Marion Klara Mazzaglia

 4.9 Sterne bei 7 Bewertungen
Autor von Die Spinne Lilo, Ich, Pflegekind Leo und weiteren Büchern.

Neue Bücher

Gemüsetopf und Obstsalat

Neu erschienen am 20.09.2018 als Hardcover bei BEST-Off-Verlag.

Alle Bücher von Marion Klara Mazzaglia

Die Spinne Lilo

Die Spinne Lilo

 (4)
Erschienen am 13.04.2015
Ich, Pflegekind Leo

Ich, Pflegekind Leo

 (1)
Erschienen am 01.09.2017
Ein Tag bei meiner Tagesmama

Ein Tag bei meiner Tagesmama

 (1)
Erschienen am 29.09.2014
Nils zeigt dir den Waldkindergarten

Nils zeigt dir den Waldkindergarten

 (1)
Erschienen am 28.11.2016
Gemüsetopf und Obstsalat

Gemüsetopf und Obstsalat

 (0)
Erschienen am 20.09.2018
Eine Königslibelle in Neles Garten

Eine Königslibelle in Neles Garten

 (0)
Erschienen am 02.05.2018

Neue Rezensionen zu Marion Klara Mazzaglia

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Rezension zu "Ich, Pflegekind Leo" von Marion Klara Mazzaglia

Ein sehr schönes, einfühlsames und wichtiges Buch zum Thema Pflegekind
Kinderbuchkistevor 3 Monaten

Wie erklärt man das Thema Pflegeeltern?
für betroffene Kinder und alle Außenstehenden
für Kinder ab 2 Jahren
Dieses Buch von Marion Klara Mazzaglia beschäftigt sich mit dem Thema Pflegekinder in dem sie zum einen über den kleinen Leo berichtet und wie es für ihn ist in einer Pflegefamilie zu leben, zum anderen schafft sie ein sehr anschauliches , gutes Verständnis für die Begrifflichkeit Pflegemama, Pflegepapa, Papa und Mama.
Das Buch selbst erzählt in einfacher, leicht verständlicher Weise mit relativ wenig aber sehr prägnanten Worten, so dass selbst kleine Kinder die Botschaft schon richtig gut verstehen können.
Die einfach gehaltenen sehr ausdrucksstarken Illustrationen begleiten die Geschichte und veranschaulichen das Geschehen, die Situationen und Gefühle sehr deutlich.
Gerade diese einfachen, fast kindlichen Bilder sprechen die Zielgruppe sehr an.
Für wen ist dieses Buch gedacht?
Ich denke es ist ein Buch, dass man zwar themenbezogen einsetzt aber ich würde mich freuen wenn es in Familien einfach auch als Bilderbuch angesehen und gelesen wird. Es ist auch für Kinder, die in ihrer eigenen Familie leben eine Bereicherung einmal über den Tellerrand zu sehen und etwas neues kennenzulernen.
Daher sage ich, das Buch ist für alle da!
Natürlich ist es ein Bilderbuch, das Pflegekindern vorgelesen werden kann um ihnen ein Gefühl davon zu geben, dass es ihnen nicht allein so geht und wie es anderen Pflegekindern, in diesem Fall Leo, ergeht.
Hier ist das Buch wirklich besonders schön einzusetzen.
Doch das ist bei weitem nicht der einzige Bereich. Ich finde es sollte in jeder Einrichtung mit Kindern zu finden sein. Wir leben heute in einer Gesellschaft in der es so unglaublich viele Formen des Zusammenlebens gibt. Leider gibt es immer auch die Kinder, die aus den unterschiedlichsten Gründen nicht bei ihren leiblichen Eltern aufwachsen können. Oftmals wissen wir ja gar nicht, das ein Kind nicht ursprünglich in der Familie lebte. Kinder sollten heute so früh wie möglich erleben und erfahren, dass es völlig normal und auch egal ist woher ein Kind kommt. Wichtig ist doch einzig und allein, dass es in einer Familie lebt, die es liebt, ihm Geborgenheit , Sicherheit , Liebe und Gemeinschaft gibt.
Auch wenn wir hier von kleinen Kindern reden sollten wir bei unseren Erzählungen auch die etwas älteren Kinder mit einbeziehen, die vielleicht als Flüchtlingskinder hier leben, deren Eltern vermisst oder auf der Flucht gestorben sind.
Früher wurde oft von Adoption gesprochen. Da hörte man auf den Schulhöfen oft Hänselleien in denen thematisiert wurde, dass das Kind ja von woanders her kommt und keine Eltern hat. Heute gibt es zwar immer noch Adoptionen doch sind es weitaus mehr Kinder, die aus ihrer eigentlichen Familie heraus genommen werden, weil die leiblichen Eltern nicht in der Lage sind- aus den unterschiedlichsten Gründen- sich angemessen um ihre Kinder zu kümmern.
So haben wir drei Bereiche die Marion Klara Mazzaglia hier anspricht.
* Das Kind, das betroffen ist
*Das Umfeld, dass ein Bewusstsein für die Situation bekommt
und
*Eltern, die ein Pflegekind haben oder sich mit dem Gedanken tragen
Marion Klara Mazzaglia ist selbst Pflegemutter, sie kennt viele andere Pflegefamilien und kann so wirklich anschaulich und reflektiert berichten.
Nach einer sehr informativen Einführung, die an die Erwachsenen gerichtet ist beginnt die Geschichte.
Wir lernen Leo und seine Pflegefamilie kennen, erleben wie er voll integriert mit spielt. Wüssten wir nicht, das er ein Pflegekind ist, wir würden nicht ahnen, das er nicht schon immer dazu gehört hat.Es ist wie bei jedem anderen Kind auch. Ein Kinderleben in einer Familie. Doch es gibt Momente, da ist es anders. Leo ist nicht immer lustig , jeder hat mal schlechte Laune, ist krank, oder will seine Ruhe doch Leo ist es  nicht gewöhnt, dass sich jemand so richtig um ihn kümmert, das immer Rummel ist, immer jemand da ist der sich sorgt. Daran muss sich der kleine erst gewöhnen und seine Pflegemama und sein Pflegepapa helfen ihm dabei.
Es gibt gemeinsame Mahlzeiten, Regeln und Rituale. Wenn Leo sich beim Spielen dreckig gemacht hat ist da jemand der ihn badet, er bekommt Geschichten vorgelesen, wird getröstet wenn er sich weh getan oder Angst hat. Alles Dinge, die die meisten Kinder für selbstverständlich ansehen und täglich erleben doch Leos Mama konnte sich nicht richtig um ihn kümmern. Die Selbstverständlichkeit und Beständigkeit kennt er nicht. Es sind neue Erfahrungen, an die er sich erst gewöhnen muss.
Damit Leo aber den Kontakt zu seiner leiblichen Mutter , die hier auch Bauchmama genannt wird, (was ich für einen sehr schönen liebevollen Begriff halte, der gleich ein Gefühl von Zugehörigkeit und auch Geborgenheit ausdrückt) behält gibt es regelmäßige Treffen. Hier in der Geschichte fährt der Pflegepapa Tono Leo zu einem Spielplatz wo seine Bauchmama schon auf ihn wartet.
Damit die Leser / betrachte des Buches ein Gefühl dafür bekommen wie es Leo bei seiner Bauchmama früher erging erzählt die Autorin kurz auch hierüber. Das dazugehörige Bild ist unglaublich ausdrucksstark und hat unsere etwas größeren Lesekinder im Alter ab 4 Jahren sehr berührt. Hier wird deutlich wie allein sich Leo fühlt. Seine Mutter ihm abgewandt.
Jetzt wo sie nur hin und wieder zusammen etwas unternehmen, wie z.B. auf dem Spielplatz, hat Leo für kurze Zeit ihre volle Aufmerksamkeit und damit ein schönes Gefühl, das er mit seiner Bauchmama verbindet. Er spürt das sie ihn lieb hat und sie freut sich, das er sich in der Pflegefamilie wohl fühlt.
Klar ist auch, das Leo etwas traurig ist, wenn die schöne Zeit mit seiner Bauchmama wieder zu Ende ist und er von Tano abgeholt wird. Doch seine Pflegeeltern wissen mit der Situation umzugehen, fangen ihn auf, sind für ihn da.So hat Leo zwei Mamas und zwei Papas. Die Darstellung der Bauchmama ist hier wirklich wunderbar. Selbst kleine Kinder verstehen es. Aber mehr noch als das Verstehen vermittelt dieses Bild ein ganz besonders Gefühl. Das Baby, geborgen und sicher im Bauch der Mutter. Mutter und Kind sind eine Einheit, gehören zusammen. Betroffenen Kindern wird hier deutlich, das es immer ein Band, eine Verbindung geben wird auch wenn man die Mama nur selten sieht.In der Pflegefamilie erfährt Leo all das was Kinder brauchen um selbstbewusste starke Persönlichkeiten zu werden. Er wird gefördert, behütet, emotional gestärkt und bekommt das Gefühl niemals allein zu sein. Familienleben wie es sein sollte.
Wer jetzt sagt, so sieht es in Pflegefamilien gar nicht aus vor allem der Besuchskontakt zu den leiblichen Eltern ist oft sehr problembehaftet und auch enttäuschend für das Kind, derb hat recht. Darauf geht die Autorin vorab in ihrer Einführung auch detailliert ein. Hier im Buch gehet es jedoch darum Kindern zu zeigen wie es ist ein Pflegekind zu sein, und vor allem wie man nun mit der Benennung der Personen ob Mama und Papa, Pflegemama..., Bauchmama, mit Vornamen oder ohne etc. umgehen kann.
Vor allem die Begriffe Pflegefamilie, Bauchmama werden hier ausführlich und anschaulich thematisiert.
Wir haben in unseren Lesegruppen einige Kinder, die bei Adoptiv- oder Pflegeeltern aufwachsen. Sie sind zwischen 4b und 12 Jahren alt mit den unterschiedlichsten Lebensgeschichten. Auch wenn es den Anschein haben mag, das 12 Jährige dieses Bilderbuch nicht mehr lesen werden, gab es eine interessante Gesprächsrunde mit ihnen.
Die einen drückten ihr Bedauern aus, dass es das Buch nicht früher gegeben hat, das hätten sie dann ihren Freunden oder in den Kindergarten mitgenommen um zu zeigen, das es Kinder gibt, die nicht bei ihren leiblichen Eltern leben. Zum anderen fanden sie es gut, das hier einmal gezeigt wird wie man sich als Pflegekind fühlt. Ein Junge sagte mir er hätte das Gefühl, dass das seine Geschichte ist und auch wenn er jetzt schon lange bei seiner Pflegefamilie lebt war es schön das einmal so von außen zu sehen. Er fühlte sich verstanden in dem was Autorin und Illustratorin veranschaulichen und erzählen.
Genau das finde ich sollte dieses Buch unter anderem bewirken, das sich betroffene Kinder verstanden fühlen, das Gefühl bekommen, mir geht es nicht alleine so.
Kinder wie Erwachsene unserer Lesegruppen waren begeistert von diesem, auf den ersten Blick etwas unscheinbarem Buch.
Man merkt deutlich, das die Autorin genau weiß wie sie was erzählen muss. Sie findet einfach die richtigen Worte, die eine breite Altersgruppe versteht.

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Rezension zu "Ein Tag bei meiner Tagesmama" von Marion Klara Mazzaglia

Ein Tag im Leben eines Tageskindes bei seiner Tagesmama davon erzählt uns die kl. Nina selbst
Kinderbuchkistevor 3 Monaten

Ein Tag im Leben eines Tageskindes
erzählt aus der Warte der kleinen Nina
für Kinder  bis 3 Jahren*

Es gibt Kitas die kleine Kinder betreuen und es gibt Tagesmuttis so wie Klara in unserer Geschichte.
Tagesmamas haben nur ein paar Kinder, die sie betreuen und es ist wie in einer großen Familie.
Ich denke, gerade für kleine Kinder wünscht man sich ehr eine Tagesmami.
Doch wie ist das so bei einer Tagesmutter?
Nicht nur Kinder , auch Eltern, können sich oftmals den Alltag dort gar nicht so richtig vorstellen. Gut das Marion Klara Mazzaglia, Dipl. Sozialpädagogin und selbst Tagesmama, dieses Buch geschaffen hat, das sehr eindrucksvoll den Alltag in der Tagespflege beschreibt. In ihrem Buch lässt sie die kleine Nina über ihren Tag erzählen. Genau diese Warte ermöglicht es schon sehr kleinen Kindern ein Gefühl dafür zu bekommen wie es dort so ist. Sicherlich nicht überall geht es so zu wie bei Ninas Tagesmamma Klara doch auch wenn vieles individuell ist bietet es einen hervorragenden Einblick der neugierig macht und Ängste nimmt.
Außer Nina sind noch 4 andere Kinder bei Klara. Morgens wird Nina von ihrem Vater zu Klara gebracht, die sie liebevoll in Empfang nimmt. Nina findet es nicht immer leicht sich von ihrem Vater zu verabschieden, doch schnell ist die Traurigkeit verfolgen. Gemeinsam frühstücken sie. Nina findet es toll mit ihren Freunden zu essen. Wie man es auch aus dem Kindergarten kennt singen sie als Start in den Tag ein Begrüßungslied. Danach wird gespielt, Klaras liest auch Bücher vor, sie gehen in den Garten wo kleine Häschen auf sie warten. Draußen spielen ist ein wichtiger Teil im Tagesablauf. Dort kann man nicht nur mit den Kaninchen spielen sondern auch Beeren naschen, in Pfützen platschen oder die Insekten im Gras beobachten. Klara hat aber auch einen "Kinderbus". Einen großen Schiebe-Wagen in den alle Kinder hinein passen. Mit dem machen sie Ausflüge oder gehen einkaufen. Bei Klara gibt es nicht nur Kinder in Ninas Alter. Sam ist noch ganz klein und schläft öfter als die anderen. Gegen Mittag dürfen sie Klara beim kochen und den Tisch decken helfen. Wenn Nina sich weh tut oder traurig ist, dann ist Klara da um sie zu trösten. Alles ist eigentlich nicht viel anders als zuhause. Klara kann eine Tagesmutter nicht die richtige Mama ersetzen aber es kommt dem schon sehr nahe. Genau das spürt Nina und fühlt sich richtig wohl bei ihrer Tagesmama und den anderen Kindern.
Es gibt Regeln und Rituale. Anders ist, dass die Kinder später alle wieder abgeholt werden und so werden einige früher und andere später von ihren Eltern geholt. Nina schläft Mittags bei Nina. Nach dem Mittagsschlaf ist meist  auch Klaras Tochter da, die schon ein Schulkind ist. Sie gehört dann genauso zu Ninas Umfeld wie die anderen.
Alles wie in einer großen Familie. Vieles genauso wie zuhause, nur mit eben dem einen kleinen aber feien Unterschied, das am Nachmittag oder Abend Ninas Eltern kommen um sie wieder abzuholen .Aber genau diese Sicherheit braucht Nina auch um den Tag sorglos zu erleben. Die Gewissheit, das ihre Eltern sie wieder abholen, denn so schön es bei der Tagesmama ist und so lieb sich Klara auch kümmert. Eine eigene Mama und ein eigener Papa sind eben doch etwas ganz besonders.
Normalerweise lese ich die Bilderbücher mit Kindergartenkindern. Lesekinder in Ninas Alter oder noch kleiner haben wir weniger dennoch haben wir das Buch mit mehren Gruppen gelesen.
Zum einen Kindergarten- und Grundschulkinder die selbst Tagesmuttererfahrungen hatten und sich daran gern erinnern und so auch Vergleiche ziehen konnten zum anderen Mütter mit ihren Kindern im Alter zwischen14 und 17 Monaten, die bald zu einer Tagesmutter kommen werden.
Die "Großen" fanden das Buch toll weil es genau das widerspiegelt, was sie selbst in fast gleicher/ ähnlicher Form erlebt haben. Gerade die Grundschulkinder konnten schon sehr reflektiert über ihre Erfahrungen und Eindrücke im Kontext mit dem Buch erzählen. Ihnen gefiel das Buch weil man so einen tollen Einblick bekommt was einen bei einer Tagesmutter erwartet. Ohne die Geschichte hört man immer nur von den Erwachsenen was sie erzählen. In dem Alter kann man mit Erzählungen allein noch nicht so viel Anfangen und so entstehen keine Bilder im Kopf, die einem die Vorstellungen erleichtern könnten.
Mit dem Buch und der Erzählung eines Kindes, das einem anderen Kind erzählt wird man neugierig, freut sich sogar. Das Erzählte wir konkreten Bildern zugeordnet, die den Kindern etwas sagen. Sie erkennen sich können eigenes aus ihrem Familienalltag wiedererkennen und so erkennen, dass es im Grunde nicht viel anders ist als Zuhause. So wird aus Sicht der größeren Kindern viel Angst vor dem Unbekannten genommen. Man hat schon eine Vorstellung davon.
Mit den Kleinen und ihren Mamas haben wir das Buch ganz anders betrachtet. Haben die Bilder zum Anlass genommen mehr zu erzählen als zu lesen. Später haben die Muttis das Buch mit nach Hause genommen und noch einmal und auch zwei und dreimal "gelesen". Sie berichten, dass es für sie selbst sehr hilfreich war mit dem Kind das Buch zu entdecken und sich vorzubereiten. Sie hatten schon das Gefühl, das die Kinder gelöster in die ersten Tage bei der Tagesmama gegangen sind als sie vorher gedacht hatten.
Sicherlich Tränen gibt es immer und immer wieder mal, das erzählt ja auch Nina, aber alles ist nicht so ungewiss.
Ich habe eine gute Freundin, die Tagesmütter ausbildet. Sie erzählte mir, das einige der Tagesmütter den neuen / zukünftigen Eltern Fotobücher an die Hand geben in dem der Alltag, Tagesablauf und auch Geburtstagsfeiern und Ausflüge, aber auch die Räumlichkeiten genau zu sehen sind. Diese Fotobücher bekommen die Familien mit Kindern ab etwa 14 Monaten, gut 8 Wochen vor der Eingewöhnungsphase. Es hat sich gezeigt, das dies zusätzlich zu den Besuchen im Vorfeld  eine sehr wirkungsvolle Möglichkeit ist Ängste zu nehmen.
Marion Klara Mazzaglias  Bilderbuch ist hier eine wundervolle Ergänzung und Hilfe, und das nicht nur für die Kinder


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Rezension zu "Die Spinne Lilo" von Marion Klara Mazzaglia

Wer hat da noch Angst vor Spinnen? Einfach schön!
Kinderbuchkistevor 4 Monaten

Thema Angst vor Spinnen
Sachgeschichte
eine Geschichte für Kinder ab 2 Jahren


Viele Kinder haben Angst vor Spinnen, doch wieso eigentlich?
Eigentlich gehen Kinder ganz unbefangen auf alles zu und so ist häufig zu erkennen, das Ängste anderer, auch der Erwachsenen, auf die Kinder über gehen ohne das sie je negative Erlebnisse mit Spinnen gemacht haben.
Aber es gibt natürlich auch die Kinder, die einfach Angst haben, ohne ersichtlichen Grund.
Bei uns ist es zum Beispiel so, dass ich als Kind ein tolles Theaterstück gesehen habe, in der eine Spinne ein Spinnenlied singt. Das Lied begleitet mich noch heute weil es so schön ist. Angst vor Spinnen hatte ich noch nie. Wenn ich Spinnen sehe gucke ich sie mir sehr gern an. Es sind faszinierende Wesen und genau dies vermittelte ich auch meinen Kindern. Auch ihnen habe ich meine Geschichte erzählt und das Spinnenlied vorgesungen. Als wir dann einmal auf dem Bauernhof Urlaub machten sahen die Kinder  ein recht großes Exemplar. Der Bauer erzählte den Kindern, dass sie Agathe heißt. Alle Hausspinnen heißen bei ihm Agathe. Fortan hieß auch bei uns jede Spinne Agathe.7 Kinder begrüßen seither jedes Exemplar mit  Agathe bis auf unseren Jüngsten, der gerät regelrechte in Panik sobald er eine Spinne sieht.  Aber er ist ohnehin etwas anders als die anderen und so kann man doch sagen, in den meisten Fällen kann man Kindern zeigen, das Spinnen keine ekeligen Monster sind sondern sehr schöne, fleißige und absolut harmlose kleine Wunderwesen.
Auch die Geschichte der Spinne Lio trägt dazu bei Kindern die Angst zu nehmen indem sie von den Schönheiten berichtet.
Max unser kleiner Protagonist ist Lilos Freund. Er liebt es sie zu beobachten, sie auf der Hand sitzen zu haben und sie überall mit hin zu nehmen, sogar mit auf den Spielplatz. Lilo macht sich aber auch gern einmal allein auf den Weg die Welt zu entdecken.
Einfühlsam erzählt Marion Klara Mazzagilia was Lilo so alles erlebt, wie sie sich  fortbewegt, ihre Netzte, ihr Haus, spinnt, was sie frisst und sogar wie sie Musik wahrnehmen , hören kann.
Sie nimmt uns mit auf Lilos spannende Entdeckungsreise in der Lilo nicht nur einer Schlange  und einer Grille begegnet sondern uns auch zeigt wie wundervoll ein Spinnennetzt mit Tautropfen belegt aussieht und wie sich die kleine Spinne in den Tautropfen spiegeln kann.
Als ein Igel Lilos Netzt in der Nacht aus versehen, durch seine Tollpatschigkeit zerstört ist sie furchtbar ärgerlich und traurig. Ihr Haus, ihr Schlafplatz ist zerstört doch der Mond leuchtet ihr und die anderen Tiere ermutigen sie ein neues Netzt zu spinnen. Wie gut wenn man Freunde hat und auch Max sieht sie wieder. Der liegt auf der Wiese, beobachtet die kleinen Krabbeltiere im Gras und freut sich sehr seine Freundin wieder zu sehen.
Jennifer Straß hat hierzu wundervolle Bilder gezeichnet, die zuweilen ein wenig aussehen, als hätte ein Kind sie mit dicken Wachsmalstiften gezeichnet, doch für eine Kinderzeichnung sind sie zu perfekt. Einfühlsam, ausdrucksstark und fokussierend begleitet sie mit ihren Bildern die Geschichte. Sie visualisiert so die Faszination, die Schönheit der Spinne und ihre wundervoll gesponnenen Netzte genauso wie den Lebensraum in dem sie sich bewegt.
Unsere Kinder waren ständig am staunen, am meisten jedoch hat sie beeindruckt, das und wie Spinnen Musik wahrnehmen.
Die Illustratorin verabschiedet ihre Leser mit einem Bild auf dem wir Max bäuchlings auf dem Boden liegend sehen und er die kleinen Tiere beobachtet während Lilo auf ihn zu kommt.
Ich bin mir nicht sicher ob sie dieses Schlussbild bewusst so gezeichnet hat um Kinder anzuregen es Max gleich zu tun, bei unseren Lesekindern jedoch führte es dazu, dass sie später alle bäuchlings auf der Wiese lagen und sogar mit den Ohren am Boden lauschten.
Mit Becherlupendosen sammelten sie nicht nur kleine Spinnen sondern allerlei kleines Krabbelgetier.
Angst hatte keiner.
Einige Kinder kamen aber mit ihren "Lilos" die sie nicht nur beobachteten sondern auch versuchten zu zeichnen.
Später haben wir alle noch Spinnenbilder gebastelt in dem wir großen, etwas dickeren weißen, wahlweise bunten Tonkarton nahmen und mit einem dünnen Klebestift ein Spinnennetzt aufzeichneten. Auf diese Klebespuren legten die Kinder Wollfäden. Auf das Spinnennetzt setzten wir dann unsere kleinen gezeichneten und dann ausgeschnittenen Spinnen.
Einige Kinder nahmen noch kleine schimmernden Kügelchen um sie wie Tautropfen mit auf das Netz zu kleben.
*
Ich bin mir sicher neben Gesprächen über die Spinne und Spinnenbeobachtung fällt jedem noch ganz viel ein, was man zum Thema machen könnte.
*
Auf jeden Fall macht das Buch Lust auf Spinnenbeobachtung.
Neben einer wundervollen Geschichten und tollen kindgerechten Bildern erfahren wir auch viel über die Spinne und ihr Leben.
Sachinformationen in einem Bilderbuch.
Einfach genial, einfach wunderschön!


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