Mario Vargas Llosa Tante Julia und der Kunstschreiber

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Inhaltsangabe zu „Tante Julia und der Kunstschreiber“ von Mario Vargas Llosa

Die feine Gesellschaft Limas, Mitte der 1950er Jahre: Julia, 32 Jahre, hübsch, quirlig und frisch geschieden, ist zu ihrer Schwester in die Hauptstadt gereist, um sich nach einem neuen Ehemann umzusehen. Bis die passende Partie gefunden ist, vertreibt sie sich die Zeit mit ihrem Neffen Mario. Auf dem 18-jährigen Jurastudenten ruhen alle Hoffnungen der Familie. Aber Mario möchte Schriftsteller werden. Er träumt von Paris - und neuerdings auch von Tante Julia. Ehe sich die beiden versehen, wird aus dem kleinen Flirt eine ernsthafte Liebe. Als die Familie davon Wind bekommt, will sie einen Skandal vermeiden - und die beiden um jeden Preis wieder auseinanderbringen. (Quelle:'Fester Einband/01.03.2010')

Für lange Zeit mein Lieblingsbuch.

— fantafee

Ein schönes Buch mit viel charmantem Witz und einer ungewöhnlichen Liebesgeschichte im Peru der 1950er Jahre.

— Lesemanie

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  • Rezension zu "Tante Julia und der Kunstschreiber" von Mario Vargas Llosa

    Tante Julia und der Kunstschreiber

    Bibipiano

    Dieses Buch hat mich wunderbar unterhalten. Und für das Werk eines Nobelpreisträgers, ist es ist äußerst verständlich geschrieben (das ist ja leider nicht immer so). Den neuen Roman von Mario Vargas Llosa werde ich mir jetzt auf jeden Fall auch zulegen.

    • 2

    BrittaRoeder

    22. April 2014 um 20:36
  • Viele Geschichten in einer

    Tante Julia und der Kunstschreiber

    BrittaRoeder

    Dieser grandiose Roman erzählt die ungewöhnliche Liebesgeschichte zwischen dem 18-jährigen Mario und seiner 32jährigen Tante Julia. Angereichert ist diese unterhaltsame Erzählung von zahlreichen teils skurillen Kurzgeschichten, die Mario Vargas Llosa den titelgebenden Kunstschreiber Pedro Camacho verfassen läßt, einem Hörspielautor, den Mario bei seiner Arbeit beim Rundfunk kennenlernt und mit dem ihn eine seltsame Freundschaft verbindet. Mit Camacho ist Vargas Llosa die beeindruckende Figur eines kompromißlosen Künstlers gelungen. Mit ihm erzählt Vargas Llosa gleich eine weitere Geschichte: die vom Geschichten erzählen. Wie der mehr als einmal erwähnte Balzac ist auch Camacho ein wahrhaft von seiner Kunst Bessener. Ein Autor, der mit herkulischer Kraft ein ganzes Universum an Figuren und Schauplätzen erschafft. Dass die Handlung um Mario und Julia autobiografische Züge aufweist (so Vargas Llosa selbst) macht die Darstellung von Mario besonders interessant. Durchaus mit Spannung aber auch einer gewissen Ironie wird der Werdegang dieses jungen Mannes beschrieben, der seine erste große Liebe erlebt und nebenbei auch noch darum ringt, selbst ein guter Erzähler zu werden. Wer Geschichten liebt wird hier voll auf seine Kosten kommen, denn davon gibt es hier satt.

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    • 3
  • Rezension zu "Tante Julia und der Kunstschreiber" von Mario Vargas Llosa

    Tante Julia und der Kunstschreiber

    wiebeke

    16. January 2012 um 18:05

    Ein Feuerwerk ! Mit Witz, Komik, Tempo und Ironie wird ein Stück Südamerika lebendig

  • Rezension zu "Tante Julia und der Kunstschreiber" von Mario Vargas Llosa

    Tante Julia und der Kunstschreiber

    DrGordon

    22. November 2011 um 17:41

    angeblich soll das Buch im spanischen Orginal noch viel besser sein. Aber auch die deutsche Übersetzung ist ein literarischer Leckerbissen. Auch Menschen, welche nicht so vertraut mit südamerikanischer Lebensart sind können sich gut in der Lage der Protagonisten hineinversetzen. DIe Kurzgeschichten bzw. Hörspiele sind das Salz in der Suppe dieses Buches trotz ihres im Laufe der Buches immer apokalyptisches Ausmasses mit immer mehr Toten und verwirrenden Namen da diese verschiedenen handelnden Personen in den Kurzgeschichten zugeteilt werden. Auf der eine Seite eine Liebesgeschichte auf der anderen Tod und Gewalt der Hörspiele. Absolut empfehlenswert und sicher nicht das letzte Buch von Llosa was ich lesen werde.

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  • Rezension zu "Tante Julia und der Kunstschreiber" von Mario Vargas Llosa

    Tante Julia und der Kunstschreiber

    sabatayn76

    'Bestens geeignet für eine Hörspielserie von Pedro Camacho' oder 'Na, dann man zu, der große Skandal geht los' Inhalt: Lima in den 1950er Jahren: bei einem Familienessen trifft der 18-jährige Mario - Jura-Student und Journalist bei Radio Panamericana - auf die 32-jährige Tante Julia, die frisch geschieden und laut den Familiengerüchten auf der Suche nach einem neuen Ehemann ist. Aus anfänglichem Spott und Necken wird eine wenig ernste Liebelei, die schließlich zu einer großen Liebe wird, die sich gegen Vorurteile und gegen das Gerede der Familienmitglieder stellt. Mein Eindruck: Mario Vargas Llosa vermischt die Geschichte um Mario und Julia mit immer abstruser werdenden Szenen aus Hörspielserien, die stets dramatisch und mit reißerischem Cliffhanger enden, so dass man sich als Leser wie in einer Seifenoper fühlt. Dabei ist sein Schreibstil sowohl anspruchsvoll als auch unterhaltsam und amüsant, und während der Lektüre musste ich oft über die bissigen Formulierungen, die bizarren Protagonisten, die absurden Episoden und die oft völlig übertriebenen Geschehnisse lachen. Am Ende möchte man am liebsten von vorn beginnen und diesen wunderbaren Roman erneut lesen. Mein Resümee: Ein großartiger, clever konstruierter, sprachlich anspruchsvoller, grotesker und tragikomischer Roman. Absolute Leseempfehlung.

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    • 2

    serendipity3012

    03. November 2011 um 20:41
  • Rezension zu "Tante Julia und der Kunstschreiber" von Mario Vargas Llosa

    Tante Julia und der Kunstschreiber

    squirrel03

    02. March 2011 um 22:36

    Mario, gerade mal 18 Jahre jung, verliebt sich in die Schwester seiner Tante Olga, nämlich Tante Julia, die ihr 30. Lebensjahr bereits überschritten hat. Das ganze spielt in Lima (Peru) in den 50-er Jahren. Eben diese Tante Julia kommt aus Bolivien, ist frisch geschieden und auf der Suche nach einem neuen Ehemann. Die beiden treffen sich hin und wieder und gehen ins Kino. Aus einem flüchtigen Kuss werden immer mehr und sie genießen ihre heimliche Zuneigung füreinander. Als die Familie davon erfährt, müssen sie handeln. Mario macht ihr einen Heiratsantrag. Die praktische Umsetzung dessen gestaltet sich aber als äußerst schwierig. Und da gibt es noch einen bolivianischen Kunstschreiber, der uns Leser mit Kurzgeschichten unterhält, die in diesem Roman Hörspiele sind, nach denen ganz Lima verrückt ist. Diese Geschichten sind auch miteinander verwoben. Das Lesen dieses Buches bis zum Schluss hat mich einige Überwindung gekostet. Der Roman ist sehr langatmig. Die Hälfte des Buches gehen die beiden Protagonisten händchenhaltend und küssend durch Lima. Sonst passiert nichts. Eingerahmt werden diese nächtliche Spazier- und Kinogänge durch diese Hörspiele, z.B. ein Mann, dessen Schwester als Säugling von Ratten aufgefressen wurde (ja Ihr lest richtig!) hat sein Leben dem Kampf gegen diese Nager gewidmet und dieser Mann wird am Ende von seiner Familie fast zu Tode geprügelt. Gegen Ende des Buches kommt so was wie Spannung auf, weil der Leser wissen möchte, ob die Trauung noch vollzogen wird. Der Schluss ist überraschend und etwas unverständlich. Vielleicht fehlt mir der Zugang zu diesem Werk. Ich kann dieses Buch nur jemandem empfehlen, der mal Lust auf was ganz anderes hat.

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  • Rezension zu "Tante Julia und der Kunstschreiber" von Mario Vargas Llosa

    Tante Julia und der Kunstschreiber

    Ulf_Borkowski

    23. February 2011 um 15:17

    In dem bereits 1977 erschienen Roman „Tante Julia und der Kunstschreiber“ verbindet Mario Vargas Llosa die Liebesgeschichte eines 18 Jahre alten Jurastudenten zu seiner angeheirateten, um 14 Jahre älteren bolivianischen Tante Julia und die -zunächst den Eindruck einer Nebenhandlung erweckenden- Radio-Hörspiele des kauzigen Autors Pedro Camacho. Im Peru der Fünfziger Jahre verliebt sich Mario unsterblich in seine geschiedene Tante Julia, die auf der Suche nach einem neuen Ehemann nach Lima gekommen ist und bei Marios Onkel und Tante, ihrer Schwester, wohnt. Der so wenig an der Jurisprudenz interessierte Student, der um so vieles lieber ein armer Schriftsteller in einer Pariser Mansarde sein würde, statt den hochgesteckten Ansprüchen seiner Familie zu genügen, wird zunächst von seiner Verwandten zwar belächelt, aber auch diese verliebt sich bald in ihren Neffen. So kommt es zu einer heftigen Liebesaffäre, die auch dem großen Familien-Clan der beiden nicht entgeht und unweigerlich in einem Skandal gipfelt. Doch das Liebespaar gibt nicht auf und flüchtet in die Provinz, um durch die eheliche Legalisierung ihrer Beziehung den Clan vor vollendete Tatsachen zu stellen. Doch dies gestaltet sich schwerer als zunächst angenommen, da Mario mit 18 Jahren noch nicht volljährig ist und eigentlich die Erlaubnis seines Vaters brauch, um zu heiraten. Zwischen den einzelenen Kapiteln der dramatischen Liebesgeschichte streut Vargas Llosa immer wieder skurile Episoden ein, die zunächst den Eindruck einer parallelen Handlung machen, sich aber schnell als die Hörspiel-Geschichten des bolivianischen Schreibers Pedro Camacho herausstellen, der in dem Radiosender angestellt ist, in dem Mario sich als Nachrichten-Redakteur seinen Lebensunterhalt verdient. Camacho wurde vom Eigentümer des Senders eigens aus Bolivien abgeworben, um seine beliebten Hörspiele in Lima zu verbreiten. Schnell gewinnt Camacho das Herz der Peruaner und wird zum profitablen Star des Senders. Doch schon bald schleichen sich Ungereimtheiten in die zunächst so perfekten Hörspiele ein, die letztlich alle Serien miteinander vermischen und allesamt in Chaos und Tod aller Akteure gipfeln und den von Anfang kauzigen Camacho in den Wahnsinn treiben. Mario Vargas Llosa hat mit „Tante Julia und der Kusnstschreiber“ einen großteils autobiographischen Roman vorgelegt. Dies wird auch kaum verschleiert, so heißt doch der Protagonist Mario und wird von seinen Freunden „Varguitas“, also in etwa „der kleine Vargas“, genannt. Auch andere biographische Details, wie die Geschichte seiner Familie, die zeitweise Trennung seiner Eltern und eben auch die Heirat -als allerdings 19-jähriger- mit seiner um zehn Jahre älteren Tante Julia entspricht der Realität. Ein interessantes Detail, das Vargas seinem Protagonisten in den Mund legt ist, dass von ihm erwartet werde Millionär zu werden oder zumindest Präsident der Republik. Das Mario Vargas Llosa tatsächlich 1990 nur knapp die Wahl zum Präsidenten der Republik Peru gegen Alberto Fujimori verlieren würde, konnte er mit Sicherheit 1977 auch noch nicht ahnen, zumindest Millionär wird er aber dank seines schriftstellerischen Talentes geworden sein. „Tante Julia und der Kunstschreiber“ ist ganz sicher große Literatur, aber dabei heiter und lesbar, teilweise skuril, aber auch romantisch. Darüber hinaus gibt der Roman auch Einblick in die gesellschaftliche und politische Situation imPeru der Fünfziger Jahre. Ein sehr empfehlenswertes Buch.

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  • Rezension zu "Tante Julia und der Kunstschreiber" von Mario Vargas Llosa

    Tante Julia und der Kunstschreiber

    Duffy

    04. February 2011 um 17:00

    Peru in den 50ern. Der 18jährige Mario, der für eine Nachrichtenredaktion beim Rundfunk arbeitet und von einem Leben als Schriftsteller in Paris träumt, trifft auf seine 32jährige bolivianische Tante, die nach einer geschiedenen Ehe auf der Suche nach einem neuen Mann ist. Die beiden verlieben sich, der Familienclan ist empört und der Skandal perfekt. Das ungleiche Paar kämpft um seine Beziehung. Begleitet wird die Hauptgeschicte von dem "Kunstschreiber" Camacho, der manisch die beliebtesten Hörspielserien schreibt, die das Publikum in trunkene Verzückung versetzten. Leider gerät seine Arbeit und damit auch er selbst im Laufe der Zeit etwas außer Kontrolle. Llosas Kommödie ist so hinreißend, dass man das Buch nicht mehr aus der Hand legen will. Einmalig gelingen ihm auch die Radiogeschichten des "Kunstschreibers". Manchmal zum Schreien komisch, besonders dann, wenn die Zersetzung im Werk des Schreibers zunimmt, die Situationen und Verwechslungen rasante Abfolgen bilden. Die Kunstfertigkeit im flüssigen Schreibstil des Autors gepaart mit einer schier überbordenden Phantasie macht dieses Buch zu einem wahren Meisterwerk der humoristischen Literatur. Woraus andere zehn Bücher machen würden, hat Llosa eines geschrieben. Nicht nur das hat den Nobelpreis verdient.

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  • Rezension zu "Tante Julia und der Kunstschreiber" von Mario Vargas Llosa

    Tante Julia und der Kunstschreiber

    Elocin

    16. January 2011 um 20:16

    Tante Julia, eine 32jährige Bolivianerin, kommt nach ihrer Scheidung nach Lima, um dort einen Ehemann zu finden. Statt dessen verliebt sich ihr 18jähriger Neffe Mario in sie. Aus der anfänglichen versteckten Verliebtheit wird allmählich eine große Liebe, dann ein Skandal. Das Buch besteht aus vielen einzelnen Geschichten. Die Rahmenhandlung ist die bereits beschriebene Liebesgeschichte zwischen Mario und Tante Julia. Darüber hinaus gibt es die seltsamen Geschichten des Hörspielschreibers Pedro Camacho. Mir hat es sehr gut gefallen. Alle Geschichten für sich genommen sind schon sehr gut, teilweise auch sehr witzig. Als Gesamtwerk ist das Buch sogar richtig klasse!

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  • Rezension zu "Tante Julia und der Kunstschreiber" von Mario Vargas Llosa

    Tante Julia und der Kunstschreiber

    Molks

    20. November 2010 um 12:12

    Ein südamerikanischer Roman über Liebschaften mit den dazugehörigen Irrungen und Wirrungen und den klischeehaften Familiengeschichten. Eine Erzählung die von Kapitel zu Kapitel zwischen der Geschichte über den jungen Radioredakteur und seiner geliebten Julia und über im Radio erschienene Hörspiele wechselt. Besonders die Hörspiele - die zum Ende hin immer verworrener werden - machen das Buch zu einem Highlight.

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  • Rezension zu "Tante Julia und der Kunstschreiber" von Mario Vargas Llosa

    Tante Julia und der Kunstschreiber

    Sokrates

    07. November 2010 um 14:47

    Erst nachdem Vargas Llosa in diesem Jahr den Literaturnobelpreis erhalten hat, bin ich auf diesen Schriftsteller aufmerksam geworden. Bisher hat mir Gegenwartsliteratur (20. Jh.) aus Südamerika weniger zugesagt; auch ein Marquez mit "Hundert Jahre Einsamkeit" konnte mich nicht überzeugen. Llosa schafft mit diesem Roman einerseits eine "Liebesgeschichte", andererseits entwirft er ein Kaleidoskop von Handlungssträngen und Personen/Charakteren, die die neuere Zeit in Peru wiedergeben. Die Sprache Llosa's fand ich überraschend erheiternd, vacettenreich, metaphorisch. Es hat überaus großen Spaß gemacht, seinen Beschreibungen von Menschen und Situationen zu folgen. Die Handlung ist breit angelegt; viele Personen, viele Namen. Immer wieder wird zwischen Situationen und Personen umhergesprungen. Das kann mitunter verwirrend, manchmal auch etwas langweilig wirken. Seine mitunter humorvoll-sarkastischen Schilderungen gesellschaftlicher Situationen machen dem Leser ein gelungenes Bild vom Südamerika der modernen Zeit; denn seine Beschreibungen und die Eindrücke, die dadurch gegeben werden, decken sich mit vielen aktuellen Berichten und Dokumentationen aus der Heimat Vargas Llosa. Alles in allem eine unterhaltsame Lektüre; insgesamt aber dennoch nur 4 von 5 Sterne, da das Buch mich leider dann doch nicht in Gänze hat von sich überzeugen können.

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  • Rezension zu "Tante Julia und der Kunstschreiber" von Mario Vargas Llosa

    Tante Julia und der Kunstschreiber

    Beagle

    18. October 2010 um 01:38

    Dass ich Mario Vagas Llosa erst für mich entdeckte, nachdem er dieses Jahr den Nobelpreis für Literatur bekam, ist eigentlich als eine Schande anzusehen. Schon lange habe ich keine Geschichte mehr gelesen, die soviel versteckten Humor und eine angenehme Sprachgenauigkeit aufwies, wie „Tante Julia und der Kunstschreiber“. Was ist nun wahr an dieser Erzählung und was ist künstlerische Freiheit? Das fragte ich mich ständig, als ich den Roman las. Denn der Kern ist die Liebesgeschichte des Autors zur 14 Jahre älteren Julia, die er Tante nennt, obwohl sie die Schwester einer Schwägerin ist und somit kein Verwandtschaftsgrad vorherrscht. Mario ist 18 Jahre alt, er studiert in Lima gegen seine Prinzipien Jura, um seinen Eltern zu gefallen, die sich zu dieser Zeit in den USA aufhalten. Er wohnt bei seinen Großeltern und träumt davon, eines Tages nach Paris zu gehen, sich eine Mansardenwohnung zu nehmen und vor allem, Schriftsteller zu werden. Um sich ein wenig Geld dazuzuverdienen, arbeitet er bei einem lokalen Radiosender als Nachrichtenjournalist, seine Arbeit besteht aber lediglich darin, die Meldungen aus den Zeitungen umzuformulieren und sie dem Sprecher auszuhändigen. Zu dieser Zeit kommt Julia zu ihrer Schwester nach Lima. Sie stammt aus Bolivien, ist gerade von ihrem Mann geschieden worden und möchte sich in Peru einen neuen Ehemann suchen. Da Mario jeden Donnerstag bei seiner Tante Olga und Onkel Lucho zu Mittag ist, lernt er Julia schon am zweiten Tag ihres Aufenthalts kennen. Und gleich zu Anfang macht sie einen unangenehmen Eindruck auf ihn – sie nennt ihn Marioto, die Koseform seines Namens, behandelt ihn überhaupt wie einen Jungen und scheint darüber hinaus noch hochnäsig zu sein. Dennoch lässt er sich von ihr dazu überreden, gemeinsam einen Film anzusehen. Da sie in Lima niemanden kennt, werden diese Kinobesuche schon bald eine regelmäßige Ablenkung. Während dieser Zeit wird der – ebenfalls bolivianische – Schriftsteller Pedro Camacho beim Radio angestellt. Zwischen Mario und ihm entwickelt sich schon bald eine Vertrautheit, die seine Chefs und Kollegen als Freundschaft interpretieren. Doch Camacho ist kein Mensch, der Freundschaften pflegt, er ist durch und durch ein Künstler, der nur für seine Arbeit lebt und an jeglichen Zeitvertreiben kein Interesse hat. Aber dieser spleenige, kleine Mann wird schon bald der große Star Limas, denn seine Hörspiele bescheren dem Radiosender ungeahnte Einschaltquoten. Diese Hörspiele sind es auch, die die eigentliche Geschichte immer wieder abwechseln, denn Llosa schrieb ein Kapitel aus seiner Perspektive, im nächsten wird ein Hörspiel erzählt. Und gerade dies ist es, was den Reiz des Romans ausmacht, das ständige Abwechseln der eigentlichen Situationen. Dabei sind es niemals die gleichen Hörspiele, die erzählt werden, denn Pedro Camacho schreibt fast Tag und Nacht ununterbrochen durch, schon bald erscheinen 5 Hörspiele täglich, die am Tag darauf ihre Fortsetzung finden. Diese bekommen die Leser allerdings nicht mit, es wird lediglich immer die erste „Stunde“ präsentiert. Dadurch entstehen so viele Charaktere, dass man irgendwann einmal den Überblick über die ganzen Menschen verliert, die in den Radiosendungen auftauchen. Doch, wir sind nicht die einzigen, denen es so geht… Eines Tages, am Geburtstag von Onkel Lucho, küsst Mario Tante Julia auf der Tanzfläche auf den Mund. Sie lässt es sich gefallen und schon bald wird aus diesem scheinbar harmlosen Flirt eine ernste Liebe zwischen den beiden. Fortan müssen sie sich verstecken, da die Verwandten dieses Verhältnis niemals billigen würden. Der Nobelpreisträger öffnet uns eine Welt im Peru der 50er Jahre, in der es noch kein Fernsehen gab und das Hörspiel zur allgemeinen Heiterkeit weit verbreitet war. Vor Allem aber gewährt er uns Einblick in eine wunderbare und gleichzeitig traurige Liebesgeschichte, die sich heutzutage wohl so nicht mehr zutragen könnte.

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  • Rezension zu "Tante Julia und der Kunstschreiber" von Mario Vargas Llosa

    Tante Julia und der Kunstschreiber

    serendipity3012

    16. October 2010 um 10:48

    Don Mario und seine Tante Es gibt – so scheint es – eine besondere, eine typisch lateinamerikanische Art, zu schreiben und zu erzählen. Maria Vargas Llosa jedenfalls entfaltet in seinem Roman „Tante Julia und der Kunstschreiber“ aus dem Jahr 1977 ein sehr lebendiges Bild seiner Heimat Peru, dass mich in Sprache und Stil an andere Autoren dieser Region erinnert hat. Die Geschichte führt uns in das Peru der Fünfziger Jahre des 20. Jahrhunderts. Der junge Mario studiert eher aus Pflichtgefühl seinen Eltern gegenüber Jura und arbeitet beim Radio „Panamericana“. In seiner Freizeit schreibt er Erzählungen, weil er eigentlich Schriftsteller werden will. Da begegnet er Julia. „Tante Julia“ ist eigentlich die Schwester der Frau seines Onkels, sie kommt aus Bolivien, ist 32 und geschieden und sucht einen neuen Mann in Peru. Den 18jährigen Mario hatte sie freilich nicht im Sinn. Die beiden lernen sich kennen, gehen zusammen ins Kino – als Tante und Neffe – und verlieben sich. Lange versuchen sie, ihre Liaison geheim zu halten. Dass alles öffentlich wird und Mario und Julia beschließen, zu heiraten, ist für die Familie nicht weniger als ein Skandal. Neben dieser fulminant erzählten Liebesgeschichte erfährt der Leser Interessantes aus dem Peru der Mitte des letzten Jahrhunderts. Bevor das Fernsehen in das Land kam, waren Radiohörspiele populär, die in Fortsetzungsserien ausgestrahlt wurden. Diese Hörspiele werden auf raffinierte Weise in den Roman eingebunden. Hier wird der Text zum Metaroman. Die Lektüre dieses Romans war ein echtes Vergnügen. Vargas Llosa ist ein wahrer Erzähler und er scheint aus einem unendlichen Fundus an Geschichten schöpfen zu können. Seine Leser nimmt er bei der Hand und führt sie in sein Lima wie einen Freund. Die Sprache ist geschliffen und präzise, seine Wortwahl immer treffend und doch ist seine Prosa voller Bilder. Mario Vargas Llosa verarbeitet in seinem Roman ein Stück seiner eigenen Biographie, acht Jahre war er mit „Tante Julia“ verheiratet. Die Bekanntgabe des Literaturnobelpreisträgers 2010 bewog mich, endlich den Roman „Tante Julia und der Kunstschreiber“ zu lesen, der schon lange in meinem Regal stand. Schade, dass ich so lange gewartet habe. Und wie schön, dass Vargas Llosa so viele Romane geschrieben hat! Ich freue mich schon darauf, bald wieder in seine Welt zu versinken!

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  • Rezension zu "Tante Julia und der Kunstschreiber" von Mario Vargas Llosa

    Tante Julia und der Kunstschreiber

    ErnaErbse

    15. June 2008 um 12:41

    selten hat ein buch so viel spaß gemacht. naiv-verdorben-herrlich.

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