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kubine

vor 6 Jahren

Bewerbung

Im Rahmen der LB-Aktion „Debütautoren 2012 – neue Bücher entdecken, lesen &empfehlen!“ freue ich mich, Euch zu der Leserunde zu Marion Braschs Buch „Ab jetzt ist Ruhe“, das am 23. 02.12 erscheint, einzuladen.

Worum geht im Buch?

»Ab jetzt ist Ruhe« – dieser Spruch, den die unruhigen Kinder mit ihrer Mutter aufsagten und der sie in den Schlaf geleiten sollte, liegt wie ein Motto über dem Familienroman von Marion Brasch.
Die jüdischen Eltern, die sich im Exil in London kennenlernten, gründeten die Existenz ihrer jungen Familie in Ostberlin, wo der Vater nach dem Krieg seine Ideale als Politiker verwirklichen wollte. Die drei Söhne – zwei davon wurden Schriftsteller, der mittlere Schauspieler – revoltierten gegen die Autorität der Vätergeneration und scheiterten an der Wirklichkeit, während die kleine Schwester Versöhnung und Ausgleich suchte und oft genug damit an Grenzen stieß, auch an die eigenen.
Marion Brasch ist mit diesem Roman ein bewegender, oft witziger Rückblick auf die Geschichte ihrer Familie gelungen, gleichzeitig erzählt sie ihr eigenes Leben in einem Land, das es heute nicht mehr gibt.

»Meine drei Brüder hatten schon so wichtige Dinge getan, als sie in meinem Alter waren. Sie hatten rebelliert, um ihre Träume ins Leben zu holen. Und ich? Keine Leidenschaft für nichts. Stattdessen rief ich in meiner eigenen Wohnung an.«

Eine Leseprobe findet ihr hier:
http://www.fischerverlage.de/sixcms/media.php/308/LP_978-3-10-004420-4.pdf

Marion Brasch wurde 1961 in Berlin geboren. Nach dem Abitur arbeitete die gelernte Schriftsetzerin in einer Druckerei, bei verschiedenen Verlagen und beim Komponistenverband der DDR. 1987 begann sie als Musikredakteurin beim Jugendsender DT64 und ist heute als freie Rundfunkjournalistin und -moderatorin bei radioeins (RBB) tätig. "Ab jetzt ist Ruhe" ist ihr erster Roman.

Sie wird die Leserunde auch begleiten und ist schon sehr gespannt, auf Eure Fragen. Der Fischer Verlag stellt uns für die Aktion freundlicherweise 10 Exemplare des Buches zu Verfügung. Diese werden unter allen Teilnehmern verlost, die folgende Frage beantworten:

Was sind eure liebsten Familienerinnerungen?

Teilnehmen könnt ihr bis 28.02.12. Selbstverständlich ist jeder eingeladen, sich an der Leserunde zu beteiligen.

Autor: Marion Brasch
Buch: Ab jetzt ist Ruhe

schokoloko29

vor 6 Jahren

Bewerbung

Hallo! Ich habe gerade die Leseprobe und die Inhaltsangabe durchgelesen. Und ich finde den Inhalt sehr interessant. Mich interessiert jüdisches Leben. Im Moment lese ich von Nicole Krauss "Eine Geschichte der Liebe". Wenn die Protagonisten dann auch noch in Deutschland leben ist das für mich doppelt interessant.
Vielleicht habe ich ja Glück und gewinne dieses Buch!!!

Buchraettin

vor 6 Jahren

Bewerbung

Ich möchte gern teilnehmen, an liebsten erinnere ich mich an meine Kindheit

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suse9

vor 6 Jahren

Teil 5: Kapitel 11 - Ende (S. 343 - S. 399)

mabuerele schreibt:
Besonders dankbar bin ich der Autorin, dass sie das Leben beschrieben hat, wie es war und nicht die heute übliche Schwarz-Weiß-Malerei verwendet hat. Vieles lässt sich auch zwischen den Zeilen lesen. Die Geschehnisse nach der Wende wurden sehr genau beobschtet.

Genau das war auch für mich mit das Beste am Buch. Es wurde nichts beschönigt oder schwarz gemalt, verteufelt oder verherrlicht - einfach nur gesagt - zack - so war es. Im Interview ist Marion Brasch auch so aufgetreten. Sie sagt, was sie erlebt und empfunden hat - egal, ob das nun aus heutiger Sicht "modern" ist oder nicht. Das hat mich beeindruckt und ich habe nicht bereut, das Buch gelesen zu haben.

kubine

vor 6 Jahren

Teil 5: Kapitel 11 - Ende (S. 343 - S. 399)
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@suse9

Ich kann mich Euch nur anschliessen. Im Nachhinein ist es immer leicht zu beschönigen oder zu verteufeln. Der normale Alltag geht dabei aber immer viel zu schnell unter.

mabuerele

vor 6 Jahren

Fazit/ Rezension

Meine Rezi:

http://www.lovelybooks.de/autor/Marion-Brasch/Ab-jetzt-ist-Ruhe-813590664-w/rezension-944689467/

Sie wurde auch bei amazon eingestellt.

MarionBrasch

vor 6 Jahren

Fazit/ Rezension
@mabuerele

Tolle Rezension... vielen, vielen Dank!

Blaustern

vor 6 Jahren

Teil 5: Kapitel 11 - Ende (S. 343 - S. 399)
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Hab das Buch am Wochenende durchgelesen. Marion hat nun wieder einen neuen Job, beim Radio DT64 nehmen sie jeden. Und die Arbeit macht ihr Spaß. Dann erkrankt der Vater wieder an Krebs. Er macht das alles mit sich alleine aus, erzählt sogar, dass er zur Kur fährt, obwohl er die ganze Zeit im Krankenhaus lag. Der Spruch des Bruders „mach dir keine Sorgen, der Alte ist zäh“ ist ein schwacher Trost, denn nun stirbt der Vater. Marion muss sich um die Beerdigung kümmern und ganz allein die Wohnung ausräumen. Zum Glück hat sie Unterstützung von ihrer Freundin. Warum helfen die Brüder nicht bei solcher Aufgabe mit? Die DDR ist ebenfalls am auseinanderbrechen, und der Vater bekommt davon nur noch Ansätze mit. Was er wohl zu den Demos etc. gesagt hätte, wo er doch so überzeugt war. Ich verstehe nicht, wie man Scham gegenüber den Menschen empfinden kann, für die endlich der Tag der Freiheit gekommen ist. Natürlich ist das der glücklichste Tag im Leben. Endlich konnte sich jeder frei entfalten und was aus sich machen, wenn er denn wollte, und wurde nicht mehr von der Regierung gehemmt und schikaniert, bloß weil er seine eigene Meinung von sich gab oder nicht 3 Jahre in der Armee dienen wollte. Und was ist das für ein Land, das seine Leute einsperren muss. Weil sonst niemand geblieben wäre. Und es ist ja auch so, dass es mit jedem Jahr schlimmer wurde, die Bauten, Häuser zerfielen immer mehr, in den Läden gab es immer weniger zu essen (okay Brot und Wurst und Butter gab es noch) und ganz zu schweigen von Klamotten. Wem ist es da nicht zu verdenken, dass er endlich für seine Arbeit auch das bekommt, was er möchte. Und über die Meinung der Leute in den USA war ich auch ganz überrascht. Wie konnten die sagen, wir waren und mussten doch die glücklichsten Menschen der Welt gewesen sein? Wie kommen die auf so einen Schwachsinn? Haben sie die Leute dort auch für blöd verkauft? Ich will ja gar nicht sagen, dass in dieser Regierung alles toll ist, vielleicht hätte man einen besseren Weg finden können, von beiden sich das Beste raussuchen. Aber davon habe ich zu wenig Ahnung. Marion verbrachte eine interessante Zeit in New York mit Matthew. Aber danach war es auch wieder vorbei mit den beiden. Ihre Trennungen kommen mir immer sehr vernünftig vor, kein Nachweinen, nichts. Die gemeinsame Zeit war halt vorbei und fertig. So richtige Liebe war es doch nicht wirklich, oder? Die Brüder sind irgendwie auch alle völlig verkorkst. Das hängt wohl alles mit dem gesamten Benehmen des Vaters zusammen. Und seine Frau war ja auch nicht glücklich gewesen in der DDR mit all dem Drum und Dran. Der eine Bruder hatte recht. Die Schwester überlebt alle, und so ist es am Ende auch. Aber nun hat sie ja noch ihre Tochter und ist wenigstens nicht ganz allein. Aber die Brüder hatten doch auch Kinder? Hat sie denn da gar keinen Kontakt mehr? Es ist eine sehr traurige Familiengeschichte trotz all der Vorzüge, die sie in der DDR genossen haben. Ich fand das Buch sehr spannend und interessant und bin froh, dass ich es lesen konnte. Mal über die Sichtweise und das Leben von anderen zu lesen, ist sehr interessant. Rezension folgt.

Blaustern

vor 6 Jahren

Wie gefällt Euch das Cover?

Das Cover gefällt mir sehr gut mit der gemalten Marion vor dem Fenster. Es passt perfekt zum Buch und zum Titel. "Ab jetzt ist Ruhe" sagt es wirklich aus. Nun sind die Eltern beide tot, die Brüder auch alle, und Marion ist erschöpft von der langen Zeit. Des Kämpfens, des Schmerzes, aber es zeigt wohl auch irgendwie wieder eine Sehnsucht zu der Zeit, als die Familie noch bei ihr war. Denn sie liebt ja trotz allem ihre Familie, wie fast jeder. ;)

Blaustern

vor 5 Jahren

Fazit/ Rezension
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Meine Rezension ist nun auch endlich fertig:
http://www.lovelybooks.de/autor/Marion-Brasch/Ab-jetzt-ist-Ruhe-813590664-w/rezension-949798229/
Ich bedanke mich, dass ich dieses tolle Buch mit der Familiengeschichte in der DDR lesen durfte. Es war richtig interessant und hat mich tief berührt. Danke.

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