Marion Minks Sherlock Holmes und der Fall 666 (Baker Street Tales 4)

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Inhaltsangabe zu „Sherlock Holmes und der Fall 666 (Baker Street Tales 4)“ von Marion Minks

August 1914 Zum ersten Mal begegnet der Psychoanalytiker Sherrinford seinem berühmten Verwandten Sherlock Holmes. Als der Meisterdetektiv den jungen Sherrinford zu einem seiner Klienten begleitet, erwartet die beiden eine Überraschung: Der Mann, der vor wenigen Stunden noch um Hilfe ersuchte, ist tot. Doch warum wurde er ermordet? Und was hatte der „Böseste Mann der Welt“, der Magier Aleister Crowley am Tatort zu suchen? Die Lösung des Rätsels offenbart einen Skandal, der bis ins Oberhaus reicht. Am Ende droht Sherlock Holmes selbst zum Opfer zu werden.

Der Fall 666 überzeugt mehr durch die gelungene Familienzusammenführung als durch den vergleichsweise unspektakulären Fall.

— Elmar Huber

Kein Highlight für Sherlock-Holmes-Freunde, aber trotzdem eine durchaus lesbare Detektivgeschichte.

— Frank1
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  • Sherlock Holmes und der Fall 666

    Sherlock Holmes und der Fall 666 (Baker Street Tales 4)

    Elmar Huber

    30. October 2017 um 11:13

    „Viele Jahre hatte ich heimlich davon geträumt, Seite an Seite mit meinem berühmten Bruder ein Verbrechen aufzuklären. Auch wenn mich der Gedanke an Felix Masons Leichnam bis ins Mark erschauern ließ, diese einmalige Gelegenheit würde ich mir um nichts in der Welt entgehen lassen.“ STORYBereits über 60jährig trat der Witwer Holmes senior, Vater von Mycroft und Sherlock, noch einmal, mit einer sehr viel jüngeren Frau in den Stand der Ehe, aus der ein weiterer Sohn, Sherrinford Holmes, hervorging. Mehrere unglückliche Umstände, Missverständnisse und unterschiedliche Wesensarten führten nach dem Tod des Vaters zur Entfremdung der Siefmutter und der älteren Söhne. Doch gerade diese Abneigung und der strikte Ausschluss der Stiefbrüder aus seinem weiterem Leben führt zu einem gesteigerten Interesse des jungen Sherrinford besonders für seinen berühmten Stiefbruder Sherlock. Mycrofts Beileidsbekundung zum Tod seiner Mutter ist schließlich der Auslöser für den inzwischen studierten Sherrinford, aktiv den Kontakt zu seinen Halbbrüdern zu suchen. Ein erstes Zusammentreffen in den Räumen Mycrofts in der Pall Mall, gestaltet sich letztendlich für beide Seiten sehr angenehm. Plötzlich erhält Sherrinford, der als Psychoanalytiker tätig ist, den postalischen Hilferuf seines Patienten Felix Mason, in dem von Erpressung die Rede ist. Sherrinford vermutet hinter Masons Schwierigkeiten den Okkultisten Aleister Crowley, mit dessen Orden Felix bereits einige Zeit sympathisiert. An Masons Haus in Chichester angekommen, finden die Brüder Holmes nur noch seine Leiche vor. Ein Selbstmord, wie es scheint. „Die Straße war staubig und die tiefen Spuren, die verschiedene Fahrzeuge und Fußgänger zuletzt auf dem lehmig weichen Boden hinterlassen hatten, lagen wie getrocknete Gipsabdrücke auf der Fahrbahn, So genau ich auch hinsah, für mich war es nichts als ein Wirrwarr von Linien und einander überlagernder Fußabdrücke. Deshalb begnügte ich mich damit, meinem Bruder zu beobachten, an dessen Zügen ich sehr wohl erkannte, dass zumindest er diese Spuren deuten konnte.“ MEINUNGMarion Minks siedelt ihre Sherlock Holmes-Novelle in der Spätphase des Detektivs an, als er die Räume der Baker Street 221b – dort wohnt nun Sherrinford Holmes – bereits gegen einen Wohnsitz auf dem Land eingetauscht hat. Auch Watson hat sich ins Privatleben zurückgezogen und spielt lediglich eine Gastrolle; die Aufgabe des Chronisten hat Sherrinford übernommen. Hauptverdächtig im Fall des Mordes an Felix Mason, an einen Selbstmord will von Anfang an niemand glauben, ist zuerst natürlich der berüchtigte Okkultist Aleister Crowley, der möglicherweise seine Geldquelle versiegen sah. Auch dieser Verdacht zerschlägt sich und des Rätsels Lösung erweist sich, nachdem Sherlock und Sherrinford im Umfeld des Toten einige Befragungen durchgeführt haben, als sehr viel als ganz und gar nicht-okkult. So zeigt sich der Fall 666 am Ende als recht simpel und die Beteiligung des prominenten Okkultisten Aleister Crowley, als völlig bedeutungslos. Viel interessanter gestaltet sich dagegen die Schilderung der holmes’schen Familienverhältnisse, die Fr. Minks auf sympathische Art porträtiert und so auch den Namen Sherrinford Holmes (A. C. Doyle wollte den Detektiv zunächst so benennen, bevor er sich für Sherlock entschied, entsprechend taucht der Name in vielen Holmes-Geschichten für die verschiedensten Personen oder Orte auf) ins Spiel bringt. Dass dieses Vorspiel nahezu ein Drittel der Novelle einnimmt, bevor sich ein Fall überhaupt erst abzeichnet, fällt angesichts der angenehmen und stilvollen Schreibe von Marion Minks gar nicht weiter ins Gewicht. FAZITDer Fall 666 überzeugt mehr durch die gelungene Familienzusammenführung als durch den vergleichsweise unspektakulären Fall. Trotzdem wunderbar angenehm zu lesen.

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  • Sein letzter Fall

    Sherlock Holmes und der Fall 666 (Baker Street Tales 4)

    Frank1

    12. August 2017 um 11:17

    Klappentext: August 1914 Zum ersten Mal begegnet der Psychoanalytiker Sherrinford seinem berühmten Verwandten Sherlock Holmes. Als der Meisterdetektiv den jungen Sherrinford zu einem seiner Klienten begleitet, erwartet die beiden eine Überraschung: Der Mann, der vor wenigen Stunden noch um Hilfe ersuchte, ist tot. Doch warum wurde er ermordet? Und was hatte der „Böseste Mann der Welt“, der Magier Aleister Crowley am Tatort zu suchen? Die Lösung des Rätsels offenbart einen Skandal, der bis ins Oberhaus reicht. Am Ende droht Sherlock Holmes selbst zum Opfer zu werden. Rezension: Sherlock Holmes hat einen Halbbruder. Nein, nicht Mycroft ist gemeint. Nach dem Tod seiner Mutter hatte sein Vater noch einen Sohn mit einer anderen Frau. Und genau dieser Sherrinford lernt seinen 30 Jahre älteren Halbbruder, der sich längst zur Ruhe gesetzt hat, endlich persönlich kennen. Als es darum geht, einen von Sherrinfords Patienten, der sich im Umkreis des Okkultisten Aleister Crowley bewegt, zu helfen, stimmt Sherlock natürlich zu. Beim Eintreffen finden die beiden Halbbrüder den Hilfesuchenden jedoch erhängt vor. Sherlock ist sich sofort sicher, dass es kein Selbstmord war. Eine Sherlock-Holmes-Geschichte, die von seinem erheblich jüngerem Halbbruder erzählt wird, Dr. Watson kommt nur ganz am Rande vor. Der Zweck dieses Konstruktes erschließt sich dem Leser leider nicht so recht, erscheint Sherrinford in seiner Denk- und Handlungsweise sowie seiner Bewunderung für den berühmten Detektiv doch fast wie eine Kopie Dr. Watsons. Die Story an sich hätte von diesem erzählt genauso funktioniert. Dabei trifft Marion Minks den Erzählstil des Originals sogar recht gut, was in diesem speziellen Fall aber eher irritiert, da es sich ja um einen ganz anderen fiktiven Erzähler handelt. Trotzdem der eigentliche Fall interessant und gut durchdacht ist, hinterlässt diese Kurzgeschichte ihre Leser deshalb mit gemischten Gefühlen. Wegen des gewöhnungsbedürftigen Settings und (mit Einschränkungen) des Endes erscheint sie nicht wie ein ‚richtiger‘ Sherlock Holmes. Nachdem der vorhergehende Band „Sherlock Holmes und das Geheimnis der Narrenkappe“ eindeutig den bisherigen Höhepunkt der Reihe darstellte, fällt dieser Band leider wieder in die Mittelmäßigkeit ab. Fazit: Kein Highlight für Sherlock-Holmes-Freunde, aber trotzdem eine durchaus lesbare Detektivgeschichte. – Blick ins Buch – Alle meine Rezensionen auch zentral im Eisenacher Rezi-Center: www.rezicenter.blog Dem Eisenacher Rezi-Center kann man jetzt auch auf Facebook folgen.

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