Mario Puzo , Edward Falco Die Corleones

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Inhaltsangabe zu „Die Corleones“ von Mario Puzo

New York, 1933. Die Aufhebung der Prohibition steht kurz bevor und die Stadt bekommt ihren ersten italienischstämmigen Bürgermeister. Vito Corleone ist bereits mehr als nur der einfache Geschäftsmann, für den er sich ausgibt, doch längst noch nicht der mächtige Pate, der er werden wird. Er muss sich gegen den brutalen Mariposa, den obersten Boss der Bosse, zur Wehr setzen, mit rachsüchtigen irischen Gangs fertig werden und den gefährlichen Luca Brasi besänftigen, der seinen Sohn zu töten droht. All das, während er versucht seine Kinder, besonders den jähzornigen Sonny, vor der Welt des Verbrechens zu beschützen. Aber Sonny entdeckt das Geheimnis seines Vaters und zwingt ihn zum Handeln.

Freunde der Familie Corleone werden gut unterhalten.

— sekang
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  • Rezension zu "Die Corleones" von Mario Puzo

    Die Corleones
    Alexandra_vom_Buecherkaffee

    Alexandra_vom_Buecherkaffee

    11. January 2013 um 15:46

    Inhalt: New York im Jahre 1933 Vito Corleone, oder besser bekannt als Don Corleone sichert sich seinen Platz im New Yorker Mafia-Milleu. Die Verhältnisse unter den Familien sind sehr angespannt, da die Aufhebung der Prohibition kurz bevor steht und ein jeder Don sich Gedanken macht, wie dann seine Stellung sein wird. Vitos größtes Anliegen ist es, seine Familie zu beschützen und seine Freunde zu unterstützen, wo er nur kann. Seine Weisheit und seine Ruhe, die er ausstrahlt, machen aus ihm einen bedächtigen Geschäftsmann und hervorragenden Don. Doch er muss sich skrupellosen Mächten entgegenstellen. Die derzeit stärkste Organisation in New York wird von dem brutalen Mariposa angeführt, der vor nichts zurückschreckt, um seine Ziele zu erreichen. Und Corleone steht im mächtig im Weg. Mit Hinterlist und Tücke versucht er, diesen aus der Stadt zu verdrängen und stachelt so auch die rachsüchtigen Iren gegen ihn an. Doch das Schicksal spielt Vito einen erstklassigen Bodyguard zu - den ehemaligen Luca Brasi, den "demone!", wie seine Gegner ihn voller Angst nennen. Seinen eigenen Kindern lässt Vito einen ganz besonderen Schutz zukommen. Er hat andere Pläne für sie, eine andere Zukunft für sie vorgesehen. Auf keinen Fall sollen sie von seinen Machenschaften erfahren und ehrliche, rechtschaffene Männer werden. Doch sein ältester Sohn Santino - Von allen Sonny genannt - durchkreuzt seine Pläne. Jung und voller übermütigem Tatendrang möchte er in die Mafia-Geschäfte seines Vaters einsteigen. Er weiß auch genau, wie er Vito Corleone davon überzeugen kann ... Vito muss sich fügen und nimmt Sonny in die Schule. "Santino, Sizilianer vergessen nie, und sie verzeihen auch nie. Das musst du immer im Gedächtnis behalten." Seite 426 Handlung & Charaktere: Wer kennt sie nicht, den Paten Vito Corleone und seine Familie. Eine Legende der Filmgeschichte sind sie quasi schon geworden. Nach dem Drehbuch von Mario Puzo wurde "Der Pate" unter der Regie von Francis Ford Coppola zum großen Kinoerfolg der Geschichte, nicht zuletzt auch dank der nahezu grandiosen schauspielerischen Besetzung wie zB Marlon Brando in der Hauptrolle des Vito Corleone oder Al Pacino als Michael Corleone. Drei Filme sind entstanden, die das aufregende, faszinierende und auch beängstigende Leben der italienischen Mafiafamilie in New York beschreibt. Der Erfolg war unbeschreiblich und so plante Mario Puzzi noch einen vierten Teil, ein Prequel des Paten. Der erste Teil des Paten war zwar schon immer mit diversen Rückblenden durchzogen, aber dies waren eben nur Momente, Ausschnitte. Der Autor Ed Falco hat nun nach dem bisher unveröffentlichten vierten Drehbuch des verstorbenen Mario Puzo eine Vorgeschichte geschrieben, die dem Leser nun einen ausgeprägteren Einblick in das Leben der Corleones erlaubt. Die Geschichte beginnt in New York im Jahre 1933, kurz vor dem Ende der Prohibition. Vito Corleone ist noch ein lang nicht so mächtig wie zum ersten Teil des Paten. Als Don regiert er eine kleine Organisation, die sich trotzdem schon gut gefestigt hat. Aber zu diesem Zeitpunkt gibt es ich weitaus Mächtigere in der Stadt wie zum Beispiel Guiseppe Mariposa. Aber Vito hat zu diesem Zeitpunkt auch immer noch das dringende Bedürfnis, seine Familie aus allem herauszuhalten. Für die Familie ist er immer noch "nur" der erfolgreiche Geschäftsmann, der mit seiner Oliven-Manufaktur gutes Geld macht. Aber seine Söhne, voran natürlich Sonny, durchschauen ihn. Sonny, zu dieser Zeit noch junge siebzehn Jahre alt, ist aufmüpfig, voller Energie und Tatendrang und auch immer wieder sehr jähzornig. Er tut sich schwer, mit seiner Meinung hinterm Berg zu halten, sich selbst zurückzuhalten. Er spiegelt hier das genaue Gegenteil zu seinem Vater Vito wieder, der fast immer ausgesprochen besonnen, ruhig und souverän erscheint. Ein starker Mann, der ein Gespür für die richtigen Entscheidungen hat, der seinen Gegenüber einschätzen kann und jede Tat genauestens überdenkt. Vater und Sohn mussten sich wirklich zusammenraufen und mehr als einmal raubt Sonny Vito und auch seinem Lehrer Clemenza fast den letzten Nerv. Aber Sonnys Weg ist nun klar, er steigt in die Geschäfte seines Vaters ein. "Ich stutze ihn schon zurecht", sagte Clemenza. "Er hat ein gutes Herz, er ist stark, und er ist dein Sohn." [...] "ich werde ihn im Auge behalten. Und ihm alles beibringen, was es braucht." Seite 293 Der Leser erfährt nun auch, wie Vito Corleone zu seinem treuen Leibwächter Luca Brasi kam. Im Jahre 1933 war dieser noch ein erbitterter Gegner von Vito und er war unter allen nur bekannt als der demone! In sein zu dieser Zeit von Gewalt, Drogen und Tabletten dominiertes Leben bekommt man einen sehr ausführlichen Einblick und versteht nun die Zusammenhänge und wie diese unerschütterliche Treue zustande kam. Interessant ist nun auch der Rückblick, wie eigentlich Tom Hagen, der spätere Anwalt der Corleones, ein Mitglied dieser Mafia-Familie wurde. Die Vorgeschichte dieses Mafia-Epos ist sehr ausführlich beschrieben und so wird man schon nach wenigen Seiten regelrecht in das New York der dreißiger Jahre gezogen und erlebt fast hautnah diese zu dieser Zeit fast explosiv aufgeladene Stimmung zwischen den italienischen Familien und natürlich auch den Iren, die aus ihrem Revier vertrieben wurden und nun alles dafür geben würden, eine passende Gelegenheit für Rache zu erhalten. Da dieser Roman auf Grundlage eines Drehbuches geschrieben wurde, fallen die örtlichen Beschreibungen und auch die charakteristische Darstellungen sehr ausführlich aus und man bekommt fast ständig ein klares Bild der Geschehnisse vor Augen geliefert. Ob Kleidung, Autos, die Umgebung dieser Zeit... man bekommt fast das Gefühl, als würde man einen Film schauen. Mein persönliches Fazit : Ed Falco hat mit seiner Vorgeschichte, die auf Grundlage des nicht veröffentlichten Drehbuches von Mario Puzo entstanden ist, einen wahrlich ebenbürtigen Abschluss der Paten-Geschichten erschaffen. Ich war vollkommen gefesselt und fühlte mich für einige Lesetage nach New York 1933 versetzt. Ich habe mitgefiebert, mitgelitten, mitgeliebt und mich geschaudert aufgrund der zu dieser Zeit fast alltäglichen und auch sehr grausigen Verbrechen. Ich war schon immer ein sehr großer Fan der Filme und habe auch das Buch oft verschlungen und daher war es für mich selbstverständlich, dass ich auch dieses Buch unbedingt lesen muss - und dies bereue ich auf keinen Fall! Ein wirklich überaus gelungener und interessanter Roman voller Atmosphäre. Meine absolute Leseempfehlung für jeden Paten-Fan. "Sonny", sagte Vito, "hör mir gut zu: Schreibe nicht, wenn du reden kannst, rede nicht, wenn du mit dem Kopf nicken kannst, und nicke nicht mit dem Kopf, wenn du nicht unbedingt musst." Seite 332 © Rezension: Alexandra buecherkaffee.blogspot.de

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  • Rezension zu "Die Corleones" von Mario Puzo

    Die Corleones
    kellermaeuse

    kellermaeuse

    25. July 2012 um 08:12

    Ich habe zwar schon immer wieder mal angefangen mit die Paten-Filme im Fernsehen anzuschauen, aber noch nie zu Ende geschaut. Den letzten Paten habe ich vor Jahren schon einmal gelesen und da mir das Buch recht gut gefallen war ich doch schon auf die Vorgeschichte neugierig. Und ich wurde auch nicht enttäuscht. Die Geschichte ist in zwei Büchern aufgeteilt. Im ersten Buch geht es mehr oder weniger um die einzelnen Familien und um die einzeln Mitglieder der Familie Corleone. Im zweiten Buch geht es dann darum wie Vito zum Oberhaupt aller Familien ernannt wird. Das Buch liest sich leicht, ist aber auch recht brutal wenn es um das Thema Mord geht.

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  • Rezension zu "Die Corleones" von Mario Puzo

    Die Corleones
    Simkin

    Simkin

    12. July 2012 um 16:35

    Ed Falcos Romanadaption von Mario Puzos Drehbuch zu „Die Corleones“ hält leider nicht ganz, was man sich erhofft. Auch wenn das Werk zu Beginn fesselt, lässt die Faszination gegen Ende nach. Denn bekannte Charaktere allein sind nicht genug um eine überaus blutige und nicht wirklich überzeugende Handlung zu retten. Insofern kann man das Werk insgesamt leider nur als durchschnittlich bezeichnen und es auch nur wahren Fans von Mario Puzo ans Herz legen. Ganze Rezension unter: http://www.janetts-meinung.de/index.php?option=com_content&view=article&id=1859

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  • Rezension zu "Die Corleones" von Mario Puzo

    Die Corleones
    sabatayn76

    sabatayn76

    30. June 2012 um 12:49

    Neue Einblicke in die Familie Corleone Inhalt und mein Eindruck: In 'Die Corleones' erzählt Ed Falco vom New York der 1930er Jahre, von Vito Corleone und seinem Aufstieg als 'Pate', von seinen Söhnen Sonny und Michael, seinem Adoptivsohn Tom Hagen. Dabei gelingt es ihm hervorragend, die Stimmung der 1930er Jahre einzufangen und den Leser in eine vergangene Zeit zu entführen: das Ende der Prohibition, Bandenkriege, organisiertes Verbrechen und mafiöse Strukturen. Als sehr gelungen empfand ich die Zeitsprünge, so dass man immer wieder in Vitos Vergangenheit eintaucht, um kurz darauf wieder in der Gegenwart zu landen. Zudem ist das gesamte Buch sehr fesselnd und spannend, obgleich ich einige Schilderungen oft zu detailliert, zu blutrünstig und zu übertrieben fand. Auch sprachlich empfand ich Falcos Stil bisweilen als zu hölzern oder unpassend (z.B. 'kesse Biene'). Mein Resümee: Ich kenne Mario Puzos Bücher bisher noch nicht, habe jedoch die ersten beiden 'Pate'-Filme mit viel Begeisterung angeschaut. 'Die Corleones' hat mich sehr neugierig auf Puzos Bücher gemacht.

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  • Rezension zu "Die Corleones" von Mario Puzo

    Die Corleones
    michael_lehmann-pape

    michael_lehmann-pape

    13. June 2012 um 13:52

    Hervorragendes Prequel Wie kam Luca Brasi in seine vertraute Position als „Chef-Aufräumer“ bei Don Vito Corleone? Und welche dunklen Taten machten ihn von einem durchaus sprachgewandten, lebenslustigen Mann zu jenem schweigendem Faktotum der „Familie“? Welchen Hintergrund hat die Aufnahme Toms als Pflegekind in die enge Familie des Don, die seinen späteren Weg zum „Rechtsberater“ initiierte? Und Sonny, der Sohn und ewige Draufgänger, wieso sprang dieser nicht ab von diesem gefährlichen, rollenden Mafia Zug? Natürlich finden sich auch Michael und Fredo wieder, diese allerdings eher „nebenbei“, denn Sonny, der Älteste steht mit einem Bein bereits im erwachsenen Leben. Fragt man seinen Vater, dann mit dem falschen Bein und das wird zu einigem Unbill noch führen. Nur einige der vielen Erzählstränge, die Ed Falco in seiner Vorgeschichte zu „Der Pate 1-3“ von Mario Puzzo im Buch aufnimmt und aufrollt. Eine Geschichte, die zeigt, wie der durchaus bereits „gestandene Mann“ Vito Corleone im Amerika der beginnenden dreißiger Jahre Schritt für Schritt jene Macht erringt und festigt, die ihn in späteren Zeiten (von denen der erste Film erzählt) zu einem der mächtigsten Mafia Bosse New Yorks machen wird. Doch zunächst steht ein langer, harter Weg bevor, jederzeit gefährdet von den Konkurrenten, jederzeit mit der Bereitschaft versehen, hart und unnachgiebig durchzugreifen. Auf der Basis eines (unveröffentlichten) Drehbuchs von Mario Puzo lässt Ed Falco in bester Atmosphäre die Zeit der Verteilungskämpfe und der familiären Entwicklung vor den Augen der Leser auferstehen. Zimperlich geht er dabei nicht zu Werke, ohne allerdings das Buch zu einer Gewaltorgie ausarten zu lassen. Im Gegenteil, die teils massive Gewalt ist immer auch Teil der Geschichte, ist Folge, Erläuterung, Vertiefung des Lebensstils, den Ed Falco in bester Puzo Manier realistisch und mitreißend zu erzählen versteht. Vielfach sind die „Mitspieler“, die ihr „Stück vom Kuchen“ sich sichern möchten, Intrigen, Verrat, Vertrauen, das ist die eine Seite des Spiels um Macht und Einfluss, in welchem Vito Corleone immer mehr ein (harter) Meister seines Faches wird. Innere Entwicklungen, Nähen und Distanzen, Verpflichtungen und Loyalitäten (die in der Person des Tom vor allem zusammenfallen, denen sich aber auch Sonny und so manch anderer gegenüber sieht) bilden das innere Gegengewicht zu den äußeren Strategien und hin- und her rauschenden Entwicklungen. Dies alles natürlich unter dem fulminant behaupteten und verteidigten Deckmantel der „Ehrbarkeit“. Denn Mafia, das gibt es doch nicht, das kann es doch gar nicht geben hier in Amerika. Folgt man den treuen Bekundungen Vitos. Das Buch bietet eine Welt voller vermeintlich lange und sattsam bekannter Figuren, denen Ed Falco dennoch neue Nuancen mit auf den Weg gibt, deren Weg hier und da noch offen scheint und die doch im Nachgang folgerichtig jenen Platz im Clan einnehmen werden, der späterhin zu den bekannten Folgen führen wird. Hervorragend erzählt, dicht in der Atmosphäre, familiär einerseits und beklemmend andererseits steht das Buch den Büchern Puzos und der dort ausgebreiteten „Welt der Corleones“ in nichts nach.

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