Marion Bischoff Heidelbeerkind

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Inhaltsangabe zu „Heidelbeerkind“ von Marion Bischoff

Clausen, ein kleines Dorf im Pfälzerwald im August 1944: Elise liebt es, die morgendliche Ruhe der Natur auf sich wirken zu lassen. Sie pflückt Heidelbeeren, als sie plötzlich dieses Ächzen hört. Ängstlich und neugierig zugleich sieht sie sich um. Zwischen den Hecken liegt ein verwundeter Soldat. Die Panik ist ihm anzusehen. Obwohl Elise weiß, dass auf die Hilfe für Fahnenflüchtige Zuchthaus steht, versteckt und versorgt sie den Fremden in der Waldhütte ihres Vaters. Doch Nazis lauern überall … Obwohl viele Menschen die Ausmaße des Hitlerregimes gar nicht erfassen konnten, gab es unter ihnen diejenigen, die sich auflehnten und nicht dem verbreiteten Stimmungsbild folgten. Einer dieser Menschen war Elise.

Ich kann euch dieses Buch wirklich nur ans Herz legen. Sehr berührend, spannend und mit authentischen Charakteren gesegnet.

— Buchbahnhof
Buchbahnhof

Ein wunderschönes Buch, das den Zweiten Weltkrieg aus einer besonderen Perspektive beschreibt.

— mary_stuart
mary_stuart

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    Heidelbeerkind
    Buchbahnhof

    Buchbahnhof

    11. July 2017 um 18:47

    Das Buch wird als historischer Liebesroman beworben. Ich muss sagen, dass ich es nicht nur als eben dies empfinde, sondern auch als ein wichtiges Zeitdokument. So oder ähnlich dürften sich viele Geschichten in Deutschland der 30er und 40er Jahre des 20. Jahrhunderts abgespielt haben. Die Bevölkerung leidet Not, wobei Elise in einem kleinen Dorf lebt, in dem man die meiste Zeit über vom Kriegsgeschehen an sich relativ wenig mitbekommt. Dennoch sind die Zeiten schwierig, Freundschaften werden auf harte Proben gestellt und nicht jede Freundschaft, die zuvor eine solche zu sein schien, überlebt diese Zeiten. Elise ist eine beeindruckende junge Frau, die mir Hochachtung abgerungen hat. Ohne Angst stellt sich sie sich der Aufgabe, die ihr mit dem verwundeten Deserteur Julius vor die Füße geworfen wird. Ebenso ohne Angst sagt sie offen ihre Meinung gegen das Regime und kämpft für sich und ihre Familie. Auch in der Zeit, in der sich die Verzweiflung des jungen, gerade einmal 18 Jahre alten Mädchens, sich aus jeder Zeile herauslesen lässt, so verliert sie nicht den Lebensmut, verliert nicht ihren starken Willen. Elise hat mich, als Charakter, nachhaltig beeindruckt. Elises Mutter spielt einen wichtigen Part in der Geschichte. Von ihr war ich zunächst im höchsten Maße abgestoßen, habe mich dann aber bemüht, auch ihre Sichtweise zu verstehen. Es fiel mir schwer. Wie kann eine Mutter ihre Tochter so hängen lassen, sie in solch einer schweren Zeit so wenig unterstützen. Ich hatte den Eindruck, dass eher Elise die starke Erwachsene in dieser Familie ist. Elises Mutter ist es aber auch, die die größte Entwicklung durchmacht. Auch das hat mir Respekt vor ihr abgerungen. Julius habe ich eigentlich ein bisschen zu wenig kennengelernt. Mir fiel es schwer, nachzuvollziehen, warum sich Elise so Hals über Kopf in ihn verliebt. Aber, sie tut es und ich habe es ihr durchaus abgenommen. Ich hätte mir aber gewünscht, noch ein bisschen mehr über ihn und sein bisheriges Leben zu erfahren. Er blieb mit leider sehr fremd. Ferdinand und Gerda, zwei sehr wichtige Nebenfiguren, waren sehr gut dargestellt. Ferdinand konnte ich noch ansatzweise verstehen. Die jungen Menschen sind noch sehr jung, werden in einer Ausnahmesituation groß und er ist schon arg verliebt. Ich habe immer zwischen Verständnis und Mitgefühl geschwankt. Letzen Endes war mir Ferdinand aber doch zu berechnend, um ihn wirklich gern haben zu können. Vor allem Gerda ist natürlich die Person zum hassen schlechthin. An ihr konnte ich nichts, aber auch gar nichts finden, was sie mir irgendwie sympathisch gemacht hätte. Insgesamt ist der Schreibstil von Marion Bischoff extrem flüssig, sehr einnehmend und bildhaft. Ich hatte keine Probleme mir das kleine Dorf mit seinen Bewohnern vorzustellen. Ich musste mich zwingen, das Buch aus der Hand zu legen, denn eigentlich hätte ich es wirklich in einem Rutsch durchlesen können. Ich habe so eine starke Verbindung zu Elise aufgebaut, dass ich das Gefühl hatte, sie wirklich durch ihr Leben zu begleiten. Was will man als Leser mehr? Heidelbeerkind von Marion Bischoff ist eine extrem runde Geschichte, die mich in eine Zeit entführt hat, von der ich froh bin, dass ich sie nicht miterleben musste. Von mir gibt es 5 Sterne und eine Leseempfehlung. Marion Bischoff hat mir verraten, dass sie bereits am zweiten Band schreibt. Ich bin jetzt schon gespannt, wie es für Elise, ihren kleinen Bruder Hans, ihren Großvater und ihre Mutter weitergeht. Werden wir Julius wiedersehen? Wer weiß… Ich kann euch dieses Buch wirklich nur ans Herz legen. Sehr berührend, spannend und mit authentischen Charakteren gesegnet.

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  • Ziegenmilch und Heidelbeeren

    Heidelbeerkind
    mary_stuart

    mary_stuart

    13. April 2017 um 13:36

    Bücher über den Zweiten Weltkrieg habe ich viele gelesen: die politischen Wälzer von Ken Follett, Geschichten über verfolgte Juden und Menschen, die für die Gerechtigkeit kämpften, Tagebücher, Augenzeugenberichte, ... Aber keines hat mich so in die Welt der "normalen" Menschen eintauchen lassen wie "Heidelbeerkind" von Marion Bischoff.Elise ist eine junge Frau, deren Vater und Verlobter im Kampf gefallen sind. Zusammen mit ihrer Mutter unternimmt sie alles, um ihren Bruder und ihren Großvater durchzubringen. In dem Wissen, dass sie dadurch in Teufels Küche kommen kann, pflegt sie einen verwundeten Deserteur, päppelt ihn auf und teilt das Wenige, das sie hat mit ihm. Mehr soll zu der Geschichte nicht gesagt werden.Nur so viel: Nicht die Konzentrationslager sind Thema des Buches, selbst Hitler kommt nur am Rande vor. Im Vordergrund stehen die Entbehrungen, welche die Kriegszeit mit sich brachte, der Kampf um die Nahrungsbeschaffung und die kleinen und großen Freuden - zu denen zum Beispiel Bratenduft gehört oder ein Stückchen Heidelbeerkuchen. Trotz aller Sorgen und Nöte, welche die Menschen durchmachen müssen, sind sie doch noch zu großen Gefühlen fähig: zu Mitgefühl für die Not anderer, zu teilen, anderen zu helfen und zur großen Liebe, die natürlich genau da passiert wo sie am wenigsten vermutet und gebraucht wird.Andere Bücher über den Zweiten Weltkrieg habe ich gelesen, weil die Geschichten packend waren oder ich meine historische Neugier befriedigen konnte. Diese Buch habe ich verschlungen, weil ich darin die Geschichten meiner Oma wiederfand, die Geschichte von den Alltagssorgen und -gefühlen der Menschen, die unter dem Krieg leiden und damit zurechtkommen müssen. Ein wunderschönes Buch mit einem (für mich) offenen Ende - nur gut, dass eine Fortsetzung in Sicht ist!!!!

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