Lubetkins Erbe oder Von einem, der nicht auszog

von Marina Lewycka 
3,8 Sterne bei11 Bewertungen
Lubetkins Erbe oder Von einem, der nicht auszog
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Eine gesunde Mischung aus brüllend komisch und sozialkritischen Hintergrund.

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Was sich wie ein lustiger Roman anhört entpuppt sich als eine Sozialstudie mit humorigem Ton.

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Inhaltsangabe zu "Lubetkins Erbe oder Von einem, der nicht auszog"

Nachbarn kommen und gehen. Mr. Sidebottom bleibt.
Berthold Sidebottom, Anfang fünfzig, arbeitsloser Schauspieler, lebt mit seiner Mutter Lily in einer Sozialwohnung in London. Als Lily unerwartet stirbt, droht ihm die Kündigung. Was tun? Berthold bittet Lilys Bettnachbarin im Krankenhaus, vorübergehend bei ihm einzuziehen und die Rolle seiner Mutter zu spielen. Die alte Dame willigt erfreut ein – doch Inna ist Ukrainerin, spricht nur rudimentäres Englisch und verliert die komplexen Details des Wohnungskomplotts allzu leicht aus dem Blick.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783423261609
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:448 Seiten
Verlag:dtv Verlagsgesellschaft
Erscheinungsdatum:10.11.2017

Rezensionen und Bewertungen

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    Morgensonnevor 4 Monaten
    Kurzmeinung: Eine gesunde Mischung aus brüllend komisch und sozialkritischen Hintergrund.
    Wunderbarer Humor ohne platt zu sein.

    Ein arbeitsloser Schauspieler lädt im Krankenhaus die Bettnachbarin seiner soeben verstorbenen Mutter ein, bei ihm zu einzuziehen, da er befürchtet, das Wohnrecht in einer Londoner Sozialwohnung zu verlieren. Diese wird von ihm geschult, sich vor Behörden nicht zu verquatschten, was sich mangels Sprachverständnis, sie stammt aus der Ukraine, leider nicht vermeiden lässt.
    Und dann sind da noch die Nachbarn, jeder hat sein Scherflein zu tragen. Bedingt durch ein drohender Neubau im Kirschbaumhain vor dem Wohnblock, schien doch etwas wie Solidarität zu entstehen. Aber nicht jeder ist das, was er zu sein schien ...

    So originell wie der Titel des Buches, so ist auch die Schreibe von Marina Lewycka. Lustig, zum Teil brüllend komisch, aber nie platt. Die Sozialkritik an den Methoden der englischen Behörden Im Umgang mit den Bewohnern klingt wohltuend immer wieder durch.
    Einfach klasse!

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    zauberblumes avatar
    zauberblumevor 8 Monaten
    Eine wunderbare Unterhaltungslektüre

    "Lubetkins Erbe oder von Einem, der nicht auszog" aus für mich der erste Roman, den ich von der britischen Autorin Marina Lewycka gelesen habe. Die Autorin hat mit ihrem ersten Roman ein Weltbestseller gelandet und auch einige Nachfolgeromane standen auf den Bestsellerlisten. In Lubetikns Erbe entführt sie uns nach London und hier dürfen wir unseren Protagonistin Berhold Sidebottom kennenlernen.

    Seit einigen Jahren  lebt der schiedene Berthold Sidebottom wieder bei seiner Mutter Lily in einer Sozialwohnung in London. Er ist Anfang fünzig und ein arbeitsloser Schauspieler. Eigentlich ist er zufrieden. Doch dann stirbt seine 82jährige Mutter völlig überraschend. Zurück bleiben Berthold und ein Papagei. Berthold ist ratslos. Was soll er tun, um die Wohnung nicht zu verlieren. Er bittet die Bettnachbarin seiner Mutter bei ihm einzuziehen und die Rolle seiner Mutter zu spielen. Ina, die alte Dame ist begeistert. Doch sie ist Ukrainerin und spricht ein rudimentäres Englisch. Und so geht einiges drunter und drüber .......

    Die Geschichte hat mich begeistert. Der Schreibstil der Autorin ist sehr unterhaltsam und man kann ab und an ein Grinsen nicht verkneifen. Wir lernen die unterschiedlichsten Bewohner des Londoner Hochhauses kennen. Es sind wirklich eine Anzahl skuriler, aber auch liebenswerter Charktere, die von der Autorin wunderbar beschrieben werden. Ich kann mir von jedem einzelnen ein genaues Bild machen. Und dann ist da noch die Vermögensberaterin Violet, die wir auch eine Weile durch ihr Leben begleiten dürfen. Und dies ist äußerst interessant. Und dann ist da noch die Dame von Wohnungsamt, die Berthold ganz schön in Bedrängnis bringt. Es wird also beim Lesen nie langweilig.

    Für mich ist dieses Buch ein absolutes Wohlfühlbuch für unterhaltsame und interessante Lesestunden. Das Cover finde ich klasse. Gerne vergebe ich 5 Sterne und freue mich auf die nächste Geschichte der Autorin.

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    JeeJees avatar
    JeeJeevor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Was sich wie ein lustiger Roman anhört entpuppt sich als eine Sozialstudie mit humorigem Ton.
    Wer ist eigentlich dieser Lubetkin und was gilt es zu Erben ?


    "Lubetkins Erbe - oder von einem, der nicht auszog" hört sich im ersten Moment einfach nur wie ein witziger Titel an.
    Dazu betitelt die "Times" das Buch mit "Die reine Freude". 
    Der Daily Express schreibt "Man muss laut lachen beim Lesen".

    Aber um was geht es ?
    Es geht um Berthold Sidebottom. Er ist Anfang fünfzig, arbeitsloser Schauspieler und lebt mit seiner Mutter in einer Sozialwohnung in London. Seine Mutter stirbt unerwartet und Berthold hat nun ein Problem : Ihm droht die Kündigung der Wohnung. Um das zu verhindern zieht Inna, die ukrainische Bettnachbarin der Mutter im Krankenhaus, bei ihm ein und gibt sich nun als seine Mutter aus. Man kann sich vorstellen was dabei nur rumkommen kann - und man kann verstehen was die "Times" oder die "Daily Express" meinen könnten. Dementsprechend erwartete ich eher kurzweilige, lustige Unterhaltung mit vielen Lachern.
    Das bekam ich so aber nicht wirklich.

    Ja, das Buch ist zeitweise witzig, aber viel mehr geht es um den sozialen Wohnungsbau und was davon eben nicht mehr übrig geblieben ist. Es geht um Korruption. Es geht um Einsamkeit. Es geht um das Ganze soziale System - und wie es eben inzwischen alles andere als noch sozial ist. Das Ganze kann gar nicht wirklich witzig rüber kommen, aber Marina Lewycka versucht das alles mit einer Leichtigkeit zu erzählen. 

    Leider wurde ich mit der Hauptperson Berthold Sidebottom einfach nicht wirklich warm. Auch die anderen Personen wirkten auf mich, aus verschiedensten Gründen, eher unsympathisch. So hatte ich die ganze Zeit das Gefühl nicht in der Geschichte anzukommen.
    Trotzdem ist es ein gut gemachtes Buch wenn man leichte Kost erwartet - obwohl es dann doch keine wirklich leichte Kost beinhaltet.


    Wer Lubetkin nun ist ? Buch lesen ! ;-)

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    twentytwos avatar
    twentytwovor 9 Monaten
    Kurzmeinung: Unterhaltsam und kurzweilig vor ernstem Hintergrund.
    Lubetkins Erbe

    Berthold Sidebottom ist zwar kein Muttersöhnchen, trotzdem zieht er notgedrungen nach seiner gescheiterten Ehe wieder zu seiner Mutter. Die Wohngemeinschaft funktioniert mehr oder weniger gut, bis Liliy vollkommen unerwartet das zeitliche segnet – natürlich nicht ohne vorher noch ein ausgeklügeltes Arrangement eingefädelt zu haben. Berthold reagiert genau so wie seine Mutter es vorhergesehen hat und ihr Plan scheint zunächst tatsächlich aufzugehen. Doch dann entwickelt sich alles ganz anders und die befürchtete Katastrophe scheint unabwendbar auf ihn zuzukommen.

    Fazit
    Eine schräg unterhaltsame Story mit skurrilen Charakteren, die sowohl für reichlich Situationskomik als auch für neue Denkanstösse sorgen.

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    KirstenWilczeks avatar
    KirstenWilczekvor 8 Monaten
    Kurzmeinung: Lewycka gelingt es Sozialkritisches mit einer unterhaltsamen Geschichte zu verbinden. Ihre Charaktere, die sie behutsam zeichnet, verfangen.
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    IrisBuechers avatar
    IrisBuechervor 10 Monaten
    Kurzmeinung: Leicht skurrile Geschichte des britischen sozialen Wohnungsbaus unter Berücksichtigung der multikulturellen Vielfalt in London vorm Brexit
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    schoensas avatar
    schoensavor einem Monat
    K
    KENAvor 2 Monaten
    Flufs avatar
    Flufvor 2 Monaten
    Buchlieses avatar
    Buchliesevor 9 Monaten

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