Marion Charles Ich war ein Glückskind: Mein Weg aus Nazideutschland mit dem Kindertransport

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Inhaltsangabe zu „Ich war ein Glückskind: Mein Weg aus Nazideutschland mit dem Kindertransport“ von Marion Charles

Eine der letzten Zeitzeuginnen erzählt von ihrer Reise mit dem Kindertransport Es ist der 4. Juli 1939, als die 11-jährige Marion Charles mit dem Kindertransport nach London flieht. Sie ist Jüdin, und die Ausreise aus ihrem geliebten Berlin rettet ihr das Leben. Die Trennung von ihrer Familie, die fremde Spache, das neue Land – all das macht Marion traurig, aber sie sieht es auch als großes Abenteuer. Fortan wächst sie bei verschiedenen Pflegefamilien auf, fasst Fuß in England, heiratet und bekommt eine Tochter. Viele Jahre später kehrt sie nach Deutschland zurück. Sie hatte Glück, davon ist sie fest überzeugt. Jetzt erzählt Marion Charles von ihrem ereignisreichen Leben.

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  • Einer der vielen wichtigen Abschnitte deutscher Geschichte, der gelesen werden sollte!

    Ich war ein Glückskind: Mein Weg aus Nazideutschland mit dem Kindertransport

    Buecherwurm2punkt0

    19. November 2013 um 10:36

    Zu Beginn des Buches war ich angenehm überrascht, denn die Einleitung stammte von Wendy Leigh also der Tochter der Autorin. Es war interessant zu lesen, wie sie die Autobiografie der Mutter empfand und was sie daraus mitnahm. Das Vorwort hätte also nicht besser gewählt sein können! Danach folgte jedoch der Prolog, der mich doch etwas irritierte. Hier meldete sich die 14-jährige Schülerin Anna Kiefer zu Wort, die die Autorin Marion Charles über ihr Leben für die Schülerzeitung interviewen möchte. Es wirkte auf mich wie der Auftakt eines fiktiven Romanes obwohl schlussendlich doch ein Tatsachenroman daraus wurde. Wie die Schülerin Anna Kiefer da ins Bild passt, ist mir bis heute nicht klar. Sie erleichterte weder den Einstieg in die Geschichte, noch war sie dafür in irgendeiner Art relevant. Da die Autorin Marion Charles über ihr einiges Leben schreibt, verstehe ich auch nicht warum eine Interviewpartnerin eingeführt wurde. Die Geschichte die wahren Tatsachen entspricht, hat mein Herz sehr berührt. Marion Charles konnte mir, als Nichtzeitzeugin einen intensiven Eindruck der damaligen Zeit geben, der einem glückliche und schreckliche Seiten zeigt. Auch wenn ein Familienmitglied aus dem Tatsachenbericht komplett gestrichen wurde, hatte ich nicht einmal das Gefühl das etwas fehlte oder unstimmig war. Die hinzugefügten Bilder in der Mitte des Buches intensivierten meine Gefühle gegenüber der Geschichte noch weiter, sodass ich am Ende kaum fassen kann was für ein "Glück" die Autorin wirklich hatte. Für mich war der beschriebene Weg aus Nazideutschland mit dem Kindertransport ein weiteres Puzzleteil in der Geschichte des zweiten Weltkrieges. Ein Aspekt mehr, denn ich nicht kannte und vor allem gespickt mit Hintergrundfakten die auf mich einfach unglaublich wirkten.

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  • Interessant und emotional zugleich

    Ich war ein Glückskind: Mein Weg aus Nazideutschland mit dem Kindertransport

    Tialda

    08. November 2013 um 20:00

    Als erstes sah ich den Buchtrailer zu Marion Charles’ “Ich war ein Glückskind: Mein Weg aus Nazideutschland mit dem Kindertransport” und war zutiefst ergriffen. Deshalb wollte ich das Buch unbedingt so schnell wie möglich lesen. Der Stil in dem die Geschichte erzählt wird, hat mich dann doch etwas überrascht. Neben der Einleitung, die von der Tochter der Autorin verfasst wurde, gibt es einen fiktiven Prolog, welcher den Startschuss für die nachfolgenden 18 Kapitel gibt. In diesem Prolog stellt sich ein 14-jähriges Mädchen namens Anna vor, das für ihre Schülerzeitung einen Artikel über Marion Charles’ Geschichte schreiben möchte. Es folgt ein Briefkontakt zwischen dem fiktiven Charakter und der Autorin und schließlich finden sich die beiden bei einem gemeinsamen Mittagessen wieder. An dieser Stelle beginnt die eigentliche Geschichte, die bis auf die Tatsache, dass ein Familienmitglied komplett aus der Story gestrichen wurde, wahr ist. Dass Frau Charles der Jugendlichen erzählt, was ihr als Kind passierte, hat vor allem den Vorteil, dass die Schilderung auch wirklich von Jugendlichen verstanden werden kann. Aufgeteilt ist das Ganze in kursive Abschnitte, in denen die Autorin erzählt und in die normal geschriebenen Parts, die Tagebuchauszüge darstellen. Zwar hat mich das Buch nicht so extrem berührt, wie der Trailer, bei dem Tränen flossen – aber durch viele kleine erzählte Details, wie z.B. dass blinde Juden keine Kennzeichnung dafür mehr tragen durften, berühren den Leser schmerzhaft im Herzen. Außerdem hat es mir wahnsinnig Leid getan, dass Marion Charles nicht bei einer Gastfamilie bleiben konnte, sondern immer weitergeschickt wurde und niemand sie wirklich gern bei sich hatte… Um alles noch greifbarer zu machen, ist auf den ersten beiden Seite eine Karte abgedruckt, die zeigt, welcher Weg mit dem Kindertransport zurückgelegt wurde, und im Mittelteil des Buches befinden sich 17 Bilder, die Marion und ihre Familie zeigen. Geeignet ist “Ich war ein Glückskind” sowohl für Jugendliche als auch für Erwachsene, denn es geht wirklich ans Herz. Außerdem werden durch Zeitzeugenberichte immer wieder Kleinigkeiten erzählt, von denen man bisher noch nichts wusste, was wirklich interessant – und wenn auch in diesem Fall erschreckend – ist. Fazit: Interessant und emotional zugleich erzählt Marion Charles von ihrer Kindheitserfahrung – ohne ihre Eltern mit einem Kindertransport aus Nazideutschland zu flüchten.

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