Marion Gräfin Dönhoff >Um der Ehre willen<

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Inhaltsangabe zu „>Um der Ehre willen<“ von Marion Gräfin Dönhoff

Dies ist ein einzigartiges Buch. Dutzende von Bänden haben den deutschen Widerstand und den zum Staatsstreich entschlossenen "Aufstand des Gewissens" zu beschreiben gesucht. In der Tat hat es das ja in der neueren Geschichte noch nicht gegeben: daß höchste Diplomaten, führende Militärs, Geistliche beider Konfessionen und Arbeiterführer sich zusammenfinden, um mitten im Krieg die eigene Staatsfuhrung durch ein Attentat zu beseitigen. Mit Sicherheit wird das tragische Dilemma, in dem sich die deutsche Opposition befand, noch weitere Generationen von Historikern beschäftigen. Aber Gräfin Dönhoffs Erinnerungsbuch wird dennoch ein unvergleichliches Dokument bleiben. Die junge Marion Dönhoff, die schon in den dreißiger Jahren in der Schweiz bei Edgar Salin studiert hatte, um dem Klima des Dritten Reiches zu entgehen, war einbezogen in die Entwicklung, die zum 20.Juli führte. Sie zeichnet hier Bilder der Freunde, die ihr besonders nahe standen und mit denen sie über viele Jahre verbunden gewesen ist. So sind diese Erinnerungen Marion Dönhoffs Geschichtsschreibung und persönliches Zeugnis zugleich.

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  • Rezension zu "Um der Ehre willen" von Marion Gräfin Dönhoff

    >Um der Ehre willen<
    FabAusten

    FabAusten

    20. November 2011 um 14:14

    Die Verfasserin Marion Gräfin Dönhoff war Publizistin, Chefredakteurin und spätere Mitherausgeberin der Hamburger Wochenzeitung “Die Zeit“. Sie war bekannt und befreundet mit Persönlichkeiten, die das Attentat auf Adolf Hitler am 20. Juli 1944 planten und ausführten und an dem auch sie mitarbeitete. In vorliegenden Buch von gerade einmal 184 Seiten erzählt Gräfin Dönhoff von diesen Menschen. Im ersten Kapitel geht sie erst einmal auf Die Vorgeschichte der Verschwörung ein. Hier berichtet sie von der politischen Entwicklung, welche die Männer dazu brachte, mit ihrer Funktion im Staat zu hadern und sie zu überdenken. Die Männer bekleideten wichtige Ämter und es stellte sich jedem die Frage, ob sie ihren Eid brechen und gegen das Staatsoberhaupt vorgehen durften. Der richtige Zeitpunkt musste ebenfalls gefunden werden. So lange die deutsche Armee Siege vermelden konnte, war ein Einschreiten gegen Hitler vor der Bevölkerung nicht zu rechtfertigen. Vielmehr war die Gefahr gegeben, dass sich eine neuerliche „Dolchstoß-Legende“ bilden würde. Schließlich entschloss sich der Kreis um Graf Stauffenberg zur Tat, doch etliche Attentatsversuche sollten fehlschlagen ehe die Widerständler am 20. Juli 1944 endgültig scheiterten. In der Folge wurden etwa 200 Menschen inhaftiert und hingerichtet. Die folgenden Kapitel befassen sich mit den Männern, denen Marion Gräfin Dönhoff nahe stand. Es wird jeweils relativ knapp der Mensch beschrieben, sein sozialer Hintergrund und seine politischen Einstellungen und die Beweggründe, die ihn in den Widerstand gehen ließen. Es wird ebenfalls dargelegt, welche Versuche unternommen wurden, Unterstützung in Großbritannien und den USA zu finden. Die jeweilige Aufgabe innerhalb des Attentatablaufs wird geschildert und wie der Einzelne sich im Angesicht des Endes verhalten hat. Leider empfand ich all dies als etwas zu komprimiert. Im Nachhinein frage ich mich allerdings, ob ich da von knapp 180 Seiten nicht auch zuviel verlangt habe. Interessiert hätte mich vielmehr der persönliche und private Blick der Autorin auf die Männer des 20. Juli. Obwohl der Untertitel „Erinnerungen“ versprach, trat die Autorin kaum auf. Eher empfand ich den Text als Einführung in die Materie. Er gab eine Übersicht über Beweggründe und Abläufe, aber die persönliche Ebene wurde eher nebensächlich abgehandelt. Vielleicht lag es daran, dass Frau Dönhoff es als Publizistin gewohnt war, sachlich zu schreiben und deshalb der persönlichen Ebene ebenfalls eher sachlich begegnete. Ich hatte jedoch einen emotionalen Zugang erwartet und erhofft, denn dies vermittelte der Klappentext. Wie nahm sie die unterschiedlichen Charaktere wahr, welche Anekdoten verband sie mit ihnen, wie erlebte sie die Arbeit im gemeinsamen Widerstand, das missglückte Attentat und die nachfolgenden Tage und schließlich die Vollstreckung der Urteile? Wer ebenfalls daran interessiert ist, sollte lieber zu Mit dem Mut des Herzens greifen. Nichtsdestotrotz ist das Thema immer wieder spannend und wichtig. Wie Marion Gräfin Dönhoff muss man sich fragen, warum es nicht ein viel größeres allgemeines Bewusstsein für die Leistungen des Widerstands gibt. Dies betrifft meiner Meinung nach nicht nur den Kreisauer Kreis, der am 20. Juli 1944 alles auf eine Karte setzte, sondern auch alle anderen Widerstandsgruppen. Wären ihre Leistungen beizeiten stärker hervorgehoben worden, würde sich die Frage nach der Zivilcourage heutzutage vielleicht weniger schwer beantworten lassen. In diesem Zusammenhang ist >Um der Ehre willen< Erinnerungen an die Freunde vom 20. Juli ein weiterer Baustein im imaginären Denkmal für den Widerstand, damit er nicht vergessen wird.

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  • Rezension zu ">Um der Ehre willen<" von Marion Gräfin Dönhoff

    >Um der Ehre willen<
    summerinthecity

    summerinthecity

    20. June 2007 um 19:18

    Marion Gräfin Dönhoff, ein kluger Kopf und seinerzeit Chefredakteurin und Mitherausgeberin der ZEIT, gedenkt des Kreisauer Kreises und erinnert sich an die Männer vom 20. Juli 1944, denen sie freundschaftlich und / oder verwandtschaftlich verbunden war.