Mario Kramp Köln/Nil - Die abenteuerliche Orient-Expedition des Kölners Franz Christian Gau 1818-1820

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Inhaltsangabe zu „Köln/Nil - Die abenteuerliche Orient-Expedition des Kölners Franz Christian Gau 1818-1820“ von Mario Kramp

Der Kölner Architekt Franz Christian Gau (1790-1853) spielte eine bedeutende Rolle im europäischen Kulturtransfer des 19. Jahrhunderts. In jungen Jahren erkundete er Ägypten, Palästina und das bis dahin weitgehend unbekannte Nubien. Nach seiner Rückkehr folgte in Paris die Publikation seines Werkes über Nubien auf Deutsch und Französisch. Der reich illustrierte Bildband Köln/Nil. Die abenteuerliche Orient-Expedition des Kölners Franz Christian Gau präsentiert die Geheimnisse des Alten Ägypten und das Abenteuer seiner Entdeckungen anhand von Gaus Zeichnungen und Aquarellen. Ergänzt durch früheste Fotografien aus dem Orient zeigt sich dem Leser die Entwicklung unseres Bildes von einer faszinierenden Kultur auf.

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    Köln/Nil - Die abenteuerliche Orient-Expedition des Kölners Franz Christian Gau 1818-1820

    woschwen

    14. January 2014 um 19:40

    Gau wurde am 15. Juni 1790 in Köln geboren und war ein Architekt, Entdeckungsreisender und Baumeister. Die Eltern Gaus profitierten als Mittelstand von der französischen Besatzungszeit, sie kamen zu einigem Wohlstand. Früh bemerkte man zwar das zeichnerische Talent des Sohnes, doch der Vater hatte einen kaufmännischen Beruf für ihn ins Auge gefasst. Erst als Franz Christians Schwester 1811 heiratete und deren Mann den Metzgerladen als Gewürz- und Spezereyhandel fortführte, war der Fortbestand des Familienunternehmens gesichert. Außerdem förderte der Ehemann die Talente des jungen Künstlers. Mit 17 Jahren trat Gau in das “höhere Schul-Collegium” ein und beschäftigte sich vor allem mit der Mathematik und den Naturwissenschaften. Unter dem wichtigen Einfluss Ferdinand Franz Wallrafs und mit dem Erleben des Säkularisierung, reifte in ihn gleichzeitig der Entschluss Architekt zu werden. 1810 verließ er Köln, um in die damalige Kunstmetropole Paris zu wechseln. Doch die Niederlage Napoleons veränderte alles, Gau geriet zwischen alle nationale Fronten. Trotz und mit riesigen Schulden gelang es ihm 1815 nach Rom zu gehen. Hier lernte er viel Berühmtheiten  kennen (beispielsweise Brüder Schadow und Veit, Peter Cornelius), die gleichzeitig zu guten Freunden wurden. Bis 1818 war Gau zu einer anerkannten Größe geworden, jedoch der Schuldenberg wuchs weiter und die Stipendien waren aufgebraucht. Aber es geschah ein Wunder, den er lernte den preußischen Baron von Sack kennen.Dieser wollte eine Bildungsreise unter anderen nach Pompeji und Herkulaneum unternehmen. Und so beginnt eben diese abenteuerliche Orient-Expedition mit der Erforschung Ägyptens und Nubiens …. Der Verdienst Gaus liegt in den unzähligen Kupferstichen und Zeichnungen, die er auf seinen Reisen angefertigt hat. Diese ist gleichzeitig das Tolle an diesem Buch, denn dieses ist hervorragend illustriert. Manchmal hätte ich mir bei dem ein oder anderen Bild ein größeres Format gewünscht, schade. Aber die Biografie, die in diesem Buch nachzulesen ist, ist wirklich faszinierend zu lesen. Gleichzeitig eine tolle Reisebeschreibung über die Nil-Region von 1818-1820. Die Ausstellung war sehr beeindruckend, das Buch ist es ebenso. Wer ersteres verpasst hat, ist hier aber ebenso hervorragend aufgehoben. 4 von 5 Punkten

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