Marina Weisband Wir nennen es Politik

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Inhaltsangabe zu „Wir nennen es Politik“ von Marina Weisband

Marina Weisband führt in 'Wir nennen es Politik' vor Augen, dass Demokratie mehr Beteiligung fordert. Sie ist aufgewachsen in der untergehenden Sowjetunion, jüdischen Glaubens und im Internet zuhause. Dort hat sie es als Selbstverständlichkeit erfahren, jederzeit die eigene Meinung zu sagen und dies auch zu nutzen, gehört zu werden und Dinge zu verändern. In ihrem Buch entwickelt sie Ideen für ein politisches Betriebssystem, das verantwortungsvolle aber nicht machthungrige Politiker und sich an der Demokratie beteiligende, mutige Bürger fordert: Nur so können die Herausforderungen der Demokratie bewältigt werden. Ein Plädoyer für die Politik und ein Aufruf zum Mitmachen.

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  • Marina und die alten grauen Männer

    Wir nennen es Politik

    berka

    03. July 2013 um 19:45

    "Wenn Sie mit allem in der Politik zufrieden sind, können Sie die Änderungsvorschläge getrost ignorieren. Aber ich glaube nicht, dass die meisten zurzeit zufrieden sind. Was hindert uns also daran, mal etwas Neues auszuprobieren?" Mit diesen Worten endet Marina Weisbands Buch und mit diesem Zitat beginne ich meine Rezension. Warum hat es mich interessiert? Der rasche Aufstieg und der ebenso schnelle Absturz der Piraten hat meine Neugierde geweckt. Sie wurde gestillt, ich verstehe nun etwas besser worum es den Piraten geht.  Außerdem hatte mich die Person Marina Weisband interessiert: jemand der sehr plötzlich die politische Bühne betritt, ebenso schnell wieder verschwindet und offenbar eine künstlerische Ader hat: ihre Webseite hat den lyrischen Namen 'Marinas Lied' und es gibt dort u. a. ihre Zeichnungen zu sehen. Was hat mir gefallen? Der Schreibstil: über weite Strecken ist das Buch gut und flüssig lesbar. Der autobiographische Teil am Anfang ist ebenfalls gut und wichtig wenn man sich bisher nicht allzu intensiv mit der ehemaligen politischen Geschäftsführerin beschäftigt hat. Einige Abläufe bei den Piraten werden besser verständlich, zum Beispiel was sich hinter dem Begriff Liquid Democracy verbirgt. Was hat mir nicht gefallen? Die Querelen die es bei den Piraten gab finden keine Erwähnung, hierzu hätte mich eine Einschätzung einer Insiderin interessiert.  Werde ich die Piraten nun wählen? Bei der nächsten Wahl sicher (noch?) nicht. Aber das Buch macht an keiner Stelle den Eindruck dass es der Autorin darauf ankommt.  Mein Fazit? Offenheit, Transparenz und neue zeitgemäße Politik sind begrüßenswert. Vieles wirkt aber noch unfertig - das sieht Marina Weisband aber auch so. Liquid Democracy hat mich nicht überzeugt, ich sehe die Gefahr einer Sprunghaftigkeit die sich schwer in den politischen Alltag umsetzen lässt. Die geschilderten Prinzipien sollten sich auch in den bestehenden Parteien umsetzen lassen. Lesenswert war es für mich auf alle Fälle.

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  • Idden zu einer neuen Demokratie

    Wir nennen es Politik

    Lutra

    08. April 2013 um 12:08

    Inspirierend! Das vorgestelle Konzept klingt irgendwie genau so, wie ich mir das mit der Demokratie als Kind immer vorgestellt habe. Vielleicht sehe ich mir das mit dem Liquid Feedback demnächst mal genauer an...

    Edit: Äh, es heißt natürlich Ideen. Der Titel lässt sich irgendwie nicht ändern.

  • "Politik hat das Ziel, alle Menschen möglichst glücklich zu machen"

    Wir nennen es Politik

    mezzomix

    20. March 2013 um 18:45

    Eigentlich wollte Marina Weisband nie Politikerin werden - und hat es dann doch bis zur Politischen Geschäftsführerin der Piratenpartei gebracht. Erfrischend und sehr persönlich beschreibt Sie in diesem Buch Ihre Erfahrung in Politik und Partei. Ein Plädoyer gegen die Politikverdrossenheit und ein spannender Einblick in das Leben einer Politischen Geschäftsführerin und der Weg dorthin.

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