Marion Gräfin Dönhoff

 4 Sterne bei 52 Bewertungen
Autorin von Kindheit in Ostpreußen, Namen, die keiner mehr nennt und weiteren Büchern.

Lebenslauf von Marion Gräfin Dönhoff

Marion Hedda Ilse Gräfin Dönhoff † 11. März 2002 auf Schloss Crottorf

Alle Bücher von Marion Gräfin Dönhoff

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Kindheit in Ostpreußen

Kindheit in Ostpreußen

 (21)
Erschienen am 01.10.2009
Namen, die keiner mehr nennt

Namen, die keiner mehr nennt

 (9)
Erschienen am 02.06.2009
>Um der Ehre willen<

>Um der Ehre willen<

 (6)
Erschienen am 01.06.1996
Bilder, die langsam verblassen

Bilder, die langsam verblassen

 (2)
Erschienen am 30.12.2015
Was mir wichtig war

Was mir wichtig war

 (2)
Erschienen am 01.09.2004
Ein wenig betrübt, Ihre Marion

Ein wenig betrübt, Ihre Marion

 (2)
Erschienen am 01.05.2005
Der Effendi wünscht zu beten

Der Effendi wünscht zu beten

 (1)
Erschienen am 01.11.1999
Ein Leben in Briefen

Ein Leben in Briefen

 (1)
Erschienen am 11.07.2011

Neue Rezensionen zu Marion Gräfin Dönhoff

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Rezension zu ">Um der Ehre willen<" von Marion Gräfin Dönhoff

Welche Helden !
supersusivor 4 Monaten

Marion Gräfin Dönhoff war mit einigen der Verschwörern des 20 Juli befreundet, mit anderen verwandt. In diesem Buch gedenkt sie ihrer verlorenen Freunde, beleuchtet die Hintergründe, ihre Beweggründe und privaten Gedanken. Sie schildert die Lebensgeschichten der Männer, ihre Verbindung zueinander, was sie planten und was sie ereicht haben, wo sie scheiterten und ihre Hinrichtungen. Mit ihrer nüchternen Sprache und schlichten Worten schafft sie es, ihren Freunden ein Denkmal ohne jeden Pathos zu setzen. Ein wertvolles Zeitdokument einer Mitverschwörerin mit Photos, Auszügen aus Briefen und Erinnerungen.

Die mutigen Männer, die aus den verschiedensten Gründen ihr Vaterland vor Hitler retten wollten und die sich darum unter Lebensgefahr trafen und Nachrichten zukommen ließen, die eine Regierung für die Zeit nach Hitler planten und versuchten geeignete Männer für ihre Sache zu gewinnen, die trotz aller Rückschläge nicht aufgaben, weil ihr Gewissen und ihr Anstand ein Hinnehmen der Greul und des Krieges nicht zuließ, die Männer, die es als ihre Pflicht ansahen, zu verhindern, dass Hitler den Deutschen jegliches Gefühl von Sitte, Anstand, Moral, christlicher Nächstenliebe, Ehre und Menschlichkeit nahm, diese Männer, denen die Rettung des deutschen Volkes mehr wert war, als die Rettung des eigenen Lebens, diese Männer sind Helden. Auch die vielen anderen Widerstandskämpfer sind mutige Helden, aber hier erfahren wir nur von den Männern und ihren Kontakten, die mit Gräfin Dönhoff befreundet waren und von denen viele zum Kreisauer Kreis gehörten. Mit einigen von ihnen ist sie aufgewachsen und ihr Schlußsatz im Postskriptum lautet : " Nichts könnte schlimmer sein, als alle Freunde zu verlieren und alleine übrigzubleiben". Dies ist das einzige emotionale Zugeständnis, was die Autorin sich erlaubt. In ihrem Buch "Kindheit in Ostpreußen" schwingt eine unglaubliche Sehnsucht nach der verlorenen Heimat mit. Hier dagegen schafft sie es trotz aller Nüchternheit und obwohl man ja weiß, wie es ausgeht, das Gefühl einer drohenden Gefahr und Dringlichkeit heraufzubeschwören. Die Freunde, deren sie sich hier erinnert, sind :

Helmuth James Graf von Moltke

Fritz-Dietlof von der Schulenburg

Axel von dem Bussche

Peter Graf Yorck

Albrecht Graf Bernstorff

Heinrich Graf Lehndorff

Adam von Trott zu Solz

aber natürlich werden auch andere Helden erwähnt, wie Stauffenberg, Hans Oster, von Tresckow, Beck, Dohnany und viele, viele weniger bekannte Helfer des Widerstandes.

Ein wichtiges Buch, ein geschichtlich wichtiges Buch, aber auch ein Buch, was einen sehr persönlichen Eindruck der damaligen Zeit wiedergibt. 


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Rezension zu "Kindheit in Ostpreußen" von Marion Gräfin Dönhoff

ein Buch voller Sehnsucht
supersusivor einem Jahr

Dies Buch hat mich sehr bewegt.

Auch wenn ich nie in Ostpreußen gewesen bin, ist die Sehnsucht in dem Buch nach Heimat, Vergangenheit und alten Werten ansteckend. Vielleicht ist es auch die Sehnsucht nach einer unbeschwerten Kindheit in der Natur mit allen Freiheiten. Wenn man aber genau guckt, so war es auch eine Zeit der Entbehrungen und harter Arbeit und Disziplin, was jedoch von der Autorin nicht so empfunden wurde. Man wuchs mit diesem Pflichtgefühl auf, vieles war eine Selbstverständlichkeit und wurde nicht hinterfragt. Gräfin Dönhoff gelingt es durch ihre Beschreibung der Landschaft eine Saite in einem klingen zu lassen, von der man nicht wußte, dass sie da war. Sie schafft es, dass schon allein die Worte Ostpreußen, Masuren usw. einen wehmütig nostalgisch werden lassen, da all dies (Zeit und Ort) unwiederbringlich verloren ist. Dabei wird sie nie gefühlsdusselig oder kitschig. Man spürt dennoch ihre Sehnsucht und ihre Trauer um das Verlorene.

Die Autorin ist der gleiche Jahrgang wie meine Großmutter und sie ist auf einem Adelslandsitz in Ostpreußen groß geworden. Sie war indirekt an der Planung des 20. Juli beteiligt und mit den Lehndorffs verwandt und aufgewachsen, die eine größere Rolle dabei spielten und hingerichtet wurden. Sie selbst floh im Winter 44/45 allein auf ihrem Pferd 1200 km nach Westen. Erst über 40 Jahre später, mit 80 Jahren besuchte sie ihre Heimat wieder.

Das Buch liest sich flüssig und ist in viele kurze Kapitel unterteilt. Besonders wehmütig machen die vielen Photos, die leider natürlich nur schwarz weiß und klein sind. Ich liebe die Landschaft Mecklenburgs, besonders die Seenplatten und so stelle ich mir auch die Ländereien der Familie Dönhoff vor. Gegen Ende des Buches geht es viel um Adlige und ihre Vorfahren, was ich nicht so interessant fand. Aber der Rest hat mich sehr berührt.

Die Autorin selbst ist Journalistin geworden und war Chefredakteurin der Zeit. Ihr Schreibstil hat es mir sehr angetan und da ich mich für den Widerstand damals interessiere, freue ich mich auf 2 andere Bücher, die ich von ihr habe "Namen, die keiner mehr nennt" und "Um der Ehre willen.-Erinnerungen an die Freunde vom 20. Juli".

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Rezension zu "Namen, die keiner mehr nennt" von Marion Gräfin Dönhoff

Rezension zu "Namen die keiner mehr kennt" von Marion Gräfin Dönhoff
Ein LovelyBooks-Nutzervor 5 Jahren

Meine Großeltern väterlicherseits kommen beide aus dem ehemaligen Ostpreußen, dem Masurenland.
Durch das Buch von Dönhoff ist mir wieder einmal einiges verständlicher geworden. Auch betreffend unserer eigenen Geschichte. Warum meine Großmutter nie heimisch wurde, nie Freunde gewinnen oder wenigstens zu anderen Kontakt halten konnte: Sie konnte nicht, sie hat doch ihre Heimat verloren.
Viele dachten, sie würden nur vorübergehend fliehen... Und kamen doch nie wieder.
Die Dönhoff versteht es, die Geschichte der Ostpreußen verständlich zu machen, auch für meine Generation. Ich wünschte mir, mehr junge Leute würden diesen Zeitzeugen einige Minuten Lesezeit widmen. Allein nur um zu verstehen, warum wir Deutschen so verbittert sind. Oder warum die Großeltern manchmal so handeln wie sie eben handeln.

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Marion Gräfin Dönhoff wurde am 02. Dezember 1909 in Schloss Friedrichstein (Deutschland) geboren.

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