Mario Vargas Llosa Die Stadt und die Hunde

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Inhaltsangabe zu „Die Stadt und die Hunde“ von Mario Vargas Llosa

Die Stadt und die Hunde ist eine kritische Durchleuchtung der peruanischen Gesellschaft, eine leidenschaftliche Prüfung ihrer Widersprüche, ihrer Heucheleien, ihrer falschen Mythen und Konfusionen.

tolle Geschichte und super Sprache. Vargas Llosa ist ein fantastischer Autor. Wer hat wohl den Sklaven ermordet?

— thiefladyXmysteriousKatha
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    Die Stadt und die Hunde
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    09. February 2014 um 02:14

    Ein sehr beeindruckendes und überraschendes, sehr gut durchdachtes, entlarvendes Buch. Die Durchleuchtung von Gruppenzwang, Überlebenswillen und Wegschauen lässt den Leser verstört zurück im Sumpf menschlicher Abgründe einer Kadettenschule, an der die zukünftigen Machos Perus geformt werden. Das Entstehen von korrupten Machtstrukturen wird anhand der Schicksale junger Männer unprätentiös dargestellt. Man entwickelt sogar Sympathie und Verständnis für die Beteiligten und legt das spannende Buch mit einem Gefühl schicksalhafter Unvermeidlichkeit zur Seite und fragt sich, wo solche Strukturen auch bei uns und in uns zu finden sind. Das Buch war ein wichtiger Meilenstein zum Nobelpreis für Literatur für Vargas Llosa und ist nicht nur deshalb sehr lesenswert.

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  • Rezension zu "Die Stadt und die Hunde" von Mario Vargas Llosa

    Die Stadt und die Hunde
    schneespur

    schneespur

    04. April 2011 um 19:06

    Nachdem ich von Vargas Llosa "Das böse Mädchen" gelesen hatte und mir das Buch nicht so gut gefallen hat, wollte ich dem Literaturnobelpreisträger noch eine Chance geben und wählte eines seiner frühesten Bücher - und es hat sich gelohnt. Es geht um die Zustände in der Militärschule Leoncio Prado in Lima, in der aus den "Hunden", den Schülern, Männer gemacht werden sollen. Es gibt eine strenge Hierarchie, bei der die jeweils Oberen die unter ihnen Stehenden unterdrücken, dies mitunter sehr brutal. Schließlich wird bei einer Feldübung der "Sklave", so genannt, weil er sich nicht behaupten kann und von allen "geknechtet" wird, tödlich verletzt. Die Schulleitung spielt das als unglückseligen, selbstverschuldeten Unfall herunter - selbst dann noch als ein Kadett behauptet, es sei Mord gewesen. Ich musste erst in die Geschichte hineinkommen, aber dann fand ich sie sehr spannend. Es wird aus mehreren Prespektiven erzählt, man erfährt neben der Kadettenschule auch einiges über eine Gesellschaft, die durch Chauvinismus und Machismus geprägt ist.

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  • Rezension zu "Die Stadt und die Hunde" von Mario Vargas Llosa

    Die Stadt und die Hunde
    couchpotatogirl

    couchpotatogirl

    11. July 2007 um 09:31

    Der Roman erzählt die Erfahrungen und Unglücke einer Gruppe Kadetten in der Militärschule Leoncio Prado in Lima und gilt als "eine der intensivsten Metaphern für den Zustand der peruanisch – städtischen – Gesellschaft unter der Diktatur des Generals Odría“ und vereint eine Vielzahl von Einflüssen, etwa das existentialistisches Klima des Sartreschen Denkens, die kritisch-realistische Erzählweise nordamerikanischen Romane und neue Erzähltechniken europäischer Romane, etwa jene des „stream of conciousness.“ Während die Kritiker La ciudad y los perros mit Lob überhäuften (Spanischer Kritikerpreis 1963), wurden 1965 im Hof der realen Militärakademie Leoncio Prado zahlreiche Exemplare des Romans verbrannt, da dieser als „subversiver und kommunistischer Angriff“ auf die Schule verstanden wurde. Das Buch ist teilweise autobiographisch ispiriert, Mario Vargas Llosa war selbst auf dieser Schule, und es finden sich auch Parallelen zu einer der Hauptfiguren, Alberto. Auch finden sich einige Parallelen zu Robert Musils "Die Verwirrungen des Zöglings Törleß". Besonders interessant ist die multi-perspektivische Erzählweise - die Geschehnisse werden aus Sicht von vier verschiedenen Kadetten erzählt, die Erzählweise reicht vom personalen Er-Erzähler bis über einen chaotischen Bewusstseinsstrom, wobei hier die Art der Erzählung dem Inneren der Jungen angepasst wird. Somit ist das Buch sowohl inhaltlich, als auch stilistisch meiner Meinung nach mehr als empfehlenswert. Allein die extrem agressiven und brutalen Handlung wirken für mich teilweise etwas abschreckend.

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