Porto im Hochsommer: Inspektor Fonseca und sein Team haben sich geistig schon fast in den Urlaub verabschiedet. Noch ein letzter Bereitschaftsdienst und die verdienten Ferien können beginnen.
Doch dann wird die Leiche eines brasilianischen Immobilienmaklers gefunden. Auf einem seiner Mobiltelefone wird ein brutales Video, das eine abgeschnittene Zunge und Ohren zeigt, die an eine Holztür genagelt sind, gefunden – die brasilianische Methode, jemandem mitzuteilen, dass er ein Spitzel und seinem Ende nahe ist. Dieses Video wurde insgesamt an 8 Männer brasilianischer Herkunft geschickt. Fonsecas Team nimmt sofort die Ermittlungen auf und rechnet mit dem Schlimmsten. Schon bald darauf wird eine zweite Leiche gefunden, ebenfalls ein Brasilianer und Angestellter der gleichen Firma wie das erste Opfer. Welche Rolle spielen der Eigentümer der Immobilienfirma, eine bekannte Portoer Halbweltgröße, seine junge brasilianische Ehefrau und deren Halbschwester, die sehr zurückgezogen lebt und ständig von Leibwächtern umgeben ist? Gibt es eine Verbindung zur brasilianischen Unterwelt? Fonseca und sein Team stoßen auf eine Mauer des Schweigens.
Tod in Porto“ ist nach „Barco Negro“ der zweite Fall um Inspektor Fonseca. Wie üblich bei dieser Art Krimi, kann man die Bücher unabhängig voneinander lesen bzw. muss sich nicht an die Reihenfolge halten, da es sich um abgeschlossene Fälle handelt.
Das Buch ist spannend geschrieben und lässt sich flüssig lesen. Besonders die häufigen Perspektivwechsel zwischen Inspektor Fonseca, den verschiedenen Ermittlerteams und Verdächtigen lassen keine Langeweile aufkommen.
Insgesamt ein solider, spannender Krimi mit etwas weniger Lokalkolorit als man es von Krimis dieser Art gewohnt ist – was der Lektüre aber keinen Abbruch tut. Ich habe mich bestens unterhalten gefühlt.

















