Marion Gräfin Dönhoff Menschenrecht und Bürgersinn

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Inhaltsangabe zu „Menschenrecht und Bürgersinn“ von Marion Gräfin Dönhoff

Wichtige Fragen der Zeit in einer Runde von Persönlichkeiten aus verschiedenen Bereichen des öffentlichen Lebens zu diskutieren ist das Anliegen der neuen Mittwochsgesellschaft, die sich in Anlehnung an die 1863 in Berlin gegründete erste Mittwochsgesellschaft seit 1996 regelmäßig trifft.§§In Erinnerung an die historische Gesellschaft, mit der Namen wie Eduard Spranger, Max von Laue, Werner Heisenberg, Ferdinand Sauerbruch oder Ulrich von Hassell verbunden sind und die mit dem Scheitern des Widerstands gegen Hitler 1944 endete, wurden hervorragende Persönlichkeiten aus dem wissenschaftlichen, kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Leben gewonnen, die über Fragen und Probleme unserer Gegenwart und Zukunft nachdenken: Richard von Weizsäcker, Antje Vollmer, Giuseppe Vita, Wolfgang Thierse, Helmut Schmidt, Edzard Reuter, Ernst Joachim Mestmäcker, Wolf Lepenies, Reinhard Höppner, Volker Hassemer, Dieter Grimm, Friedrich Dieckmann, Dieter Simon, Egon Bahr u.a.

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  • Rezension zu "Menschenrecht und Bürgersinn" von Marion Gräfin Dönhoff

    Menschenrecht und Bürgersinn

    Admiral

    19. August 2012 um 19:01

    Eine Niederschrift der Diskussionen der Neuen Mittwochsgesellschaft (nachzulesen auf Wikipedia unter "Wiederbelebung..." im Artikel "Mittwochsgesellschaft", denn der Rahmen ist hier zu klein). In diesem Teil drehen sich die Diskussionen mehr oder wneiger um die Themen Menschenrecht und Bürgernsinn. Ich verzichte hier bewusst auf die Trennung zwischen objektivem Beschreiben des Inhalts und der subjektiven Bewertung, weil ich genau weiß, dass meine Ansichten mit in den Fließtext geraten, ob ich will oder nicht. Habt also Nachsehen ;) Zuerst dachte ich "Was für ein oberflächlicher Müll, das ist doch eh alles bekannt", aber ich lag falsch. Stellenweise enthalten die Diskussionen höchst interessante und brisante Gedankensfacetten, die, auch wenn eventuell schon bekannte, doch ausdiskutiert werden. Und selbst wenn völlig absurde Äußerungen getätigt werden, ist man hier doch in der Lage sich genauer eine Gegenvorstellung zu machen, auch wenn es eventuell nicht sehr viel mehr erwähnt wird. Beispielsweise die Aussage Dieter Grimms, er neige dazu fremden Kulturen in unserem Land Eigenrecht zu gewähren. Natürlich ein völliges Absurdum, aber hier versteht man eventuell im Gesamtkontext die Argumente besser. Oder anderes Beispiel die feste Überzeugung Helmut Schmidts, der Euro würde super funktionieren, was er natürlich nicht tut, aber die Debatte um ihn herum eröffnet eventuell gänzlich neue Gedankenwege. (Obschon ich von meiner Meinung nicht einen Zentimeter gewichen bin, hat es mich dennoch zum Denken angeregt.) Stellenweise läuft die Diskussion irgendwie in eine Sackgasse, dreht sich um Unwichtigkeiten oder fokusiert sich auf Punkte, die für mich uninteressant sind, und die für mich wichtigen und wirklich relevanten werden vergessen. Aber dennoch keine schlechte Wahl. Ich rezensierte ja schonmal ein älteres politisches Buch (Brecht: Kann die Demokratie überleben ?) und dieses hier ist ein Buch, wie das andere auch, das eine sehr gute Reflexion der heutigen wirtschaftlichen/politischen/gesellschaftlichen Situation ermöglicht, weil viel mit zukünftigen Vermutungen, Prognosen und solchen Dingen um sich geworfen wird.

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