Mario Vargas Llosa Der Geschichtenerzähler

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Inhaltsangabe zu „Der Geschichtenerzähler“ von Mario Vargas Llosa

Mario Vargas Llosa erschließt in der spannend entfalteten Handlung dieses Romans, der von dem »Geschichtenerzähler« der Machiguengas und einem verschollenen Studienfreund erzählt, ein brennendes Thema Lateinamerikas: die Kultur der Indios im Amazonasgebiet. Welchen Platz lassen wir dem ganz anderen, wie es sich in der Welt der »Primitiven« zeigt und entzieht, in unserer »modernen« Gesellschaft? Welche Rolle kann der »aufgeklärte« Intellektuelle, der engagierte Schriftsteller in dieser Auseinandersetzung zwischen den Kulturen einnehmen?

Etwas philosophisches Buch. Ich finde es toll, meinem Mann hat es gar nicht gefallen.

— Jana_Hadam
Jana_Hadam

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  • Leserunde zu "Die Bucht des grünen Mondes" von Isabel Beto

    Die Bucht des grünen Mondes
    Daniliesing

    Daniliesing

    Der neue Roman von Isabel Beto vereint eine wunderbare Mischung aus Exotik, Gefühl, Familien- und Liebesgeschichte. Das perfekte Buch für alle, die Fernweh haben, dem kalten Herbstwetter zumindest gedanklich entfliehen wollen und gern emotionale Geschichten lesen: "Eine Liebe, so mächtig wie der Amazonas Berlin, 1896: Für die junge Fabrikantentochter Amely bricht eine Welt zusammen, als sie erfährt, dass ihr Vater sie mit einem deutlich älteren Verwandten verheiraten will. Kilian Wittstock ist märchenhaft reich – und er lebt am anderen Ende der Welt. Als einer der mächtigsten Kautschukbarone beherrscht er das Amazonasgebiet. Schweren Herzens macht sich Amely auf die Reise über den Ozean. In Manaus erwartet sie ein fremdes, exotisches Leben voller Luxus und ein ebenso exzentrischer wie brutaler Ehemann. Erst als ein dramatisches Ereignis sie mit dem Indianer Aymáho zusammenführt, erfährt Amely, was Liebe bedeutet. Aymáho weckt in ihr tiefe Gefühle und nie geahnte Leidenschaft. Doch ihr gemeinsames Glück ist bedroht durch ein Geheimnis, das Aymáho in sich trägt." *** Bewerbung *** "Die Bucht des grünen Mondes" aus dem Rowohlt Verlag führt euch auf eine aufregende Reise ins Brasilien des 19. Jahrhunderts. Möchtet ihr gemeinsam mit anderen Lesern und der Autorin diese Reise in die Vergangenheit und ein entferntes Land erleben? Dann bewerbt euch gleich für diese Leserunde, wenn ihr Lust auf das Buch und den Austausch sowie genügend Zeit habt und am Ende eine Rezension schreibt. Bewerben könnt ihr euch bis einschließlich 07. Dezember, indem ihr uns folgende Frage beantwortet: In welches exotische Land würdet ihr gern einmal reisen und wieso genau in dieses Land? ************************ Die 25 offiziellen Testleser werden am 08.12. bekannt gegeben. Selbstverständlich freuen wir uns aber auch über jeden Leserundenteilnehmer, der sich dass Buch selbst kauft oder ausleiht.

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  • Rezension zu "Der Geschichtenerzähler" von Mario Vargas Llosa

    Der Geschichtenerzähler
    Beagle

    Beagle

    04. December 2011 um 19:58

    Man sollte gewissen Autoren keine Nobelpreise für Ihre Geschichten verleihen, denn diese können dazu führen, dass man wegen ihrer ganze Nächte nicht zum Schlafen kommt. Natürlich, dies ist nur als humorvolle Anspielung gedacht. Auf den Roman Mario Vagas Llosas „Der Geschichtenerzähler“, den ich nicht mehr aus der Hand legen konnte, so sehr hat mich das Buch gefesselt. Zum Einen ist es diese einfühlsame Weise, in der Llosa abwechselnd aus der Sicht des Ich-Erzählers und aus der des Geschichtenerzählers schreibt, zum anderen ist es die Geschichte selbst, die so brillant und spannend geschrieben ist. Während der Studienzeit freundet sich der Ich-Erzähler mit einem jungen Juden namens Saúl Zuratas an, der durch einen riesigen Leberfleck, der seine ganze rechte Gesichtshälfte bedeckt, entstellt ist, an. Es ist eine innige Freundschaft zwischen den beiden jungen Männern. Saúl, getrieben von dem Wunsch seines Vaters, den Namen Zuratas mit Macht zu erfüllen, studiert Rechtswissenschaft. Als er jedoch dorthin zu Besuch geht, von wo seine Mutter herstammt, nämlich in ein kleines, ländlich geprägtes Gebiet im Peruanischen Regenwald, wird er derart von einem kleinen Volk fasziniert, das sich dort seit Jahrhunderten nicht verändert hat und noch immer so lebt, wie in der Zeit, lange bevor die Spanier das Land eroberten – den Machiguengas. Er beginnt parallel das Studium der Ethnologie und vernachlässigt schon bald das ihm auferlegte Ziel, Rechtsanwalt zu werden. Immer wieder kehrt er in den Amazonas zurück, um die Rituale, Religionen, Zauber und Lebensweisen der Eingeborenen zu studieren. Vor seinem Freund hält er glühende Reden, seine Arbeiten beeindrucken seine Professoren. Es scheint, als hätte Saúl seine wahre Bestimmung gefunden und würde durch das Studieren der Machiguengas ebenfalls seine Professur erhalten. Durchbrochen wird dieser Teil des Romans immer wieder durch die Erzählungen des Machiguenganischen Geschichtenerzählers. Dieser erlaubt es dem Leser, das zu erleben, was Saúl so fasziniert. In einer Sprache, die dem kehligen Geschwätz der Eingeborenen nachempfunden ist, erfahren wir mehr von den Göttern, den kleinen Kamagarini-Täufeln und darüber, was den Machiguengas im Laufe der letzten Jahre widerfahren ist. Warum sie die sind, die man „Das Volk, das geht“ nennt. Denn, bleiben sie lange an einem Ort sesshaft, so zürnen ihnen die Teufel, die Erde wird schlecht und die Sonne droht, für immer zu versinken. Deshalb gehen sie, wandern stetig durch den Urwald, sind Nomaden. Was sie keinesfalls vor den brutalen Einflüssen der anderen Menschen schützt. Zuerst waren es die anderen Stämme, die ihnen Schaden zufügten, dann die Weißen, während des Kautschukbooms, der Zeit der „ausblutenden Bäume“. Immer lebten sie auch auf der Flucht, wenn nicht vor den Menschen, dann vor den Gewalten der Natur. Es sind diese großen Schauspiele, die diesen Roman so einzigartig machen. Unweigerlich tauchen beim Lesen die Bilder des Amazonas vor einem auf, man begleitet die Machiguengas auf ihren Reisen durch den Urwald, fiebert mit ihnen, wenn ihnen ein Unheil geschieht. Man versucht, sich die Gottheiten und die kleinen Kamagarinis vorzustellen, vor denen sie stets in Angst leben, denn diese Teufel können sich in alle Arten von Dingen und Tieren verwandeln, um den Machiguengas zu schaden. Ein wahrhaftiges Stück Weltliteratur, das Mario Vagas Llosa mit „Der Geschichtenerzähler“ vorlegt. Ein Buch, über das man wohl noch lange, nachdem man es zu Ende gelesen hat, nachdenken kann, ohne, dass die Geschichte langweilig wird. Ein Roman, der Sehnsüchte weckt und der uns, ganz am Rande und doch bewusst, der grandiosen Natur des Amazonas-Regenwaldes (wieder) ein Stück näher bringt und uns eine Faszination darüber beschert, welche Wunder die Natur in diesem Landstrich noch immer zu bieten hat. „Das ist zumindest, was ich erfahren habe.“ (um es mit den Worten des Geschichtenerzählers zu beenden)

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