Marina Lewycka The Lubetkin Legacy

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Inhaltsangabe zu „The Lubetkin Legacy“ von Marina Lewycka

North London in the twenty-first century: a place where a son will swiftly adopt an old lady and take her home from hospital to impersonate his dear departed mother, rather than lose the council flat.

A time of golden job opportunities, though you might have to dress up as a coffee bean or work as an intern at an undertaker or put up with champagne and posh French dinners while your boss hits on you.

A place rich in language - whether it's Romanian, Ukrainian, Russian, Swahili or buxom housing officers talking managementese.

A place where husbands go absent without leave and councillors sacrifice cherry orchards at the altar of new builds.

Gut geschrieben mit trockenem Humor und durchaus kritisch-informativ zu aktuellen UK-Problemen – aber der Funke sprang nicht über

— StefanieFreigericht

Lustig, aber verwirrend

— Helentonia

Eine verworrene Geschichte

— KerstinMC

Leider nicht nach meinem Geschmack, zu viele Handlungsstränge, die am Schluss keine richtige Intention erkennen lassen...

— mona_lisas_laecheln

Ein kurzweiliges Buch, deren Autorin es schafft, verschiedene Kulturen und ihr nebeneinander gut darzustellen.

— umbrella

It's a difficult book to read without a leading plot, but still contains a lot of humour, love and sad life stories.

— elif1907

A fabulous book about human relationships and life with its ups and downs

— Alais

Trotz humorvollen Stellen eher zäh zu lesen, Handlung geht im Laufe des Buches verloren.

— TheRedRidingHood

Für alle, die den britischen Humor schätzen. Ansonsten zwischendurch sehr zäh zu lesen.

— Selin89

Leider kein Potential länger im Gedächtnis zu bleiben

— genihaku

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  • Gut geschrieben und durchaus kritisch zu aktuellen Problemen – aber der Funke sprang nicht über

    The Lubetkin Legacy

    StefanieFreigericht

    03. January 2017 um 20:49

    Was soll ich zu diesem Buch sagen? Ich weiß nicht einmal genau, was für eine Geschichte ich hier gelesen habe. Liebesgeschichte, Sozialkritik, Tragikomödie? Von allem etwas. Die Hauptperson ist sicher Berthold “Bertie” Sidebottom – in “seinen” Kapiteln spricht er als Ich-Erzähler zum Leser – im Gegensatz zu den Kapiteln über seine Nachbarin Violet, von der man in der dritten Person liest und mit einem geringeren Seitenumfang. Beide wohnen in einer Wohnanlage, die ursprünglich als sozialer Wohnkomplex gebaut wurde – Bertie lebt nach einem persönlichen Schicksalsschlag mit darauf folgendem Nervenzusammenbruch als meist arbeitsloser Schauspieler mit in der Wohnung seiner Mutter, Violet lebt allein nebenan nur zum Übergang, für den neuen Job, nach dem College und nach einer Trennung, als Tochter eines Arztes und einer Krankenschwester. Beider Leben kreuzen sich, weitere Mitbewohner und ihre Schicksale spielen eine Rolle, ebenso verschiedene Mitarbeiter diverser Behörden wie Arbeitsvermittlung, Stadtplaner oder die Kontrollinstanzen, die dafür sorgen sollen, dass Sozialwohnungen mit einer entsprechenden Anzahl an Schlafräumen nur von einer entsprechenden Anzahl von Mietern bewohnt werden – sonst droht eine Art “Strafgebühr”. Genau hier beginnt das Problem von Bertie: als seine Mutter plötzlich stirbt, hat er für sich allein dummerweise genau ZWEI Schlafzimmer. Das Buch von Autorin Marina Lewycka eignet sich hervorragend für eine Vokabularerweiterung und leichte Recherche über entsprechende britische Pendants zu den deutschen Themen um “Hartz IV” und Co – als Geschichte war mir das zu unentschieden trotz leicht-lockerem Schreibstil. Ich mochte, wie niemand im Buch, auch nicht die Nebenfiguren, von der Autorin als “Loser” dargestellt wurde, obwohl wirklich keiner von ihnen eine feste Buchung auf der Sonnenseite des Lebens hat (außer vielleicht Lily auf der “sunny side” – oder den gefiederten Freunden?). Mir gefielen zwar die leise Melancholie und der trockene, teils derbere Humor (da fällt schon einmal die falsche Leiche aus dem garantiert ökologischen Pappsarg), aber ich habe tatsächlich mehrere Anläufe zur Beendigung des Buches gebraucht, weil der Funke immer nur kurzzeitig überspringen wollte (immer, wenn ich gerade begann, einen roten Faden zu sehen, wechselte mit dem nächsten Kapitel die Sicht von Bertie zu Violet oder umgekehrt, und ich war dadurch irgendwie “raus”). Und zu den reinen Äußerlichkeiten: Ich bin generell KEIN Cover – Fan – aber das von diesem Buch zeigt eindeutig, dass sich da jemand mit dem Buch auseinander gesetzt hat: Kirschblüten, eine einbeinige Taube, ein Papagei – und der ganze Wohnkomplex mit einer netten Schleife versehen. Mich stört auch ein wenig die doch sehr große Schrift, das nur am Rande.

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  • Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017

    Warum Lesen glücklich macht

    GrOtEsQuE

    Punkte-Challenge zum SUB-Abbau 2017 Achtung - es handelt sich nicht um eine Leserunde sondern eine Challenge zum SUB-Abbau!!! Es werden keine Bücher verlost. Ich habe es nur als Leserunde erstellt, damit das Ganze etwas übersichtlicher wird.Ich möchte mich 2017 mehr dem SUB-Abbau widmen, daher habe ich mir überlegt eine Challenge zu erstellen. Die Regeln möchte ich so einfach wie möglich halten - es soll ja auch Spaß machen und nicht in Stress ausarten.Es wird jeden Monat ein anderes Motto geben. Für die zum Monatsmotto passenden Bücher, gibt es jeweils einen Extrapunkt. Das Monatsmotto werde ich immer Ende des Vormonats im entsprechenden Unterthema bekannt geben. Den Extrapunkt kann man mehrmals im Monat sammeln, wenn man genügend passende Bücher für das Motto hat.Jeder der mitmachen möchte, postet bitte im Unterthema Sammelbeiträge seinen Sammelbeitrag. Ich werde dann jeden Monat hier im Startbeitrag die Punkte aktualisieren. Bei den einzelnen Sammelbeiträgen ist mir eigentlich nur wichtig, dass in der ersten Zeile die Gesamtpunktzahl steht, ansonsten kann jeder seinen Beitrag so gestalten wie er möchte - entweder nur die Punkte aufschreiben oder auch das gelesene Buch benennen.Man kann jederzeit noch einsteigen - einfach einen Sammelbeitrag posten und los gehts!!! Rezensionen sind keine Pflicht. Es gelten alle Bücher, die in 2017 beendet werden, man kann also ruhig auch die in 2016 angefangen erst in 2017 beenden. Die Punkteverteilung sieht wie folgt aus: Für jedes gelesene Buch gibt es einen Punkt. Für jedes gelesene Buch, was vor 2017 auf dem SUB gelandet ist, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 400 Seiten hat, gibt es einen Extrapunkt. Für jedes gelesene Buch, was mehr als 600 Seiten hat, gibt es zwei Extrapunkte. Für jedes gelesene Buch, was zum Monatsmotto passt, gibt es einen Extrapunkt. Für Comics und Mangas werden nur die Hälfte der Punkte vergeben. Hörbucher zählen auch. Bei den Extrapunkten für die Seiten einfach an dem "echten" Buch orientieren. Wenn es sich um die gekürzte Fassung des Hörbuchs handelt, dann ein dreiviertel der Seiten. (Also mal angenommen das Buch hat 400 Seiten und du hast die gekürzte Fassung des Hörbuchs, zählt es nur für 300 Seiten, also kein Extrapunkt.) Bereits früher gelesene Bücher zählen auch, aber hier gibt es den vor-2017-auf-dem-SUB-gelandet-Punkt nicht, da die Bücher ja nicht mehr zum SUB gehören. Im besten Fall kann man also 5 Punkte pro Buch erhalten. Wer noch Fragen hat, kann sie im Unterthema für Fragen stellen. Nun hoffe ich auf eine rege Teilnahme und wünsch uns schon mal viel Spaß :-) Teilnehmer --- Gesamtpunktzahl --- zuletzt aktualisiert 06.01.2018: _Jassi                                           ---  77 Punkte AmberStClair                             ---   69 Punkte (Gesamtpunkte angeben) Arachn0phobiA                         ---   294 Punkte Astell                                           ---    20 Punkte BeeLu                                         ---   92 Punkte Bellis-Perennis                          ---  893 Punkte Beust                                          ---   424 Punkte Bibliomania                               ---   285 Punkte Buecherkaetzchen                   ---   48 Punkte Buchgespenst                         ---  515 Punkte ChattysBuecherblog                --- 316 Punkte Buchperlenblog (CherryGraphics)  ---   192 Punkte Code-between-lines                ---  199 Punkte DieBerta                                    ---   88  Punkteeilatan123                                 ---   96 Punkte Eldfaxi                                       ---   52 Punkte Farbwirbel                                ---   46 Punkte fasersprosse                            ---    35 PunkteFrau-Aragorn                           ---   343 Punkte Frenx51                                     ---  127 Punkte glanzente                                  ---   104 Punkte GrOtEsQuE                               ---   94 Punkte hannelore259                          ---   78 Punkte hannipalanni                           ---   207,5 Punkte Hortensia13                             ---   199 Punkte Igelchen                                    ---   26 Punkte Igelmanu66                              ---  222 Punkte janaka                                       ---   118 Punkte Janina84                                   ---    109 Punkte jasaju2012                               ---   20 Punkte jenvo82                                    ---   153 Punkte 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  • Leben in einem Londoner Wohnkomplex

    The Lubetkin Legacy

    conneling

    10. July 2016 um 23:12

    Berthold Sidebottom lebt zusammen mit seiner Mutter Lily in einer Wohnung eines großen Wohnkomplexes in London. Er hat keine Karriere, seine Ehe ist zerbrochen und plötzlich stirbt überraschend Lily. Er weiß sich nicht anders zu helfen und bittet eine andere ältere Frau, Inna, die mit seiner Mutter im gleichen Zimmer im Krankenhaus war, seine Mutter zu mimen, und bei ihm zu wohnen damit er nicht aus der Wohnung ausziehen muss. In der Nachbarwohnung ist Violet eingezogen, die sieben Studenten sind weg, und sie gefällt ihm gut. Doch Violet muss sich erst mal in ihrem neuen Job zurecht finden, sie ist sich nicht sicher damit das Richtige zu tun, außerdem möchte sie die Kirschbäume des Lubetkin Komplexes erhalten. Marina Lewycka erzählt leicht und flüssig vom Leben rund um das Lubetkin Gebäude in seiner ganzen Vielfalt. Sie beschreibt die Charaktere sehr treffend und auch die Umgebung ist klar dargestellt, man hört Flossie brabbeln, die Mitbewohner tratschen und die Kirschbäume im Wind rauschen. Die Kleinigkeiten, die das Leben ausmachen spielen ebenso eine Rolle wie auch Gefühle. Ich mag ihre Art zu schreiben und auch Ihre Darstellung des täglichen Lebens, denn manchmal ist es eben so wie es ist. Bertie hat zum Glück am Ende sein privates Glück gefunden, er tat mir ja schon fast leid, wie er ohne Karriere und eigene Familie bei seiner Mutter wohnt. Violet hingegen ist jung und voller Energie die Welt zu verändern. Mir hat die Lektüre von "The Lubetkin Legacy" gut gefallen, leicht und locker zu lesen mit Witz und Humor geschrieben aus dem täglichen Londoner Leben im Lubetkin Haus.

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  • Leserunde zu "The Lubetkin Legacy" von Marina Lewycka

    The Lubetkin Legacy

    PenguinRandomHouseUK

    Liebe Leser,Endlich ist der Frühling (oder Sommer?) da und passend dazu gibt es von uns The Lubetkin Legacy von Marina Lewycka mit blumigen Cover.DAS BUCHNorth London in the twenty-first century: a place where a son will swiftly adopt an old lady and take her home from hospital to impersonate his dear departed mother, rather than lose the council flat.A time of golden job opportunities, though you might have to dress up as a coffee bean or work as an intern at an undertaker or put up with champagne and posh French dinners while your boss hits on you.A place rich in language - whether it's Romanian, Ukrainian, Russian, Swahili or buxom housing officers talking managementese.A place where husbands go absent without leave and councillors sacrifice cherry orchards at the altar of new builds.DIE AUTORINMarina Lewycka's first novel, A Short History of Tractors in Ukrainian, has sold more than a million copies in the UK alone and was shortlisted for the Orange Prize, longlisted for the Man Booker and won the Bollinger Everyman Prize for Comic Fiction and the Waverton Good Read Award. Her other novels are Two Caravans, We Are All Made of Glue and Various Pets Alive and Dead. Marina Lewycka lives in Sheffield.HIER GEHT ES ZUR LESEPROBEIch verlose wieder 25 Exemplare und der Lostopf wird entscheiden. Viel Erfolg und liebe Grüße,Svenja

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  • Berthold und Violet suchen ihr Glück im London des 21. Jahrhunderts

    The Lubetkin Legacy

    Helentonia

    14. June 2016 um 17:28

    Bevor Bertholds Mutter stirbt, gibt sie Berthold einen letzten Rat mit auf den Weg: "Don't let them get the flat!" Denn wie auch die neu zugezogene Violet lebt Berthold in einem von Lubetkin entworfenen Wohnkomplex, das sich sowohl im Titel, als auch zentral auf dem Cover wiederfindet. Richtung Ende hin spielt es aber leider und unerwarteter Weise eine immer geringere Rolle. Gerade am ersten Teil des Buches mochte ich die Darstellung der Leben von den Protagonisten Berthold und Violet, die mit Humor, aber nicht zu klischeehaft war. Leider wurde ich mit Berthold bis zum Ende nicht wirklich warm, Violet war mir viel verständlicher und sympathischer.Die ständigen Sichtwechsel sind zwar amüsant, verwirren aber auch, weil ich bis zum Ende keinen roten Faden finden konnte und auch nach dem Lesen nicht sagen kann, was mir dieses Buch für ein Bild vom Leben vermitteln wollte. Nervend fand ich zudem auch die wiederholte Darstellung der gleichen Situation, die durch die Sichtwechsel leider manchmal erfolgte. Trotz einigen skurillen, wirklich lustigen Szenen konnte mich das Buch daher nicht begeistern, ich gebe ihm 3 von 5 Sternen.

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  • Durchwachsen, aber durchaus lesenswert

    The Lubetkin Legacy

    Siris27

    14. June 2016 um 16:41

    Ich muss ehrlich zugeben, die erste Hälfte des Buches hat mir richtig gut gefallen. Der Humor ist auch für Leute, die nicht englische Muttersprachler sind, gut verständlich und für die meisten wahrscheinlich auch lustig. Doch irgendwie konnte der Schreibstil, möge er noch so gut sein, den mäßigen Verlauf der  Handlung nicht rechtfertigen. Zwar bleibt es hier und da lustig, doch so richtig spannend wurde es für mich irgendwie nicht.Lewycka schafft es, soziale Umstände mit Humor und Witz zu beschreiben, ohne das Ganze ins Lächerliche zu ziehen. Deshalb dafür ein großes Kompliment von mir.Fazit:Handlung ist eher durchwachse, man sollte sich das Buch aus anderen Gründen kaufen.Schreibstil grandios, zumindest meine Meinung als Deutsch-Sprachler.Wer überlegt, das Buch zu kaufen, sollte es nur aus folgenden Gründen:-Englischkenntnisse auffrischen -und das mit einem tollen Schreibstil-gelungener Umgang von sozialen Umständen mit Humor.4/5 Sterne von mir.

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  • Berthold und Violet

    The Lubetkin Legacy

    KerstinMC

    11. June 2016 um 18:04

    Das Cover ist sehr farbenfroh gestaltet. Ein Mix aus weißen und rosanen Blumen ist im Hintergrund zusehen. Mittig ist ein Hochhaus platziert, das als Geschenk verpackt ist. Im Hochhaus können wir zwei Silhouetten erkennen. Vermutlich sind das Berthold und Violet. Eine Taube und ein Papagei vollenden das bunte Werk. Wenn man das Buch in die Hand nimmt, hat man auch noch ein haptisches Erlebnis und kann Titel und Autor erfühlen. Für mich ist das Cover zu überladen und in einer Buchhandlung wäre ich vermutlich vorbeigegangen. Aber hier für die Leserunde war für mich die englische Sprache der Anreiz zum mitmachen.Dem Buch "The Lubetkin Legacy" fehlt nach meiner Meinung nach eine Geschichte. Es sind zwei Handlungsstränge um Berthold und Violet, die krampfhaft etwas miteinander zu tun haben. Aber so richtig passt es nicht. Situationen, in denen sich die zwei Hauptakteure begegnen werden oft zum Teil identisch aus beiden Sichtweisen erzählt, was ich sehr störend und überflüssig finde.Mich konnte das Buch leider in keiner Weise ansprechen. Das einzig gute war meine Auffrischung der englischen Sprache. Ich habe es genossen, mal wieder englisch zu lesen und auf englisch zu denken. Das kommt in letzter Zeit viel zu kurz.

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  • Leider nicht nach meinem Geschmack

    The Lubetkin Legacy

    mona_lisas_laecheln

    11. June 2016 um 08:57

    "The Lubetkin Legacy" von Marina Lewycka dreht sich rum um einen von Lubetkin entworfenen Wohnkomplex. Berthold's Mutter stirbt unerwartet und Berthold fürchtet, das Wohnrecht für das gemeinsame Appartment zu verlieren. Kurzerhand lädt er Inna, die im gleichen Krankenhauszimmer wie seine Mutter untergebracht war, ein, zu ihm zu ziehen. Sie soll seine Mutter spielen, damit er in der Wohnung bleiben kann...das führt natürlich zu allerlei Verwirrungen bei den skurrilen Bewohnern des Hauses. Die neue Nachbarin Violet, für die Berthold insgeheim schwärmt, startet außerdem einen Aufruhr unter den Bewohnern, um die Kirschbäume im Vorgarten vor der anstehenden Fällung zu schützen... Mit dem Buch konnte ich leider nicht allzu viel anfangen, es war nicht so wirklich nach meinem Geschmack. Der Einstieg in die Lektüre gestaltete sich zäh und hätte ich es nicht im Rahmen einer Leserunde gelesen, hätte ich es wahrscheinlich ziemlich schnell wieder weggelegt. Das Buch hat zwei Ich-Erzähler, einmal Berthold, einmal Violet. Mit Berthold konnte ich leider absolut nichts anfangen, er war mir total unsympathisch, wirkte wirklich ein bisschen komisch auf mich und schien zu Beginn auch nichts hinzubekommen, bis sich sein Blatt langsam wendete. Violet's Teil der Erzählung hat mir da schon besser gefallen, leider war ihr Erzählanteil im Vergleich zu Berthold ziemlich kurz gehalten - und schien teilweise auch nicht wirklich in die Geschichte zu passen, die beiden Erzählungen hätten viel mehr zwei einzelne Bücher hergegeben. Demnach entstand bei mir als Leser auch der Eindruck, dass zu viele Handlungsstränge eröffnet wurden, die dann gegen Ende noch schnell irgendwie in ein einigermaßen passendes Happy-End gepackt werden mussten. Die Intention hinter der Geschichte ist mir leider nach wie vor nicht ganz klar. Der Schreibstil gestaltete sich locker-flockig mit trockenem, britischen Humor durchzogen. Am Anfang fand ich das schwer zu lesen, da sehr detailreich erzählt wird, gegen Ende konnte man sich jedoch gut in den Schreibstil einfügen. Alles in allem war die Geschichte leider einfach nicht so meins, hat aber durchaus Potential.  

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  • Kurzweilig und kulturell

    The Lubetkin Legacy

    umbrella

    10. June 2016 um 16:13

    Inhalt"Dont let them get the flat". Das war der Satz, mit dem sich Lily Lukashenko von ihrem Sohn verabschiedete. Die Flat, das war eine Wohnung in London, die eigentlich viel zu groß für Berthold war, weshalb sie ihm auch abgenommen werden sollte. Damit die Flat nicht verlorengeht, trifft Berthold Sidebottom die überaus voreilige Entscheidung Inna Alfandari bei sich mit aufzunehmen. Mit dabei als Nachbarin: Die dunkelhäutige, gutaussehende Violet. Aber Berthold als deklarierter "Homosexy" will ja nichts von ihr. Oder doch? Gespickt von lustigen Szenen und Stolperfallen wird ein multikulturelles Leben in London gezeigt.Zur AutorinMarina Lewycka (* 1946 in Kiel) ist eine britische Schriftstellerin ukrainischer Abstammung. Lewycka kam nach dem Zweiten Weltkrieg in einem Flüchtlingslager in Kiel zur Welt. Ihr Vater Petro Lewyckyj (1912–2008) war Ingenieur. Später übersiedelte die Familie nach Großbritannien. Marina Lewycka studierte an der Keele University. Sie lebt in Sheffield und arbeitet als Dozentin für Medienwissenschaften an der Sheffield Hallam University. Quelle: Wikipedia Meine Meinung Etwas vorweg: Ich hätte mir mehr erhofft. Angepriesen wurde das Buch durch den Humor und auch durch die Fähigkeit Lewyckas, Figuren in ihrer vollen Farbigkeit darzustellen.Aber die Handlung ist leider nicht wie erwartet, nicht so lustig, wie ich mir es erhofft hätte. In dem Buch gab es öfter mal wieder Stellen, an denen ich mir ein Lächeln nicht verkneifen konnte, der Charme der Figuren hat damit etwas zu tun. Aber leider bekam man als Leser keinen richtigen Zugang zu Berthold und auch nicht zu Inna. Die Handlungsstränge liefen teilweise nebeneinander ab, so wie die Geschichte von Violet. Ich habe auf die Verbindung beider Stränge zum Schluss gehofft, so hatte ich es erwartet, aber diese Verbindung kam nicht am Ende so, wie ich es gehofft hätte.Inna mit ihrer Wortwahl war eigentlich meine Lieblingsfigur, Lewycka hat es zwar geschafft, Innas Welt gut zu illustrieren und auch den Mix von Kulturen zu zeigen, aber leider fehlte die gewisse Schärfe in der Handlung, um sie zu vervollständigen.Man erkannte in dem Buch, dass da durchaus Gesellschaftskritik vorhanden war. Aber diese wurde leider nicht schön verarbeitet, die Cousinen als die Leute, die sich mal wieder dazwischen stellen und die Sache mit der Wohnung...naja. Da gibt es Autoren, die haben es schon besser geschafft, die ein wenig mehr auszuformulieren, zu vertiefen.Die Würze fehlt. Am Anfang ist die Handlung gut absehbar, man kennt sich aus, man weiß was passiert. Ab der Mitte des Buches beginnt sie aber mehr in ein unendliches Chaos, das vielleicht gewollt ist, abzudriften. Aber leider hatte das Chaos eher den Effekt, das ich das Buch irgendwann nicht mehr zur Hand nehmen wollte und lesen, weil es eben so unübersichtlich wurde und ich irgendwann nicht mehr wusste, wie das alles zusammenhängt. Stellenweise langweilig und dann beginnt wieder Action. Und die zu schnell und zu unüberschaubar, leider zu verwirrend.Das Gute sind aber immernoch die kleinen Lacher, über den Papagei Flossie mit ihrem "First of March 1932" und "Shut up Flossie". Der Papagei war tatsächlich einer der sympathisten Figuren. Violet leider nicht. Zu ihr fand ich keinen richtigen Zugang, ihr Plot lief immer nebenher, aber so richtig mit eingefühlt in ihre Geschichte habe ich mich nicht. Es ging vorranging um Berthold und als der Draht zu ihm abriss, frage ich mich, warum denn Violets Plot immernoch weiterging und ob da wohl irgendwann noch eine Verbindung auftauchen wird, der AHA!-Effekt, der dieses Buch unvergesslich macht. Aber der kam nie.Alles in allem trotzdem ein Buch, was man mal lesen kann, aber nicht muss. Der Humor und die Figur Inna machen es dennoch recht lesenswert.Ich gebe 3/5 Sternen. An sich war es doch einigermaßen lustig.

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  • "The Lubetkin Legacy" by Marina Lewycka

    The Lubetkin Legacy

    elif1907

    06. June 2016 um 17:57

    The Lubetkin Legacy is about life in London in the twenty-first century. Berthold Sidebottom is a desperate, lonely and depressed man, who has an obsession for George Clooney. He still lives with his mother Lilly Lukashenko, who sadly dies. Her last words are: "Don't let them get the flat!" Therefore, he gets to know Inna Alfandari, his mother's roommate in the hospital. After Lilly passes away, he has an idea, a risky one! Berthold adopts the old Lady and takes her home to impersonate his mother, rather than to lose the flat. Will this end well? Berthold is also slightly depressed and lonely and does not have a job to fund his live. Is Berthold finally going to be happy and will he find a decent job or maybe a pretty woman, who accompanies him through life? Violet, a young beautiful Kenyan girl, who finds a new job in London, is finally happy to get such an opportunity. But what happens if the job isn't how she thought it would be? One thing is clear, Violet does not want to cope with corruption or unbearable bosses. She moves into the Lubetkin-House and she for sure has to expect weird neighbours, who still are decent. This was my first Lewycka novel I've read and unfortunately, I have to confess that I wasn't really thrilled reading it. I liked Marina Lewycka's humorous writing style, but that was one of the only things I liked about this book. Starting with the plot. The Lubetkin Legacy has no common theme and pretty much is mostly confusing and the middle part is filled with fill chapters. The beginning was quite good and I really thought, this must be a well-concievet funny novel. However this book fell short of my expectations. It's harsh to say that, but "The Lubetkin Legacy" was boring almost every chapter. A lot of characters were introduced and that was another point of criticism. Many side characters showed of without being well-concievet. They just appeared and vanished again, making the whole book a mess. The main characters Berthold and Violet are okay. Violet is a strong young girl to whom I sometimes could identify myself with. Berthold is mostly strange and behaves weird most of the time, still he tries to look on the good side. I couldn't sense something like suspense or excitement while reading this book. The only things I liked about it were the Shakespeare quotes, which Berthold passionately told, the good start and the slightly thrilling ending and last but not least Lewycka's humorous writing style. The constant usage of the word "bloody" and the comparison with George Clooney were getting on my nerves. It was to often. The first time it was funny, but if you repeat the same thing plenty of times, it's really getting annoying. Also the political subjects, which are approached, were confusing, because it was to much of a good thing and you couldn't follow them. All in all this book definitely wasn't something for me. One star is for Lewycka's writing skills and one star is for the Shakespeare quotes and the good start.

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  • A house full of ordinary people is a house full of extraordinary stories...

    The Lubetkin Legacy

    Alais

    06. June 2016 um 01:29

    With her very own humour that can make you laugh in the most impossible situations, some hilarious slapstick and funny dialogues but also quite serious themes, Marina Lewycka introduces us to the little world of Madeley Court with its council flats. The book is told from two different points of view: Bertie is a hapless actor and, after his mother's death, terribly afraid of Mrs Penny, the Council's housing officer, for he and his parrot Flossie with the dalek voice are in danger of losing the flat due to under-occupancy. Thankfully Inna, an elderly lady from Ukraine speaking her very own version of English, is willing to come to live with him and impersonate his mother... Violet or, as Bertie would call her, the goddess next door, has just moved in to start a new job in international insurance for which she is highly motivated. However, she soon discovers some sinister machinations... On her homepage, the author says that she cannot describe what this book is about and this is indeed a bit of a challenge. I have mainly experienced it as a book about human life, the hidden beauty of life and people. Or it can be viewed as an hilarious slapstick novel. Or as a story about love. Or as a novel about the everyday struggle of ordinary people in a world that is far from being perfect, about failing and getting back up. Or... There are many sides to this book and I very much enjoyed reading it. My only criticism is that Lewycka introduces some characters I would have loved to hear more about. But this is also, if I am not mistaken, a theme of the book: Every person is important and has a story to tell and the stories of different people unfold and become intertwined, then suddenly separate or end or reappear in new combinations... The cover is also worth mentioning as it includes many key elements of the book, from the one-legged pigeon that was saved by Bertie and later fed by Violet to the cherry blossom petals of trees that grow just in front of their house and will become the cause of a major commotion in the neighbourhood - a cover as colourful and brimming with positive energy as this novel.

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  • Kirschblüten, Korruption und menschliche Schicksale

    The Lubetkin Legacy

    Petris

    04. June 2016 um 15:33

    Nachdem ich von Marina Lewycka alle bisherigen Romane gelesen und jeden einzelnen mit großem Vergnügen verschlungen habe (mein persönlicher Favorit ist „Das Leben kleben“), war die Vorfreude groß als ich ihren Namen auf dem bunten Cover entdeckte! Eine neue Lewyca!Das Cover schien mir etwas zu bunt, doch in echt harmonieren die Farben sehr gut die erhobenen bzw. eingeprägten Elemente (Taube, Papagei, Schleife, Titel und Name der Autorin) lassen das Buch zu einem richtigen Schmuckstück werden. Im Nachhinein weiß man auch, dass das Cover eine Kurzzusammenfassung des Romans ist.Die Geschichte wird aus zweierlei Perspektiven erzählt und häufig gewechselt. Einerseits erzählt Bertie, der gut 40jährige Schauspieler, den das Schicksal aus der Bahn geworfen hat und der deshalb bei seiner Mutter lebt, in der Ich-Form. Er ist Bewohner des Lubetkin Gebäudes, entworfen von Lubetkin, einem fortschrittlichen Architekten, der mit seinen Sozialbauten berühmt wurde. Im selben Gebäude, gleich nebenan wohnt die hübsche, 23jährige, schwarze Violet, die soeben ihren ersten Job in einer Versicherungsgesellschaft angetreten hat. Ihre Version wird in der dritten Person von einem neutralen Erzähler erzählt.Dazu kommen noch eine Reihe anderer bunter Gestalten, Berties Mutter, später ihre schrullige ukrainische Freundin Inna, Len, der im Rollstuhl sitzt, eine einbeinige Taube, ein Kirschgarten, der gerettet werden muss, Rumänen in Zelten, die im Kirschgarten nächtigen, ein nigerianischer Verbrecher,…Es geht um Spekulation, um Ungerechtigkeit, darum, wie die Reichen es drehen, um immer reicher zu werden auf Kosten der Armen, es geht aber auch um persönliches Glück, um Liebe, um Mut, Freundschaft und Familie.Das alles verpackt in Lewyckas bekannt ironisch, witzige Erzählweise, die allerdings in der nächsten Sekund schon wieder tieftraurig sein kann. Das war es auch, was mir an diesem Buch am besten gefallen hat, ihr Erzählton. Und natürlich die vielen Shakespeare-Zitate.Ihr gelingt es sogar die vielen Erzählstränge zu Ende zu führen und halbwegs plausibel zu Ende zu erzählen, allerdings enden damit manche Geschichten sehr abrupt, weil es sich sonst nicht ausgehen kann.Das ist auch das, was mir hier weniger gefallen hat. Diesmal wollte sie anscheinend zu viel unterbringen und hat Stoff für mindestens drei Romane in einen gepackt, wodurch manche Stellen etwas zu chaotisch und überladen wurden und viele Problematiken oder Charaktere zu kurz kamen.Nicht ihr bester Roman, aber das liegt an der überragenden Qualität der Vorgänger! Von mir gibt’s trotzdem eine Empfehlung für alle, die slawischen und/oder englischen Humor mögen und gerne sozialkritische Romane lesen! Mir hat’s gefallen!

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  • Londoner Hochhausleben (3,5 Sterne)

    The Lubetkin Legacy

    Fornika

    04. June 2016 um 13:51

    Berthold Sidebottom hat es nicht leicht. Die Theaterkarriere liegt auf Eis, die Ehe zerbrochen in Trümmern, mit Anfang 50 wohnt er wieder bei der lieben Mama Lily. Doch auch diese Idylle ist schnell zerstört als Lily überraschend stirbt. Statt in Trauer zu vergehen, muss Bertie handeln. Eine Ersatzmama muss her, denn sonst ist die Wohnung schneller weg als er schauen kann. Und gerade ist doch in der Nachbarwohnung die verheißungsvolle Violet eingezogen, ein Grund mehr um am aktuellen Wohnort zu hängen. Violet dagegen muss sich erst mal in ihrem neuen Job behaupten; und dann lässt sie sich auch noch auf einen Kampf mit den Behörden ein, denn der Hochhausgarten mit den blühenden Kirschbäumen ist bedroht.  Marina Lewycka erzählt in leichtem Ton und sehr flüssig von den großen Kleinigkeiten, die das Leben so schreibt. Ihre Charakterzeichnung ist sehr treffend, gerade Bertie war mir jedoch einfach nicht so wahnsinnig sympathisch. Er spielt den armen Trauerklos, steigert sich in seine Shakespearemanie, ist ungesund auf George Clooney fixiert (sie teilen Geburtsdatum und Beruf) und hat außerdem eine sehr verquere Vorstellung davon wie Frauen so sind und wie man sie behandeln sollte. Violet als Gegenpart gefiel mir da schon besser, ihre kenianische Herkunft und ihr beruflicher Hintergrund waren sehr interessant. Eine gewisse Naivität will ich mal ihrem Alter von knappen 20 Jahren zuschreiben. Leider verliert ihre Person immer mehr Bedeutung für die Haupthandlung, sodass sie zuletzt nur noch als kleiner Nebenläufer fungiert. Ein echter Gewinn für die Geschichte ist Berties Ersatzmama, die eine gehörige Portion ukrainischen Charme in die Londoner Welt mitbringt und mit ihrem Sprachenmischmasch für den einen oder anderen Schmunzler sorgt. Insgesamt hat mich The Lubetkin Legacy gut unterhalten, leider wurde ich mit Bertie nicht so recht warm und der Verlauf der Geschichte bzw. das Auseinanderlaufen der beiden Hauptpersonenstränge fand ich nicht sehr gelungen. Trotzdem werde ich der Autorin treu bleiben, denn ihr Sprachwitz und ihre Art von Humor haben es mir angetan.

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  • Geschichten aus einem Londoner Wohnblock

    The Lubetkin Legacy

    TheRedRidingHood

    03. June 2016 um 19:43

    In dem Buch The Lubetkin Legacy geht es um Berthold Sidebottom, welcher sich bereits in den Fünfzigern seines Lebens befindet und dennoch wieder zu seiner Mutter zieht. Zurück ins alte Kinderzimmer getrieben, aufgrund einer gescheiterten Ehe muss er wieder ins Leben zurückfinden. Jedoch verstirbt seine Mutter kurz darauf im Krankenhaus. Bevor die Sanitäter die ältere Frau aus der Wohnung tragen konnten, verlangte sie von Ihrem Sohn das Versprechen, dass er "Ihnen" nicht die Wohnung überlassen soll. Berthold holt sich daraufhin Inna Alfandari zu Hilfe, eine alte Frau, die er im Krankenhaus kennen lernte. Sie soll seine Mutter spielen, damit nicht herauskommt, dass diese bereits verstorben ist, um zu vermeiden, dass man ihm die Wohnung nimmt. Inna ist eine verwirrte alte Dame mit eher schlechten Englischkenntnissen. Eine nervenaufreibende Zeit für Berthold.Daneben verfolgen wir außerdem das Leben der jungen Voilet. Durch einen neuen Job, der er viel abverlangt zieht sie in das selbe Haus, in dem auch Berthold mit seiner "Scheinmutter" lebt. Doch hinter der Fassade ihres angesehenen Berufes lauern auch Schattenseiten, die die junge Frau nicht loslassen.Mir hat das Buch leider nur mittelmäßig gefallen. Das Cover versprach mir eine heitere und lustige Geschichte, doch der Humor in dem Buch war nicht ganz meins und auch die Charaktere fand ich nach einer gewissen Zeit sogar nervig. Ich konnte mich in keinen einzigen hineinversetzen. Die Geschichte verlor sich immer mehr im Laufe des Buches und so auch mein Interesse. Es gab viele Stellen, die sich nur sehr zäh lesen ließen. Auch der Schreibstil der Autorin konnte leider nichts besser machen. Ich konnte den Sinn hinter dieser Geschichte nicht wirklich ausmachen und daher gebe ich dem Buch 2 Sterne, was ich sehr schade finde, da ich hohe Erwartungen hatte. 

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  • Kunterbuntes Cover trifft auf depressive Hauptfigur

    The Lubetkin Legacy

    Selin89

    01. June 2016 um 12:35

    Man nimmt das Buch in die Hand und denkt sich bei diesem Anblick, etwas total Lustiges lesen zu können. Stimmt einerseits: lustige Elemente, gemischt mit Situationskomik und britischem Humor, lassen den Leser oft laut lachen. Aber: Hier sind auch eine ganze Menge traurige, frustrierende Handlungsstränge und Charaktere enthalten, die die Geschichte ganz schön runterziehen. Berthold Sidebottom ist ein zunächst gescheiterter Theaterschauspieler in seinen Fünfzigern, der bei seiner Mutter wohnt, die direkt zu Beginn des Romans stirbt. Sie ermahnt ihn, dass er "Ihnen" nicht die Wohnung überlassen soll. Aus Verzweiflung bittet er Inna Alfandari, eine ältere, ukrainische Dame, die das Krankenhauszimmer mit seiner Mutter teilte, bei ihm einzuziehen und sich als seine Mutter auszugeben. Das klappt mehr schlecht als recht, aber immerhin spielt Inna dadurch eine gut verwirrte alte Dame, die sich nicht immer richtig ausdrücken kann. Berthold nimmt den Leser oft mit in die Vergangenheit und erzählt von den vielen Ehen seiner Mutter und warum er bei ihr vor Jahren eingezogen ist. Darüber hinaus erfährt man viel darüber, dass es ihm als Jungen nicht gut ergangen ist. Sei es sein Vater, der ihn verprügelt hat, oder sein Halbbruder, der ihn gepiesackt hat. Seine Tochter ist mit sechs Jahren gestorben, weshalb seine Ehe zu Bruch gegangen und er wieder bei seiner Mutter eingezogen ist. Währenddessen lernt der Leser Bertholds neu eingezogene Nachbarin Violet kennen. Sie ist jung, fängt gerade einen neuen Job an und ist voller Tatendrang. Letzteres benötigt sie, um die Kirschbäume vor dem Haus an der Madeley Court, die für ein neues, luxuriöses Gebäudekomplex gefällt werden sollen, zu retten - am Ende leider ohne Erfolg. Violet, die kenianische Wurzeln hat, gefällt ihr neuer Job immer weniger, da sie hinter dessen korrupte Machenschaften kommt. Sie sucht sich einen neuen Job und geht letzten Endes zurück nach Kenia. Neben diesen Charakteren gibt es noch eine Reihe weiterer Figuren, die teilweise intensiv beleuchtet werden und teilweise halbherzig auf halber Strecke des Romans zurückgelassen werden. Soll es dem Leser vor Augen führen, wie schnell und ohne mit der Wimper zu zucken Jemand, von dem man glaubt, dass er in der Gesellschaft integriert war, zurückgelassen werden kann? Oder glaubt man nur, dass er oder sie in der Gesellschaft integriert war, obwohl es überhaupt nicht der Fall war?Bertholds Leben verändert sich im Laufe der Geschichte zum Positiven. Er verliebt sich neu, auch wenn der Weg dahin sehr holprig war. Und er findet eine neue Anstellung als Schauspieler, die ihm ein neues Selbstvertrauen gibt. Insgesamt hinterlässt der Roman bei mir gemischte Gefühle. Es gab viele Momente, in denen ich schmunzeln musste. Allerdings hat mir der Roman auf den ersten 100 Seiten besser gefallen, als in der Mitte und am Ende hat er dann doch noch die Kurve gekriegt. Ich kann nicht behaupten, dass dieses Buch nun zu meinen Lieblingsbüchern gehören wird. Dennoch fand ich, dass es mal eine ganz andere Geschichte zum Lesen war - keine typische - und das macht das Ganze wieder interessant. 

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