Marion Henneberg Das Amulett der Wölfin

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Inhaltsangabe zu „Das Amulett der Wölfin“ von Marion Henneberg

Im Jahr 1134. Ein Mordkomplott in königsnahen Kreisen soll das Machtgefüge im Herzogtum Sachsen für immer verschieben. Die junge Grafentochter Adolana wird unfreiwillig zur Mitwisserin und verrät den Plan. Leider zu spät. Von nun an muss Adolana um ihr Leben bangen. Zwei Männer werden alles in ihrer Macht liegende tun, um sie zu schützen: Der eine ist Teil ihrer Vergangenheit, der andere wird zur großen Liebe ihres Lebens.

Wunderbar recherchierter Roman. Ich hatte meinen Spass. Bitte mehr davon

— BuecherwurmDiekholzen
BuecherwurmDiekholzen

Fazit: Ein bildgewaltiger, praller Roman, der hervorragend recherchiert ist, einem die politischen Ränkespiele des 12. Jahrhunderts anschaulich und sehr unterhaltsam vermittelt und mit klar herausgearbeiteten, überzeugenden Charakteren aufwarten kann.

— Bellexr
Bellexr

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  • Das Amulett der Wölfin

    Das Amulett der Wölfin
    carpe

    carpe

    28. February 2014 um 15:27

    Kurzgefasst (Quelle: histo-couch.de): Im Jahr 1134. Ein Mordkomplott in königsnahen Kreisen soll das Machtgefüge im Herzogtum Sachsen für immer verschieben. Die junge Grafentochter Adolana wird unfreiwillig zur Mitwisserin und verrät den Plan. Leider zu spät. Von nun an muss Adolana um ihr Leben bangen. Zwei Männer werden alles in ihrer Macht liegende tun, um sie zu schützen: Der eine ist Teil ihrer Vergangenheit, der andere wird zur großen Liebe ihres Lebens … Das dritte Buch der Autorin, aber mein erstes, was ich von ihr lese bzw. gelesen habe. Ich habe das Buch als einen sehr liebevoll geschriebenen historischen Roman empfunden. Der Schreibstil ist gut und flüssig und die Protagonisten sind sympathisch. Der Leser kommt eigentlich gar nicht umhin, mit ihnen mitzufühlen. Ich kenne die historischen Hintergründe, über die die Autorin in diesem Roman schreibt, nicht, allerdings sind im Anhang einige Dinge erklärt. Meines Erachtens sind Fiktion und historische Realität gut miteinander verbunden, sodass eine glaubhafte Geschichte entstanden ist. Fazit: Ein sehr empfehlenswertes Buch für alle Histrorik-Leser.

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  • Verlosung & Diskussion: Welche Bücher werden die neuen Klassiker?

    muchobooklove

    muchobooklove

    Wir alle lieben die Klassiker unter den Büchern, die immer wieder von Generation zu Generation weitergegeben werden und die jeder kennt, egal wie alt man ist. Der Ravensburger Verlag hat mit Büchern wie "Die Welle" oder als "Als Hitler das rosa Kaninchen stahl" bewiesen, dass er immer wieder ein Gespür für Geschichten hat, die über Jahrzehnte hinweg Leser begeistern können. Aber welche aktuellen Bücher haben ebenfalls Potential, zu Klassikern zu werden? Wir haben aus dem interessanten Ravensburger Programm drei Bücher ausgewählt, die wir uns in Zukunft als Klassiker vorstellen können: Zebraland von Marlene Röder:  "So wurde „Zebraland“ für mich zu einem echten Leseabenteuer, da ich das Buch nicht mehr aus der Hand legen konnte, weil mich die Geschichte so fesselte. Gerade weil sie so authentisch wirkt." — Michaela G. Liverpool Street von Anne C. Voorhoeve: "Anne Voorhoeve hat ein bewegendes Mädchenportrait geschrieben und den Überlebenden des Nationalsozialismus eine Stimme verschafft. Großartig, wie sie die widerstreitenden Gefühle eines Kindes schildert."— Buecherstapel Wolfszeit von Nina Blazon: "Ich habe mit den Figuren mitgefiebert, mich in eine fremde Zeit ziehen lassen, der Entwicklung eines jungen Protagonisten zugesehen, einen kriminalistischen Fall mit aufgedeckt und am Ende auch noch eine kleine, aber (fast) kitschfreie Liebesgeschichte verfolgt. Was will das Leserherz mehr?!" — Mausezahn Ihr habt die Möglichkeit, diese Bücher zu gewinnen, denn wir verlosen gemeinsam mit dem Ravensburger Verlag 5 Buchpakete, in denen jeweils diese 3 Titel enthalten sind. Für die Chance auf eines der 5 Buchpakete, müsst ihr nur bis zum 3. Oktober einen Beitrag hier im Thema verfassen und mit den anderen Lesern darüber diskutieren, welche Kinder- oder Jugendbücher eurer Meinung nach zukünftig zu Klassikern werden könnten? Dabei würde uns besonders folgende Frage interessieren: Was macht ein Buch für euch zu einem Klassiker und was braucht dieses Buch, damit ihr es immer wieder in die Hand nehmt? Wir sind schon sehr gespannt auf eure Meinungen!

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  • Leserunde zu "Die Entscheidung der Magd" von Marion Henneberg

    Die Entscheidung der Magd
    ginnykatze

    ginnykatze

    Der Ullstein_Verlag stellt 10 Freiexemplare für die Leserunde zur Verfügung. Bitte bewerbt Euch bis zum 21. Oktober 2012, 12.00  Uhr für eines dieser Exemplare. Die Gewinner werden noch am Abend bekanntgegeben. Die Leserunde startet am 11. November 2012 um 11.11 Uhr. Die Autorin Marion Henneberg wird diese Leserunde begleiten und steht ab sofort für Fragen zur Verfügung. Bei dem Buch handelt es sich um einen historischen Roman aus dem Jahre 2008. Es war Marion Henneberg´s erster Roman.Bitte nur bewerben, wenn Ihr Euch an der Leserunde beteiligen und zum Abschluss dann eine Rezension schreiben wollt. Und darum geht es: Die Entscheidung der Magd Klappentext: Die temperamentvolle 17-jährige Eilika lebt als Dienstmagd auf der Bernburg. Dort trifft sie den stattlichen Ritter Robert von Haresefeld. Beide sind fasziniert voneinander, doch das Schicksal trennt sie sofort wieder: Robert zieht für den Sachsenherzog Heinrich den Löwen in den Krieg. Als ein junger Adliger zudringlich wird, flüchtet Eilika zur alten Amme Alda, die sie in die Geheimnisse der Heilkunst einführt, und lernt in Quedlingburg Lesen und Schreiben: Als Heilkundige erfährt sie immer größere Anerkennung. Doch Eilika kann Robert nicht vergessen.Habt Ihr schon ein Buch von Marion Henneberg gelesen? Warum wollt Ihr dieses Buch lesen? Viel Glück bei der Verlosung.

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  • Leserunde zu "Die Tochter des Münzmeisters" von Marion Henneberg

    Die Tochter des Münzmeisters
    ginnykatze

    ginnykatze

    Die Leserunde ist eröffnet! Der Ullstein_Verlag stellt 20 Freiexemplare für die Leserunde zur Verfügung. Bitte bewerbt Euch bis zum 11. Juli 2012 12.00  Uhr für eines dieser Exemplare. Die Gewinner werden noch am Abend bekanntgegeben. Die Leserunde startet am 22. Juli 2012. Die Autorin Marion Henneberg wird diese Leserunde begleiten und steht ab sofort für Fragen zur Verfügung. Die Tochter des Münzmeisters da eine Freundin mit das Buch geschenkt hat, habe ich mal bei Marion Hennenberg nachgefragt, ob sie bereit wäre, hierzu eine LR mit uns Lesern zu machen. Sie wäre einverstanden. Wenn sich genug Leser melden würden, damit eine LR überhaupt Sinn macht, würde sie sogar versuchen vom Verlag ein paar Reziexemplare zu ergattern. Na wäre das was für Euch? Hier mal der Klappentext zum Buch: Die Tochter des Münzmeisters Eine junge Frau im Kampf um die Liebe ihres Lebens und die Ehre ihrer Familie Goslar im 11. Jahrhundert: Die junge und Schöne Henrika lebt mit ihrem Vater, dem Münzmeister, ein abgeschiedenes und ruhiges Leben. Bis sie eines Tages vom tragischen Schicksal ihrer verstorbenen Mutter und von der Intrige gegen ihren Großvater, einst Vogt der Kaiserpfalz, erfährt. Henrika ist entschlossen, sich den Männern entgegenzustellen, die ihre Familie ins Unglück gestürzt haben. An ihrer Seite steht Randolf von Bardolfsburg, ein junger Gefolgsmann des Königs und - entgegen aller Vernunft - die Liebe ihres Lebens. Gemeinsam nehmen sie den Kampf um die Ehre von Henrikas Familie auf... LG ginnykatze

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  • Rezension zu "Das Amulett der Wölfin" von Marion Henneberg

    Das Amulett der Wölfin
    Klusi

    Klusi

    18. June 2012 um 12:03

    Man schreibt das Jahr 1134. Edelfräulein Adolana wird unfreiwillig zur Zeugin eines mörderischen Plans. Als den Verschwörern bewusst wird, was die junge Frau mit angehört hat, muss sie um ihr Leben fürchten. Zwar kann sie den Mord nicht verhindern, aber der Anführer des Komplotts wird aufgrund ihres Wissens angeklagt. Unter dem Schutz des Junkers Berengar reist Adolana an den Halberstädter Hof. Sie ist fasziniert von dem jungen Mann mit den dunklen Augen, die ihm eine melancholische, geheimnisvolle Ausstrahlung verleihen, und Berengar scheint es mit ihr ähnlich zu ergehen. Zum Abschied schenkt er ihr ein Amulett mit der Darstellung eines Wolfs. Als Hofdame gewinnt Adolana bald das Vertrauen von Gertrud, der Gattin Heinrichs des Stolzen und deren Mutter Richenza, der Kaiserin. Ein weiterer Mann taucht wieder in ihrem Leben auf. Waldemar, dem sie zur Frau versprochen war, verehrt sie und tut alles, um sie zu schützen. Sechs Jahre später ist der Kaiser tot und sein Schwiegersohn, Heinrich der Stolze, ebenfalls. Die Machtverhältnisse haben sich geändert, und es gibt größere Spannungen zwischen Welfen und Staufern. Von den beiden Witwen erhält Adolana, als erste Hofdame, den Auftrag, eine wichtige, geheime Botschaft zu Welf VI. und seiner Frau Uta zu bringen. Unterwegs trifft sie Berengar wieder, der sie in der langen Zeit nicht vergessen hat, aber die beiden stehen auf unterschiedlichen Seiten, denn Berengar hat Friedrich II., dem Bruder des neuen Königs, den Treueeid geleistet. „Das Amulett der Wölfin“ führt den Leser zeitlich etwas weiter zurück, als Marion Hennebergs erster Roman „Die Entscheidung der Magd“, aber man trifft gleich auf bekannte Namen. Heinrich der Löwe, der im angesprochenen Buch als Herzog den Wendenkreuzzug anführt, ist hier noch ein Kind. Wenn ich nun vergleiche, hat mir ja schon das erwähnte Debüt der Autorin sehr gefallen, aber bei der vorliegenden Geschichte über Adolana und Berengar, habe ich festgestellt, dass noch gewaltige Steigerungen möglich waren. Der Schreibstil hat mich sogleich sehr intensiv auf das 12. Jahrhundert eingestimmt, und der historische Rahmen für die sympathischen Protagonisten ist hervorragend recherchiert. Wie die Autorin im Anhang verrät, hat sie die künstlerische Freiheit genutzt und einige Kleinigkeiten, für die Schlüssigkeit der Handlung, ein wenig angepasst, was aber der Authentizität des Geschehens keinen Abbruch tut. Auf 590 Seiten erwartet den Leser ein farbenprächtig ausgemaltes und packend erzähltes Mittelalter-Epos. Mit den verzwickten Verhältnissen und Machtkämpfen zwischen Welfen und Staufern hatte ich mich vorher noch nicht ausführlich beschäftigt, aber im Verlauf der Handlung werden einem die geschichtlichen Daten ganz automatisch und unkompliziert nahe gebracht. Schön finde ich, dass es nicht nur eine chronologische Aufstellung der historischen Ereignisse im Anhang gibt, sondern dass man anhand eines Stammbaums die verwandtschaftlichen Beziehungen zwischen Welfen und Staufern sehr gut nachvollziehen kann. Bei aller Begeisterung für die historischen Zusammenhänge möchte ich nicht versäumen, auf die facettenreich beschriebenen Charaktere des Romans einzugehen. Adolana und Berengar sind interessante Protagonisten, deren Beziehung sich nicht gerade einfach gestaltet, und ich habe beiden sofort große Sympathie entgegengebracht. Daneben spielen noch viele bemerkenswerte Personen eine Rolle, von denen man sicher anfangs einige falsch einschätzt. Dieser Roman hat bei mir ein sehr lebhaftes Kopfkino ausgelöst und mich intensiv in die Zeit der Ritter und Edelfrauen versetzt.

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  • Rezension zu "Das Amulett der Wölfin" von Marion Henneberg

    Das Amulett der Wölfin
    Bellexr

    Bellexr

    27. April 2012 um 19:14

    Von Welfen und Staufer . Durch Zufall erfährt die 16-jährige Grafentochter Adolana von Wohldenberg von einem Mordanschlag, der das Machtgefüge im Herzogtum Sachsen empfindlich verändern würde. Doch ihre Warnung kommt zu spät und der Mord kann nicht mehr verhindert werden. Von nun an muss Adolana jedoch um ihr Leben fürchten und über Beziehungen gelangt sie an den Hof von Kaiserin Richenzas Tochter, Herzogin Gertrud. Als deren Hofdame hofft sie dort, sich vor ihren Verfolgern verstecken zu können und gerät doch schon bald in das politische Ränkespiel zwischen Welfen und Staufer. . Marion Henneberg lässt ihren Roman zwischen den Jahren 1134 und 1140 spielen und vermischt gekonnt historische Fakten mit fiktiven Geschehnissen und Personen. Adolana ist eine junge Adlige, die frei von Zwängen bei ihrem verwitweten Onkel auf dessen Burg lebt. Bernhard von Wohldenberg lässt ihr sehr viel Freiraum und Adolana wächst so zu einer selbständigen, gebildeten, mitfühlenden jungen Frau auf. Doch mit dem beschaulichen Leben ist es vorbei, als Adolana heimlich das Gespräch über den Mordanschlag belauscht und nur mit knapper Not fliehen kann. . Gebannt verfolgt man über rund 590 Seiten das abenteuerliche Leben von Adolana, die mit viel Mut und Intelligenz versucht, nicht zwischen die Fronten des Welfen Kaiser Lothar III. und dem Staufer Konrad, Herzog der Franken, zu geraten. Zum anderen nimmt man aber auch am Leben von Ritter Berengar von Wolfenfels teil, der schon früh in Adolanas Leben tritt und sie über die Jahre hinweg nicht vergessen wird. Aber neben Berengar gibt es auch noch Waldemar von Winzenberg. Ihm war Adolana einst versprochen und während der Jahre werden ihre Wege sich ebenfalls immer wieder kreuzen. So kommt bei dem historischen Roman zwar auch die Liebe nicht zu kurz, dennoch legt Marion Henneberg hierauf eindeutig nicht den Schwerpunkt ihrer Geschichte. . In einem sehr einnehmenden, fesselnden und bildhaften Sprachstil, der jederzeit der damaligen Zeit angepasst ist, erzählt Marion Henneberg sehr abwechslungsreich das interessante und gefahrvolle Leben von Adolana. Immer wieder nimmt die Geschichte neue und auch überraschende Wendungen an und bleibt bis zum Ende nur in Teilen vorhersehbar. Auch stellt man schon sehr früh fest, dass die Autorin sich intensiv mit der Geschichte des römisch-deutschen Reiches im 12. Jahrhundert beschäftigt hat und dieses Wissen vermittelt Marion Henneberg ihren Lesern sehr anschaulich und äußerst unterhaltsam. . Ihre Charaktere nehmen fast augenblicklich Konturen an und so kann man die nicht gerade wenigen Beteiligten schon bald mühelos auseinanderhalten. Überzeugend ist vor allem die Figur von Adolana gezeichnet. Die junge Frau ist ein sehr gradliniger, verantwortungsbewusster, aber auch rebellischer, eigensinniger Charakter. Aldona setzt sich für Andere ein, ist nicht auf ihren Vorteil bedacht und steht zu ihren Überzeugungen. Dennoch ist sie bei weitem nicht perfekt, hat Ecken und Kanten, macht Fehler und trifft schon mal eine falsche Entscheidung. Dabei bleibt sie sich jedoch immer treu und wirkt dadurch authentisch. . Fazit: Ein bildgewaltiger, praller Roman, der hervorragend recherchiert ist, einem die politischen Ränkespiele des 12. Jahrhunderts anschaulich und sehr unterhaltsam vermittelt und mit klar herausgearbeiteten, überzeugenden Charakteren aufwarten kann.

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  • Rezension zu "Das Amulett der Wölfin" von Marion Henneberg

    Das Amulett der Wölfin
    Ahotep

    Ahotep

    07. December 2011 um 16:40

    Das Buch handelt von Adolana, einer jungen Frau, die so einige Schicksalsschläge ertragen muss und es dabei schafft zwei Männerherzen zu erobern, was viel Konflikpotential bereithält. Dazu kommt die politische Lage, die sie das ein oder andere Mal in eine verzwickte Lage bringt. Die Autorin hat einen sehr schönen bildlichen Schreibstil, so dass ich mich zeitlich zurückversetzt fühlte. Ihr gelingt es meisterhaft die Emotionen und die Atmosphäre der einzelnen Situationen aufzufangen und den Leser daran teilhaben zu lassen. Es gab einige Szenen, die mich stark berührt haben oder mir ein Lächeln auf die Lippen zauberten. Des Weiteren ist positiv anzumerken, dass in diesem Roman eher die Konsequenzen von traumatischen Ereignissen im Vordergrund stehen, statt die Vorfälle selbst, die für mich psychisch sehr anstrengend gewesen wären. Die Charaktere sind alle sehr abwechslungsreich und vielschichtig. Bei vielen fiel es mir schwer, sie zu durschschauen, so dass ich mir bei der einen oder anderen Person nie sicher war, was ich von ihr halten sollte. Die Protagonistin Adolana legt dabei ein ungewöhnliches Verhalten für die damalige Zeit an den Tag. Sie ist selbstständig und selbstbewusst sowie gerissen, aber auch manchmal naiv, so dass ich sie sehr schnell lieb gewonnen habe. Die politischen Verwicklungen und die verschiedenen Personen waren für mich stellenweise sehr unübersichtlich und verwirrend. Die Stammtafel und die Auflistung geschichtlicher Ereignisse, die in dem Buch zusätzlich enthalten sind, helfen dabei nur wenig. Zudem gab es wenige Stellen, die für mich mit dem bisherigen Geschehen nicht in Einklang zu bringen waren. Die meisten Ereignisse und Handlungen waren jedoch logisch aufgebaut und damit auch sehr realistisch. Leider kam in diesem Buch bei mir keine große Spannung auf, was durch das meist sehr ruhige Tempo und die Art der Handlung hervorgerufen wurde. Dafür bildete sich allerdings ein starkes Interesse an dem weiteren Verlauf von Adolanas Leben. Am Ende hat mich ein Punkt gestört, denn ab Mitte des Buches tauchte ein Brief auf, der von da an auch handlungsbestimmend war und dadurch für mich eine wichtige Rolle spielte. Bedauerlicherweise wird nie auf die Art des Briefinhaltes eingegangen und nicht einmal auf seine Wirkungsweise. Meine Neugier, die sich stetig diesbezüglichh aufgebaut hatte, wurde hier also überhaupt nicht befriedigt. Das war schade, da der Abschluss des Buches sonst wunderschön und abgerundet war. Fazit Die Geschichte überzeugt mit einer guten Mischung aus undurchschaubaren Charakteren und einem stimmungsvollen Schreibstil. Leider fehlte am Ende eine für mich wichtige Information, die den Abschluss perfekt gemacht hätte. Zudem führte die Einstreuung historischer Ereignisse und Personen öfter zu Unklarheiten. Letztendlich handelt es sich um einen historischen Roman über eine starke, junge Frau, deren Leben ich gerne verfolgte, auch wenn die Spannung niedrig gehalten wurde. (3.5/5)

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  • Rezension zu "Das Amulett der Wölfin" von Marion Henneberg

    Das Amulett der Wölfin
    irismaria

    irismaria

    06. December 2011 um 11:46

    "Das Amulett der Wölfin" von Marion Henneberg ist ein historischer Roman, der im zwölften Jahrhundert in Deutschland spielt. Zu dieser Zeit konkurrieren die Welfen und die Staufer um die Macht, dieser Konflikt bildet auch den Hintergrund der Geschichte, in deren Mittelpunkt die junge Adlige Adolana steht. Sie lebt nach dem Tod der Eltern auf der Burg ihres Onkels, doch der verspielt zuerst die Burg und kommt dann unter mysteriösen Umständen ums Leben. Adolana erfährt durch Zufall von einem Mordkomplott einflussreicher Adliger, sie muss fliehen und landet schließlich am Hof der Kaiserin Richenza. Dort erlebt sie Liebe und Leid, gerät in die Wirren der politischen Konflikte und muss ihren Platz im Leben suchen. Die Geschichte um Adolana ist wundervoll erzählt, wenn man sich in die beschriebene Zeit hineingelesen hat, kann man richtig „abtauchen“ und mit Adolana Freud und Leid erleben. Die beschriebenen Personen und ihre Handlungen sind stimmig und - soweit ich das beurteilen kann - auch historisch gut recherchiert. Mir hat der Mix aus historischen Personen und „erfundenen“ sehr gefallen, auch die Nebenfiguren sind schön dargestellt und machen die Geschichte lebendig. Mein Fazit: wer historische Romane mag, dem kann ich "Das Amulett der Wölfin" sehr empfehlen!

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  • Rezension zu "Das Amulett der Wölfin" von Marion Henneberg

    Das Amulett der Wölfin
    allegra

    allegra

    05. December 2011 um 15:20

    Im Roman „Das Amulett der Wölfin“ erzählt Marion Henneberg die Geschichte der jungen Adolana, einer fiktiven Figur, die durch ihre Liebe zum geheimnisvollen Ritter Berengar zwischen die Fronten der Welfen und Staufer gerät. Eingebettet in die historisch bewegende Zeit zwischen 1133 und 1140 erlebt der Leser sowohl mittelalterliches Leben bei Hofe als auch Belagerungen, Schlachtszenen und viel Freundschaft und Liebe. Die wichtigste historisch verbürgte Person im Roman ist Richenza, die Frau Lothar III von Süpplingenburg, der jedes Mittel recht ist, wenn es um das Wohl ihrer Familie und den Erhalt ihres Geschlechts geht. Ebenso begegnet man eher am Rande vielen wichtigen Personen wie den Staufern Konrad III sowie Friedrich II aus dessen Ehe mit der Welfentochter Judith Friedrich Barbarossa hervorgeht. Der spielt aber in diesem Roman für einmal keine Rolle. Die Beschreibungen der Wohngebäude sowie der Landschaften sind sehr anschaulich, Liebesszenen sind vorwiegend dezent beschrieben, was ich sehr angenehm empfinde. Ich konnte mir die wichtigsten Personen gut vorstellen und ihre Handlungen meist nachvollziehen. Vom Sprachstil her hat mir das Buch ausgezeichnet gefallen. Die verschiedenen Handlungsstränge und Schauplätze sind immer klar voneinander abgesetzt. Da meine historischen Kenntnisse aus dieser Zeit jedoch etwas dürftig sind, hatte ich einige Mühe mit dem Verständnis. Vor allem in der ersten Hälfte war ich oft nicht sicher, wer jetzt zu wem gehört, weil unheimlich viele historische Fakten im Buch miteinander verwebt sind. Als Ergänzung befindet sich vorne im Buch eine Stammtafel mit den wichtigsten Welfen und Staufern und hinten eine chronologische Auflistung der historischen Ereignisse. Das war zwar hilfreich, allerdings hätte ich mir ein ausführlicheres Personenverzeichnis gewünscht, aus dem die Zugehörigkeit ersichtlich ist, sowie ob es sich um eine fiktive oder historische Figur handelt. Ebenfalls etwas vermisst hatte ich eine historische Karte. Für mich war das Buch recht anspruchsvoll, dennoch oder gerade deswegen, habe ich sehr viel davon profitiert. Durch meine unterstützenden Recherchen ist mir die Herkunft Friedrich Barbarossas nun nicht mehr schleierhaft und ich bin um eine herrliche Geschichte aus Baden-Württemberg reicher: Im nächsten Sommer werde ich bestimmt mal einen Ausflug nach Weinsberg machen und mir den Schauplatz der wunderbaren Geschichte um die Burg Weibertreu anzuschauen.

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  • Rezension zu "Das Amulett der Wölfin" von Marion Henneberg

    Das Amulett der Wölfin
    starone

    starone

    01. December 2011 um 11:43

    Zum Inhalt: Wir schreiben das Jahr 1134. Die Heldin des Romanes Adolana von Wohldenberg lebt zusammen mit ihrem bereits verwitweten Onkel auf einer Burg. Ihr Leben ist somit angenehm und beschaulich. Das ändert sich, aber schlagartig als Adolana erfährt das der mittlerweile hochverschuldetet Onkel eine Heirat mit Waldemar von Winzenburg in die Wege leiten will und so beschließt Adolana sich ihren zukünftigen Mann in Spe heimlich einmal anschauen zu wollen. Leider mit ungeahnten Folgen für sich und ihren Begleiter Johannes, einen etwas behinderten jungen Mann aus dem Dorf. Denn sie erfährt durch Zufall von einem Mordkomplott bei dem der Onkel von Waldemar und auch er selber eine wichtige Rolle spielen. Adolana und Johannes werden beim Lauschen entdeckt und müssen fliehen. Dabei opfert sich der junge Johannes für Adolana . Sie muss um ihr Leben fürchten, als Rettung soll sie an den Hof der Kaiserin Richenza und ihrer Tochter Gertrud. Ihr zur Seite gestellt für diese gefährliche Reise wird ihr Berengar von Wolfenfels. Ein junger aufstrebender Mann. Im Laufe dieser Reise entwickelt sich etwas zwischen den beiden. Was wird Adolana am Hofe der Kaiserin erleben und erwarten. Kann sie mit ihrer Flucht dem Onkel von Waldemar entkommen, wird das Mordkomplott noch vereitelt und welche Rolle überhaupt spielt Waldemar selber in dieser Sache. Und welchen Weg wird Adolana in der Liebe gehen. Viele Fragen auf die das Buch dazu interessante, gefühlvolle und spannende Antworten gibt. Mein persönlicher Eindruck: Eine interessante Zeitreise ins Jahr 1134. Wer gedacht hat es gibt hier nur eine normale und einfache Liebesgeschichte liegt falsch, denn die Autorin Marion Henneberg verknüpft geschickt die historische Zeitgeschehnisse und Konflikte zwischen Welfen und Staufer in diesem Roman und zeigt an Hand einer Liebesgeschichte auf, welches möglichen auch kriegerischen Auseinandersetzungen solche Konflikte mit sich bringen können, was mir sehr gut gefallen hat. Denn es ist somit für jeden was dabei, wie ich finde. Viel Gefühl, der Alltag der Menschen, Konflikte und Krieg. Eine gute Mischung aus einer Liebesgeschichte angereichert mit interessanten Informationen aus dieser Zeit, dass macht diesen Roman sehr vielschichtig, wie ich finde.

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  • Rezension zu "Das Amulett der Wölfin" von Marion Henneberg

    Das Amulett der Wölfin
    Mika2003

    Mika2003

    29. November 2011 um 17:00

    Neugierig auf den Roman wurde ich, da der teilweise in Sachsen spielt. Noch dazu als Leserunde mit der Autorin – was will der Leser mehr. Bekommen habe ich einen wunderbar geschrieben und akribisch recherchierten Roman mit mehr oder weniger sympathischen Protagonistin, Spannung, Action und jede Menge Gefühl. Gleich zu Beginn des Buches wird mit buchstäblich in eine Schlacht hineingeworfen und lernt gleich den ersten wichtigen Protagonisten kennen. So wie es anfängt geht es Schlag auf Schlag weiter – es kommt nicht der Hauch von Langeweile auf oder das Gefühl, dass das Buch „hängt. Eine gefühlsmäßige Achterbahn hoch drei erwartet den Lesen im gesamten Buch und es kam echt alles vor was einen richtig guten Roman in meinen Augen ausmachen. Die Protagonisten sind sehr vielschichtig und nicht nur schwarz/weiß. Im Gegenteil: Es sind Figuren, die spalten - die man entweder mag oder verabscheut und die dennoch das gewisse etwas haben. Aber auch Figuren, bei denen man nicht weiß woran man ist und die einen dann doch wieder überraschen können. Von Kapitel zu Kapitel hat man das Gefühl das die Handlung, die Geschichte „dichter“ macht, die Atmosphäre erhöht und die Spannung noch mehr steigt. Die Gratwanderung zwischen realer und fiktiver Geschichte ist der Autorin sehr gut gelungen. Ein großer Pluspunkt ist für mich ist die Übersichtlichkeit der Handlungsstränge und die Beschreibungen der Figuren ... sehr authentisch so dass man sich auch gut in die Zeit hineinversetzen kann. Ein weiterer Pluspunkt in meinen Augen ist der Stammbaum am Anfang und die chronologische Auflistung der historischen Ereignisse am Ende. Die Einleitung der verschiedenen Abschnitte der Leserunde durch Fotos fand ich richtig gut – es war ein Highlight.

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  • Leserunde zu "Isenhart" von Holger Karsten Schmidt

    Isenhart
    Angizia

    Angizia

    Das Herz hat seine Gründe, die der Verstand nicht kennt - so lautet ein berühmtes Zitat von Blaise Pascal. Doch nicht nur Gründe, auch Abgründe kennt das Herz. Von diesen Abgründen, von Mord und Unterdrückung, hat der Protagonist Isenhart im gleichnamigen Buch eindeutig genug. Doch als das Herz seiner Liebsten gestohlen wird, zerbricht auch das seine und eine Odyssee beginnt, die uns tief durch das Labyrinth des Mittelalters schickt, wo die Vorenthaltung von Bildung noch als wirksames Mittel der Unterdrückung gehandelt wird. Begleitet Isenhart auf seiner Reise, den Jungen, dessen bloße Existenz selbst Rätsel aufgibt, und erkundet die Abgründe mit ihm zusammen! "Im Namen des Herzens. Ein Serienmörder im hohen Mittelalter. Der junge Schmied Isenhart, der ihm als früher "Profiler" auf die Spur zu kommen versucht - und zugleich dem Geheimnis seiner eigenen Existenz. Ein umwerfend spannender Roman aus einer Zeit, in der der freie Geist mit Denkverboten rang - und die uns gar nicht so fern erscheint. Anno Domini 1171. Isenhart stirbt bei der Geburt. Und wird wieder zum Leben erweckt. Der wissbegierige Junge, der irgendwie anders ist, wächst als Sohn eines Schmieds auf der Burg Laurin bei Spira auf. Zusammen mit Konrad, dem Stammhalter des Hauses Laurin, erhält er Zugang zu einem ungeheuren Privileg: Bildung. Isenharts Welt bricht entzwei, als seine heimliche Liebschaft, die Fürstentochter Anna von Laurin, barbarisch ermordet - und ihr das Herz geraubt - wird. Der Mörder ist schnell gefasst und gerichtet. Isenhart widmet sich seinem großen Traum: dem Traum vom Fliegen. Und seiner Sehnsucht, zu verstehen, was die Welt im Innersten zusammenhält - dabei immer auf der Hut vor der katholischen Inquisition. Doch dann ereignet sich ein weiterer Mord nach identischem Muster. Isenhart und Konrad machen sich auf, den Serienmörder mit den forensischen Mitteln ihrer Zeit zu Strecke zu bringen. Die Jagd führt sie bis ins ferne Iberien, in den Basar des Wissens von Toledo, wo freie Geister aus Morgen- und Abendland sich austauschen. Dann findet Isenhart in einem dunklen Gewölbe nie gesehene anatomische Zeichnungen des menschlichen Herzens ..." Für diesen fulminanten und myteriösen Debütroman von Holger Karsten Schmidt aus dem KiWi Verlag suchen wir 25 mutige Testleser, die sich der Herausforderung stellen, in die Tiefe des menschlichen Herzens zu blicken - denn wer weiß schon, was einen dort erwartet... Du willst dabei sein? Fein! Wenn du dich traust, dann beweise uns, dass nicht alle Herzen im Dunkeln schlagen. Was war die letzte gute Tat, die du für deine Mitmenschen getan hast? Schreibe uns bis einschließlich Sonntag, dem 11.09. davon unter "Bewerbung & Bekanntgabe der Gewinner" und sichere dir damit deine Chance auf eine Leserunde, die dein Herz hoffentlich höher schlagen lässt! Möglicherweise beteiligt sich sogar der Autor daran, aber das wird später bekannt gegeben :) "Isenhart" wurde unter dem Titel "Isenhart - Die Jagd nach dem Seelenfänger" übrigens auch verfilmt, unter anderem mit Schauspielerin wie Sebastian Ströbel und Jeanette Biedermann. Der Film kommt am 03. Oktober bei ProSieben ins deutsche Fernsehen. Die Weltpremiere gibt es am 11.09. bei ORF eins. Ich wünsche bereits jetzt viel Spaß und viel Glück! ********************************************************* Die 25 offizielle Leserundenteilnehmer sind: suse9, sabatayn76, hundertwasser, DarkReader, Maggi, Buecherhexe, irismaria, Myra, TheBookLook, c-bird, antjemue, Lesestubb, jacky06, Esta, lord-byron, monika62, elliehwinter, Keksisbaby, Moosbeere, tweedledee, vormi, ginnykatze, Starbucks, Buecherbaer, Buchina

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  • Rezension zu "Das Amulett der Wölfin" von Marion Henneberg

    Das Amulett der Wölfin
    Tanzmaus

    Tanzmaus

    30. September 2011 um 12:52

    In ihrem dritten Werk beschreibt Marion Henneberg die Geschichte der 16jährigen Adolana von Wohldenberg. Diese muss nach dem Tod ihrer Eltern zu ihrem Onkel Bernard auf die Burg ziehen. Dieser kümmert sich nur halbherzig um Adolana und verspielt sie schließlich sogar bei einem Würfelspiel an einen Grafen. Als Adolana von ihrer Neugier getrieben, sich ihren künftigen Gatten zumindest mal ansehen will, bekommt sie ein Gespräch über einen Mordkomplott mit. Ab hier überschlagen sich die Ereignisse. Adolana ist auf der Flucht vor den Verschwörern und sucht Zuflucht im Stift Gandersheim. Das Buch ist spannend geschrieben, so dass die rund 600 Seiten im Nu gelesen sind. Mit der Hauptprotagonistin Adolana kann man wunderbar mitfiebern und man verlässt am Ende des Buches eine neugewonnene Freundin. Die geschichtlichen Einblicke sind umfassend und gut recherchiert, so dass der Leser auch hier beim Lesen einiges über die Welfen und Staufer erfahren kann. Alles in allem hat mir das Buch sehr gut gefallen, ich hatte es schnell gelesen und freue mich schon jetzt auf weitere Werke von Marin Henneberg.

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  • Rezension zu "Das Amulett der Wölfin" von Marion Henneberg

    Das Amulett der Wölfin
    Ein LovelyBooks-Nutzer

    Ein LovelyBooks-Nutzer

    20. September 2011 um 09:02

    Marion Henneberg gelingt das Kunstwerk, mit ihrem dritten Roman "Das Amulett der Wölfen" eine spannungsgeladene, emotional vielschichtige Handlung mit präziser Geschichtsdarstellung zu verbinden und damit den Leser so zu fesseln, dass man das Buch kaum aus der Hand legen kann. Eine klassische Dreieicksgeschichte, zwei Männer kämpfen um eine Frau, versteht sie so zu erzählen, dass es immer wieder neue, überaschende Wendungen gibt und man mit allen Figuren mitfühlt und ihre Handlungsweise auch verstehen kann. Auch wenn man, so wie ich, nicht mit allen Protagonisten gleich "warm wird", möchte man trotzdem weiterlesen, weil sie in eine spannende Handlung eingebettet sind. Überhaupt wimmelt es in diesem Roman von interessanten Charakteren, die selbst wenn sie nicht positiv dargestellt sind, immer faszinierend und niemals flach und eindimensional sind. Marion Henneberg hat sich für ihren Roman eine geschichtlich sehr bewegte Zeit herausgesucht, der Konflikt zwischen den Welten und den Staufern ist in vollem Gange, und die mittelalterliche Welt entsteht dank einer Fülle von Details farbenprächtig vor dem inneren Auge.Sie ist fast handgreiflich zu spüren, sei ist in den fast herzzerreissenden Momenten nach einem Überfall oder dem spannenden Ablauf eines Turniers. Die 600 Seiten vergehen wie im Flug und machen Lust auf weitere Bücher dieser talentierten Autorin.

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  • Rezension zu "Das Amulett der Wölfin" von Marion Henneberg

    Das Amulett der Wölfin
    Kiritani

    Kiritani

    05. September 2011 um 15:19

    Kurzbeschreibung: Im Jahr 1134. Ein Mordkomplott in königsnahen Kreisen soll das Machtgefüge im Herzogtum Sachsen für immer verschieben. Die junge Grafentochter Adolana wird unfreiwillig zur Mitwisserin und verrät den Plan. Leider zu spät. Von nun an muss Adolana um ihr Leben bangen. Zwei Männer werden alles in ihrer Macht liegende tun, um sie zu schützen: Der eine ist Teil ihrer Vergangenheit, der andere wird zur großen Liebe ihres Lebens ... Rezension: Wie schon gesagt bin ich kein großer Fan von historischen Romanen, aber dieser hier hat meine Meinung bezüglich Werke von Marion Henneberg geändert. Ich kann ja nun nicht davon ausgehen, dass mir nun alle historischen Romane gefallen :) Durch das kleine Interview mit Marion in der Rubrik 'Fünf Minuten mit...' bin ich auf ihre Bücher aufmerksam geworden und hatte bei einer Testleserunde Glück ein Exemplar zu erhalten. Anfangs war ich ein bisschen skeptisch und hatte auch einige Schwierigkeiten mich in die Sprache einzufinden, aber dann lief es super. Die Geschichte um die junge Adolana hat mich von Anfang an in den Bann gezogen und es fiel mir schwer, das Buch zur Seite zu legen (leider musste ich das durch die Arbeit sehr oft). Idee/ Umsetzung: Mir fehlen die Worte. Nach meine letzten Buch, wo ich die Idee toll fand und es bedauerte, dass die Umsetzung nicht so gelungen war, stimmte bei diesem Buch alles. Ein junges Mädchen, das durch einen dummen Zufall einen Mordplan mitbekommt und nun um ihr Leben fürchten muss - super Idee, grandiose Umsetzung. Auch der weitere Verlauf hat vollkommen überzeugt und nie irgendwie erzwungen oder hektisch gewirkt. Super! :) Schreibstil/Sprache: Der Schreibstil und die Sprache sind wunderbar gehoben und anspruchsvoll, das gefällt mir total. Wie Marion in einem Kommentar der Leserunde schon sagte, ist es nötig, da der Inhalt sonst nicht vermittelbar wäre. Und ich finde es einfach himmlisch, weil man sich schon alleine dadurch in die Zeit zurückversetzt findet. '"Habt Ihr denn gar keinen Stolz, dass Ihr Euch wie eine Dirne benehmen musstet?", fragte er. Vielleicht lag es an der Heftigkeit seiner Worte, dass Adolanas Schwindelgefühle jäh verschwanden und einer unbeschreiblichen Verlegenheit Platz machten.' (Seite 104) Charaktere: Ich bemerke gerade, dass es mir viel schwerer fällt, eine gute Bewertung zu schreiben. Es ist einfacher zu meckern, als zu loben. So, nun zu einem mir sehr wichtigen Punkt, den Charakteren. Und wieder einmal muss ich zugeben, dass ich begeistert bin. Adolana ist anfangs sechzehn Jahre alt und wirkt in keinster Weise naiv. Sie ist eine lebhafte, ehrliche, mutige und unglaublich herzliche Person, die mir auf Anhieb gefallen hat. Die ganze Geschichte über bleibt das Bild von ihr bestehen und ich kann die Begeisterung anderer Charaktere ihr gegenüber wahrlich verstehen. Ich denke, dass sie mir noch lange in Erinnerung bleibt und auch viele andere weibliche Protagonisten noch den Vergleich mit ihr suchen müssen. Auch die beiden Männer in ihrem Leben empfand ich als unglaublich gut getroffen - den einen ein bisschen aufdringlich und seltsam, aber trotzdem liebenswert. Den anderen geheimnisvoll und anziehend. Hätte sich Adolana nicht entschieden, ich hätte ihr einen abgenommen. Aber auch alle anderen auftauchende Personen (und das sind nicht gerade wenig ;]) sind auf ihre Art herzlich oder verbittert. Trotz der vielen 'Darsteller' finde ich, dass jeder etwas persönliches hat, selbst die, die nur kurz auftauchen - man hat sie alle vor Augen, jeden Einzelnden und das ohne das Gefühl zu bekommen, dass das Buch vor lauter Personen platzen könnte. Einfach wunderbar. Atmosphäre/Umgebung: Zu guter letzt kommt ein weiterer Punkt, der mir sehr am Herzen liegt, ohne den ein Buch völlig tot wirken würde - die Atmosphäre und Umgebung. Und auch hier muss ich sagen, dass allein schon durch einige Bilder in der Leserunde, die Marion veröffentlicht hat, alles unglaublich realistisch wirkte. Ich befand mich während des Lesens mitten in der Geschichte. Wenn man eine Lesepause eingelegt hatte, dann war es wie aus einem schönen Traum zurückgeholt zu werden. Ich bin selten so vertieft in eine Geschichte, aber es ist auch nicht immer so wichtig, wie die Umgebung ist. Bei solch einem historischen Roman finde ich es sehr wichtig, denn es ist ja schon ein paar Jahre her und nicht mehr so geläufig, wie der Gedanke an einen Supermarkt. Auch hier hat für mich alles gestimmt und ich fühlte mich trotz der Kälte durch die Jahreszeiten sehr wohl. Die Burgen und die dazugehörigen Dörfer, die schönen Kleider der Edelfrauen, all das spielte sich vor meinem inneren Augen ab. 'Friedrich residierte während der Dauer des Landtages in Rottenacker im oberen Stockwerk des Wohngebäudes der Burg, in dem es trotz der schwülen Hitze, die draußen herrschte, angenehm kühl war. Das steinerne Gemäuer trohnte abweisend über der Donau. Wie üblich bei solchen Versammlungen platze der Ort aus allen Nähten. Zwei größere Höfe dominierten das Dorf, dessen Bewohner ihren priesterlichen Segen in der kleinen Kapelle erhielten.' (Seite 373) Fazit: Ein Buch, welches mich auf ganzer Linie überzeugt hat. In allen Punkten. Es wirkte in keinem Punkt übertrieben - weder in einer Kriegs- noch in einer Liebesszene. Es war authentisch und ehrlich. Ich werde in Zukunft mehr historische Romane lesen und den Anfang mache ich mit weiteren Büchern von Marion Henneberg, da mir ihr Schreibstil unglaublich gefällt. Für alle Fans von historischen Romanen ist diese Buch auf jeden Fall zu empfehlen. Top, volle Punktzahl!

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