch" von Marina Lewycka

    Kurze Geschichte des Traktors auf Ukrainisch

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    21. February 2011 um 11:07

    Wenn der über achzig Jahre alte, seit zwei Jahren verwitwete, Vater plötzlich mit der Neuigkeit rausplatzt, dass er eine 36-jährige Ukrainerin heiraten werde, bringt das nicht nur das Leben der etwa gleich alten Tochter durcheinander, sondern auch die beiden Töchter endlich dazu, wieder einmal miteinander zu reden, um dieses in ihren Augen irre Vorhaben zu verhindern. Dabei findet Vera auch gleich Zugang zu ihrer eigenen Geschichte, die bis anhin weitgehend im Dunkeln gehalten wurde, von ihrer 10 Jahre älteren Schwester, der verstorbenen Mutter und ihrem heiratswilligen Vater. Einziger Kritikpunkt: ein bisschen unmotiviert schreibt der Vater ein Buch, aus dem hin und wieder zitiert wird. Es trägt den Titel 'Kurze Geschichte des Traktors auf ukrainisch'! Ansonsten aber eine anrührende Geschichte, zwischenzeitlich auch sehr spannend und sehr einfühlsam geschrieben. Eine wunderbare Stelle ist, als Vera, die in die 68er-Bewegung und den Höhepunkt der Feminismus-Bewegung hinein geraten ist, für sich denkt, dass der Feminismus sie gelehrt habe, alle Frauen als Schwestern zu sehen, einzig ihrer tatsächlichen Schwester wurde dieses Recht während ihres langjährigen Streites vorenthalten.

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