Marion Feldhausen Friedensengel

(27)

Lovelybooks Bewertung

  • 28 Bibliotheken
  • 1 Follower
  • 0 Leser
  • 22 Rezensionen
(17)
(8)
(2)
(0)
(0)

Inhaltsangabe zu „Friedensengel“ von Marion Feldhausen

Profit bedeutet ihnen alles. Ein Leben nichts … In Karlsbach treibt eine Bande von Schutzgelderpressern ihr Unwesen. Kommissar Alvermann und sein Team scheinen machtlos. Als ihre Ermittlungen sie in ein ortsansässiges Rüstungsunternehmen führen, kommt der Verdacht des illegalen Waffentransports auf. Der Journalist David van Treek ist dieser Spur bereits auf eigene Faust gefolgt. Mit brisantem Fotomaterial gelingt ihm die Flucht aus Kolumbien. Kaum ist David wieder in Deutschland, wird er erbarmungslos gejagt. Alvermann begibt sich auf hochpolitisches Terrain …

Empfehlenswerter Politkrimi, beginnt etwas behäbig, ist aber am Ende nicht mehr aus der Hand zu legen.

— Leseratz_8
Leseratz_8

Harter Tobak: Gut zu lesen, schwer zu verdauen. Sehr zu empfehlen.

— Talitha
Talitha

Hochbrisant, temporeich und sehr spannender Krimi

— Bellexr
Bellexr

Stöbern in Krimi & Thriller

In tiefen Schluchten

Das ist kein Krimi, eher Geschichtsstunde plus Naturbeschreibung

sabsisonne

Todesreigen

Der Autor versteht zu fesseln und sein Duo Nemez und Sneijer hat bereits Kultstatus erlangt. Nervenkitzel pur! Klare Leseempfehlung!

tinstamp

Die Verlassene

Spannend und langatmig zugleich

SillyT

Wildfutter

Zotig und komödienhaft - Geschmacksache

mareikealbracht

Finster ist die Nacht

Macy Greeley zum dritten!

guemue

Spectrum

Genialer Plot, tolle Figuren, eine wortgewaltige Erzählweise, mit ein paar Längen im Storyverlauf. Macht aber definitiv Lust auf mehr.

AberRush

  • Rezensionen
  • Leserunden
  • Buchverlosungen
  • Themen
  • Leserunde zu "Friedensengel" von Marion Feldhausen

    Friedensengel
    MarionFeldhausen

    MarionFeldhausen

    Leserunde zu „Friedensengel“ von Marion Feldhausen Ich möchte Euch herzlich zur Leserunde zu meinem zweiten Roman einladen, der im März im Blanvalet-Verlag erschienen ist. Kenntnis des ersten Romans um Kommissar Alvermann ist nicht erforderlich. “Friedensengel“ ist dem Genre Polit-Krimi zuzuordnen, ich setze mich mit der Rüstungsindustrie und dem Bürgerkrieg in Kolumbien auseinander. Zum Inhalt: Kriminalkommissar Alvermann und seine Kollegen stoßen während der Ermittlungen in einem Fall von Schutzgelderpressung  auf eine Spur, die in die Chefetage des ortsansässigen Rüstungsunternehmens Brenner & Söhne führt. Im Laufe der Ermittlungen erhärtet sich der Verdacht, dass der Konzern illegal Waffen nach Kolumbien exportiert hat. Zur gleichen Zeit trägt der Karlsbacher Journalist David van Treek in Kolumbien Material gegen General Rojas Giraldo zusammen, das er dem Internationalen Gerichtshof in Den Haag zur Verfügung stellen will. Nicht nur der General, auch die Rüstungsfirma Brenner & Söhne haben allen Grund, den Journalisten von seiner Mission abzubringen. Alvermann begibt sich auf hochpolitisches Terrain und sucht einen Mörder ohne Gewissen … Einen ersten Leseeindruck findet Ihr bei amazon>> Wenn Euer Interesse geweckt ist, Ihr Lust habt, den Roman zu lesen, Euch eine aktive, zeitnahe Beteiligung möglich ist  und Ihr Eure Eindrücke gerne als Rezension hier auf LovelyBooks, wenn möglich auch auf  Amazon (wenn Ihr mögt, zusätzlich gern auch auf anderen Plattformen) wiedergeben wollt, habt Ihr ab heute bis zum 23. Juni Zeit,  Euch für diese Leserunde zu bewerben. Der Blanvalet-Verlag  verlost 15 Bücher. Mehr Informationen zu mir findet Ihr auf meiner Webseite www.marion-feldhausen.de Ich freue mich auf eine spannende Leserunde mit Euch und bedanke mich für Euer Interesse. Natürlich können auch alle mitmachen, die das Buch bereits besitzen oder es sich selbst zulegen möchten.

    Mehr
    • 276
  • Erstklassiger Politthriller, der bewegt und mitreißt

    Friedensengel
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    10. September 2013 um 20:00

    *INHALT* Kommissar Alvermann - frisch von seinen Schussverletzungen genesen - und sein Team versuchen vergeblich, einer Bande von Schutzgelderpressern beizukommen. Doch erst als ihr Sohn bei einem Hausbrand stirbt, ist eine der Betroffenen bereit, zu reden. Und plötzlich deutet alles auf ein regionales Rüstungsunternehmen, es drängt sich der Verdacht auf illegalen Waffentransport auf. Parallel dazu ist der Journalist David in Kolumbien, um über den Konflikt zwischen Venezuela und Kolumbien sowie die Paramilitärs zu berichten. Er erlebt dort Grauenhaftes, doch es wird klar: Die Menschen dort sind auf Waffen angewiesen - Waffen, die vielleicht illegalerweise aus Deutschland kommen? *MEINE MEINUNG* Mir war nicht bewusst, dass es sich um die Fortsetzung eines ersten Bandes handelt ("Himmelskinder"). Man merkt an einigen Stellen, dass es da offensichtlich vorher Zusammenhänge gegeben haben muss, allerdings erschließt sich das Meiste aus dem Kontext oder wird von der Autorin noch einmal erwähnt. Für das Verständnis der Charaktere  muss man den ersten Band also nicht gelesen haben. Mir gefiel der Schreibstil von Anfang an. Ich habe mich nicht lange einlesen müssen und bin das ganze Buch hinweg begeistert geblieben. Der Autorin gelingt der Spagat zwischen einem wichtigen politischen Thema, das mit dem ihm gebührenden Ernst auch vorgetragen wird sowie einigen heiteren und erfreulichen Szenen, um das Buch insgesamt nicht zu düster werden zu lassen. So gibt es zum Beispiel die kleine fünfjährige Lotte, einen quirligen, aufgeweckten Sonnenschein, die "Herr Halber Mann" ganz schön auf Trab hält. Insgesamt finde ich, dass der Autorin mit diesem Buch ein toller Thriller gelungen ist, der nicht nur unterhält, sondern auch politische und gesellschaftliche Probleme aufzeigt, der gleichzeitig schockiert und fesselt, vor allem aber eins: zum Nachdenken anregt.

    Mehr
  • Zweiter Fall für Alvermann

    Friedensengel
    Bücherwurm

    Bücherwurm

    07. September 2013 um 22:29

    Mit dem "Friedensengel" der Autorin Marion Feldhausen stand ich die ersten 60 Seiten auf Kriegsfuß! Es ist der bereits zweite Fall des Ermittlerteams um Alvermann in Karlsbach und für mich die erste Begegnung mit dem Team! Ich wollte das Buch unbedingt lesen, weil ich gelesen hatte, es würde Korruptionen in Kolumbien zum Inhalt haben, wahre Geschichten im Hintergrund über das Drama "da unten" auf der anderen Seite der Erde! Ich lese ja verflixt gerne harte amerikanische Thriller, die oft einen wahren Kern oder gar wahre Begebenheiten aufarbeiten, oft humorvoll und spannend harte Kritik an der Politik ihres Landes üben und scheinbar mühelos ernsthafte Themen allgemein verständlich und emotional rüberbringen für den ganz allgemeinen, unwissenden Leser. Ich war also sehr gespannt und habe auf den ersten etwa 60 Seiten so gut wie nix kapiert. Zu sehr in der Geschichte des ersten Buches hängend, viele Personen, die für mich völlig unbekannt durchs Buch tigerten, einen Humor, den ich nicht nachvollziehen konnte, da ich nicht wusste, worum es ging ... kurzum, ich fühlte mich ausgeschlossen und habe überlegt, ob es sich angesichts des Chaos in meinem Kopf lohnt, zuerst den ersten Band zu lesen und dann mit dem zweiten neu zu beginnen. Angesichts der Ebbe im Portemonnaie entschloss ich mich durchzuhalten. Rangeleien in deutschen Behörden, banale Gespräche und Kindersorgen, ich war schwer gefährdet ins Coma zu fallen. Bis dann nach Seite 60 Farbe in die Geschichte kam: In Karlsbach werden Geschäftsleute erpresst und Spuren des nicht koscheren Waffenhandels einer deutschen Firma gefunden, dazu ein zweiter Geschichtsfaden in Kolumbien: Hilfsorganisationen, die bedroht, Fotos, die heimlich geschossen, Dörfer, die ausgelöscht und deren Existenz vertuscht werden und wilde, nicht wenig spannende Verfolgungsjagden in Kolumbien bis Deutschland! Na, da war ich wach! Spannend, erschütternd, fesselnd, dazu der Humor der Truppe von Alvermann, einfach genial diese Mischung! Seitenweise atemlose Spannung, dann wieder lautes, schallendes Lachen, dieses Gefühl, da kann man nicht sitzen bleiben, da muss man eingreifen! Diese Erkenntnis, das ist zu gefährlich, das ist eine Schuhnummer zu gross, dieses Eingestehen der Hilflosigkeit angesichts dieser entfesselten Macht, dazu der Tod von unschuldigen Helfern, die für die Menschen was ändern wollen, die -so scheint es- wissen, dass sie im Grunde ein Suizid-Unternehmen betreiben, Suizid dadurch, dass sie in Gebiete gehen, in denen sie wissen, dass sie diese nicht mehr lebend verlassen werden. Ich muss sagen: Chapeau! Gelungen die Mischung, mutig im deutschen Krimi ein politisches Thema anzusprechen und dann noch eines, das so weit erntfernt und nicht im eigenen Vorgarten stattfindet! Es reicht, diese Sattheit des Normal-Bürgers, diese "Geht mich doch nichts an!"-Haltung! Es wird Zeit, dass auch deutsche Autoren sich rantrauen an die ernsten Themen, die letzendlich Jeden betreffen! Ich hätte es mir fast deftiger gewünscht, ruhig genauere Aufklärung, was da im Land Kolumbien politisch abläuft, was deutscher Waffenhandel an Schaden anrichtet, ich möchte Marion Feldhausen zurufen: "Sie haben einen steinigen Weg eingeschlagen, der normale deutsche Leser, der nur weichgespültes und durchgekautes nach Arbeit lesen mag, wird das Buch aus den Händen legen, ABER es gibt auch die anderen Leser, die mehr und ernsthafter Kritik in einer solchen Form lesen wollen, auch in Hoffnung, dass mehr und mehr Menschen merken, dass wir alle betroffen sind!" Vielen Dank für dieses Buch!

    Mehr
  • Friedensengel von Marion Feldhausen

    Friedensengel
    janaka

    janaka

    01. September 2013 um 13:28

    Inhalt: Dies ist der zweite Fall aus Karlsbach und Kommissar Erik Alvermann. Er und sein Team ermitteln in einem Fall von Schutzgelderpressung. Ein zweites Team beschäftigt sich mit den Brandstiftungen in der Umgebung. Da die Betroffenen sehr große Angst haben, kommen beide Teams nicht so wirklich weiter und liefern kaum Ergebnisse. Die Spuren führen zu einem Waffenhersteller "Brenner und Söhne" in der Region. In einem zweiten Erzählstrang wird von dem Journalisten David van Treek berichtet, dieser ist zu Recherchezwecken in Kolumbien. Steckt der Waffenhersteller hinter den illegalen Waffentransporten, bei denen die Paramilitärs diese Waffen erhalten? David gerät in Lebensgefahr und flieht nach Deutschland. Cover: Das Cover gefällt mir sehr gut, ich mag so düstere Bilder. Sie weisen auf eine düstere Stimmung hin, was ich sehr passend finde. Die Engelsflügel bringen nur ein bisschen Helligkeit hinein, nicht genug um die Machenschaften in Kolumbien komplett zu eliminieren. Meine Meinung: Schon der erste Band "Himmelskinder" behandelte ein brisantes und aktuelles Thema und ich habe das Buch verschlungen. Das Buch "Friedensengel" steht dem in nichts nach. Die Autorin knüpft an das erste Buch an und lässt alle bekannten Protagonisten wieder mit agieren. Das Team um Alvermann ist mir sehr sympathisch und sie sind so herrlich normal dargestellt, was ich sehr gut finde. Die Geschehnisse hier in Deutschland und auch in Kolumbien sind sehr realitätsnah aber auch sehr erschreckend geschrieben. Meine Gefühle sind beim Lesen explodiert, Wut, Hass und auch Traurigkeit, das Buch hat mich zum Nachdenken gebracht. Der Schreibstil ist wieder klar und deutlich und die schnodderige Sprache in Karlsbach gefällt mir gut und lockert den Krimi etwas auf. Es gibt wie im richtigen Leben auch hier kein Happy End, das hat mir gut gefallen. Fazit: Ein wirklichkeitsnaher und spannender Politkrimi.

    Mehr
  • Friedensengel

    Friedensengel
    Haveny

    Haveny

    28. July 2013 um 00:00

    Inhalt: Dies ist der zweite Band der Reihe um Kommissar Alvermann und sein Team. Vorkenntnisse aus dem ersten Band sind nicht zwingend notwendig.  Schutzgelderpessunng ist in Karlsbach zurzeit ein Thema und die Polizei versucht alles um die Täter zu fassen. Doch es scheint unmöglich. Es geschieht jedoch ein Mord und die Ermittlungen führen Alvermann und sein Team zum ortsansässigen Rüstungsunternehmen. Währenddessen ermittelt der Journalist David van Treek in Kolumbien wegen illegalen Waffentransport. Doch weder seine Arbeit noch die Alvermanns ist wirklich ungefährlich... Meine Meinung: Auch der zweite Band der Reihe hat mir wieder gut gefallen. Zwar fand ich den ersten noch einen Tick besser, aber "Friedensengel" finde ich dennoch wirklich gelungen.    Dieses Buch besticht schon allein durch seine sympathischen Charaktere. Die Personen wirken lebensecht und ich würde einige von ihne wirklich gerne mal treffen ;) Alvermann und sein Team sind auch eine wirklich coole Truppe, die dem Leser schon das ein oder andere Mal ein Lächeln auf die Lippen zaubert. Außerdem ist es wirklich schön den so verschiedenen Charakteren bei der gemeinsamen Arbeit "über die Schulter schauen" zu können.    Die Autorin beschäftigt sich auch in ihrem zweiten Buch wieder mit einem schwierigen, ernsten Thema. Sie beschreibt dieses treffend und grausam und führt dem Leser vor Augen, was für grausame Dinge auf unserer Welt passieren. Dinge, die manch einer nie zu träumen gewagt hätte. Doch sie meistert diesen Balance-Akt zwischen der ernsten und humorvollen Seite im Buch wirklich mit Bravour.   Der Schreibstil lässt sich schön lesen. Er ist nicht zu schnörkellos, aber auch nicht zu ausschweifend. Sowohl Schauplatz als auch Sicht der Geschichte wechseln des Öfteren. So bekommt man die beiden größten Teile der Geschichte aus Davids und Alvermanns Sicht geschildert. Dies bietet eine schöne Abwechslung und sorgt auch für den einen oder anderen Cliffhanger.   Nun zu meinem einzigen Minus-Punkt. Denn die Spannung hat anfangs leider völlig gefehlt. Erst ab der Hälfte  des Buches wurde es dann wirklich spannend und so flogen die Seiten am Ende nur so dahin. Jedoch fand ich es schon schade, dass es am Anfang des Buches wirklich so gar nicht spannend war. Dies ist der einzige Punkt, der meiner Meinung nach wirklich noch besser hätte sein können ;)   Mein Fazit: Ein schöner, wenn auch anfangs nicht spannender Krimi.

    Mehr
  • Kolumbien und Karlsbach

    Friedensengel
    kornmuhme

    kornmuhme

    23. July 2013 um 13:50

    Inhalt: Da ist er, Alvermanns 2. Fall! In Karlsbach treibt eine perfide Schutzgelderpresserbande ihr Unwesen und schreckt auch vor Brandstiftung nicht zurück. Alvermann und sein Team kommen mit ihren Ermittlungsergebnissen nicht recht voran, die Opfer mauern, meistens aus Angst. Zur selben Zeit begibt sich der Journalist David van Treek in Kolumbien auf Spurensuche. Er untersucht die Morde an vorwiegend jungen Männern, vermutet werden Machenschaften zwischen Militär und paramilitärischen Soldaten. Als einer der vermeintlichen Drahtzieher der Schutzgelderpresser in Karlsbach ermordet aufgefunden wird, führt die Spur zum großen Waffenhersteller "Brenner und Söhne" vor Ort. Irgendwie scheinen einige Mitarbeiter ihre Hände bei illegalen Waffengeschäften schmutzig zu machen, und hier tut sich eine Verbindung nach Kolumbien auf ... Meinung: Zugegeben, der Roman beginnt behäbig. Wir erfahren, dass Hauptkommissar Alvermann an einer hartrnäckigen Schussverletzung laboriert und erst langsam in den Polizeialltag zurückfindet. Seine Kollegen arbeiten an einem Fall von organisierter Schutzgelderpressung, führen Zeugenbefragungen durch, kommen in den Ermittlungen aber nicht weiter. Alvermann lernt eine attraktive Frau kennen usw. Alles etwas träge. Erst ab dem 2. Drittel des Buches zieht die Spannung an, nämlich dann, wenn wir mit David van Treek auf Spurensuche in Kolumbien gehen und allmählich erkennen, wie grausam Militär und Paramilitär mit der Bevölkerung umgehen. Da werden Menschen verschleppt, gefoltert, hingerichtet, Großkonzerne beherrschen die Wirtschaft, große Teile der Kolumbianer leben in Armut. Ich glaube, als Journalist in Krisengebieten muss man ordentlich idealistisch sein und ein ausgeprägtes Gerechtigkeitsempfinden besitzen! Es macht einerseits viel Spaß, David auf seiner Kolumbienreise zu begleiten und auf Spurensuche zu gehen - andererseits ist es manchmal auch sehr schockierend ... Das letzte Drittel des Buches ist jedoch mit Abstand der beste Teil! Alvermann und Co. gehen dem Mord an dem Drahtzieher der Schutzgelerpresser nach und finden Verbindungen zurm Waffenhersteller "Brenner und Söhne". Dem Leser ist zwar schon von vornherein klar, was alles dahintersteckt, doch hier bringt die Ermittlungsarbeit echte Spannung mit sich! Die Ermittler gehen oft an ihre Grenzen, und mehr als einmal kommt Frust auf! Dieser Teil ist auch der actionreichste! Die Charaktere sind mir allesamt sympathisch, Alvermanns Team ist so herrlich "normal" und alltäglich :-)! Unterstrichen wird das besonders durch die Dialoge und die etwas schnoddrige Sprechweise. Erinnert manchmal sehr an den Ruhrpott. Auch wenn die einzelnen Ermittlerfiguren (Ausnahme ist Alvermann) meistens nur kurz zu Wort kommen oder ihre Verhaltensweisen in ein, zwei Sätzen erwähnt werden, entsteht doch ein stimmiges Bild von Alvermanns Team und seiner Arbeit. Der Schreibstil von Frau Feldhausen ist toll! Mit wenigen Worten kann sie ganze Szenarien und Gefühle hervorrufen (besonders der Prolog ging mir zu Herzen!), oftmals kamen es mir sogar so vor, als seien einige Szenen für einen TV-Film geschrieben worden. Gut, manchmal hätte ich mir schon ein wenig mehr Ausführlichkeit gewünscht, aber ich kann auch mit dieser gewürzten Kürze gut leben :-). Was mir am Ende des Buches gut gefallen hat, ist, dass nicht alles glatt und hübsch aufgelöst wurde. Dies empfand ich als sehr realitätsnah und authetisch. Fazit: "Friedensengel" ist ein Buch, das sich steigert. Am Anfang plätschert es etwas träge vor sich hin, nimmt dann aber mehr und mehr an Fahrt auf, bis man es am Ende nicht mehr weglegen will! Der Leser wechselt zwischen den Schauplätzen Karlsbach und Kolumbien, was der Geschichte eine extra Portion Dynamik gibt. Wenn zum Schluss alle Fäden zusammenlaufen und realistisch aufzudröseln versucht werden, steigen sowohl Adrenalin als auch Herzfrequenz! 4 von 5 Sternen

    Mehr
  • Angst und Hunger - Brot und Spiele

    Friedensengel
    Synapse11

    Synapse11

    22. July 2013 um 23:05

    Inhalt: Diesmal sind Kommissar Alvermann und sein Team Schutzgelderpressern auf der Spur. Doch der Ring der Kriminellen ist größer als erwartet. Die Ermittler stoßen auf ein  Rüstungsunternehmen und der Verdacht illegalen Waffenhandels verstärkt sich. Ein Journalist ist dieser Spur bereits auf eigene Faust gefolgt und gerät in Lebensgefahr. Mit brisantem Fotomaterial flieht er von Kolumbien nach Deutschland. Doch auch hier sind ihm seine Verfolger auf der Spur. Werden Alvermann und sein Team der Bande das Handwerk legen, oder gibt es zu wenig “Friedensengel” in dieser düsteren Welt? Meine Meinung: Nach “Himmelskinder” ist Marion Feldhausen mit “Friedensengel” wieder ein Roman mit “heißem Thema” gelungen. Das Buch hat mir genauso gut gefallen wie sein Vorgänger. Das Cover passt gut zum Thema. Zwei helle Engelsflügel, die es kaum schaffen, genug Licht in die dahinter liegende Düsternis zu bringen. Diesmal geht es um Schutzgelderpressung und Waffenhandel in Kolumbien. Nach Aussagen der Autorin beruht die Handlung zum Teil auf Tatsachen. Da mir die Thematik fremd war, musste ich mich erst einlesen. Umso interessanter wurde es für mich, über den Tellerrand zu blicken und von den Umständen in Kolumbien, den Überlebenskampf zwischen Armut und Angst, zu erfahren. Mir hat der wunderbare Erzählstil gut gefallen. Oft hatte ich die Szenen vor Augen und die Emotionen im Herzen. Wieder konnte ich mich über Alvermann und seinen gesunden Appetit amüsieren. Die Szenen sind einfach “köstlich” beschrieben. Ich liebe solche Szenen auch in Krimis, weil sie die Handlung auflockern. Auf dem Cover steht Roman, ich würde es aber als Krimi bezeichnen. Das Verhalten der Täter, die guten Charakterzeichnungen und die  steigende Spannung haben durchaus krimicharakter. Gegen Ende konnte ich das Buch kaum aus der Hand legen. Cliffhanger sind geschickt an den richtigen Stellen platziert. Zum Schluss habe ich nur noch Atem anhaltend mit den Ermittlern mitgefiebert. Wieder versteht es die talentierte Autorin nicht nur Interesse zu wecken und zu informieren, sondern hält auch Überraschungen für den Leser bereit. Ich kann das Buch sehr empfehlen und bin schon gespannt, welches Thema uns Frau Feldhausen als nächstes in Roman- oder Krimiform präsentiert.   Meine Lieblingstextstelle: “Was ist mit uns passiert?, fragte er sich. Die eine Hälfte der Menschheit quält sich durch das Leben, die andere amüsiert sich zu Tode.” (S. 256)    Fazit: Mit “Friedensengel” ist Marion Feldhausen wieder ein informatives, spannendes und unterhaltsames Buch gelungen. Es lädt ein, über den eigenen Tellerrand zu blicken- empfehlenswert!

    Mehr
  • Absolute Leseempfehlung!

    Friedensengel
    Kiwiv

    Kiwiv

    20. July 2013 um 10:15

    Erik Alvermann, Kriminalkommissar und Akkordeonist, ist uns aus dem Roman „Himmelskinder“ der Autorin bekann. Nun ermitteln er und seine Kollegen in Karlsbach, unschwer am Niederrhein zu verorten, wegen Schutzgelderpressung. Ein Mord scheint damit im Zusammenhang zu stehen, aber überraschend öffnet und weitet sich die Perspektive. Irgendwie ist wohl ein weltweit agierender Karlsbacher Waffenproduzent mit im Spiel. Die Spur führt aus der Chefetage nach Kolumbien. Illegale Waffenexporte? Mit denen die Paramilitärs gefüttert werden? Das fragt sich David van Treek, Journalist der seltenen Art. Ein Ermittler auch er. Er nimmt den Leser mit an die Schauplätze des Geschehens. Dort geht es anders zu als im befriedeten Mitteleuropa. Einerseits, und andererseits doch wieder nicht. Das merkt van Treek nach seiner Flucht zurück. Die geografische Distanz zwischen Kolumbien und Karlsbach ist eine Art optischer Täuschung. So erfährt es auch Erik Alvermann. Mit großer Sachkenntnis, mit Einfühlung, mit Blick für die Menschen und nicht zuletzt mit hohem Sprachvermögen gestaltet die Autorin ein schwieriges Thema. An keiner Stelle verliert der Leser den Überblick über Schauplätze und Handlung, verliert er den Kontakt zu den Figuren. Und eins ist ganz besonders zu schätzen: Marion Feldhausen schließt sich, wie bereits an den „Himmelskindern“ zu erkennen, entschieden nicht der grassierenden Plage an, durch eine weitere Drehung der offenbar für besonders marktgängig gehaltenen Spirale des Grauens zu einem kurzen Erfolg zu kommen, den die mit dem nächsten Roman oder vom nächsten Schreiber betriebene nächsthöhere Eskalationsstufe dann doch nur wieder in den Schatten stellen würde. Es werden  keine hoch elaborierten Torturen praktiziert, das Panoptikum der seltenen Psychopathologien eines Heeres von Serientätern (deren zahlreiche virtuelle Existenz nach den realen, unterm Strich ziemlich einfältigen Leserfantasien fragen lässt) wird von ihr nicht angereichert. Sie bleibt bei der Lebenswirklichkeit. Das genügt für einen guten Roman, wenn man schreiben kann.

    Mehr
  • ein guter Politthriller mit hochbrisantem Thema

    Friedensengel
    Ayda

    Ayda

    19. July 2013 um 23:41

    Kurzer Inhalt: "Friedensengel" ist der 2. Fall von Kommissar Alvermann, der auch ohne Vorkenntnisse des ersten Bandes "Himmelskinder" für sich gelesen werden kann. In Karlsbach gibt es mehrere Fälle von Schutzgelderpressung und Alvermann übernimmt den Fall. Während den Ermittlungen stoßen der Kommissar und sein Team auf ein Rüstungsunternehmen die ihre Hände in illegalem Waffenhandel ins Ausland haben sollen. Auch der Journalist David van Treek recherchiert zu diesem Fall der bis nach Kolumbien führt... Meine Meinung: Für mich war es das erste Buch der Autorin. Der flüssige und temporeiche Schreibstil hat mir sehr gut gefallen so das ich relativ schnell in die Geschichte kam. Der Kommissar Alvermann ist sehr sympathisch dargestellt so das man sich ohne Vorkenntnisse ein Bild von ihm machen kann. Am Anfang hat sich der erste Teil um das Thema Schutzgelderpressung für mich etwas gezogen aber danach nahm die Story ziemlich fahrt auf. Ich finde es gut und wichtig, dass die Autorin Marion Feldhausen die Folgen von Waffenhandel und die Geschehnisse in Kolumbien in einem Politthriller thematisiert hat . Mich hat das Buch sehr zum Nachdenken angeregt. Von mir gibt es 4 von 5 Sternchen;) Mehr über die Autorin und ihre Bücher gibt es auch unter http://marion-feldhausen.de/

    Mehr
  • Friedensengel von Marion Feldhausen

    Friedensengel
    thenight

    thenight

    17. July 2013 um 07:31

    Klappentext: In Karlsbach treibt eine Bande von Schutzgelderpressern ihr Unwesen. Kommissar Alvermann und sein Team scheinen machtlos. Als ihre Ermittlungen sie in ein ortsansässiges Rüstungsunternehmen führen, kommt der Verdacht des illegalen Waffentransports auf. Der Journalist David van Treek ist dieser Spur bereits auf eigene Faust gefolgt. Mit brisantem Fotomaterial gelingt ihm die Flucht aus Kolumbien. Kaum ist David wieder in Deutschland, wird er erbarmungslos gejagt. Alvermann begibt sich auf hochpolitisches Terrain Meine Meinung: Eins vorweg. Dies war mein erstes Buch der Autorin, aber sicher nicht mein letztes. Beim Lesen hatte ich häufig das Gefühl, zwei Bücher zu lesen, einmal einen Krimi, der sich um die Schutzgelderpressungen in Karlsbach dreht und sehr spannend und teilweise amüsant geschrieben ist, was dem Ermittler Alvermann und seinem Team geschuldet ist, die sehr realistisch und glaubwürdig von der Autorin beschrieben wurden aber nichts desto trotz ein Krimi wie es viele gibt. Dann aber gibt es noch einen zweiten Fall und dieser ist es, der das Buch zu dem macht was es ist, einem spannenden Politthriller der zum Nachdenken anregt und das Geschehene nicht einfach wieder in den Hintergrund rücken lässt und den Leser zum nächsten Buch übergehen lässt. Es geht um illegalen Waffenhandel um zig fache Morde an Unschuldigen und das alles nur wegen Profit und Machtgier. Die Autorin schafft es, die Geschehnisse in Kolumbien und die Auswirkungen des Waffenhandels so realistisch darzustellen, als wäre sie dabei gewesen und erzählte uns nun die Geschichte David van Treeks, der auf eigene Faust versucht Beweise für die Verbrechen des Rüstungsunternehmens zu finden und dieses vor Gericht zu bringen. Es gibt kein wirkliches Happy End, denn weder die Schutzgelderpressungen werden aufhören noch der illegale Waffenhandel oder die politischen Morde in Kolumbien weder im Buch noch in der Realität, es gibt nur die Hoffnung das die vielen Opfer nicht umsonst waren. Das Buch bekommt 5 Sterne von mir.

    Mehr
  • Leseempfehlung!

    Friedensengel
    unclethom

    unclethom

    16. July 2013 um 18:41

    Das Buch: Profit bedeutet ihnen alles. Ein Leben nichts … In Karlsbach treibt eine Bande von Schutzgelderpressern ihr Unwesen. Kommissar Alvermann und sein Team scheinen machtlos. Als ihre Ermittlungen sie in ein ortsansässiges Rüstungsunternehmen führen, kommt der Verdacht des illegalen Waffentransports auf. Der Journalist David van Treek ist dieser Spur bereits auf eigene Faust gefolgt. Mit brisantem Fotomaterial gelingt ihm die Flucht aus Kolumbien. Kaum ist David wieder in Deutschland, wird er getötet. Alvermann begibt sich auf hochpolitisches Terrain – und sucht einen Mörder ohne Gewissen Quelle: www.lovelybooks.de Die Autorin: Marion Feldhausen studierte Sozialarbeit. Nach ihrem Studium arbeitete sie mit Obdachlosen und Straffälligen. Zuletzt war sie als Psychotherapeutin in einer Einrichtung für Suchtkranke tätig. Mit ihren Patienten und Künstlern brachte sie ein viel beachtetes Opernprojekt auf die Bühne. Heute unterrichtet sie als Dozentin an einer Universität zum Thema "Sucht" und widmet sich vor allem dem Schreiben. Mit ihrem Lebenspartner lebt sie auf dem Land bei Köln. Meine Meinung: Das ist Hochspannung pur! Auch wenn man den ersten Fall für Kommissar Alvermann und sein Team nicht kennt kommt bestens ins Buch hinein. Die Spannung des Buches steigt relativ langsam an um dann ab dem zweiten Abschnitt immer mehr Fahrt aufzunehmen bis zum furiosen Finale. Der Schreibstil der Autorin angenehm flüssig und so plastisch, dass man meint man stehe neben den Protagonisten. Sie beschreibt das gesamte Umfeld so als hätte sie die Handlungsorte vorher besucht. Krimifans sowie auch politisch interessierte kommen hier ganz sicher auf ihre Kosten. Gerne gebe ich für das Buch neben 5 Sternen auch eine Leseempfehlung ab.

    Mehr
  • Mehr als nur ein Thriller

    Friedensengel
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    15. July 2013 um 19:03

    Der Roman ist bereits der zweite Fall für Kommissar Alvermann, der nach einer schweren Verletzung wieder in den aktiven Dienst zurückkehrt. Im Mittelpunkt steht zunächst eine türkische Familie, die Opfer der Schutzgeldmafia werden. Als einer der potentiellen Verdächtigen tot aufgefunden wird, nimmt der Fall völlig neue Dimensionen an. Das zweite Opfer des professionellen Killers ist ein junger Journalist, der scheinbar nichts mit dem ersten Opfer zu tun hat. Die Grenzen des Falls erstrecken sich bald bis nach Kolumbien und tauchen in tiefkriminelle Gefilde ab. Das Ende bleibt unbefriedigend, aber leider allzu realistisch.   Auch für Alvermann-Neulinge lohnt sich die Lektüre auf jeden Fall. Neben den sympathischen und liebenswerten Charakteren überzeugt der Politthriller vor allem mit einem brisantem Thema und ernstem Unterton. Die Autorin schafft gekonnt den Spagat zwischen Ernsthaftigkeit und Unterhaltung. Der Lesefluss bleibt trotz der politischen Note angenehm und fesselt von Beginn an.

    Mehr
  • spannender Politkrimi

    Friedensengel
    Leseratz_8

    Leseratz_8

    14. July 2013 um 19:36

    "Friedensengel" ist der zweite Roman um Kommissar Alvermann und sein Team von der Kripo Karlsbach. Der Prolog führt den Leser nach Kolumbien in eine Hölle aus Armut, Gewalt und Tod. Nach diesem Cliffhanger bleibt die Handlung zunächst in Karlsbach, der Kommissar kuriert eine Schussverletzung und seine Kollegen ermitteln, vorerst ohne ihn, Schutzgelderpressungen in der türkischen Gemeinde. Auch hier geht es hart zur Sache, ein Wohnhaus wird angezündet und ein kleiner Junge stirbt. Als die Spuren jedoch zu einer ortsansässigen Waffenschmiede führen, und der Fall eine politische Brisanz bekommt, ist das ganze Können des Teams und seines Chefs gefragt. Ich kenne das erste Buch der Autorin nicht, was sich im ersten Drittel des Krimis als eher hinderlich erweist. Es gibt Handlungen von Protagonisten, die mir nicht verständlich waren. Die verschiedenen Handlungsstränge sind jedoch sehr spannend und haben mich bei Laune gehalten und mein Interesse nach Auflösung und Erklärung geweckt. Das Buch lässt sich gut und flüssig lesen, der Stil ist klar und präzise, beinah dokumentarisch und vor allem dem Thema sehr angemessen. Im Laufe der Handlung habe ich meinen Frieden mit den Ermittlern gemacht und mitgefiebert, mitgelitten, mitgeflucht. Wie schon im Prolog klar wird, berichtet das Buch hart und schonungslos und ist, soweit man dies als Laie beurteilen kann, gut recherchiert und nah an der Realität. Hier geht mein Dank an die Autorin, die bei den Beschreibungen der Gewalt, vor allem in Kolumbien, nichts versteckt hat und den Leser zwingt, sich mit den herrschenden Zuständen auseinander zu setzen. Positiv hervorheben möchte ich auch die Beschreibung der Ermittlungsarbeit, logisch und dokumentiert, klar strukturiert und ergebnisorientiert. Fazit: Ein politisch brisantes Thema realitätsnah umgesetzt. Eine empfehlenswerte Lektüre, aber eher nichts für zart besaitete Leser. Bin auf die folgenden Bücher gespannt und werde demnächst wohl das erste Buch „Himmelskinder“ lesen.

    Mehr
  • Friedensengel

    Friedensengel
    Michelangelo

    Michelangelo

    13. July 2013 um 18:54

    Der Prolog konfrontiert einen gleich mit knallharten Ereignissen in den kolumbianischen Bergen, wo die Menschen unter unfassbaren Umständen leben und ums Überleben kämpfen müssen. Danach springen wir zurück nach Deutschland , mitten hinein in eine Brandstiftung mit Todesfolge infolge von Schutzgelderpressungen. Die Polizei ermittelt…..und deckt im Verlauf unglaubliche Zusammenhänge auf, die ihre Kreise bis nach Kolumbien ziehen. Im ersten Erzählstrang lernen wir Kommissar Alvermann und seine Kollegen kennen, Alvermann kuriert eine Schussverletzung aus und drängt voller Ungeduld wieder zurück ins Arbeitsleben. Er und seine Kollegen sind alle recht eigenwillige besondere Persönlichkeiten, was sie mir aber sehr sympathisch machte. Die Dialoge untereinander sind kernig, eben wie im richtigen Leben….. Sie haben die Aufgabe die Schutzgelderpresser dingfest zu machen, scheinen anfänglich aber nicht so sonderlich gut voranzukommen. Der zweite Strang versetzt uns nach Kolumbien und zeigt die grausame Wirklichkeit auf, die dort vorherrscht. Die Schlagworte für diesen Strang sind Militär, Unterdrückung, Morde,illegaler Waffenhandel. Beide Stränge beginnen getrennt und werden im Laufe des Romans sehr geschickt miteinander verflochten und ergeben zum Schluss ein schlüssiges, wenn auch kein befriedigendes Ergebnis, weil es dieses wohl auch in der Realität wohl nie geben wird….. Der Schreibstil ist teilweise dokumentarisch, klar strukturiert -dann aber auch erzählend und Emotionen hervorrufend- jeweils sehr gut zu den einzelnen Geschehnissen passend. Die Personen sind fein gezeichnet und ich konnte sie mir dadurch gut vorstellen. Der Roman ließ sich flüssig und trotz des schweren Themas angenehm lesen. Die einzelnen Kapitel sind nicht zu lang, so dass man zwischendurch ohne Probleme einmal ein Lesepäuschen einlegen kann, ohne den Anschluß zu verlieren-was mir persönlich aber sehr schwer fiel. Die Spannung bleibt immer hoch und lässt einem keine Zeit zum Innehalten-das Buch hat mich regelrecht in Beschlag genommen und erst wieder losgelassen, als ich die letzte Seite gelesen hatte. Dieses Werk ist der zweite Politkrimi aus der Feder der Autorin. Ich finde ihn überaus gelungen. Die Autorin hat meine Neugier geweckt und so habe ich mir nun auch ihren ersten Roman " Himmelskinder" bestellt. Man muss aber den ersten Roman aber nicht kennen, um dieses Buch lesen zu können- man hat keinerlei Probleme sich rasch und schnell in die Lektüre einzufinden. Dieses Buch erhält von mir 5 Sterne und eine klare Leseempfehlung!

    Mehr
  • Friedensengel

    Friedensengel
    silver111

    silver111

    13. July 2013 um 14:10

    Bei seinem letzten Fall "Himmelskinder" hatte Kommissar Alvermann schwere Verletzungen davongetragen, die Handlung beginnt, als er noch im Krankenhaus liegt. Ungeduldig wie er ist drängt er darauf, vorzeitig entlassen zu werden, seine Arbeit fehlt ihm. Zurück im Revier muss er mit Schreibtischdienst vorlieb nehmen, was ihm zwar nicht gefällt, aber gut ist, damit seine Verletzungen noch in Ruhe ausheilen können. Seine Kollegen arbeiten an einem Fall von Schutzgelderpressung. Als der Fall eskaliert und das Haus einer türkischen Familie angezündet wird, wird Alvermann als Verstärkung ins Team geholt. Die Ermittlungen laufen auf Hochtouren. Als einer der Verdächtigen ermordet aufgefunden wird, ergibt sich eine Spur zu einem Karlsbacher Waffenproduzenten. Parallel dazu wird in einem anderen Handlungsstrang die Geschichte des Journalisten David erzählt, der auf eigene Faust wegen internationalen illegalen Waffenhandels in Kolumbien ermittelt. Mit "Friedensengel" ist Marion Feldhausen eine gelungene Fortsetzung der Reihe um Kommissar Alvermann gelungen. Die Handlung ist spannend beschrieben und das Wiedersehen mit Alvermann und seinen Kollegen ist wie ein Treffen mit alten Bekannten. Die Truppe um Alvermann hat es mit zwei getrennten Ermittlungen zu tun, die, wie sich herausstellt, beide miteinander verbunden sind. Wieder hat die Autorin ein brisantes Thema gewählt, die Szenen in Kolumbien sind erschreckend realistisch geschildert. Mein Kopfkino hätte ich an einigen Stellen am liebsten mal kurz ausgeschaltet, aber es ging nicht. Der Krimi besticht durch den flüssigen und klaren Schreibstil und das sympathische Ermittlerteam. Die Charaktere wirken lebendig und authentisch, sind sehr detailliert beschrieben, mit Stärken und Schwächen. Menschen, die man gut im Alltag treffen könnte. Auch das Privatleben von Alvermann spielt wieder eine Rolle, es gibt ein Wiedersehen mit alten Bekannten aus "Himmelskinder". Mir hat die Mischung aus Ermittlungsarbeit und Privatleben wieder gut gefallen. "Friedensengel" ist eine sehr gelungene Fortsetzung der Reihe um Alvermann, das Thema wird mich mich noch ein Weilchen beschäftigen.

    Mehr
  • weitere