Marion Griffith-Karger

 3.6 Sterne bei 15 Bewertungen

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Inspector Bradford trinkt Friesentee

Inspector Bradford trinkt Friesentee

 (11)
Erschienen am 09.05.2016
Rathausmord

Rathausmord

 (4)
Erschienen am 24.06.2016

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Rezension zu "Inspector Bradford trinkt Friesentee" von Marion Griffith-Karger

Inspector Bradford trinkt Friesentee
Ein LovelyBooks-Nutzervor 2 Jahren

In Ostfriesland wird ein junges Mädchen halbtot aus der Harle gezogen, bei der man nicht weiß, ob und an was sie sich danach erinnern kann. Kurz darauf wird eine reiche deutsche Witwe in dem gleichen Fluss tot geborgen und fast zeitgleich wird an den Klippen Südenglands ein Mann tot aufgefunden, der dem Anschein nach Selbstmord beging.

In Ostfriesland ermittelt Hauptkommissarin Ehlers mit ihrem Team an dem versuchten Mord des jungen Mädchens und dem Mord an der Witwe. Warum wollte jemand die junge Greta ermorden? Lange tappt die Kommissarin im Dunkeln, aber Greta scheint auch Geheimnisse gehabt zu haben. Und wer ist der mysteriöse Freund der ermordeten Witwe Gerit Krohn? Der Amerikaner scheint wie vom Erdboden verschwunden und ist nicht auffindbar.

In Südengland wird die Leiche des Engländers Anthony Bexley gefunden, der von den Klippen gestürzt ist und auf einem Felsvorsprung liegen blieb. Seine Verletzungen deuten nicht auf einen Selbstmord hin, sodas Inspector Bradford zu ermitteln beginnt. Er muss sich in die schwierigen Familienverhältnisse einfinden, da u.a. sowohl der Bruder David Bexley, als auch die Mutter (Violet Bexley) des Verstorbenen nicht alles preisgeben zu scheinen. Als dann auch noch die Leiche von Violet Bexley im Gartenteich gefunden wird, ist die Verwirrung perfekt.

Eine heiße Spur führt Inspector Bradford zu Hauptkommissarin Ehlers nach Ostfriesland und sie machen sich gemeinsam auf Mördersuche und auch, um das ein oder andere Geheimnisse zu lüften…

Das Buch wechselt in den Kapiteln zwischen der Geschichte in Ostfriesland und Südengland ab, bis beide Ermittler aufeinandertreffen.

Ich habe von Marion Griffiths-Karger bereits die Niedersachsen-Krimi gelesen und habe diese sehr sehr gerne gelesen und war daher sehr gespannt auf das Buch.

Insgesamt ist es ein guter Krimi, der meiner Meinung nach aber viel von den Nebencharakteren lebt. Da sind zum Beispiel die neue Ermittlerin DC Sutton, die an der Seite von Inspector Bradford arbeitet; oder Erin Roberts mit ihrer Tochter Freya.

Ich hatte ehrlich gesagt so manche Schwierigkeit mich in die Familienverhältnisse und Zusammenhänge der Familie Bexley einzuordnen. Dadurch, dass mit den Kapiteln auch die Schauplätze wechselten, habe ich mich manchmal dabei ertappt,  wie ich die Familien Krohn und Bexley durcheinandergeworfen habe und ein bisschen den Überblich verloren habe.

Der Schreibstil ist grundsätzlich aber sehr angenehm zu lesen und auch die Dialoge sind schön geschrieben. Es werden so manche Klischees der Ostfriesen, als auch der Engländer bedient, was ich aber nicht negativ empfand, sondern mich das ein oder andere Mal zum Schmunzeln brachte (den original ostfriesischen Tee rührt man nicht um!). Ich fand die Story im Ganzen gut, aber ich bleibe dabei, dass ich die Niedersachen-Krimi vorziehe.

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Rezension zu "Inspector Bradford trinkt Friesentee" von Marion Griffith-Karger

Klischeehafter Küstenkrimi mit Ostfriesen- und Engländer-Stereotypen und lahmer Story
Ein LovelyBooks-Nutzervor 3 Jahren

Der Klappentext verspricht dem geneigten Regionalkrimileser ein Leseexperiment: "Teatime trifft auf Kluntje. Was verbindet den Mord an einer reichen deutschen Witwe mit dem Tod eines charmanten englischen Tunichtguts? Auf den ersten Blick erst einmal nichts. Doch dann vereinen Inspector Bradford und Hauptkommissarin Fenja Ehlers englischen Spürsinn und deutsche Kombinationsgabe und enthüllen Stück für Stück ein dunkles Familiengeheimnis. Für Teetrinker und Krimiliebhaber: eine spannende Mörderjagd an Englands Klippen und Frieslands Watt."

Eigentlich eine perfekte Kombination für mich Fast-Ostfriesin (ein Landkreis weiter) und England-Fan, die sehr gerne Regionalkrimis aller Art verschlingt. Leider beginnt die Zusammenarbeit von Engländer und Ostfriesin erst nach 2/3 des Buches! Vorher ermitteln beide jeweils in ihrem idyllischen Touristen-Dorf (das englische mit seinen Figuren wie aus einem Inspektor Barnaby-Krimi entsprungen) trinken Unmengen an Tee (wie zu erwarten war), essen regionale Gerichte und langweilen den Leser mit endlosen Verhören. Leider... Spannung kam irgendwie gar nicht auf und auch die Figuren blieben alle ziemlich flach.

Besonders schlimm, weil extrem nervig und unsympathisch war die ostfriesische Ermittlerin Fenja Ehlers, die ständig "schnaubt" wie ein Pferd, ihren Mitmenschen vor den Kopf stößt, jeden und alles verdächtig oder eitel findet, patzig, dauergenervt durch die Handlung tobt bzw. mit ihrem VW-Käfer "knattert". Gleichzeitig bekommt sie nur schwer ihre Ermittlungen in den Gang, was ihre Laune nicht gerade bessert und mich noch mehr genervt hat....

Am Schlimmsten waren aber die ganzen Klischees über Ostfriesen, z. B. die Namen. Ja, es gibt skurile ostfriesische Namen und die werden auch verwendet, aber nicht SO krass und oft. Es gibt auch noch Menschen in Ostfriesland mit "normalen" Namen. Regionalismen kann man scheinbar auch übertreiben, wie sich hier gezeigt hat. 

Besonders seltam fand ich das Thema: die Einstellung zu den Touristen, welche ein Einheimischer so nicht nachvollziehen kann und was vielleicht daher rührt, dass die Autorin aus Ostwestfalen stammt und offenbar Ostfriesland nur aus der Sicht einer Touristin erlebt hat und so widergibt. (Ähnliches ist mir bei den Krimis von Klaus-Peter Wolf aufgefallen, der ebenfalls kein gebührtiger Ostfriese ist und diese sehr klischeehaft darstellt. Unerträglich für mich, leider). 

Dazu passt auch der Erzählstil. In Regionalkrimis erwarte ich, dass auf den örtlichen Dialekt eingegangen wird, was hier überhaupt nicht geschah (vielleicht auch ein Glück, wenn das wieder so eine Klischeeklatsche geworden wäre). 

Mein Fazit: Nullnummer! Das ist wirklich selten bei mir, dass ein Buch mal nur 1 Stern bekommt, aber hier in diesem "Regionalkrimi" passte einfach überhaupt nichts zusammen. Die Erwartungen waren ein grenzüberschreitender (wortwörtlich) neuer Krimi, Briten und Ostfriesen bei der Verbrecherjagd vereint, das wurde sehr spät und nur in Ansätzen erfüllt. Vorher wird jeweils unterm eigenem Tellerrand herumgebutschert und mit Klischees um sich geworfen, und das ist auf die Dauer von 300 Seiten zu langweilig und nervig für mich.



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silberfischchen68s avatar

Rezension zu "Inspector Bradford trinkt Friesentee" von Marion Griffith-Karger

B-lastig
silberfischchen68vor 3 Jahren

Ich bin wirklich hin- und hergerissen, wie ich dieses Buch bewerten soll.

Der Schreibstil ist erstklassig und die Idee, den Krimi in Ostfriesland und England spielen zu lassen war auch auch genial - und genial umgesetzt.

Nun hatte ich aber mit dem Buch ein Problem. Dieses Problem hat mich zwischenzeitlich wahnsinnig gemacht...ich habe die Geschichte nicht mehr registriert sondern nur noch das nächste B gesucht...

Wir haben da die Herren Bradley, Bexley, Buckley, Baker, Brandon, Barthel sowie die Damen Bush und Banks. Dann noch Sätze wie "Suchen Sie Bexleys Adresse in Brighton heraus und kommen Sie nach Beecock." Der Bexley in Brighton hieß übrigens Basil. In Deutschland hatten wir noch einmal den Vornamen Barne.

War das Buch hier der zweite Teil aus irgendeiner Reihe? Habe ich das A-Buch verpasst? Kommt als nächstes C?

3 Sterne

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