Das Experiment - Black Box

von Mario Giordano 
4,2 Sterne bei24 Bewertungen
Das Experiment - Black Box
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spannend, erschreckend und absolut realistisch

Stupss avatar

Erschreckend!!!

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Inhaltsangabe zu "Das Experiment - Black Box"

Reporter Tarek wittert die Story seines Lebens: Mit einem Experiment wollen Psychologen das Verhalten von Menschen in Extremsituationen testen. Das Experiment gerät außer Kontrolle, und aus dem Spiel wird tödlicher Ernst.

Buchdetails

Aktuelle Ausgabe
ISBN:9783499230462
Sprache:Deutsch
Ausgabe:Flexibler Einband
Umfang:352 Seiten
Verlag:ROWOHLT Taschenbuch
Erscheinungsdatum:01.03.2001

Rezensionen und Bewertungen

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    Annejas avatar
    Annejavor 5 Monaten
    Kurzmeinung: spannend, erschreckend und absolut realistisch
    Ein Experiment ohne Kontrolle

    Zu diesem Buch und den dazu gedrehten Film, habe ich bisher immer Abstand gehalten, da ich über die behandelnde Thematik Bescheid wusste. Ich kann es einfach nicht sehen wenn Menschen erniedrigt werden, da es mir emotional meist sehr nahe geht. 

    Trotzdem fasste ich jetzt Mut und traute mich nicht nur das Buch zu lesen sondern sogar den Film zu sehen. 
    Diese Rezension befasst sich aber nur mit dem Buch.

    "Versuchspersonen gesucht"

    Es klingt doch eigentlich verlockend, wenn man für 14 Tage an einem streng kontrollierten Experiment teil nimmt, welches dann auch noch gut bezahlt wird. Das Einzige was man tun muss ist Wärter oder Gefangener sein. Hört sich leicht an, oder? 

    Kaum hat man die Hinweise zum Experiment hinter sich gelassen, taucht man erst einmal in die Welt von Tarek ein, welcher als Journalist einer heißen Story auf der Spur ist. Das aber genau diese Story sein restliches Leben verändern wird, ahnt man weder als Leser noch er selbst als Charakter. 

    Das Buch und das beschriebene Experiment erleben wir aus mehreren Sichten. Diese können mal mehr oder weniger wichtig sein, bestimmen aber die Spannung im Buch. Als Leser scheint man teilweise über allen zu stehen und den Blick auf das Ganze zu haben. Dies zeigt sich daran das wir sowohl alles vom Experiment mitbekommen, als auch das  was außerhalb davon passiert. 

    Spannend ist dabei besonders der Aufbau der Story, da man die Hilflosigkeit bei einigen Charakteren aus jedem Wort ableiten konnte. Manchmal fürchtete ich die nächste Seite, da ich einen Protagonisten nicht weiter leiden sehen wollte. Da aber die Neugier und die Hoffnung auf ein gutes Ende sehr stark war, las ich natürlich weiter. 

    Am Ende war ich geschockt. Ich war traurig, wütend und konnte einfach nicht fassen, was da gerade auf den Seiten passiert war. Aber genauso sollte ein guter Psychothriller sein und das war er auch. Gerade die Beschreibungen zu den Demütigungen und Folterungen gaben einen zu denken ob man den ähnlich gehandelt hätte und hinterließen dabei einige Gedankenfäden.

    Lobenswert ist dazu wie authentisch die Charaktere waren und wie sie sich im Laufe des Experiments veränderten. Es war gerade zu beängstigend zu lesen, wie der Autor es schaffte einen ehr schüchternen Menschen in einen Tyrann zu verwandeln. Auch umgekehrt fand dieser Wechsel statt, da selbst vorlaute Gefangene zu stillen Wesen wurden, die parierten. 

    12 Gefangene und 9 Wärter, wobei je Schicht 3 Wächter Dienst haben. Klingt doch eigentlich plausibel und recht human. 

    Doch das Buch beweist, wie anders wir denken, wenn wir die Kontrolle über ein paar Menschen haben, die uns wehrlos ausgeliefert sind. Man könnte hier als Beispiel auch die Schulhof-Gang nehmen, welche sich den Schwächsten sucht um ihm zu vermöbeln und sein Essensgeld abzunehmen.

    Gerade Tarek macht im Buch eine große Verwandlung durch. Vor dem Experiment ist er ein Frauenheld welcher bei Problemen gerne zu seiner Schwester rennt, die ihn dann auch gerne aufnimmt. Anfangs hat er noch ein großes Mundwerk, wobei er schnell merkt das dies nicht nur ihn schadet sondern auch seinen Mitgefangenen. Er kümmert sich um seines gleichen, wobei er nie sein Ziel aus den Augen lässt, diese Geschichte zu veröffentlichen.

    Dora, verbringt eine Nacht mit Tarek. Danach wird sie zu einer wichtigen Schlüsselfigur, da sie sich hartnäckig dafür einsetzt das Tarek nix im Gefängnis passiert. Trotzdem konnte ich nicht sehr viel mit ihr anfangen, da sie absolut nix besonderes an sich hatte. 

    Besonders spannend empfand ich den Konflikt zwischen den 2 Professoren die das Experiment bewachten. Wo Dr. Grimm die Überschreitung von Grenzen und Regeln schnell bemerkte, übersah Dr. Thon sie förmlich, da er nur sich und seinen Abschlussbericht sah. Es war gerade zu traurig zu sehen, wie viel er den Wärtern durchgehen ließ.

    Man merkt, dass das Buch recht komplex ist, da man gedanklich nicht nur bei einer Person ist. Man erfährt die Gedanken der Gefangenen, der Wärter, aber auch die der Professoren und man ist stetig am schwanken ob man dies alles gut heißen kann oder nicht. Selbst nachdem zuschlagen des Buches, kann ich die Handlungen und die Story allgemein nicht vergessen. Kein Wunder bei den Erlebnissen.

    Das Cover stammt aus einer Szene des Filmes und spiegelt sehr gut wider wie heftig das Buch ist. Man sieht einen Mann, welcher sich klein gemacht hat und pure Verzweiflung ausdrückt. 

    An der Schriftart von Buchtitel und Autorenname sieht man das Alter des Buches. Gerade der Buchtitel erinnert stark an Akte X und hätte nach meinem Geschmack ruhig ein wenig größer sein dürfen. 

    Ein Buch für den Kopf, das ein dazu bringt über die eigenen Handlungen nachzudenken. 

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    lilja1986s avatar
    lilja1986vor 6 Jahren
    Rezension zu "Das Experiment - Black Box" von Mario Giordano

    Tarek kann seit einem schockierenden Erlebnis seiner Tätigkeit als Reporter nicht mehr nachgehen und verdient seither sein Geld als Taxifahrer. Durch Zufall erfährt er von einem psychologischen Experiment, dass das Verhalten von Menschen in Gefangenschaft untersuchen soll. Es soll gutes Geld dafür geben und Tarek sieht die Chance, mit einer Story über dieses Experiment endlich wieder in seinen alten Beruf einsteigen zu können. Doch im Scheingefängnis geraten die Dinge schnell außer Kontrolle, es sieht nicht so aus, als würden die zwei Wochen einfach werden, sowohl die Wärter als auch die Gefangenen können bald nicht mehr unterscheiden, was zum Experiment gehört und was Realität ist. Tarek hat derweil auch noch ganz andere Probleme: Die Angst vor der "Black Box", einer winzigen Einzelzelle, die ihn mit seiner Platzangst konfrontiert und außerdem die Gedanken an Dora, in die er sich verliebt hat nur kurz, bevor er das Experiment begonnen hat und die er wohl nun nie mehr wiedersehen wird. All das wird zweitrangig, als er begreift, dass er tatsächlich um sein Leben bangen muss.
    Das Buch ist kurzweilig geschrieben, unterhaltsam und sehr spannend. Mir gefällt, dass es nicht nur Tareks Perspektive zeigt sondern auch die der anderen Beteiligten. Man sieht, wie sich auch Wärter, Angehörige und die Verantwortlichen des Projekts im Verlauf verändern. Das Buch überrascht nicht, hält aber was es verpricht.

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    Vyannevor 9 Jahren
    Rezension zu "Das Experiment - Black Box" von Mario Giordano

    Noch eindrucksvoller als der Film. Gute Charaktere. Geht unter die Haut...

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    Stupss avatar
    Stupsvor 3 Jahren
    Kurzmeinung: Erschreckend!!!
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    Ein LovelyBooks-Nutzervor 10 Jahren
    Kurzmeinung: Sehr spannend und auch der Film wurde der Vorlage gerecht.
    A
    Angie1710
    Marions avatar
    Marion
    BrixtonCats avatar
    BrixtonCat
    Bennis avatar
    Benni
    Ein LovelyBooks-Nutzer

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